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Full text of "Die Mineralfundstätten der iberischen Halbinsel: [with an Obituary notice of ..."

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HARVIJtD 



HARVARD UNIVERSTTY 
MINERALOGICAL UBRAHY 

GEOLOGY 



UBit( RY 



Prom the BequeM ot 

MISS EUZABETH W. PETERS 
IN MEMORY OF 

DB. EDWARD DYER PETERS 

Pnftuorof Mtodlnrcr in Hunid Unimiitr 



Transferred to 

CABOT SCIENCE LIBRARY 

June 2005 



MAY 1 4 192^ 



Die 



Mineralflindstätten 



der 



Iberischen Halbinsel 



von 



t Prof. Dr. Tenne, Berlin 

und 

Prof. Dr. Calderön, Madrid. 



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Berlin igOZf'^kJf r \]i\ 

Verlag von A. Asher <S(^;Oa.;,^,n;H 



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Alle Rechte vorbehalten. 



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QEOLOGiCAU 

SCIENCES 

LitRARY 

JÜL 9 1971 

HARVARD o^A 



t Prof. Dp. C. A. Tenne. 



13er am 8. Juli 1901 zu Bad Nauheim verstorbene Prof. Dr. 
Conrad Frtedrich August Tenne wurde am 15. October 1853 zu 
Hildesheim als Sohn des nachmaligen Rechnungsraths Tenne geboren. 

Nach Absolvirung der Schule in seiner Vaterstadt bezog er die 
Universität Göttingen und wurde dort am 1. Juli 1877 Assistent 
am mineralogischen Institut. An diese Universität war im Frühjahr 
desselben Jahres Prof. Klein aus Heidelberg berufen worden. Mit 
demselben bewirkte er im Herbst den Umzug in das neue Museums- 
gebäude und die Schauaufstellung daselbst. Hier hat er sich, da 
die verschiedenste Arbeit zu leisten war. die grössten Verdienste 
erworben. Im Jahre 1878 wurde er mit der Dissertation: „Unter- 
suchung einiger organischer Verbindungen^ mit dem ersten Grad 
(summa cum laude) zum Doktor promovirt. In Göttingen blieb er 
mit gleichem Erfolg in derselben Thätigkeit bis zum 1. October 1881. 

Da zu der Zeit im mineralogischen Institut zu Göttingen eine 
petrographische Einrichtung noch nicht geschaffen war, so ging Tenne 
£nde 1881 auf Rath von Prof. Klein und zum Zwecke petro- 
graphischer Studien zu Prof. Rosenbusch nach Heidelberg, wo er 
als Assistent bis zum 1. Juli 1883 verblieb. 

Von dorther wurde er von Prof. Websky als Gustos an dem 
mineralogischen Museum der Universität Berlin angenommen, woselbst 
er am 27. Februar 1886 Privatdocent wurde und, nach dem Hin- 
kommen von Prof. Klein, am 5. Juni 1894, den Titel „Professor* 
bekam. 

In seinen an der Universität gehaltenen Vorlesungen behandelte 
er im Sommer: „Die Elemente der Krystallographie" und las öffent- 
lich: „Ueber Edelsteine". Im Winter trug er vor: „Ueber gesteins- 
bildende Mineralien" und öffentlich: „Ueber Methoden der Gesteins- 
Untersuchung". Tenne war ein guter Lehrer und besass in seinem 
Fache ein sehr gründliches und ausgedehntes Wissen. 



n 

In seiner Eigenschaft als Gustos hat er sich zunächst mit an 
der Bearbeitung der geogrnpliischiM) Suiten verdient gemacht und 
alsdann mit den Hülfsarbeitern den Umzug in das neue Museums- 
gebäude vorbereitet. 

Nach dem im Jahre 1886 crfolj^'ten Abheben von Prof. Websky 
erhielt er von dessen Erben Bibliotlick. Instrumente und Präparate 
zum Geschenk, sq dass er nunmehr eine selbständige und voll- 
ständige Einrichtung zum Arbeiten besass. 

Mit der Berufung von Prof. Klein von Göttingen nach Berlin 
1887 trat die Frage des Umzugs des Museums in den Vordergrund. 
Als dieser 1889 erfolgte, ging Tennk mit einem Stipendium der 
TAMNAU-Stiftung nach Spanien zum Studium der dortigen Mineral- 
fundstätten, eine Reise, die er nachmals noch zwei Mal wiederholte. 

Ein Werk über die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Reise 
begann er mit Prof. Caldeuön. Doch tlberraschte ihn bei der 
Drucklegung der Tod, Die damals noch nicht gedruckten drei 
Viertel des Buches sind unter Beihülfe von Prof. Calderon, von 
Prof. Klein und den Beamten des Instituts vollendet worden. 

Tbnnb*8 beste Arbeitszeit fällt in die Zeit von Göttingen, 
Heidelberg und Berlin bis zu den spanischen Reisen. Er hat sich 
während dieser Zeitperiode um die Sammlungen dieser Universitäten 
wohl verdient gemacht. Nach den spanischen Reisen erkrankte er, 
erst unbedeutend, dann mit immer zunehmender Steigerung, bis er, 
in seiner Leistungsfähigkeit geschwächt, endlich diihin siechte. 



Es folgt die Liste der von Prof. Tenne herausgegebenen Arbeiten: 

Göttiugen. 1877-1881. 

1878. Krystallographische Untersuchung einiger organischer Verbindungen. 

Inaug.-Diss. Göttingen. 

1879. üeber Epistilbit. Neues Jahrbuch f. Mineralogie etc 1879. 

1880. üeber den Epistilbit. Neues Jahrbuch f. Mineralogie etc. 1880. I. 
— Ueber ein neues Vorkommen von Epistilbit. Neues Jahrbuch f. 

Mineralogie etc. 1880. I. 

1881. üeber Parastilbit. Neues Jahrbuch f. Mineralogie etc. 1881 IL 

Berlin. Von 1883—1896. 

1885. üeber Gesteine des Cerro de las Navajas (Messerberg) in Mexico. 
Zeitschr. d. D. geol. Ges. XXXVII, 1886. 



111 

J885. üeber dieselben. Ref. Zeitschr. d. D. geol. Ges. XXXVII, 1885. 

— üeber Flussspath von Hardenberga (Schonen). Zeitschr. d. D. 

geol, Ges. XXXVII, 1885. 

— üeber Markasit von den Asphaltwerken zu Limmer. Zeitschr. d. 

D. geol. Ges. XXXVII, 1885. 

1890. üeber die zu geschäfteten Steinbeilen aus dem Rhein verwendeten 

Gesteinsarten. Verh. d. Berliner anthrop. Ges. 1890. 

— Die Gesteine des Kilimandscharo-Gebietes. Aus: Ostafrikanische 

Gletscherfahrten von Dr. Hans Meyer. 

1891. üeber den Sigterit Rammeisberg und über den Albit von Sigtcrö 

bei Brevig. Neues Jahrbuch f. Mineralogie etc. 1891. II. 
1893. üeber Gesteine der aethiopischen Vulkanreihe. Zeitschr. d. D. 
geol. Ges. XLV. 

1895. üeber die vom Grafen von Götzen gesammelten Gesteine. Aus: 

„Durch Afrika von Ost nach West." Berlin 1895. 

1896. üeber die Krystallform des Leonit aus den Steinsalzlagern von 

Leopoldshall. Zeitschr. d. D. geol. Ges, XLVIII. 



Druck toh J. F. 8tarcke in Berlin. 



Der am 8. Juli 1901 verstorbene Prof. Dr. Tenne 
hfitte mit Unterstützung der Dr. Friedrich Tamnaü- 
Stiftung der Königl. Friedrich -Wilhelms -Universität 
Berlin mehrfache Eeisen nach Spanien unternommen, 
um die dortigen Mineralfundstätten zu studiren. 

In Gemeinschaft mit t^rof. Salvador Calderon 
in Madrid entschloss er sich, seine Eeiseerfahrungen, 
die seines Collegen und die in der Litteratur zer- 
streuten Notizen in einem Werke zu sammeln und 
der wissenschaftlichen Welt zugänglich zu machen. 
Dieses Unternehmen war um so schätzenswerther, 
als wir in der Litteratur nichts Zusammenhängendes 
über die Mineralvorkommen jener Gegenden besitzen. 

Leider verhinderte der Tod Tenne's zunächst die 
Fortsetzung des Werkes. 

Da aber die Familie des Verstorbenen sich in 
anerkennenswerther Weise bereit erklärte, das Buch 
als Eigenthum zu übernehmen und auf ihre Kosten 
fertig drucken zu lassen, so konnte bald danach der 
Druck wieder aufgenommen werden. 

Ich habe im weiteren Verfolg und unter steter 
und aufopfernder Mitwirkung des Herrn Prof. Cal- 
deron, sowie der Herren des hiesigen Instituts, Dr. 
Belowsky, Dr. von Wulff und Tannhäüser, es unter- 
nommen, die Sache so gut als möglich zu Ende zu 
führen. 

Beim Tod von Tenne fanden sich sechs gedruckte 
Bogen vor, der Rest des Manuscripts war in einem 



IV 

mehr oder weniger unfertigen Zustand. Nach sieben- 
monatlicher anstrengender Arbeit, die sich von deut- 
scher Seite lediglich auf die Fertigstellung des Manu- 
scripts, nicht auf neue Zusätze richtete, dagegen von 
Seiten des Herrn Calderön auf die Vervollständigung 
des Werkes bedacht war und daneben die spanischen 
Namen controllirte, ist es gelungen, das Werk fertig 
zu stellen. 

Ausser einem Register, welches nach den deutschen 
Namen verläuft und die wichtigsten spanischen, por- 
tugiesischen und französischen Bezeichnungen (bei 
deren Anführungen im Text bezüglich der Stellung 
zum deutschen Namen keine feste Reihenfolge inne- 
gehalten worden ist) enthält, ist dem Buch eine üeber- 
sicht der hauptsächlichst benutzten Sammlungen so- 
wie über die in ihm öfter citirten, wichtigsten, nament- 
lich spanisch-portugiesischen Werke beigegeben. 

Möge es der Wissenschaft von Nutzen sein und 
eine nachsichtige Aufnahme finden. 



Berlin, Mai 1902. 



C. Klein. 



Durchgesehene Sanimlungeii 

oder solche, von denen Mittheflnngen aber Minenle der Iberisohen 

Halbüieel erhalten worden eind. 



E. üniTersitat Berlin. 
„ „ Breslau (Tenne). 

„ Strassburg (von Prof. Bcckixg an Tenne). 

K. Techn. Hochschule Aachen (Tenne). 
D. Universität Prag (von Prof. Hecke an Calderon). 
Masee d'Hist. nat. de Paris (von Prof L.\CROi.\ an Calderön). 
Laboratoire du Musee d'Hist. nat. de Paris (von Prof. St. Meunier an 

Calderön). 
British Museum. Museum of Nat. History. London. Miner, Depart. 

(von Mr. Spencer an Calderön). 
Museo de Historia natural de Madrid (Calderön). 

„ de la Escuela de Minas de Madrid (Calderön). 

„ de la Comisiön del Mapa geolögico, Madrid (Calderön). 

„ Univers. Sevilla (Calderön). 
' „ „ Valencia (Prof BoscÄ an Calderön). 

„ „ Valladolid (Prof H. Pacheco an Calderön). 

„ „ Oviedo (Prof Barras an Calderön). 

Colec. Instituto Gerona (Prof Cazurro an Calderön). 

„ „ Almeria (Prof Fernandez Navarro an Calderön). 

Was Portugal anlangt, so hat J. Pedro Gomes die Sammlungen der 
Direcgao dos Trabalhos geologicos de Portugal und die des Museu de 
Lissabon benutzt. 



Wichtigste Litteratur. 



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dem Titel: Descripciön de minerales, algunos de ellos nuevos que 
coDBtituyen el filön del Barranco Jaroso de Sierra Almagrera, por 
el Caballero profesor Dr. AuausTo Brbithaupt, de Freiberg, 
Revista minera, UI, 1852.) 

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I. Elemente. 



1. Metalloide. 

Diamante. Diamant. Diamanten 

Regulär, tetraSdriscb. 

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Vereins, 15. 
1896. Baues: Edelsteinkonde, 162, 227. 
1898. WiLCKENS in litt. 

Andalusien. Der Grubenbesitzer Alb. Wilckens inFuente 
Ovejuna, Prov. Cördoba, berichtet an Knop, dass zu Anfang der 
siebenziger Jahre bei dem Dorfe Carratraca, Prov. Malaga, in 
einem Bache zwischen SerpentingeröUen ein kleiner, nach Härte 
und Erystallform bestimmter Diamant aufgefunden wurde. In 
der Nähe des Baches steht Serpentin mit Nickelerzen an. 

Bauer vermuthet eine Analogie zwischen diesem Vor- 
kommen und dem südafrikanischen. 

üeber den Verbleib des betreffenden Exemplares haben 
wir keine Nachricht erhalten können. 



Grafito. Graphit. Graphite. 

Werner 1789. 

Rhomboödrisch. 1 : 1,3859 Kenngott. 

1799. Garcia-Fernandez: Anal, de Hist nat., I, 116. 

1850. VON Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 882. 

1867. Zirkel: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 96. 

1891. Luzi: Zeitschr. f. Naturw., Halle, LXIV, 224. 

1894. Zirkel: Petrographie, 279. 

Nach dem Verhalten, welches die Graphit- Vorkommnisse 
bei der Behandlung mit rauchender Salpetersäure auf Platin- 
blech zeigen, wird von Luzi Graphitit von dem eigentlichen 

1 



Graphit unterschieden. Dieser letztere bläht sich bei der 
Erhitzung zu wurmf5rmigen Gebilden auf wogegen der erstere 
diese Beaction nicht zeigt. 

In Spanien sind krystallisirte Varietäten nicht aufgefunden, 
das Mineral kommt nur derb vor und ist meist stark mit 
erdigen Substanzen verunreinigt; die reineren Abarten haben 
schieferige bis schuppige Textur. 

Ästurien. In der Prov. Oviedo [Orio]. 

Pyrenaeen. Am Südabhange des Gebirges, in der Prov. 
Huesca^ giebt Zirkel das Mineral an vom Berge Barbarisiay 
nördlich von Port de Sahun, woselbst grosse Knollen und 
selbst kleine Lager in grobkörnigem Granit eingeschlossen sind. 
Zwischen dem Hospiz von Plan und dem Part de la Pess^ im 
Gistain-Thale, stellt fast quarzfreier Glimmerschiefer ein inniges 
Gemenge von Graphit und Glimmer dar. 

Catalonien. Altbekannt sind die silurischen Graphit- 
schiefer von San demente de Llobregat, Prov. Barcelona; neuer-, 
dings sind aber auch ziemlich reiche Gänge von Graphit in 
den Revieren Crracia, Harta und San Martin de Provensals ent- 
deckt worden. 

Estremadura. Im Granit von Alcuescar, Prov. Cdceres, 
fand ihn Dr. H. Pacheco unter gleichen Verhältnissen, wie 
am Bei^e Barbarisia^ auf. [Mündliche Mittheilung.] 

Castilien. ElMwyo, Prov. Segovia [Mus. bist. nat. Madrid]. 
Als Blenda carbonosa bezeichnet G.-Fernandez einen Graphit 
von San Lorenzo (El Escorial) bei der Kapelle San Juan im 
Gneiss auftretend. Prov. Toledo [Orio].^) 

Andalusien. In der Provinz Malaga liefern von Ost 
nach West weit ausgedehnte Gebiete Graphit. Der Staat hat 
sich die Ausbeutung der Minen am Cerro de Natias in der 
Sierra Bernuja vorbehalten und erzielt dort allem 400000 Quin- 
tales (spanische Centner), die meist ins Ausland exportirt 
werden. Nördlich von MarbeUa (südwestl. Mälagd) [v. Beüst] 

*) Ein Handstück der Universitäts-Sammlung Berlin (U. S. Berlin) 
weist VdUecas bei Madrid als Fundort anf. Es ist ein den Vorkommnissen 
von MarbeUa gleichender Zeichenschiefer, welcher nicht von VaUecas her- 
stammen kann, da dort nur Kalke und Thone des lacustren Tertiärs der 
spanischen Meseta, aber keine älteren Gebirgsformation auftreten. 



ist auf den dortigen Gruben (Fugerra, Benahavis) Graphit 
linsenförmig in Serpentin eingeschlossen und gemengt mit Blei-, 
Nickel- und Eisenerzen. Eine andere Varietät vom gleichen 
Fundort bildet innig gemengt mit kalkigen Bestandtheilen den 
sog. „Kreide-" oder „Zeichen-Schiefer". Erstere Varietät hat 
in reineren Massen blätteriges Gefüge und dürfte den ver- 
schiedentlich angeführten „sehr reinen" Substanzen aus Anda- 
lusien [z. B. bei Habtmann] entsprechen. Bonda (nordwestlich 
von Malaga) ist als Fundort angegeben bei einem reinerem 
Exemplare [ü. S. Breslau], das dem von MarbeUa vollständig 
gleicht. Auch mit Granada bezeichnete Stufen [U. S. Berlin] 
kommen wohl von den Gruben der gleichen Gegend her. 

Portugal. Hier sind die Gruben MtMrragas im Gebiet 
von Gastro Daire, Älgarve, und der Monte de St Gristaväo, 
Resendey Prov. Alemtejo, zu nennen, doch ist die Ausbeute bis 
letzt kaum lohnend [F.-Gomes, 199]. — Ein mächtiges Lager 
jn Syenit zu Pinheiro (ob Pinhäo, Prov. Tra^ os Montes?) 
[Leonh., 255]. 

Azufre. Schwefel. Exofre. 

Rhombisch. 0,851157 : 1 : 1,903391 v. Koksch. 

1834. Le Play: Ann. des mines, (3) V, 218. 

1841. Braun: Bull. Soc. g6ol. de France, (2) XII, 169. 

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1868. Botella: Descrip. geol.-min. prov. Murcia y Albacete. 

1884. CoLLiNS: Min. Mag., V, 216. 

1892. Busz: Zeitschr. f. Eryst. u. Min., XX, 564. 

1897. Gala: Anal. Soc. Esp. de ffist nat, XXVI, 121. 

Ästurien. Stufen dichten, sehr reinen Schwefels mit 
Krystallen in den Unebenheiten der Oberfläche werden in 
Fuentes de Nava von Mergel begleitet [Mus. Hist. nat Madrid 
und U. S. Oviedo]. 

Aragonien. Libros und Bio Deva, Prov. Teru^el, im 
Braimkohlenterrain, ein Flötz von 3' Mächtigkeit [v. Beüst]. 
Die Hauptmasse des Minerals ist hier derb und nicht so schön 
citrongelb wie gewöhnlich, sondern mehr graugelb gefärbt. 
Das Versteinerungsmittel von Chara-Kömem, von Planorbis, 
Paludina, Lymnaea in Myriaden von Individuen sowie auch 
von Pflanzen bildet unser Mineral. Auch nierenförmig im 

1* 



Gyps findet eich der Schwefel und ist dann meist sehr rein, 
bis 90 Vo, wogegen der in den Gesteinsschichten enthaltene 
nicht über 50 bis 60 Vo hinaus geht. Gelegentlich sind hier 
auch kleine pyramidale Krj ställchen auf Klüften des thonigen 
Kalksteines auskrystallisirt [Bbaun]. 

Andalusien. Am bekanntesten unter den spanischen 
Fundstellen sind die V^ klm östlich von Conil zwischen Cadix 
und C. de Trafdlgar an der atlantischen Küste gelegenen 
Gruben [Le Play]. Nach Traill füllt die Grube ein kleines 
ovales Thal aus, und das Muttergestein des Schwefels, ein 
bläulicher Mergel, ist von oolithischen Gesteinen umgeben. 
Kalkige graue Thone von oligocänem Alter sind mit Lagen 
von Schwefel durchzogen und tragen in imregelmässigen 
Klüften, die mit Kalkspath ausgekleidet sind, die idealen 
Ejystalle des Minerals, entweder dem Kalkspath, oder 
direkt dem Thone aufgewachsen. Auch zeigen die Schwefel- 
lagen, wo sie mit den Hohlräumen in Berührung treten, 
einzelne Flächen ausgebildet. Die gewöhnliche Combination 
dieser Krystalle, von denen Lävy z. B. 7 verschiedene 
Exemplare eingebend beschreibt, zeigt pyramidalen Habitus, 
bedingt durch das Vorwalten der Pyramide, zu der sich die 
die Kanten derselben abstumpfenden Gestalten gesellen; also: 

P(lll), QoP(llO), Poo (101), Poo (011) ferner V3P(113) 
und auch noch OP (001). 

Einen Zwilling nach Poo (101), dessen Individuen an der 
Berührungsfläche zackig ineinander eingreifen, beschrieb Busz. 

Ausser dem Kalkspath begleitet die Schwefelkrystalle in 
den Hohlräumen auch wohl Coelestin [U. S. Breslau], doch 
tritt er seltener auf; auch Quarz soll sich in gleicher Weise 
finden. 

Eine zweite Generation von Kalkspath in winzigen rhom- 
boödrischen Krystallen überzieht in den Drusen gelegentlich 
die älteren Skalenoeder des gleichen Minerals sowie auch die 
Schwefelkrystalle. 

Der derbe Schwefel durchzieht entweder direkt den kalk- 
haltigen Mergel, oder ist auch seinerseits zunächst in späthigem 
Kalk eingeschlossen. — 

Der Einwirkung der atmosphärischen Luft auf Schwefel- 
wasserstoffgas verdankt das Vorkommen von kleinen bis 0,5 cm 
grossen Kryställchen zu Eacienda de Engato ^) bei Morön, 3 klm 



*) Nicht "Hajci^nda de Engato, sondern sicher ^os Gatosf*, wenn nicht 
eine Stufe von Dehesa de los Charcos vorliegt. [Calderön.] 



östlich MonteUano, Prov. Sevilla, sein Entsteben [Hintze, I, 86]. 
Zwischen Nadeln von Coelestin sitzen dieselben auf ver- 
härtetem weisslichem Schlamm der dortigen Schwammvulkane 
in unregelmässigen Klüften. — 

Kleine glänzende Kryställchen von Schwefel entstehen 
auch bei der Zersetzung der Schwefelerze in den Kiesgruben 
der Prov. Huelva und siedeln sich auf der zurückbleibenden 
Gangmasse an. Recht complicirte Exemplare sind um das 
Jahr 1881 auf dem San Dionisio in Bio Tinto bei Huelva vor- 
gekommen [COLLINS]. — 

Im erzreichen Distrikt der Älpujarras, 1 Stunde östUch 
von Berja, verdankt das Vorkommen von Schwefel in dichtem 
bis kömigem Gyps seine Entstehung der Zersetzung der Erze 
[Hausmann]. In Fondön sitzt er in zierlichen Krystallen in 
Hohlräumen zerfressener Bleiglanze [Leonh., 457]. — Gleich- 
artig sind die ziemlich beträchtlichen Massen in der Umgegend 
der Bleiglanz-Gruben von Barranco de la Torre in der Sierra 
Älmagrera entstanden. — Im Tertiär von Benamaurely Prov. 
Granada [Botella], von Gador, Prov. Älmeria, und Benahavis, 
ebendort [Orio, 439]. — Zu Atara und Äntequera, Prov. Ma- 
laga, bildet sich Schwefel auf dem Grunde von schwefel- 
wasserstoflfhaltigen Quellen. 

Murcia. Zum Verwechseln ähnlich dem Vorkommen von 
Conil ist dasjenige von Marcia de Gerate bei Lorca, westlich 
Cartagena. Die Krystalle sitzen in Hohlräumen des gleichen 
und gleichalterigen Gesteins wie zu Conil (lacustres Pliocän) 
und zeigen auch die gleichen Combinationen hier wie dort. 

Selten tritt noch ooPoo (010) auf [U. S. Breslau]; auch in Gyps- 
krystallen eingeschlossene, gut gebildete Individuen kommen vor 
[Vilanova]. — In Las Minas del Mundo bei EeUin, Prov. Alba- 
cete, im Tertiär derber Schwefel [Amar de la Torre]. Die 
im Betriebe befindlichen 14 Lager desselben sind durch gleich- 
massige Thonlagen getrennt, was auf eine sehr ruhige Bildung 
der Ablagerung schliessen lässt [Botella]. 

Die Produktion an Schwefel in den genannten Lager- 
stätten der Provinzen Murcia, ATbacetCj Älmeria und Ten^ 
erreichte 59000 Tons im Jahre 1899, von denen die Hälfte 
auf HeUin entfällt. Nach Baedeker liefern die Minas del Mundo 
jährlich ca. 400 000 kg. 

Portugal Als Absatz von heissen Mineralquellen in 
der Umgebung von Ferreira do Zezere [P.-Gomes, 199]. 



2. Metalle. 



Antimonio natiyo. Antimoa. Antimonio. 

Rhomboödrisch. 1 : 1,3236. 

1880. FuERTES-ACEVEDO : Min. asturiana, 116. 

1898. Febnandez-Navarbo. : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXU, 111. 

Ästurien. Im Bezirk von Meredo, Castropd, nur sehr 
geringe Mengen von Antimon, in Form von kleinen bläulichen 
Nadeln; ziemlich viel Arsen imd etwas Silber enthaltend. 

Andalusien. Vinuda, Prov. Malaga, In einem sehr 
eisenhaltigem Quarzit eingesprengt. [Mus. Hist. nat. Madrid, 
U. S. Sevilla]. Zeigt deutlich die basische Spaltbarkeit, und 
die Oberfläche ist nicht angelaufen; enthält weder Arsen, noch 
Silber, noch Eisen [F.-Navarro]. Das Exemplar der U. S. 
Berlin, welches Obüeta durch Vermittelung von Calderön 
gab, zeigt das Metall als schmale Trümer zwischen Apatit. 
Dieser gleicht dem Mineral aus der Nähe des Cabo de Gata^ 
ist von ölgrüner Farbe und setzt das kleine Geröll-Fragment 
in gerundeten Krystallen oder Fragmenten von solchen fast 
ganz zusammen. In den verbleibenden kleinen Zwischen- 
räumen findet sich das auf frischen Bruch glänzende ; zinn- 
weisse, äusserlich aber schwarz angelaufene Metall. 

Portugal. Zu Gondomar, Dist. Porto, und Minas do Caes 
do Scbreiro und do Coväo, Distr. Coimbra [P.-Gomes, 199]. 



Arsenico. Arsen. Arsenio. 

Rhomboedrisch. 1 : 1,4013. 

1860. TON Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 382. 

1898. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXII, Act 40. 

Ästurien. Von Mieres, Prov. Oviedo, wird Arsen er- 
wähnt. Es begleitet Zinnober oder ist in Flecken auf der 
Oberfläche von Kalkspath vertheilt, der mit Zinnober vor- 
kommt. Ferner auf einigen Steinkohlengruben [Ohio, 434]. 

Gastilien. Auf den Barytgängen der Gruben von 
Jliendelaencinaf im Norden der Prov. Guadalajara [v. Beust]. 



Andalusien. Guadalcanäl nördlich Sevilla in der Sierra 
Morena; sphäroidale, theils concentrisch schalige Knollen, 
zwischen deren Schalen sehr feine Schichten von AUemontit 
[F.-Navarro, Mus. Hist. nat. Madrid], auch unregelmässige 
Putzen und Schnüre in späthigem Kalk vertheilt [U. S. Berlin]. 

Allemontita. AUemontit. Allemontite. 

HAroiNGEB 1845. 

Rhomboödrisch ; isomorph mit Antimon und Arsen. 

1894. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Act. 40. 

Gastilien. Sparsam auf den Gängen von Hiendelaencina, 
Prov. Gwidalajara [Naranjo]. 

Andalicsien, Gttadalcanai, nördlich Sevilla in der Sierra 
Morena, ct. Arsen [F.-Navarro, Mus. Hist. nat. Madrid], 



Bismuto. Wismuth. Bismufho. 

Rhombo6drisch. 1 : 1,3035. 

Pyrenaeen. Das Erz tritt in geringer Menge auf zu Es- 
pinabel, Prov. Gerona, nahe der französischen Grenze, mit 
Blende in einem Granit, der Gneiss durchsetzt. Auch erwähnt 
Autor das Erz als zweifelhaft in den Pyrenaeen von Aragon, 
jedoch ohne näheren Fundort zu nennen [Naranjo, 381]. 

Cobre naüvo. Kupfer. Cobre nativo. 

Regulär. 

1809. Marcbena: MoU. Jahrb., 292. 

1862. V^Teltz: Jhrb. Chem., 706. —Berg- u. hüttenm. Zeitg., XXI, 41. 

1883. DoRY, A.: Rev. minera, (C) XI. 

1885. Cartailhac: Les äges prahlst, de TEsp. et de Portugal. 
1898. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXII, Act. 112. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 212. 

1896. Lapparent: Bull. soc. g6ol. de Fraace, (3) XXIV. 

Pyrenaeen, Lapparent citirt Kupferminerale aus den 
spanischen Pyrenaeen. Sie treten mit Ealkspath- Mandeln 
in porphyrischem Gestein auf, genau wie die amerikanischen 
Vorkommnisse vom Olern See, und beide sind mit dem Metall 
imprägnirt. Der genaue Fundort ist nicht bekannt, doch ver- 
muthet Lapparent, dass sie aus der Umgebung von Canfranc^ 



8 

Prov. Huesca, stammen, etwa vom Pico Anayet, wo alter 
Ueberlieferung nach früher eine Grube auf Kupfer, Gold und 
Silber abgebaut, seitdem aber aufgelassen wurde. — Zu 
Amesqueia an den Grenzen von Navarra sind Kupferbergwerke 
seit 1734 betrieben [Marcbena]. 

Äragonien, Bid, Prov. Zaragoza, mit Quarz und Malachit 
(F.-Navareo, 388). — Krystallisirtes Kupfer von nicht näher 
bestinuntem Fundort [ü. S. StrassburgJ. 

Andalusien, Zu Linares, Prov. Jaen [Weltz]. — In 
den Bio Tinto-Minen, auf den Gruben des South und des North 
load erhielt Collins dünne den Schiefern zwischengelagerte 
Häutchen, von denen er annimmt, dass sie dort bei Reduction 
von Kuperlösung durch organische Substanz entstanden seien. 
Auch sind Grubenhölzer von ganz ähnlichen Aggregaten metalli- 
schen Kupfers durchzogen. Spiessig verzerrte Krystalle, in 
Gruppen von Baum- und Moosform vereinigt [U. S. Breslau], 
grosse baumförmige Gruppen auf der Zimmerung der alten 
römischen Stollen [Weltz]. Auch von anderen Gruben des 
krystallinen Schiefer-Gebirges, in dem die Bio Tinto-Minen 
liegen, erhielt T. ged. Kupfer; am Südabhange in der Grube 
La Caridad, nördlich von Sanlucar La Mayor, ein blaues 
thoniges Gangmittel mit Kalkspath und drahtförmigem Metall ; 
auf der von der Eisenbahnstation Galanas aus zu erreichenden 
Grube Sotiel Coronada durch die Freundlichkeit der Herrn 
Director Boeck eine baumförmige Gruppe von Krystallen, 
deren einzelne Individuen mehrere Millimeter gross sind und 
von der Combination qoOoo(1(X)), 0(111) umgrenzt werden. 

Die noch nicht in volle Ausbeutung genommene Grube 
Leona bei La Nava, in dem Sierra de Aracena genannten nörd- 
lichen Theile desselben Gebirges, fördert drahtförmige Gebilde, 
die denen von La Caridad sehr ähnlich sind. — Auf der Grube 
Tharsis nördlich von Euelva und westlich von den bisher ge- 
nannten Gruben, kommen ebenfalls Krystalle der oben für 
Sotiel Coronada genannten Combination, häufiger noch dendri- 
tische Krystallaggregate vor. 

Die andalusische Pyrit-Formation setzt nach Portugal 
hinein fort, wo z. B. zu Aljustral und in der Umgegend von 
der Stadt Barrancos der „eiserne Hut* der Gruben reich an 
ged. Kupfer zu sein pflegt. Dieses reichliche Auftreten des 
Metalls macht es erklärlich, dass dort in einer vor der 
„Eisenzeit" liegenden Epoche eine „Kupferzeit" bestanden hat. 
Werkzeuge aus reinem Kupfer, sauber hergerichtet, untermengt 



9 

mit solchen aus Stein, sind sehr häufig, und in den Gruben 
dieser Gegend finden sich die Spuren alter prähistorischer 
Thätigkeit. Nichts desto weniger glaubt Cartailhac annehmen 
zu müssen, dass das Material zu den Arbeiten dieser Epoche 
aus fremden Ländern herbeigetragen werden musste [Calderön 
in litt.]. 

Inder Sierra Älmagregra, namentlich in der Schlucht jBieTaro^o, 
findet sich Kupfer in Blättern, die wie satinirt aussehen. 
Baumförmige Gruppen fanden sich dort vereint mit Kupfer- 
carbonaten auf Brauneisenstein-Gängen; feine Faden gediegenen 
Metalls begleiten andere Kupfer- und Antimon-Mineralien. 

Murcia. Aus den Gruben von Lorca blattförmige Aggregate 
[U. S. Breslau]. 

Portugal. Im Praecambricum der Minas do Falhal und 
das Talhadas (Distr. Aveiro); auf den in Alemtyo gelegenen 
Gruben Ä Joäo do Derserto, Juliana, Alandroaly Sobral, Mostar- 
deira, Minancos, Merces und Apari::. In der Trias von Süves, 
Algarve, und zu Tra^ do Outeiro, Cdldas da Beinha [P.- 
GoMES, 199]. 

* 

Plomo nativo. Blei. Chumbo. 

Regulär. 

1814. ÜLLmann: Syst. tabell. üebersicht d. mineral. einf. Fossilien. 
1864. Nöggerath: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 674 
1891. Maestre in Munoz de Madariaga: üebersetz. von Naümann- 
Zirkel's Mineralogie, 242. 

Catalonien. Gelegentlich zu Pratdep, Prov. Tarragona 
[Maestre]. 

Estremadura, Ebenso zu Herrera del Buque, Prov. 
Badajos!, 

Castilien. Maestre berichtet, dass er im Bio Ojalara^ 
Prov. Cindad'Beal, nach grösseren Regengüssen Blei fand, er 
vermuthet, dass es aus dem benachbarten vulkanischen Terrain 
stammt. 

Murcia, Draht und haarförmige Partieen, äusserlich 
schwarz angelaufen, gelangten an Ullmann aus den Gruben 
von Cartagena, wo sie in röthlich grauen bis braunen, fein zer- 
klüfteten und stark an der Zunge haftenden Kalkstein einge- 
wachsen sind. Hausmann hält dieses Vorkommen für etwas 



10 

problematisch [I, 33]; Eenngott glaubt, dass es durch Hitze 
aus ursprünglichem Bleiglanz gebildet wurde. Angaben über 
die Einwirkung der Hitze auf den das Blei einscbliessenden 
Kalkstein fehlen [bei Nöqgerathj. Gmelin hält das Vor- 
kommen für gut. 

Azogiie. Quecksilber. Mercurio. 

Amorph. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp., 88. 
1884. Lb Play: Ann. des mines, (8) V, 198. 
1880. FuEBTES-ACEVEDo: Min. asturiana, 65. 

Asturien. Zu Pelugano de AUer und Poo de Cäbrales 
pflegt das Quecksilber nicht frei in Begleitung des Zinnobers 
vorzukommen, sondern ist in kleinen Eügelchen in einen durch 
Zinnober roth gefärbten dichten Kalkstein, am letzteren 
Orte auch in Kupfermineralien eingeschlossen [F.-Acevedo]. 

Aragonien. Mit Zinnober etc. zu ATbarracin, westlich 
von TeriMil, im rechtsseitigen Flussgebiet des Ghiadalaviar. 

Gastilien. Nach Naranjo [342] sali 1835 im 4. Stockwerk 
der Grüdbrero-GrxxhQ zu Älmadenejos bei einer Bohrung ein 
Quecksilber-Springbrunnen angebohrt sein, der mit dünnem 
Strahl mehrere Wochen anhielt und einige 90 Centner sehr 
reinen Metalles lieferte. Ueberhaupt scheint Älmadenejos die 
Hauptfundstelle dieses Minerals zu sein; auch Le Play be- 
richtet, dass hier dasselbe, vornehmlich mit untergeordnetem 
Zinnober, einen schwärzlichen Schiefer imprägnirt. — Auf der 
Grube El JEntredicho zu Älmadenejos begleitet Quecksilber fast 
immer die Calomel-Erze. Mit Zinnober ist es auch von Almaden 
am B. Zujar, einem linken Nebenfluss des Guadiana ange- 
geben. 

Valencia. Zu San Felipe [Hartmann, II, 527 und Leonh., 
438]. Nach Bowles auch noch zu Jdtiva und Gabo de Oullera. 

Plata nativa. Silber. Prata nativa. 

Regulär. 

1829. Eabsten's Archiv, I, 61. 

1834. Lb Play: Ann. des mines, V, 209. 216. 

1836. Ezquerba del Bayo: Neues Jahrb., 203. 

1842. Schulz, W.: Earsten's Archiv, XVI, 803. 

1860. VON Beüst: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 382, 



11 

1850. Pelligo: Neues Jahrb., 84. 

1852. Massart: Rev. minera, (B) II. 

1854. Breithaüpt: Berg- u hüttenm. Zeitg., 9. 

1872. Zerrenner: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 165. 

1876. Dittmarsch: Sitz.-Ber. d. Isis zu Dresden. 

J89d. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist nat., XXII, Act. 

1894. Derselbe: ibid., XXIII. 

1895. Mallada: Expl. Mapa geol. de Esp., I, 325. 489. 508. 

Wichtiger Silber-Minen giebt es in Spanien drei: Hiende- 
laendnay Prov. Gruadalajara, Las Herrerias, Prov. Almeria, und El 
Horcajo in Oiudad Beal. Neben Schwefel- und Antimonver- 
bindungen, aus denen Silber bei der Zersetzung hervorgeht, 
findet es sich an vielen anderen Punkten, wenngleich nur 
sparsam. 

Gatalonien. Zu Vimbodi, nahe der Grenze der Prov. 
Tarragona gegen Lerida, finden sich Breccien von Kupfernickel 
mit Baryt, auf denen mit Annabergit auch Silber sich vor- 
findet. Krystallisirtes Silber von Farena, Prov. Tarragona 
[U. S. Strassburg]. Ebenfalls in Tarragona kommt haarförmiges 
Metall im Revier Silva auf einem Gange von Pyrit, Quarz 
und Kalkspath im Contact mit eine Hornblende-Fels vor und 
im Revier BeUmunt auf den Salbändern einer Bleiglanz- 
Ader in der im Alterthum bearbeiteten Grube Bamona. 

Castilien. Die im Norden der Prov. Guadalajara, am 
Südabhang der Sierra Gruadarrama gelegenen Minen von JEBew- 
dehendna, 1845 durch einen flüchtigen Sträfling entdeckt, liefern 
Silberglanz, Antimonsilber, Chlor- und Bromsilber sowie Roth- 
gülden. Nach V. Beüst enthält der Centner Gang 6—8 Unzen 
des Metalles. Die Gänge streichen 0— W, sind gegen 30 Zoll 
mächtig und stehen saiger. 

Zuerst wurde die Grube Verdad de hs Artistas und 
später erst die anderen bearbeitet. Auf den Gruben Suerte 
und Bolanos fand sich das Metall in Form gedrehter und ver- 
filzter Drähte, aber meist in Blechen. Die Namen der bis 
1850 in Angriff genommenen Gänge sind Santa Cecilia, San 
Jose und Malanoche, — El Horcajo , Prov. Ciudad Beal, 
prächtige Stufen mit haarförmigen Silber auf silberhaltigem 
Bleiglanz; namentlich aus einer bestimmten Tiefen-Zone der 
Grube Ana Maria, aber auch an der eben genannten Fund- 
stelle auch auf Quarz ausgebreitete Blätter pJIus. Hist. nat. 
und Esc. Min. Madrid]. 

Aragonien. Aus der Sierra de Alharradn, auf der 
Grenze von Teruel nach Giuidalajara, erhielt Ezquebra dei« 



12 

Bato ein Handstück eines Quarzganges, welches auf einer 
Seite mit einem mehr als Linien-dicken Silber-Üeberzug ver- 
sehen war; der Schlich gab 0,03 % Silber. 

Andalusien. Aus einer Grube im Granit des Vd dd 
Inßemo bei La Carolina in der östlichen Sierra Morena erhielt 
T. durch die Liebenswürdigkeit des Gruben-Directors Carlos 
Plock ein Handstück von Quarz-Baryt-Gang, auf dem fein- 
drahtförmiges bis moosförmiges Silber liegt. Auch in der 
Gangmasse ist das Metall putzenförmig eingesprengt mit Blei- 
glanz. Das Vorkommen ist nur einmal beobachtet und neuer- 
dings nicht mehr vorgefunden. 

Grube Casiano de Prado, Prov. Cordoba, fadenförmiges 
Silber auf Bleiglanz. — Auf dem Gange San Miguel zu Li- 
nares, Prov. Jaeny füllen zahlreiche Blättchen kleine taschen- 
förmige Hohlräume eines röthlich-weissen Baryts [Mallada]. 

Am wichtigsten für die Silberproduction in Spanien waren 
die Gruben von Chmdalcaruüy in der Provinz Sevilla an der Bahn 
SeviUa-Merida auf der Grenze gegen Badajoz gelegen. Sie sind 
jetzt erschöpft. In der Grube Santa Victoria, östlich von dem er- 
soffenen Po/so Rico, wurde ein Kalkspath-Gang von 12 Zoll Mäch- 
tigkeit abgebaut, der WNW— OSO streicht und 60 <^ nach SO 
einfällt. Von Zeit zu Zeit trat hier ged. Silber auf, während 
die Haupterze Schwefel- und Antimon Verbindungen sind. Andere 
Gruben, Santa Casilda, nicht weit von S, Victoria und Los 
Cervigueros im District Gonstantina hatten als Haupterz einen 
Kies, der in grosser Menge einbrach [Karsten]. Der Gang 
von der Grube S. Victoria war 1834 [Le Play] bis 100 m 
Tiefe in Arbeit und hatte sich dort verloren. 

Mit diesen Gruben wurden früher noch solche bei Cazalh, 
2 km von Cruadalcanal, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts 
durch Gebrüder Függer ausgebeutet und müssen sehr reich 
gewesen sein. Noch heute erinnert daran der in jener Gegend 
gebräuchliche Ausdruck: „Reich wie die Függer" [LePlay]. — 

Am Südfusse der Sierra Älmagrera in der Las Herrerias 
de Guevas de Vera genannten Gegend am linken Ufer des 
Bio Almanzora, V« Stunde oberhalb seiner Mündung bei ViUa- 
ricoSf wird Silber meist aus silberhaltigem Bleiglanz und aus 
Silberverbindungen durch Hüttenarbeit gewonnen. Das Erz 
liegt hauptsächlich in Thonen tertiären Alters, die mit den 
Andesiten von Vera ein Areal von 96 Hektar einnehmen und 
eine sehr interessante Ablagerung bilden. Zuweilen aber findet 
sich dort auch gediegenes Metali. Moosförmige und schwammig 
schuppige Massen, die oft mehrere Centner Gewicht erreicheu 



13 

können, kommen nach einer Mittheilung yon Hebmann 
Breithaupt an F. Römer in Hohlräumen eines Rotheisenstein- 
Lagers und der dieses durchsetzenden resp. unterlagem- 
den Quarz- und Schwerspath-Ablagerung vor [Dittmarsch, 
U. S. Breslau]. Die moosförmige Varietät, welche in Spanien 
als „PI ata en esponja"" bekannt ist, findet sich in yielen 
dortigen wie fremden Sammlungen. Schwammige Massen mitFeld- 
spathkörnern giebt F.-Navarro von Las Herrerias an. Mulmigen 
Rotheisenstein, der mit mürbem Ocker gemengt ist, durchziehen 
nach allen Richtungen feinkörnige Massen von ged. Silber auf 
der Grube Santa Ana, in der Nähe der Grube Atrevida bei 
Garrttcha in der Ebene von Las Herrerias gelegen. Auf dieser 
letzteren Grube, der wohl auch das im Breslauer Museum auf- 
bewahrte Handstück entstammt, kommt das ged. Metall in 
„flintähnlichem, geflecktem, meist rauchgrauem, bisweilen roth- 
braunem Homstein zart eingesprengt, in Trümchen und in com- 
pacten Nestern" vor. [Zerrenner nach Sammlungen vom 
Bergverwalter Vogel aus Stuttgart.] Wie lebhaft in dieser 
Gegend der Bergbau betrieben wird, illustrirt eine Angabe von 
V. Beüst, nach der in der Gegend von Cuevas de Vera am 
Bio Alrmnzora im Jahre 1845 auf 826 Gruben nbA23c^ Silber 
und 165000 Centner Blei gewonnen wurden. Ebenso erläutern 
die Angaben von W. Schulz an Hausmann den Erzreichthum 
dieser Gegend. 

Murcia. In dem Revier Cartagena giebt es verschiedene 
Gruben, auf denen sich ged. Silber gefunden hat, so stammt 
von dort eine bemerkenswerthe Stufe [Mus. bist. nat. Madrid] 
mit Blättern, die auf einem sehr reinen Thon der Halloysit- 
Gruppe liegen [F.-Navarro]. Gewisse Gruben dieses Distriktes, 
80 El Gorcho, Murdana, Serrano, La Belleza und andere mehr, 
haben schon seit einiger Zeit reichlich Silber in Blättchen 
oder in Concretionen , eingeschlossen in Thon, oder auch in 
„Taschen" in einer eisenschüssigen Masse geliefert, die 
namentlich 1869 und 1870 eiferig ausgebeutet wurde. Dieses 
Vorkommen soll sich nach Massart derart erklären, dass das 
Metall in Rissen und Spalten bei der Umsetzung von Blei- 
glanz in Carbonat fortgeführt und durch organische Substanzen 
zu gediegenem Metall reducirt und ausgefällt wurde. Viel- 
leicht sind einige Eisenerz-Gänge von Mamrrön, die silber- 
haltig sein sollen, auch derartiger Entstehung, doch sind die 
Angaben über sie noch zu unvollständig, um eine sichere Ent- 
scheidung zu treffen. 

In den Sammlungen werden als Fundorte bei den Stufen 



14 

seltener die einzelnen Gruben angegeben, sondern es findet 
sich meist allgemein ein Ort angeführt, von dem aus die 
Exemplare erworben wurden. Diese Orte liegen an dem 
Südfusse der Sierra Almagrera sowie an der Küste beim Caho 
de Gata, und so sind auch diese Namen bei den Fundorten 
für Silber zu finden. 

Portugal. Nur von der Grube Varaia de Trevoez, San 
Joäo de Pesqtmra, Distr. Vijseü, Prov. Beira, wird ged. Silber 
angegeben [P.-Gomes, 199]. 



Amalgama. Amalgam. Amalgama. 

Regulär. 

Gastilien. In rundlichen Tropfen auf andere Erze 
haltendem röthlichem Quarz, der auf schwarzem Quarz sitzt, 
von Almaden [U. S. Berlin]. Derb und in kleinen Krystallen 
in Thonschiefer mit Zinnober, Quecksilber, Eisenkies, Kalk- 
spath, Baryt in Quarz ebenda [Leonh., 9]. Delafosse [II, 
247) schreibt diesem Fundort auch gute Krystalle zu. 

Trotz dieser und andereT spanischer Autoren, welche das 
Erz von der Grube Concepciön bei Almadenyos angeben, be- 
streitet Nabanjo [418], der in Älmaden geboren und lange Zeit 
Director der dortigen Gruben und derer von AJmadenejos war, 
bestimmt das Vorkommen von Amalgam daselbst. Auch 
Calderön kennt in spanischen Sammlungen keine Stufen 
dieses Vorkommens. 



Oro nativo. Gold. Ouro nativo. 

Regulär. 

1898. Caldbrön, S.: Bol. Inst. libr. XXII. 

In dieser Arbeit sind alle das Gold auf der iberischen 
Halbinsel betreffenden Arbeiten in ausführlicher Form zu- 
sammengefasst. Es beziehen sich von den berücksichtigten 
Publicationen die folgenden auf die neueren Goldfunde. 

1851. Algibar, M.: Rev. minera, I. 

1852. Maestre, 6.: Anal, de Minas, II. 

1853. Schulz, G.: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 

1853. Lasala, 6.: Rev. minera, III. 

1854. Paillette, A.: Rev. minera, IV. 
1858. Massia, S.: Rev. minera, VIII, 75. 

1864. Vn>AL: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XIII. 



15 

1868. Botella : Descrip. geol.-min. de las prov. de Murcia y Albacete, 51. 

1879. Gonzalo-Tabin: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., VIIL 

1880. FüERTES-AcEVEDo : Min. asturiana. 

1888. LIjvy, P.: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XII. 

1884. Antissier: Industrie minerale, VII. 

1885. Gillemin-Tarayre: Compt. rend., 11. May. 

1886. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XV, 148—165. 
— Bourdariat: Bull. Soc. Beige de Geol., VIII. 

1891. Beuther : Zeitschr. für das Berg-. Hütten- u. Salinenwesen, XXXIX. 

1898. Breidenbagh, Th.: Zeitschr. für prakt. Geol, I, 16. 

1898. PuSGHMANN, Th.! Zu Ostem in Spanien, 45. 

1893—1894. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat., 

XXII u. xxin. 

1897 Czyszkowsky: Les venues m^talliföres de TEsp., 145. 

Calderön kommt am Schlüsse seiner Arbeit zu dem 
Resultat, dass Spanien heute nicht zu den Gold liefernden 
Ländern gerechnet werden kann, da die neueren Funde ent- 
weder ganz vereinzelte gewesen seien, oder doch so arme 
Erze lieferten, dass eine Ausbeutung nicht lohnend erschienen 
sei. Nur wenige Arbeiter suchen in Ermangelung anderer 
Beschäftigung ihren Lebensunterhalt mit der Goldwäsche zu 
verdienen und ernten kärglichen Lohn, ebensowohl in den 
Alluvionen der Vega von Granada wie nach Breidenbach 
auch in den alten Eömerbauten des Goldlandes von Pliniüs. 
Ob in Zukunft der Gold bau wieder lohnender werden kann, 
namentlich mit Hilfe neuer Aufbereitungsmethoden, muss da- 
hin gestellt bleiben. 

Die folgende Aufzählung von Goldvorkommen, welche 
nach der Arbeit von Calderön zusammengestellt wurde, hat 
somit mehr Interesse für Sammlungen, in denen bereits 
spanische Vorkommen vertreten sind, als dass neue Erwerbungen 
danach in Aussicht gestellt werden könnten. 

Galicien. Als Fundorte für Gold werden hier Castro del Bey^ 
Prov. LugOj sowie die Mulde von Zas und Bayo, Prov. Coruna, 
genannt. Daneben führen die Flüsse Sil von Ponferrada bis 
zum Einfluss in den Mino und dieser selbst das Metall in ihren 
Sauden. Der Sil durchströmt die schon in Leon gelegene 
JEl Vierzo genannte Landschaft mit VUlafranca dd Vierzo und 
kommt von dem auf Breidenbach' s Karte als Somedo-Geb 
bezeichnetem Theile der Cantabrischen GordiUere her. Auch 
die Sande des JEo und Oro sind goldhaltig und wurden in der 
Römer-Zeit ausgebeutet. Nach einer galizischen Tradition soll 
alles aus den Sauden erbeutete Gold in die Tasche dreier 
römischer Kaiserinnen geflossen sein, nämlich Livia, Agrippina 
und Faüstina. In Wahrheit aber waren die Gewinner, wie 



16 

noch heute, Feldarbeiter, die gerade keine andere Arbeit 
fanden und wahrscheinlich auch keinen zu grossen Erfolg auf- 
weisen konnten. 

Ästurien und Leon. In diesen Provinzen ist haupt- 
sächlich das Goldland des Plinius gelegen, das den Ruf von 
Spanien zuerst verbreitet hatte. „In Europa war Spanien bis 
zur Entdeckung von Amerika als eins der goldreichsten Länder 
berühmt" [v. Eobell, 561]. Hier wurden auch später 
eifrige Nachforschungen nach dem edlen Metalle angestellt. 
„Ganze Berge wurden in Galicien, Lusitanien und Ästurien 
mit Feuer uud Wasser zerstört, und noch sieht man in der 
Sierra Guadarrama die deutlichen Spuren davon** [Qüenstedt, 
685 nach Berg- und Hütt. Zeitg., 1867, 12]. 

Sicheren Nachrichten zufolge sind folgende Fundstellen 
zu nennen: 

Quarzadem beherbergen Gold, auch wohl heute noch, in 
der Cantabrischen GordiUere, wo speciell GapordleSj im Süden 
des Teleno-Geh. [Breidenbach] und Salentinos, WNW. von 
Leon zwischen Teleno und Somedo-Gel. Eisenglanz mit Rutil 
und Pyrit als Begleiter angegeben werden. In cambrischen 
Quarziten, in cambrischen und und silurischen Schiefern und 
in den aus den Schiefern hervorgegangenen Thonen zeigte sich 
Gold zu Navelgas, W. von Oviedo, sowie in der Prov. Zamora 
zu Pefia Negra und Muela de los CäbaUeros. Der Diabas 
lieferte das Metall in kleinen Aederchen beim Durchbruche der 
Strasse vom El Vierzo nach Cacahelos. In Conglomeraten 
und Gebirgsschutt wurden zuweilen grössere knollenförmige 
Stückchen gefunden, so eine „Pepita" von 52 Unzen bei dem 
Wegebau zwischen Luarea und Cangas im Gebiete der Sierra 
de BanadoirOy einem nördlichen Ausläufer der Gantabrischen 
GordiUere, W. von Oviedo. Eine nette „Pepita" aus dem Rio 
Cerojales nahe von Marzdn, Prov. Leon befindet sich U. S. 
Oviedo. Neben diesen „Pepitas" sind Blättchen und Kömchen 
sowie sehr feiner auf dem Wasser schwimmender Staub ver- 
breitet, die den Hauptantheil der Ausbeute beim Waschen der 
Gold führenden Massen ausmachen. Andere Conglomerate 
werden angeführt von Las Medulas, am Südabhang des Teleno- 
Geb., von verschiedenen Ortschaften in der El Vierzo genannten 
Landschaft und im Centrum der Prov. Salamanca bei CahadUla 
de Mendigos und TorrtMas, 

Bei dieser Verbreitung des Edelmetalls ist es naturgemäss, 
dass auch eine grössere Anzahl von Flüssen als goldhaltig 
aufgeführt werden müssen. Nach Norden von der cantabrischen 



17 

OardiUere mQDden an der Nordküste unserer Halbinsel: Eio 
Narcea und Rio Naviay zwischen denen die Sierra de Ranadairo 
gelegen ist; nach Süden, dem Duero zu, läuft der Luna und 
die die Landschaft El Vierzo mit dem Sil bewässernden Boeza 
und Canero. Im südlichen Theile der Provinz Sdamanca sind 
die Sande des an der Sierra de Avila entspringenden Tortnes 
uDd des von der Sierra de Gata kommenden ^^tieda- Flusses 
als Gold führend zu erwähnen, wogegen der Buero, dem beide 
zuströmen und der früher gleichfalls auf das Metall ausgebeutet 
wurde, heute keine Erträge mehr liefert. 

Pyrenaeen. In einem bläulichen Rauchquarz von San 
Miguel de Culerdf Pi*ov. Gerona, sind haarförmige Partikelchen 
eingesprengt, begleitet von Arsenikkies [U. S. Berlin]. Auch 
der Kupferkies der gleichen Grube ist goldhaltig. Von der 
Grube Conchita in gleicher Gegend eine Stufe Chloritgesteins 
mit Quarz, die Pünktchen von Gold führt [Esc. Min. 
Madrid]. 

Catalonien, Der Granit von Montseny, ebenda, enthält 
güldigen Eisenkies. Auch im Basalt von San Änici de Finestras 
wurden wie in dem des weiter unten erwähnten Cerro Moreno 
Gold nachgewiesen. 

Estremadura. In Quarzgängen der Berge in der Land- 
schaft Las Hurdes am Südabhang der Sierra de Gata findet sich 
haarförmiges Gold eingesprengt, ebenso zu Escambra. In 
Blättchen im Flussbett des Tajo (Leonh., 225); in den vom 
Tajo durchlaufenen Gegenden der Provinz Cdceres bis zum 
Eintritt in Portugal [Orio nach Hintze I, 259]. Menibrio 
ebendort [ibid.]. Im Sande des Grenzflusses Elija, 

Castilien. Die Quarzgänge im Gneis von Biajsa und die 
Eisensteingänge von Madriguera, Serracin^ Muyo und Becerrü 
auf der Nordseite der Sierra Gu^darama, Prov. Segovia, sind 
die wichtigsten; auch in den Gängen von San lUefonso und 
Guadarrama bei Segovia sollen sich Spuren [Bowles und 
Maestre] des Metalls gezeigt haben. Ausgebeutet wurden 
ferner die Quarzgänge im Gneiss von Älcorlo, La Nava de Ja- 
draque^ Semillas, Arroyo de Fraguas etc., Prov. Gi^adalajara. In 
Spuren ist auch Gold auf den Erz führenden und tauben Gängen 
im Silberbezirk von Eiendelaeneina aufgetreten. Von diesen 
Gängen sollen die cjuarzitischen die reichsten sein. 

2 



18 

Conglomerate von QuarzgeröUen, die durch eisenschüssiges 
Cämeat verbunden werden, enthalten in der südlich des Ge- 
birges gelegenen Region Blättchen und Körnchen von Gold, 
dagegen ist in den Flusssanden bisher kein solches gefunden 
worden. — Auch ein Gang und Quarzconglomerat, das durch 
eisenschüssiges Cäment verkittet ist, wurden verschiedentlich zu 
Nava del Bko-Malillo, Prov. Toledo^ in Angriff genommen und 
wieder aufgelassen. 

Ein eigenartiges Vorkommen ist dasjenige vom Cerro 
Moreno im Campo de Calatrava, Prov. Ciudad Beal, in dessen 
Basalt S. Massiä Gold nachweisen konnte. 

Andalusien. „Unter den BMegem, welche mit Hannibal 
nach Italien zogen, befanden sich auch Leute aus dem Gold 
tragenden Lande von Corduba, wie Silliüs Italicüs schreibt" 
[Püschmann]. — Die Diabase und Gabbro von La Puebla 
de los Infantes und Penaflor in der Sierra Morena müssen das 
Metall in unsichtbarer Form enthalten, da es sowohl in den 
darin aufsetzenden Nickelerz-(Annabergit-)Gängen wie auch in 
den rothen Verwitterungsthonen dieser Gegend in Drähten, 
Blättchen und Körnern gefunden wird. Ausserdem auch zeigt 
sich Gold in den die rothe Erde unterlagernden miocänen 
Conglomeraten und wird hier wie in den Thonen durch Magnetit 
und Eisenglanz begleitet, die aus dem Gebirgsschutt durch die 
Gewässer zusammengeführt wurden. Neben Penaflor ist noch 
Lora del Rio zu nennen. Die Grösse des Goldgehaltes ist sehr 
verschieden; Laüreano Calderön erhielt aus einer ihm zu- 
gesandten Probe 10 gr pro Cubikmeter. [cf. 1883. Nogües: 
Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XII.] 

Als güldig haben sich auch die Kiese von Bio Tinto in der 
Sierra de Aracena erwiesen, und ebenso werden diejenigen der 
anderen in diesem Gebirge liegenden Gruben und Schürfungen 
auf Eisenkies goldhaltig sein. 

Das alte Königreich Granada enthält in seinen Gebirgen 
viele Zeugen für den einst hier betriebenen Bergbau in den 
alten verlassenen und heute wieder aufgenommenen Schächten. 
Meist geben noch Münzen und altes Handwerkzeug sicheren 
Aufschluss darüber, welche der hier in der Herrschaft 
sich folgenden Völker diese Beweise ihrer Kenntnisse und 
ihrer Geschicklichkeit einst in Thätigkeit gesetzt haben. Denn 
hier im Süden der Halbinsel gesellen sich den im Goldlande 
des Pliniüs allein vertretenen Römer-Bauten auch diejenigen 
der Araber hinzu. 



19 

Anstehend sind die Quarzgänge am Cabo de Gata, die 
meist arm, doch zuweilen reichere Stufen liefern (bis 116 Unzen 
auf den castilianischen Centner). Auf dem SatUomora-Sahsiclit, 
in der Sierra de Orihtieia, am Knie des Segura gelegen, findet 
sich in einer aus verschiedenen Kupfererzen gebildeten Masse 
häufiger gediegen Gold [Botella]. Ferner sind die Glimmer- 
schiefer der Sierra Nevada, besonders in der Umgebung des 
Barranco de San Juan goldhaltig, und aus ihnen stammen 
nach Ansicht von Güillemin- Taratee auch der Goldgehalt 
in den Conglomeraten und Schuttbildungen, die aus diesen 
Gesteinen hervorgegangen sind. Diese secundären Schichten 
zeigen an der Oberfläche, unregelmässiger als dies bei den 
Ablagerungen von Penaflor der Fall, eine eisenschüssige 
rothe Deckschicht, welche auch Gold führt und als Verwitterungs- 
product aufgefasst werden muss. Zersetzter Talkschiefer von 
gleichem Fundorte ist mit rothen Flecken von Gold besetzt 
Esc. de Min. Madrid). Die AUuvionen der Vega de Granada, 
speciell in dem Barranco de Dona Juana, und die Conglomerate, 
z. B. an der Alhambra, haben auch Gold geliefert, das in den 
Schichten als äusserst feiner Staub bis zur Form von „Pepitas" 
gefunden wurde. Namentlich an denjenigen Stellen sind die 
Funde reicher ausgefallen, an denen die schwereren Bestand- 
theile des Gebirgsschuttes durch die Gewässer zusammen- 
getragen resp. zurückgelassen wurden, während der leichtere 
Verwitterungsschlieck fortgeführt wurde. Hierdurch ist dann 
auch das Gold in Sande vom Barro und Genil erklärt. 

Ueber die chemische Beschaffenheit des in Sp. ge- 
fundenen Goldes ist nur wenig publicirt worden. G.-Tarayre 
führt an, dass das Metall aus dem Barro bei der Auflösung 
einen Rückstand von Silber hinterlässt, das seinerseits Spuren 
von Rhodium und von Platin enthält. Ebenso ergaben Proben 
von dem Vorkommen bei Penaflor Platin, Rhodium und 
Palladium, solche von La Nava de Jadraque, Guadalajara, nur 
Platin. 

Portugal, Prov. Estremadwra, in der Gegend von 
Lissabon bei Coina und Monte im aufgeschwemmten Lande, 
einem feinen Quarz-Sande, sowie an der Küste bei Atica, 
zwischen der Mündung des Tajo und Cap Espichel in auf Thon 
lagerndem Sande [Leonh., 235J. NachP.-GoMES [198] sind zu er- 
wähnen: Antimongruben von Tapada, MontaUo, Ribeira da 
Serra, sämmtlich in Gondomar, Distr. Porto (Unter-Cambrium); 
Onteiro, Distr. Belver, gleiche Formation; Meeresalluvionen von 

2* 



20 



Fante dos Sddados, Distr. Figueira da Foz\ Pojares, Distr. 
Goimbra (Alluvionen A^^ Mmdego und des -4foa); Bmmafdnhal 
und Monfortinho, Distr. CasteUo Branco (Flussalluvionen); in 
Meeresalluvionen von S. Juliäo da Barra, Distr. Barra do Tejo 
und von Adiga im Süden desselben. 



Piatino. Platin. Piatina. 

Ulloa 1748. 

Regulär, 

1806. Vauquelin: Journ. de phys., 412. 

1859. Dbville et Debray: Ann. chim. phys., LVI. 

Deville und Debray untersuchten das Vorkommen von 
Spanien sie fanden a nach Hintze [I, 146], b nach Rammels- 
BERG [12]. 





a. 


b. 


Pt 


45,70 


78,80 


Fe 


6.80 


11,70 


Pd 


0,85 


1,46 


Rh 


2,65 


4.57 


Ir 


0,95 


1,64 


Cu 


1,05 


1,80 


(Ir, Os) 


2.85 


Os. 0,09 


Au 


3,15 


100.06 


Sand 


35,95 


Unlösl. 41,95 



99,95 

Ästurien. Im westlichen Theile soll Platin mit Pyrit 
in einem Glimmerschiefer gefunden worden sein [Maestre 
bei Orio nach Hintze I, 143] doch hat sich der Fund nicht be- 
stätigt. 

Die Sache liegt folgendermaassen. Pabavey [Compt. 
rend., 5 aoüt, 1850] citirt aus Plinius [lib. 23, cap. III] Blei, 
das schwerer ist und sich leichter ausschlagen lässt als Qold; 
nach einer anderen Stelle [lib. 24, cap. VI) wird gesagt, dass 
in den Gold -Gruben und -Wäschereien von Galicien und 
Lusiianien ein weisses Blei ebenso schwer wie Gold vorkommt, 
das mit diesem gesammelt und für sich geschmolzen wird. Da- 
nach haben Paravey und auch andere Autoren vor ihm ge- 
schlossen, dass das „weisse Blei" — von dem Plinius auch 
noch an anderen Stellen das Vorkommen in Spaniens Berg- 
werken angiebt, — Platin sei. Hierauf wird sich unzweifelhaft 
auch Maestrk bei seiner Angabe gestützt haben. 



21 

Andalusien. In einer Fahlerz-Grube von Guadalcanal 
wurde nach Haüy's Mittheilung [III. 229 resp. 447] von 
Vaüqüelin Platin in Begleitung von einem Arsen-haltigen 
Rothgülden aufgefunden, doch ist es nicht zu ersehen, ob das 
Platin in dem Erze chemisch gebunden oder frei als Metall 
vorhanden war (vergl. » Fahlerz). 

Es soll sich ferner gefunden haben in den Rückständen 
von der Auflösung des Goldes von Penaflor, Prov. SeviUa, aus 
dem Darro und von La Nava de Jadraqm in Gwidalajara. 

Im Laboratorium der Escuela de Minas zu Madrid sind 
zahlreiche Proben untersucht worden, die Platin führen sollten; 
nirgends hat sich davon eine Spur gefunden. 



^Arsen-, Antimon- 



IL Schwefel-CS-CSDVerbmdimgeii. 



1. Einfache 

Pirita. Eisenkies. Pyrite. 

Regulär, pentagonal hemiädrisch. 

1801. Herrgen: Anal, de Hist. nat., ni, 106. 

1849. Schulz, W. et Paillette: Bull soc. g6ol. de France, VII, 16. 

1854. Ermann: Zeitscbr. d. D. geol. Ges., VI. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 

1861. Weltz: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., XX, 286. 

1864. Rammelsberq: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XYI. 
Pattinson: Jhrber. f. Ch., 1829 (n. Kenngott, Uebersicht 

mineral. Forschung, 1862—1865, 288). 

1865. Delesse et Laugel: Rev. de g6ol., III, 171. 

1872. Römer: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXIV, 592. 

1873. Ders.: ibid., XXV, 347. 

Areitio: Anal. Soc. Esp. de Hist nat, U, Act. 57. 

1876. Römer: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXVIII, 354. 

1879. V. Groddeck: Erzlagerstätten, 122. 

1881. Frenzel: Min. petrogr. Mitth., Ill, 511. 

1882. Palacios: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., IX, 228. 

1883. DoRY, A.: Rev. minera, (C) XL 

1884. CoLUNS: Min. Mag., V, 213 u. 221. 

1885. Lewis; ibid., VI, 46. 

1886—1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva. 

1889. de Launat: Ann. des mines. 

1890. Pohlig: Sitz. Ben niederrh. Ges. zu Bonn, 116. 

1891. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XX, Act. 30. 

1898. Calderön: ibid., XXIII, Act. 115. 

1894. :Eü.ockmann: Sitz. Der. Akad. Wiss. Berlin, 1178. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Act. 83. 
Chaves: ibid., XXIV, 211. 

1899. Vogt: Zeitschr. pr. Geol., 248. 

Chemische Analysen sind veröflfentlicht vom Erze der Grube 
Los Confesonarios im fiweZva-Bezirk (I) von den zur Schwefel- 
säure-Fabrikation dienenden ELiesen von Huelva (II) und 
Algarve (VII) [Pattinson] sowie von Exportkiesen, die (ohne 
Angabe der Herkunft bei Vogt) nach Hintze [I, 767] von 
Rio Tinto (III— V), von Tharsis (VI) und der Grube San 
Domhigos in Älgarve stammen (VIII). 



23 







I. 


II. 


III. 


IV. 


V. 


VI. 


VII 


VIII. 


o ... 


52,87 


44,60 


48,00 


49,00 


48,60 


49,60 


49,30 


48,90 


Fe . , . 


45,77 


38,70 


40,74 


43,65 


40,92 


42,88 


41,41 


43,55 


Cu . . . 




3,80 


3,42 


3,20 


4,21 


2,26 


6,81 


3,10 


Zn . 






0,30 


Spur 


0,36 


0,22 


0,10 


Spur 


0,35 


Pb . 




— 


0,58 


0,82 


0,93 


1,62 


0,52 


0,66 


0,93 


As . 




0,02 


0,26 


0,21 


0,47 


0,33 


0,28 


0,31 


0,47 


Tl . 




— 


Spur 


Spur 






Spur 


Spur 




MgO 






Spur 


0,08 


— 




Spur 


Spur 


— 


CaO 






0,14 


0,21 


0,14 


0,90 


0,18 


0,14 


0,20 


SiOj (Gang) 


0,87 


11,10 


5,67 


1,70 


3,46 


2,94 


2,00 


0,73 


. . . 




0,23 


0,09 






0,15 


0,*i5 


1,07 


H«0 (hj 


^gr.) 


0,47 


0,17 


0,91 


0,70 




0,95 


0,05 


0,70 


{100,00 


99,88 


100,16 


100,04 


100,06 


99,86 


99,93 


100,00 



Ausser diesen Gemengtheilen ist noch ein Silbergehalt 
von 0,00025—0,0040 7o, also 25— 40 gr pro Ton und eine 
etwa Vioo dieses betragendende Goldbeimengung zu erwähnen. 

Mittleres spec. Gewicht nach Pattinson = 4,80. 

Galt den. In Santiago de Gompostda, Prov. Coruna, 
Krystalle von Eisenkies, z. Th. hohl und mit Ocker erfüllt; 
spec. Gew. = 4,75 [Rammelsberg]. — Mit geringerem oder 
grösserem Gehalt an Kupfer noch an verschiedenen Fundorten, 
z. B. Fornds bei Santiago, wo bedeutende Menge Erz gewonnen 
wird, zu Cardich und Moeche\ ferner mit Kupfer-Carbonaten 
in den Bergen von Ficon, Gebiet von JPina, sämmtlich in der 
gleichen Provinz. — 

Im Thonschiefer der Gegend von Bivadeo und Mimdonedo 
besonders in den Bergen von Vidal und Trabada der sog. 
Ballesterosit, Würfel mit gewöhnlichem Pyrit und Quarz. 
Dichte 4,75—4,90. Zink und Zinn enthaltend [W. Schulz 
ET Paillette]. — Am Cäbo Ortegal wurde ein nickelhaltiger 
Kies als neue Species beschrieben, doch zeigte Escosüra 
[cf. Nabanjo], dass es Pyrit mit etwas Nickel sei. 



Ästurien mit Santander. In Muxos und Castrcpol, 
Asturien, Würfel sowie prächtige Dodecaöder und Ikosaeder, 

auch wohl (111), — ö — ti: (012). — Zw. Pavia und Muros, 

so zwischen Lena und Fornaza am Monte Carozo Pyrite, 
die als goldhaltig gelten. — Reichliche Mengen immer kleiner 
Krystalle, in hell- bis schwarzgrauem, sehr hartem und splitterig- 
hrechendem Kalkstein aus der Umgebung von Santander 
[Ebman]. — In der Zinkgrube Ptiente Arce bei Santander in 
Göthit umgewandelt [Delesse et Laugel bei Hintze I, 748]. 



24 

Die kupferhaltigen Eisenkiese Asturiens haben eine 
gewisse Wichtigkeit. Dort hat sich neuerdings mit dem 
Vorkommen im Kohlenkalk von Äramo, bekannt durch 
den Reichthum an Objekten aus praehistorischem Bergbau, 
beschäftigt. 

Pyrenaeen. In einem sehr kalkigem Thon des Monte 
Also, 57» klm von Tolosa, Prov. Guipu^coa, pentagonale, z. Th. 
in Göthit umgewandelte Krystalle, welche auch die bekannten 
Zwillinge des eisernen Kreuzes bilden [U.S. Berlin, F.-Navareo]. 
Arbitio legte der spanischen Gesellschaft für Naturkunde einen 
gelben Kies mit stengeliger Structur von Escoriousa in derselben 
Prov. vor. — Kleine Krystalle in einem zersetzten Granatfels 
[Lewis]. — Faserige Aggregate, deren einzelne Fasern von ver- 
zerrten Pentagondodekaädern gebildet sind, zu üfcmdra^on, ebenda. 
Dieser Eisenkies wandelt sich in Eisenglanz nicht in Braun- 
eisen um [F.-Navarro]. — Sehr vollkommen gebildete Pyritoöder 
in schwärzlichem etwas thonigem Schiefer von Baigorri, Prov. 
Navarra [Mus. Hist. nat. Madrid, F.-Navarro], Von der- 
selben Fundstelle citirt Herrgen strahligen Kies. — Nahe 
FampUma ist eine Grube auf Kupferhaltigen Eisenkies und 
auf Kupferkies in Bearbeitung. — Die catalanischen Pyrenaeen 
sind reich an hier zu erwähnenden Gängen, von denen die 
bekanntesten im Valle de Btbas liegen. Daselbst ist das Erz 
von Brauneisen begleitet, das in geringem Grade Gold- und 
silberhaltig ist. 

Catalonien, In der Prov. Barcelona sind die Quarzgänge 
mit Eisenkies von Välleverty zwischen La Garriga und Figaro, 
und an der Sierra de Bancö, im Gebiet von Äigtiafreda, ihrer 
Mächtigkeit wegen beraerkenswerth. Sie durchkreuzen silurische 
Schiefer. In San Gervasio de Cassclas finden sich verschiedene 
Kupfer-Carbonat und kupferhaltigen Eisenkies führende Quarz- 
gänge, deren mächtigster bis IV2 m misst. 

Äragonien. In jurassischen Schichten der Prov. Zaragoza 
reichliche Mengen von Würfeln, die in Brauneisen umge- 
wandelt sind. 

Leon. Hauptsächlich im Silur-Oehiet der Provinz, zu 
Soto, Ämio, Tyedo, Vegarienea, Ponferrada, Viscayo, CubiUos, 
ViUafranca, La Cäbrera und Valverde de la Sierra finden sich 
Gänge von verschiedenster Bedeutung. 



25 

Castilien, In den Provinzen Soria und Logrono sind 
ebenso wie in Zaragoza von den jurassischen Schiefern 
Millionen von Krystallen eingeschlossen; dieselben, meist 
würfelig zeigen auch Pyritoeder und andere Formen deren 
Kanten und Winkel stets wohl erhalten sind [Palacios]. — 
Meist recht grosse Exemplare beobachtete Sanchez in den 
Sanden und Thonen an der Sierra de Archena, Logrono\ Würfel 
von 4 cm Kantenlänge von Ärmejün, Pentagondodekaöder in 
einfachen und Zwillings-Krystallen von Ambasaguas und anderen 
Orten. Von Egea und Arnedo würfelförmige Zwillinge und 
bis 4 cm grosse Pyritoeder [F.-Navaruo und Mus. Hist. nat. 
Madrid]. — Etwas silberhaltig sind die Kiese von Checa und 
Fanales, Prov. Gruadalajara , in silurischen Schiefern einge- 
wachsen. Aus der granitischen Zone der Prov. Madrid von 
Bustarviejo und neuerdings auch von einzelnen anderen Punkten. 
— Kugeln und ellipsoidische Knollen von Eisenkies, in den 
Zinnoberfallbands von Almaden, Prov. Oiudad Real, [Naranjo 
und Pohlig]. Diese „Gorrones" sind in dem Hangenden der 
Zinnober-Lagerstätte, einem kohligen Schiefer eingeschlossen, 
haben vollkommen glatte Oberfläche und kommen einige 
Arrobas (ä = 25 Pfd.) schwer vor. Ein stalaktitisches Vor- 
kommniss dieses Fundortes, mit einer Schicht von Zinnober 
bedeckt, verdankt die spanische Ges. für Naturk. Herrn 
Naranjo. Auch Würfel von 2 cm Kantenlänge verzwillingt 
nach (111) und mit Zinnober überkleidet finden sich [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. Von M Borracho, in der gleichen 
Provinz, stammen Eisenkiese mit den Abdrücken grosser 
rhombischer Tafeln (Baryt?) [dieselbe Smlg.]. 

Andalusien. In der Prov. Jaen sind zahlreiche Erzgänge 
vorhanden. Das Museum zu Madrid besitzt von La Carolina 
Würfel mit der characterischen Sreifung auf Glimmerschiefer 
aufgewachsen und ein Handstück von Thon mit eingeschlossenen 
kleinen Krystallen von AUalä h Real. — Stalaktiten mit ein- 
gelagerten Kalkspathlinsen, sonst nur aus Pyrit bestehend von 
BaiUn (ebenda) [F.-NavarroJ. 

In Gemeinschaft mit Eisenoxyden bildet Pyrit den eisernen 
Hut der Grube von El Fed/roso, Prov. Semüa (Calderön). 
Ein Krystall in der Form eines abgeplatteten Tetraäders (ver- 
zerrtes (111) von derselben Fundstelle in der U. S. Sevilla. 
Derb mit Bleiglanz und zersetztem Eisenvitriol von CastiUo 
de las Ghiardias (ebenda) [ü. S. Breslau durch Ant. Machado 
1872] ; diese Massen enthalten zuweilen von 2 bis 67o Cu. — 
In der Provinz Huelva ist der ganze Südabfall des westlichen 



26 

Abschnittes der Sierra Morena zwischen dem Rio Tinto und 
dem Ouadiana der gleichen (Culm-) Bildung zuzusprechen 
[Roemer]; in ihr „bilden auch die Lager von kupferhaltigem 
Schwefelkies, unter denen diejenigen von Tharsis^) und von 
Bio Tinto die bedeutendsten sind, gleichförmige Einlagerungen 
in dem Thonschiefer. " Sie sind Contact- Ablagerungen, die sich 
nur durch die Grösse von anderen derartigen Bildungen unter- 
scheiden, und nur dadurch von gewöhnlichen Ablagerungen auf 
Spalten, dass verschiedene Gesteine ihre Saalbänder bilden 
(CoLLiNS). Auch Roemer erwähnt die den Thonschiefern 
gleichmässig eingelegten Porphyre und Diabase sowie mächtige 
Lager von Quarz, die gewöhnlich durch Eisenoxyd roth gefärbt 
sind und zuweilen in rothen Eisenkiesel oder Jaspis übergehen. 
DE Laünay und G. -Tarin sowie neuerdings auch Vogt sprechen 
sich jedoch für intrusive Natur des Erzes aus. 

Nach Weltz ist die ganze Zone bei 20 km Breite gegen 
130 km lang; sie wird bearbeitet in den Gruben: Pomarön, 
Bede Metall Comp., Lagunazo, Tharsis, Aguas TenidaSy La Zarza^ 
Sotiely El Tinto, Cueva de la Mora, San Migud, Concepciöny 
Poderosa, La Pena, Bio Tinto, 

In einer Ausdehnung von 26 Leguas reicht sie von Hudva 
in der Richtung SO— NW noch bis in Portugal hinein nach 
El Aljustrely doch kommen die portugisischen Ablagerungen 
den spanischen an Ausdehnung nicht gleich. 

Die Erze von Bio Tinto werden [Collins] einerseits von 
saiger stehenden Schiefern, anderseits von Feldspath-Porphyren 
begrenzt und in drei Lagern abgebaut, dem Valley Loady dem 
South and Dionisio Load und dem North Load, von denen das 
erste über das mittlere nach W, das letzte über das gleiche 
nach hinausragt. 

Die Erze sind mehr oder minder kupferhaltige Eisenkiese, in 
denen die kupferreicheren oder blei- und zinkhaltigen gleichmässig 
oder auch in besonderen Zügen vertheilt sind; sie setzen auch 
in das Nebengestein fort, doch ist die Grenze namentlich gegen 
den Porphyr auch häufig scharf abgesetzt. Die Struktur ist 
meist richtungslos massig, selten, z. B. auf der Grube La Laja 
lagenförmig mit Bleiglanz wechselnd. 

Das Ausgehende des Erzlagers bildet der „eiserne Hut*, 
der als leicht zelliger aber fast reiner Eisenglanz geschildert 



^) „Dieses Lager von fast 1 Kilometer Länge und einer Mächtigkeit von 
80 bis 140 Meter Uefert eine jährliche Ausbeute von nahezu 500000 Tons 
Erz^ (Roemer). üeber Bio Tinto sagt Collins, dass es 1 Meile lang, 
in W20'*N, dem Streichen der Schichten, gestreckt, bis zu mehr denn 
100 m breit sei und bis zu unbekannter Tiefe reiche. 



27 

wird, ihm sind horizontale Eisenerz-Ablagerungen von jüngerem 
Ursprung aufgelagert. 

Nur ganz kleine Krystalle finden sich gelegentlich im 
Schiefer oder Porphyr; sie zeigen die Formen ooOoo(lOO), 

— ^ — 'rc(hlO) entweder allein, oder auch in Combination und 

enthalten meist nur Spuren von Kupfer, obgleich von diesem 
Metall ganz freie auch nicht gefunden werden. Das reichere 
zum Export gebrachte Erz enthält durchschnittlich 49 7o S, 
42 7o Fe und 3 Vo Cu sowie kleine Mengen Ag, Spuren von 
Th, Se und Au. 

Im Jahre 1881 wurde auf dem If<yrfh Load aus einem 
Bohrloch ein schwärzliches, sandig erscheinendes Erz gefordert, 
das aus kleinen Eisenkieskrystallen mit einem äusserst dünnen 
Ueberzug von Bleiglanz bestand [Collins]. Pentagonale 
Erystalle in einem grauen, röthlich gefleckten Sandstein 
reichlich eingewachsen von Rio Tinto [ü. S. Berlin]; sonst 
sind nur derbe Erze, zuweilen mit hexagonaler Elüftung, 
meist von Zersetzungsprodukten durchzogen, bekannt geworden 
[ü. S. Breslau]. Von der Grube Tharsis ist als Begleiter des 
Kieses auch Bleiglanz zu nennen [U. S. Breslau]. 

Nicht selten sind in den metamorphen Gesteinen von 
Maro, Prov. Malaga, Eisenkieswürfel von 4—5 cm Kantenlänge, 
die entweder nur äusserlich oder auch vollständig in Limonit 
umgewandelt wurden. — Zu Boaquilhar, Prov. Granada, auf 
Gängen in einem weisslichen thonigen Gestein, mit Kupferkies 
[Leonh, 159]. Auf der Grube Nena bei Güyar Sierra 
(Sierra Nevada) mit Eisenspath und Fahlerz. Qüieoga fand 
auf Magneteisenstufen von der Grube MarbeUa mit Magnetkies 

Krystalle von Pyrit in der Form — ^—tc (210), 0(111), ooOoo 

(100) ebendort auch lang verzerrte qoOoo(IOO) mit 0(111) in 
Begleitung von Magnetit, Chlorit und Magnetkies [F.-Navabeo]. 
— Von dem Barranco Jaroso in der Sierra Almagrera, Prov. 
Älmeria, derbes Erz [U. S. Strassburg], ebenso auch zu 
JBayarque [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Murcia, Sowohl in der Prov. Mwrda als auch in Alba- 
ceie sind Eisenkieslagerstätten bekannt z. B. in den triadischen 
Thonen von PovediUas. Grosse prächtige Pyritoöder von 
Caravaca finden sich in verschiedenen Sammlungen. 

Portugal Abgesehen von dem geologisch zu der Pyrit- 
Zone von Huelva gehörendem Vorkommen, das in verschiedenen 



28 

Gruben, so von Tinoca, San Domingos bei MerMa und Äljustrel 
südwestlich von Bga abgebaut wird, sind zu erwähaen: nach 
V. GßODDECK die kupferhaltigen Kiese von der Serra de 
Caveira in Estremadura — nach P.-Gomes [200]. VaUongo in der 
Nähe von Porto \ Mina de Montalto in Vüla Beal\ Minas da 
Bragcd, da Palhal und de Carvdo de Santa Christina am Bussaco 
(Grenze zwischen Viifeu und Coimbra) im Carbon; Fönte de 
MurceUa, Mina de Panasqueira, Kupferminen von Bugcdho, 
von Mostardeira, von Älandroal und in der Region von Barrancos 
(sämmtlich Älemtejo) im Palaeozoicum. Im Jura der Gruben von 
Gabo Mondego, Torres Vedras und Trajt: do Outeiro (in letzteren 
beiden krystallisirt), Distr. Lissabon, aus den in der Umgegend 
von LisscAon gelegenen Äzoia, Cintra, Bellas und Serro Ventoso 
sowie in der durch den Tunnel von Lissabon angeschlossenen 
Kreide. Endlich im Culm der Gruben von Cova dos Mouros 
und Görtes Pereira nahe Äkautim am Gruadiana in Algarve, 

In Brauneisen umgewandelten Pyrit noch von Serra d^JElrei 
(Mittlerer Lias, Horizont d. Amm. capricornus), Bio Maior. — 
Monte Trancoso (Bencatd), ViUa Vigosa^ Arronches (Älemtgo). 



Marcasita. Markasit. Marcassite. 

HAmmoER 1845. 

Rhombisch 0,7661 : 1 : 1,2341. 

1876. Egk)zcue t Mallada: Mem. geol.-min. prov. Cäceres. 
1881. Fbemzel: Min.-petrogr. Mitth., III, 511. 
1886. Vidal: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XIU. 

Asturien und Santander. Vollständig zersetzt zu Fuen- 
Santa, Asturien, — prächtige, in Brauneisen umgewandelte 
Krystalle zu Cabarga, Santander. 

Navarra. In Baigorri [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Gatalonien. In der Prov. Gerona auf der Grube Es- 
peranza bei Garalps mit Eisenkies, Bleiglanz, Eisenglanz in 
Gangmasse von Eisenspath ; auf der Grube Teresita mit Magnet- 
kies [Vidal]. 

Estremadura. Zu Abenojar, Prov. Badajoe, — femer 
QranadiUa, Sierra de Joda und Sierra de Alcdntara, Riomda de 
Arriba, Prov. Gdceres [Egozcue y Mallada]. 

Gastilien. In Begleitung von lichtem Rothgültigerz auf 
den Gängen von Acebedu, Prov. Madrid. — Zusammen mit deu 



2Q 

% 

f 

Bleierzen von Qarlitos, und in Gruppen Ifleiner Krystalle auf 
der Grube El Borracho, Prov. Ciudad BeaL 

Andalusien, Zu Bauen und Linarcs, Prov. Jaen^ präch- 
tige, vielfach wiederholte Zwillingsgruppirungen, sog. crestas 
de gallo (Hahnenkämme). Stalaktitisch in der Sierra Bernieja 
und Ganada de Berlanga, 57« klm von Cördoba. — Derbes, 
gelblichgraues Erz. durchzogen von Klüften mit blauem bis 
blaugrauem Kupfervitriol von Bio IHnto, Prov. Huelva [ü. S. 
Berlin]. — Krystalle auf linsenförmigem Kalkspath in der 
Sierra ÄthamilUiy Prov. Granada, 

Portugal. Grube Malhada der Bragal-Miuen bei Älber- 
geria velha, auf Eisenkies, krystallisirt oder in grösseren 
Knollen und Kugeln. Auch diese zeigen nach aussen Krystall- 
flächen. auf deren Oberfläche dann eine jüngere Generation 
ungemein leicht verwitternder Kügelchen unserer Species sitzen 
[Frenzel]. — Femer Grube Mostardeira sowie die untere 
Kreide von JEscarpa dos Navegantes am Cabo de Espichely süd- 
lich von Lissabon [P.-Gomes, 201]. 



Pinta arsenical. Arsenkies. Arsenopyrite. 

Werner 1789. 

Rhombisch 0,6851 : 1 : 1,1859. 

1879. GuMENGE BT FuCHs: Compt. reiid., LXXXVIII. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva, IL 

1894. Donatre: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XXL 

1895. Fernandez-Navarro : ADaL Soc. Esp. de Hist. Dat., XXIV, Act 87. 
1900. Derselbe: ibid., XXIX, Mem. 116. 

Galicien. Der Arsenkies pflegt in grösserer oder geringerer 
Menge das Zinnerz von Arencelos, nördlich von Monterrey, zu 
begleiten. 

Ästurien. Ein Gang des Minerals mit kupferhaltigem 
Eisenkies im Diorit zu Alaneda. Auch zu Puerto de PajareSy 
zu Boal und Mieres findet es sich, an letzterem Fundorte als 
Begleiter von Zinnober an besonders reichen Gangparthien. 

Pyrenaeen. Die krystallinen Kalke in dem catalanischen 
Gebirge von Gerona sind reich an Arsenkies, z. B. zu La Coma 
del Clot und de Vaca, nahe Nuria. Im Thale von Bibas gesellt 
er sich auf Quarzgängen dem Eisenkies und Eisenglanz und 
enthält V» bis 2 Drachmen Gold pro Centner Erz neben 
7* bis 2 Unzen Silber [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



30 

Catalonien. Auch aus der Prov. Barcelona [ibid.]. 
Aragonien. In Longas und Luesma, Prov. Zaragoza 

[DONATREJ. 

Leon. Krystallisirt zu Fregeneda, Prov. Salamanca [Mus. 
Com. Mapa geol. Madrid]. 

Estremadura. Grobkörnige, krystallinische Aggregate 
mit einzelnen stark gerieften Krystallflächen, begleitet von Quarz 
in einzelnen Putzen und grünlich -gelbem Kupferkies ohne nähere 
Fundortsangabe |ü. S. Berlin]. Bekannt ist das Vorkommen 
zu T^ado, Prov. Cdceres, und an einzelnen Orten von Badajoz. 

Castilien. Zu Aldeaddvila de Ribera, Corporario und 
Martteco, Prov. Avila, ebenso wie in Serracin, Becerrü, Arcones 
und Otero de HerreroSy Prov. Segovia, auf Quarzgängen. — 
In der Sierra de Guadarrama bildet das Erz ein System unter 
einander paralleler Gänge, die den Granit und Gneiss durch- 
setzen. In Miraflores und Bustarviejo ist es etwas silberhaltig 
[NaranjoJ. Unregelmässige Schnüre des dunkel schwarzen 
Erzes umschliessen Brocken von Gneiss, in dem vereinzelte 
kleine Kryställchen von Pyrit, auf der Grube Cuesta de la Plata 
am Cerro de Bustarviejo, Prov. Madrid [U. S. Berlin]. — 
Nahe Prddena und Parada findet «ich ein ziemlich mächtiger 
Arsenkies-Gang, der die Silbergänge zwischen Buitrago und 
Hienddaencina fast rechtwinkelig kreuzt. Bei Acebeda, Prov. 
Madrid, hält er Proustit. Auf der Grube San Miguel bei 
Bustarviejo hat man den Arsenkies aufgearbeitet; von dieser 
Lokalität sowie von El Horcajo stanmien ziemlich grosse 
Krystalle im Mus. Hist. nat. zu Madrid [F.-Nwarro . — 
Kleine silberhaltige Gänge unseres Minerals finden sich zu 
Tamajön, Prov. Guadalajara, und von einem solchen zwischen 
der Grube Constante und Villares entstammen kleine Nester 
von undeutlichen Krystallen in Quarzadern, die Gneiss durch- 
setzen [F.-Navarro]. — In der Prov. Toledo, zu Galvez, 
krystallisirt [Mus. Com. Mapa geol. Madrid]. 

Andalusien. Auf Sotiel Coronada und anderen Gruben 
der Prov. Huslva konmit häufig ein Gemenge von Arsen- und 
Eisenkies vor, das den Namen „Azufron" trägt. — Dieselbe 
Varietät findet sich neben einer kömig-blätterigen, weisslichen 
zu CastiUo de las Gu^rdias, Prov. Sevilla. — Auf den nördlichen 
Abhängen der Sierra Nevada giebt es viele Arsenkies-Gänge, 



31 

die meist etwas silberhaltig sind und noch andere Minerale 
führen. Von hier stammen Krystallgruppen in einer Art Arkose, 
deren Individuen sowohl einfach, wie verzwillingt und (sit venia 

verbo) verdrilliogt nach Pqo(IOI) sind, so dass sternförmige 
Bildungen entstehen [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Im Misspickel 
von Güejar, am Fusse des Muley Hacen, ist das Arsen voll- 
ständig durch Antimon ersetzt [Cümenge et Füchs]. 

Portugal. Nach Leonhard [39] auf Quarzgängen im 
Thonschiefer von San Joäo de Pesqueira bei Ervados; nach 
P.-GoMES [201] zu Vüla Real, Mina de Tapada, Mina da Quarta 
feira (Sabugal). 

1893 producirte Spanien gegen 600 Tonnen (ä 20 Centner) 
Arsenkies, einem Betrage von 1600 Pesetas entsprechend. In 
späteren statistischen Veröffentlichungen ist das Erz leider 
nicht mehr getrennt aufgeführt. 



Hierro arsenicaL Löllingfit. Lolliiigfite. 

Haidinoer 1845. 

Rhombisch 0,669: 1 : 1,233. 

1870. Senftler: Journ. f. prakt. Chem., (2) I, 480 [nach Rammelsberg]. 

Krystalle von Guadalcanal haben die Zusammensetzung 
[Senftler] : 

S. As Sb Fe Co Cu Sp. Gew. 

2,36 66.90 3,59 21,38 4,67 1,14 = 100.04. 7,181. 

Andalusien. Unregelmässige Schnüre und Putzen des 
silberweissen, etwas schwärzlich angelaufenen Erzes von Hino- 
josa de Cordoba sind in einem dunkel graugrünem Gestein ein- 
geschlossen. Die Farbe desselben ist in der Nähe der Erz- 
schnüre gebräunt; das Erz ist silberhaltig [U. S. Berlin]. — 
Zu Guadalcanal, Prov. Sevilla, in concretionären Aggregaten, 
die aus dünnen Schalen aufgebaut sind, in Kalkspath. Die 
Farbe ist hell bleigrau, doch läuft sie an der Luft blau an. — 
LöUingit begleitet auch Kobaltoxyd von Almunecar und Motrü, 
Prov. Granada, jedoch für das unbewaffnete Auge unsichtbar. 



32 

Cobaltina. Kobaltglanz. Cobaltite. 

Regulär. 

1782. BowLES: Introd. Hist. nat. de Esp. 

1851. Cavanilles: Rev. minera, IL 

1 895. Fernandez-Navabro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Act. 83. 

1898—99. — ibid., XXVH, Act.138. 

Eobaltglanz ist in Spanien gelegentlich mit Speiskobalt an 
verschiedenen Punkten vorgekommen, doch nie in grösserer 
Menge. Vergl. die Bemerkungen bei der folgenden Species. 

Asturien u. Santander. Bei Cangas deOnis und Los Picayos 
im Gebiet von PenameUera sowie Cahrales am Fusse des Picos 
de Europa setzen drei Gänge von Kobalt- und Nickelsulfo- 
arseniden in Eohlenkalk auf. Etwas Kupferkies begleitet das 
Erz in kalkspäthiger Gangmasse mit etwas schwarzem Erd- 
kobalt. Der Kobaltglanz pflegt mit einer Hülle von Kobalt- 
blüthe umgeben zu sein. 

Pyrenaeen. Der Hauptgang für Kobalterze liegt im Thale 
von Gistain, Prov. Huesca; er ward schon zu Anfang des 
18. Jahrhunderts entdeckt und verschiedene Male aufgelassen 
und wieder in Betrieb gesetzt. Er bildet einen zwischen 
Kohlen, Thonschiefer und silurische Kalke eingeschlossenen 
geneigten Gang, auf dem neben etwas blätterigen Kobaltglanz 
auch Speiskobalt und Arsennickelkies auftritt. Ein anderes 
Vorkommen ist dasjenige von San Juan de Plan in derselben 
Provinz; der Kobaltglanz begleitet Silbererze [Naranjo]. — 
Derbes Erz zu Bernius, Prov. Gerona. 

Catalonien, EspHuga de Francoli, Prov. Tarragona, kleine 
Gänge mit derbem Erz. 

Leon. Ein dem Vorkommen von Ästtmen ähnliches Vor- 
kommen zu CdrmeneSy angeblich mit Kupfermineralien. 

Andalusien. Die Silbererzgänge von Guadalcanaly Prov. 
SeviUa, bieten gelegentlich auch derbe Parthien unsereb Minerals 
mit Kupferkies und Rothgültigerz [Mus. Hist. nat. Madrid d. 
F.-Navarro]. — Derb von der Grube Monte Bomero, Prov. 
Huelva, wo auch schöne Krystalle vorgekommen sein sollen 
[U. S. Sevilla]. — Ein derbes Erz mit Kobaltblüthe stammt 
von der Sierra de Füabres, Prov. Almeria [ü. S. Sevilla]. — 
In Albunuela, Prov. Granada, ist das Erz nickel- und eisen- 
haltig [Mus. Hist. nat. Madrid d. F.-Navarro]. 

Portugal Nach P.-Gomes auf der Mina de Saphira, 
Distr. Montemör o Novo, in Aktinolith [200]. 



33 



Esmaltina« Speiskobalt. Smaltite. 

Werner. 
Regulär. 

1782. BowLEs: Introd. Eist. nat. de Esp., 426. 
1851. Cavanilles: Rev. minera, II, 584. 
1883. Dory: Rev. minera, (C) XL 

Oriol: ibid. 
1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, 544. 

Asturien, Kleine Gänge bei Cangas de Onis und Los 
Picayosy Gebiet von Pehamettera, im Kohlengebirge liefern derbes 
Erz. Am Monte Äramo sollen nach van Straalen und Dory 
alte Gruben auf Kupfer und Kobalt schon in praehistorischer 
Zeit ausgebeutet sein, doch glaubt Oriol die Höhlungen in 
den Kalkschichten, welche Kobalt- und Kupfer-Minerale führen, 
der Thätigkeit des Wassers zuschreiben zu sollen. 

Pyrenaeen. Speiskobalt mit ged. Kupfer auf palaeozoi- 
schem Schiefer der Grube Tres Amigos bei Orhaiceta, Prov. 
Navarra. — Auch im Thale von Gistain, Prov. Huesca^ auf 
der beim Kobaltglanz erwähnten Grube kommt Speiskobalt 
vor, umgeben und durchsetzt von derben, röthlich weissen 
Verwitterungsproducten. Von hier beschrieb Naranjo eine 
Varietät, die aus zarten, gewebeartig (variete tricote der Fran- 
zosen) verbundenen Pasern besteht und gelegentlich mit ged. 
Silber vergesellschaftet ist. — Auf der Grube Faustina in der 
gleichen Provinz wird das Erz ebenfalls gewonnen. 

Leon. Zu ViUamanin begleitet Speiskobalt kupferhaltigen 
Eisenkies [U. S. Valencia]. — Auf den Gruben Profunda und 
Providenda im Gebiet Cdrmenes sowie auch in ViHanueva und 
Casares in Stockwerken im Dolomit vertheilt.' 

Andalusien. In dem berühmten Silbererzgange von Gua- 
dalcanaiy Prov. Sevilla^ und auf den Gruben bei Bailen, Prov. 
Jaen, bildet das Erz kleine würfelförmige Krystalle auf der 
Gangmasse. — Gelegentlich auf den Pyrit-Gruben der Prov. 
Huelva vorgekommen, z. B. von El Cerro [U. S. Sevilla], — 
Die Grube Bedsiva bei Lanjarön, Prov. Granada, hat früher 
eine nadeiförmige, radial angeordnete Varietät des Erzes ge- 
geben in Gesellschaft von Kupfermineralen. — In der Prov. 
Almeria ist Kobaltbltithe, die aus der Zersetzung von Speis- 
kobalt •hervorgegangen, am Cerro Minado bei Huercal Overa 
Kupfercarbonaten beigemengt. — 

8 



34 

Murcia. In den Werken der alten spanischen Minera- 
logen wird das Vorkommen von Kobaltmineralien in der Sierra 
de Garrascoyy b^/2 klm südlich von Mu/rciaj erwähnt. 

Valencia. Im Anfange des 19. Jahrhunderts übergab 
Sanchez Cisneros der Sociedad Econömica von Valencia eine 
Beschreibung der in dortiger Gegend gefundenen Minerale, 
welche von Belegstücken begleitet war. Unter denselben be- 
fanden sich 2 Kobalterze von der Sierra de las Bodanas, Gebiet 
ViUamarchante. In der Umgebung von Manises wird das Erz, 
nachdem der eigentliche Bergbau aufgelassen ist, noch zur 
Färbung bei der Porzellan-Fabrikation gewonnen. 

Portugal Nach P.-Gomes [200] nur bekannt von der 
Grube Pälhal, Distr. Aveiro. — Leonhard [477] kennt noch 
folgende Fundorte: „Breto, auf Granit-Gängen in Granit, gleich- 
sam den Besteg dieser Gänge bildend. Bio Tua, mit Kupfer- 
kies auf einem Granit-Gang in Glimmerschiefer. Castanheiro 
und Lebogao, auf Quarz-Gängen in Granit. Pinheiro, auf Quarz- 
Gängen in Thonschiefer. " 

Nach der Statistik für 1893 producirten die Provinzen 
Oviedo und Hu^esca in diesem Jahre einige 17000 kg von reinem 
Kobalt im Werthe von 972 Peseten, abgesehen von jenen 
Gruben, für welche der Ertrag an Kobalt und Nickel zusammen 
angegeben ist. Seither ist aber ein Rückgang eingetreten und 
in den letzten statistischen Angaben fehlt Kobalt überhaupt. 



Gersdofffita. Arsennickelglanz. Gersdorffite. 

Gersdorffit. 

LÖWE 1842. 

Regulär. 

1879. Genth: Am. Chem. Journ., I, 324. 

1886. Calderön: Anal. Soc. Esp. de ffist. nat., XV, Mem. 140. 

1896. Fernandbz-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIV, Act. 83. 

Die Analyse des -BewaÄam- Vorkommen ergab nach Genth : 

S As Ni Co Fe Cu Spec. Gew. 

22,01 39,71 24,83 12,54 1,12 0,25=100,46. 5,856. 

Andalusien. Calderön fand das Erz auf den Gruben 
Aurora und San Ouillermo bei Penaflor und Justo bei Lora del Bio, 



35 

Prov. SeviUa. Dasselbe ist späthig, enthält Eisen und Kobalt 
und ist begleitet von Annabergit und Dialag. Ged. Gold 
kommt mit ihm vor [U. S. Sevilla und Museen zu Madrid be- 
sitzen von Calderön geschenkte Exemplare. F.-Navarro]. — 
In weissem Kalkspath, oft so innig mit ihm gemengt, dass er 
denselben grün färbt, findet sich Gersdorffit zu Benahavis, 
Prov. Malaga [Genth]. 



Magfnetopirita« Magnetkies. Pyrite magnetica. 

Pirrotlna« Pyirhotin. Pyrrhotite. 

Bbbithaupt 1835. 

Hexagonal. 1 : 0,862. 

1864, Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 104. 

1884. CoLMNs: Min. Mag., V, 216. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva, II. 

1891. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX, Act. 30. 

MüNOz DE Madariaga: Uebersetz. von Naumann -Zirkels 
Mineralogie, 368. 
1894. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIII, Act.39. 
1898—99. id. ibid., XXVII, Act. 185. 

Galicien. In Bleiglanz von Teixidelos, Prov. Coruna 
[Mus. Hist. nat. Madrid d. F.-Navarro]. 

Ästurien. Magnetkies wird von der Gemeinde Ärancedo, 
Gebiet Franco, angegeben. Von Vittanueva de los Ärcos eine 
Stufe in Bleiglanz [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Pyrenaeen. In dem Gebirgstheil der Prov. Lerida ist 
ein 57 cm mächtiger Gang in cambrischen Schiefern bei Prado 
de la Canvera, l klm östlich von Les, etwas goldhaltig. — 
Ein anderer 60 cm mächtiger Gang von Massanet de Cahrenys, 
Prov. Gerona, schliesst in dem derben Erz, welches Spuren 
von Ni und Co zeigt, Kugeln von Markasit ein. 

Leon imd Estremadura. Vom Bio Molo auf der Grenze 
der Provinzen Sahmanca und Cäceres zwei Exemplare sehr 
reioer Substanz und eins, das nach ebenen Flächen zerfällt 
[Mus. Hist. nat. Madrid d. F.-Navarro]. 

Castilien. Nach Prado und Naranjo begleitet das Erz 
den Granat und Arsenkies von El Escorial. Muiioz Madariaga 
betont, dass, wenn es überhaupt vorkommt, es nur sehr selten 
sein könne. 

8* 



36 

Andalusien. In der Prov. Hudva ist es einige Male 
aufgefunden, z. B. in den Erzlagern von El VenerOy Gebiet 
Cola, als Hauptmasse des Ganges in kömigen Massen, 
ausnahmsweise auch krystallisirt [G. -Tarin]. — Gemengt mit 
etwas Kupferkies ist das Erz auf zwei grossen Stufen von 
CcusareSy Serrania de Bonda [Mus. Hist. nat. Madrid d. F.-Na- 
vARRo]. — QuiROGA erkannte das Erz in derber Masse und 
in undeutlichen Krystallen auf der Eisengrube von MarbeUa, 
Prov. Mälagay woselbst es von Kalkspath, Chlorit und Augit 
begleitet wird. 

Portugal, Im Norit zu Paio Mendes, Ferreira do Zeeere 
[P.-GoMES, 200]. 



Linneita« Kobaltnickelkies. Linneite. 

Rammelsberg 1850. 

Regulär. 

Pyrenaeen. In der Umgegend von San Juan de las Aba- 
desas, aragonischer Gebirgstheil [Naranjo]. 



Domeykita. Domeykit. Domeykite. 

HAmmoER 1845. 

Derb. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIY, Act. 88. 

G a lic ie n. Quarzconglomerat mit zinnweissen, oberflächlich 
angelaufenen Knollen aus der Prov. Pontevedra ohne näheren 
Fundort [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Galena. Bleiglanz. Galenite. 

Regulär. 

1821. Moll's Neue Jahrb., V, 50. 

1884. Lb Play: Ann. des mines, (3) V, 208, 230. 

1841. EzQUERRA DEL Bato: N. Jahrb. 

1851. Piqüet: Rev. minera, II. 

1854. A.-DE Linbra: Rev. minera, III u. V. 

Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg. 

Herter: Zeitschr. d. D. geol. Ges., VI. 

Pellico: Rev. minera, VI. 
1858. Schulz: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 
1881. Frenzel: Min. petrogr. Mitth., III, 507. 
1884. Collins: Min. Mag., V, 213. 



37 

1891. Hernandez y Mastinez: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX, 

Act. 10. 
1893. Pi:^ u. Allue: Zeitschr. f. Berg-, Hütten- a. Salinenw., XLI. 

Guardiola: Rev. minera, (C) XI. 
1 896. Febnandez-Navarro : AnaL Soc. Esp. de Hist nat., XXIY, Act. 87. 
1895. Mallada: Expl. Mapa geol. de Esp., I, 158. 

„Spanien ist sicherlich,'' so rühmt Mallada, „in ganz 
Europa dasjenige Land, welches die grösste Zahl von Bleierz- 
gängen aufzuweisen hat; sie sind sowohl in den Schicht- 
gesteinen wie auch in älteren und jüngeren Eruptivmassen 
vertheilt." In 25 Provinzen ist Bleiglanz thatsächlich Gegen- 
stand bergmännischer Arbeiten gewesen, vornehmlich in Äl- 
meria, Murda und Jaen. Die Hälfte aller der zahlreichen 
Gänge setzt im Cambrium auf, doch sind nicht immer diejenigen 
scharf von ihnen zu trennen, welche dem Silur angehören. 

Das Erz bietet sich hauptsächlich in zwei Abarten dar, 
die eine feinkörnige wird als „ojo de perdiz" (Rebhuhnauge), 
die andere sehr häufig auftretende, blätterige, welche itoer 
Reinheit wegen geschätzt ist, als „alcohol de alfareros** 
(Töpferglasur) bezeichnet. 

Die chemische Zusammensetzung des krystallisirten Quirogit 
vom El Jaroso-GsLUg ward von Soria untersucht, derselbe fand : 

Pb Sb Fe S Ag 

63,89 9,69 6,30 17,51 Spur = 97,39 

entsprechend 

PbS SbaSs FeS 

73,71 13,59 9,90 = 97,20 

spec. Gew. 7,22 bei 13<^C. 

Galicien. Silberhaltig sind die Erze von verschiedenen 
Gruben der Provinz Lugo, bei Bio Torto, Dorcos und Mondonedo 
[F.-Navarro]. Ferner sind in der gleichen Provinz noch an- 
zuführen Fornaza, TraboMy GervanteSj Folgudra de Frades 
(Bäleira)y Santa Maria de Son etc. Aus der Umgebung von 
Vidai, 14 klm südwestl. Bivadeo, wurde ein zinnhaltiges Erz 
als Plumbo-estannita beschrieben [Schulz]. — Ausserhalb 
der Prov. Imqo aber ist in Oaiicien der Bleiglanz sehr selten. 

Ästurien u. Santander. An der Grenze von Qnliden 
und Ästurien wurde Bleiglanz hauptsächlich in einer erzreichen 
Zone bei AUes de Pemmeliera, Gabrales und Inßesto ausgebeutet. 
Vilhnueva de los Arcos ist bei einem derben Exemplar des 
Mus. Hist. nat. zu Madrid als Fundort genant. — Schöne 



38 

Krystalle hei Penavieja, Ptot. SatUander, qoOoo(IOO), 0(111) 
mit Eisenkies und Eisenspath auf Berg-Erystall; von der Grube 
Gölasa bei Viesgo grosse Krystalle, 0(1 11). glatt mit qo oo(l(X)), 
raub, auch mit qo 0(110) zusanmien mit schönen Baryten; bei 
Ändara an den Picas de Europa blätterig mit Ealkspath, Blende 
und Eisenkies. Im Eohlenkalk von Dobra finden sich Krusten 
von Bleiglanz mit Baryt. 

Pyrenaeen. Blätterig mit Quarz und Eisenspath bei 
Escaray \mA Sopuertay Prov. Viscaya. 0(111) mit qoOoo(IOO) 
auf Baryt und Flussspath von Baranibio, Prov. Alava; blätterig 
am Monte Jugach, Prov. VizcayOj mit Blende und Eisenspath 
gemengt. — In Guipuzcoa ist der wichtigste etwas silberhaltiges 
Erz liefernde Gang derjenige von San Narciso, der theilweise 
in Granit, theilweise in devonischem Kalk aufsetzt. Ein 
anderer tritt auf bei Oyareun (mit Baryt, Eisenspath und Blende 
[Leone., 94]), ein dritter wird in der Grube San Nicolas im 
Gebiet Irun abgebaut; er durchquert die Schiefer und 
paläozoischen Quarzite. — Auch von JSrasun und Vera, Prov. 
Navarra. 

Die granitischen TheUe der aragonischen Pyrenaeen ent- 
halten verschiedene Gänge silberhaltigen Bleiglanzes, und auch 
in dem Silurgebiet sind reiche Lager desselben an schwer zu- 
gänglichen und deshalb nur wenig ausgebeuteten Fundstellen, 
auf denen Eisenkies, Fahlerz und Blende als Begleitmineralien 
auftreten. Nördlich von Bielsa wird blätteriges Erz gewonnen, 
das 41 g Silber auf 100 kg Blei enthält. 

In den catalanischen Pyrenaeen sind im Amphibolgranitit der 
Umgebung von Ciera und ViUaler, Prov. Lerida, verschiedene Gänge 
bekannt, die Antimon- und silberhaltiges Erz in Begleitung 
von Baryt und Blende führen. — Vidal unterscheidet unter 
den zahlreichen Erzgängen ber Prov, Gerona 3 Gruppen, die- 
jenige von Ribas, montanas de Nuria, wo die silberreichsten 
Erze der Provinz gefunden werden (z. B, Grube Casandra bei 
Ribas, auch antimonhaltig) und ferner die in der Umgebung 
von Muga gelegene mit Dernius, Boadella, Basagoda etc. Eine 
dritte Gruppe der Provinz liegt südlich der zweiten an 
der Mittelmeerküste bei Palafrugell mit Bagur, Ängles und 
FalafrugeU, 

Catalonien. Prov. Barcelona, vornehmlich im Silur- 
gebiet, mannigfach kleine Aederchen oder Nester, aber nicht 
von industrieller Bedeutung, z. B. Moncada, La Costa, El Bruch, 
Papiol u. a. m. - Besonders grosse Krystalle, (111) mit 



39 

00 00 (100), oft von Pyrit tiberkleidet, zu BeUmunt, Prov. 
Tarragona [F.-Navarro], Die Gruben von BeUmunt haben 
Bedeutung; ausser ihnen liiBgen weniger wichtige in den 
Gebieten Vallclara, Frades, Gapafons, Farena und Vinibodl, 
und unter den gewonnenen Erzen sind auch silberhaltige oder 
solche von fadenförmigem ged. Silber begleitete. 

Estremadura. In der Provinz Cdceres finden sich zahl- 
reiche aber unbedeutende, wenig mächtige und unregelmässige 
Erzgänge. Bosway erwähnt bei einer Aufzählung von alten 
Gruben bauten, dass die Römer in denen von PlcLsmzuela und 
Botija bis zur Tiefe von 70 m vordrangen- — Nahe Llerena, 
Prov. Badajoz, häufig unregelmässige Nester von Bleiglanz 
und Eupfercarbonaten in dichten Kalken, die concordant mit 
den Schiefem der Sierra Morma lagern. [Le Play]. Die 
reichsten Lager der Sierra, wie z. B. das bei Loma dd Sereno 
haben das Aussehen eines Mandelsteines mit kalkiger Gesteins- 
masse und grossen Mandeln von Bleiglanz. Gute Krystalle, 
oo 00 (100), (111), mit Quarz bei ZarzacapiUa (gleiche Prov.). 
Im Granit und Porphyr von Zalamea de la Serena und im 
Gneiss von Äzuaga setzen silberhaltige Bleierzgänge auf, die 
mit ähnlichen Gängen an anderen Orten die Hauptthätigkeit 
im Bergbau der Prov. Badajoz verursachen. Die Gruben von 
Miraflores und Älondra sind ausgezeichnet durch ihre Ein- 
richtungen. 

Castilien. Auf der centralen Meseta liegt eine Zone mit 
silberhaltigem Bleiglanz, die bei einer Ausdehnung von 50 km 
die stark gefalteten und gebrochenen Schichten der cambrischen, 
silurischen und devonischen Formation durchzieht. In ihr kamen 
zu Hiendektencina, Prov. Guadalajara , zusammen mit Baryt, 
Eisenspath und Rothgülden, vorherrschend vom Oktaeder be- 
grenzte Krystalle vor, die antimon- und silberhaltig sind 
[F.-Navarro]. Derbe Massen von Silber führendem Erz werden 
in reichlicher Menge zu La Bodera gewonnen. — Späthig, gemengt 
mit Blende, Eisenkies und Eisenspath zu Mazarambroz,. Prov. 
Toledo [F.-Navarro]. Ferner werden in dieser Provinz noch 
genannt SeviU^a de la Jara, Alares und Navahermosa, im Silur, 
doch ist Mazaranfibroz das wichtigste Bergwerk, da in ihm der 
Silbergehalt nach der Tiefe zunimmt. — Würfel, auch solche 
mit abgestumpften Ecken von El H(yrcajOj Prov. Oiudad Beal, 
(mit die wichtigsten Gruben für spanischen Bleiglanz) tragen 
häufig haar- und drahtförmiges Silber; silber- und antimon- 
haltig [F.-Navarro]. Auf Quarz in drahtförmig verzerrten, 



40 

resp. zu Drähten orientirt aneinander gereihten kleinen Okta- 
ederchen, die zu Krusten verwachsen sind, zu VülagutierreiSj 
und feinkörnig sowie sehr reich an Silbergehalt zu Älmodövar 
dd Campo (ebenda). Ferner ist noch blätteriger Bleiglanz mit 
Baryt von Fuencaliente (ebenda) zu erwähnen [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. — In der Provinz Cuenca ist als Fundort Henarejos 
zu nennen. — Zu Mansilla de la Sierra, Prov. Logroi o, in 
silurischen Schiefem und —SV» klm östlich yonBarrancOy Prov. 
Avilaj im Granit ist feinkörniger Bleiglanz von Pyrit und 
Eisenkiesel begleitet. 

Andalusien. In dem weit ausgedehnten Grubenbezirke, 
dem LinareSy Prov. Jaen^ mit La Carolina, Bailen, Guarromdn 
und anderen im rechtsseitigen Flussgebiet des Gmddlquivir bis 
zur Grenze mit Giudad Beal und der Wasserscheide gegen den 
Gttadiana gelegenen Ortschatten bildet, setzen die Bleierzgänge 
fast sämmtUch im Granit auf; sie sind nur im geringen Grade 
silberhaltig und pflegen neben dem Erz Carbonate von Blei, 
Kupfer und Eisen sowie etwas Blende zu führen. Allein in 
der Nähe von Linares und den unmittelbar anstossenden Ge- 
bieten zählt man über 50 Gänge und darunter ziemlich mäch- 
tige, sodass z. B. auf dem -4rrayane5-Gange zur vorletzten Aus- 
stellung in Paris ein Würfel von 1 m Kantenlänge auf der 
30. , Sohle (300 m unter Tage) von reinem Erz aufgebracht 
werden konnte ^). In Würfeln bis zu 3 cm Kantenlänge, ein- 
gewachsen in Kalkspath auf derselben Grube; diese Krystalle 
zeigen auf Spaltflächen ausgezeichnete diagonale und feder- 
artige Streifung [ü. S. Berlin]. Oktaedrische Krystalle mit 
Braunspath von Linares, Bailen, Ghmrromdn und La Caro- 
lina [F.-Navarro]. — In der Prov. Corddba werden etwas 
silberhaltige Erze gewonnen auf den Gruben Fuente Ovejuna, 
Jidio im Gebiet Los Marquez, Akaracejos und anderen. — 
Grob krystalline Massen zu Castiüo de las Ghmrdias, Prov. 
Sevilla [U. S. Breslau d. Ant. Machado]. — In den Kiesen 
der Gruben von Rio Tinto, Prov. Huelva, als Schnüre im 
derben Erz [ü. S. Berlin] oder auch gelegentlich in kleinen 
Würfeln mit anderen Flächen; namentlich so auf dem San 
Dionisio; diese Bj-ystalle sind meist silberhaltig, 40 Unzen auf 
die Tonne, gaben vor einigen Jahren auf dem North Load 
sogar 120 Unzen [Collins]. Grössere krystalline Massen be- 

^) Die Grube Arrayanes wurde lange Zeit ausschliesslich für den Staat 
bearbeitet und lieferte in einem Jahre 28000 Centner Blei. Die in sehr 
sorgfältiger Bearbeitung gewonnenen Erträge dienten nur zur Herstellung 
yon Kriegsmunition. 



41 

sitzen gelegentlich etwas krummschalige Spaltungsflächen [U. S. 
Breslau]. Auch an die Ueberzüge auf sehr kleinen Eisenkies- 
krystallen, die aus einem Bohrloch auf dem North Load ge- 
fördert wurden, sei hier erinnert (cf. pag. 27). — Auf der 
Grube Tharsis, südwestlich von Rio Tinto, kleine äusserlich 
matte Würfel von 6 mm Kantenlänge, begleitet von kleineren, 
z. Th. grün gefärbten Säulchen von Vitriolblei [U. S. Breslau). 
In der Sierra de Lüjar, Prov. Oranada, setzen die Haupt- 
gänge in Kalk auf und erreichen eine Mächtigkeit von 1 m. 
An einzelnen Orten tritt der Bleiglanz in thoniger Gangmasse 
in der Form von Nieren auf, die bis zu V* cbm Inhalt haben 
können. Zu Fondon sind es etwas faserige Massen mit schönen 
Cerussit-Krystallen [Mus. Hist. nat. Madrid]. In Gharches baut 
eine Grube derbes Erz ab. — Die Sierra de Gador, zwischen 
dem am Rio Almeria gelegenen Dorfe Gador und Adra, sowie 
die Sierra Contraviesa, zwischen Ädra und Motrü führen in der 
Provinz Granada hauptsächlich Bleiglanz und werden darauf 
bearbeitet. Die Sierra de Gador enthält das Erz in riesiger 
Menge und mit Recht sagt Le Play, dass sie an einzelnen 
Punkten aus einem Blei-Mandelstein bestehe, wie das oben 
auch schon von den Erzen der Sierra Morena angeführt wurde. 
In der Sierra de Gador liegen die Gruben im wesentlichen auf 
der Höhe des Gebirges in der Gegend des Cerro del Vicario, 
wo die Grube Terque ein 472 Ellen mächtiges ganz edles 
Mittel verhauen, doch erstrecken sich die Gruben an dem 
ganzen Gebirge, ungefähr 12 deutsche Meilen weit, ent- 
lang. An der Sierra Contraviesa sind es namentlich die 
Gegenden von Turön und Motrüy in denen nicht sehr weit 
streichende und nicht sehr tief gehende Gänge ausgearbeitet 
werden [Moll. Jahrb.] Die grossblätterigen Erze, Spiegelblei- 
glanze, werden als Alcohol de hoja ancha, die feinkörnigen, 
im Bruche den Roheisen ähnlichen als Alcohol de hoja de 
sardina bezeichnet. — In der südlich der Grenze von den 
Provinzen Almeria und Murda gelegenen Sierra Almagrera 
harren die Gänge, welche zu den reichsten der silberhaltigen 
Bleiglanz führenden gehören, noch eines näheren Studiums. 
Die Gruben lassen sich in drei Gruppen vereinigen. Die 
Gruppe des El Jaroso baut auf einem Gange, der bis 10 m 
Mächtigkeit erreicht und Glimmerschiefer durchschneidet. An 
einzelnen Orten besteht der Gang aus gelbem Coelestin mit 
feinkörnigem Eisenglanz [Breithaupt]. Neben dem Silber- 
gehalt, der in einem einzigen Jahre allein auf dem Jaroso- 
Gange 170000 Mark Silber zu extrahiren gestattete, ist auch 
noch Antimon und Arsen in einzelnen Fällen nachweisbar. 



42 

Die beiden anderen Gruppen sind diejenigen von Francis und 
von Chaparral. Das Erz ist meist derb, gelegentlich kommt es 
auch in blumig stengeligen Massen und auch in oktaädrischen 
Kjystallen vor. Die Hauptgruben liegen in der Schlucht El 
Jaroso; es sind Buen GhistOy Bamo de FloreSy Costa Diva, 
Recatada, Becompensa, Violeta, Carmen, San Gerönimo, Asundön, 
Begla, Observaciön, Venus, Ämante, Paraiso, Geargiana, San 
Andres u. a. Von ihnen stammen auch die als Johnstonit und 
Steinmannit bezeichneten unreinen, mit anderen Schwefelerzen 
oder mit Schwefel gemengten Abarten, sowie auch das von 
F.-Navarro als neues Mineral bezeichnete krystallisirte Vor- 
kommen, welches von Schraup für verzerrte complicirte Ge- 
stalten von Bleiglanz angesprochen werden. Nach F.-Navarro's 
Auffassung ist das Mineral, der Quirogit, tetragonal und zeigt 
die Flächen: P(lll), ooPoodOO), OP(OOl), V2P(li2) und 
V6Poo(706). Eine vorzügliche Spaltbarkeit nach der Basis 
und zwei weniger ausgeprägte nach dem zweiten Prisma würden 
der hexa@drischen am Bleiglanz entsprechen. Chemischer 
Bestand sowie spec. Gew. sind oben angegeben. Ferner seien 
noch erwähnt aus der Provinz Ähneria die auf einer Kruste von 
Eisenspath sitzenden, gut ausgebildeten Erystalle von Pulpi 
und eine derbe, stark antimonhaltige Varietät von Ärgamasön, 
südöstlich von der Provinzialhauptstadt. Die Lagerstätte von 
Las Herrerias enthält in miocänen Schichten als Versteinerungs- 
mittel von Pecten, Clypeaster, Natica u. s. w. feinkörnigen 
Bleiglanz. — 

Eine Pseudomorphose unseres Minerals nach Gyps hat 
Hernandez y MArtinez aus der Sierra Ähnagrera, Grube 
San Andres, beschrieben. Sie bilden einen 55 mm grossen 
Bj-ystall, der vorwiegend von den durch Messung controUirten 
Flächen aoP(llO) daneben von ooPoo (010) und — P (111) 
gebildet ist. Auf der Grube Paraiso sind viele solcher 
pseudomorpher Krystalle von Gypsnädelchen begleitet. 

Murcia. In der gleichfalls zu den bedeutendsten Distrikten 
für den Bleibergbau gehörenden Sierra de Cartagena wird schon 
seit der Römerzeit gearbeitet, und ebenso haben auch die Araber 
in dieser Gegend eine grosse Menge Erz ausgebrochen; doch 
aber sind trotz des bis auf die heutige Zeit fortgesetzten Be- 
triebes alle dortigen Arbeiten nur als oberflächlich zu bezeichnen, 
da nur wenige der Hauptschächte die Tiefe von 170 m über- 
schritten haben. Pellico, Massart und Malo de Molina 
haben über das Vorkommen interessante Monographien gebracht 
und betonen das Auftreten von unerschöpflichen Mengen Weiss- 



43 

bleierzes neben dem Bleiglanz, der meist durch Beimengungen 
von Eisen, Mangan, etwas Zinn und Kupfer verunreinigt, aber 
auch auf einen Zentner Blei 80 bis 250 gr Silber enthält. 
Als specielle Grube ist hervorzuheben: Mazarrm^ westlich 
von Cartagena, wo ein häufig sehr silberhaltiges Erz gewonnen 
wird, auf einem System von Contractions-Spalten in Trachyten 
und Andesiten, die Carbonat und Sulfat von Kalk und Thon 
als Gangmittel enthalten. 

Valencia. Blätteriger Bleiglanz wonMontroy, Prov. Valenciay 
JEsliday Benicasin und ViUahermosay Prov. CasteUön [U. S. Valencia]. 

Balearen. Nur auf Ibka, vornehmlich in dem Ufer- 
district von Calapada wird Bleiglanz ausgebeutet, aber auch 
auf Mallorca sind, wenn auch wenig bedeutende Lagerstätten 
in der Umgebung von Bunöla, in San Grau, BarceUmeta und 
Son Creus vorhanden. 

Portugal. Eingehend hat Frenzel Krystalle von der 
Grube Malhada der Bragal Minen bei Älbergaria velha be- 
schrieben. Es sind einfache Individuen bis 5 cm Kantenlänge, 
gebildet durch vorherrschendes Oktaeder mit Würfel und 
Rhombendodekaider. Krystallgruppen, parallele Verwachsungen 
und vertiefte Flächenbildungen kommen vor, ebenso auch ge- 
flossene, gewölbte, gestreifte, geknickte Flächen und durch 
Corrosion angefressene und zerlöcherte. Ikositetraeder, welche 
auftreten, sind ihrer genauen Zeichen nach nicht zu entziffern, 
da die Winkel nach Arzruni's Erfahrung an diesen Biystallen 
„nicht blos von Krystall zu Krystall. sondern auch von einem 
Oktaeder zum anderen an einem und demselben Krystall 
variabel sind und zu verschiedenen Indices führen." Die 
Krystalle sitzen mit Eisenkies und Braunspath auf Thonschiefer. 

Quinta de Soita, in der Gegend von S. Joäo de Pesqueira 
Krystallinische Parthieen auf Quarzgängen — Fentoisdbj auch 
als Bleischweif auf Quarzgängen in Thonschiefer — Dorf 
Quintanilha unfern d. Rio Massaes, auf einem Quarzgang in 
Thonschiefer [Leonh., 94]. Nach P.-Gomes findet sich Blei- 
glanz Villar d^Elrei, Distr. Braganga; Gondarem, VaUe do Maceira, 
und Agua Älto, Distr. Porto; Ahneida, Varzea de ürevoes, 
Distr. Vizeu\ Gruben von Malhada^ von Palhaiy von TelhadeUa, 
von Bragalj von ComissoSj und von Goval da Möy Distr. Aveiro; 
Grube Alfornia, Goes, Coja, Fönte do EspinhOy diejenigen von Bar- 
hadalhosmiAyovLMurcelläo, Distr. CWmftra; Q[V\x\iQS,Migueld^Ache, 
Distr. Castello Branco; Vüla Velha do Bödam; im Culm von 
Castro Verde und Grube dos Namorados, Distr. Alemtefo [201]. 



44 



Clausfhalita. Clausfhalit. Clausthalite. 

Beddant. 
Regulär. 

1835. Schulz: Descrip. geogn. reino Galicia. 

1858. Breithaupt u. Keller: Berg- a hüttenm. Zeitg., XYII, 98. 

Galicien. Schulz und Naranjo halten das Vorkommen 
des Selenblei in San Julian de Sande für wahrscheinlich, da 
Lettsom Selen in Bleierzen dieses Fundortes aufgefunden hat. 

Andalusien. Zuweilen in Gangtrümmern der kupfer- 
haltigen Eisenkiese der Rio Tin^- Gruben, Prov. Hudva 
[Breithaupt]. 



Calcosina. Kupferglanz. Chalcosite. 

Rhombisch. 0,5822 : 1 : 0,9709. 

1879. YmAL: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., VI, 3. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., Y, 214. 

1886. YroAL: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XIII. 

1888. Gonzalo-Takin: Descrip. prov. Huelva, n, 249. 

1895. Fernamdez-Navarbo : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIY, Act. 90. 

Kupferglanz von Huelva enthält nach G. -Tarin: 

S Cu Fe Spec. Gew. 

19—22 7o 74,5-79,5 7o 0.5—3,3 7o. 5,50-5,80. 

Asturien. Mit Malachit und Azurit auf dem Gange San 
Fed/ro zu Aramo in La Pola de Lena in Calcit- Gangmasse 
[Mus. Esc. Min. Madrid]. 

Pyrenaeen. Aussen mit Malachit umgebener Kupferglanz 
von Changoa, Prov. Navarra [Mus. Esc. Min. Madrid]. — Die 
catalanischen Pyrenaeen der Prov. Gerona haben Kupferglanz 
auf kleinen Eisenspathadern im Silur des VaUe de Btbas und 
auf einem Gange bei Cardio gegeben. In derselben Provinz 
fanden sich im Glimmerschiefer auf San Pedro de Osor und 
San Migud de Oukrä fast saiger stehende Gänge und Aeder- 
cheU; die Quarzgang mit Cerussit, Kupferglanz, Kupferschwärze 
und andere Minerale aufweisen. 

Leon. Zu Ancües und ViUamanin unter ähnlichen Ver- 
hältnissen wie in Asturien, 



45 

Castilien. Oemengt mit Kupferkies zu Fardas^ Prov. 
Guadalajara; — begleitet von Kupferlasur, Malachit und Quarz 
bei Monterruhio, Prov. Burgas [Hintze, I, 530]. 

Andalusien. Eine Stufe mit Quarz von den Gruben bei 
Linares, Prov. Jaen [Mus. Hist. nat. Madrid]. — In den kupfer- 
haltigen Eisenkiesen von Huelva wird häufig sowohl reiner 
Kupferglanz als auch solcher mit anderen Schwefelverbindungen 
gemengt gefunden. Die reine Substanz ist leicht an der eisen- 
grauen Farbe zu erkennen, die oft bunt angelaufen ist. In 
Rio Tinto bildet sich aus siies und Kupferglanz namentlich in 
der Nähe der alten Römerbauten eine Art Breccie [G.-Tarin]. 
Als „Negrillo" wird eine unreine Abart auf den Bio Tinto- 
Gruben, auf Sotid Coronada und auf AsnalcoUar bezeichnet, die 
bei den Bergleuten sehr geschätzt ist und vorzüglich aus 
Kupferglanz besteht. — 

Ein ähnliches Mineral ist von Älbunojsij Prov. Malaga, — 
und ein ziemlich reines Erz in Begleitung von Pyrit und 
Malachit aus dem Gebiet von Jerez, Prov. Oranada bekannt. 

Balearen. Auf Mallorca, in der Kupfergrube von Huch, 
Aubarca Thal, ist das Haupterz, der Kupferglanz, in inniger 
Weise einem porphyrischen Eruptivgestein beigemengt, nur 
selten bildet es isolirte Nieren. Malachit, Kupferkies und 
Buntkupfer treten in seiner Begleitung auf. [Vidal]. 

Portugal, Logar de Pogo, Serra do Bonro, Caldas da 
Bainha im Jura; Gruben von Minancos, von Merres und Aparie, 
Barrancos, Grube Bugalho (Alandroal), Mathias (Mowra), Distr. 
Alemtyo [P.-GoMES, 201]. 



Argentita. Silberglanz. Argentite. 

Regulär. 

1850. VON Beüst: Zeitschr. d. D. geol. Ges., II. 

Castilien. Auf den Barytgängen von Hiendelaencina, 
Prov. Guadalajara, fv. Beüst]. 

Andalusien. GazaJla, westl, Älmaden de la Plata, Prov. 
SeviUa, krystallinisch in grosskörnigem gelblich grauen Kalk- 
spath fü. S. Berlin]. — Mit ged. Silber. Rothgüldigerz und 
Kalkspath in Guadalmnal, Prov. Sevüku [Leonh., 467]. 



46 

HtKnuAiau Antimoiisilber. IMscrasite. 

Rhombisch, 0,5775 : 1 : 0,6718. 

1895, Fesmaxdbz-Nayabbo : Anal. Soc. Esp. deHist nat. XXIY, Act 90. 

Pyrenaeen. Gel^entlich hat sich, jedoch nur in seltenen 
Fällen« auf den Quarzgängen von Cddas de Maläbdlaj Prov. 
Geranüf Antimonsilber gezeigt 

Castilien. In früherer Zeit fanden sich auf einigen der 
silberhaltigen Gänge von Hiendelaencina, Prov. Gruadalajaray 
namentlich in der Grube Santa Cecüia auf einer chalcedon- 
artigen Gangmasse Stufen unseres Minerals. Gute Erystalle 
von dort mit prächtigem Baryt auf Gneiss [Esc. Min. Madrid]. 
Jetzt sind die Gänge erschöpft [Leonh., 28]. 

Andalusien. Cazallay westlich bei Almaden de la Plata 
im Bezirk von Guadalcanal, Prov. Sevilla, ist nach Rome de 
L*IsLE das zuerst entdeckte Vorkommen und auch die haupt- 
sächlichste spanische Fundstelle fiir Antimonsilber; deutliche 
Zwillinge in Kalkspath. [F.-Navarro]. Auch Arsensilber 
kommt dort neben unserem Mineral und Silberglanz vor. 
IHahtmann, Gboth, 52]. — Eine Stufe von der Sierra Almagrera, 
Prov. Ahneria [U. 8. Sevilla]. 

Blenda« Zinkblende. Sphallerite. 

Regulär, tetraSdrisch hemiödrisch. 

1851. Escosura: Rev. minera, II. 

1854. Hert]sb: ZeitBchr. d. D. geol. Ges., VI. 

1855. Aroe, B.: Rev. minera, VI. 

1868. Brbithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., 26. 

1864, SuLLiVAN AND O'Reilly! Geol. and Miner. of the Span. prov. 

Santander and Madrid. 

1876. Massart: Rev. minera, (B) II. 

1879. Fribdbl: Bull. Soc. min. de France, II, 31. 

1880. Caldbrön, Laurbano: Zeitschr. f. Eryst. u. Min., lY, 504. 

1881. Gonzalo-Tarin: Bol. Com. Mapa geol, YIII, 129. 
1881. Frbnzbl: Min.-petrogr. Mitth., III, 507. 

1888. Bbokb: ibid., Y, 480. 

1888. Mallard; Bull. Soc. min. de France, Y u. YI. 

1884. CoLUKs: Min. Mag., Y, 214. 

1886. Soltsibn: Zeitschr. f. ges. Naturw. Halle, LYIII, 297. 

1887. Ramsat: Zeitschr. f. Eryst u. Min., XII, 218. 
1890. Döltbr: Min.-petrogr. Mitth., XI, 322. 

1890. Prior: Min. Mag., IX, 9. 

1892. Quirooa: An. Soc Esp. de Hist nat, XXI, Act. 115. 

1892. Caldwell: Dana Syst. of Min., 61. 

1895. Ce8Ar6: Ann. Soc g^ol. de Beige, XXII, 217. 

1900. Caldbrön, S.: An. Soc Esp. de Hist nat, XXIX, Act 158. 



47 

In Spanien ist die Blende sehr reichlich vorhanden, meist 
in Begleitung von Bleierzen. Die bedeutendste Zinkregion im 
Norden der Halbinsel zieht als eine weit ausgedehnte, in den 
baskischen Provinzen unterbrochene Zone von den östlichen 
Theilen Asturiens durch Santander nach Navarra und setzt in 
verschiedenen Formationen auf, liegt aber mit Vorliebe auf der 
Grenze zwischen Lias und unterer Kreide. 

Analyse röthlich gelben, durchsichtigen Materials, frei von 
Einschlüssen von Avües, Pro v. Ästurien = 1 [Soltsien] ; sehr 
reiner, hell grünlich gelber Substanz von Picos de Europa, 
Prov. Santander, spec. Gewicht 4,98 = 2 [Caldwell nach 
Dana]; dunkel schwefelgelber Spaltstücke von Linares, Prov. 
Jaen = 3 [Deichsel nach Rammelsberg, 68]; schwarze Blende 
von Sierra de Cartagena, durch Bleiglanz etc. verunreinigt = 4 
[Massart] ; schwarze Blende von El Cuadrön = 5 [Escosüra] : 





1. 


2. 


3. 


4. 


5. 


s 




33,60 





32,80 


35,03 


As-Sb 











0,40 


Zn 





66.59 




26,00 


59,50 


Cd 












0,18 


Fe 




0.16 


0.25 


19,75 


2,30 


Cu 











1,12 


Pb 











6,20 





Bi 








— 


0,30 


Hg 


bis 1,00 




A1*0» 


+Gang 15,25 
100,00 


— 




100,35 


98,83 



Im geschlossenen Rohr lösen sich bei einer 30 Tage 
fortgesetzten, nachts unterbrochenen Erhitzung im Wasser 
0,025 7o der Substanz --= 0,048% in 100 Theilen Wasser 
[Dölter]. Durch kohlensaures Wasser wird die Zinkblende 
von Picos de Europa in eine Hydrozinkit-ähnliche, sehr weiche, 
matte, faserige Substanz umgewandelt, die, bei 1()0® getrocknet, 
nach Cesarö ergab: 

ZnO CO 2 H2O 

72,15, 19,77, 8,08. 

Galicien. Nur wenige und nicht genügend bekannte 
Zinkablagerungen werden aus Galicien citirt; eine darunter, 
die Grube Ricardo, Prov. Lugo, fördert Blende mit Bleiglanz. 
5 km von Ponferrada setzt ein dieselben Erze führender Gang 
unter den AUuvionen des Sil auf Eine Stufe mit ged. Silber 
von Bolano [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



48 

Ästurien und Santander. Einige Exemplare von Picos 
de Europa und von ComiUas sind ihrer Qrösse und Ausbildung 
wegen zu den besten Krystallen dieses Minerals zu rechnen; 
Yorzüglich sind sie in den Museen von Madrid [Mus. Hist. nat. 
und Mus. Exe. Min,] vertreten. 

In Picos de Europa, Prov. Santander, liegt die Blende in 
Begleitung von Kieselzink und Zinkcarbonaten in dolomitischem 
Kalk der Kohlenformation. „ Einfache Kry stalle von 2 Zoll Durch- 
messer bis Kopfgrösse, von der Combination (HO) oo 0, x (113) 

303 

— ^ — , mit ganz rauhen matten Flächen, innen dagegen pracht- 
voll durchsichtig, hellgrünlichgelb bis braunroth, oft die ver- 
schiedenen Färbungen in Schichten abwechselnd; die grossen 
Spaltstücke enthalten häufig eingewachsene Partien in Zwillings- 
stellung.'' [Groth]. Sie kommen in braunem Kalkstein zu- 
sammen mit Zinkspath vor, und die prächtigen Spaltstücke, 
welche wohl in keiner Sammlung fehlen, lieferten das Material 
zu zahlreichen optischen und anderen physikalischen Unter- 
suchungen, [L. Calderön, Ramsay, Mallard, Friedel etc.]. 
Interessant ist die Beobachtung von Quiroga, Dach der äussere 
Einflüsse, also auch die bei der Spaltung angewandten 
Hantierungen die Zinkblende dauernd beeinflussen, so dass 
Spaltstücke sich immer optisch anomal verhalten müssen. 
Ferner sei hier die Beobachtung wiedergegeben, dass die ver- 
schieden gefärbten Zonen der Zinkblende von JPicos de Europa 
immer einer und derselben Oktaeder- (resp. Tetraeder-) fläche 
parallel sind, also den Kry stall nicht concentrisch aufbauen; 
die Zonenlamellen sind chemisch verschieden und befinden 
sich in Zwillingsstellung, aber auch in den einheitlich gefärbten 
Zonen ist noch Zwillingsbildung vorhanden [L. Calderön]. 
Die in einer solchen einheitlichen Platte durch 12 Minuten 
lange Einwirkung von stark verdünnter Salzsäure hervor- 
gerufenen Ätzfiguren lassen den Zwillingsaufbau deutlich erkennen. 

17 17 
Die Atzflächen werden bestimmt als Yy-0T7rx(17. 10. 10) 

9 9 — 

und ^ -^ X (922) [Becke]. Ausser Zinkspath begleiten 

die Krystalle auch sattelförmig gebogene Rhomboöder von 
Mesitinspath [U. S. Berlin]. AviUs schöne, gelbröthliche durch- 
sichtige Blende mit Quecksilbergehalt [Soltsien]. — Schwarze, 
an Eisen sehr reiche Blende, blätterig mit EisenspathknoUen 
zu Colombres [F.-Navarro]. 

Seit langer Zeit sind die mächtigen Zinkablagerungen der 



49 

Provinzen Ästwnen und SatUander der Gegenstand eines regen 
Bergbaues gewesen, und viele geologische und hüttenmännische 
Arbeiten sind über dieselben veröffentlicht. Nach ihnen gehen 
die Lagerstätten nicht weit in die Erdkruste hinein und ver- 
danken nach den heutigen Anschauungen ihre Entstehung der 
Thätigkeit von der Oberfläche her eingedrungener Lösungen. 
SuLLivAN und O'Reilly haben zahlreiche geologische Profile 
der Qruben in dortiger Gegend herausgegeben, aus denen als 
Regel hervorgeht, dass das Erz in den oberen Teufen kiesig ist; 
bei tieferem Eindringen verschwindet der Kies, und Blende 
tritt auf, bis auch die begleitenden Carbonate verschwinden. 
Ursprünglich sollen sich die letzteren auf Spalten und Hohl- 
räumen der magnesiahaltigen Kalke und Dolomite in voreocäner 
Zeit abgesetzt haben. 

Fyrenaeen. In den Revieren Lanestrosa und VaMe 
de Carraneay Prov. Viecaya^ werden verschiedene Gänge 
auf Blende abgebaut, die neben anderen Zinkmineralen auch 
Bleiglanz führen. Die Blende hat im Durchschnitt einen Zink- 
gehfdt von 60 7o. — Die Prov. Alava hat I&y stalle mit der 
Angabe geliefert, dass sie aus einer Grube 1 1 klm von Vitoria 
stammen. Bergbau findet auch noch zu Barambio und auf der 
Grube San Anton in Lezama in Kreide-Ablagerungen statt. — 
Reicher ist Cruvpuecoa. Gut ausgebildete Individuen der Blende 
mit schönen Krystallen strohgelben Eisenspaths von Berastegui 
[Esc. Min. Madrid]. Gelb und schwarz gefärbtes Mineral citirt 
Hebrgen von Gastdü bei Oywrzun. Von Oyarzun sowie im Revier 
Iritn ist eine Eisen, Cadmium und auch Spuren von Kupfer enthal- 
tende schwarze Varietät, von Bleiglanz und Eisenkies begleitet, 
und ferner eine derbe braune in krystallinisch körnigen Massen 
erwähnt, und von Onate blätteriges Mineral von harzigem Ansehen 
und brauner oder gelber Farbe in Begleitung von Kalkspath 
und Bleiglanz [F.-Navareo]. Diese Blende von Onate ist 
eisen- und bisweilen auch cadmiumhaltig. Ohne nähere Fund- 
ortsangabe beschreibt Gboth [28] „dunkelbraune glattflächige 
BIrystalle mit Zwillingslamellen erfüllt, neben (110) ooO noch 

ein x(lll)-^ glänzend; das andere matt und etwas kleiner, 

202 
auf der Seite des letzteren h(112)— ^— und ein nicht mess- 

mO" 
bares— ^ . — Die aragonischen Theile des Gebirges haben 

in silurischen Schiefer eingeschlossen unregelmässige Massen 
von Blende auf der Meseta de Liat in einer Höhe von 3400 



50 

bis 2500 m. — In der catalaniscben Provinz Lerida findet sich 
Blende im Vatte de Arcöny — in Gerona, begleitet von ged. 
Wismuth im Granit von EspinoibeL 

Äragonien. Ziemlich beträchtliche Mengen von Zink- 
mineralen, mit ihnen krystallisirte Blende, sind auch im Revier 
LinareSy Prov. Teruel, vorhanden. 

Leon. Zu VaJdeön, Prov. Leon, ein Gang mit Blende 
und Bleiglanz, andere zu ViUafrea und Riano\ schwarze do- 
dekaödrische Krystalle auf krystallisirtem Dolomit von Ciain. — 
Die Picos de Panda in den Revieren Branosera und Re- 
dondoy 14 klm von Barrudoy Prov. Palenday beherbergen zwei 
Gruppen von Zinkerzgängen als Fortsetzung der Zone von 
Saniander und Asturien. 

Estremadura. Blende im Verein mit anderen Schwefel- 
verbindungen finden sich zu Plasen^iuela, Ahijon und Äldea de Ganteray 
Prov. Cäceres, sowie in La Higt^era bei Aracena, Prov. Badajojs. 
Zu lierena, in gleicher Provinz, in Begleitung von Kupferlasur 
imd Malachit in Kalkstein [Leonh., 103]. — Gelbe Ueber- 
züge auf Antimonglanz von Estremadura erkannte Prior als 
Schwefelzink. 

Gastilien. Ein Gangvorkommen von Otero de HerreroSy 
Prov. Segoma, zeigt schwarze Blende in Begleitung von etwas 
Rothnickelkies. — Von Hiendelaencina imd La Boderay Prov, 
Guadalajaray schwarze Krystalle in Glimmerschiefer [Mus. 
Com. Mapa geol. Madrid]. — In der Provinz Madrid sind 
Exemplare von Cclmenar de Arroyo mit tief schwarzer Farbe 
auf Quarz [Mus. Hist. nat. Madrid] und schwarze, rundliche, 
blätterige Massen von Ctuidrön [Escosüra und F.-Navarro] 
zu erwähnen. Letztere enthalten neben Cadmium und Eisen 
auch etwas Wismuth und Spuren von Kupfer. — Dunkel 
honiggelb gefärbte Krystalle von San Quintin, Prov. Oiudad 
Beal [ü. S. Berlin]. Ausgiebige und im Steigen begriffene 
Förderung findet zu Santa Cru0 de Mudehy ebenda, statt. 

Andalusien. Spaltstdcke dunkel schwefelgelber Blende, 
Original zu Deicusel's Analyse, von Linares, Prov. Jaen 
[U. S. Berlin]. — In der Prov. Cörddba sind Lagerstätten 
gelber Blende auf den Gruben El Rincön und der berühmten 
Casiano de Prado, beide bei Posadas. — Kleinspäthige Massen 
bis 1 cm Durchmesser in mergeliger Gangmasse aus einer alten 
Bleierzgrube zwischen ElPedroso und San Nicolas [U. S. Breslau]. 



51 

Ferner mit Eieeelzinkerz zu Pemflot, mit Bleiglanz und Eisen- 
kies in Ealkspatb zu Solana de la Cierva, Regier Constan- 
tinay und begleitet von silberhaltigem Bleiglanz auf der Grube 
Nardsa im Gebiet Castilh de las Guardas und Grolayo bei 
Puebla de hs Infantes. Sämmtlich Prov. Sevilla. — Im Inneren 
des Eisenkieses als kleinspättiige Masse mit Bleiglanz und 
vereinzelten Kryställchen von Bleivitriol zu JBio Tinto^ Prov. 
Hudva [U. S. Breslau]. Collins sab auch kleine glänzende 
Erystalle auf dem San Dionmo-Gange mit Bleispath. Zu 
Vülalba mit Bleiglanz auf Quarz. Ein hoifnungsvoller Bergbau 
beginnt auf Blende und silberhaltigen Bleiglanz zu Bio Corumber. 
Mit Bleiglanz und Eisenkies kommt in der Prov. Malaga 
die Blende z. B. zu El Camino de El Palo vor. Kleine gelbe 
Kryställchen mit wasserhellem Quarz von Marbella [Mus. 
Eist. nat. Madrid]; an diesem letzeren Fundort auch eisen- 
haltige gelbe Blende in durchscheinenden Tetraedern, die 
nach F.-Navarro der Freiburger Blende vollständig gleichen 
soll [Esc. Min. Madrid]. — In der Sierra de Nrnr^ im süd- 
lichen Theile der Sierra Nevada von Bleiglanz begleitet, auf 
Gangtrümmern im kömigen Kalk [Leonh., 103]. Auch in 
der Sierra de Almijara und derjenigen von Ba^ia und Oor, 
welche der Trias angehören, sowie in den archäischen Do- 
lomiten der Prov. Granada sind Schächte auf nicht sehr 
reiche Mittel abgeteuft worden. 

Murcia. In den quarzitischen Lagen der Eisenerze von 
Cartagena mit Bleiglanz [Herter]. Dieses Vorkonminiss ist nur 
selten rein, meist ist die Blende von Bleiglanz, Kieselzinkerz und 
anderen Mineralien begleitet, oder geht durch innige Mischung 
in Bleiglanz über und bildet eine grosse Decke, „Capa de 
blenda''. Zuweilen nierenförmige dunkelfarbige Exemplare 
[Mus. Hist. nat. Madrid], auch undeutliche, auf Gneiss auf- 
sitzende Krystalle [F.-Navarro] von ebenda. Auf anderen 
zahlreichen Zinkgruben der Prov. Murda sind die Silicat- 
und Carbonatgangmassen erschöpft und nur noch diejenigen 
mit Blende sind geblieben. Zu Mazarrbn herrscht sie in 
einigen Gängen selbst vor Bleiglanz vor. — Recht bedeutend 
und seit dem Alterthum in Betrieb ist die Lagerstätte gelber 
Blende zu San Jwm de Älcardz, Prov. Jlbacetey wo nament- 
lich Fabriken für die gewöhnlich gebrauchten Broncegegen- 
stände sich ihretwegen angesiedelt haben. 

Valencia. Auf der Grube San Vicente, Prov. GasteUön, 
wird Blende mit Bleiglanz und Zinkspath gewonnen. 

4* 



52 

Balearen. Die Gruben von Änä/raitx bauen ünregelmässig 
vertheilte Zinkerzmaesen mit barytischer Gangmasse ab; do(£ 
deckt der grösste Theil des Erzes mit nur 20— 30 7o Zink 
nicht die Betriebskosten. 

Portugal Die strahlige Blende, Spiauterit Breithaupt. 
von Penna und Telhadeüa bei Älhergeria velha [Breithauft] 
sowie von Malhada der BragahfAmen untersuchte Frenzen. 
Die Gruben liegen in einem gröäöen Thonschieferbecken und 
bauen auf Bleiglanz, fördern aber neben diesem noch Blende, 
Eisenkies, Markasit, Braunspath und Calcit. Sphalerit, derb 
oder tetraßdrisch krystallisirt von schwarzer Farbe sitzt auf 
Bleiglanz oder auf Tbonschiefer direct und ist von Braunspath 
überkleidet. — P.-Gomes [200] führt an: Unteres PaJaeozoicum 
der Antimongruben im Distr. Porto; Gruben von MaJhadUj 
Carvalhal do Caima, Palhal und Telhaddla, Distr. Aveiro, auf 
den beiden letztgenannten Gruben silberhaltig und von Zink- 
und Kupfermineralen begleitet; Grube von Varjsea de Trevoez; 
Moinho da Pena; Bouga; Gruben von Ceiroeo und von San Miguel; 
ein Contact von Granit und Schiefern der Serra da EstreUa 
auf der Grenze von Estremadura und Beira. 



Wurtzita. Wurtzit. Wurtzite. 

Friedel 1861. 

Hexagonal. 1:0,81747. 

1862. Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XXI, 98. 

1863. — ibid. XXU, 26. 
1881. Frenzel: Min.-petrogr. Mitth., N. F. III, 507. 

Portugal. Gruben Telhadella und Penna bei Albergeria 
velha strahlig und schaalig [Breithaüpt]. Malhada der Bragat- 
Minen in kleinen bis sehr grossen, dunkel nelkenbrauneo 
Kugeln und Nieren, deren Oberfläche selten glatt ist, sondern 
meist ein feines krystallinisches Gefüge zeigt [Frenzel] .mit 
Zinkblende, [cf. Hintze, L 597]. 



Greenockita. Greenockit. Greenockite. 

Jameson 1840. 

Hexagonal. 

1851. Escosura: Bev. minera, II, 569. 

1884. Lacroix: Bull. Söc. min. de France, YII, 468. 

1894. Fbrnandez-Navarro : Anal. Soc. Bsp. de Hißt. nat.,XXni, Act. 42. 



53 

■ I I ai - — 

Astutien und Santander. Auf Blende, kleine gerundete 
fflnkspath Eryställchen gelb färbend [Lacuoix] und auch auf 
beiden Mineralen als hochgelber Anflug [U. S. Berlin]. 

Fyrenaeen. Auch zu Omky Proy. Gmpusscoüy kommt 
Greenockit in Körnchen auf Blende vor. 

Castilien, Auf schwarzen rundlich blätterigen Massen 
von Blende der Grube El Ouadrön, Prov. Madridy als Ueber- 
zug [F.-Navabro]. Die Blende nur wenig cadmiumhältig 
[Escosura]. 



MUlerita. Mülerit. Millerite. 

Haidinger J845. 
Rhomboödrisch. 1 : 0,3295. 

1858. SoHULz: Descrip. geol. prov. de.Oviedo. 
1890. Mbsa: Rev. minera, (G) YIII. 

Ästurien. Die Kobalt-Mineralen von Femmellera und 
Cahraks begleitet in kleinen Mengen stäbchenförmiger Millerit 
von hohem Glänze [Schulz]; von jenen zu unterscheiden ist 
er leicht durch seine messinggelbe Farbe. 

Andalusien. Gelegentlich begleitet er Quarz, Eisenglanz, 
Eisenkies und Malachit auf der Grube Cansmlo im Bevier La 
Carolina, Prov. Jaen [Mesa]. — Zuweilen auch in kleiner 
Menge im Kalk des Ganges von Carratraca, Prov. Malaga, 
angetroffen [Naranjo]. 



Niquelina« Rofhnickelkies. Nickelite. 

Hexagonal. 1:0,8209. 

1801. Herrgen: Anal. Hist. nat., III, 109. 

1851. A. DB Linera: Rev. minera, II, 525—532. 

1866. G.-Lasala: Rev. minera, XV. 

1885. Sandberger: Erzgänge. 

1890. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XIX, Act 86. 

1894. Fernandez-Navarro: ibid., XXIU, Act 43. 

^Oflicien. Am Gobo Ortegal, Prov. Cortma. 

Ästurien. Die Kobalt-Minerale von der, Grube Los 
Picayos bei Penämellera und Üoin-ales zuweilen von Rothnickel- 
kies b^leitet. - 



54 

Pprenaeen. Die art^onischen Pyrenaeen der Prov. Huesca 
führen das Nickelerz im Gemenge mit Eobaltmineralen zu 
Gistain\ zu Güd findet es sich in einem Serpentinfels, den- 
selben gleichsam durchtränkend. 

Catalonien. Eine Breccie aus Rothnickelkies und Baryt 
trägt zu Vimbodi, Prov. Tarragana nahe an der Grenze nach 
Lerida, ged. Silber und Annabergit [F.-Navarro]. Hebbgen 
citirt FcHet in derselben Gegend als Fundort. — Pineda, Prov. 
Barcelona [Mus Hist. nat. Madrid]. 

Leon. Auch aus den Revieren Cdrmenes, Villanueva und 
Casares wird Schwefelnickel und Schwefelarsennickel in Be- 
gleitung der Kupfer- und Eobaltminerale jener Zone erwähnt. 

Castilien. Mit schwarzer Blende kommt Rothnickelkies 
auf einem Gange vor, der im Gneiss von Otero de Herreros, 
Prov. Segotm, aufsetzt. — In Ahnodovar del Campo, Prov: 
Ciudad Beal, baut eine Grube auf Nickel und silberhaltigen 
Bleiglanz. 

Andalusien, Von Bauen und Prados de Lepara, Prov. 
Jaen, kommen hin und wieder prächtige Massen Kupfemickels. 
die eine Patina von Annabergit besitzen, ebenso auch von der 
Grube Carmen hei Linares [Esc. Min. und Mus. Hist nat. Madrid]. 
— Zu Guadahanal und in Penaflor [Caldebön], Prov. Sevilla, 
ist es ebenfalls beobachtet [ü. S. Sevilla]. — Femer auf der 
Grube Monte Bomero, Prov. Brnlva, wo auch gute Krystalle 
vorgekommen sein sollen [dieselbe S.]. — In Carratraca bildet 
das Mineral gewöhnlich mit Eisenkies ein schwärzliches Misch- 
erz mit grünen Krusten, in dem Sainz auch Chromeisen nach- 
weist. Hier und in Casaräbonela, Prov. Malaga, wird ein be- 
scheidener Bei^bau, jährlich 12—14 Tonnen fördernd, be- 
trieben. — - Zu AlbunuelaSy Prov. Granada, mit Kobaltarsenkies 
[Mus. Hist nat. Madrid]. Herrgen führt das Erz von Bonda 
und Ouesta de la Cebada unfern Motril in derselben Provinz an. 

Portugal. Im Praecambrium auf den Gruben Palhd und 
TelhadeUa, Distr. Aveiro [P.-Gomes, 200]. 

Sylvanita. Sylvanit. Sylvanite, 

Negker 1885. 

Monoklin. 1,6339 : 1 : 1,1265; ß = 89 <> 35'. 

Portugal. Im Distr. Porto eine vielleicht zum Calaverit 
gehörende Varietät [P.-Gomes, 201]. 



55 

— 

Na^yagfita. Nagyagfit. Nagyagfite. 

HAIDINaER 1845. 

Rhombisch. 0,281 : 1 : 0,276. 

1885. LikvYy P.: Informe sobre los yacimientos auriferos de Penaflor. 

Andalusien. Dieses seltene Erz fand sich in Bruch- 
stücken drahtß^rmigen Kupfers von der Dehesa de Almenara 
bei Penaflor, Prov. Sevilla, 

Cinabrio. Zinnober. Cinnabrio. 

Bermellön. 

Hexagonal, trapezoSdrisch tertarto^drisch. 1 : 1,14526. 

1782. BowLES: Introd. Hist. nat de Esp., 2. edic, 36. 
1800. Thalaoker: Anal, de Hist. nat, II. 
1842. Hausmann (W. Schulz): Earsten's Archiv, XVI. 
1848. MÜLLER, H.: Joum. Chem. Soc, XI, 240. 
1851. Abelbira: Rev. minera, II, 518—516. 
EzQUERRA DEL Batoi N. Jahrb., 675. 

1854. ScHABüs: Sitz.-Ber. d. Akad. Wien, VI, 67. 

1855. pRADo: Rev. minera, VI. 
Prado: Minas de Almad^n. 

1862. Nöggerath: Zdtg. f. Berg-, Hütten- u. Salinenwesen, X, 861. 

1867. Klemm: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., XXVI, 18. 

1868. Hawley: Am. Joum. Sc, XLV, 9. 

1876. d'Aoust: Compt. rend., LXXXIII, 289. 

1877. Helmhaceer: Min.-petrogr. Mitth., 13. 

1878. Euss: Annal. des mines. 
Escosura: Hist del azogue en Espana. 

1880. Caron: Zeitg f. Berg-, Hütten- u. Salinenwesen, XXVIII, 126. 

1881. Gonzalo-Tarin: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., VIII, 124. 

1882. Mügge: Neues Jahrb., II, 18—45. 

1888. Becker: Monogr. U. S. Geol. Surv., XIII, 28. 

1890 u. 92. PoHLio: Sitz.-Ber. niederrh. V. f.Nat u. Heilkunde, 115resp.48. 

1894. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist nat, XXIII, Act. 59. 
Fernandez-Navarro: ibid., XXIH, Act 64. 

Ders.: Zeitschr. f. prakt Geol., 258. 

1895. Ders.: Anal. Soc. Esp. de Hist nat. XXIV, Act 88. 
1895 u. 1896. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I u. II. 

1896. Dort: Zeitschr. f. prakt Geol., 201. 
1898—1899. Fernandez-Navarro: ibid., XXVH, Act 133. 

Die Bedeutung Spaniens für die Quecksilbergewinnung 
erhellt aus der grossen Anzahl der folgenden Fundorte und 
aus den Angaben über die Erträge im Jahre 1899. 

Es förderten Cuidad Beal 20 322 Tonnen = 6 096 541 Pes. 

Granada 1090 „ = 8175 ^ 
Oviedo 10 732 „ = 268 300 „ 

Zusammen 32 144Tonnen mit 6373 016 Pes. 
Werth auf der Grube [Estad. minera., 1900.] 



56 

Erinnert mag femer daran werden, dass in Frankreich 
Siegellack als „cire d'Espagne" bezeichnet wird, da das- 
selbe, lacre, in Almaden del Äzogue (bekannt als Almaden 
schlechthin) erfunden wurde. 

Analyse der Zinnober-Pseudomorphosen von Grube Eugenia 
bei Pcia de Lena [Mülles] : 

S Hg 

14,36 85,12 = 99,47. 

Qalicien. Rhomboödrische Krystalle mit Quarz und 
Antimönit in Drusen des Quarzits von Biomonte [Leonh., 537, 
F.-Navabeo]. Die Lagerstätte ist industriell ohne Bedeutung. 

Asturien und Santander. Das Conglomerat der Stein- 
kohlenformation in der Umgebung von Mieres besteht aus 
Bruchstücken von Sandstein und Schieferthon, durch thoniges 
Bindemittel cämentirt; Zinnober besonders auf Spalten und in 
kleineren Hohlräumen, aber auch in Nestern und Körnern im 
Conglomerat selbst; neben unserem Mineral Eisenkies, Arsen- 
kies und Realgar ausgeschieden [Klemm]. Zu La Pena bei 
Mieres wird ein mit Zinnober imprägnirter Sandstein noch heute 
abgebaut; nach anderen Autoren ist auch hier das Gestein eine 
Breccie im Contact von Schiefer mit oberen Kohlenkalk-Quarziten 
[Dory]. An beiden Fundorten dichtes, sehr reines, zuweilen 
erdiges Mineral; auch eingeschlossen in Krystallen von Kalk- 
spath; begleitet von Eisenspath und sehr häufig von Realgar. 
Von Langreo stammen krystallinisch körnige Stufen, die dem 
gewöhnlichen Typus von Almadin gleichen, auch wie von 
der Grube La Exploradora Steinkohle, die zahlreiche kleine 
Nester von Zinnober einschliesst [Mus. Hist. nat. und Esc. 
Min. Madrid]. Aehnlich dem letzteren muss das Vorkommen 
zu Lada sein, wo das kostbare Erz drei Kohlenflötze und 
Kohlenpuddingstein imprägnirt [Dort]. Begleitet von Realgar 
ist Zinnober in Pda de Lena, aus dessen Nachbarschaft, von 
der Grube Eugenia, auch das Analysenniaterial hergekommen 
ist, das aus Tetraöder ähnlichen Pseudemorphosen nach Kupfer- 
kies bestand [Leone., 537]. Weiter sind nach Dory noch zu 
nennen Munön-Cimeraj Branalamosay Maramuniz, Vmaestremüy 
Condasin, Gallegos u. a. m., wo rothes und schwarzes Erz mit 
Realgar, Auripigment und metallischem Arsen theils in Sand- 
stein, theils in metamorphen Schiefern auftritt. Zu Pelugano 
Ablagerungen zwischen Kohlenkalk und devonischen Quarziten. 
In ^ämmtlichen asturischen Gruben aber, die hier noch hinter 
Langreo angeführt sind, sollen die Erze in der Regel so arm 



57 

sein, dass sie kaum bearbeitungsfähig genannt werden können, 
— ^ In den Zinklagerstätten, zumal in SatUander. nuA iHcos de 
Europa pflegen erdige Anflüge auf Zinkspath Yorzukommen, 
aucli kleine Nester sind gefunden worden. 

Pyrenaeen. Am Monte de Osategineta, im Fo^fe de Ajscoa^ 
ProY. Navarra^ entdeckte der Ingenieur Abeleisa einen 1— 3 m 
mächtigen und auf einige 200 m Yerfolgten Gang, auf dem 
Zinnober in quarziger Gangmasse zerstreut erscheint. Die 
thonigen und kalkigen Salbänder sind an einigen Punktein 
reich an Mineral. 

Äragonien. Von dem CoUado de la PlcUa, ProY. Teruet, ist 
Zinnober seit Alters her auf quarzigem Gangmittel und ebensolchen 
Conglomeraten mit Kupfererzen im erdigen Zustande bekannt. 
Die Exemplare schönen scharlachrothen Zinnobers im Mus. 
Hist. nat. Madrid, welche Yon Eisenoxyden, Eisenkies und 
Ealkspath begeitet sind, wurden am Anfang des 19. Jahrhunderts 
durch Thalacker erworben. Quarz, imprägnirt mit dem Erz, 
Yon UiriUas und ebensolcher von Albarracin enthalten bis 30% 
HgS. [Esc. Min. Madrid]. 

Leon. Mit Eisen- und Antimonmineralen fleckenartig 
Yertheilt in devonischem Kalk von Minera; in rothem Conglo- 
merat und auf kleinen Aederchen in einem thonigen Sandstein 
zu ManmnedOy 11 Kim. von BkUo. 

Estremadurcu An verschiedenen Punkten, die auf einei^ 
O.-W. verlaufenden, durch Almaden und Ähnaden^'os im he- 
nachbarten Castüien gehenden Linie gelegen sind [jDelafosse» 
II, 400], z. B. zu Usagre, mit Bleiglanz in einem krystallinen 
Gestein und eisenhaltigen Quarz färbend. Zu Lierena auf 
Quarzit [U. S. SeviUaj. 

Castüien. Von Alters her bekannte und immer noch 
ergiebige Gruben werden in Valdea^ogties, Cbülön, Almaden und 
Ähnadenyos, Prov. Cmdad Bealy bearbeitet. 

Nach Helmhackeb und Caldebön gehören die Oesteini^ 
dieser Gegend den schwarzen bräunlichen oder weisslichen 
Grauwackenschiefem an, sowie auch röthlichem, theilweise mit 
weissen Adern durchzogenen feinkörnigen Quarziten. In diesen» 
namentlich in den Grauwackenschiefem, bildet eine andere 
Gesteinsart mächtige Lagen , an dessen Nähe die in Quamt 
auftretenden Zinnober-Imprägnationen hauptsächlich .gebunde^ 



58 

sind. Nach Monasterio y Correa hat diese Gebirgsart (als 
Frailesca oder Franciscana nach dem Gewände der 
Franziscaner = Frailes franciscanos in dortiger Gegend be- 
zeichnet) schieferige breccienartige Struktur, enthält Bruchstücke 
von schwarzem oder schmutzig grauem Schiefer, die mit der 
platten Seite der Schieferung parallel gelagert sind, mit einem 
dolomitiscben lichtgrauen Kalk als Bindemittel und ist unter- 
mischt mit kleinen Sand- und Quarzkömchen. Helmhacker 
sieht dieselbe als Diabastuff an. Prado undDELAFOSSE weisen die 
Sclüefer dem silurischen System zu [II, 400] und letzterer erwähnt 
neben ihnen noch Amphibol-Porphyre. F.-Navarro sieht die Ge- 
steine zum grössten Theil als Sandstein und zum kleineren als 
Chloritschiefer an. Nach Hintze, der in seiner Darstellung 
hauptsächlich Becker und Nöggerath folgt, durchbricht 
Diabas in der Nähe der Gruben silurische und devonische 
Sediment-Gesteine. Etwas Zinnober wird auch in devonischen 
Gesteinen angetroffen, wie in den Fossil führenden Sandsteinen 
des Gerro dd Hinojo de Guadalperal und den Kalken von 
Valdeajgogues. 

Die Hauptlagerstätte von Almaden besteht aus 3 unter 
einander und mit der Schieferung der Gesteine parallelen, 
etwa 600' langen und 12—25' mächtigen Lagern. Der 
hängendste südlichste Gang. San Pedro y San Diego, war in 
den oberen Teufen zweitheUig, der mitlere, San Francisco, ver- 
einigt sich mit dem nördlichsten, San Nicolas, gegen W. am 
Ende der Erzführung in den tieferen Stockwerken. Diese 
Gänge sind meist an die oben beschriebene Gtesteinsart ge- 
bunden, die in ihrer Schichtung den Biegungen der Gänge 
folgt, „obwohl sie auf den ersten Blick den Anschein einer 
Insel hat, die inmitten der Quarzite und Schiefer ruht'' 
IHelmhacker] ; auch haben sie quarzige Gangmasse. 

Die Erze werden zu Almaden in drei verschiedene 
Varietäten geschieden. Die geringste Art enthält die besten 
Krystalle auf Klüften des dunkelen, wenn zersetzt, hellen 
Quarzits; die mittlere Art ist die derbe rothe, die beste aber 
hat stahlgraue Farbe und ist so reich an Erz, dass sie ein 
dem Quecksilber nahe kommendes spec. Gewicht besitzt; von 
dieser letzteren auch eine dem Eisenglimmer ähnliche Abart. 
Selten sind faserig -krystallinische Aggregate, deren parallele 
Stengel senkrecht zu den Salbändern stehen [Pohlio], doch 
wird von anderer Seite diese Varietät als ein beim Rösten in 
den Hochofen entstandenes Product gehalten. Femer sind 
auch noch Stalaktiten und Stalagmiten zu nennen; sie besitzen 
bluthrothe Farbe, sind mit etwas Realgar gemengt, enthalten 



59 

aber noch 75— 857o Hg und kommen in unregelmässiger Ver- 
theilung innerhalb der mit Zinnober imprägnirten Sandsteine 
namentilich auf San Pedro vor. 

Als Begleitmineralien werden bei Leonhabd, Prado, 
QuiBOOA, Calderön, F.-Navarbo u. A. ged. Quecksilber, Eisen- 
kies, Markasit, Kupferkies, Antimonglanz, Quarz, Quecksilber- 
hornerz, Dolomit, Baryt, Kupfergrün und Bitumen bezeichnet. 
Peado, Naranjo und Pohlig beobachteten in den Fallbands 
Eisenkies in Kugeln und Knollen, dolomitischen Eisenspath in 
erbsengrauen krystallinischen Nestern und gelbbraunen flachen 
kleinen Rhomboädem, ferner findet sich zinnoberrother Baryt in 
zoUgrossen Krystallen und dicken Ueberzügen, sowie Quarz, der 
entweder in Krystall-Ueberzügen oder in Qangtrümem auftritt, 
aber auch bis 1 Zoll lange Säulen von grauer, oder wasser- 
klarer, oder auch zinnoberrother Farbe bildet, und bitumnOse 
Substanz. Die Gangmasse besteht aus Kieselsäure oder 
Kalkspath. 

Die Form, in der die Krystalle auftreten, ist meist ein- 
fach. Groth führt die Combination von Basis, Prisma, vier 
positiven und zwei negativen RhomboMem an; Levt [II, 380] 
hat unter der von ihm beschriebenen Krystallsuite eine 7 zählige 
Combination, Schabus eine 13 zählige als die reichste ver- 
zeichnet. Ein ausgezeichtes und durch seinen Flächenreichthum 
hervorragendes Exemplar beschrieb Müooe [U. S. Heidelberg]. 
Seine Messungen, bei denen, nicht in Uebereinstimmung mit 
früheren Autoren, die grösser ausgebildeten und flächenreicheren 
Sextanten als positiv genommen wurden, führten zu folgender 
Combination: 

V4R X (1 014), VtR X (lOTS), Vftß X (20^6), * V»R X (40T9), 
ViRx (101^2), *»/6R x(80^6), VtRx(2028), »VtR «(7079), 

♦VbR X (40^6), R X (10J_1), *»7eR x (10.0.10.9), ♦•/sR x (60^5), 

»AR X (501^4), * Vt R X (4048)^ * "/»R x (18.0.18.9), 2R x (202^1), 
*3R X (808^1), »^VtR X (10.0.10.8), 4R x(40Jl), %ß x(909^), 
*6R x(50_51), *6R x(6061), ♦TR x(7071), *10Rx(10.0.1ü.l) 
ooRx(101oj^ ORx(OOOl)^ _ _ 

*— HR X (0.11.11.1), *— 5R X (0662)'), *~^^ * (0881), *— ViR x (06^2) 

—2Rx (022^1), — ^V»R x(0.16J6.9), — VtR x(0448), — R x(0111), 
— V«R x(0228)*), *-V»R x(0119). 



^) NachträgUch an einem ZwilUng nach OR x(0001) aofgefdnden. 
>) Bei MÜGOB (0882). 



60i 

' Ferner noch an einem Ende: , , 

^ '*V6P2 XTT (42[2'5>, *4P2 xtc (4¥¥i) _ _ 

♦VitP%l X7:(8 8 5 18), *— "/itPVjT xtt (4.16.12.17) 
. v . am anderen Ende 

• *VtP2 X7t (4^'2 a), *-6PVir xT:(2 6ir), »V^P^l X7:(6T?7) 

(Die mit * versehenen Forpien neu.) 

;l . Biaher bekannt: 29 positive, 22 negative Rhomboeder, 
5 1 Pyramiden 2. Ordnung (Trigonoäder) , 6 TrapezöMer, 
2 Pridmen und die Basis. Doch sind wahrscheinlich einige 
positive, mit einigen negativen Rhomboädern identisch (Schabus 
aignirt die vorherrschenden Sextanten negativ). 
. ; Die Gruben von Almaden, sind bekannt und im Abbau 
mindestens seit der Zeit des Theophbast, 300 Jahre vor der 
christlichen Zeitrechnung. Punius stellt schon die Lage der 
Oruben fest und berichtet, dass in der Mitte des ersten Jahr- 
hunderts n. Chr. grosse Quantitäten des Erzes auf Quecksilber ver- 
arbeitet wurden. Escosura, dem wir diese Angabe entnommen, 
atellt femer fest, dass, wie schon die Namen „ Almaden "* 
(atab. = Bergwerk) und „Azögue" (arab. azot oder azoc = 
Quecksilber) bekräftigen, die Araber auch den Abbau betrieben 
haben mUssen. Im Mittelalter war der Betrieb ein äusserst 
regsamör und begründete während der Jahre 1525—1645 den 
Reiohthum der Familie Függer. Der Ertrag der Gruben an 
Quecksilber in den 350 Jahren von 1612—1862 erreichte nach 
statistischer Aufzeichnung die enorme Zahl von 2.412,958.779 
i^iutales (= span. Centner), und doch zeigt der Erzreichthum 
bis auf den heutigen Tag keine Abnahme. 

Zu Älmadenyos werden auf der Grube Cancepcion Viga 
zwei nahe aneinander gelegene Lager, El Bompimiento und 
Santa Teresa, auf der Grube Concepdön Nueva, westlich von 
Ahnaden^os ebenfalls zwei, Lineal und La Aguüa, und in 
Valdea^ögues die beiden San Fernando und Las Esperantos 
abgebaut [Hintze, 1. c.]. 

In der Provinz GiMdahjara nennt Ezquerra del Ba yo 
Alcarria als Lagerstätte, doch giebt es daselbst nur Süsswasser- 

iblagerungen des Tertiär ohne irgend welche Erzführung. 

• \ . ' . . . 

Andalusien. Auf der Bleierzlagerstätte Von Linares, Prov. 
Jaen [Becker]. — Grobkrystalline E^rusten auf schwäraeffi 
Gesteift von Ö^dofcawoZ [IJ. Sr Biörlin] und auch zu Ggwraßa 
de la Sierra, Prov. Sevilla [Czyszkowski].- — In der Prov. 
Qranada ist Zinnober an vielen Punkten nachgewiesen worden. 
Seit Alters ist bekannt das mit Eisenoxyden gemengte erdige 



61' 

Mineral von ÄUmncl in den Älptyaf^ras. Seit 1873 ^urde daim 
eine Zone von 8 klm Länge una'l klm Breite aufgeschlossen, 
welche die Vorkommnisse von Aldririy Ferreiray Hußne^ und 
andere mehr umfassV, sie reicht am Südfußs der Si^ra Nevada 
von Tarbiscm bis nach Puchena in Almerm hinein, und ihre 
Gänge setzen in weichen Thonschiefem von triadischenii Alter 
auf. Doch sind die Erze meist nur arm, 1—2% im Mittet. 
Zu Notaez ist Zinnober mit Ejupfercarbonat gemengt und zu 
Fitres finden isich mit ibm E^rystalle von Bleiglana. ; Die Thone 
von Cdstaras enthalten 3 — 20 7o Zinnober, der aber erst sicht- 
bar > wird; wenn man das Gestein in Wasser auf- und ab- 
schlämmt [G.- Tarin und Beck^bJ; nach Navarro sind hier 
Brauneisen oder Calcit Begleitmineralien. Zu Dötor derb, auf 
Quarzit oder Quarzbreccie. — In Almeria sind altbekannt 
JBayarque und Wolay doch erst neuerdings sind am zweiten 
Orte derartige Iiinde gemacht worden, dass man jetzt djep 
Abbau versucht; Erdig von der Sierra de Gador [Mus. Bist 
nat. Madrid], mit Fahlerz aus dem Barranco de Osario in 
demselben Bergzuge [Esc. Min. Madrid]. Femer ist noch zu 
nennen die Batnhla de Gergal und die Sierra ÄlhamiUa^. wo 
pulverförmiges Erz auf Quarzbyeccien zuweilen von Baryt und 
Eisenspath begleitet wird [F. -Navarro]. In der Sierra de 
Montenegro^ dem östlichen Ausläufer der Sierra Nevada setzt 
ein Gang in wahrscheinlich silurischen Schiefern auf [Becker]. 
Bei Ouevas de Vera kommt Zinnober mit einem 6% Hg 
haltendem Silberamalgam in der Nähe von Kupfer- und Blei- 
erzen vor [Becker]. An der Grenze gegen Murcia zu 4^tiiZa^ 
[Becker]. 

Murcia, An einigen Punkten der Sierra de la Oruz de 
la Muela auf Eisenerzgängen und zu Moreras de Mazarrön und 
Moreras de Balsicas mit Kupfermineralen in Andesiten. 

Valencia. In der Prov. Alicante wird die Grube Virgen 
del Carmen bei Orihuela, wenn schon ohne grosse Resultate 
abgebaut. Bowles nennt auch noch andere Fundorte. — Erdig 
von Kupfergrün und Kalkspath begleitet zu La Oew, »Prov. 
Valencia. — Ebenfalls erdig und von hochrother Farbe auJ' 
Carbonat verchiedener Metalle in grobkörnigem Sandstein von 
Arfana, Prov. CastdUn de la Plana [U. S. Berlin]. 

Portugal. Im vorigen Jahrhundert wurde eine Grube 
zu Conna am Tnjo, un.^^it X?Ä5ö'ftö« . bearbeitet [Leqnh.; ö37 

und D'AoüST]. :! 



62 
Metacinnabarit. Metacinnabarite. 

MOOBB 1870. 

Regulär, tetrafidrisch hemiSdrisch. 

1896. Cesabo bei Dort: Zeitschr. f. prakt. Geol, 208. 

Eine chemische Analyse von Guadalcazarit aus Ästurien 
ergab nach Cesabo: 

S Hg Zn Fe 

14,97 79,69 3,32 1,04 = 99,02. 

Ästurien. Neben Zinnober wird schwarzes Hg S von Dort 
angegeben auf den Gruben von Munön-Oimera, Branaiamasay 
Maranmwy ViUaestremü, Condasin, Gallegos u. a., theils in Sand- 
stein, theils in metamorphen Schiefern. Ebenso derbe schwarze 
Massen mit Zinnober im Eohlenkalk der Grube Saturania bei 
Pcia de Lena [Fbenzel in Brief an Hintzc. I, 689]. Cesabo 
stellt die Metacinnabarite von Ästurien zum Guadalcazarit. 



Covelina. CovelHn. CovelUte. 

Beudant 1882. 

RhomboSdrisch. 

1884. GoLUNs: Min. Mag., Y, 214. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. proy. HueWa, II, 249. 

Ästurien. Gang San Pedro am Äramo bei Pcia de Lena 
in Gangmasse von Ealkspath mit Malachit und Kupferlasur 
[Esc. Min. Madrid]. 

Andalusien. Gelegentlich in dünnen Ueberzügen, Spalt- 
risse in den Kiesen von Bio Tinto, Prov. Huelva, ausfüllend. 
Spec. Gew. = 3,80—3,82 [Collins, G. -Tarin]. 

Vom Cerro MinadOy Huercal, Prov. Älmeria [Britt. Mus.]. 

Portugal. Gruben Dos Barbagas und MurceBäOf Dist. 
Coimbra. — Im Palaeozoicum der Gruben von Äpariz und 
San Domingos, Distr. Älemtejo [P.-Gomes, 201]. 



Molibdenita. Molybdänglanz. Molybdenite. 

Hexagonal. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 437. 



63 

1882. Bahrois: ABtnries, 187. 

] 894. Fernandez-Kavarro : AnaL Soc. Esp. de Bist nat, XXIII, Act 89. 

1895. Mallada: Ezplic. Mapa geol. de Esp., I, 177. 

Galicien. Nur ganz allgemein erwähnt [Schulz]. 

Asturien. Allbekannt ist die Fundstelle von Oueivas de 
Salabe, woselbst das Mineral in Eersantit eingewachsen ist, 
ebenso auch zu InfiestOy Presnas und SelnieUa; häufig erscheint 
es in kleinen unregelmässigen Blättchen in Quarzkersantit 
[Qarrois cif. Rosenbüsch: Mikrosk. Phys. d. mass. Gest., 
2. Aufl., 337]. 

Pyrenaeen. In der Prov. Gerona zu Gmnarel auf Vesuvian 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. Die undeutlich hexagonalen Blätt- 
chen schichten sich aufeinander. Zu Espinabel, ebenda, be- 
gleitet es Wismuth im Gneiss. 

Leon. Mit Kupferkies auf Quarzit vom Väl de Tgos, 
Prov. Leon [Mus. Hist. nat. Madrid, F.-Navarro]. 

Gastilien. Sowohl in der Prov. Segovia wie auch in der 
Prov. Madrid ist das Mineral aufgefunden, zunächst im Jahre 
1858 bei ViUacastin und im Bache von Vegas de Matute; am 
ersteren Ort durch Escosura auf Quarz. Von dem Hoyo de 
ManzanareSy Prov. Madrid, befinden sich sehr dünne Täfelchen 
[Prado] auf Quarz und Quarzit im Mus. Hist. nat. Madrid. 
Am Eisenbahntunnel von Torrelodones zwischen Madrid und 
Hl Escorial fand sich in Chlorit führendem Granit eine be- 
deutende Anreicherung; Krystalle dieses Vorkonmiens von 
6 — 7 mm Durchmesser sind stark verzerrt und tragen dieFlächen 

OP(OOOl), ooP(OOTO) mit P(iori) [Esc. Min. Madrid]. 

Andalusien. Eine Quarzbreccie mit Molybdänglanz von 
Malaga besitzt dieselbe Sammlung. 

Portugal. Paraiso in der Umgebung von Porto [P.- 
GoMES, 200]. 



Rejalgar. Realgar. Rosalgar. 

Wallerius 1747. 

Monoklin. 1,4403 : 1 : 0,9729; ß = 66<> 5'. 

1848. MÜLLER, H.: Jonrn. Chem. Soc, XI, 240, n. Ramhelsbero, 80. 

1858. Schulz: Descrip. geol. pro?. Oviedo. 

1894. Fbrnandbz-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Act. 89. 



64 

. . Chemische Zusammensetzung nach Müller fQr Material 
von der Grube Eugenia: 

S As 

30 70,25 = 100,25. 

Ästurien. Grube Eugenia, in Munön-Cimera bei Pöla de 
Ijena^ gut gebildete Krystalle in Ealkspath eingeschlossen, auch 
grosse schöne derbe Stücke von derselben Grube [Esc. Min. 
Madrid]. Von der gleichen Fundstelle stammte auch das 
Analysen-Material, das die beim Zinnober erwähnten Pseudo- 
morphosen umschloss. Derb, zuweilen mit Auripigment, wird 
es von dort auf kohligem und eisenschüssigem Schiefer, auf 
derbem Zinnober Von Mieres erwähnt [F.-Navarro]. Derselbe 
giebt das Mineral auch noch ohne näheren Fundort auf Spalt- 
flächen eines Kalkspathes und mit Sputzen von Auripigment an. 

Castilien. In Ahnaden, Prov. Ciudad Real kommt es 
gelegentlich in Stalaktiten vor. 

Oropimente. Auripigment. Attripigmento. 

Rhombisch. 0,60304 : 1 : 0,67426. 

t894. Fernandez-Navarro : Anal. Soc.Esp. deHist. nat., XXIII, Act. 89. 
• 1898—1899. — ibid., XX VH, Act. 133. 

Ästurien. Mit Realgar an den dort genannten Fundorten; 
ausserdem wird es noch auf Quarz von der Grube Eugenia 
erwähnt. 

Andalusien. Derb mit Realgar zu La Carolina, Prov. 
Jaen. — Auf tafelförmigen Baryt-Krystallen, die mit einer 
Eisenkruste überzogen sind, sitzen Täfelchen unseres Minerals 
zu El JarosOy Sierra Almagrera, Prov. Almeria. 



Antimonita. Antimonglanz. Antimonite. 

Estiblna« 

Rhombisch. 0,9844 : 1 : 1,0110. 

. 1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp., 2. edic, 37. 
1844. EzQUERRA DEL Bato: Bol. ofic. de Minas. 
1850—1868., Escosura: Rev. minera, I— III. 
1868. Schulz: Descrip. geol. prov. Oviedo. 
1888. Gonzalo-Tabin: Descrip. prov. Huelva, IL 
1898. Breidenbach: Glückauf, 1088. 

1894. Fernaiidez-Navarro : Anal. Soc. Esp. deHist. nat, XXni, Act. 39. 
1898—1899. — : ibid. XXVII, Act. 133. 



65 

Galicien. Die Stadtbezirke Cervantes und Tineo und 
einige andere in der Prov. Lugo sind bekannte Fundorte. Das 
Mineral yon ViUapin und Fandelo bei Cervantes pflegt derb zu 
sein, ebenso in derselben Provinz die Vorkommnisse von Castro- 
verde, San Payo de Muradella, Bölano und Sangtdla, — In 
Orense sind ebenfalls derb die Erze von PueUa de TribeSy 
Biöbra und Vilar [F.-Navarro]; blätterige, oberflächlich 
mit einer Kruste überzogene Massen finden sich auch zu Bicira, 
und von Riomonte stammt ein gleiches auf Quarzit liegendes 
und von gelbem Quarz und Zinnober-B[ryställchen begleitetes 
Stück. — Im Jahre 1899 betrug die Ausbeute in Lugo 
10 Tonnen im Werthe von 1800 Pes., in Orense 40 Tonnen 
mit 6000 Pes. [Estad. minera f. 1899]. 

Ästurien und Santander. Krytalle finden sich im Quarz 
aus dem Revier Tande, die sonstigen Vorkonminisse sind 
stabförmig und derb im Revier Lma, nadeiförmig zu So- 
hrescdbio, dicht und etwas blätterig zu Cangas de Onis und 
dicht von dunkel grauer Farbe, glänzend in den Revieren 
Tande, Fölguerajü und Nasal sowie in unvollkommenen, radial 
gruppirten Krystallen von Cangas de Tineo. — Die Prov. 
Santander hat kein industriell bedeutsames Lager, doch sind 
verschiedene Fundorte bekannt geworden. Zu Puerto de 
Palombera, Revier Camino, fand es Prof. Hoyos*) zwischen 
Thonen und triadischen Schiefern; am Picos de Europa und in 
einer Grube bei Mamrraea, bei Andara, ward ein Antimonit 
führender Gang bearbeitet. In der Umgebung der Stadt 
Santander zeigte sich das Mineral zu Cajo, und zu Crem, TJdias 
und Novales fördert es eine Gesellschaft in verschiedenen 
kleinen Gruben. Schliesslich mag noch ein reicheres Vor- 
kommen von Vega de Perros, Revier Mah, erwähnt sein. 

Pyrenaeen. Die aragonischen Pyrenaeen, Prov. Euesca, 
haben Antimonbergwerke zu Eriste und im Süden von Be- 
nasque. — In der Prov. Gerona, dem catalanischen Gebirgs- 
theile, kommt Antimonglanz reichlicher in Begleitung von mehr 
oder weniger Silber flärendem Bleiglanz vor; auf den Quarz- 
gängen von San Martin de ViUälonga und von Planes (hier 
auch mit Eisenspath) in silurischen Schiefem des Thaies von 
Ribas. 

Aragonien. Auch die beiden ausserhalb der Pyrenaeen 



^) Mündliche Mittheilung an Galderön. 



66 

gelegenen Provinzen weisen Antimonglanzvorkommen auf. 
ProT. Zaragoza in Ateca, hier mit Baryt und Antimonocker, 
mid Moros, — Prov. Terud in Makos. 

Leon. Die granitische Region des alten Königreiches hat 
überall kleine Gänge von unserem Erz, doch besitzen dieselben 
keine wirthschaftliche Bedeutung. Maranay Prov. Leon. — 
Valdemierque , Prov. Salamanca. — Die wichtigste Lagerstätte 
ist diejenige von Losacio, Prov. Zamora, wo verschiedene Adern 
von 16—60 cm Mächtigkeit in den zersetzten Leptiniten des 
Cambrium am Cerro de las Cogullas in einer Zone von 200 m 
Breite aufsetzen. Das Erz bildet fächerförmige blätterige 
Massen. 

Estremadura. Hier sind die Antimonerze Bleierzen 
auf den verschiedenen Gängen zugesellt. In der Prov. 
Cdceres bei Trujillo und im SO. von Äldeantieva Centenera, 
— Ertragreichere Vorkommen liegen in Prov. Badajoz: 
Valencia de Äkdntaray zuweilen mit Zinnober-Kry stall chen in 
Äldea de Cantera, Zalamea de la Serena, wo auch Pyrit mit 
bricht, und Pmbla de Älcocer in mit Cervantit bekleideten 
Stacheln. Zu Valencia de Alcdntara sitzen die Krystalle 
auf Quarz, der zahlreiche Drusen mit Krystallen enthält; derb 
auch von Montes de Oca [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Gastilien. An der Central-Gordillere sind die Ablage- 
rungen nur spärlich; bekannt sind diejenigen von Montejo, 
Cerezo de Ärriha, Hiendelaehcina, La Bodera, woselbst stengelige 
Massen, und einige andere. — Wichtiger sind die reichen Lager 
in einem Theil der erzreichen Zone der centralen Meseta in 
der Prov. Ciudad Eeal, so zu Visa del Marques^ Castueray AI- 
morchön, Almodovar und Santa Cruz de Mudela, wo Bowles 
Stücke im Gewicht von 10 bis 14 arrobas (ä = UV« Kilo) 
fördern sah. Leonhabd [24] nennt noch blätterige Massen von 
Tudela, La Mancha, einem nicht auffindbaren Orte. 

Andalusien. Prov. Jaen, auf der Grenze zur Prov. 
Ciudad Realy im Revier Andujar^ kreuzt ein Gang fast senkrecht 
die cambrischen Schiefer von La Dehesa del Ojuelo; andere mit 
einer Gangmasse von Quarz, Fluorit und Thon gingen aus 
der Zersetzung der Schiefer hervor und werden in neuerer 
Zeit abgebaut. — Prov. Cördoha. Die Lagerstätten von Espiel, 
bei Beimez und zu Santa Maria de Trasiera im NW. von 
Cördoha bestehen in Quarzgängen von 0,5—1 m Mächtigkeit. 



67 

Die Grube San Antonio im Stadtbezirk Corddba verwerthet 
unregelmässige Anreicherungen im Granit. — Gtiadakanal, 
Prov. Sevüluy Nadeln auf Quarzit [ü. S. Sevilla]. — In der 
Prov. Huelva baut die Grube Nerön zahlreiche und häufig sehr 
beträchtliche, bis 6 cbm messende Ausscheidungen in einer 
5 km breiten Zone der palaeozolschen Formation ab. Aehnliche, 
aber ärmere Vorkommnisse bei Calanas und in dem gleich- 
namigen Revier, zu Aracenaj El Cerro, VHMba und an anderen 
Lokalitäten. Typisch sind hier die Erze stengelig, doch 
kommen auch blätterige und körnige vor, die von Cervantit 
begleitet und in chalcedonartiger Gangmasse eingebettet sind. 
Aederchen und Nestchen des Gangminerals durchsetzen auch 
den Antimonglanz. 

Die Sierra Älhamilla und Sierra Almagrera enthalten 
viele kleine Gänge von Blei- Antimonerz , in denen An- 
reicherungen von Antimonglanz bis zu beträchtlichen Grössen 
vorkommen, wie z.B. westlich von Sierra Cabrera, Prov. Almeria. 

Murcia. Von Cartagena gilt auch das eben Gesagte. 

Portugal, Antimonerze wurden vielfach im Königreiche 
abgebaut, der überwiegende Ertrag aber ist in dem Distr. 
Forto erreicht worden. 

Breidenbach veröffentlichte eine Arbeit über die Vor- 
kommen in der Dwerö-Mulde und den Provinzen Traz-os- 
MonteSj Beira-Alta, Alemtejo und Algarve. Die zahlreichsten 
und wichtigsten Gruben liegen hiernach in der ersten Provinz 
und zwar in laurentischen und silurischen Schichten. Die 
Antimonglanzgänge sind sehr veränderlich in Bezug auf Gehalt, 
auf Mächtigkeit und auch auf ihre Richtung; sie enthalten 
häufig Gold, das bis zu 19 gran pro Tonne zu Portal 
hinaidTgeht. 

Nach P.-GoMES [200] sind zu nennen: Gruben von 
Tapada, Montalto, Riheiro da Serra, Vallongo, CasUngal, Sdbrido 
und viele andere im unteren Palaeozoicum des Distr. Porto. 
— Aldea das Torres, Coväo im Distr. Coimbra, — Gruben von 
Herdade da Prata (Casa Branca) und Herdade da Ventosa im 
Distr. B^. — Grube von Cörtes Pereira (Alcoutim) im Culm. 

Bei Leonhard [24] ist als Fundort genannt Dorf ViUar 
Cham bei 8. Joäo de Pesqueira auf Quarzgängen im Thon- 
schiefer; in Granitgeschieben am Ufer des Zetere. 

Blätterige Massen von Gondotnar, Distr. Porto [U. S. 
Breslau]. 

6* 



68 



2. Sulfosalze. 

Calcopirita. Kupferkies. Chalcopyrite. 

Agricola 1546. 

Tetragonal, sphenoidisch hemiedrisch. 1 : 0,9856. 

1801. Herrgen: Anal, de Hist. nat., III, 168. 

1884. COLLINS: Min. Mag., V, 214. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva, II, 250. 

1889. Calderön: Anal. Soc. Esp. Hist. nat., XVIU, Act. 48. 

1894. Ders., ibid., XXIH, Act. 59. 
Sanchez-Lozano : Descrip. prov. Logron o. 

1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, 170. 
Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIY, Act. 93. 

Die Analyse der mit Eisenkies gemengten Kupferkiese der 
Prov. Huelva ergab folgende Zusammensetzung [G.-Tarin]: 

S Cu Fe 

32-36,52 30-34,40 30—32,20. 

Galicien. Nur spärlich sind Kupfererze und mit ihnen 
Kupferkies in Galicien bekannt geworden. Zu Loboso, Prov. 
Lugoy mit Malachit bedeckt; zu Vilar de OrteUe, ebenda [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. 

Asturien, Im Granit von Alaneda setzt ein Gang auf. 
Exemplare von Sota, Campo de Yuso befinden sich in der 
U. S. Oviedo. 

Fyrenaeen. Guipuzcoa, Mit Eisenkies auf bituminösem 
Kalk zu Arama. — Auf den Kupfererzgängen von Vülarreal 
und BarambiOy Prov. Alava, ist Kupferkies vorherrschend. — 
Zu Baigorri in Navarra [Herrgen]. — In der catalanischen 
Provinz Lerida an verschiedenen Punkten erwähnt; von 
Wichtigkeit nur in der Prov. Gerona: San Lorenmo de la Muga 
und Massnnet de Cahrenys im granitischen Gebiet ; in silurischen 
Schiefern kleine unregelmässige und wenig mächtige Gänge 
zu Bastanis. 

Aragonien. Von Baryt begleitet im Revier ATbarradn, 
Prov. Terud. 

Leon. Vom Revier Calleja bis zu dem von Campo de la 
Lomba zieht ein quarziger Gang, auf dem die Grube Ernesto 
reichlich Kupferkies fördert. 



69 

Estremadura. Mit körnigem Bleiglanz ein Exemplar 
von Cdceres [Mus. Hist. nat. Madrid]. — In der Prov. Badajos! 
wenig ergiebige kleine Gänge im Granit von Zalamea de la 
Serena. 

Castilien. Auf den Gruben San Blas bei Estalaya, 
Eugenia bei Vanes und der gleichnamigen bei Buesga, Prov. 
Palencia. — Zu Cüaguaro, Prov. VaUadolid [F.-Navarro]^). 
— In der Prov. Logrono sind Gruben zu Esscaray^ wo derbes 
Erz auf Quarz liegt, zu Viniegra de Ahajo, Ventrosa, Vülavüayo, 
Mansilla, Matute und Äguüar [Sanchez-Lozano]. Mit Baryt zu 
Canales [Calderön]. — Der Granit der Sierra de Gnadarrama 
in der Prov. Madrid birgt mit Bleiglanz begleitete derbe Erze 
in Colmenar Viejo, El Espinar und ViUalba, — In der Prov. 
Gruadalajara werden kleine Gänge in siluriscben Schiefern des 
Reviers Molina de Aragon und Checa, z. B. auf der Grube 
Ave Maria bearbeitet. — Zu El Horcajo, Prov. Oiudad Beäl, 
kommt mit den durch Silbergehalt ausgezeichneten Blei- 
glanzen ged. Kupfer, durch Reduction ausgeschieden, auf 
dem Kupferkies vor. Ausnahmsweise in Begleitung von 
Zinnober zu Almaden. 

Andalusien, Der Erzbezirk von IdnareSy Prov. Jaen^ 
war reich an Kupferkies und an Eisen-Kupfer-Kiesen, nament- 
lich auf den Gruben La Oruz, Cobre, La Virgen u. a., aber 
die Erzführung hörte in geringer Tiefe auf. Auch in La Ca- 
rolina [Mus. Hist. nat. Madrid]. — In der Sierra de Cördoba 
die Grube Clotäde und Los Frutos bei Montoro Derb auf 
Quarz zu Torrecampo, — Prov. Sevilla. Im Serpentin von 
CastiUo de las CfuardaSy nördlich der Hauptstadt, trägt 
Kupferkies in einzelnen Drusen als Zersetzungsprodukt kleine 
büschelförmige Gruppen von Malachit, theil weise in Form 
kleiner Stalaktiten mit feindrusiger Oberfläche [U. S. Breslau]. 
Ebendort reichern sich die Tagewasser, welche die Schichten 
der Kupfer-Zone durchziehen, derart mit Kupfer an, dass Auf- 
fangen und Ableiten zur Cämentation vortheilhaft ausgeführt 
wird. Mit Anflug verschiedener Zersetzungsprodukte, als 
Cuprit, Malachit, Azurit etc., auf der Mine Husgeron, 16 klm 
westl. El Fedroso, Prov. Sevilla. Mit kalkspäthigem Gang zu 
Almaden de la BhM und im Gneiss mit Eisenglimmer zu 



^) Vielleicht amerikanische Lokalität. In Spanien ist Oitagwra nicht 
zu finden. Da die Provinz VaUadolid nur Schichten des lacustren Tertiär 
und des Quartär aufweist, können nicht gut Quarzgänge mit Erzfühmng 
vorkommen. 



70 

Dehesa de Ahnenara bei Penaflor [Calderon]. — Auf den 
Gruben San Miguel^ La Chapanitay Poderosa und Bio Tinto 
kamen zuweilen kleine Massen und Adern von Kupferkies, 
von Quarz begleitet, im gewöhnlichen Kies vor und lieferten 
ziemlich reichlich Erz; namentlich zeichnete sich der San 
DionisiO'Qang aus. Hier und zu Tharsis fand Collins in 
den reinsten Varietäten des Kieses einen Gehalt bis 30 Vo Cu. 
Krystalle wurden nicht gefunden. — Mit Fahlerz von 
Güejar-Sierra, Prov. Granada [Britt. Mus.]. Nach Leonh. [342] 
in derselben Provinz zu Bodlquühar% auf Gängen in einem 
thonigen Gestein, von Eisenkies begleitet. 

Murcia. Quarz und Bleiglanz b^leiten Kupferkies auf 
einer Stufe des Mus. Hist. nat. Madrid von Mazarr(m\ 
sonst kommt er nur gelegentlich auf den Erzgängen dieser 
Gegend vor. 

Portugal. In der Fortsetzung der Kieszone von Hudva 
nach dem Distr. Beja^ in Äljustrel und S. Demingos begleitet 
Kupferkies häufig den Pyrit. 

P.-GoMES [201] nennt folgende Lokalitäten: Algoso (Vi- 
mioso) — Gruben Palhal, TelhadeUa, Moinho da Pena im Distr. 
Aveiro — Alped/reira, AUalä (im Granit), Söbraly OdiveUas^ 
AlgareSj Barrinho, Mostardeira, S. DomingoSy Azamhujeiray Bu- 
galho, Buy Games, Monte das Almas, Alvito, Apariz und Perto 
d^Elvas im Distr. Akmtejo — Cava dos Mouros, Martim Longo 
und Cörtes Pereira (Alcoutim). 

Bio Tua in der Gegend von S. Joäo de Pesqueira^ 
mit Speiskobalt, auf einem Granit-Gang in Glimmerschiefer 
[Leonh., 342]. 



Bomita. Buntkupfererz. Bomite. 

Webner. 
Regulär. 

1884. Collins: Min. Mag., V, 214. 

1886. Galderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XV, Mem. 141. 

1895. Fernandbz-Navarro: ibid., XXIV, Act. 93. 

Astur ien. DerHomichlin, welcher gelegentlich auf dem 
San P^dro-Gange bei Aramo, Pola de Lena gefunden wurde. 



^) Vielleicht Name einer alten Grube, oder ident mit Bodalquilar, 
einem Cerro am Cabo de Gata, 



71 

ist ein Buntkupfererz mit Gangmasse von krystallinem Kalk- 
spath und in Begleitung eines Kupfer- und Eisen-Silicates ^) 
[Esc. Min. Madrid]. 

Pyrenaeen, Zusammen mit Kupferkies in den Gruben 
von Vülarredl und Barambio, Prov. Ähva. — Zu Ghangoaj 
Prov. Navarra, ebenso. — In der aragonischen Provinz Hüesca 
kommt Bornit vor in Pantkosa und SalUnt; von dort stammt 
auch vielleicht ein dichtes Exemplar des Mus. Hist. nat. 
Madrid [F.-Navarro]. 

Aragonien. Torres, Prov. Terud [F.-Navarbo]. 

Estremadura. Von Hincjosa dd Duque, Prov. BadajoZj 
eine grosse Stufe mit Kupferkies [Esc. Min. Madrid], 

Castilien, In Aederchen, die einen Kohlenkalk durch- 
setzen, im Revier GanäleSy Prov. Logrono. 

Andalusien. Mit Kupferkies und Quaxz zu lAnares, Prov. 
J<wn. — Fuente Ovguna, Prov. Gördoba, ebenso. — Calderön 
beschrieb prächtig schillernde Funde (Cuello de pichön = 
Taubenhals der Bergleute) von der JDehesa de Almenara und 
der Grube Predosa im Revier Penaflor, Prov. Sevüla, wo das 
derbe Erz von Kupferkies, blätterigem Eisenglanz und auch 
wohl von Rothnickelkies begleitet ist. — In der Pyrit-Region 
der Prov. Hudva, woselbst das bis zu 27 7o Cu haltende Erz 
häufig in Begleitung von Kupferglanz auftritt und auch darin 
tibergeht, sind die Gruben von Bio TintOy Tharsis, El GarpiOj 
Monte BomerOy Sotiel Coranada u. s. w. zu nennen. [Collins, 
Calderön, F.-Navarro]. 

Mit Fahlerz, Malachit und Azurit von der Grube Nena 
bei Capäeiraj Prov. Granada [Esc. Min. Madrid]. 

Portugal. Cobre irisado erwähnt P.-Gomes [201] von 
Traz da Outeiro (CaMas da Bainha) im Vallee tiphonique — 
Grube von Bugalho. 



*) Nach Fbekzel^s Untersuchung soll Breithaupt's Homichlin 
aUerdings dem Kupferkies ident sein. cf. Naumann -Zirkel, 18. Ausg., 
p. 444. 



72 



Stembergita. Stembergfit. Stembergite. 

Haidinger 1827. 

Rhombisch. 0,5831 : 1 : 0,8387. 

Castilien, Grube Verdad de los Artistas bei Hienddaen- 
cina, Prov. Guadalajara^ in Begleitung von Preieslebenit und 
Rothgültig [Naranjo]. 



Miargirita. Miargyrit. Miargyrite. 

H. Rose 1829. 

Monoklin. 2,9945 : 1 : 2.9095; ß = 81 '^ 22V2'. 

1854. Breithaüpt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., 9. 

1866. Weisbach: Pogg. Ann., CXXV, 456. 

1896. Sanghez-Lozano : Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XXIII, 151. 

Castilien. Mit anderen Silbererzen auf den Gängen von 
Hiendelaendna, Prov. Gwxdalajara, z. B. derb mit Baryt von 
der Grube Stierte. — Später ist in Prddena, Prov. Madrid^ 
ein dem vorigen im kleinen ganz analoges Vorkommen ent- 
deckt worden; dasselbe setzt gleichfalls im Gneiss auf und 
führt neben anderen Silbererzen Miargyrit. 

• Andalusien. In einem jetzt erschöpften Gange der wohl- 
bekannten Gruben von Guadakanal, Prov. Sevilla, vorgekommen. 



Güejarita. Wolfsbergit (Guejarit). Wolfsbergite. 

NicoL 1849. 

Rhombisch. 0,5312 : 1 : 0,63955 (resp. 0,8220 : 1 : 0,7841). 

1857. Breithaüpt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., 220. 
1879. Cümenqb: Bull. Soc. min. de France, II, 201. 
Friedel: ibid. II, 208. 

1888. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XII, Act. 16. 
1895. Fernandez-Navarro : ibid., XXIV, Act. 98. 
1897. Penfield ü. Frenzel: Zeitschr. f. Min. u. Kryst, XXVIII, 598. 

* 

Aus Analysen des Minerals von Grü^r Sierra resp. Gruadix 
liegen die folgenden Resultate vor: 1. Richter, Gruadix [BrEiT- 
häuft]. 2. CuMENGE, Güejar. 3. Frenzel, Qüejar, erhaltea 
von Prof. Groth. 4. Frenzel, Güejarj erhalten von Prof. 
Friedel. 5. Frenzel, Güejar^ erhalten von Herrn Cümenöe. 



73 





.1. 


2. 


3. 


4. 


5. 


s 


25.29 


25.0 


26.28 




26.12 


Sb 


48,30 


58.5 


48,86 


48.50 


48.44 


Cu 


25,36 


15.5 


24.44 


25,92 


25.23 


Pb 





Sp. 


0.58 




0.32 


Fe 


1.23 


0.5 


0,42 




0,49 


Zn 











0,18 




100,18 


99.5 


100.58 


100,78 


Gew. 


5,015 


5.03 


4.959. 







spec. 



Granada. Die beiden Vorkommen in der Sierra Nevada 
liegen am Westabhang resp. am Südabhang des Gebirges. 
Das früher bekannte von einem Gange, der im Distrikt Giiejar 
Sierra den Kupfererzganz des Schachtes Solana de MarÜn am 
Fusse des Muley Hacen durchquert ist als Guejarit, zunächst 
auf die Analyse 2 hin als neues Mineral betrachtet worden 
und gab Veranlassung zu den Arbeiten von Cumenge, Friedel, 
Penfield und Frenzel. SpUter wurde die südlich des Ge- 
birges gelegene Fundstelle der Grube Nena^ Revier Capir 
leira, woselbst Eisenspath als Begleitmineral auftritt, bekannt 
gegeben. 

Es ist nach den neueren Arbeiten unzweifelhaft, dass der 
Guejarit dem Wolfsbergit zugehört, und die ursprünglich ein- 
geführte Stellung von Friedel ist daher in die dem Wolfs- 
bergit entsprechende umzuändern. Folgende Flächen treten an 
den stahlgrauen, bis 20 mm langen Erystallen auf: 



Wolfsbergit- 
Stellung 

OP (001) 
ooPoo (010) 
4Poo (401) 
3Poo (301) 
2Poo (201) 



Guejarit- 
Stellung 

cxPoo (010) 
OP (001) 
ooP4(410) 
ooP3(310) 
cxP2(210) 



W olfsbergit- 
Stellung 

72Poo(302) 
Poo (101) 

V8Poo(203) 
6Pqo (061) 
2 Poo (021) 

Vs Poo (043) 



Guejarit- 
Stellung 

00P72 (320) 

ooP (1 10) 

00P72 (230) 

V8Poo(013) 

Poo (011) 



72Poo(032) ^ 
und zwei Pyramiden x(x:qoPoo) 123^36 

y(x:cxPoo) 140<»02 



') 



Vom gleichen Fundort stammt auch das von Qüiroöa 
untersuchte Exemplar [Mus. Hist. nat. Madrid], welches zwei 



^) Viell. ^»AP 2 (12.6.7) am Wolfebergit entsprechend. 



74 



nach ooPoo (100) in paralleler Stellung aneinander gewachsene 
Individuen darstellt. 

Das Vorkommen in den silberhaltigen Eupfererzgängen 
von GiMdix bei Landeira, Prov. Granada^ wurde von Breithaüpt 
bekannt gegeben und von Richter analysirt. Stark geriefte 
Erystalle sitzen mit einem Ende auf dem Gang auf und sind 
leider oben abgebrochen; in vorzüglich spiegelnden Flächen 
tritt die brachydiagonale Spaltbarkeit hervor. 



Jamesonita. Jamesonit. Jamesonite. 

EUmiNaER 1825. 

Rhombisch. 0,915 : 1 : ? 

1887. Schappgotsch: Pogg. Ann., XXXVIII, 408. 
1876. EoozcüE Y Malläda: Descrip. prov. Gäceres. 
1879. Gemth: Amer. Ghem. Journ., (3) I, 826. 

Analysen: 1. Valencia de Älcdntara, Schappgotsch. — 
2. Hudva, Genth. 2 b. nach Abzug des beigemengten Eisen- 
kieses. 

1. 2a. 2b. 

S 21,785 23,60 22,31 

Sb 32,616 33,15 34.03 

Bi 1,055 — — 

Pb 39,971 38,29 38,49 

Fe 3,627 5,95 5,16 



Cu - 

Ag 

Zn 0,421 



0,28 



99,475 101,27 99,99 

spec. Gew. 5,616 5,467 

In 1. Sy» 7o fremde Beimischungen. 

Estremadura. Dunkel bleigraues, lebhaft metaUglänzendes 
Erz mit graulich schwarzem Strich von Valencia de Älcdntara, 
Prov. Caceres; kurz- und dickstengelige Fragmente sind ver- 
worren durcheinander gewachsen. Die einzelnen Fragmente 
zeigen vollkommene Spaltbarkeit senkrecht zur Längsausdeh- 
nung (Vertikalachse) und verschiedene minderwerthige parallel 
zu derselben, sodass die Längsbrüche gestreift erscheinen. 
Schaffgotsch]. Begleitet ist das Mineral von Eisenkies 
Naranjo, 338]. Auch Heteromorphit ist von derselben Fund- 
eteile in zartfaserigen Aggregaten beschrieben. Jamesonit in 



75 

Begleitung von Bleiglanz findet sich auch zwischen CiUeros 
und ViUamiel, Prov. Cäceres [Egozcüe y Mallada]. 

Castilien. Santa Cruz de Mudela, Prov. Oitidad Beal, 
zartfaserige Aggregate. 

Andalusien. In Huelva dunkel stahlgraue, undeutlich 
krystallinisches Erz, dessen einzelne Partikelchen blätterig be- 
schaffen sind. Mit Pyrit gemengt [Genth], 

Portugal. Gruben von MontaUo und Bibdro da Serra^ 
Distr. Forto [P.-Gomes, 202] — von Älgarve [Esc. Min. Madrid]. 



Brongniartita. Brongniartii Brongniartite. 

Damour 1849. 

Regulär. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Ilist. nat, XXIV, Act. 94. 
1898. Spencer: Min. Mag., XII, 11. 

Andalusien. Cubische Krystalle von Cueva de Flata, 
Sierra Nevada y Prov. Granada, in krystallinischem Eisenspath 
und Brauneisen eingewachsen [Mus. Hist. nat. Madrid nach 
F.-Navarro]. Spencer vermuthet, dass das Erz als Silber- 
glanz bei näherer Untersuchung erkannt werden würde. 



Boulangferita. Botdangferit. Boulangferite. 

Thaulow 1837. 

Rhombisch. 0,5527 : 1 : 0,7478. 

1840. Sauvage: Ann. des mines, XYII, 525. 

Chemische Analyse von Sauvage nach Stufen, die durch 
Schulz von Meredo gesandt waren: 

Pb Cu Sb S Sp. Gew. 

64,89 1,60 16,00 16,90 = 99,39. 6.43. 

Asturien. In körniger Masse zu Meredo: enthält auch 
Spuren von Silber. 

Leon. Nach Naranjo [361] auf der Grube Clara bei 
Losacio, Prov. Zamora. 



76 
Freieslebenita. Preieslebenit. Preieslebenite. 

Haidinger 1845. 

MonokUn. 0,5872 : 1 : 0,9278; ß = 87 M6'. 

1862. Escosuba: Rev. minera, III, 362. 

1854. Breithaupt: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., 9. 

1855. Naranjo t Garza: Rev. minera, VI, 358. 

1871. V. Zbpharovich: Sitz.-Ber. d. Akad. Wien, Cl. I, LXIII, 152. 
1878. Vrba: Zeitschr. f. Min. u. Kryst., II, 159. 
Bücking: ibid., 425. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist nat., XXIY, Act. 94. 
1898—99. Ders.: ibid., XXVII, Act. 186. 

Analysen des Freieslebenit von Hiendelaencina: I.Escosüra. 
— 2. MoRAwsKi bei Vrba. 

S Sb Pb Ag Cu 

1. 17,60 26.83 31,90 22.45 — = 98,78. 

2. 18,90 25,64 31,38 23,31 0,13 = 99,36. 

Spec. Gew. 5,7 Esc. — 6,035 Mor. 

Castilien. Von den Gruben Su£rte, Santa Cecilia und 
anderen bei Hiendehencina, Prov. Guadalajara kommen derbe, 
meist bunt angelaufene Massen, die in Gneiss und Calcit liegen, 
sowie die bekannten Krystalle welche auf braungelbem Eisen- 
spath mit einer Unterlage von Baryt sitzen und oft von kleinen 
drusigen Quarzen begleitet resp. bedeckt sind; untergeordnet 
auch noch Pyrargyrit. In der Grube Verdad de los Artistas 
sitzen mit krystallisirtem Quarz, grossen Tafeln von Baryt, 
Dolomit und Eisenspath, zuweilen auch Eisenkies auf Gneiss 
derbe etwas brüchige Massen und bis 3 cm lange Krystalle 
[F.-Navarro]. 

Nach Zepharovich machte Bücking die Krystalle zum 
Gegenstand einer eingehenden Untersuchung. An sicher be- 
stimmbaren Flächen werden angegeben : oo P ex (010), oo P5 (150), 
00 P3 (130), 00 P 2 (120), 00 P»/« (230), oo P74 (450), 00 P^/s (560), 
QoP(llO), ooPV3(430), ooP2(210), ooP3(310), ooP8(810), 
ooPoo(lOO), 2Poo(021), 72PoD(032), V4PQ0 (054), Pcx (011), 
74Poc(034), V2 Poe (012), ferner als fraglich xPoo(hOl) und 
— V»P(112). 

Ausser der Zwillingsbildung nach 00 P 00 (100) fand Bücking 
noch solche nach — 3P4(12. 3. 4) und 00 P 75 (560). 

Die Gänge von Hienddaencina , besonders auf der Grube 
Verdad de los Artistas^ waren einzig in dem Reichthum an 
diesem Erz, das in grossem Massstabe zur Silberbereitung 
gewonnen wurde. Heute sind die Gänge mit dem „Plata 
estriada" der Bergleute schon erschöpft. 



77 
Pirargirita. Antimonsilberblende. Argiritiirose. 

Dunkles BothgrIlltigrerK« 

Rhomboödrisch, hemimorph. 1 : 0,7892. 

1854. Breithaüpt: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., 9. 
1884. COLLINS: Min. Mag., V, 214. 

1895. F£RNAin>Ez-NAVARRO '. Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIY, Act. 95. 

Estremadura. Auf der Grube Victoria bei Plasenjsfuela, 
Prov. Cäceres in Begleitung von silberhaltigem Bleiglanz. 

Castilien. Zu Hienddaencina, Prov. Guadalajara^ finden 
sich kleine , höchstens 2 mm dicke und 1 cm lange Erystalle 
von dunkelem Rothgültigerz. Dieselben sitzen mit krystalli- 
sirtem Quarz, Bleiglanz, Freieslebenit, Baryt und Calcit auf 
Eisenspath, der seinerseits Gneiss zur Unterlage hat. Die 

Combination^ ist die der Säule qo P (1010) mit Rx (lOTl), 

— V2Rx(0112) und OP(OOOl) [U. S. Breslau, U. S. Strass- 
burg, Mus. Hist. nat. Madrid, F.-Navarbo]. 

Die Gruben im Revier von Hiendelaencina, welche in letzter 
Zeit nur noch auf Rothgülden gearbeitet haben, sind Verdad 
de los Artistas, Santa Cecüiay San Carlos und Santa Catalina, 
doch ist nur noch die letzte in wirklicher Thätigkeit. Auf 
dem Filön Rico sind 1899 neue Aufschlüsse gemacht, und die 
Ausbeute betrug in diesem Jahr bei nur massigem Betrieb 
690000 kg. 

Andalusien. Besonders die Grube Santa Victoria zu 
Guadoicanai , Prov. Sevilla , wird im 18. Jahrhundert vielfach 
wegen des Erzes „Plata roja oscura" in bergmännischen 
Schriften erwähnt; skalenoedrische Kry stalle „semblables ä 
Celles (sc. pyramides) du spath calcaire, dit en dent de cochon." 
[HAtJY. III, 274]. — Zu Rio Tinto, Prov. Huelva, ist Rothgülden 
um das Jahr 1879 in einer kleinen Ader auf dem Norih Load 
vorgekommen [Collins]. 

Im Revier von Capileira am Südabhang der Sierra Nevada 
ist ein 20 cm mächtiger Gang von Rothgülden mit Eisenkies 
und Eisenspath; ähnliche befinden sich bei Carataunas und 
zu Grüy'ar Sierra. 

Proustita. Arsensilberblende. Proustite. 

Lichtes Bothgttltigerz. 

Rhombo^drisch, hemimorph. 1 : 0,8038. 

1779. Monnet: N. Syst. de Min., 287. 

1854. Breithaupt: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., 9. 

1896. Sanghez-Lozano: Bol. Com. Mapa geol. de Eep., XXIII, 151—167. 



78 

Estremadura, Ebenso wie Antiinonsilberblende. 

Castilien. Gelegentlich in Hiendelaencina, Prov. Gim- 
dahjara, in Begleitung anderer Silberminerale vorgekommen. 
Die Krystalle gleichen denen von dunkelem Rothgtiltigerz ; 
auch hier herrschen die Skalenoeder vor. Spec. Gew. 5,59. — 
In Acebeda und Bcbregordoy Prov. Madrid, finden sich kleine 
den von Hiendelaencina sehr ähnliche Gänge, in denen das 
herrschende Erz derber Proustit mit etwas Pyrargyrit, Arsen- 
kies und Markasit sein soll [Sanchez-LozanoJ. 

Andalusien. Von den erschöpften Gruben, namentlich des 
Reviers Gaadakanal, Prov. Sevilla, so vom Pojso Rico, befinden 
sich Stufen noch in allen spanischen Sammlungen. Monnet 
fand in dem Erz dieses Reviers zuerst das Arsen auf; Hart- 
mann [II, 705] und Delafosse [II, 470] citiren ebenfalls das 
lichte Erz von hier, und Haut [III, 279] erwähnt, dass Arsen 
so innig mit dem Rothgültigerz gemengt sei, dass das Gemenge 
nur noch einen röthlichen Farbenton behält. 

Bei Camlla de la Sierra, nicht fern von Gttadalcanäl, wurde 
früher in Puerto Blanco ein Gang ausgebeutet, der neben 
anderen Silbermineralen Proustit führte. 



Wittichenita. Wittichenit. Wittichenite. 

Kenngott 1853. 
Rhombisch. Isomorph mit Bournonit. 

1895. Fernandez-Navarro : An. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Act. 94. 

Castilien, In Menge mit Kupferkies und Malachit bei 
San Esteban de los Patos, Prov. Ävila [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



Boumonita. Bournonit. Boumonite. 

Jameson 1805. 

Rhombisch. 0,9379 : 1 : 0,8968. 

1852. Bbeithaüpt: Rev. minera, III. 

1886. VroAL: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XIII, 167. 

1894. Qüiroga: üebersetzung von Tschermak's Mineralogie, 260. 

1895. Fernandez-Navarro : An. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIV, Act. 95. 

Asturien. Mit Pyrit von Tapia [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Pyrenaeen. In dem catalanischen Gebirge auf der Kupfer- 
grube Las Ferrer as, Revier UöCötSruwa, Prov. Gerona, in Trümmern 



79 

und Knollen, sparsam vertheilt im Erz, das in Gangmasse von 
Quarz und Baryt enthalten ist [Vidal]. 

Estremadura. Auf der Bleiglanz-Grube bei Garlitos, Prov. 
Badajoz, paläozoische Formation [Naeanjo] undeutlich krystalli- 
sirt [Mus. Hist. hat. Madrid]. 

Castilien. Zu Monterrubio, Prov. BurgoSj ward Bournonit 
auf Kupfer und Silber bearbeitet. Nach der Bergwerksstatistik 
für 1893 wurden 55 Tonnen im Werthe von 1370 Peseten ge- 
fördert. — Von der Grube Verdad de hs Ärtistas im Revier 
Hiendelaencina , Prov. Guadalajara ^ und auch auf anderen 
dortigen Gruben derb mit Putzen von Eisenkies und Embolit 
[Mus. Hist. nat. Madrid und Britt. Mus.]. — In der Prov. 
Madrid von GargantiUa bei Buitrago in Gneiss [Nar\njo]. — 
Immer in zwillingsförmiger Durchwachsung von 4 Individuen 
nach 00 P (110) auf den Gruben Santo Domingo und Santa Eufemia 
bei Älmaden, Prov. Ciudad Real [Esc. Min. Madrid]. Gute 
Krystalle auch mit solchen von Zinnober auf dolomitischer 
Gangmasse und „Piedra frailesca" ^) in Älmadenejos. In der- 
selben Provinz auch noch zu Dehesa de la Pared [Qüiboga]. 

Andalusien. Einige Gruben, z. B. Verdad in der Sierra 
Almagrera, Prov. Almeriaj erbrachten tafelförmige einfache 
Krystalle untermengt mit solchen von Baryt. Ebenfalls tafel- 
förmige Krystalle und kleine Spritzchen auf Eisenspath und 
Brauneisen, mit dem spec. Gew. = 5,839, entsprechen völlig 
den Vorkommnissen von Bionprinz Friedrich August bei 
Freiburg, Sachsen [Breithaüpt]. 

In der Estad. minera für 1893 ist Bournonit noch für 
sich aufgeführt, während er später mit anderen Kupfererzen 
vereinigt erscheint. Es wurden in diesem Jahre noch 55 Tonnen 
im Werthe von 1370 Pes. gewonnen. 



Cobre gfris. Pahlerz. Tetraedrite. 

(Fanabasa.) (Fanabase.) 

Regulär, tetraödrisch hemiedrisch. 

J806 u. 1807. VaüQUBLIn: Ann. chim. und Gilb. Ann., XXV. 

1853. V. Eobell: Mineral-Namen, 98. 

1855. Paillette: Rev. minera, VI. 

1864. T. Kobell: Geschichte d. Min., 596. 



*) cf. Zinnober pag. 57. 



80 

1870. Mallada: Rev. minera, XXI. 

1872. Zerrenner: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXIV. 

1878. y. Kobell: Mineralogie, 5. Aafl., 198. 

1879. Cumenge: Bull. Soc. min. de France, II, 201. 
1884. Caminero: Ciudad Real en la Exposiciön de 1888. 

1894. Quiroga: Uebersetzung v. Tschermak's Min., 262. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hrst. nat., XXIV, Act. 96. 

1896. Chaves: ibid., XXV, Act. 52. 

Zusammensetzung des Fahlerzes von Cangas de Onts nach 
Paillette : 

Cu Fe Zn S Sb S^COs Unlösl. 

Mg 

34,51 4,59 3,26 28.86 12,75 2.61 9,10 
auch noch arsenhaltig wie das Fahlerz von Freiberg. 

Galicien. Zu NogaUs, Prov. Logo, derbes eisen- und 
stark silberhaltiges Antimonfahlerz [F.-Navarro]. 

Ästurien und Santander. Eisen- und silberhaltiges 
derbes Antimonfahlerz begleitet von Kupferlasur und Malachit 
zu PetiameUera [F.-Navarro]. Zu Cabrales und Cangas de Onis 
fU. S. Oviedo]; chemische Zusammensetzung siehe oben. 
Gänge mit Antimon-Fahlerz setzen in der Provinz zu Ortigosa 
und Carrena de Cabrales in Begleitung von Kupfercarbonat in 
Kohlenkalk auf; ausserdem noch eine reiche Fundstelle für 
Kupferminerale bei Pena Crespa, Revier Laviana, woselbst das 
Erz ebenfalls vertreten ist. 

Fyrenaeen. Prov. Guipuiscoa zu Oyarztm. — In Navarra 
finden sich ausgezeichnete, V^ cna grosse Krystalle auf der 
Grube San Fernando, Revier Valcarlos [Esc. Min. Madrid]. 
Zu Gruppen geordnete Tetraeder mit Triakistetraeder-Flächen 
in Changoa bei Orbaiceta; sie sind etwas mit Eisenkies über- 
krustet und enthalten neben 16,5 7o Cu bis 37^ 7o Ag. Ferner 
kleine Nester silberhaltigen Erzes mit Kupferkies im Quarzit 
des Devons in der Landschaft Los Alduides, Dicht zu Beteln 
und Ärdaü. — Die catalanischen Pyrenaeen der Prov. Gerona 
beherbergen das Erz in den Revieren Gistain, SaUent, Pala- 
frugeU del Biu und anderen im Granit. Vielleicht gehört 
hierher auch ein Theil der ^Cobres grises argentiferos" aus 
der Mulde von Fresser, welche mit arsenhaltigen Eisenkiesen 
auftreten, aber noch genauerer Untersuchung harren. — Ohne 
nähere Angabe des Fundortes derbes Erz eingelagert in faserigen 
Asbest [U. S. Breslau]. 



81 

Aragonien. Derbes eisen-, silber-, una arsenhaltiges 
Antimonfahlerz zu Calcena und Älpartir, Prov. Zaragoza [F.- 
Navarro]. Auch in Munebrega bei Äteca. Silberhaltiges zu 
Mensula [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Derb auch zu Älbarraciny 
Prov. Terml, in Quarz, der kleine Drusen mit Azuritkryställ- 
chen enthält oder auch durch Azurit fleckig gefärbt erscheint 
[ü. S. Breslau]; nach F.-Navarro eisenhaltiges, auch Spuren 
von Arsen und Zink führendes Antimonfahlerz mit Enargit 
und Wolfsbergit. Im Silur desselben Fundortes ein Gang mit 
Erz, in 70—90 mm dicke Platten abgesondert, das bis 50 Unzen 
Silber auf den Centner enthält [Mallada]. Im Jahre 1869 
lieferte das Revier Torres in der Prov. Tertiel 120 Tonnen 
Fahlerz. 

Leon. Derbes graues Erz mit bunt angelaufener Ober- 
fläche auf der Grube Profunda, Revier Cdrmenes, ist nicht 
silberhaltig und bildet mit anderen Kupfermineralen eine An- 
reicherung [Esc. Min. Madrid]. 

Estremadura. Dichte Erze finden sich zu La Matüla, 
Prov. Cdceres, und Castuera, Prov. Badajoz* 

Gastilien. In Logrono sind silberhaltige Erze zu Viniegra, 

Ventrosa, Canales und Mansüla gewonnen. Eine am Ende des 

18. Jahrhunderts durch Chabaneaü ausgeführte Analyse fand 

das* Erz von Ventrosa reich an Kupfer, das von Canales sehr 

silberhaltig (500 Unzen auf die Tonne). — - Von Barhadülo 

de HerreroSj Prov. Burgos^ stammen bis 2 cm grosse 

tetraädrische Krystalle mit Flächen vom Deltoiddpdeka^der 

und Triakisokta^der; stark eisenhaltig und eingebettet in 

derbem Baryt [Mus. Hist. nat. Madrid]. Zu Monterrubio, 

in derselben Provinz, sind grosse Tetraödrit- Krystalle mit 

Eisenkies eingehüllt. Kleine Gänge im Granit des Reviers 

Ävila. — Die Gruben GarahaUa und ToUayudas, Prov, 

öuenca, bearbeiten Gänge des Minerals. — La Tejeria bei 

Pardos und auch noch andere Gruben im District Mdina de 

Aragon, Prov. Gttadalajara, bearbeiten bis auf den heutigen 

Tag kleine Schwerspathgänge von silberhaltigem Fahlerz; das 

Erz giebt auf den Centner 4 Unzen Silber, das durch Amal- 

gamirung gewonnen wird. Von der Grube Mahnoche bei 

Hiendelaendna befindet sich eine Stufe mit Fahlerz im Brit. 

202 
Mus. — Rundum ausgebildete Krystalle — ^x (211), bis 



82 

4 cm gross, in Speckstein eingewachsen, aus der Gegend von 
ÄlntadSn^FroY, CiudadIteal[ZERRE^Eu]. Spaniolith, von OTcavtos 
selten [v. Kobell], ist ein Antiraonfahlerz, bei dem ein Theil 
des Cu^S durch Hg^S ersetzt und das zuerst 1807 durch 
Karsten von ungarischem Herkommen beschrieben wird. Es 
gehört zu ihm wohl ein gelegentlich mit dem Zinnober auf- 
tretendes Mineral vom genannten Fundorte. Kleine Tetraeder 
auf Quarz von der Grube El Borracho sind vollständig mit 
Kupferkies überkleidet [Mus.Hist. nat. Madrid nachF.-NAVARRo]. 
Auf der Grube Santo Domingo, 10 klm westlich von Älmaden, 
wird ein bis 20 7o Silber führendes Fahlerz gewonnen 
[Caminero]. 

Andalusien. Prov. Jaen. Den im Granit aufsetzenden 
Bleiglanz begleiten kleine Mengen Fahlerz mit etwas Kupfer- 
kies und Malachit zu Vilches und Linares. Ein sehr dunkles 
Erz, das scheinbar Kobalt enthält, von Vicens ist in der 
Esc. Min. -- Schöne triakistetraedrische Krystalle, z. Th. 
bedeckt von Kupferkies, bei Torrecampo, Prov. Cördoba [F.- 
Navarro]. In derben Massen mit kleinen Drusen von Quarz 
auf der Grube Del Romano bei IlornachueloSy gleiche Prov. [ü. S. 
Breslau]. — Platinhaltiges Fahlerz, mit mechanisch bei- 
gemengtem Platin, von Guadakanal, Prov. Sevilla, ward zuerst 
durch Vaüqüelin zwischen dunkelem Rothgültigerz im An- 
fange des 19. Jahrhunderts aufgefunden [Haüy. III, 147, 
Delaposse II, 434J. Der Gehalt an Platin geht njich 
Vauquelin bis 10 Vo. Aederchen von Fahlerz mit Carbonat 
an der Basis des Kohlenterrains von Cerro de la Encarnacion, 
Mulde von Biar. — Chaves hat Arsenfahlerz als Bestand- 
theil des auf der Grube Rio Tinto als „Negrillo** bezeich- 
neten Erzes erkannt. Spec Gew. = 6,19. 

In Capikira an der Sierra Nevada schöne triakistetraödrische 
Krystalle [F.-Navarro]. Auch von Grüyar Sierra an demselben 
Gebirge kommen schöne gleich geformte Krystalle in Be- 
gleitung von Eisenspath und Würfelchen von Eisenkies; ähn- 
liche Exemplare, die nur mit dem Fundort Sierra Nevada be- 
zeichnet sind, stammen wahrscheinlich von gleicher Lokalität 
[ü. S. Valladolid]. Wenig scharfe grosse Krystalle von Gimar 
Sierra in der Sammlung der Escuela de Minas zu Madrid smd 
auf dem Deltoiddodekaeder gestreift. Das Erz von diesem 
Fundort enthält 27o Ag. [Cumenge]. Gleichfalls als silber- 
haltig (Frei bergit) ist ein Exemplar yon Motrü an der Küste 
von Granada klassificirt [Brit. Mus.] Derbes Erz von der 
Grube Luisa bei Aldeire enthält 20 7o Blei, viel Antimon und 



83' 

1200 gr Silber auf die Tonne. Ferner sind in dem Mus. Com. 
Mapa geol. silberhaltiges Erz von Landeira mid ebensolches 
von der Grube Nena im Revier Capileira aufbewahrt. Letzteres 
aus einem 20 cm mächtigen Gange ist reich an Antimon und 
bildet Knoten und Linsen in derbem Eisenspath. — Aus der 
Prov. Almeria findet sich Erz von der Sierra Cabrera im Brit. 
Mus.; das Vorkommen ist noch bekannt zu Nljar und Sorhas. 

Murcia. Grube Visitadon bei Lorca^ silberhaltig. 

Valencia. „Nierenweise in Kalk-Breccie" zu La Oreu 
[Leonh., 202]. 

» 

Portugal Gruben von Algares und von Bugalho, Distr. 
Akmtejo [P.-Gombs, 202]. 



Estefanita. Stephanit. Stephanite. 

Plata agria. Haidingr 1845. 

Rhombisch. 0,6291 : 1 : 0,6851. 

1852. GuzMAi^: Rev. minera, III, 128. 

1856. Rosway: ibid., VH. 

1895. Fernandez-Navarro : Anal. Sog. Esp. de Hist. nat., XXIY, Act. 88. 

Catalonien. Grube Espyo bei Vimhodi, Prov. Tarragona 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Aragonien. Das früher am Cerro de h Corte, im Silur 
von Alharracin, Prov. Teruel, abgebaute Erz ist ein Gemenge 
von Kupfercarbonat mit Stephanit, welches bis 50 Unzen 
Silber auf den Centner enthält. Es bildete Lager bis 4 Zoll 
Dicke [Güzman]. 

Estremadura. Hierher soll auch das Erz der alten Grube 
Serafina, nördlich von La Matilla, am Wege von Cäceres nach 
Trujiüo, gehören und ähnliche Funde an anderen Orten def 
Provinz, wo als Begleitmineral immer Bleiglanz auftritt 
[Rosway]. 

Castilien. Von Freiesie benit, Pyrargyrit und Kalkspath 
begleitet, auf Spatheisenstein grosse tafelförmige Krystalle von 
der Grube Verdad de los Artistas bei Hiendelaencina, Prov. 
Guadalajaray [F.-Navarbo, U. S. Breslau, Britt. Mus.]. 

6* 



84 

Andalusien, Wird von Giuidalcanalj ProA'. SemtUij er- 
ivähnt, und derbes Erz der U. S. Sevilla stammt wahrschein- 
lich von dort. 



Gieocronita« Geokronit. Geokronite. 

SVANBERG 1839. 

Rhombisch. 0.5808 : 1 : 0,5028. 

1840. Sauvaoe: Ann. des mines, (8) XYII, 525. 

Analyse: Sauyage von MeredOy Ashmen: 

S Sb Pb Ou Spec. Gew. 

16,90 16,00 64,89 1,60 = 99,36. 6,43. . 

Asturien. Derb, in Bleiglanz, in dem die knotenförmigen 
Massen des Erzes verflösst erscheinen, zu Meredo. (Nach dem 
Entdecker, dem Königl. spanischen Generalinspektor der Berg- 
werke Guilermo Schulz, auch Schulzit genannt.) [Hausmann 
I, 166, Delafosse II, 459.] 

Estannina. Zinnkies. Stannite. 

Wekmeb 1789. 

Derb. 

Portugal Grubje von Bamalhoso [P.-Gomes, 202]. 



Oxysulfide. 



Pirofiitibita. Antimonblende. Pyrofiitibite. 

(QnermM.) Leonhabd 1821. 

Monoklin? 3,965 : 1 : 1,853; ß = ca. 90^ 

Galicien. Auf Quarzgangmasse als sehr selten und mit 
Eisenoxyden verunreinigt wird diese Species in den Aus- 
blühungen von Cervantit zu Cervantes, Prov. LugOj angegeben. 

Portugal. Grube MontaUo, Distr. Porto, und Grube 
CovdOj Distr. Coinibra [P.-Gomes, 203]. 



IIL Oxyde. 



1. Anhydride. 

Masn^esia nativa« Peiiklas. Periclasai 

SCACCHI 1841. 

Regulär. 

Leon. Zu SötiUo, in den Montanem de Lern [Mus. Hist 
nat. Madrid] 



Oxido de Zinc. Rothzinkerz. Zincite. 

Hexagonal. 1 : 1,6219. An künstlichea Krystalieu. 

1882. Botella: 6o1. Com. Mapa geol. de Esp., IX, 292, 

Andalusien. Umgebung von Patema, Vtoy, Almeria. 

Masicot. Bleiglätte. Massicote. 

Derb. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat de Esp., 2. edic. 

Murcia. Dünne Blättchen von Cartagena\ü. S. Valencia]. 
Bleiocker von derselben Lokalität [Brit. Mus.]. Auch Bowles 
erwähnt eine bleihaltige Ockererde von j,Dos cuems de h, 
Sierra im Revier (Xeza^ und bezieht sich damit auf das gleiche 
Vorkt)mmen. 

Portugal. Im Culm der Grube Dos Namoraä^s, MerMa, 
[P'.-QoMES, 203). 



86 
€uprita. Rothkupfererz. Cuprite. 

Cobre rojo. 

Regulär. 

1821. Moll: Neue Jahrb., V, 53. 

1888. Gonzalo-Tarin : Descrip. prov. Huelva, II, 250. 

1889. Caldbrön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XVIII, Act. 47. 
1892. Ders.: ibid., XXI, Act. 118. 

1894. Qüiroga: üebersetzung v. Tschermak's Mineralogie. 

Galicien. Zu ViUarin im Gebiet der Stadt Cerebro, 
Prov. Lugo, setzt ein RQthkupfererz-Gang mit Malachit ia 
Kalk auf. 

Fyrenaeen. Nach D. Garcia im Revier Montitua, Prov. 
Vwcaya. — Die Grube Tres Amigos bei Orbaiceta, Prov. 
Navarra, arbeitet auf Ziegelerz, „cobre rojo de teja". — 
In der c^^talanischen Prov. Lerida wird Rothkupfer gewonnen 
zu Maurrds, 

Aragonien. In der Prov. Zaragom auf Gruben bei J5ieZ 
(Grube Virgen nach D. Garcia), Äteca und Torryo mit 
Malachit. — Im Süden der Prov. Teruel sog. Ziegelerz. 

Leon. Gruben Profunda bei Villamanin, Prov. Leon [Esc. 
Min. Madrid]. — Ohne näheren Fundort [Mus. Com. Mapa 
geol. Madrid]. 

Ca stillen. In Logrono auf Gruben bei Mansilla de la 
Sierra und Yi/niegra de Abajo, — Zu Almodövar del Bio und 
Almodovar del Campo, Prov. (Hudad Beai [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Auf den Gängen der Grube Cruz bei 
Linares kam Rothkupfer bis zur Teufe von 100 m ziemlich 
reichlich vor; prächtige rhombendodekaedrische Krystalle von 
der Grube sind in vielen Sammlungen vertreten. Grube Virgcfi 
del Castillo und silberhaltig auf Grube San Diego bei Vilches, 
Prov. Jaen [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Grübe Freciosä und 
Dehesa de Ähnenara bei Fenaflor, Prov. Sevilla, derbes 
Rothkupfer auf Quarz, welcher durch Kupfercarbonat ge- 
färbt ist. Mit Malachit und derb auch zu El Pedroso 
[Mus. Hist nat. Madrid]. — Als gelegentlicher Begleiter 
von ged. Kupfer, Kupferkies und Malachit auf vielen 
Gruben,, z. B. in der Prov. Cördoba zu Uinojosa del Duque 
(hier . auch . Lebererz [Mus. Hist. nat. Madrid]), Santa Maria de 
Trasierra, - in der Prov. Huelva in Bio Tinto, Sotiel Coronada^ 



8^ 

Tharsis; nach D. Garcia zu Galarosa u. a. m., aber nie in 
grösserer Menge. Etwas reichlicher findet sich dort dagegen 
Ziegelerz und in La Cueva de la Mora auch schöner Chalko- 
trichit fU. S. Sevilla], ebenso auch zu Monte Bomero [Calderön]. 
Schöne Exemplare stammen auch von der Grube Las Herrerias, 
Puebla de Gruzman [G.-Tarin|. — Mit ged. Kupfer und Ma- 
lachit auf der Grube San Migml bei El Pedroso, Prov. Sevilla. 
— In der Hauptstadt der Provinz fand sich auf einem an der 
Flam de la Paja ausgegrabenem Kupfernagel eine Schicht 
Rothkupfers als Unterlage für Carbonat [Calderöä]. — 
Einzelne Nieren von Fausigrösse fanden sich in dem Glimmer- 
schiefer der Sierra Nevada; beim Einechrämmen in das Gestein 
hörte aber die Erzführung sehr bald auf [Moll]. — Citirt 
auch von der Sierra AlhämiUa, Prov. Almeria. 

Portugal Im Granit der Gruben von Äkald, Distr. 
Älemtejo, und ebendort auf den Gruben Bugdho und Santa 
Barbara, Ziegelerz zu Vendinha (Loule) [Gomes, 203]. 



Melaconita. Melakonit. Melaconite. 

(Melaeonisa.) Huot 1841. 

Derb. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V., 214. 

1886. Vidal: Bol. Com. Mapa geol. de Esp,, XIII. 

Asturien. In den Bergwerken des Monte Aramo mit 
Kobaltmineralen und kupferhaltigen Eisenkiesen angetroffen: 

Pyrenaeen. In der Prov. Gerona auf den Quarzgängen 
der Grube San Pedro de Osor mit Kupferkies in Glimmer- 
schiefer [Vidal]. 

Leon. Sierra de Gata, Prov. Salamanea [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

: Castilien. Die Grube La Ventura, Revier Pineda de la 
Sierra, Prov. Burgos, ist sehr reich an schwarzem Kupferoxyd. 

Andalusien. Zu Linares, Prov. Jam, körnige Massen 
von stahlgrauer Farbe und mit Malachit innig gemengt. — 
Die örube Predosa bei Penaflor, Prov. Sevilla, erbrachte das 
Mineral in der Begleitung von Buntkupfererz und Kupferkies. 
— In jRio Pinto und vielen anderen Gruben der Prov. Huelva 



88 

gleich dem Covellin (pag. 62) als Zersetzungsproduct auf den 
Kiesen [Collins] vorgekominen und auch in innigem Gemenge 
mit Kupferkies, Fahlerz und z. Th. mit Rothkupfererz einen 
Theil des „Negrillo* [pag. 80 u. 82] bildend, z. B. auf 
der Grube 8oHd Coronada. 

Portugal. In der Trias von AUe^ Algarve [P.-Gomes, 203]. 



Corindon. Korund. Coiyndon. 

RhomboSdrisch. 1 : 1,363. 

ISdO. Beudant: Mineralogie, II, 680. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLin, 884. 

1900. Rivas-Mateos: Comp. 'hSm. descript, 40. 

Galicien. Kleine imd abgerollte Krystalle in den Fluss- 
sanden des Sil [Naranjo]. 

Estremadura, Canchal de la Muda, Prov. Caceres [Rivas- 
Mateos]. 

Andalusien. In der Provinz Malaga, z. B. zu Bonda, 
findet sich ein mit Glimmer untermengter Smirgel [Leonh., 
474, und Beüdant]. Auch an der westlichen Meeresküste 
bei MarbeUa ist er dem Sand beigemengt [Naranjo]. — An 
der Bamhla del Esparto finden sich neben Gordieritgesteinen 
auch Mineralaggregate, die neben Feldspath und Quarz reichlich 
Spinell, Korund und Andalusit führen, in den anstehenden 
Felsarten als Einschlüsse vor [Osann]. 

Die älteren Autoren Spaniens führen den Korund noch 
von verschiedenen Fundstellen auf, doch liegt hier ohne 
Zweifel eine Verwechselung mit anderen harten Substanzen vor. 

Oligisto. Eisenglanz. Hematite. 

Hematites roja. 

Rhomboädrisch. 1 : 1,365. 

1S29. ? : Earsten*s Archiv, I. 

1884. Le Play: Ann. des mines, (8) V. 

1848. Hausmann: Earsten's Archiv, XVII, 865. 

1849. Paillette et Bezard: Coup. d*oeil sur qu. min. de fer des 

Astories. 
1875. RoEifER, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXYII, 67. 
1888. Quiro^a: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XII, Act. 18. 



89 

1884. CoLUNs: Min. Mag., V, 214. 

188b. Cobtazar: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XII, 474* 

1886. VroAL: ibid., Xm. 

Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XV, Mem. 145. 
1896. Chaves: ibid., XXIV, Mem. 213. 
1895, 1896 a. 1898. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, II u. III. 

Zusammensetzuug des Erzes 1. von der Grube Purisima 
Ckmcepcion an der Sierra Nevada [Rioult bei Mali^ada], 2. von 
Jua/nienientef 3. von Navalafojso [Del Büsto bei Mallada]: 

Fe»0' APO« CaO MgO SiO* S Glühverl. 

1) 85,05 2,30 — — 5,75 — 5,75 = 98,85 

2) (58,46 Fe) 1,20 0,50 6,19 6,50 0,10 — 

3) (64,14 Fe) 0,90 0,84 — 5,30 0,03 — 

nach Abzug des S mit der dem Eisenkies entsprechenden 
Menge von Fe: 

2a) 83,42 1,20 0,50 6,19 6,50 =97,81 

3a) 91,59 0,90 0,84 — 5,30 =98,63 

Galicien, Hämatit in erster Linie bildet die Eisenstein- 
lager von Ortigueira, Prov. Coruna. 

Astur ien und Santander. Obgleich in Asturien die 
Brauneisenerze überwiegen, so fehlen doch die Eotheiaen nicht, 
zumal in den Lagerstätten der silurischen und devonischen 
Formation. Diejenigen von Colunga z. B. sind faserig, nieren- 
förmig und dicht. In Gastrqpöl und Latores blätterige, stark 
glänzende Massen, am ersteren Orte auch stab- oder draht- 
förmige Stalaktiten-Gebilde [Esc. Min. Madrid]. — In Santanier 
sind diejenigen von Caharga durch Güte, Reichhaltigkeit und 
Ausdehnui^ ausgezeichnet. In Cabarceno kommt Martit vor. 

Fyrenaeen. Mit Brauneisen und auch ohne dieses bildet 
der Eisenglanz die riesige Lagerstätte von Vizcäya, die unter 
dem Namen Somorrostro bekannt ist. Öfters hat hier das Erz 
schuppige Struktur, die „Vena negra" der Bergarbeiter, und 
gehört dann zu den reichsten Abarten desselben. — Die 
pyrenäischen Ophite beherbergen ebenfalls diese schuppige 
Varietät, die z. B. in Anana^ Prov. Alava, bearbeitet wird. — 
Blätterig zu Anclta, Prov. Guipuzcoa, — In Navarra ist Tuddß 
als Fundort zu verzeichnen [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Die 
catalanischen GebirgstheUe sind besonders in dem Thale vosx 
]^ibas, Prov. Gerona, reich an Eisenglanz, der in Graniten und 
^e^ loit diesen zusammeuhängenden Porphyren auftritt. Dw 



90 

H&matit aus dem Granit des Thaies von Miu wird zur Her- 
stellung des „rojo Wandick" benützt. Häufig ist das Erz 
ferner im Revier von Todas, und in Oix wird eine weingelbe 
Varietät zur Herstellung von Farbe gewonnen. Femer sind 
hier noch zu erwähnen San Lormiso de h Muga, Arhticias 
und Cadaques, 

Aragonien. Begleitet von Baryt und Gelbeisen zu Rambla 
de Hetreray Prov. Zaragoza, — Ebenso zu Albarracin^ Prov. 
Teruel [Cortazar]. Hier haben neuere Untersuchungen den 
Bchupplg-blätterigen Eisenglanz am Abhänge des Moncago in 
ausgedehnten Lagern aufgedeckt. In der Gegend von Monterde 
besteht ein vollständiger Mantel in der cambrischen Formation, 
ein anderer am nördlichen Abfall der Sierra del Tremedal, 
und kleinere Adern noch an sehr vielen Punkten. Ein Theil 
der Erze von Ojos Negros, ebenda, ist gleichfalls Eisenglanz 
fEstad. minera. 1900]. 

Leon. Ein ziemlich reiner Gang befindet sich zwischen 
ViUavieja und La Cantera del Pito^ im Cambrium der Prov, 
Saiamanca; — ein solcher mit Eisenglanz und Brauneisen zu 
FoncdxjU&n, Prov. Leon, 

Estremadura. Hauptsächlich aus Eisenglanz besteht das 
Lager von OreOana la Sierra; ein Gang des gleichen Erzes 
setzt im Cambrium des Revieres Fuenk de Cantos, Prov. 
Badajo0f auf, und drei oder vier ebensolche in der Gaadiana- 
Mulde. Ein prächtiger Eisenglimmer wird in der Sierra Jagona, 
Fuente dd Arco gewonnen [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Castilien. Die Quarzite der Sierra Guadarrama reichem 
sich häufig derartig mit Eisenglanzblättchen an, dass sie, 
namentlich in Verbindung mit einer gleichfalls auftretenden 
Breccie von Quarz und Eisenglanz, gute Erzmittel darbieten; 
so z. B. in Becerrüy Prov. Segovia. — Im Silur nahe Moncago, 
Prov. Soria, finden sich zwei Gänge eines metallglänzenden 
Eisenglanzes. — Im Kohlengebirge von Pena de los Cepos, 
Revier Urrez, Prov. BurgoSj findet sich Eisenrahm, „lecho 
de oligisto". Zu Miranda de EbrOj in derselben Provinz, 
ist ein neues ausgedehntes und reiches Lager aufgefunden; 
auch in den Revieren Bio Gavado und Barbadülo de Herreros 
sind Ausschürfe gemacht [Estad. minera, 1900]. Eisen- 
glimmer zu Pineda de la Sierra, Prov. Burgos. — Zu Ventrosa 
lind MansiUa in der Prov. Logrono auch in ArnediUo und 



91> 

Puzuengos wird das Erz gefunden [Mus. Hist. nat. Madrid]. —^ 
Die Gänge mit Eisenglanz von Hienddaencinay Prov. Guadalajaroi, 
haben häufig gut gebildete Krystalle, in deren Begleitung Chlor- 
silber aufzutreten pflegt. Gleichfalls krystallisirt ist das voir 
kommen von Alustante, ockerig das von Tamajon in dieser 
Provinz. [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Zu Ajofrin, Prov. Toledo, 
kystallisirt [dieselbe Samlg.] — In der Mancha, Prov. Ciudad 
Bealy wird ein Lager im Revier Pozudo bearbeitet; auch sind 
noch verschiedene andere vorhanden. 

Andalusien. Prov. Jaen. Bei Andujar ist unter 
mehreren Eisenerzgängen einer wegen der Monge des auf ihm 
gewonnenen dichten Eisenglanzes bemerkenswerth. Bei Linares 
findet sich rother Glaskopf. — Prov. Cordöba. Die Sierra de 
Cördoba liefert Eisenglanz; auch im Kohlengebirge von VtUa" 
franca sind oxydische Erze mit einem mittleren Gehalt von 
52 7o Fe gefördert. — Prov. SeviUa, Auf den Gruben 
Juanteniente und Navahraiso im District El Pedroso, Sierra 
Marena, wurden die Proben zu den oben angeführten Analysen 
genommen. Die Variabilität der Erze aus diesem District, 
in dena 4—5 m mächtige Lager im Glimmerschiefer senkrecht 
aufsetzen, ist bemerkenswerth. So befinden sich prächtige 
Krystalle, theilweise bunt angelaufen, in der U. S. Sevüla. Am 
Cerro del Hierro, 4 Meilen nördlich von NavcdostrUhs, bricht 
reiner, lebhaft metallglänzender Eisenglanz in Begleitung von 
kömigem Schwerspath; von Bosalina und Monte Agudo, von 
Juanteniente,' 6 klm nordöstlich Yon El Pedroso. sind die. Erze 
feinkörnig und gehen von Eisenglanz in Rotheisenstein über 
Roemek]; fast dicht ist das Erz von der Grube San Nicolas 
U. S. Breslau]. Auch die Grube von Constantina wird genannt 
Bei Morön waren zunächst mikroskopische Blättchen im 
eocänen, quarzhaltigen Kalk bekannt; neuerdings sind daselbst 
zwischen Morön und Pruna ausgedehnte Lager dichten Erzes 
entdeckt [Calderön]. Zu Dehesa de Almenara, hei Peiiaflor, 
ist Eisenglimmer in Begleitung von Kupferkies, Buntkupfer: 
erz und Rothnickelkies vorgekommen; mit Eisenspath und 
Quarz zu San GruiUermo; mit Gold im Arroyo de Tablada 
[Caldekön]. — Prov. Huelva. In traubenförmigen, meist bunt 
angelaufenen Massen in geringer Tiefe unter der Oberfläche 
an verschiedenen Punkten der Rio I?»^-Gruben, so an den 
Hügeln Mesa de los Pinos, Cerro de las Vacas, Cerro Cciorado 
und Cerro Salomön [Collins]. Charakteristischer Eisen- 
glimmer zu El Cerro, und raanganhalüger Eisenglanz am 
Cabo de Palos. 



d2 

Prov. Malaga, Blätterige Massen in Wechsellagerung mit 
Quarz und Epidot am Rio de Ja Miel bei Maro [Chay£s|. In 
der Nähe von Rio Verde, bei MarbeUa, magnetisches Eisenerz 
*[ob nicht Magneteisen?) [Eabsten's Archiv]. Auf dem Süd- 
übhange der Sierra de Ronda bei MarheUa treten verschiedene 
nahe aneinander gelegene Gänge in weissem krystallinem 
EaUc auf; sie sind von dem Kalk durch begleitende körnig- 
krystalline Massen schwarzer Hornblende und grünen Augites 
getrennt [Le Play]. — Prov. Chranada. In der Sierra Nevada^ 
hauptsächlich auf dem Nordabhange, giebt es eine genügende 
Anzahl von Eisenerzlagerstätten; als Beispiel sei hier die 
Grube Pwrisima Concepdön genannt, von der das Material zur 
Analyse L. Rioult's herstammt; andere Vorkommen guten 
Botheisensteins sind zu Busquistar, Carataunas und Tablete. — 
Prov. Almeria. Stark silberhaltig ist der staubartige Hämatit 
von El Jaroso, Sierra Almagrera; Eisenglimmer kommt von 
der Sierra ÄlhamiUa, Tinana, aus Andesit vom Cerro del Gar- 
bamd, Cabo de Gata, von der Grube Clara bei ÄJholoduy u. s. w. 
Femer findet sich Eisenglanz im Dache des Gypsstockes 
1 Stunde nordwestlich Bem in der Sierra de Gador und in 
dem „Eisernen Hut^ der Kiesgruben in Ändaltmen angehäuft 
[HausmannJ. 

Mt^rcia. In der Sierra de Ahnenara kommen sehr ver- 
sdiiedene Varietäten des Eisenerzes vor, eine manganhaltige 
zu Morata. 

Von Jumüla kommen papierdünne, grosse und glänzende 
Tafeln [Esc. Min. Madrid]. Ausgezeichnet schöne glänzende 
Eirystalle von Cueva del Carche, 13 klm von JumtUa entfernt^ 
hat QuiBOGA beschrieben; dieselben sind sehr einfach, sie 

zeigen das PrisiAa zweiter Stellung (1120), R (1011) und 
die Basis (0001) als kleine trianguläre Fläche. Entsprechend 
der Richtung, nach welcher die Individuen leicht spalten, ist 
00 P 2 der Basis parallel, R nach der grösseren Diagonale 
seiner Flächen gestreift. Unzählig sind die Eisenergänge in 
der Gegend von Cartagena und Mazarrön. Dieselben variiren 
sehr in ihrer Zusammensetzung, aber nirgends fast fehlt Eisen- 
glanz. — Mcardßj Prov. Älbaeetey ist als Fundort angegeben 
{Mus. Eist. nat. Madrid]. 

Valencia^ Dicht zu Eho und Ältea, Prov. Alicante; 
ebenso zu Jeresa und glimmerig zu Pavias und Reqtiena, Prov. 
Vedeneia] in spiegelnden Lamellen zu ViUavieja de Ntdes, Prov, 
Castellon. 



93 

Portugal. Die bekannteste Lagerstätte ist diejenige von 
der Serra de Moncorvo zwischen Sahor und Douro, Distr. Traz- 
oS'Montes. Andere in verschiedenen Gegenden des König- 
reichs sind bis heute von keiner bergmännischen Bedeutung. 
P.-GoMES führt noch an: Ponte da Serra (Sazes, Bussaco^ Penedo 
da Serra, Serra do Bussaco, Malhadaf Figueiröy Sobral (Foe 
d^Älge)y S. Saturnino (Tkomar), Volle de Codho (OdiveUas)^ 
Äkgrete, Alviio, S. Thiago de Cacem und die Grube von S. 
Domingos in Älemtejo [203]. Nach Leoähard [152] ist noch 
hinzuzufügen: Serra de Estevaes^ in der Gegend von S. Joäo 
de Pesqueira, als Geschiebe. 



Ilmenita« Titaneisenerz« Titano-magpaetite. 

Hexagonal, rhomboädrisch tertartoädrisch. 1:1,384. 

1801. Herrgen: Anal, de Hist. nat, III, 112. 

1882. Babrois: Asturies, 128. 

1886. MiCHEL-L£vY et Bergeron: Campt, rend.» mars. 

Ästurien und Pyrenaeen. Nur als mikroskopischer Ge- 
steinsgemengtheil aus Diorit, Diabas und Ophit erwähnt. Die 
Lamellen der in den Dioriten Ästuriens eingeschlossenen 
Parthieen sind von einander durch Ueberzüge von Leukoxen 
getrennt [Babrois]. 

Castilien. Nach Hebroen soll zu HorcajuelOy Prov. 
Avila, „Menaganito^, also wohl Titaneisensand, vorkommen. 
Eine neuere Bestätigung hat diese Angabe nicht gefunden. 

Andalusien. In gewissen archäischen Kalken von Pe- 
nafloTy Prov. Sevilla, in makroskopischen Körnern |Caldbr6n]. 
Nach Michel-Levy und Bergeron mit anderen Mineralen in 
dolomitischen Massen zwischen Ojen und Istdn^ nach Barrois 
und Oppret in Amphibol-Gneiss von Jatar, in dolomitischen 
cambrischen Kalken der Serrania de Bonda und in dem Ophit 
der Triaszone der Prov. Malaga. Naranjo fand die Iserin 
genannte Varietät im Glimmerschiefer von Capüeira, Sierra 
Nevada. 

Portugal, Mikroskopisch namentlich in Foyaiten von 
Monchique nachgewiesen [P.-Gomes, 208]. 



94 
Valeniinita« Valentinit. Valentinite. 

Haidinger 1845. 
Rhombisch. 0,3914 : 1 : 0,3367. 

1863. Yilanova: Ens. descrip. geogn. prov. Teruel. 

Galicien und Asturien, Nach den Angaben von Haüy 
[IV, 311] und Delafosse [III, 60] sind mit Antimonocker 
(= Cervantit und Stiblith) auch Antimonoxyde, die dem Va- 
lentinit zugerechnet sind, in Cervantes, in Galicien. mit Antimonit 
in Santa Cruz de Mudela, Prov. Civdad Real, und in Andalusien 
vorgekommen. {Zamora, Galicien [Gboth, 78] siehe unter Leon,) 

Aragonien, Won Segura, Prov. Teruel, erwähnt [Vilanova]. 

Leon. In den obersten Teufen eines Bleiglanz, Cerussit, 
Antimonglanz und Zinnober führenden Ganges im Revier 
Mmara, Prov. Leon. -— Zu Losacio, Prov. Zamora, am Cerro 
de las CoguUas derbe gelbe Massen von ockerigem Ansehen 
mit einzelnen eingebetteten Quarzkrystallen ; soll Spuren von 
Silber enthalten. 

Portugal. Gruben von Tapada, Distr. Porto, und von 
Coväo, Distr. Coimbra [P^-Gomes, 202]. 



Arsenita« Arsenikblüthe. Airsenite. 

Flores de ars^nioo. Karsten 1800. 

Regulär. 

1874. Martin-Donayre: Descrip. fis. y geol. prov. Zaragoza. 

Asturien. In pulverigen, mehlartig aussehenden Massen 
gemischt mit Zinnober, Realgar und Auripigment zu Pola 
de Lena^ 

Aragonien. Von Morön, Prov. Zaragoza, angegeben 
[M.-Donayre]. 



Claudetita. Claudetit. Claudetite. 

Dana 1868. 

Monoklin. 

1868. Claudbt: Free. Chem. Son. und Chem. News, XXII, 128. 
Dana: Syst. of Mineral., Suppl., 796. 



95 

Andalusien, Auf der Grube Satiel Coronada bei GaUanas^, 
Prov. Htielva, erhielt T. eine Stufe durch Verwittterung zer- 
bröckelnden Kieses, auf dessen Oberfläche mit bläulich grünen 
Kupfermineralen rhombische Arsensäure aufgewachsen ist 
Die Blättchen gleichen denen des portugiesischen Vorkommens 
vollkommen. 

Portugal Mit Arsenkies auf der Grube San Damingos 
in weissen, dünnen, gypsähnlichen Blättchen, die nach dem 
seitlichen Pinakoid spalten und einen faserigen Bruch be- 
sitzen. 



Cuarzo: Quarz. QuartzOi 

1. Phanerokrystalline Varietäten. 

w 

Hexagonal. trapezoedrisch tetartoödrisch. 1 : 1,0,999. 

1776. Lluqardo, B£RNab&: Piedras de San Isidro, su naturaleza, su 

valor y ventajas. 
1799. Herrgen: Anales de Hist. nat., I, 74. 

1839. Schulz: Notizblatt d. Göttinger Ver. bergm. Freunde, No. 23. 
1864. Maestre, A.: Descripc. prov. Santander, 47. 
1867. Daubree: Substances min.; Rapp. de Texpos. univ. ä Paris, V, 237. 
1872. Roemer, f.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXIV, 596. 
Zerrenner: ibid., 165. 

1883. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XH, Act. 17. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 214. 

1886. Calderön: Bull. Soc. geol. de France, (3) XVII. 

1890. Pohlig: Sitz.-ßer. niederrh. Ges. zu Bonn, 115. 

1891. Oöann: Neues Jahrb., I, 108. 

1892. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXI, Act. 148. 

1894. Calderön: ibid., XXIII, 21. 

1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, 152 u. 541. 
Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIV, Mem. 209. 

1896. Bauer: Edelsteinkunde, 549. 

1897. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXVI, Act 264. 
1897—1898. Ders.: ibid., XXVI, Mem. 265. 

Galicien, Die allbekannten, verschieden roth und grau 
gefärbten Krystalle und Krystallgruppen des Eisenkiesels in 

der Combination ± R (1 OTl) (0 iT 1), oo R (1 OTO) werden 
gewöhnlich als Hyazinthen von Compostda^ Jacintos de Com- 
postela, bezeichnet. Die Pilger kauften sie am Walfahrtsort 
Santiago de Compostela. Prov. Coruna, und nähten sie zur Er- 
innerung an die Pilgerfahrt an ihre Mäntel. Diese Krystalle 
stammen nicht aus der nächsten Nähe von Santiago, sie kommen 
im Keuper von Burgos, Aragonien, GiMdalajara, und Va- 
lencia im Gyps, der Aragonit und Steinsalz begleitet, an uu- 



96 

z&hligoQ Punkten vor und wurden von Verneuil das charak- 
terisüscbe Fossil der spanischen Trias genannt. Nach Haus- 
hahn [I. 273] stammt die Mehrzahl der erkauften Erystalle 
ans der Gegend der heissen Quellen Las Caldasy 1. Meile 
westlich von OviedOy Asturien [Mittheil, von W. Schulz]. 
In Santa Maria de Ortigueira halb milchige, gut gebildete 
Exemplare in einem grossen Gange. Etwas verzerrte Indi- 
viduen in der Umgebung von Ccruna enthalten zahlreiche 
schwarze oder rothe Flecken. 

Asturien. Eisenkiesel von Las Caldas bei Oviedo cf. 
Galicien. Sie sind eingeschlossen in Keuperthon, der ebenfalls 
röthlich gefärbt zu sein pflegt, oder in Krystallen von Gyps 
und Aragonit, die in Begleitung des Eisenkiesels im Thon 
vorkommen, und rundum ausgebildet. Nach Naranjo liegen 
die rothen Exemplare in dolomitischem Kalk westlich von 
Ckddas de Priorio. Von Caldas de Onis beschrieb d. Gabcia 
einen 6—7 cm langen Krystall von schwarzer Farbe. Zum 
Theil amethystfarben sind Quarze aus Gängen östlich von 
CcUdas in Löbeira. Der Bergkrystall, cristal de roca, dieses 
Fundortes, Diamant von Las Caldas im Volksmunde, findet 
ach zu Millionen im Kohlenkalk der cantdbrischen Gebirgs- 
kette als Prisma mit pyramidaler Endigung bis zur Grösse 
von 2 cm [Maestre, A.]. Auch die Quarzporphyre Asturiens 
schliessen reichliche Mengen von durchscheinenden Doppel- 
pyramiden ein. und in Begleitung von Zinkmineralen treten 
wieder prismatische Krystalle auf Auf der Kobaltlagerstätte 
von Cahrales sind krystallisirte Rosenquarze. 

Pyrenaeen. Prächtige Bergkrystalle fanden sich auf dem 
Blei- und Zinkerzgange von Berunegui, Prov. Älava^ darunter 
solche von mehr als 3 Arrobas (ä = 11 V2 kgr) Gewicht. 
Rauchquarz kommt in derselben Provinz in Barambio vor. 
Gut gebildete Krystalle, bis 1,5 cm gross, mit zahlreichen Ein- 
schlüssen von Flüssigkeit und Gas, die in Fahnen oder Wolken 
zusammengehäuft sind, zu Omley Prov. Guipuzcoa. — Durch 
Eisenoxyde gefärbt zu Panticosa, Prov. Uuesca. — Rauchquarze 
kommen von einem Gange der Grube San Miguel de Oulerä, 
Prov. Crerona. 

Catalonien, Das Montseny-Gobirge auf der Grenze der 
Provinzen Germa und Barcelona weist verschiedene Fundorte 
für Amethyst auf; so kommen prächtige Geoden von Arhudas 
und gute Krystalle aus Gängen im Granit von Vieh, San 



97 

Marscd de Mantseny u. a. m. — In der Provinz Barcelona sind 
Bergkrystalle aus einem Quarzgange im Granit von JPapid 
[Mallada], ferner aueh im Mon^ich, der Feste yojl Barcelona, 
bekannt. 

Aragonien, Kleine Eisenkiesel der gewöhnlichen Com- 
bination von Teruel [U. S. Breslau]; auch von Leonhaed [170] 
angegeben, doch mit der näheren Bezeichnung Molina (das in 
Guadalajara) und von Valencia bei Minghnilla (von denen 
Valencia Hauptstadt der Provinz gleichen Namens und Min- 
glaniUa in Cuenca gelegen ist). Bergkrystall soll in scharf 
ausgebildeten Bipyramidal-Dodekaedern, eingewachsen in Gyps, 
auch in Aragonien vorkommen [Leonh., 64]. 

Leon. Der „Topaz von Hinojosa", eine auch „Topas 
von Salamanca, spanischer oder falscher Topaz, falso 
topacio", genannte bräunlich gelbe Citrinvarietät, wird an der 
Fundstätte, auf welche der Name anspielt, Hinojosa dd Duero, 
Prov. Salamanca, schon seit dem Alterthum gewonnen. Auch 
noch zu Vitigudino und Villasbtienas, in derselben Provinz, 
sind darauf basirende Arbeiten betrieben, und namentlich 
die von dem letztgenannten Orte herrührenden Steine werden 
sehr geschätzt. Es sind Gänge im Granit und in zersetztem 
Gneiss, welche das Mineral liefern. Im Jahre 1899 betrug 
die Ausbeute 44,2 kgr mit einem Werthe von 3,755 Peseten. 
Von Olmedo in derselben Provinz stammen Avanturingeschiebe 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

JEstremadura. Krystallisirt, in Begleitung von Apatit 
auf Gängen im Granit von TrußUo, Prov. Cdceres [Leonh., 
429]; auch in den Phosphoriten daselbst finden sich durch 
Mangan roth und dunkel gefärbte Exemplare [D. Garcia]. 
Auf Bleiglanz in dirhomboedrischen Individuen in der Grube 
Santa Marina am Cahem del Bitey. Rauchgrau, rosa und anders 
gefärbt von den Gängen zu Miajas und Cerro de San Cristobal 
bei Logrosdn, Hier finden sich auch sehr dtinnblätterige 
Massen, von denen jedes Blatt eine andere Farbe aufweist. 

Castilien. Die Sierra de Cruadarrama enthält in den 
Graniten zahlreiche Gänge, die Bergkrystall, Feldspath und 
Turmalin in prächtigen Krystallen geliefert haben, namentlich 
in den von Madrid aus zu erreichenden Bezirken von Buitrago, 
Miraflores de h Sierra, HorcajiAeb u. s. w. Quiroga hat die 
Exemplare dieser Fundorte beschrieben, welche im Mus. Hist. 

7 



98 

Hat. Madrid aufbewahrt werden; sie sind wegen der grossen 

EntWickelung von V5R{2025) und —'nR (022.17) bemerkens- 
werth, wrfche aber immer nur an einer Kante od P:R auftreten, 
niemals an beiden. Die Krjstalle erreichen bis 30 cm Länge 
und sind meist rechts drehende einfache Individuen. In 
Buitrago ist in den pegmatitischen Gängen auch Rauchquarz 
vorgekommen, und in El CardosOj Prov. Guaddaiara, Rosen- 
quarz von lebhafter Farbe und fast durchsichtig. In Eor- 
camdo auch Avanturin. Von San Ildefonso, Prov. Segovia, 
eme faserige Varietät [Mus. Hist. nat. Madrid]. An den 
Abhängen des durch seine Funde an Werkzeugen aus der 
älteren prähistorischen Epoche bekannten Cerro de San Isidro 
in Madrid werden die ^Diamanten des San Isidro" ge- 
funden, kleine vollständig durchsichtige Bergkry stalle mit rund- 
lichen Kanten, oder vollkommene GeröUe. Entdeckt und ge- 
schnitten wurden sie zuerst von Jacome Trezzo, einem 
Juwelier am Hofe Philipp IL, der auch den Hut seines Ge- 
bieters mit einem Exemplar ausschmückte. Bei El Escoridl finden 
sichBergkrsytalle mit eingeschlossenem kokkolithischem grünem 
Augit, bei denen eins der beiden Rhomboeder vor dem anderen 
vorherrschend ausgebildet ist. Auch finden sich hier sowie in 
Peguerinos u. a. 0. an der Sierra de Gruadarrama mit Sillimanit 
durchwachsene Krusten von Quarz, die einen eigenthümlichen 
Anblick darbieten. — Krystalle von Minglanüla, Prov. Cuenca, 
befinden sich in der U. S. Strassburg [Briefl. Mitth. v. Prof 
BtJCKiNG]. — Geschiebe im Henares und Eisenkiesel zu Paredes, 
Prov. Guadalajara [Leonh., 64 u. 170], auch zu Mdina de 
Aragon und vielen anderen Fundorten der Provinz (cf. oben 
pag. 96). — BergkrystaUe femer zu Montalbdn, Prov. Toledo. 
Flussgeschiebe von Avanturin - Quarz in den Flussläufen der 
Provinz ; doch bewahrheitet sich wenigstens zur Zeit nicht, dass 
dieselben auch bei Madrid zwischen Geschieben von Granit, 
also wohl im Manmnares vorkommen, wie Leonhard [51] an- 
giebt, dagegen finden sie sich im Bio Jarama [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. Rosenfarbigen Quarz untersuchte D. Garcia von VaUe- 
verdeja. — Auf den Zinnobergruben von Almaden, Prov. Ciifdad 
Beälj begleiten den in den Salbändern der Gänge häufig dunkel 
gefärbten Quarz bis 1 Zoll lange Säulen hellen wasserklaren 
Bergkrystalls oder auch grauer und zinnoberrother Abarten. 
Diesen sitzen dann die fiächenreichen Krystalle von Zinnober 
auf [Prado, Pohlig]. 

Andalusien. Bergkrystall findet sich in Andalusien an 
unzähligen Punkten in der Form, die hier als „dientes de 



99 

perro'* (Hundezähne) bezeichnet wird, wenn die Krystalle, den 
Gangseiten ansitzend, in die Gangmitte hineinragen. Aus der 
Prov. Jaen erwähnt Levy [I. 341] einen graulich durchsich- 
tigen isolirten Krystall mit R(lOll), — R(Olll), sowie drei 
andere undurchsichtige mit sehr kurzem Prisma [I. 358]. — 
In der Prov. Corddba ist auf den sog. Topaz, falso topacio, 
von Hincjosa del Diique am Nordabhange der Sierra Morena hin- 
zuweisen [Bau£B u. D aubri^e] ; daselbst auch kleine 1 bis 2 mm 
grosse Krystalle in Ziegelerz und Malachit [U. S. Breslau]. Ferner 
„Hundezähne" in Drusen eines Quarzganges von Belalcajsar und 
auf Bleiglanz von Fuente Ovyuna, Chaves hat einige dieser 
Krystalle beschrieben. Torre Miüiano, ein nicht aufgefundener 
Ort in derselben Provinz , stängeliger etwas radialfaseriger Quarz 
mit einer abschliessenden Kruste von Chalcedon [U. S. 
Berlin]. — In Ueberztigen auf porösem, aus kleineren KrystaUen 
aufgebautem, mit rothbraunem Eisenerz in den Hohlräumen 
tiberkleidetem Quarz finden sich Krystalle bis zu 5 mm Kanten- 
länge in der gewöhnlichen Combination der Doppelpyramide 
auf der Kupfererzgrube San Nicolds; auch abgerollte Exemplare 
von Rauchquarz, Eisenkiesel, der im Innern aber aus Rauch- 
quarz besteht, sowie Bergkrystall im Rio Scdado bei Lebrija, 
südlich Sevilla. Drusige Ueberzüge auf Eisenerz von der Grube 
Husgerön, 16 Kim. westlich von El Peä/ro$o in der gleichen 
Provinz. [U. S. Breslau]. In den Kalken und dem Gyps von 
Morön, ebenda, und in den porphyrischen Gesteinen der Sierra 
Morena, Diese letzteren meist durch Einschlüsse in der Form 
des Wirthes ausgezeichnet [Calderon]. — In der Prov, Hudva 
sind nach Roemer [596] Lager von Quarz, der gewöhnlich 
durch Eisenoxyd roth gefärbt und zuweilen in rothen Eisen- 
kiesel oder Jaspis übergeht, eingeschaltet in die O.-W. 
streichenden Thonschiefer der Provinz. Auf der Mangangrube 
Bico Baco bei Älosno finden sich Quarzmassen, die unregel- 
mässige Knollen von Braunstein einschliessen und nach aussen 
durch grosse, bis 10 cm hohe und breite Rhomboßderflächen 
begrenzt werden. Zwischen den Quarzflächen sind einzelne 
flache Krystalle von Eisenglanz aufgewachsen, welche theil- 
weise einen schwarzen Ueberzug (von Manganerz?) besitzen. 
[U. S. Breslau]. Nicht grade reichlich findet er sich auch in 
den Gesteinen und Erzmassen der Rio Tiwfe-Gruben, doch 
sind gut gebildete Krystalle im Allgemeinen selten [Collins]. 
Meist ist hier der Quarz derb und besitzt Hohlräume, in denen 
einzelne Krystallfacetten ausgebildet sind [U. S. Breslau]. — 
Aus der Prov. Cadiz erwähnt Chaves vom Cerro del Fruto 
bei Jere0 de la Frontera einen leicht rauchgrau gefärbten Krystall, 

7* 



100 



welcher durch vorwaltende Ausbildung von + R (1011) ein fast 

würfelartiges Aussehen hat; — R(Olll) ist nur untergeordnet 

vorhanden; qoR(IOIO) fehlt. Die Messung der Kantenwinkel 
weicht für positives und negatives Rhomboeder etwas von 

einander ab^es fand sich 94^28' für +R(10Tl) und 93^26' 

für — R (Olli). Vielleicht ist durch eine gleiche Formaus- 
bildung das für den Guanabakit. Guanabaquita, von 
Cuba angenonunene tesserale Krystallsystem der Kieselsäure 
zu erklären. 

In Form eines nach Süden offenen Bogens durchzieht von 
Conil aus eine Zone von Gypsablagerungen . von Calderon 
Region epigenica de Andalucia genannt, die Provinzen Cadi^, 
Sevüla, Cörddba und Malaga, Ueberall sind die Gypse gespickt 
mit rundum ausgebildeten Quarzkrystallen in verschiedenen 
Farben, meist in derjenigen des Gypses selbst Die Krystalle 
sind meist einfach und zeigen die gewöhnliche aus Prisma 
und hexagonaler Pyramide bestehende Combination. Chaves 
hat das Pigment näher untersucht imd gefunden, dass dasselbe 
nur in geringer Menge vorhanden ist, und seine scheinbare 
Intensität von der Anordnung in concentrischen Zonen und von 
der Brechungsfähigkeit der Einschlüsse abhängt. Bei der Er- 
hitzung von Dünnschliffen entfärben sich diese oder werden 
grau, ausgenommen solche, welche von schwarzen Krystallen 
hergestellt sind, behalten aber ihren Glanz bei. Chaves 
schliesst, dass das Pigment aus organischen Substanzen be- 
stehen muss, und vermuthet, dass sich die Krystalle aus 
Lösungen mit Humusgehalt ausgeschieden haben. Unter 
den festen Einschlüssen der Krystalle ist fast ständig Zircon 
zu verzeichnen, auch fehlen Flüssigkeiten und Gasporen nicht. 

Zwischen Maro und dem Barranco de Maro, Prov. Malaga, 
finden sich durchscheinende Quarze bis zu 6 cm Länge bei 
einem Durchmesser bis zu 3 cm. Die Individuen zeigen die 
gewöhnliche Combination von Prisma mit der scheinbaren 
hexagonalen Pyramide, auch ein spitzeres Rhomboäder mit 
37049/ Polkante wurde gesehen; häufig sind rhombische Ver- 
zerrungen (Weg von Maro nach Älmunecar im Einschnitt in 
den Cerro de la Torre), Die Prismenflächen sind glatt, 
diejenigen des Rhomboeders aber durch kleine aufsitzende 
Spitzen rauh [Chaves]. Als Einschlüsse führen die Krystalle 
Blättchen und Schuppen von Muscovit, polygonale Hohl- 
räume mit festem Inhalt und auch Flüssigkeiten mit be- 
weglicher Libelle. Häufig beobachtete Corrosion lässt die 



101 . 

' • r 

Flächen von qoR(IOIO) glatt und bethatigt sich hauptsächlich 
auf den hemiedrischenund tetartoedrischen Gestalten [Chaves]. 
Am Gcibo de Gata^ ProY. Almeria, sind verschiedene 
Varietäten des Quarzes vorgekommen. Amethyst beschreibt 
Zereenner von der Grube Geomaü\ das Mineral bildet 
auf plattenformiger Unterlage aus grünlich weissen, vertikal 
gestellten Quarzstengeln dickprismatische Aggregate, „die 
bei sehr wenig entwickelten ooR und — R, mit lauter R, 
grössten Rhomboödern ihrer Art, gekrönt und mit Nebenformen 
— V^ß und — V2P ausgestattet sind, mit letzterer Fläche in 
dem Sinne, dass auch die Kante R. — R = P durch — V's P 
abgestumpft auftreten" [Zerrenner] (?). Die aus den hellen 
Bimssteinbrocken von Picerto de hs Genaveses am genannten Cap 
leicht zu isolirenden Gesteinsquarze hat Osann einer Unter- 
suchung unterworfen; die scharf ausgebildeten Exemplare, bis 
2 mm in der Richtung der Hauptaxe messend, sind von 

R (lOÜ) und -R (Olfl) im Gleichgewicht gebildet; (»P (lOlO) 
nur untergeordnet. Durch Aetzung sowie auch durch optische 
Prüfung in bedeckendem Canadabalsam gaben sich diese 
scheinbar einfachen Pyramiden als Zwillinge zweier Individuen 
von gleichem optischem Charakter mit paralleler Hauptaxe zu 

erkennen; R(lOll) des einen Individuums fallt in — R(Olll) 
des anderen. Die Polkanten der scheinbaren Pyramiden ein- 
zelner Exemplare zeigen eine feine Längsriefung. Wie die 
Ausscheidungen der porphyrischen Gesteine der Sierra Morena 
besitzen auch die hier erwähnten Krystalle häufig Glas- 
einschlüsse mit den Formen des Wirthes. Avanturin - Quarz 
erwähnt Dana vom Cabo de Gata; Siderit oder Sapphirquarz 
von dort Delafosse [III, 105] (sollte hier vielleicht eine Ver- 
wechselung mit Cordierit vorliegen?). — Auch für Hyalit ge- 
haltene Kieselsäure aus der vulkanischen Zone von Nijar, 
Prov. Älmeria, ist als Quarz dadurch erkannt, dass darin Hohl- 
räume mit orientirten Krystallflächen aufgefunden wurden. — 
Krystalle in derbem Quarz mit Chalcedon und Achat sowie auch 
Amethyst von Boalquühar% Prov. Granada [Leonh., 10, 123 
u. 429]. Amethyst wird ferner aus den Erzgängen der Sierra 
Nevada und der Sierra Älhamüla erwähnt, Prov. Granada und 
Almeria. Namentlich der erstere ist ausserordentlich reich an 
Flüssigkeitseinschlüssen [Barrois et Ofpret]. 

Murcia. Geschiebe von Amethyst bei Cartagena, Prov. 
Murcia [Leonh., 10]. Eisenkiesel aus Trias- (Keuper-) Mergeln 

») cfr. pag. 70. 



102 

bei MmansOf Pror. Jlbaedef an der Bahn Alicante-Madrid, 
sammelte F. Roemeb [ü. S. Breslau]. 

Portugal Nach P.-Gomes [202] sind als Fundorte zu 
nennen: Bergkrystall auf den Antimongruben von MontaUo, 
TOD Crcndomar und Yon Sobrido. Rauchquarz an der Serra 
doGerejsf am M(mieEspinhow:iizaCifUra im Grämt Amethyst 
ebenCalls an der Smra do Crerez^ Maiarca und zu Cintra im 
Granit. Gemeiner Quarz yon der Grube Bebardasa, Distr. 
PortOf und sämmtlichen Zinnerzgruben in der Provinz Tras-os- 
Montes, Die Gruben PaOidlj Malhada und Bragalj JRiba de Gima 
(Penacava), Poiares^ Giesteira (Feira). ViUa VeJha do Bodam, 
Gruben von BugaJho und Cortes Pereira. CHntra, Serra de S. Ma- 
mede (Porkdegre), Serra do Ger&Sy Grube MontaÜo. Obidos. Vimeiro 
(Lourinha). Rosenquarz im Granit der Serra da EstreUa. 
Eisenkiesel im mittleren Jura von Povoa da Lomba (Canian- 
hede). Leonhard [429] kennt als Fundorte „Dorf QuintaniOMy 
in der Nähe des Bio Massaes, mit Bleiglanz auf einem Gang in 
Thonschiefer. Noriz: Castanheiro und Lebogao, Gänge in Granit 
bildend. VtUar Cham, auf mächtigen Gängen in Thonschiefer, 
von Antimonglanz begleitet. Ervados, auf Gängen in Thon- 
schiefer. 



2. Kryptokrystalline Varietäten. 

1843. Hausmann: Kabsten's Archiv, XVn. 

1864. Pbado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid. 

1873. ViLANOVÄ: Ens. descrip. geogn. prov. Teruel. 

1882. Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., IX, 8. 

1884. CoLLiNS: Min. Mag., V, 214. 

1886. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva, I. 

1888. Qüiboga: Bol. Inst, libr., XI. 

Pyrenaeen. Jaspis, Jaspe^), zu Munguia, Ptoy. Viscaya. 

— In Navarra und Guipuscoa pflegen mit den ophitischen Ge- 
steinen auch Chalcedone, calcedonias, vorzukommen. ImOphit 
zwischen Fitero und Grdvaios, im nördlichsten Theile der Prov. 
Navarra finden sich roth und weisse Jaspis mit Concretionen 
vpn Chalcedon. Der Jaspis wird technisch verwandt [Mallada]. 

— In der Prov. Gerona bildet der Chalcedon im Granit von 
Caldas de Maläbella Gänge, von denen einige 40 cm Dicke 
erreichen. Der Chalcedon ist durchscheinend, geädert, opal- 



') In Spanien heissen dunkele Marmorvarietäten allgemein Jaspe, und 
60 sind natürlich unzählige Fundstellen für Jaspis erwähnt, an denen nicht 
eine Spur von Kieselsäure vorhanden ist. 



103 

artig und sieht gut aus ; da er sich leicht pulvern lässt, wird 
er zur Glasfabrikation benutzt. 

Catalonien. Seit Alters sind bekannt die Jaspis- und 
Chalcedonvorkommen des Montjuich bei Barcelona. Im frischen 
Zustande schwarz, treten in der Breccie bei der Verwitterung 
gelbe und rothe Farbentöne auf. 

Aragonien. Im lacustren Tertiär finden sich Bänke und 
Decken von kryptokrystalliner Kieselsäure, wie in Castilien. 
Feuerstein, Piedra de chispa, Pedernal, wird in Muela, 
Prov. Zaragoza, und in Fraga und El Qttyigar, Prov. Huesca, 
gewonnen. Rothe, blaue und weisse Chalcedone erwähnt Vi- 
LANOVA zwischen Bafäles und VaiderröbreSy Prov. Terud. 

Leon. Das Tertiär dieser Provinz weist ebenso wie das 
bereits erwähnte von Aragonien und dasjenige von Castilien 
Bänke von Kieselsäure auf. Zwischen Cigaks und MudenteSj 
sowie zwischen diesem Ort und FtiensaManaf Prov. VaUadoUd 
wird an vielen Punkten Feuerstein gewonnen, der in Lagern 
von 10 cm Stärke vorkommt. In Mucientes und zu Berce- 
ruelo ist derselbe schwarz gefärbt. 

Estremadura. Ein cylindrisches RoUstüi^k von Chal- 
cedon mit Wassereinschluss fand sich zu Arco de Ckiparra bei 
Plasencia, Prov. Cdceres. Die Wandungen des Hohlraumes 
sind mit kleinen Kryställchen ausgekleidet [D. Gaucia]. Die 
Beschreibung erinnert lebhaft an die bekannten Enhydros; 
ob wohl ein verschlepptes Exemplar derselben vorliegt? 

Castilien. Die Kieselsäureausscheidungen finden sich im 
Tertiär beider Castilien und werden dort zum Zweck der 
Strassenpflasterung gewonnen. Von Feuerstein sind auch 
die Steinwerkzeuge der 1. Steinzeit gearbeitet, die sich am 
Cerro de San Isidro in Madrid finden. Jaspis, prächtiger gelber 
Chalcedon und Feuerstein werden in Gravalos, Prov. Logrono 
gegraben. In der Nähe von Madrid finden sich die Minerale in 
VaUecas und Vicalvaro, zu Vdllecas auch „Chalcedon in Ver- 
drängungs-Pseudomorphosen nach Barytspath und Kalkspath" 
[Leonh. 123]. QuiROGA, der die Minerale von VaUecas sehr 
genau untersuchte, erwähnt nur die Pseudomorphosen nach 
Kalkspath. Feuerstein mit eingeschlossenen Gypskrystallen 
am Manzanares-Ksinsil [Leonh. 214]. Ferner an verschiedenen 
Punkten der Alcnrria, Prov. Gnadahjara. — In Tarancon, ViUar 



104 

de Domingo^ Garcia und CanaveraSj Prov. Ouenca, — Kiesel- 
schiefer oder Lydit, lidita, kommt von Man^nares de la Sierra, 
Prov. Madrid und verschiedenen Punkten der Sierra de Gua- 
darrama und der Mancha, speciell von Alcudia [Naranjo] und 
von Sierra del Moral bei (Jalatrava. — Cahanas, Prov. Toledo. 
Der sogenannte Mühlenstein, piedro de molino, bricht mit 
Feuerstein in Bänken zu Ocaüa in derselben Provinz. 

Schöne Sammlungsstücke von Opal und Chalcedon 
stammen von Gerro de Älmodövar bei Vällecas, Prov. Madrid. 
— Als Gangmittel von Silbererzen findet sich Chalcedon zu 
Hiendelaencina, Prov. Guadalajara. 

Andalusien. An einigen Orten des Grebirges von Jaen 
in den unteren Ealkschicbten finden sich Nieren und 
Knollen von rauchgrauem Feuerstein in grosser Menge 
und in Verbindung mit anderen Abarten der Kiesel- 
säure, namentlich mit Chalcedon und Kascholong [Haus- 
mann]. — Chalcedon kleidet ebenso wie krystallisirter Quarz 
zu NavalostriUos bei El Pedroso, Prov. SeviUa, kleine Drusen 
des Eisenerzes aus [U. S. Berlin]. Auch findet er sich mit 
traubiger Oberfläche an verschiedenen Punkten der Sierra 
Morena. — In der Nachbarschaft einiger Manganadern der 
Bio Taw^Gruben, Prov. Huelva, wird rother und grüner Jaspis 
reichlich, aber nicht sehr verbreitet gefunden [Collins]; eben- 
so stellt sich auch bei einigen Manganerzgruben der Prov. 
Hudva Jaspis in Form von „Hüten" ein, aber das zu Schmuck- 
gegenständen geeignetste Material ist unabhängig von ihnen, 
und kommt zu El Cerro, CalanaSy Zahmea und Cobullos in 
dichter Masse von rother Farbe vor [G.-Tarin]. In einem mit 
Pyritkry ställchen durchschwärmten Jaspis der U. S. Sevilla 
sieht Calderön ein Anzeichen für stattgehabte Geysir- 
thätigkeit. — Kiese] schiefer findet sich nahe Gibraltar in der 
Prov. Cadiz [Hausmann, I.J. 

Von Boalquühar^) giebt Leonhard [289] das Vorkommen 
von Jaspis und Achat, agata, (aus Chalcedon und Amethyst 
bestehend [1]) an. Beide kommen dort in einem quarzigen 
Gestein vor. — Blutrother Jaspis wird ferner von CaniUas 
de ÄmtunOf Prov. Malaga, gelber Jaspis aus dem Barranco 
de San Jimn, Prov. Granada, Feuerstein von Loja, ebenda, an- 
gegeben. — Vor allen anderen Gegenden ist aber für das 
Vorkommen von Jaspis, Porzellanjaspis, porcelanita, und 
Achaten das Qibo de Gata zu nennen, dessen Namen ja 



^) cfr. pag. 70. 



/ 

105 

aus Agata verstümmelt sein soll. Thatsächlich bildet rothep 
Jaspis mit weissen Adern am Calo de Gata und im Gebiet 
von Gartagena ganze Züge in Verbindung mit den vulkanischen 
Gesteinen an verschiedenen Lokalitäten. Am Cerro de las 
Yeguas sind im einfarbigen Jaspis Hohlräume mit tropfen- 
förmigen Chalcedon erfüllt. 

Portugal. Für Hornstein, silex, sind als Fundort be- 
kannt Andorinha (Cantanhede), mittlerer Jura der Serra dos 
Candieiros. Die Kreide von Älcantara, Bellas, Leiria, Mama- 
rosa in der Umgebung von Lissabon. Das Tertiär von Lavos, 
Gharneca d^Owrem und Buna, — Für Chalcedon die Grube vott 
Palhal, Peniche, Ce^imbra, 8. Thiago de Cacem [P.-Gomes, 202]. 

Tridimita. Tridymit. Tridymite. 

VOM Rath J866. 

Hexagonal. 1 : 1,629 (optisch anomal). 

1889. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLI, 304. ' 

Andalusien. Bis heute nur als mikroskopischer Bestand- 
theil der Andesite aus der Serrata vom Caho de Gata, Prov. 
Almeria, aufgefunden. Wo Tridymit reichlicher wird, ist er 
von zersetztem Sodalith abzuleiten [Osann]. /) 

Portugal. Im Basalt von Cercal, mikroskopisch 
[P.-GoMBS, 208]. 



Zircön. Zirkon. Zircon. 

Werker 1783. 
Quadratisch. 1 : 0,6406. 

1879. FoüQüi: et Michel -Levy in Hermittb: JÖtude g^ol. sur les 

Bal^ares. 
1887. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XVI, Mem. 223. 

Hyacinth wird von älteren Mineralogen des Landes häufig 
angeführt doch handelt es sich meist um die Hyacinth ge- 
nannten Eisenkiesel. Nur aus einer Sammlung wird „wirk- 
licher" Hyacinth von Toledo erwähnt. 

Leon. In den Gold führenden Sauden ist wahrscheinlich; 
auch Zirkon vorhanden [Naranjo]. 

Estremadura. Kleine Krystalle von gelber Farbe mit 
Prisma und Pyramide sitzen in reichlicher Anzahl auf Quarz? 



."■« 



106 

vom Cerro de San Blas, Umgebung von Cdceres [H.-Pacheco. 
Mündliche Mittbeilung]. 

Castiliem In mikroskopischen Individuen ist er in den 
weissen Keuper- Sauden, welche den rothen von MoUna de 
Aragon und Sigüenea, Prov. Giiadalajara, zwischengelagert sind, 
reichlich vertreten [Calderön]. 

Andalusien. In den älteren Qesteinen ist Zirkon durch 
das Mikroskop häufig nachgewiesen, z. B. in Amphibolschiefern 
der Sierra Morena, in Schiefern und krystallinen Kalken der 
Sierra Nevada und Nerja, bis zu 0,2 mm Grösse in Glimmer- 
schiefer N. von Jtihar, in Amphibolgneiss von Jatar, mit Chlori- 
toid in cambrischen Schiefern der Cordillera Betica und in 
Eklogit aus dem G^mÄ-Thal [Macphekson]. 

Balearen. An einigen Krystallen von Zirkon, die in 
Feldspäthen des andesitischen Tuf von Mallorca eingeschlossen 
sind, stellten Foüqüe und Michel-Levy an den Endigungen 
der Säule das Auftreten von V^PCHS) fest. 



Casiterita. Zinnstein. Cassiterite. 

Tetragonal. 1 : 0,6724. 

1809. MALTfe-BRüN! Ann. des voyages, II, 273. 

1829. Karstbn's Archiv, I, 463. 

1847. CuTOLi, F.: Mem. sobre min. de estano prov. Pontevedra y Orense. 

1850—62. Escosura: Rev. minera, I— III. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. Oviedo, 18. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 106. 

1876. Garcia, M.: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., HI. 

1877. Becee: Min.-petrogr. Mitth., 243. 

1880. GiL Y Maestrb: Descrip. fis. y geol. prov. Salamanca. 
1882. Barrois: Astaries, 137. 

1888. PüiG Y Sarraz: Descrip. fis. y geol. prov. Zamora, 412. 
1889—90. Espina y Capo: Com. ejec. Estad. minera. 
1898. Breidenbach: Glückauf, 1032 u. 1050. 
1895. Mallada: Ezplic. Mapa geol. de Esp., I, 173 a. 545. 
Eohlmann: Zeitschr. f. &yst. u. Min., XXIV, 350. 

Die spanischen Zinnerzlagerstätten im NW. der Halbinsel 
sind nicht ohne Bedeutung. Zusammen bilden sie eine breite 
Zone, die sich vom Süden der Prov. Salamanca nordwestlich 
nach Portugal hineinzieht und von hier durch die Prov. Orense 
nach der Prov. Pontevedra vordringt. Das Mineral besteht 
fkus Körnern in den alluvialen Sauden und aus Krystalleii 



107 

oder derben Partieen in Quarzadern (die fälschlich als Gänge be- 
zeichnet werden). Ausgebeutet wurden die Lagerstätten schon 
im Alterthum, und es ist augenscheinlich nachgewiesen, dass 
die Schiffe der Kaufleute von Tyrus des Zinnsteins wegen die 
Küsten Galiciens anliefen; auch finden sich noch die Reste der 
damaligen Wäschereien. 

Die Estad. minera, 1900, giebt den Ertrag des Zinnstein- 
bergbaues in Galiden mit folgenden Zahlen an: 

Prov. Corun^ 40 Tonnen = 30.000 Pes. 
„ Orense 10 „ = 10.000 „ 
„ Pontevedra 3 „ = 2.500 „ 

Der angegebene Ertrag von Pontevedra kommt von der 
Grube Estradmse, im Revier F(yrcar€y, 

Eine Analyse des gewaschenen Erzes aus dem Revier 
Aviofiy Prov. Orense, führte Prof. Häuser von der Esc. de Min. 
zu Madrid aus und stellte sie freundlichst zur Verfügung. 
Sie ergab: 

ZnO^ As Cu Pb Fe S FeO MnO 

63.685 0.178 0.280 1.022 0.197 0.381 3.003 1.488 

APO^ CaO MgO WO» NbO^ SiO^ 

0.020 2.495 0.081 1.735 11.375 13.623 = 99.563. 

Galicien» In Lousame und Cahana, Prov. CarunOf liegt 
eine der hauptsächlichsten Zonen von Vorkommen des Erzes. 
Im Norden der Prov. Pontevedra (obeugenante Grube) beginnend, 
geht hier die Zinnerz-Zone in der Sierra de Suido, wo die be- 
deutenden Gruben von Bearis, Aviön, Couso de Ävion, Doade 
und Pesqueira in Turmalingneiss gelegen sind, quer durch die 
Prov. Orense und reicht mit Bivadavia auch noch in die, 
Prov. Zamora hinein. Die vorhandenen Krystalle sind fast 
sämmtlich aus der Prov. Orense, vor allem von der Grube 
Maria bei Beari^ gekommen (zwei andere Fundorte, welche 
auch noch angegeben werden, Penouta und Monte-deIrBey (Man- 
terey nach Leonh. [535], richtiger Monterrey) sind ihrer 
Lage nach nicht bekannt). Diese Krystalle sind sowohl ein- 
fache Individuen wie auch Zwillinge, welche entweder allein 
P (111), oder diese Form in Verbindung mit Poo (101) und in der 
Prismenzone mit ooP(llO), ooPoo (010), QoPn(hkO) zeigen 
Kohlmann, Becke, Levy und Dupeenot], nur an KrystaUen 
von Monterrey ist auch P (001) beobachtet worden [L6vy 
ni, 192; DüFßENOT III, 300 und Atlas tab. 113, 114, 
fig. 380, 381]. Die Zwillinge genau vom Typus der erzge- 
birgischen werden als „Pico de estano" bezeichnet. Begleit- 



108 

minerale sind Arsenkies und in anderen mit Quarzmittel 
versehenen Adern auch Wolfram, Turmalin und Glimmer. In 
Bearie ist seit einigen Jahren auch ein ausnehmend reiches 
Stockwerk im Granit in Betrieb genommen. Reichliche Aus- 
beute an Zinn und Wolfram geben die Gruben zu Tiro und 
Siäow, Rev. Garbia, Prov. Pontevedra. 

Die Grösse der Krystalle ist wechselnd; ein IV2 cm 
langes, säulenförmiges Individuum ist in Quarz eingewachsen 
[U. S. Breslau]; ein 10 cm langer knieförmiger Zwilling aus 
einer Grube zwischen Montes und Aviön ist mit Glimmer 
umhüllt; ein anderer Zwilling des gewöhnlichen Typus vom» 
gleichen Fundort ist glänzend schwarz [Esc. Min. Madrid]. 

Die alluvialen Ablagerungen verdanken ihre Entstehung 
der Verwitterung des die Adern umgebenden Gesteins und 
werden in der Prov. Orense nur von Frauen und Kindern mit 
geringem Gewinn in den Kirchspielen Girasga und Pesqimra, 
Revier Beariz, gewaschen. 

Asturien. Im Alterthum soll das Zinnerz im Granit von 
Salabe und Äblaneda, 5 klm südlich von Salas, gewonnen 
worden sein, und Schulz schätzt den Ertrag dieser Bearbeitung 
auf mehr denn 4 000 000 cbm. Thatsächlich sind nur noch 
einzelne Stufen mit aufgewachsenen dunkel gelben KrystaUen, 
die von Glimmer begleitet werden, in Museen erhalten. 
Babrois fand das Mineral als accessorischen Bestandtheil in 
den Quarzkersantiten von Asturien. 

Pyrenaeen. Als berühmt durch seine warmen Bäder 
und durch Zinnerze wird Arno auf der Grenze zwischen 
Cruipuj^coa und Navarra durch Marcbene erwähnt [Malte- 
Brün]. 

Leon. Die Provinz Sahmanca enthält die hauptsächlichsten 
Zinnerz-Lagerstätten in ihren palaeozoischen Schiefern, z. B. 
in den Revieren Terrübias, Santo Tonie de Bomdos, Bernoy und 
Oemprön, und ausnahmsweise auch im Gneiss. Btter begleiten 
Wolfram, Rothkupfer, Turmalin, Glimmer u. s. w. das Mineral. 
Ein einfacher Krystall der Combination qo P (110), qo P 00 (100), 
P(lll) und P 00 (101) von 3 cm Länge, der sich am Ende in 
mehrere Spitzen auflöst, ist aus der Prov. Salanumca (wahr- 
scheinlich von San Pedro de Bo^ados), [U. S. Breslau]. 
Prächtige Krystalle aus der Prov. Sahmanca stellte der 
Ingenieur M. Garcia auf der Ausstellung in Wien aus; auch 
sind recht grosse Exemplare mit qo P (110), P (111), qo P 00 (010), 



109 

P 00 (101) , knieförmige ZwilliDge bildend, zu Bemoy, Qrube 
Nueva Corn<mailles, vorgekommen. — Ganz analoge und sehr 
zahlreiche Erzlager finden sich auch in der Prov. Zamora; es 
sind zu nennen diejenigen von Carhajosaj Pino de Oro, ViUad^ferOf 
Almardz, Ärcillera u. a. m., die derartig zusammenliegen, dass 
man sie für die Aeste eines in der Tiefe gelegenen Stammes 
halten kann. Der Quarz dieser Vorkommnisse ist gewöhnlich 
milchig oder rauchgrau und besitzt viele Krystall-Geoden. 

In den Bodensenkungen unmittelbar bei den eben er- 
wähnten Gangvorkommen der Provinzen Salamanca und Zanwra 
befinden sich Alluvionen, die aus Thon mit Quarzbrocken und 
Zinnsteinkörnern bis zu Hasel- und Wallnussgrösse bestehen 
und nebenher Turmalin, Granat, Glimmer, Goldblättchen u. s. w. 
führen. Diese AUuvionen erreichen bis 3 m Mächtigkeit in der 
Nähe von Villadepera und von Fereruela bis zum Buero und 
werden in kleinen Wäschereien ausgebeutet. 

Estremadura. Im granitischen Gebiet der Umgegend 
von Merida, Prov. Badojoz, kleine derbe Massen und auch 
Krystalle. 

Castilien. In Hoyo de Manzanares, Prov. Madrid^ sind 
im Granit kleine Kry stall chen eingeschlossen [Prado]. Im 
Bio Gruadarrama vor der Station Villalba, Prov. Madrid, fand 
D. Garcia gerundete Krystalle. 

Andalusien, Zu Linares, Prov. Jaen, kleine Massen in 
Quarz [ü. S. Sevilla]. — Von Almeria wird Zinnstein auch 
zuweilen erwähnt, doch liegt in einigen Fällen sicher eine 
Verkennung vor [Petigaüd]. In der Sammlung des In- 
genieur Ochatta-Martinez zu Madrid wird die Sierra de 
Bacares in dieser Provinz als Fundort genannt. 

Murcia. Unter den Erzlagern Cartagenas, Prov. Mu/rda, 
erwähnt Massart auch zwei für Zinnstein; eins derselben ist 
unbedeutend, doch das andere mit einem 2 m mächtigen Gang 
von Zinnerzconcretionen mit Baryt in kieseliger Gangmasse 
koonte erfolgreich auf der Grube San Isidoro in Angriff ge- 
nommen werden. 

Portugal. Die Zinnerz-Region im N. W. der Halbinsel 
dringt, wie bereits betont, auch nach Potiugal ein, und zwj^ 
in den Districten Braganga, ViUa Real und Pcyrto. Auch von 
Vizeu und Traz-os-Montes wird die Zinnerzführung angegebeö. 



110 

Nach Breidenbach ist die Mineralführung in Vüeu an die 
Grenze von Granit und Gneiss gebunden und erreicht im 
ersteren die grösste Anreicherung. In Tras-os-Montes ist es 
wieder der Contact von Granit mit Schiefer, welcher hier aber 
in beiden Gesteinen gleichmässig das Erz beherbergt. Süd- 
lich vom 40 • sind keine Zinnerzlagerstätten bekannt. Die 
alten Werke, welche theils noch von den Mauren herrühren, 
überschreiten 30 m in der Tiefe nicht. 

Leonhard [535] nennt „Dorf Bebordom, in verwittertem 
Granit; auch in Körnern im Sande eines kleinen Baches. 
Louzehs, derb und eingesprengt in Quarz, der einen Gang im 
Thonschiefer bildet". 

An einzelnen Fundstätten sind nach P.-Gomes [202] zu 
nennen: Gruben von Brunosinfho, von Garvalhal, von S. Mar- 
tinho cPÄngtmray von Paradella, von Monfesinho, von den 
Teiocugueiras, den Malhadinhas, von Villarinho do Monte, sämmt- 
lich in Traz'Os-Mofites. Von Behordosa, Distr. Porto, von Serra 
do Maräo, GoveUo de Paiva (8. Pedro do Sul), alle im Granit. 



Rutilo. Rutil. Rutilo. 

Webner 1800. 

Tetragonal. 1 : 0,6442. 

1797. Klaproth: Ann. d. Chemie. 

1799. Herrgbn: Anal, de Hist. nat, I. 

1879. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, VIQ, Mem. 260. 

Ders.: Descrip. fis. y geol. prov. Sevilla, 131. 
1886. Barrois et Offrbt: Compt. rend., 20. avril. 

Castilien. Klaproth beschrieb zuerst den Rutil von Horca- 
juelo de la Sierra, Prov. Madrid, und verglich ihn mit demjenigen 
von Aschaflfenburg; er stellte das spec. Gewicht mit 4,180 fest. 
Herbqen berichtete, dass der Hauptfundort, Mata de la Cdbemday 
1 V« kni von Horcajuelo entfernt sei und sammelte dort 3 Exem- 
plare von 3 cm Länge. Levy [III. 339] beschreibt 7 Exem- 
plare von diesem Fundort, darunter ein einfaches Individuum 
mit 00 P 2 (120), P (111) und ooP oo (100) und einen Zwilling. 
Auch noch an anderen Punkten der Sierra de Guadarrama, z. B. 
zu Horcajo de la Sierra, La Aceheda und Somosierra, sind Rutile 
in Quarz aufgefunden. D. Gaecia beschrieb einige knieförmige 
Krystalle von GanduUas, Sierra de Buitrago; auch El Cuadrön 
zwischen Lozoya und La Cäbrera, am Abhänge des Gebirges nach 
Südost, ist als Fundort genannt. Im allgemeinen können drei 
Typen unterschieden werden : Lange und nadeiförmige Krystalle, 
barretas am Fundort genannt, auch Zwillinge in Quarz und 



111 

Gneiss mit Turmalin, Staurolith und Fibrolith; Krystalle von 
prismatischer Gestalt auf den Silbererzgängen, z. B. von 
Hiendelaencina\ sog. Liebespfeile, flechas de amor, in wasser- 
hellem Quarz eingewachsen. 

Andalusien, In Form der Thonschiefernädelchen findet 
sich Rutil reichlich in Glimmerschiefer, der grosse Bänke von 
Steatit bei Los Llanos de Juanar, Prov. Sevilla, einschliesst [Mac- 
pherson]. Gern tritt er hier in herzförmigen Zwillingen auf. 
Im archäischem Kalk der Sierra de Pehaflar erkannte ihn 
Calderön, in den Granatgesteinen des Cerro del HomiUo 
Macpherson. Beide in Prov. SeviUa. — Die Schiefergesteine 
(Glimmer, Sericit und Chlorit enthaltend) der Sierra Nevada 
und die Amphibolite der Sierra Tejeda lassen unter dem 
Mikroskop auch viel Rutil erkennen [Barrois und Ofprbt]. 

Portugal Allein von Herdade da Pasaareiro (Monte 
Mör-o-Novo) erwähnt [P.-Gomes, 202]. Unter dem Mikroskop 
gefunden in kry stallinen Schiefern [ib. 208]. 



Anatasa. Anatas. Anatase« 

Haüy. 
Tetragonal. 1:1,7771. 

Spanien. Von Glimmer umgeben, aber ohne näheren 
Fundort giebt ihn Haüy [IV. 347], aus Granit Hartmann 
[II. 465] und ebenso Leonhard [17] an. Ohne weiteren Zu- 
satz führt ihn auch Hausmann [I. 218] auf. 

Portugal. Als fraglich bezeichnet P.-Gomes [202] das 
Vorkommen im Contact von Granit und Schiefer von Criesteira 
(Feira). 



Brooqtiita. Brookit. Brookite. 

Arcansita. Levy 1825. 

Rhombisch. 0.8416 : 1 : 0,9444. 

Gastilien. Auf den Gruben in der Nähe von Somosierra, 
Sierra de Gruadarrama, Prov. Madrid, erhielt Naranjo [353] ver- 
schiedene Male Krystalle, die bei oberflächlicher Betrachtung 
leicht mit solchen von Rothgülden oder Fahlerz verwechselt 
werden konnten. 



112 

Portugal. Bei mikroskopischer Untersuchung von Ge- 
steinen, namentlich von Foyaiten, aufgefunden [P.-Gomes, 208]. 



Polianit und Polianito e 

Piroltisita. Pyroltisit. Pyrolusite. 

Mangranesa« 

^ Tetragonal. 1:0,6647. 

' 1845. Maestbe: Anal, de minas, III. 

1848. Paillette: BuU. Soc. g^ol. de France, VI, 688. 

1850. V. Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., IL 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. Oviedo. 

1860. Sbvoz et Breuils: Bull. Soc. de l'Industr. min. 

1881. NoQUÄs: Notice sur les min. d'Esp., 35. 

1884. CoLLiNs: Mineral. Mag., V, 214. 

1886. Vidal: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XIII. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva, 11. 

1890. Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XYII, 68. 

1894; Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXEU, Act. 257. 

1895, Chavbs: ibid., XXIV, Mem. 209. 

1899. JiMBNO, H.: ibid., XXVUI. 

Analysen: 1. Cavadonga, Asturien, Pailette. 2. TorreciUay 
Prov. Terud, Jimeno. 3. Daxj Prov. Gerona, de Besseges, 
nach -Vidal. 4. Prov. Huelva, Sevoz et Breuils. 

MnO^ Fe^O» H^O MgCO^ CaCO» SiO^^) 

1.50,98 10,60 7,42^) 12,00 19,00=100,00 

2. 95,52 — 1,40 — 0,93 2,10 = 99,45 

3.72,— 3,43 Qlühverl. — 3,50 3,50=82,43») 

4. 97,90 0,50 1,— — — — = 99,40 

Die wichtigsten der vielen Lagerstätten dieses Erzes, 
gewöhnlich als jabön de vidrieros (Glaserseife) in Spanien 
bezeichnet, liegen in den Provinzen H^uelva, Teruel und Asturien; 
sie sind wahrscheinlich alle, wenigstens aber diejenigen im 
Süden der Halbinsel, miocänen Alters. 

Galicien. In der Prov. Pontevedra sind wenig ergiebige 
Grubenbetriebe in der unmittelbaren Nähe von Gambados. In 
der Prov. Lugo bei Biotorto. 

Asturien Eine östliche Zone mit Manganerzen liegt im 
Kohlenkalk unmittelbar an dem zum Deva entwässernden 



*) Und Verlust. 
«) Nebst Thon. 
') Daneben noch 0,06 Phosphor und Spuren von Thonerde. 



113 

Ereide-Gebiet. Eine westliche Zone mit gutem, z. Th. auch 
sehr eisenreichem Erz setzt in süurischem Kalk auf. Ferner 
auch am Wege von Oviedo nach Ghrado bei Escamplero. Betrieb 
hat stattgefunden in Cdunga, Govadonga, Gangas de Onis u. s. W. 
— Unregelmässige Ablagerungen mit Zonen, die bis 457© 
MnO^ geben, in Brauneisenstein des Reyieres Luarca. 

Pyrenaeen. Im Lias östlich des CoU d^Amatj Prov. 
Lerida, wird ein Erzvorkommen ausgebeutet, — es findet sich 
dicht zu Jaca, Prov. Huesca [Mus. Hist. nat. Madrid]. — 
Wenig wichtige Betriebe sind auch zu Larausa ^ San Hilario 
de Sacdm und im Revier Alp der Prov. Gerona zu verzeichnen 
Mäestre]; die Grube Roberto daselbst förderte 1899 16 Tonnen 
Estad. minera, 1900]. Im Süur devMontes de Dax, Thal Cardanaj 
in derselben Provinz, ist einem Erzvorkommen, dessen durch- 
schnittlicher Gehalt an Polianit 68 7o beträgt, das Material zu 
der unter 1 angegebenen Analyse entnonmien. 

Catalonienj Prov. Tarragona: In triadischem Rothsand- 
stein der kleinen Sierra de Champany, nördlich von Maspujcis, 
zwischen GasteUveU und Aleixar beabsichtigt man unregel- 
mässige Anreicherungen des Erzes zu gewinnen [Mallada]. 
Schon jetzt bearbeiten die Gruben Casualidad und Segunda 
Casualidad, Revier Aleixar, Erze, die im dichten Kalk am 
Contact mit Triassandstein gelegen sind. 

Aragonien. Wichtige und bedeutende Lagerstätten sind 
diejenigen der Prov. Tert^el, und unter ihnen sind wieder her- 
vorzuheben die Gruben bei OribiUenj Camanas, GargaUo und 
Ahanis, in denen neben dem Pyrolusit auch Manganit und 
Psilomelan gewonnen werden. Eine ausgezeichnete Qualität 
stellt ein pulverförmiges Manganerz aus den Ereidesandsteinen 
der Umgebung von OribiUin dar, das über Valencia zum Export 
gelangt. Erst neuerdings hat Jimeno ein von dem gewöhn- 
lichen Typus der Erze von Terud abweichendes beschrieben. 
Nierenförmige Massen schliessen rhombische Krystalle mit 
Prisma und Brachypinakoid ein, vergleiche auch die unter 1. 
angeführte Analyse. Die Gruben von OribtUen bearbeiten die 
äusseren Hüllen eines verschiedene Manganoxyde enthaltenden 
Kernes und waren so reich, dass eine einzige derselben über 
40000 Centner in einem Jahr fördern konnte. Für 1899 ist 
die Ausbeute an Pyrolusit in der Prov. Teruel mit 25 Tonnen 
angegeben. Doch ist der geringe Umfang der Förderung auf den 
niedrigen Preis für Mangan zurückzuführen [Estad. minera, 1900]. 

8 



114 

Leon. In der Prov. dieses Namens treffen wir Mangan- 
werke in Bonary ViUafrea und CaUejOy hier auch Kupfererze 
begleitend. — Die Prov. Zamora gewinnt kleine Mengen mit 
Mangan! t zu Losaeio und im Norden und Süden von Carrascal, 
«m Südabhange der Sierra de la CkUebra. 

Estremadura. Angeführt von Hospital dd Obispo und 
auch auf den Eisengruben der silurischen Quarzite, sowie in 
concretionärer Form mit den gleichfalls concretionären Phos- 
phoriten in der Prov. Cäceres vorgekommen. 

Castilien. In thonigen Schichten der Prov. Burgos zu 
BeUorado, Ezquerra, Barhadülo und Sahs de los Infantes, auch 
in Puras, radialfaserig in der Umgegend der Hauptstadt der 
Prov. Burgos [Herrgen]. 

In der Trias von Neu-Castüien kommen Nester schwarzen 
Manganerzes häufiger vor, so zu Fiqueras und Tordesüos, Prov. 
Crimdalyara; erdig zu Casa de Setües ebenda [Mus. Hist. nat. 
MadridJ. — Das Erz eines Lagers zwischen BaUesteros und 
ValdepenaSj Prov. Ciudad Real, enthält Schwefel und Phosphor. 
— Im Miocän der Prov. Tökdo sind bemerkenswerthe Fund- 
stellen bei La Picaza, Revier Belvis de Jara^ und zwischen 
Äranjuez und Toledo, wo ein erdiges Erz gewonnen wird (vergl. 
Psilomelan). Dicht findet er sich zu Ermita de la Concepdön 
in derselben Provinz. — Auch in der Prov. Madrid werden 
erdige Varietäten erwähnt, so von Älcald de Henares, von 
El Molar und von Casa de Campo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Prov. Sevilla am Cerro del Hierro, Revier 
Constantina [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Wie schon von der 
Pyrit-Region der Prov. Huelva ist auch von der mit Manganerzen 
bedachten zu berichten, dass dieselbe nach Alemtejo in Portugal 
hinüberreicht und in einer Reihe wenig tiefer Arbeiten, die sich 
von Ost nach West aneinander reihen, aufgeschlossen ist. Nach 
Gonzalez t G. de Meneses ist in der Sierra de Arocha und 
der de Andevalo fast auf jedem Kilometer eine Pyrolusit und 
Hausmannit beherbergende Ablagerung zu finden [Calderön]. 
Das Mineral ist hier begleitet von Jaspis und vermehrt dessen 
verschiedene Abarten noch durch seine Infiltrationen u. s. w. 
Zu CalanaSy Zalamea bei Bella Vista, El Alosno und Valverde, 
Prov. Huelva, herrschen reinere Abarten in Form von Con- 
cretionen vor, wogegen in der Prov. Granada weniger reiche 
Erze gefunden werden, die in grossen Lagern zwischen Jaspis 
und Thonschiefer eingelagert sind und mit Unterbrechungen 



116 

auf eine Länge von mehr als einem Kilometer immer eine 
beträchtliche JDicke behalten. 

An einzelnen Funden mögen die folgenden angeführt 
werden: Prov. Hudva. Schwarzer Glaskopf mit drusiger Ober- 
fläche der Nierenflächen von der Grube Rico Baco bei Älosno 
besteht aus Pyrolusit mit Psilomelan; auf der Oberfläche liegen 
auch wohl noch einzelne Polianit-Kryställchen [U. S. Breslau], 
Kleine Adern im Streichen der Gesteine eingelagert zu Los 
Planes und am Wege nach Zalamea bei BeUa Vista im Rio 
Tmfe-Bezirk [Collins]. Eine Pseudomorphose.nach Manganit 
aus der Umgegend von Hudva [U. S. Strassburg. Briefl. 
Mitth. von Prof. Bücking], — Prov. Malaga. Von Marbdla 
führt Levy [III, 291] schwarzen Pyrolusit auf Quarz an. Im 
Chiastolith führenden Gneiss von Maro Nester von Pyrolusit 
und Psilomelan [Chaves]. Bei Periana, am Fuss der Sierra 
Tyeday Pyrolusite, die nach einer Analyse von Pabeno 
35—55 Vo Mn enthalten. — Prov. Älmeria. Am Cabo de Gata, 
namentlich am Cerro del Garlamsal, ein sehr reines Erz in Con- 
cretionen, die zuweilen bis 70 chlorimetrische Grade geben. 
Auch sonst in der Provinz noch. Erzvorkommen, aber von 
weniger Bedeutung. Am Galo de Gata sind verschiedene Lager- 
stätten vorhanden, sie werden aber ihrer Unregelmässigkeit 
wegen wenig geschätzt. Am bekanntesten ist noch diejenige vom 
Cerro del Garhamal, deren Erz 40— 607o MnO* enthält [NogüÄs]. 

Murcia. In Concretionen von der Sierra de Santi Es- 
piritus [Mus. Hist. nat. Madrid]. Zu Morata dichte Varietäten 
in Begleitung von Manganiten, faserige am Cabo de Pahs. 
Mit „Fusa" wird in der Sierra Cartagena von den Bergleuten 
eine Breccie von Kalk imd Thon bezeichnet, die mit Pyro- 
lusit imprägnirt ist und die Vorkommen von Blei- und Zink- 
erzen daselbst begleitet. 

Valencia. Trotzdem es viele kleine Ablagerungen in 
Gesteinen der secundären und tertiären Formationen giebt, ist 
nur ein einziges im Eevier Montserras ausgebeutet. In Real 
de Montroy ist das Erz krystallin. 

Portugal. Im Paläozoicum von Ähmtyo sind in der aus 
der Prov. Huelva herüberreichenden Manganregion die folgenden 
Vorkommnisse bei P.-Gomes [203] aufgeführt: Änadia, Alma- 
greiraj Gruben von Ferragudo, von Figueirinha und viele an- 
dere in den Revieren von Castro Verdcj Ourique, Ahnodovary 
Aljt^sPrelf Mertöla, Vüla Vigosa. 

8* 



116 

Molibdenoere. Molybdänocker. Molybdenocre. 

BhombijBch (kfinsüiche ErystaLle). 

Portugal Paraiso in der Nähe von Porto [P.-Gohes, 202]. 

Minio. Mennige. Minio. 

1901. Chayeb: Bol. Soc. Esp. de Hist nat., I. 

Derb. 

Santander. Als ausgezeichnete ümhQllungspseudo- 
morphosen grosser Bleiglanzwürfel von Picos de Europa 
Gboth], auch mit anderen Bleisalzen gemengt auf Bleiglanz 
U. S: Breslau]. Von hier stammt auch wohl eine erdige 
purpurrothe Kruste auf blätterigem Bleiglanz, die ohne nähere 
Fundortsangabe als aus Spanien stammend in der U. S. Prag 
aufbewahrt wird. 

Andalusien. Verschiedentlich ist das Mineral von 
Linares, Prov. Jaen, erwäBnt, auch im Mus. Hist. nat. Madrid 
befindet sich ein Exemplar mit Beiglanz, aber Naranjo be- 
hauptet, dass es nur als Hochofenprodukt vorgekommen wäre. 

Kürzlich fand Chaves ia dem dolomitischen Kalk von 
Jfaro, Prov. Mdhgaj Hohlräume, ausgefüllt mit Limonit und 
in dessen Begleitung Mennige in kleinen, zarten, röthlich- 
orangefarbigen Partieen. 

Balearen. Insel Ibiaa [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



2. Hydpoxyde und Hydrate. 

Brucita« Brucit. Brucite. 

Bbudant 1824. 

Rhomboödrisch. 1 : 0,5208. 

Andalusien. Villa de SSron, Prov. Almeria [Naranjo]. — 
Ein Hydroxyd von Magnesium tritt in dem Serpentin der 
Serrania de Bonda auf und wird für eine dem Pencatit analoge 
Substanz gehalten. 



117 
Diaspora. Diaspor. Idiai^pore« 

Haut 1801. 

Rhombisch. 0,4686 : 1 : 0.3019. 

1879. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist nat, VIII. Mem. 493. 

Castüien. Blättchen, die mit Glimmer regellos durch- 
einander liegen, auf weissem Quarz von M Gardoso, Prov. 
Gruadalajara. In brachydiagonalen Schnitten haben sie hell- 
blaue Farbe mit merklichem Pleochroismus; sie schliessen 
Magnetit, Glimmer und Hohlräume mit Flüssigkeit ein. Spec. 
6. 3,46. [Mus. Hist. nat. Madrid. Quiroga.] — Andere 
Exemplare der Sammlung sollen von Buitrago, Prov. Madrid, 
herstammen (untersucht durch Quiroga). 



Mang'anita« Mang:anit. Mang'anite. 

Acerdesa. Haidinoer 1827. Acerdese. 

Rhombisch. 0,8441 : 1 : 0,5448. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Hnelva, n. 

Asturien, Gelegentlich mit Pyrolusit auf dessen sämmt- 
lichen Lagerstätten (siehe dort). 

Äragonien. Auf den Lagerstätten des Pyrolusit in der 
Provinz Terml, speciell zu Gamanas. 

Leon. Losacio, Prov. Zamora [Naranjo]. 

Estremadura, Im Ealk von El Calerizo bei Cäceres finden 
sich Höhlungen („bolsones"), in denen von oben nach unten 
Manganit, Braunit und Pyrolusit auf einander folgen. 

Andalusien. Dicht von der Sierra de Segura, Prov. JaSn 
[U. S. Sevilla]. — Als Begleitmineral von Pyrolusit und Psi- 
lomelan auf den Manganerzgängen der Prov. Hudva meist als 
erdiges pulveriges Gemenge, nur selten als dichtes Erz von 
schwarzer oder grauer Farbe oder auch nierenförmig [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. Eine grosse Anzahl von einzelnen Fund- 
stellen giebt G.-TarIn. Ausgezeichnet schöne, stark gestreifte 
und glänzende ErystaUe, bis über 1 cm lang, von Zalamea la 
Real [S. Esc. Min. Madrid]. 

Portugal In Älemtejo [P.-Gomes, 203] 



118 
Limonita. Brauneisenerz. Limonite. 

Hematites parda. 

Derb. 

1809. Mabgbena: Moll's Jahrb., 292. 

1821. ? : Moll, Neue Jahrb., V, 50. 

1829. ? : Kabstbn's Archiv, I, 463. 

1849. Paillette et Bezard: Bull. Soc. geol. de Fr. (2) VI. 

1863. Süllivan and O'Reilly: Notes on the geol. a. min. of the 
Span. proY. of San tander a. Madrid, 93. 

1874. Cortazar: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., I, 206. 

1876. A. H.: ibid.. Hl. 

1877 u. 1880. DE Yarza, A.: ibid., IV und VI. 

1884. CoLUNs: Min. Mag., V, 214. 
. 1886. Vidal: Eesena geol. prov. Gerona. 

1888. Gonzalo-Tarin: Descrip. prov. Huelva II. 

1892. Almera: Crönica cientif. de Barcelona. 

1894. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXin, Mem. 19. 
Qüiroga: Uebersetzung v. Tschermak's Mineralogie. 
. 1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I. 

An Brauneisenablagerungen ist Spanien ausserordentlich 
reich, fast überall tritt entweder das Erz allein oder doch mit 
anderen Erzen auf. Einige der Fundstellen sind von ganz be- 
deutender Wichtigkeit. A. H. veröffentlichte eine Monographie 
über die Eisenerzlagerstätten des Königreiches und führt darin 
eine grosse Anzahl auf. Ausserdem ist aber die geologisch- 
bergmännische Literatur über diesen Gegenstand eine so aus- 
gedehnte, und es werden darin eine solche Unmenge von Mit- 
Öieilungen niedergelegt, dass wir uns begnügen müssen, nur 
die hauptsächlichsten herauszugreifen, um nur eine Idee von 
der Verbreitung des Erzes geben und seine verschiedenen Ab- 
arten veranschaulichen zu können. 

# 

Galicien. Hauptsächlich beherbergen die cambrischen 
Gesteine von der Prov. lAtgo und Corima sedimentäre Ab- 
lagerungen unseres Erzes. Bunt angelaufene Stufen stammen 
von Santa Maria de Ortigtieira. Afterkrystalle und Umbildungen 
finden sich vorzüglich zu Santiago de Compostela [Hartmann II, 
420]. — Zu Vivero, Prov. lAigo, und südlich davon sowie an 
weiteren Ortschaften sind 1899 Lager entdeckt, und auch der 
Export hat bereits begonnen [Estad. min.]. — Auch in den 
Provinzen Orense und Fontevedra sind Erzlager vorhanden, aber 
wenig in Bearbeitung genommen, da Brennmaterial fehlt und 
die Abfuhr wege schlecht sind [Cortazar]. 

Ästurien und Santander. Im Kalk von Luarca und 
AvUes finden sich grosse Gänge, die neben Manganoxyden in 



119 

wechselnder Menge zum grössten Theile aus Brauneisen be- 
stehen. In Lena wird dasselbe zur Herstellung eines aus- 
gezeichneten Stahles verwandt. Im Umkreise von Tnibia, in 
Miranda und an verschiedenen Punkten im östlichen Asturün 
in reichlicher Menge vorhanden. Kupferkies enthält das Erz 
zu Busdemouros, und jener schliesst wiederum Hohlräume mit 
Malachit ein. In den Bergen von Naranco bei Oviedo finden 
sich Klapper- oder Adlersteine, piedra de äguila [U. S. 
Oviedo], und an fielen Punkten in der Juraformation oolithische 
und pisolithische Erze [Naranjo]. — Ausgezeichnet in Güte 
und reichlichem Auftreten sind die Vorkommen in der Prov. 
Santander zu Maliano, Liano, YiUaescusa bis ins Thal von Pl- 
nagos; im SO. der Hauptstadt liegen die schon im Alterthume 
bearbeiteten Vorkommen von Solares und Entranibasaguas sowie 
diejenigen von Castro ürdiales, und neuere Untersuchungen 
haben den Nachweis erbracht von dem reichlichen Auftreten 
zwischen Santander und GomÜlas, Im Verein mit Eisenglanz 
und Eisenkies finden sich die irisirenden Erze zu Gamargo. 
In Pseudomorphosen nach Markasit, Kammkies, sitzt Göthit 
oder Brauneisen auf Zinkspath von Fmnte Arce; der Späth ist 
weiss und braun gefleckt, als ob das zu seiner Bildung 
dienende Erz aus Blende und Eisenkies innig gemengt gewesen 
wäre [SuLLiVAN and O'Reilly]. 

Nach der Estad. min. sind 1899 in der Provinz 1164000 
Tonnen gefördert worden und eine Vereinigung von Hochöfen 
ist mit 10000000 Pes. ins Leben gerufen. 

Pyrenaeen, Die berühmtesten Lagerstätten Spaniens und 
wohl der ganzen Erde sind diejenigen der Prov. Yizcaya und 
speci^ll diejenigen von Smmrrostro bei Bilbao, wo das Braun- 
eisen mit Eisenglanz gemischt ist. Schon Pliniüs erwähnt 
das Vorkommen; und seit dem 15. Jahrhundert bis zum heutigen 
Tage bildet es die Basis eines grossartigen Exportes. Das 
Erzlager umfasst einen Gürtel von 4 km Länge bei 1 km 
grösster Breite, ganze Berge setzt es zusammen auf einer 
Unterlage von Glimmer führenden Sandsteinen der Kreide- 
formation ruhend. Auf den verschiedenen Theilen der Lager- 
stätte hat das Erz eine verschiedene aber bestimmte Zusammen- 
setzung und ist mit Lokalnamen von einander unterschieden, 
aber Brauneisen mit mehr oder weniger beigemengtem Eisen- 
glanz, Eisenspath, Thon u. s. w. ist vorherrschend. Ausser 
dem um Somorrostro gelegenen Hauptcentrum liegt noöh ein 
weiterer Mittelpunkt für die Erzgewinnung in der Umgebung 
von Bilbao und umfasst die Grubenbezirke von OUargan, Mira- 



120 

viUa, Iturrigorri, El Ponton und El Morro. Wichtig sind auch 
die Erzvorkommen in der unmittelbaren Nähe von Guernica. 

Yizcaya lieferte um das Jahr 1809 schon jährlich 800000 
Centner, nach der letzten Statistik von 1900 betrug die För- 
derung 6495733 Tonnen im Werthe von 29230000 Pesetas. 

Prov. Guipuzcoa. Hier ist als das wichtigste Erzrevier 
dasjenige von Irim zu erwähnen, aber auch Oyarzun und 
Eenteria, sowie grosse unregelmässige Massen in der Sierra de 
Äügorri, die seit entlegenen Zeiten im Betriebe stehen, müssen 
genannt werden. Die Grube Mondragön musste das Rohmaterial 
für die berühmten Toledoklingen und die ebenso geschätzten 
Waffen von Zaragoza fördern. Stalaktitische Bildungen und 
brauner Glaskopf kommen von Onate, Hartmann [II, 420] 
nennt das Erz von Guipuzcoa und Bilbao, das zugleich mit 
dichtem gewonnen wird, ausgezeichnet faserig. — Navarra be- 
sitzt in den Bezirken Vera und Ijesaca, sowie am Rio Vidasoa, 
dem Berge Äralaz und im . Revier Echarriaranaz gute Lager- 
stätten. Prächtig sind die Stalaktiten von Vera mit schaalig, 
radialfaserig aufgebauten Cylindern. Auch im Granit findet 
sich das Erz und zwar an den Abhängen des Canalchipi, süd- 
westlich von Enderlaza. Für 1899 betrug die Förderung 
30000 Tonnen [Estad. min.]. 

Die östlicher gelegenen Gebirgsketten der Prov. Lörida 
schliessen in cambrischen Thonschiefem des Thaies von Ärrdn, 
8 km von Bansen, einen 10 m mächtigen Gang ein. Gemenge 
von Brauneisen und Eisenspaih werden in Burro, Taull und 
Montanisell gewonnen. — Die Gebirge der Prov. Huesca beher- 
bergen am Contact von Granit und archäischen Schiefern 
wichtige Ablagerungen, deren wichtigste diqenige von der 
Montana Mened zwischen den üfem des Tringonier und des 
Ordiceto aus dickbankigen Roth- und Brauneisensteinen besteht. 
— Das Silur von Andorra hat ebenfalls bekannte Eisenerze. 
Ein 3 m mächtiger Lagergang eines löcherigen Brauneisens, 
das im Mittel 75 7o reinen Erzes aufweist, tritt, begleitet von 
Spatheisenstein und etwas Pyrolusit, zu Corts de RoseU auf. — 
In den östlichen Ausläufern der Prov. Gerona seien ein mangan- 
haltiges Erz der Grube Centella, im Thal von Eibas, erwömt, 
sowie die Gänge in der Sierra de San Miguel, von San Julia 
de Eamis, von Parafita u. s. w. bei der Stadt Gerona, 

Catalonien, Ausser den Lagern in den Pyrenaeen sind 
iu der Prov. Barcelona, nahe der Hauptstadt selbst, kleinere 
Massen von Brauneisen in silurischen Kalken und Schiefern, 
z, B. bei Gabd, am Cerro Eocäbruno und in seiner nächsten Um- 



121 

gebung, zu Santa Creu de Ohrde, bei der Kirche Gracia und 
Malgrat vorhanden [Almeba]. — Aermere Maesen werden in 
Bonastre, Cahra, Pia de Cabia etc., ein silberhaltiges Erz im 
Bezirk Argentera der Prov. Tarragona gewonnen. 

Aragonien. [Prov. Huesca siehe unter Pyrenaieen.] Von 
den zahlreichen Lagerstätten der Prov. Terud liegt ein Tbeil 
im Jura, ein anderer ist silurischen Schichten eingefügt. Die 
jurassischen Vorkonunnisse haben oolithisches Gefüge und 
schliessen, wie diejenigen in der unmittelbaren Nabe von 
Sarriön, zuweilen reichliche Fossilien ein. In silurischen 
Quarziten liegt das reiche Vorkommen nahe Pena Redonda und 
der Sierra Menera auf der Grenze zur Prov. Guadakijara, in 
welcher linseuförmige Massen von Braimeisen und Eisenspath 
auf den Gruben von Ojos Negros, Setües, Mdina de Aragon u. s. w. 
das seit alter Zeit berühmte Eisen von Setües, hierro de 
S etil es, lieferten. Noch heute wird der Betrieb im grossen 
Maassstabe aufrecht erhalten und förderte 1899 nach der Estad. 
min. in Setües, Tordesüos und Ojos Negros zusammen einige 
93000000 Tonnen. Von Gargallo, in gleicher Provinz, sind 
Exemplare im Mus. Hist. nat. Madrid. 

Leon. In der Provinz Leon ist das dichte Brauneisen 
von Foncebalön und solches aus dem Thale des Vieriio, zwischen 
Ponferrada und Pttente Domingo Florez zu erwähnen, das inmier 
noch wegen der Menge und der Güte von ausserordentlicher 
Wichtigkeit ist; femer die Vorkommnisse aus den Mulden des 
Bio Luna, des Bernesga und Bustongo, Stalaktitisches Erz 
bietet das Vorkommen von Frumigueiro [Mus. hist. nat. Madrid], 
— An den Grenzen gegen Portugal, in der Prov. Zamora, 
standen früher auf Erze aus cambris eben Gesteinen wichtige 
Eisenhütten im Betrieb. — In Salamanca gaben die Erze von 
La Alberca 45 7o Fe. Der silurische Quarzit der Sierra de 
Ciuadad Bodrigo enthält Ablagerungen an verschiedenen Orten ; 
Eisenocker wird gewonnen in den Revieren Santibanee de 
Tormes und Arapües. 

Estremadura. In den oberen Teufen führen silurische 
Quarzite und Sandsteine, welche Schiefer überlagern, Knollen 
und kleinere Massen von Brauneisen in Guadalupe, San Pedro 
und El Canaveral, Prov. Cdceres. — Auch in den Revieren von 
Monterrubio und Cabeza de Buey sowie an anderen Punkten 
der Prov. Badajoz. Vielleicht sind neu aufgefundene grosse 
Ablagerungen der Provinz als der „eiserne Hut" von Pyrit-. 



122 

lagern anzusehen. Mit dem Abbau derselben hat man auf den 
Gruben Gonstanfe, Santa Maria, San Luis bei CapiRa, La Joa- 
quina bei Äzuaga und San Antonio bei Ftiente del Arco be- 
gonnen [Estad. min. 1899]. 

Castilien. Ausser der in der Sierra Menera (cf. Aragonien) 
gelegenen Gruben sind in der Prov. Toledo bemerkenswerthe 
Erzvorkommen, darunter diejenigen von Navalucidos und Ajofrin 
[Mus. Hist. nat. Madrid], ferner in der Prov. Cuidad Real, hier 
z. B. der Glaskopf von PuertoUano und bunt angelaufene Exem- 
plare von Almaden [Mus. Hist. nat. Madrid]. — In Mdina de 
Aragon, Prov. Guadalajara, wird Thoneisenstein in der Form 
des Adleröteins [Mus. Hist. nat. Madrid] erwähnt. — Zwei 
Zonen giebt es ferner im Silur der Prov. Logrono, eine in der 
Sierra de San Lorenzo und der Sierra de la Bemanda, eine zweite 
in den Gebirgen von ürliön und Castejön Die Erze sind Ge- 
menge versdüedener Elsenmineralien mit vorherrschendem 
Brauneisen und geben bis 30 und 33 7o weiches Eisen. — In 
der Prov. Sot^a ist Los Campos zu nennen [Min. Hist. nat. 
Madrid]. Wegen der Menge des Erzes in den Revieren Agreda, 

Olvega, Noviales und Beraton wird eine Bahn von Olvega nach 

Castejön gebaut werden [Estad. min. 1899]. 

Andalusien. In der Prov. Jaen sind sehr alte Bauten 
in den Revieren Sües, Cambrü, Los Villares, Santiago de la Es- 
pada und Peal de Becerro. Oolithe finden sich in secundären 
Kalken von Quesada, — Die Provinzen Cordöba und Sevilla 
besitzen in der Sierra Morena eine unzählige Menge von Eisen- 
gruben, unter denen diejenigen von El Pedroso, namentlich 
Juan Teniente und Naviüarazo, den ersten Rang behaupten. 
Die zuweilen etwas manganhaltigen Erze lagern in 10 und 
20 m dicken Bänken und werden in Tagesbauten gewonnen. 
In den letzten Jahren ausgeführte Untersuchungen haben die 
Ausdehnung dieser Ablagerungen noch in grösserem Umfange 
erscheinen lassen. 

Auf der Grube Huyeron, 16 km nördl. El Pedroso, Prov. 
Sevilla, traubige Gebilde von radial-faserigem Aufbau mit glatten 
Ablösungsflächen der Faseragregate gegeneinander. Auf der 
Oberfläche liegen Wülste von kleindrusigem Quarz, die im 
Innern in der centralen Axe Brauneisen enthalten [U. S. 
Breslau]. Als Ueberzug über vegetabilische Reste, ähnlich 
den Karlsbader Incrustationen, kommt das Erz in der Nähe 
von El Pedroso ebenfalls vor (Calderon). — In dem eocänen 
Kalke von Marön zeigt das Mikroskop nierenförmige Knollea 



123 

von Limonit (Calderön), auch sind in neuerer Zeit', wie beim 
Eisenglanz erwähnt, grosse Eisenerzmassen aufgefunden, doch 
fehlen zur Zeit noch eingehendere Nachrichten über dieselben. 

Ein grossartiges Magazin für Brauneisenerze besitzt die 
Prov. Huelva im „Eisernen Hut" ihrer Pyritablagerungen, in 
dem das Erz sowohl dicht wie auch in Concretionen, die 
häufig bunt angelaufen sind, vorkommt. Ein anderer Typus 
des Vorkommens ist der in fossilführenden Lagern, die, wenn 
sie auch in der Nähe der Kiese vorkommen, sicher sedimen- 
tären Ursprungs sind. Dergleichen Vorkommnisse sind z. B, 
in Bio Tinto, La Coronada, El Carpio, La Zarza u. s. f. Ei» 
Theil dieses Erzes ist in Eisenglanz umgewandelt. Auf dem 
San I>ionisio-GB.nge zu Bio Tinto findet sich eine Lage von 
duckartigem Brauneisen mit Pflanzenabdrücken. Gut aus- 
geprägte Dicotyledonenblätter enthält dichtes Erz von der 
Mesa de Los Pinos daselbst [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

In Los Barrios bei AJgedras, Prov. Cadix, finden sich nicht 
gerade häufig als piedras de äguil'a bekannten Concretioneni 
in grossen Exemplaren. 

In der Provinz Malaga sind die Vorkommen von Monda, 
Ojen, Benalmadena und ein bedeutendes im Revier Igußja, 
Serrania de Bonda, schon seit Alters bekannt, auch in der 
Sierra de Nijas giebt es gute Eisenerze. Auf der Grube Carmen 
bei Maro findet es sich dicht mit etwas harzigem Glanz, t-*^ 
Die paläozoischen Gesteine des Gürtels südlich der Sierra 
Nevada sind voll von vorzüglichem Brauneisen, sö sind zu 
nennen Capüeira, Eüejar Sierra, Trehelez, Aldeire u. a. m. Mehr 
oder weniger bedeutend sind ein 20' mächtiger Gang nördlich 
der Sierra [Moll's Jahrb.] am Cerro del Alquife, nahe Carataunas 
und Busquiiar, und in der Ebene von Lq^. Die Erze ent- 
halten etwas Mangan. — Die Prov. Almeria hegt viele kleine 
Gänge in der Küstengegend zwischen Caho de Gata und AguHas, 
Die Salbänder der Erzgänge in der Sierra Almagrera pflegen 
aus thonigem Brauneisen zu bestehen und auf Spalten sind 
die Wände mit braunem Glaskopf ausgekleidet, die bei stalak- 
titischer Beschaffenheit oft die merkwürdigsten Bildungen 
hervorbringt. Das Erz ist zuweilen silberhaltig mit ziemlich 
hohem Gehalt an dem Edelmetall. Die Grube Vulcano in der 
Sietra CaUrera fördert manganhaltiges Erz mit gelbem Eisen- 
ocker. Ebenfalls manganhaltig sind die dickbankigen Ein- 
lagerungen von Canadas de la Serena, nordwestlich von Bedar, 
verschiedene im Revier Cuevas de Vera, Herrerias und viele 
andere der Provinz. Pseudomorphosen nach Eisenspath finden 
sich zu Carhoneras [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



124 

Murciä, Namentlich die Sierra de Cartagena enthält viele 
gute Vorkommen an der Küste zwischen Äguilas und Gdbo de 
Fahs, der Levante der Stadt Cartagena, und in den Revieren 
von Äguilas, Lorca und Junquera [Mus. Hist. nat. Madrid]. Die 
Bearbeitung der Gruben geschieht schon seit alten Zeiten und 
das gewonnene Erz wird meist nach England exportirt. In 
den Zonen von Lorca und Äguüas sind neue wichtige An- 
schürfe gemacht worden [Estad. min. 1899]. Geschätzt sind 
in Cartagena die Erze von La Crisoleja und El Prado, die 
silberhaltiges Gemenge von Brauneisen und Ocker sind, sowie 
die ausgehenden Theile der Gänge, welche bleihaltiges Braun- 
eisen fördern, das auch mit etwas Silber angereichert ist. 
Gegen Murcia hin treten pisolitische, stalaktitische und oft 
irisirende Erze an vielen Punkten der Sierra de Cartagena auf. 
^ Untersuchungen in den Revieren Hellin und Töbarra, Prov. 
Albacete, sind so glücklich ausgefallen, dass die Erze einen 
wichtigen Paktor für die Verbesserung des Nationalvermögens 
geben werden [Estad. min. 1899]. 

Valencia, Ein pisolithisches Erz wird in Älicante ge- 
wonnen. — In Ärtana, Prov. Castellön de Ja Plana, kommt 
erdiges Gelbeisenerz mit Brauneisen vor [Leone.]. — Der Ex- 
port an Eisenocker aus der Prov. Älicante betrug 100 Tonnen 
im Jahre 1899 [Estad. min.]. 

Portugal Zur Stahlfabrikation wird das Brauneisen 
hauptsächlich in den Bezirken Braganza, Ebora und Beja ge- 
wonnen. P.-GoMES [203] führt folgende Fundorte an : Limonite 
Moz (Moncorvo), Pena Cova e Fajao, Distr. Coimbra, Barqueiros, 
Distr. Leiria, Venda da Serra (Figueirö dos Vinhos), Rosälgar 
(Odemira), Äbelheira (Mertola), Serra de S Mamede (Porf^ilegre), 
Serra Älta (Cercal), OdiveUas und Bencatd (Älemfejo) — Xantho- 
siderithe — Foz d'Älge, 

Das Kupferpecherz, wie es scheint „ein secundäres Ge- 
menge von Eisenoxydhydrat mit dem Silicat Kupfergrün" 
[Zirkel-Naumann, 494], kommt auf vielen Kupfergruben Por- 
tugals [P.-GoMES, 207] und in Huelvay vor. 



Winklerii 

BRErrHAUPT 1872. 



Amorph. 



1872. Breithaüpt: N. Jahrb. f. Min. Geol. u. Palaeont., 816. 
1882. Weisbach: ibid., II, 266. 



125 



Die gegebenen 


Analysen 


sind: 








Bbeith. 


Erich. 


Erich. 


IWÄTA. 


Wasser 


14,08 


9.37 


9,87 


12.12 


Sauerstoff 




1,40 


9 

• 


4,11 


Kieselsäure 


2,64 


0,29 


0,31 


0,29 


Wismuthoxyd 




9 

• 


9 

• 


1,70 


Kobaltoxyd 


10,34 









Kupferoxyd 


13,21 


20,37 


23,13 


15.01 


Arsensäure 


10,29 


27,70 


28,18 


20.50 


Eisenoxyd 


3.05 


1,59 


1,36 


0,71 


Kobaltoxydul 


28,91 


21,02 


17,02 


23,80 


Nickeloxydul 


• 2.58 


5,37 


4.48 


12,98 


Kalkerde 


5,35 


11,32 


11,93 


9.27 


Magnesia 


— 


0.66 


0,55 





Mangänoxydul 


— 


0,39 


9 

• 





Kohlensäure 


10,37 


0,82 


9 

• 






100,82 100,30 96,83 100,49 

Andalusien, Das Erz kommt in derben Massen mit 
muscheligem Bruch und geringem Glanz in der Sierra AI- 
hamüla zu Oria bei Motril und am Cerro Minado bei Huercdl 
auf Klüften oder nesterweise im Dolomit vor und ist von 
Olivenit-Trümchen durchzogen oder mit zersetztem Dolomit 
und Halloysit umgeben ; daneben werden noch Malachit, Kupfer- 
lasur und Kobaltblüthe angegeben. Das Erz ist bläulich 
schwarz bis sammetschwarz, besitzt dunkelbraunen Strich und 
ist seiner chemischen Zusammensetzung nach noch nicht ge- 
nügend erkannt (wenn überhaupt ein einfaches Mineral vor- 
liegt}. H = 3; Gew. = 3,432 Er. 3,702 - 3,725 W. 



Öpalo. Opal. Opala. 

Amorph. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid. 

1868. Botella: Descrip. geol.-min. prov. Murcia y Albacete. 

1875. RoEMER, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXVII. 

1882. Calderön: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., IX. 

1884. Coluns: Min. Mag., V, 214. 

1892. Calderön y Paul: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, X. 

1888. QmROGA: Bol. Instit. libre, XI. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XVIII. 

1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I. 
1897. Cala: Anal. Soc, Esp. de Hist. nat.. XXVI. 



126 

Analyse eines Halbopals. Vcälecas bei Madrid [Rammels- 
BESG, 166]: 

SiO* AP 0» (eisenhaltig) MgO H»0 über Schwefels, b. Glühen 
74.65 10,0 3.6 8,26 3,49 

= 100,00 

spec. Gew. 2,216. In Kalilauge löst sich von diesem Opal 
bei dreimaligem Kochen bis auf 18,47Vo. 

Pyrenaeen. Nur in den catalanischen Gebirgen der Prov. 
GeronCi kommt in vulkanischen Gesteinen zuweilen Hyalit vor, 
so in dem kleinen Vulkankegel Gon Cruüana, 4 km von Gerana. 

Catalonien. Opal vom Monjuich bei Barcelona im Mus. 
Eist. nat. Madrid. 

JSstremadura. Sehr nette Hyalite von blauer Farbe 
sitzen auf krystallinischem wasserhellem Quarz von Fregenal 
de la Sierra, Prov. Badajoz [U. S. Sevilla]. 

Castilien, In Torrehhatön, Prov. VaUadolidj findet sich 
Wachsopal, öpalo resinita, mit zahlreichen Abdrücken von 
tertiären Süsswasserfossilien. — Aus der Prov. Segovia kommt 
von nicht näher bekanntem Fundort eine Kieselerde mit 
Cyclotella rectangulata [Mus. Hist. nat. Madrid]. Menilit 
findet sich in Gemeinschait mit gemeinem Opal und Ealkspath 
in der nächsten Umgebung von Jadraque, Prov. Guadalajara. 
Ebendort wird auch schwarzer und weisser Opal erwähnt 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. — Vom Cerro de VaUecas bei Madrid 
sind die weissen und milchfarbenen Lagen von porzellanartig 
aussehendem Opal in Begleitung von Chalcedon altbekannt, 
desgleichen finden sich daselbst auch. Wachsopale in grosser 
Farbenauswahl von gelblich weiss bis braun und schwarz; 
auch in Pseudomorphosen nach Kalkspath, theils mit einem 
Restkern dieses Minerals, theils hohl ist Halbopal hier beob- 
achtet [Leone., 265] — Gemeiner Opal in einem schlüpferigem 
Sandstein wird erwähnt von Cahada de Oropesa, Prov. Toledo 
[Naeanjo]. 

Andalusien. In der Prov. Cörddba und in derjenigen 
von Sevilla y hauptsächlich aber und seit länger bekannt in 
letzterer, kommen in den kalkigen Sedimentärformationen 
Taschen oder unregelmässige Flecken von einer mit Kalk 
gemischten Kieseiguhr oder Tripel vor, die gerne zur Anlage 



127 

von Weingütern Verwendung finden und im Volksmunde als 
„Alberos** bezeichnet werden. Solche Flecken sind zwischen 
Morön und MonteUano südl. Sevüla zunächst bekannt gegeben, 
kommen aber nach Calderön (1894) auch zwischen Affuüar 
und Puente Genil in der Prov. Cördoba vor. Das Material 
dieser Erde ist als „Moronit" beschrieben worden und besteht 
aus einem Mergel mit eingeschlossenen, in Kieselsäure er* 
haltenen Diatomeen, Radiolarien-Skeletten und Stacheln von 
Schwämmen und Coelenteraten, gemischt mit den kalkigen 
Skeletten von Foraminiferen (Globigerinen). Natürlich wechselt 
der chemische Gehalt dieses. Gemisches von fast reiner Kiesel- 
erde (Umgegend von Moran) bis zu nur kieselhaltigem Kalk 
(bei Coripe) [Caldeb6n u. Paul]. Gala hat das Vorkommen 
monographisch bearbeitet. Opalartige Massen bedecken das 
Ausgehende des Erzlagers von . NavabstriUos. 8 km nördl. JSl 
JPedroso, Prov. Sevilla. Kopfgrosse Stücke von Halbopal, gleich 
dem vom Quegstein im Siebengebirge, dunkelgraue, verschieden 
gestaltete Knollen mit ganz mattem Wachsglanz auf dem 
flachmuscheligem Bruche, an Menilit erinnernd, umschliessen 
grünlich grauen Serpentin. [U. S. Br. Roemer). — Ge- 
legentlich Hyalit ähnliche Substanz in Spaltrissen und Höhlungen 
des Eisenerzes auf Mesa de hs Finos, Rio Tinto, Prov. Hudva, 
gefunden [Collins]. 

Den Achaten in den vulkanischen Gesteinen am Cdbo de 
Gata ist häufig Hyalit und Opal beigefügt. Namentlich pflegen 
die Liparite reich an Hyalit zu sein. In den Tuffen der gleichen 
Gegend sowie in denen von der Insel Älhorän und von Las 
Chafarinas ist Hyalit ebenfalls sehr häufig [Calderön]. 

Portuga l Im Tertiär von Vinha da Rainhaj Casal Verde 
und Rio Maior ist aus Thermen abgesetzter Wachsopal ge- 
funden, ebenso auch in einem Kalk von Runa, der auf Basalt 
ruht. In Alemtejo sind brakische Fossilien in kieseligen Ge- 
steinslagen aufgefunden [Choffat]. Im Süden von Mondego 
kennt man im Lias Bänke von Schwimmkiesel, silex nectico. 
P.-GoMES |203] führt als Fundorte an: Hyalit von Caldas do 
Gerez im Granit als Absatz von Thermen. Gemeiner Opal 
von Quinta do Castrinha (Castelh Branco), Hydrophan in der 
Kreide von Cercäl (Rio Maior). 

Psilomelana. Psilomelan. Psilomelane. 

• Amorph? 

1799. Herrgen: Anales de Hist. nat., I. 

1860. Sevoz et Breuils: Bull. Soc. de l'Industr. min. 



128 

1872. RoEiCEB, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXIY, 592. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V., 214. 

1888. GoMZALO-TABfN: Descrip. proT. Haelva, II. 

1890. Gobgen: BuU. Soc. franc. de Min., XIU, 21. 

Analysen: 1. 'Ptoy. Hudva, Sevoz et Bbecils. 2. Lorca, 

GOBOEN. 

1. 2. 

MnO 77,4 71,25 

im üeberechuss . — 14 35 

CaO ..*... . — 0,20 

MgO — 0,20 

BaO 10,3 0,95 

CuO + PbO ... — 0,10 

Na'O — 1,30 

H»0 4,0 5,- 

SiO» 4,0 0,50 

Fe»0» 3,0 3,75 

P»0» — 0,10 

Rückstand unlöslich . — 2,40 

98,7 100,10 
daneben Spuren von As«0« CO«, K»0, SO», HCl, ZnO. 

Ä8turien. In den Manganerz- Vorkommen ist häufig der 
Pyrolusit von Psilomelan begleitet, so in den oben erwähnten 
Lagerstätten der Prov. Oviedo, Dicht von Uanes [Mus. Com. 
Map. Madrid]. 

Aragonien. Ebenso wie in der Prov. Oviedo ist auch in 
Teruel Psilomelan häufiger Begleiter des Pyrolusit, so z. B. zu 
Camanas. 

Castilien. Im Jahre 1799 beschrieb Herkgen ein Vor- 
kommen von Pyrolusit von La Concepciön zwischen Toledo und 
Aranjuez, und machte auf die Eigenschaft wenig abzufärben 
und auf das hohe spec. Gew. = 5.80 aufmerksam. Als 
Pkoüst das Erz analysirte. ergab sich eine starke Beimengung 
von Baryt. 

Andalusien. Die Manganerze sind in der Umgegend von 
Hudva an die Quarzlager in Thonschiefern gebunden, und zwar 
bilden sie grössere und kleinere Lager und Nester im Liegenden 
derselben [Roemer]. Auf dichtem festen und nicht abfärbenden 
Psilomelan dünne krystalline Krusten von Pyrolusit, die ge- 



129 

legentlich noch von Polianitkrystallen übersät sind zu Rico Braco 
bei ÄlosnOy Prov. Huelva [U. S. Breslau]. Auch in den Rio 
Tinto Gruben kommt Psilomelan gleich wie der Pyrolusit, und 
zwar beide zusammen vor [Collins]. An vielen anderen 
Punkten der Region von Huelva bildet Psilomelan Nieren von 
dichter Struktur, stahlgrauer Farbe, ist matt und von bräunlich- 
schwarzem Strich. Spec. Gew. 4,08—4,22 [Sevoz et Breüils], 
Härte 4,19. Auf den Gruben Pancha und Santiago bei Calanas 
und zu Los Posteros bei Zalamea fanden sich häufig Gemenge 
von Psilomelan mit weissem Quarz ' oder rothem Jaspis in 
homogenen körnigen harten Massen oder in Breccien. Heute 
sind diese Vorkommen erschöpft. 

Murcia. Homogene, sehr feinkörnige Masse von Lorca, 
Prov. Murcia, diente zu obenstehender Analyse. — Ein grosses 
concretionäres Exemplar der |Esc. Min. Madrid kommt von 
Oartagena. 

Portugal P.-Gomes [204] erwähnt Psüomelan von 
Anaditty Benestd, Ämendorelha (Odemira), Äbdheira (Mertöla). 

Wad. 

Amorph. 

1884. Collins: Mineral. Mag., V, 214. 

1900. F.-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, Act. 101. 

Andalusien. Bis 3 cm dicke, schön traubige Krusten 
abfärbenden weichen Minerals von Rico Baco bei Ähsno, Prov. 
Hueha [U. S. Breslau]. Kobalt- und nickelhaltig, häufig mit 
Pyrolusit auf den Rio Tinto Gruben vorkommend, auch als 
kleine Putzen („Augen") in den Schiefern in der Nähe der 
Pyrolusit-Gänge, so namentlich am Zalamea soad bei BeUa Vista, 
ebenda [Collins]. 

Neuerdings hat ihn F.-Navarro in Pojso de los Frailes, 
Nijar, Prov. Ähneria erkannt. 

Asbolana« Kobaltmanganerz. Asbolane. 

(Asbolan.) 

BRErrHAUPT 1847. 

Amorph. 

1799 u. 1800. Thalacker: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, I. und IL 

1851. RoDRiGUEz: Rev. minera, II. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 

1893. Oriol: Rev. minera, (C) XI. 

9 



130 

Die hierunter aufgeführten Fundorte beziehen sich im all- 
gemeinen auf schwarze Kobaltoxyde, die meist nur in geringen 
Massen auftreten und noch einer genaueren Untersuchung 
harren. 

Asturien. Zu Carrem, FenameUera, und zu. Mier, Gabraks^ 
sind in Begleitung von Speiskobalt und Kupferkies in Kalk- 
spathgangmasse Proben von Asbolan gefunden worden. Die- 
jenigen von der zweiten Fundstelle sind sehr dicht und hart 
und bedecken zuweilen in Form schwarzer Krusten sehr 
glänzende Dolomitkrystalle. Aehnlich auch auf dem Realgar 
einschliessenden Kalkspath von Monte AramOj Pola de Lena\ 
an derselben Lokalität auch dichter Asbolan auf Kupfererz- 
gängen. Zu Faranza, 8 km östl. von Oviedo, finden sich 
Spuren von schwarzem Kobaltoxyd in Kohlenkalk. 

Pyrenaeen. Erdig, unrein, mit Eisen- und Kupferoxyden 
gemengt auf den Erzlagern von Gistain, Prov. Huesca^ zu- 
sammen mit Speiskobalt und Kobaltglanz. 

Leon. Mit Fahlerz, Malachit und Speiskobalt in „Taschen" 
oder als Imprägnationen von Dolomitbänken an der Grenze 
zum Kohlenkalk auf der Grube Profunda, Revier von Cdrmenes. 
Von Villanueva de Pontedo als Auskleidung einer Höhle und in 
einer „Tasche" mit Kobaltmineralien; Adern und unregelmässige 
Massen in Dolomit auf der Grube Pastora zwischen Poladura 
und Busdongo, sämmtlich in der Prov. Leon, 

Castilien. Von El Bailesteroy Prov. Oiudad Beäl [S. 
Esc. Min. Madrid]. 

Andalusien. Grube Cueva de la Mora und einige andere 
• in der Kiesregion der Prov. Huelva gaben bei der Bearbeitung 
nicht selten schwarze Blättchen, welche mit rosafarbenen 
Efflorescenzen umgeben waren [Mitth. von Director G. Meneses 
an Calderön]. — 2V2 kin nordwestl. von Motril, Prov. 
Granada, liegt am Cerro de El Tesorülo zwischen Thonschiefer 
und schwarzem Kalk ein Dolomit, der mit schwarzem Kobalt- 
oxyd und rosenfarbenen Flecken (Kobaltblüthe) bedeckt ist.. 

Valencia. Proust und Thalacker geben das Vorkonmien 
schwarzen Kobaltoxyds an von Maximum in Pavias, Prov. 
CasteUön; bekannt ist ferner das Vorkommen in unregelmässigen 
Flecken in Sandstein (Tigersandstein) zu Chova^ Prov. Vcdencia, 



131 

Im Mus. Hist. nat. Madrid befinden sich zwei krustenförmige 
Exemplare, das eine auf Sandstein, das andere auf Quarzit, 
von Pavias. 



Cervantita. Cervantit. Cervantite. 

Dana 1854. 
Angeblich rhombisch. 

1878. Groth: Min. Samml. d. Univers. Strassburg, 117. 

Es scheint, dass mehrere der spanischen Cervantite, selbst 
der von Cervantes^ Prov. Lugo, wovon das Mineral den Namen 
hat, Valentinite sind. Mehrere Museen geben indessen Cervantit 
an, so das Britische Museum von Estremadura und Zamora, 
ohne näheren Fundpunkt und auch von Cervantes. Das Univ. 
Mus. Sevilla hat ein Exemplar von Linares, Prov. Jaen, mit 
Antimonit. Cervantit wird angegeben aus Portugal: Grube 
Aleucarce (Soure) im Jura und Grube da Zapada im Cam- 
brium [P.-Gomes, 205]. Ebenso soll Stibiconit auf der Grube 
de Ribeiro da Serra im Cambrium vorkommen (ebendaselbst) 
[Calderön]. 



lY. Haloidsalze. 



1. Einfache Haloidsalze. 

Sal comun. Steinsalz. Hallte. 

Sal cornmun* 

Regulär. 

1782. BowLES: Introd. Hist. nat. de Esp. 

1809. Marcbena: Moll's Jahrb., 293. 

1821. ? : Moll, N. Jahrb., V. 

1»31. Düfreinoy: Notice sur les mines de sei de Cardona. 

1836. EzQüERRA DEL Bayoi Neues Jahrb., 288, 335. 

1850. VON Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., II. 

1865. Sanchez, E.: Rev. minera, XXII. 

1876. Cortazar: Descrip. geol. prov. Cuenca, 126. 

Vilanova: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., IV, Act. 89. 

,1876. Sanchez, F.: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., III. 

1878. Mallada: Descrip. prov. Huesca, 390. 

1884. Stapfe: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXXVI. 

1888. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist nat., XVU, 386. 

1889. DB Yarza, A. : Descrip. geol. prov. Alava. 

1890. Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XVIII, 17. 

1895. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXV, Mem. 387. 

1896. id. : ibid., XX^ Act. 18. 

Analysen: 1. Monte Corona, Santander, Gebr. Cajigal 
[nach Sanchez, F.]. 2. Cardona, Fournet. 3. ?, aus Dictionary 
von Wall. 

(NB. 2 und 3 wahrscheinlich die gleiche Analyse.) 



Löslich in H2O 



Unlöslich in H2O 





1. 


2. 


3. 


NaCl 


95,86 


98,55 


98,55 


CaCP 


0,27 


0,99 


0,99 


MgCl« 


0,35 


0,01 


0,02 


Ca SO* 


1,61 


0,44 


0,44 




0,82 








98,91 99,99 100,00 

Neben Oesterreich ist Spanien das an Salz reichste Land 
in Europa. Im Keuper, im marinen und lacustren Tertiär be- 



133 

sitzt es grossartige Schätze von demselben; ebenso lieferfi 
Salzquellen, Salzseeen und die namentlich an der Mittelmeer-, 
küste in verschiedener Weise ausgebeuteten Meerwässer noch 
reiche Erträge, so dass es mit Hinzurechnung dieser unter 
den Producenten an 2. Stelle steht [Calderon]. Die Estad.. 
min. für 1900 giebt die folgenden Erträge an: In den Salz- 
werken der Triasformation von G^imdalajara zu Imön, La Ol- 
nieda, Cercadülo, Bujnlcayado, Torde elrdbano, Alcuneza, El 
Atcitice, Rienda, OcentejOy Anguita, Faredes und Saelices wurden 
15000 Tonnen gewonnen. Zu Medinacelij Prov. Äom, 1188. 
Cardona, Prov. Barcelona, förderte 3200. Torrevi^a, Prov.. 
Alicante, allein lieferte 187000 und Cardin gar 270000 Tonnen. 
Als Gesammtproduktion sind 598000 Tonnen genannt. 

Man unterscheidet hier dreierlei Salzvarietäten, nämlich 
Sal piedra oder Sal gema, dann Sal marina oder Sala- 
mara und endlich noch Sal de espuma. Die letzte Varietät 
ist das durch ümkrystallisiren erhaltene reine Salinensalk, 
wogegen die beiden ersteren das eigentliche Steinsalz umfassen, 
und sich untef einander dadurch unterscheiden, dass das Sal- 
mare auf Kohle energischer decrepitirt als das Sal gema. In 
der Bezeichnung des Minerales mit diesen drei Namen ist ein 
Zeugniss für die Wichtigkeit zu erkennen, die das Salz in 
Spanien spielt. 

Unter den zahlreichen Punkten, an denen Salz in irgend 
einer Form gewonnen wird, sind als die wichtigsten aufzuführen: 

Santander. Ein mächtiges Salzlager ist dasjenige von 
Cabezönj welches durch einen Schacht schon auf 17 bis 18 m 
verfolgt aber noch nicht durchteuft ist. Horizontal ist seine 
Ausdehnung auf einige 80 m verfolgt. Das Mineral ist sehr 
rein, etwas röthlich, und hat Neigung zu blätteriger Struktur: 
Es setzt in der Triasformation auf, ebenso wie dasjenige vom 
Monte Corona bei CabiedeSy dessen Analyse vorn mitgetheilt 
ist. Im Gyps, buntem Mergel und Dolomit, die hier wie in 
A^idalusien die Ophite begleiten, finden sich Salzquellen in. 
derselben Provinz. Früher waren die jetzt verfallenen Salinen 
von Treceno daselbst berühmt [Sanchez, F.]. 

Pyrenaeen, Auch hier ist die Nachbarschaft der Ophite 
durch Steinsalzlager und Salzquellen ausgezeichnet, meist treten 
sie in der Kreideformation auf. In Guipuzcoa sind bemerkens-' 
werth die Quellen von Pueblo de Salinas in Volle de Leniz und 
diejenigen des Reviers Cegama. — In Alava sind die wichtigen 
Salinen von Ananaj nahe dem Ehro, mit einer Soole von 2V 



134 

Beaum6 Concentration zu nennen, die jährlich gegen 85 000 
Fanegas (ä = ca. 1 Ctr.) liefern. — In Navarra baut die Grube 
Vaitierra ein weisses Salz ab, das zwischen Thonen mit Gyps 
liegt. — Viele Salzquellen befinden sich auch in den Gebirgs- 
theilen von Arragonien, wie z. B. Navai, Salinas de Uozj Per- 
dUa de la Sai und Estqpindn oder auch Forcada [Mallada]. 

Catalonien. 32 km nördlich von Manresa liegt die Berg- 
festung Cardona, Prov. Barcelona. Zwischen dem Fluss Cardoner 
und dem Dorf von Cardona, V* Stunde von demselben, erhebt 
sich der 80 m hohe Sahberg (montana de sal) mit einem Um- 
fange von 5 km. „Das Steinsalz ist vollkommen rein und 

wird bergmännisch gewonnen Besonders schön ist der 

Effekt (eines Besuches) bei Sonnenschein. Einzelne Stellen 
haben eine grosse Tiefe, so die sog. Ekhhörnchengroüe (Für ad 
Mico)j die 150 m lang sein soll" [Baedeker]. 

Diese Ablagerung ist eine der merkwürdigsten auf der Erde 
und ist von zahlreichen einheimischen und fremden Forschern 
seit dem 18. Jahrhundert ]Bowleb] zum Gegenstand ihrer 
Studien gemacht. Das Salz liegt unter einer thonigen Decke 
von 10—20 m Mächtigkeit, dem Rest bereits gelöster Sub- 
stanzen, vor dem Regen geschützt; es ist eingebettet in losem 
Sandstein, der schweizer Molasse gleichend, und wird von den 
Geologen jetzt wohl allgemein zum jüngeren Tertiär gerechnet, 
doch wurde das Gebirge früher auch vielfach zur Kreide ge- 
stellt [DüFRÄNOY II, 209, Delafosse m, 140]. „Die Färbung, 
wo solche auftritt, zeigt keine blauen Nuancen. Das Mineral 
wechselt in dünnen und oft gekräuselten Lagen mit Gyps und 
Anhydrit" [Stapfe]. Calder6n berichtet nach F.-Navarro 
auch über Würfel mit blauen Kernen und stellt bezüglich der 
Färbung im Allgemeinen die Frage zur Discussion, ob nicht 
eine von Organismen hervorgebrachte Substanz, ähnlich dem 
Piocyanin, das färbende Element sein könne, da doch Kobalt- 
salze oder Kohlenwasserstoff in zu geringer Menge vorhanden 
seien, um zur Erklärung derselben zu dienen. Gelegentlich 
vorkommende Krystalle qo qo (100) haben gebauchte Flächen 
und schliessen auch grosse bewegliche Wassertropfen ein 
[LivY, 1—331]. 

Nicht sehr fem von Cardona liegen die Salzbergwerke 
von Salsola (17 km nördlich) und Suria (ebensoweit südlich) 
in dem gleichen Sandstein aufsetzend [Stapff]. 

Weitere Fundorte in derselben Provinz sind Pedra, GozdU^ 
wo mehrere mächtige Bänke unterirdisch abgebaut werden, und 
Tortosa [Mus. Hist. nat. Madrid]. — In den Salzgärten von 



135 

Fuerto de los AlfaqueSy Prov. Tarragona, wird Salz durch 
Evaporisation gewonnen. In den Salzgärten von Los ATr 
fdques, südlich von der Mündung des Ebro, und BalUstar, 
nördlich davon, werden in jedem Frühjahr 10 bis 15000 
Centner Salz durch Verdunstung von Meerwasser gerettet 
[Mallada]. 

Arragonien. Schon im südlichen flachen Theile der 
Prov. Hiiescay hauptsächlich aber in der Gegend zwischen 
Zaragoza und Tudeh, Prov. Zaragoza, bis nach Navarra hinein 
(vergleiche oben Anana) sind zahlreiche Schächte in triadischen 
Schichten auf Salz niedergestossen. Bemolinos ist einer der öfter 
genannten. Die Salzformation besteht hier aus bis 1 cm starken 
Schichten von Salz, die mit solchen von Thon (Walkererde) 
abwechseln. 

Castilien. Zahlreiche Schächte befinden sich in der 
Provinz Soria, obwohl nur bei Ftientetöba eine wirkliche Be- 
arbeitung stattfindet. — Die Lager von Anana werden theils 
als in der Prov. Burgos gelegen, theils als zu Navarra ge- 
hörend citirt. Nach Delafosse [II, 209] liegen sie nahe 
JPancorbOy Prov. Burgos, und setzen im Tertiär auf; ebenso 
sind auch die Gruben von Briviesca, nicht weit von Burgos 
gelegen. Die Schichten, welche durch einen Salzschacht, 
Boza de la Sal, ausgenutzt werden, indem man sie in Wasser 
löst und dieses wieder durch die Sonne in grossen Teichen 
abdampfen lässt, liegen in der Trias. 

In NeU'Castäien sind ferner zu nennen die Gruben von 
Bdinchön und Minglanilla nahe der Grenze gegen Valencia, in 
der Provinz Cuenca gelegen. Die Ablagerungen von Min- 
glanüla in Keuperthonen haben eine grosse Mächtigkeit und 
führen reines, krystallines, meist wasserhelles Salz, nur zu- 
weilen ist dasselbe auch roth, gelb oder schwarz gefärbt. Auch 
blaue Bänder sind darin vorgekommen [Cortazar]. . Aus de- 
vonischen Quarziten des Thaies von Los Castülejos entspringt 
eine kleine Salzquelle [Jacquot]. — Aus der Prov. Guadala- 
jara von Bujahro stammendes weisses Steinsalz in Stalaktiten- 
form wird im Mus. Hist. nat. Madrid aufbewahrt. In der 
Provinz liegt ferner eine Zone von Soolquellen, die mit der- 
jenigen von Zaragoza in Verbindung steht. In Imön, der 
Hauptquelle dieser Zone, tritt zugleich die stärkste Soole der 
ganzen Halbinsel zu Tage; sie erreicht 97^. — Die Provinz 
Madrid ist ebenfalls an der Salzproduktion betheiligt und 
zwar durch das tertiäre Gebiet von ViUarruhia de Santiago und 



136 

Espertinas bei Äranjueis. Das daselbst auftretende Steinsalz- 
lager bietet häufig schöne Krystalle, welche wie diejenigen von 
Wielic^hi Zonen blauer Einschlüsse besitzen. Auch kommen 
blaue Kernbildungen in weissen Würfeln vor auf der Grube 
Dolores daselbst [Caldekön]; die blau gefärbten Zonen sind 
gegen die weissen von welligen Flächen abgegrenzt. 

In Carabam bei Villamanrique del Tajo müssen die 
Leitungsröhren der Soole alle 24 Stunden gereinigt resp. aus- 
gewechselt werden, da sich innerhalb dieser Zeit soviel Glauber- 
salz in denselben absetzt, dass sie ihren Zweck nicht mehr 
erfüllen können [Moll]. Im Tertiär von Aranjuez, welches 
der Tajo und Jarama mit ihren Zuflüssen bewässern, unter- 
scheidet EzQüERRA DEL Bayo uud Prado „eine untere salz- 
und gypsführende Tertiär-Formation und darüber eine grosse 
Süsswasser-Formation", „welche hin und wieder sehr hohe und 
ausgedehnte Plateaus bildet, den Erscheinungen im Ebrö- 
Becken entsprechend, mit dem Unterschiede jedoch, dass hier 
die Süss w asser-Formation nicht gypshaltig ist". — Natürlich 
setzt sich die Salzführung auch auf die geologisch gleich ge- 
bauten Theile der Tofedo-Prov. fort. Hier werden in gleicher 
Weise wie in Pom durch Auflösen und Abdampfen zu Be- 
Unchön, Colmenar de Ory'a und Valdemoro grosse Quantitäten 
von Salz producirt. Zu Villarrubia de Ocana umhüllt der be- 
gleitende Thon Würfel von Salz bis zu V» Cubikfuss „mit 
schönen dunkelblauen und rosenrothen Flecken". Diese Würfel 
sind immer von Thon umgeben, also im Thon schwebend aus- 
gebildet, auf Klüften auskrystallisirt kommen sie nie vor 
[Moll]. Calderons Arbeit vom Jahre 1895 weist nach, dass 
die Salze, Kochsalz und andere, ebenso wie der Gyps der 
lacustren Tertiärformation aus den Keupergesteinen herrühren, 
welche die tertiären Schichten der Halbinsel begrenzen. 

Andalusien, Als salzreiche Districte sind die Provinzen 
Jaen, Cördoha, Sevilla und Cadix anzuführen, durch die sich 
eine Steppengegend hinzieht und nach Hoch- Andalusien fortsetzt. 
Auch hier spielt wieder die Nähe der Ophit-Durchbrüche eine 
grosse Rolle, und es ist an sie namentlich auch das Auftreten 
der Salzseeen gebunden, die von SW. nach NO. in einem 
Gürtel durch die Provinzen Cadix, Sevilla nach Malaga und 
Granada vorkommen. Auch die Salsen von Morön, Prov. Se- 
vülaj sind in der Nähe von Ophit- Vorkommen noch heute in 
Thätigkeit [Calderön]. Die Bäche, welche diese Gegend durch- 
fliessen, trocknen im Frühling aus und lassen einen Belag von 
weissem Salz in ihrem Bett zurück, weswegen sie auch im 



137 

Volksmunde als „ salad os * bezeichnet werden. — Salinen tragen 
in Baena und Lucena, Prov. Cordoba, zur Salzproduktion bei, 
und als nicht unbeträchtlich sind auch die Ausbeuten zu 
nennen, welche die Evaporisation des Meerwassers in den An- 
lagen von San Fernando und Roquetas, zwischen San Fernando 
und Cadix und auf der Insel Leon, Prov. Cadix, liefert. Diese 
sog. „Alfaques" liefern grosse Mengen eines nicht ganz 
reinen und mit Sulfaten gemischten Salzes, San Fernando allein 
400000 Centner jährlich. 

Die Laguna von Ftiente Piedra auf dem Ostabhange der 
Sierra de h YeguaSy Prov. Malaga, ist im Sommer im Zustande 
der grössten Concentration und sondert neben anderen Salzen 
auch Chlornatrium ohne «weiteres Zuthun des Menschen ab. 
Reichen Ertrag liefern auch die Salinen von Äntequera in 
derselben Provinz. — Von den zahlreichen Soolquellen der 
Prov. Granada seien nur diejenigen von Lcja und von La Mala 
erwähnt. Die älteste bekannte Soole Spaniens quillt am Zu- 
sammenflusse des Eio Trevekis mit dem Barranco Forqueira 
aus einem tiefen Einschnitt in Glimmerschiefer hervor [G.- 
Takin]. — In der Prov. Älmeria finden sich neben Steinsalz 
auch Soolquellen in der Sierra Älhamüla. Dem Meere wird 
das geschätzte Salz in der Gegend von Roquetas bei der Stadt 
Ahneria abgewonnen. 

Murcia, Die wichtigste Saline der Provinz ist diejenige 
von Molina. — Riesige Läger von Steinsalz finden sich in der 
Prov. Albacete; dieselben lösen sich natürlich in durchsickern- 
den Tageswässern, und, wenn diese dann in Quellen hervor- 
treten, sind die reichsten Soolquellen vorhanden. Salinen be- 
finden sich in Pinilla, ViUaverde, Fuente AlhiUa, Balsa de Vos, 
Los Pozos de Bogarra, Paterna, Bienservida u. a. m. 

Valencia ist am bekanntesten durch seine in der Prov. 
Alicante gelegenen Salzgärten Salina de la Mata und Salina de 
Orihuela bei Torrevieja, sowie durch das Vorkommen von 
Monovar, wo auch eine altbekannte Saline im Betriebe steht. 
Die Werke von Torrevieja liegen in einer Senkung, die aber 
17 km im Umfange bei 6—8 km in nordsüdlicher Richtung 
misst. Die durch Evaporisation hervorgebrachte Schicht misst 
durchschnittlich 5—8 cm im Jahr, zuweilen sogar noch mehr 
und liefert gegen 300 000 Centner Salz, das übergenug sein 
würde, um die ganze Halbinsel zu versorgen. Auch die 
Pityusen tragen zur Salzproduktion in den Anlagen auf Ibiza 
und Formentera bei. 



13g 

Portugal. Im Jura von Algarve und N. von Sado\ auch 
zu Rio Maior. Sehr reines Salz wird in reichlicher Menge an 
der Küste von Setuhal aus dem Meerwasser des Atlantic ge- 
wonnen. Pliniüs schon schreibt von diesen Salzwerken. 



Querargirita. Chlorsilber. Kerargyrite. 

Plata Cornea. Kerargryrit. 

Regulär. 

1854. Breithaüpt: Berg- u. hüttenm. Zeitg. 

EzQUERRA DEL Bayo in Banzä: Bol. Com. Mapa geol., III. 

Catalonien. Auf der Grube Estrepitus bei Farena, Prov. 
Tarragona^ fand sich ein ungewöhnlich reiches Vorkommen von 
Kerargyrit. Nach Ezquerra soll das Mineral die Gesteine, 
in denen die Grube liegt, auf weite Entfernung hin durchsetzen. 

Castilien. Zusammen mit silberhaltigem Fahlerz ist 
Homsilber von Mansüla, Prov. Burgos, angegeben. — Auf 
den Gruben Fofiuna, Santa Cecilia, Verdad de los Artistas und 
anderen im Revier von Hiendelaencinay Prov. Gtwdalajara, findet 
sich Chlorsilber derb in kleinen Sprenkelchen auf Quarz, 
Brauneisen und Baryt. Auch in traubigen Concretionen mit 
Bromsilber und Jodsilber. 

Gelegentlich ist das Mineral auch mit Silbererzen und 
silberhaltigem Bleiglanz auf anderen Gruben erschienen. 
Flasenziiela, Prov. Cdceres; San Lorenzo, Logrofio; Almodovar 
del Campo, Ciudad Real; Guadakanal, Sevilla; westlich von der 
Schlucht El Jaroso in der Sierra Almagrera, Almeria [Mus. 
Com. Map. geol. Madrid]. 

Murcia. Mit silberhaltigem Bleiglanz auf der Grube 
Centuriön, Prov. Murcia. In Füttern in den silberführenden 
Thonen des Districts Gartagena (vergleiche p. 13 dieses Werkes), 
besonders in den Gruben von El Corcho, Carolina, Murciana, 
Serrano und La BeUeza [Calderön]. 

Bromargirita. Bromsilber. Bromargyrite. 

Regulär. 

Castilien. E[rystallisirt von der Grube La Suerte bei 
Hiendelaencina, Prov. Guadalajara [U. S. Strassburg nach briefl. 
Mitth. von Prof. Bücking]; Grube Santa Cecüia ebenda [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. 



139 

Andalusien. Verschiedentlich von den Gruben in der 
Sierra Älmagrera, Prov. Almeria, erwähnt, aber immer nur in 
geringer Menge. 

Embolita. Embolit Embolite. 

Regulär. 

Castilien. 1889 fand sich das Chlorbromsilber in den 
Eisenerzen von Villares, 3 km von Hiendelaencina. Scheinbar 
mitunter nicht spärlich in Form erdiger Fleckchen auf den 
Silbererzen von Santa Cecilia, San Juan Facundo und Fortuna 
bei Hiendelaencina, Prov. Guadalajara. 

Murcia. Krystallisirt auf den Gruben St. Barbara und 
von Humo bei Cartagena [ü. S. Strassburg nach briefl. Mitth. 
von Prof. BüCKiNG u. U. S. Breslau] auf Eisenhydroxyd. 
Vielleicht ist damit identisch das in Berlin [ü. S] vertretene 
Vorkommen aus der Sierra de Cordoba, welches kaum 1 mm 
Kantenlänge besitzende Oktaöder-Zwillinge von gelblich grüner 
Farbe darbietet [d. d. Dr. Jüngken, Weimar 1885]. 



Calomelanos. Chlorquecksilber. Calomel. 

Merenrio comeo. 

Tetragonal. 1 : 1,7229. 

Castilien. Zu Almaden und vorzüglich auf der Grube 
Fl Entredicho bei Almadenejos, Prov. Ciudad Beal, begleitet 
Chlorquecksilber den Zinnober . oft in sehr glänzenden und 
scharfen Krystallen, doch sind dieselben stets derartig mit 
einander verwachsen, dass Messungen nicht vorgenommen 
werden können. In Älmadenejos findet er sich auf einem 
Sandstein, der fast immer ged. Quecksilber enthält. 1835 
konnte Nakanjo ziemlich zahlreiche Belegstücke davon erhalten 
und vertheilte eine Anzahl an verschiedene europäische Museen. 

Andalusien. Zu Pulpi, Prov. Almeriaj in Begleitung 
von Zinnober vorgekommen [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Yodargfirita. Jodsilber. lodargyrite. 

Hexagonal, holoedrisch, hemimorph. 1 : 0,8196. 

1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIX, 
MenL, 119. 



140 

Castilien. Zu Hiendelaencina, Prov. Guadalajara, soll 
sich das Erz gefunden haben [Hausmann, 1476, Delafosse, 
in, 152, Nakanjo], doch hat F.-Navakko bei seinen späteren 
Studien in dem Revier das Vorkommen nicht feststellen 
können. — Zu El Horcajo, Prov. Ciudad Real, scheint das 
Mineral in kleiner Menge andere Silbererze sicher zu be- 
gleiten. 

In bergmännischen Arbeiten findet man tTodsilber noch 
von verschiedenen Gegenden Spaniens erwähnt, aber in der 
Mehrzahl der Fälle ist eine genaue Untersuchung unbe- 
dingt erforderlich, ehe die Angabe als sicher angenommen 
werden darf. 



Fluorita- Fluorit. Fluorite. 

Espato flnor* Flussspath« 

Regulär. 

1843. Hausmann: Karsten's Archiv, XVII, 365. 

Descloizeaux : Bull. Soc. geol. de France, (2) XIX, 416. 
1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 104. 
1892. Almera: Cronica cientif. de Barcelona. 

1894. Calderon: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIII, Mem. 29. 

1895, 1896, 1898. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, II, III. 
1901. Jimeno, f.: Bol. Soc. Esp. de Hist. nat., I. 

Galicien. Margolles, durchsichtige Kry stalle von W. Schulz 
gesammelt [Esc. Min. Madrid]. 

Ästurien und Santander. Im Revier von Ferrones, 
Ästurien, befindet sich ein ziemlich mächtiger Gang, und 
Krystalle kommen daselbst in den Hohlräumen eines kieseligen 
Puddingsteines vor. — Krystallisirt auch von Santander [U. S. 
Strassburg, nach briefl. Mitth. von Prof. Bücking]. 

Pyrenaeen. In Yvscaya sind verschiedene Gänge schon 
seit Alters bekannt, z. B. diejenigen von Carranm. Zu Bilbao 
ist farbloser, durchsichtiger Flussspath vorgekommen [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. — Altbekannte Gänge femer im Revier Iran 
und im Devon von Äguinaga in Qaipu/scoa, wo Fluorit die 
Gangmasse für Bleiglanz und Eisenspath bildet. Eine weisse, 
durchscheinende Varietät findet sich am Cerro Erchina [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. — In dem Gebirgstheile Aragoniens liegt 
nur 300 bis 400 m von der französischen Grenze und fast 
unmittelbar an der Strasse von Sallent nach Gahds ein Hügel, 
der fast ganz aus Fluorit besteht. Die Masse des Minerals 
ist durchscheinend, einfarbig weiss und blätterig; auf Spalten 



141 

zeigen sich würfelförmige und andere Gestalten. Der ein- 
schliessende dichte Quarzit ist in der Nähe des Fluorits 
grünlich weiss und schliesst einige Talkschüppchen ein 
[Descloizeaüx]. — In Cataloniens Pyrenaeen bildet Flussspath 
die Qangmasse für die Erzlagerstätten von San Pedro de 
JPapioly Bellmunt und andere, aber bemerkenswerther noch ist 
ein Gang mit etwas Silber führendem Bleiglanz, der das Ge- 
birgsthal von La GironeUa kreuzt, eine Mächtigkeit von 3 bis 
5 m besitzt und auf mehr als 3 km Länge verfolgt ist. 
[Mallada]. 

Catalonien [Prov. Gerona cf. Pyrenaeen]. Rothe und 
violette Krystalle finden sich zu San Ougat del Volles, Prov. 
Barcelona [Mus. Com. Map. geol. de Esp. Madrid), sie stammen 
von einem im Abbau befindlichen Gange in silurischen Schiefem, 
der zuweilen bis 0,80 m Mächtigkeit erreicht. Gute Krystalle 
von oktaödrischer und würfelförmiger Gestalt von der Grube 
Puig Pedros bei Papiöl zeigen sich in verschiedenen Färbungen. 
Einige sind reich an Einschlüssen gelber Quarze [U. S. Barce- 
lona, JiMKNOj. Almera nennt als Fundorte in der Provinz 
Domenech bei Papioi, Falcö bei Vallearca und Sant And/rea de 
la Barca. 

GasHlien. Als fast ausschliessliche Gangmasse dient 
Fluorit auf der Grube Tirolesa, Revier Hiendehencina, Prov. 
Giiadalajara, dem silberhaltigen Bleiglanz. In dicken weissen 
und leicht violetten cubischen Krystallen findet er sich im 
gleichen Revier auf den Silbererzgängen von Böbledo und 
La Bodera. — Die Grube Bemedios zu Colmenar Viy'o und 
die als Las Minas bezeichnete Gegend bei Colmenar de Arroyo, 
Sierra de Guadarrama, Prov. Madrid, haben auf Kuperkies- und 
Malachit- Gängen grüne und lila gefärbte, blätterige Flussspath- 
Gangmasse [Prado]. Schnitte parallel zum Blätterdurchgang 
zeigen im polarisirten Licht sehr deutliche Doppelbrechung, 
und ein violettes Stück Hess ausserdem sehr regelmässige 
Anordnung des Pigmentes erkennen [Calderon]. Weissen 
Flussspath von Fresnedillas erkannte Garcia, D. — Derb mit 
Antimonglanz zu Alcazar in der Sierra Morena, Prov. öiudad 
Beal In derselben Provinz auf der Grube Concepciön bei 
Almadenejos als Gangmasse für Zinnober und nach Naranjo 
auch in prächtigen Krystallen. 

Andalusien, In der Prov. Jaen bildet Fluorit die 
Gangmasse der Antimonglanze im Revier Andujar. — Zu 



142 

Fuente Ovejunay Cerro de los Santos, Bdme^, und Virgen de 
Graciay Prov. Cördobay sind schöne Krystalle gefunden; eben- 
solche von gelber Farbe und in Begleitung von Eisenkies 
stammen aus der Sierra de Cörddba ohne näheren Fundort, nur 
als aus Cörddba stammend, ist eine grün- violette Masse des 
Mus. Hist. nat. Madrid bezeichnet. — In Gängen und Spalten 
des eocänen Kalkes von Morön^ Prov. Sevilla, fand Caldebön 
bis 3 cm grosse Krystalle von meergrüner Farbe mit der 
Combination oo oo (100) mit (111) und einem untergeordneten 
mO(hhl). Kjystallisirt auch zu Hoyo, dieselbe Prov., vorge- 
kommen [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Zu Fondony Prov. Granada, sind Würfel von 1 cm Kanten- 
länge mit röthlichem Anglesit auf derbem Bleiglanz vorge- 
kommen [U. S. Breslau]. Zu Benimar und an anderen 
Punkten in der Sierra Nevada begleitet er Gyps und Serpentin. 
— Eine Stunde nordwestlich von Berja in der Sierra de Gador, 
Prov. Ahneria, in körnigem bis dicntem Gyps [Hausmann]. 
Auf Bleiglanz-Gängen ist er vielfach in der Sierra de Gadar 
und Adra vorhanden; er wird dort WoKssalz, sal de lobo, 
genannt [Naranjo]; dort auch zuweilen in violetten und in 
weissen Würfeln [Esc. Min. Madrid]. 

Murcia. Grosse violette Krystalle auf der Grube San 
Camüo bei Cartagena [Esc. Min. Madrid]. 

Portugal Im zersetzten Granit wird er von Thermal- 
wässern zu Caldas de Ger eis abgesetzt. Das Vorkommen in 
der Serra de Cintra bei Lissabon ist zweifelhaft. Im Foyait 
von der Serra de Monchique [P.-Gomes, 203]. 

Nach der Bergwerksstatistik für 1899 wurden in den 
beiden einzigen Provinzen, in denen ein Betrieb stattfindet, 
gefördert: 
Prov. Barcelona 10 Tonnen im Werthe von 750 Peseten 
Prov. Huesca 300 ^ „ „ „ 3000 

In der letzten statistischen Uebersicht von 1900 erscheint 
er nur mit 4 Tonnen in der Prov. Barcelona [Calder6n]. 

Fluelita. Fluellit. FluelUte. 

A. Li:vY 1824. 

Rhombisch. 0,770 : 1 : 1,874. 

Estremadura. H.-Pacheco (Briefl. Mittheil.) hat in den 
Zinnstein führenden Quarzadern der östlichen Abdachung der 



143 

Montana de Cdceres kleine weisse Krystalle gefunden, die alle 
chemischen Eigenschaften eines wasserhaltigen Aluminium- 
fluorids besitzen und die weit weniger schmelzbar als der 
Kryolith sind. Er stellt diese Krystalle zum Fluellit 
[Calderon]. 



2. Doppelfluopid. 

Criolita. Kryolith. Cryolithe. 

Abildgaard 1799. 

Monoklin. 0,9662 : 1 : 1,3883; ß = 89M9'. 

Fyrenaeen. Der Fluorit von Sallent, Prov. Huesca, wird 
von kleinen Mengen Kryolith begleitet. 



Oxychlorid. 

Atacamita. Atacamit. Atacamite. 

Blümenbach 1805. 

Rhombisch. 0.6613 : t : 0,7515. 

1865. Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XXIV, 310. 
[1872. Schrauf: Atlas der KrystaUf., Taf. XXIV, Fig. l.j 

Fyrenaeen. Garcia, D., beschreibt smaragdgrüne, radial- 
faserige Massen mit rhombischen Kry stallen aus dem Revier 
Montitua^ Prov. Viscaya. 

Arragonien. Ohne näheren Fundort befindet sich eine 
Stufe mit Atacamit in London [Brit. Mus.]. Nach einer 
grossen Stufe des Mus. Hist. nat. Madrid ist Bemolinos^ Prov. 
Zaragoza^ der Fundort. Die Stufe ist bedeckt von einer 
grossen Anzahl nadeiförmiger Krystalle. 

Andalusien. Linares, Prov. Jaen, und El Fedroso, Prov. 
Sevilla [Mus. Hist. nat. Madrid]. Undeutliche aufgewachsene 
Krystalle von Malaga [Groth., 118]. (Ob hier nicht eine Ver- 
wechselung der Sierra Gorda in Chile mit dem gleichnamigen 
Gebirge in Malaga vorliegt?) — Kleine Gruppe guter, glänzen- 
der Krystalle von intensiv grüner Farbe in einem kleinen 
Hohlraum einer Breccie von Baryt von der Grube EstreUa bei 
Adra in der Sierra Almagrera [Esc. Min. Madrid]. Schraüp 
bildet einen einfachen Krystall ab, den Breithaüpt a. a. 0. als 



144 

Drillingskrystall von Älmagrera angeführt hatte und fügt dem 
DriUingskrystall ein (?) bei. Breithaüpt aber beschreibt „einen 
sehr schönen Drillings-Krystall". „ Die Individuen sind in der 
Richtung der Brachydiagonale von nadeiförmiger Ausbildung, 
und das Gesetz der regelmässigen Verwachsung ist das be- 
kannte des spanischen Aragonit. Der zierliche Drilling er- 
scheint einem Schneestern nicht unähnlich. Von der Grube 
Estrella in der Sierra Älmagrera im südlichen Spanien." Als 
Auskleidung eines kleinen Hohlraumes mit Anglesit, Bleierde 
und Bleiniere von der Grube Barranco FiniUa in demselben 
Gebirge [ü. S. Breslau]. 

Murcia. Lomo de Bds [Mus. Hist. nat Madrid]. 



V. Sauerstoffsalze. 



1. Aluminate und Ferrate. 

Espinela. SpinelL Spinelle. 

Regulär. 

1879. Magpherson: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat., YIII. 

1886. M.-LÄVY ET Bergeron: Compt. rend., 15. mars. 

1891. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX., Act. 6. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLIII, 334. 

1894. Quiroga: Uebersetzung v. Tschermak's Mineralogie. 

Castilien. In undeutlichen Krystallen in den Kalken, im 
Gneiss und Diopsid von El Escorial, Prov. Madrid [Qüiroga]. 

Andalusien. Die einzige Lokalität, an der das Mineral 
in grösserer Menge vorkommt, ist Estepona, Prov. Malaga, der 
Lherzolith-Norit-Zone der Sierra Bermeja angehörend. Nach 
Calderön werden dort zwei Lager durch schwarzen, glänzen- 
den, chromhaltigen, derben Spinell vom spec. Gew. 3,75 ge- 
bildet, der etwas blätterige Struktur besitzt und im Dünn- 
schliff tief grün gefärbt ist. Da man das Mineral fälschlich 
für Zinnstein hielt, wurde darauf die Grube La California er- 
öffnet. Als Einschluss sind Diopsid, Quarz und spärlich 
Magnetit nachgewiesen. Als Smirgel bekannt und benutzt. 
Aus der Serronia de Bonda beschrieb Magpherson ein Gestein, 
das aus Pleonast, pleonasto, und Enstatit besteht; die por- 
phyrisch ausgeschiedenen Individuen des Pleonast erreichen 
makroskopische Dimensionen. Aus demselben Gebiet ist auch 
der Picotit in Gemeinschaft mit Olivin und Serpentin als Ge- 
steinsgemengtheil bekannt gegeben; der Pleonast findet sich in 
den Gesteinen nur selten ein [Levy et Bergeron]. Der Do- 
lomit der Sierra Bianca und von Puente de Ojen, dicht am 
Wege von Marhella nach Malaga, enthält neben anderen Ein- 
schlüssen Oktaöder von grünlichem Pleonast, derjenige von 

10 



146 

Bendlmddena solche von braunem Picotit. — Im westlichen 
Zuge am Caho de Gata, Prov. Almeriaj finden sich neben 
Cordierit-Gesteinen Mineralaggregate, welche neben Feldspath 
und Quarz reichlich Spinell, Korund und Andalusit führen 
[Osann]. 

Franklinita. Franklinit. Franklinite. 

Regulär. 

1849. Paillette et B&zard: BuU.Soc. geol. de France (2) VI, 575. 
Asturien. Eisengruben von OUoniego. 



Cromita. Chromit. Chromite. 

Haidinger 1845. 
Regulär. 

Andalusien. Die Nickelmineralien von Carratraca, Prov. 
Malaga^ hauptsächlich ein am Fundort als „Pirita" bezeich- 
netes dunkeles Erzgemenge, begleitet Chromeisen, resp. nimmt 
an dem Gemenge theil. In London wurden an einem Muster- 
exemplar 12 7o Chrom gefunden. In den Serpentinen aus der 
Umgebung von Istän ist Chromit ebenfalls gefunden. 

Portugal. Umgegend von Braganga im Serpentin [P.- 
GoMES, 205]. 



' Magnetita. Magnetit. Magnetite. 

HAiDiNasR 1845. 
Regulär. 

1834. Le Play: Ann. des mines, (8) V. 

1850. Gasares, A. y Alcibar, M.: Rev. minera, I, 804. 
1861. id. : ibid. II, 175. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. Oviedo, 77. 

1875. Roemer: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXVII, 63. 

1876. A. H., Bol. Com. Mapa geol., III. 
1882. Barrois: Astories, 158. 

1890. Calderön y Del Rio : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XIX, Mem. 423. 
Quiroga: ibid., XIX, Act. 60. 

1891. id. : ibid., XX, Act. 29. 

Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLIII, 884. • 

1898. Kendall: Rev. min., (C) XI. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Mem. 19. 

1895. Chaves: ibid., XXIV, Mem. 209. 

j897. Czyseowsky: Les venues m^talllf. de TEspagne. 



147 

Analysen: 1. Navalärazoy Prov. Sevilla^ Parreüo. 2 — 4. 
MarheUa, Prov. Malaga, Kendall. 5. San Thlägo, AUmtejo, 
DA Costa, aus 10 m Teufe genommenes Erz. 

1. 2. 3. 4. 5. 

Fe^O» . 
FeO. . 
A120^ 
MnO . 
CaO . 
MgO . 
SiO* . 



) 162,13 Fe] 68;0J ^J^g ^J;J? [69.16 Fe] 



. [ 0,90 AI] 3,42 1,50 2,46 

1,40 Sp. 0,22 

. [ 0,09 Ca] 0,20 Sp. 0,44 

— 1.18 3,36 5,41 

. [12,05 Si] 2,60 0,30 1,13 [1,83 Si löslich + 

4,55 unlös. Rückst.] 

P^O» . . . [ 0,01 P ] O.Ol — 0,02 Sp. 

S 0.07 0,04 0,04 0.07 0.20 

H^O +C0« 0.39 0.74 2,44 0,65 1,92H^O + 0,51SO« 

99,00 100,00 94,00 

Galicien, Am Cabö de Ortegal. Prov. Corufiaj kommt 
mit dem Serpentin, in welchem Casares Nickelsmaragd und 
Nickelvitriol auffand, auch Magnetit vor, der ziemlich viel 
Gersdorfßt enthält [Casares]. — Die Sande des Sil, welche 
schon wegen der Goldführung Erwähnung fanden, bestehen 
zum grössten Theile aus Magnetit. — In Vivero und nament- 
lich in Testa de Ferro, Suegos, Punta de Socastro, Prov. iMgo, 
setzen Gänge auf von 80 bis 100 m Länge, die streckenweise 
gutes Mineral in Begleitung von Granat, Amphibol und Braun- 
eisen führen. Auch in der Umgebung von Vivero kommt 
der Magnetit in Sauden und in kleinen, glänzenden Kryställ- 
chen vor, die lebhaft auf den Magnet wirken [Czyskowsky]. • 

Ästurien, Von den cambrischen Schiefem in der Nähe 
der Kersantite von Cilleiro sind einige derart mit Magnetit im- 
prägnirt, dass man ein Eisenerzlager vor sich zu haben meint 
[Schulz u. Barbois]. Schon Pliniüs [Lib. XXXIV. Cap. 13] 
spricht davon. EQeine Gänge finden sich noch an vielen 
Punkten der Provinz, wie in Campos, Revier Tapia, in Doira, 
Stadtgebiet Boai u. a. m. 

Fyrenaeen. Im CerdafiOrThdX, Prov. Gerona, südlich der 
Republik Andorra, wird ein Vorkommen ausgebeutet. Ein 
Gang von 2 — 3 m Mächtigkeit im Revier Bagur und andere 
ähnliche in dem etwas südlicher an der Küste gelegenen von 
PaHafrugdl gehören zu derselben Provinz. 

10* 



148 

Catalonien. Ärhudas am Montseny, Prov. Barcelona, 
mit Granat und Hornblendegestein. In derselben Provinz ein 
Gang in Montmany und körnige Massen von Castropol. Ferner 
in paläozoischen Gesteinen verschiedene Gruben, die ihre Erze 
an Hochöfen in Barcelona liefern, z. B. im Revier Vdllcarcara 
und in dem von El Figaro. 

Estremadura. Nächste Umgebung von Cdceres [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. 

Castilien. Seit einiger Zeit sind die Gebirge in der 
nächsten Nachbarschaft von El Escorial, Prov. Madrid, erwähnt 
als Fundorte, an denen verschiedene Oxydationsstufen von 
Eisen, und unter ihnen auch Magnetit vorkäme. Prado und 
andere Autoren haben ihn auch in kleinen Spritzchen im Gneiss 
von Navalagamella, von El Ventisquero del Batön, von Gahezas 
de Hierro u. a. m. bei El Escorial aufgefunden. 

Andalusien. In der Provinz Cördoba finden sich im 
Gestein von Luque neben Eisenglanz und Brauneisen Krystalle 
von Magnetit. — Körniges Erz zu NavalostriUos, 8 km nördl. 
von El Pedroso, Prov. Sevilla [U. S. Berlin] in dünn- 
schichtigem, stark zersetztem Gneiss mit Pegmatitgängen; auch 
in feinen Schnüren in Blöcken grünschwarzer, theils grob- 
körniger, theils feiner, körniger Hornblende [Roemer]. Ferner 
ein Lager krystallinisch körnigen Erzes, steil aufgerichtet, in 
dtinnschichtigem Gneiss von Navalarazo, 3 km südl. El 
Pedroso. Begleitmineralien sind brauner Granat und grüner 
Pistazit (id.). Eine Analyse des Minerals siehe oben. 

Am Cerro del Imdn, einem Kalkberge von 140 m Höhe 
im Bezirk Morön, nahe der Dehesa de los Charcos, dieselbe 
Prov., zieht sich ein Gang von Magneteisenerz im südlichen 
Theile von der Höhe bis fast zur Basis auf eine Erstreckung 
von 90 m, den verschiedentlich kleine abgezweigte, aber bald 
dem Haupteingange parallele Adern begleiten. Das Erz dieses 
Ganges besteht aus kömigem, intensiv schwarzem, glänzendem 
Magneteisen in inniger Vermischung mit einem auf den ersten 
Blick für Talk gehaltenen Muscovit. In Höhlungen dieses 
grünlich grauen Aggregates sowie auf Schichtflächen erscheinen 
Krystalle, (111) und oo (110) mit gekrümmten Flächen und 
4 bis 5 mm Durchmesser. Das Erz ist nur schwach und nicht 
polarmagnetisch. 

Ueber die Entstehung dieses Erzlagers ist zwischen den 
betheiligten Autoren [Calderön und Cohen] noch keine 



14^ 

Einigung erfolgt. Ein gleiches Vorkommen soll nach Mit- 
theilung an Calderön in der Sierra de Laita hei dem Orte 
Lumbreras gelegen sein und als Herriea del Imdn bezeichnet 
werden. Früher war es als ein Produkt der metamorphischen 
Zone der ophitischen Magmen nahe Dehesa del Eoble bei 
Morön beschrieben worden [Calderön]. Im Epidiorit von 
(hzaUa de la Sierra [Caldeb6nJ. — 

In der Prov. Malaga sind sehr ausgedehnte Lager von 
Magnetit vorhanden. Die früher so berühmten von Ojen oder 
von Las Chapas, bei MarieUa [Le Play und Hausmann I. 414] 
und Puerto del Rcbledal, auch von Rioverde [Karsten] sind 
bereits erschöpft, aber andere eben so wichtige sind hinzuge- 
kommen. Auch fanden sich auf einem schon bekannten Gange 
von Ojen neuerdings wieder verschiedene Anbrüche [Estad. 
minera, 1900]. Quiroga hat das Vorkommen von Marhelh 
näher untersucht. Dasselbe bildet eine 0-W. gestreckte Linse 
in archäischen Schiefern, und das Erz ist fast immer kömig, 
doch finden sich in dieser Hauptmasse grössere, blätterige 
Partieen und auch Krystalle, Rhombendodekaöder mit Streifung 
durch oscillatorisches Auftreten vom Oktaeder, bis zur Grösse 
von 15 mm, die häufig von einer serpentinartigen Masse ein- 
gehüllt sind. Magnetisches Verhalten wie das beim Erz vom 
Gerro del Imdn besprochene. Aeusserlich ähnelt das Mineral 
dem Franklinit, doch enthält es weder Zink noch Mangan. 
Als Begleitmineral sind innig angeschmiegte Krystalle von 
Pyrit zu nennen Analysen des Erzes von Mariella vergl. 
oben. In der Prov. Almeria bricht auf der Grube La Solana 
de Cöbdar ein Erz, das aus Eisenglanz und Magneteisen innig 
gemengt ist, hervor; rein tritt es auf in der Sierra Almagrera 
und in Gergal. 

Magneteisensande finden sich im Sande des Darro und 
seiner Nebenflüsse, sie sind etwas goldhaltig. Auch an den 
Küsten von Marbella und am dabo de Gata finden sich dieselben. 

Murcia, Lagen von Magnetit stehen in Verbindung mit 
den Ophiten, welche bei Caravaca und Cehejin die Trias durch- 
brechen und sich den Jurakalken anschmiegen. In letzterer 
ist die Grube San Bosendo bis zur Tiefe von 100 m verfolgt. 
Stufen von Cartagena liegen in der Esc. Min. Madrid. Ein 
feiner Sand von ViUena im Mus. Hist. nat. Madrid. 

Valencia. In der Prov. Castellon de la Plana ist das Erz 
am Cerro de San Julian bei Segorbe in feinen Putzen im Ophit 



150 

verbreitet [Qüiroga]. Kleine Kryställchen, 0(111), in kömigem 
Gyps von Valencia [U. S. Berlin]. 

Portugal Das Vorkommen einer grossen Masse von 
Magnetit in Verbindung mit dem Auftreten der Ophite von 
Zamhujal, im NO. von Forto de Mos, giebt Chopfat bekannt. 
Ferner tritt dasselbe Erz in einer Serie verticaler Adern auf 
bei San Thiago, Alemtejo, sowohl rein wie auch mit Brauneisen 
gemengt. P.-Gomes [205] führt das Erz an aus dem Granit 
der Serra do Gere^, Serra de Cintra. Ferner von Margens do 
Caitty Älqueidao (Sobral); Nogueirinha-Grube , Ärruda, Distr. 
Evora; Campo Maior, Salsa (Portel); Serra d^Ädiga (Moura); 
Ätdr, S. Esteväo und Alte (Algarve), 



2. Nitrat. 

Nitro. Salpeter. Nitre. 

Rhombisch. 0,5843 : 1 : 0,7028. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp., 2. edic, 40 u. 424. 

1799. Gargia-Fernandez: Anal, de Hist. nat, I, 48. 

— Proust: ibid. 

1864. Prado: Descrip. prov. Madrid, 146. 

1874. Cortazar: Bol. Com. Mäpa geol. de Esp., I, 292. 

1881. Gonzalo-Tarin: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., VIII, 130. 

1897. Baedeker, 227. 

1901. Calderön, S.: Bol. Soc. Esp. de Hist. nat, I, 199. 

Calderön's letztcitirte Arbeit stellt fest, dass in den 
Steppengegenden der Halbinsel zu finden sind : a) Kalisalpeter, 
Neubildungen in ausgedehntem Maassstab, b) Kali- mit Natron- 
salpeter gemischt in der Mancha und c) Kalksalpeter in 
reichlich auftretenden Efflorescenzen auf Kalk- und Molasse- 
Gesteinen von Catalofiien und Aragonien. 

Namentlich die letzteren machen sich leider auch an den 
zu Bauten verwendeten Werksteinen, zuweilen in nicht zu 
übersehender Weise bemerkbar; sie wirken zum Theil der- 
artig ein, dass die caries de las piedras jene zu Staub zer- 
fallen lässt. Als Beispiele hierfür sind neben anderen herr- 
schaftlich aufgeführten Gebäuden bekannt die Kapelle zu 
Zaragoza, welche Nuestra Seüora del Pilar geweiht ist, und 
Theile des Klosters El Escorial. [Vergl auch Hartmann, 
II, 277 und Hausmann, 1417]. 



151 

Analyse des Salpeters von Pola de Somi^dOy AsturieUj durch 
G.-Fernandez-D. : 

Ca SO* KNO» CaCP Rückst. H^O 
3.10 84,13 1,17 11,17 0,43 = 100,— 

Asturien. Sonst nur spärlich. Eine 3—4 Linien dicke 
Schicht in der MontaMa de NavajoSj Revier La FoUi de SamiedOy 
wird ausgebeutet und gab auch das Material zu obiger Analyse. 
57» km von Somiedo entfernt, befindet sich die Cueva del 
Salitre, an deren inneren Wänden Efflorescenzen stattfinden. 

Catalonien. Eine andere Salpeterhöhle befindet sich an 
der Felswand des Montserrat am südlichen Abhänge. Die 
Wände dieser Höhle sind mit Salpeter ausgekleidet und auch 
der Eingang derselben ist damit umgeben, so dass er sich durch 
die weisse Farbe schon vom Thale aus bemerkbar macht. 
Die Temperatur in der Höhle steigt von 9—20^ an [Baedeker]. 
An verschiedenen Punkten {Jatalaniens ist die Molasse im grossen 
Maassstabe mit Ealksalpeter „nitro calcita'' imprägnirt. 

Äragonien. Als Efflorescenz an zahlreichen Lokalitäten, 
darunter sehr reine Produkte, die %. B. in ViUafeliche gewonnen 
werden. Gemengt mit Magnesiasulfat auf triadischen Kalken auch 
noch nach ihrer Verwendung als Werkstein, z. B. in Cahtayud. 
Auch die Fortsetzung der Formation nach Gruadalajara leidet 
unter dem gleichen Uebelstand. 

Leon, Zur Zeit von Carlos HI wurde in ausgedehnten 
Lagunen zu ViUarin de Campo und Villafranca, Prov. Zamora, 
ein vorzüglicher Salpeter gewonnen [Cortazar]. 

Castilien, Zwischen San Pedro und Igea de Cornago, 
Prov. Logroflo, — auch zu Tembleque, Prov. Tokdo, sind 
salpeterhaltige Erden zur Auslaugung verwandt worden. — 
In der Prov. Madrid wurden ihretwegen Fabrikanlagen gemacht, 
und schon Proust rühmt die Reinheit der gewonnenen 
Substanz. — In der Prov. GuadaUyara ist die kleine Kohlen- 
grube San Rafad bei Valdesotos zu nennen, deren die Kohle 
abschliessenden Wände damit bedeckt sind. — In der Maneha^ 
Prov. Ciudad Beah an vielen Orten, z. B. im Revier Quero, 
zu Herencia, der Umgebung von San Juan, Tembhque und 
VittacaflaSj Ruidera, wo eine Pulverfabrik durch den Staat im 
Betrieb gehalten wird. In dem gereinigten Salpeter eines der 
Orte fand Proust die Natronverbindung auf und hebt dies in 



152 

gebührender Weise hervor, da die mächtigen Lager dieser 
Substanz in Chile zu jener Zeit noch unentdeckt lagen. 

Andalusien. In Höhlen und auf Gruben finden sich 
Efflorescenzen zu Montenegros bei Peflaflor, Sierra Morena der 
Prov. SeviUa, — zu San Felipe und HorceguiUa, Sierra de Füdbres, 
und zu Morciguilla, La Sama und Las Narices bei Seron, Prov. 
Älmeria. — Salpeterhaltige Erden finden sich in den Provinzen 
Malaga, Ghranada und Altneria. Als Beispiel mögen die plio- 
cänen Mergel mit Schwefel von Benamaurel und die Gyps- 
mergel von Bam, Prov. Ghranada, angeführt werden. — In 
Älmeria ward früher Salpeter in ziemli<^her Menge gewonnen; 
das Produkt ging zur Raffinerie nach Ghranada, 

Murcia. Die Hauptstadt dieses alten Königreiches und 
Binhera verwenden das gewonnene Salz zur Herstellung des 
Schiesspulvers. In Lorca sind tertiäre Gypsgesteine etwas 
salpeterhalt ig; sie werden von dem Artilleriedepartement zu 
Murcia und Ghranada in Pulverfabriken aufgearbeitet. 



3. Carbonate. 

a. Wasserfreie, neutrale Carbonate. 
Caicita. Kalkspath. Caicite. 

Rhombogdrisch-hemiedrisch. 1:0,8543. Polkante 105^5'. 

1848. Hausmann: Karsten- s Archiv, XVII, 866. 

1854. Ermann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., VI, 596. 

1868. SuLLivAN and O'Reilly: Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of Santander and Madrid, 172. 

1864. Prado: Descrip. prov. Madrid, 147. 

1876. Dittmarsch: Sitz.-Ber. d. Isis zu Dresden. 

1881. Frbnzel: Min.-petrogr. Mitth., N. F. III, 511. 

1882. Barrojs: Asturies, 41. 

— Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., IX, 87 und 64. 
1887. Quiroga: Bol. Inst, libr., XI, 60. 

— Choffat: Comm. de Secg. d. Trabalh. geol., I, 277 und 288. 

1889. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XVIII, Act. 47. 

1890. Quiroga: ibid., XIX, Act. 60. 

— — ibid., XIX, Act. 100. 

— Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XVII, 161. 

1892. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXI, Act. 93. 

— Calderön: ibid, XXI, Act. 178. 

— Castanheiro das Neves: Rev. de obras publ. e min., XXIII, 207. 

1893. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXII, 122. 

1894. — üebersetzung v. Tschermak*s Mineralogie. 
1896. PniG Y Larraz: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XXI. 
1898. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXVII, Act. 189. 



153 

Von Ealkcarbonat besitzt Spanien namentlich eine grosse 
Anzahl ausgezeichneter Marmor -Vorkommnisse; wir haben uns 
bei der Aufzählung derselben an die schönen Zusammen- 
stellungen derselben gehalten, welche das Mus. Hist. nat. und 
die Esc. Min. Madrid besitzen. Bei der Erwähnung von Höhlen 
mit stalaktitischen Bildungen bildete die Arbeit von Puig t 
Larraz über Cavemas y simas de Espana [1. c] die maass- 
gebende Grundlage. Merkwürdig ist die Sparsamkeit der 
typischen Kreide in Spanien. 

Analysen 1.— 3. stark dolomitische Kalke des Paläozoicums 
von Monümör-o-Noro, Dist. Evora in Portugal, angeführt von 
Castanheiro das Nbves, 4. dolomitischer Kalk hinter dem 
Kloster Atocha zu Madrid, angeführt von Prado. 

CaO MgO CO» SiO* APO» Fe*0« nicht best. 

1) 29,63 19,13 44,39 2,23 1,00 1,73 1,79 

2) 28,03 19,51 42,76 6,22 2,20 1,08 0,20 

3) 31,08 20,15 41,40 1,72 1,18 1,45 3,02 

Ca CO» Mg CO« Fe CO» Si 0« + Thon H«0 + Verl. 

4) 49,2 30,4 6,0 11,5 2,9 

Galicien. Anthrakonit, antraconita, vom GastiUo de Quiroga, 
Prov. Lugo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ästurien und Santander. Zu PeftameUera, Prov. Oviedo, 
etwas gelbliche Krystalle in theilweise verwachsenen Gruppen, 

säulenförmig, mit — V«ß(0112) und einem steileren Rhom- 
boöder derselben Reihe sowie einem Skalenoeder [ü. S. 
Breslau, ü. S. Strassburg]; auch wasserhelle Krystalle 

mit Dolomit auf derbem Dolomit aufsitzend: ooR(lOlO), 

R3(2131), — V8R(0Ü2) und anderen kleineren Flächen [ü. 
S. Breslau]. Die Säulen sind bis 2 cm lang. Schöne durch- 
sichtige Rhomboöder von Pola de Lena enthalten grosse Ein- 
schlüsse, darunter auch Krystalle von Realgar — Anthraconit 
findet sich zu InfiestOy zu Naranco und in dem Bruch von 
Cartyedo, ViUaviciosa [U. S. Oviedo], bituminöser Kalkspath zu 
Figueras [Mus. Hist nat. Madrid]. Ohne näheren Fundort sind 
aus Ästurien prächtige durchscheinende Skalenoöder von 
10—15 cm Grösse in gleicher Sammlung. Aus der Umgebung 
von Santander erwähnt Ermann kleine, theils zu Nestern ver- 
einte Kalkspatbpartieen in marmorähnlichem, hell- bis schwarz- 
grauem, sehr hartem und splitterig brechendem Kalkstein, sowie 
weisse Ausscheidungen in hellgelbem, festem, aber mehr erdig 



154 

brechendem Kalk und im Innern der Terebratula Mäntelliana 
V. Buch. Prächtige Skalenoäder, mit Zinkspath bedeckt, finden 
sich zu Picos de Europa. Bituminöser Kalkspath kommt von 
Carriojgo. 

Im östlichen Theiie Asiuriens ist dem mandelstein artigen 
Marmor „Griotte" im Carbon von Eno eine oolithische Bank 
eingelagert. Ein Marmor von ViUadevelle ist nach Barbois 
aus Lamellen aufgebaut, die Zwillinge nach dem 1. stumpferen 
Rhomboeder sind, wie dies auch beim Marmor von Carrara der 
Fall ist. Der für Spaniens Norden und für Asturien speziell 
charakteristischste Marmor, der „Griotte" oder „Marmel 
amigdalino," ist über die ganze civilisirte Erde als Ornament- 
stein verbreitet; er fand in den. Prachtbauten Louis XIV. 
(Versailles, Trianon u. a. m.), im Königlichen Palais zu Berlin, 
in der Kathedrale von Leon u. a. a. 0. Verwendung. Nach 
DüPRENOY besteht er aus einem Gemenge von Kalk mit 
Schiefer, das durch Metalloxyde gefärbt ist, und Mandeln ent- 
hält von der Form unbestimmbarer Cephalopoden und Echino- 
dermen. Ein Lumachell, Lumaquela, oder Muschelmarmor 
aus dem Devon von Soto de los InfanteSj Revier SaUij und von 
Teverga ähnelt den Vorkommnissen aus Astrachan. — Hydrau- 
lischer Kalk wird zu Comilias, Prov. Santander^ gewonnen. 

Pyrenaeen. Undurchsichtige Krystalle mit Einschlüssen 
von Rotheisenstein und dessen Zersetzungsprodukten stammen 
von den Eisenerzgruben zu Somorrostro, Prov. Viiscaya [U. S. 
Breslau]. Daselbst auch Combinationen der Säule mit einem 
spitzen Rhomboeder als zierliche Krystalle inmitten von Roth- 
eisenstein-Massen [Leonh. 299]; spitze, rhomboödrische Com- 
binationen von Prades [Groth 124]. — In der Grotte San VaJerio, 
Prov. Quipuzcoa, finden sich durchsichtige Stalaktiten und Rhom- 
boöder, und mAranisazu erhaltene honiggelbe Abarten geben beim 
Zerschlagen einen unangenehmen Geruch von sich. — Muschel- 
marmor von Huid in Navarra erwähnt Mallada, ebenso auch 
Kalktuff von den Quellen von Geneviüa, der in grossem Maass- 
stabe abgelagert ist. — Kleine, sehr spitze Skalenoöder von Bibas 
in der Prov. Gerana [Groth 124]. Fast schwarzer Anthrakonit 
findet sich auf der Grube El Veterano bei San Juan de las 
Äbadesas in gleicher Prov. [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Sehr reich sind die Pyrenaeen an Marmor, welche schon 
in sehr früher Zeit ausgebeutet wurden. Heute wird namentlich 
ein Lumachell zu Eredo in Vizcaya gewonnen. — Auch in der 
Prov. Gerona im Thal von Nuria wird ein geäderter Marmor, 
der mächtige Bänke bildet, gebrochen. 



15& 

Catalonien, In der Pravinz Barcelona kommen ge-* 
legentlich schöne rhomboädrisch begrenzte Säulen auf den 
Gruben von San Gervasio de Cassolas vor. — In stalaktitische 
Krusten übergehende, aus undeutlichen Krystallen zusammen- 
gesetzte Aggregate bilden üeberzüge auf breccienartigem 
Carbonatgestein, dessen einzelne Brocken gleich dicken Erbsen 
sind, zu Tarragona [U. S. Breslau]. Kalktuflf findet sich haupt- 
sächlich im To^m-Thal, westlich von Alfara [Mallada]. 

Ein Marmor, der dem Brocatell der Italiener ähnelt, wird 
in bedeutender Masse von Tortosa, Prov. Tarragona, exportirt. 

Äragonien. Kalkspath in rhomboödrischen Formen 
stammt auch von Alhama de Aragon, Prov. Zaragoza. 

Castilien. Eine in der Prov, Logroflo gebrochene Varietät 
zeigt beim Erwärmen deutliche Phosphorescenz, und zu Arne- 
diUo findet sich pisolithischer Kalkstein [Mus. liist. nat. Madrid]. 
— Dieselbe Struktur mit erbsengrossen Körnern beschreibt 
Garcia-D. von Fuencisla in der Nähe von Segoma. — Schöne 
Krystalle von Kalkspath kommen auf den Erzgängen von 
Hiendelaencina, Prov. Gtiadahjara, vor. Ausserdem erwähnt 
F.-Navarro aus der Provinz noch rhomboödrische Krystalle^ 
die auch ein Skalenoäder zeigen und Geoden in tertiären 
Gonfoliten auskleiden. Alabaster findet sich zu Trüh [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. — Kalktuff bei Priego, Prov. Cuenca. Als 
„vermicular" ist ein Vorkommen von Huete, gleicher Prov., 
bezeichnet [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Auf Spalten des 
Meerschamns vom Cerro de Almodovar bei Madrid sind häufig 
spitzrhomboödrische, rauhe Individuen mit den aufgesetzten 
Flächen des Stammrhomboeders angesiedelt [Qüiroga]. — 
Ehomboeder bei San Martin in derselben Prov. In Drusen 
des Sepiolith am Cerro de VaUecas bei Madrid finden sich 
rhomboedrische Pseudomorphosen , die nach Sullivan und 
O'Reilly wahrscheinlich aus Dolomit entstanden sein sollen. 
Calderön aber vermuthet Calcit als ursprüngliches Mineral, 
weil der Opal des Berges, der allmählich in Sepiolith über- 
geht, Calcit -Rhomboäder, überkleidet von Milchopal, und das 
Bergpapier auf den BJüffcen des Sepiolith ebenfalls spitz- 

rhomboedrische Calcile mit R(lOll) als Endigung enthalten. 
[Qüiroga]. Nach demselben Autor sind auch Pseudomorphosen, 
die aus unregelmässig gruppirten Gypskrystallen aufgebaut 
sind und am Manmnares-Ksiaal bei Madrid gefunden wurden, 
auf Calcit zurückzuführen, dessen Kantenwinkel sich die 
Messungen an den Pseudomorphosen bis auf 2^ nähern. Die 



1&6 

krystallinen Kalke (archäisch) der CordiUera Carpetana zwischen 
Ävüa und El Escorial hat Quikoga zum Gegenstand seiner 
Studien genommen und darin neben weissem Glimmer und 
Körnern von Humit durch das Mikroskop noch Magnetit, 
Ilmenit, Serpentin und Magnetkies nachgewiesen. Als grauer 
Marmor werden sie in Bobledo gewonnen. — In Prov. Toledo 
ist schwarzer bituminöser Kalk zu ürda angegeben. — Die 
Kreidekalke beider Castüien enthalten Hohlräume, deren 
Wandungen mit meist ganz hellen Kryställchen in der Com- 
bination eines vorherrschenden Skalenoöders mit einem spitzen 
Rhomboöder ausgekleidet sind. Die Kalke selbt nehmen oft 
späthigen Charakter an und zeigen dann im polarisirten Licht 
poly synthetische Zwillingsbildung. 

Andalusien. Schöne Skalenoöder von Calcit auf Blei- 
glanz von Linares, Prov. Jaen [Mus. Hist nat. Madrid]. — - 
Skalenoeder in Verbindung mit Rhomboödem umgrenzen 
Kry stalle von Fuehla de los Infantes, Prov. Sevilla, weisse 
Rhomboeder finden sich auf der Grube San Guillermo bei 
Peftaflor [Calderön], Nach demselben Autor sind Krystalle 
von Cuesta del Cielo, in derselben Gegend, honiggelb und 
wenig durchsichtig, solche vom Barranco de los Carriles durch 
Einschlüsse von Amphibol grünlich; sie werden von Magnetit 
und Epidot begleitet. Nadeiförmig sind ferner Krystalle an 
verschiedenen Punkten der Sierra Morena [U. S. Sevilla]. 
Prismatische Aggregate mit starkem Bitumengehalt zu Morön 
[U. S. Sevilla]. — In den Schwefelgruben zu Conü^ südl. 
Cadix, sind Drusen im Kalkmergel häufig durch Kalkspäthe 
ausgekleidet, die skalenoedrische , rhomboedrische und pris- 
matische Combinationen darbieten, aber selten über eine ge- 
wisse Grösse hinausgehen. — Leonhard [299] nennt die von 
Conü bei Cadix stammenden Krystalle wohl ausgebildet und 

giebt als Combination an R(iori), 0R(0001). 

Zu MarOy Prov. Malaga, finden sich Gruppen von Rhom- 
boedern, die mehr als 1 cm Kantenlänge messen. Krystall- 
gruppen mit zwei Skalenoedem und einem stumpfen Rhom- 
boöder, deren Flächen unregelinässig entwickelt sind und wenig 
glänzen, zu Playa del Lobo Marino bei Maron [Chaves]. — 
Auf dem Rotheisensteinlager des Cahezo de las Herrerias, Prov. 
Almeria, wird Kalkspath erwähnt [Dittmarsch], doch ist es 
unentschieden, ob es sich um Krystalle oder um dichtes Kalk- 
carbonat handelt. — In derselben Prov. Almeria ist die Grube 
Carmen als Fundort erwähnt. 



157 

• 

In Ändalt^ien sind die verschiedensten Varietäten des 
Marmors zu den unvergleichlichen Bauwerken aus den früheren 
Perioden der Cultur, welche Spanien nach einander erlebte, in 
ausgiebigster Weise zur Anwendung gekommen, und schon 
daraus lässt sich ein Schluss auf den Reichthum des Landes 
an diesen Omamentsteinen machen. Der Säulenwald der 
Kathedrale, der. früheren Hauptmoschee der spanischen Mauren, 
zu Cördoba ist der Ueberlieferung gemäss „aus dem Morgen- 
und Abendland, von den Ruinen Karthagos, von den zerstörten 
römischen Tempeln in Südfrankreich und aus den Kirchen 
eroberter spanischer Städte zusammengeschleppt; in Wahrheit 
stammen sie zumeist aus Cabra u. a. Steinbrüchen Andalusiens. 
Sie zeigen eine grosse Verschiedenheit des Materials (Marmor, 
Porphyr, Jaspis, Breccie u. a.)" [Baedeker 324]. Jurassische 
Gebirgsketten der Prov. Cördoha, nicht nur diejenige bei Cabra, 
breccien- und conglomeratartige Varietäten der in ihnen auf- 
geschlossenen Gesteine, haben das Material zu den bewundems- 
werthen Monolithen der Mezquita, von denen noch gegen 850 
je 4 m hohe vorhanden sind, geliefert. — Eine andere Reihe 
von Varietäten kommt aus den tithonischen Sierren der Nachbar- 
provinzen, z. B. wurden seltsame rothe Marmorarten auch 
schon seit alten Zeiten im Revier von Morön, Prov. Sevilla, 
gewonnen, von denen eine ausgezeichnete Zusammenstellung 
in der Sammlung der Universität Sevilla aufbewahrt wird. 
In Verbindung damit seien auch röthliche Marmor jurassischen 
Alters von der Sieira Boissas de San Juan erwähnt. Weisse, 
oolithische Kalke sind durch häufig auftretende Bänke im Lias 
der beiden Provinzen vertreten. 

Die alten krystallinen Kalke sind auch in Andalusien 
reich an Mineraleinschltissen; weisse Hornblende und Eisen- 
kies finden sich in ausgezeichneter Weise zu Puebla de los In- 
fantes, Prov. Sevilla [Calderon]. 

In der Prov. Euelva sind in neuerer Zeit vorzügliche 
Marmorbrüche bei Fuente Heridos, Sierra de Aracena, in Angriff 
genommen und liefern unter anderen Abarten einen ganz leicht 
bläulichen Stein, der dickbankig bricht und vorzügliche Werk- 
steine liefert. Eine andere Art eignet sich bei geschicktem 
Schnitt vorzüglich zur Imitation von Holz [ü. S. Sevilla], 
In derselben Gegend, der Sierra Aracena, wird auch ein 
„orientalischer Alabaster" gewonnen. 

Das Küstengebirge von Süd-Spanien ist zwischen Malaga 
und Marbella in der Sierra de Mijas auf Marmor ausgebeutet, 
es „ist ein wahres Marmorgebirge ähnlich dem von Carrara" 
[Hausmann]. Die als Siderokonit bezeichnete Abart, die sich 



158 

„zum reinen Kalk, wie der Eisenkiesel zum Quarz" verhält 
[Hausmann. 1306], steht zwischen Malaga und Vdejg Malaga 
an. — In der Sierra Nevada sind prächtige ^Alabaster" und 
„Wassermarmor", marmoles de agua, bei Lanjarön und 
verschiedenen anderen Punkten erschlossen. Bänke von „Ci- 
polino" sind den Dolomiten von Jagena, Prov. GranoMy 
zwischengelagert und treten auch häufig im Südosten der Prov. 
Almeria auf. Vorkommnisse aus der Sierra Nevada führen 
Epidot [Barrois und Oppret]. — Haben wir oben aber die 
Marmorsäulen der Moschee von Cördöba besprochen, so mögen 
hier die Bildwerke des „grossen Siegesdenkmals des christ- 
lichen Spaniens", der Kathedrale von Granada, der Santa 
Maria de la Encarnaciön, Erwähnung finden. „Das Material 
zu den Marmorbildwerken stammt, wie bei vielen Bauten 
Granadas, aus den schon von den Römern ausgebeuteten 
Brüchen von Macaei in der ^Sierra de FüaJbres^ [Baedeker, 
348]. Es sind dies archäischen Schichten entnommene weisse, 
zu Statuen geeignete Marmor, die ausserordentlich reich an 
Mineralneubildungen sind. Sphen, Rutil, grüne Hornblende, 
Plagioklas, Glimmer, Skapolith u. s. w., über die bei den be- 
treffenden Species gesprochen werden soll, sind von ver- 
schiedenen Autoren darin nachgewiesen [Bergeron. M.-Levy 
u. a. m.]. Als Fundort für Kalktuff ist die Gegend nördlich 
der Stadt Ähneria zu nennen. 

Murcia. In ähnlicher Weise wie zu Conü begleiten 
Krystalle von Kalkspath auch den Schwefel von Hellin, Prov. 
Älbacete. — Stängelig (Alabaster) und pisolithisch in Gartagena 
[Esc. Min. Madrid]. In der Höhle von La Barquilla, Revier 
Caravaca, Prov. Murda, Alabaster. 

Valencia. In Geoden des Ophit am Cerro de San Julian 
bei Segorbe, Prov. Gastellön, fand Quiroga krystallisirten Kalk- 
spath auf. 

Balearen, Zu Santafly, Mallorca, kommen ausgezeichnete 
weisse Kalke vor, die sich fast wie Holz bearbeiten lassen. 
Man verwendet sie in dortiger Gegend vielfach zu Fassaden 
von Gebäuden. Auf Mallorca und Menorca findet sich ein 
quaternärer helixführender Kalk, der gleichzeitig sehr leicht 
und widerstandsfähig ist. -- Auf allen Inseln giebt es zahl- 
reiche Grotten mit Stalaktiten, aber die berühmteste dieser 
Höhlen ist die von Artä mit ganzen Säulenreihen von der- 
artigen Gebilden, unter anderen auch mit solchen, die durch- 
scheinend bis durchsichtig sind. 



159 

Portugal Hübsche Drusen von Kalkspath, welcher die 

Form — Vä R (0 1 1 2) besitzt, in Begleitung ron Eisenkies auf 
Thonschiefer aufsetzend, von Älbergeria velha [Frenzel]. 

Im Norden des Königreiches sind die Marmorlager selten, 
sonst aber sind dieselben in allen geologischen Schichten ver- 
treten. Die besten Varietäten werden in Vimioso und Mi- 
randa do Douro gebrochen. Ein zuckerkörniger von bemerkens- 
werther Klarheit von Santo Ändriäo ist nach Ansicht Nery- 
Delgado's für Bildwerke sehr geeignet. Von demselben Fund- 
ort findet sich auch weisser Alabaster mit wellenförm^en 
Lagen angegeben. Oolithischer Kalk findet Erwähnung in der 
Kreide zwischen Täboeira und Marina und an anderen Fmikten 
im östlichen Algarve [Chopfat], 

Nach P.-GoMES [203] sind die Calcite von GaMas do Gerez 
Absätze aus Thermalwässern. Ferner sind angeführt: Serras 
de Cintra, de Marväo und de PortcUegre, Gruben von Bragal 
und Palhal. Mira und Cap Mondego, Distr. Coimbra, Für die 
Glasfabrikation werden grosse Krystalle gewonnen zu Monte 
bei Serra d'Älcobaga. Stalaktiten resp. Stalagmiten finden sich 
in Grotten des Silurs von S. Adriäo (Vimioso), Lopa Furada, 
Casa da Moura und Cesareda (Jura). Porto CovOy Grotten in 
der Serra ^Alvaiazere. 



Pencatita. Pencatit Pencatite. 

Roth 1861. 

Andalusien, Im Serpentin der Serrania de Bonda Blätt- 
chen einer dem Pencatit analogen Substanz. 



Dolomita. Dolomit. Dolomite. 

SaussüRB 1796. 

ßhomboödrisch-hemiödrisch. 1:0,8322. Polkante 106 M5'. 

1849. Paillette et Bezard: Bull. Soc. geol. de France, (2) VI, 589. 

1859. G. Rose: Zeitschr. d. D. geol. Ges. 

1862. Maestbe: Anal, de minas, III, 264. 

1868. SuLLivAN AND O'Reilly: Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of San tander and Madrid, 120 und 170. 

1878. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., II, 249. 

1880. Fuertes-Acevedo : Min. asturiana, 38. 

— Brün, A.: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., V, 104. 

1881. Frenzel: Min.-petrogr. Mitth., N. F. III, 511. 

1885. Barrois et Offret: Compt. rend., avril. 

1886. MiCHEL-LÄVY ET Bergeron: ibid., mars. 

1887. Chopfat: Comm. d. SecQ. d. TrabÄlh. geol., I, 240. 
1891. Chavbs, f.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XX, Act. 9. 



160 

1892. Castanheiro das Neves: Rev. de obras publ. e min., XXm. 

1896. Chaves, f.: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XXIV, Mem. 209. 

1897. Cala: ibid., XXVI., Mem. 120. 

1898. Chaves, F.: ibid., XXVII, Act. 189. 
1900. Febnandez-Navarro : ibid., XXIX., Mem. 119. 

Analysen: 1. BrafUHas de la Grandola, Prov. Oviedo, von 
Paillette et Bi^zard. 2. Bimrrera, desgl. 3. Lavianaj desgl. 
4. Beocin und La Venia, Prov. Santander, von • Süllivan and 
O'Reilly. 5. Colmenar de Orya, Prov. Madrid, von denselben. 
6. Teruel, von A. Brün. 7. Teruel, von Rammelsberg [227], 
Kantenwinkel 106 <^ 30'. 8—11. Sierra deGädor, Prov. Ahne- 
ria von F. Gramer in Wöhler's Laboratorium [Hausmann 
1335 u. 1337]. 8. licht rauchgrau, 9. schwarz und weiss ge- 
bändert, 10. splitterig, dunkel rauchgrau, 11. splitterig aschgrau. 

CaCO» MgCO» FeCO» Feübersch. MnCO» Unlösl. 

1.48,60 41,87 5,70 — 3,83 = 100,— 

2. 54,65 44,02 Sp. - 1,33 = 100,- 

3.50,52 41,93 2,75 — 4,80=100,- 

4 56,09 39,12 3,42 — 0,19 0,32= 99,14^) 

5.32,77 21,75 0,81 — - 39,06= 94,39*) 

6.56.64 37,89 2,11 2,63 Sp.^) 0,90 = 100,26») 

7. - — - 3,88 1,56^) — 

8. 55,30 41,10 0,44 - — 3,09 = 99,93 

9. 55,24 41,60 2.01 — — —5) = 98,85 

10. 53,52 45,66 0,64 — 0,04 0,12 = 99,98 

11. 50,78 38,82 6,35«) — — — = 95,95 

») Noch 0,68 Ca SO* und 0,25 Ca'P'O». *) noch 0,40 MgO, 6,27 H«0, 
0,02 organ. Substanz und Spuren von Ca SO* und HCl. «) S* 100,17. 
*) als MnO angegeben. *) noch 0,04 Kohle. ®) nebst Kieselsäure und 
Thon sowie etwas organische färbende Substanz. 

Galicien. Von Santiago de Compostela stammen bis V»" 
grosse durchscheinende Khomboäder von graulich weisser 
Farbe, die in Gyps vorkommen. Neben dem Stammrhomboßder 
tritt ein zweites spitzeres mit der Polkante von ca. 66^ auf [Rose, 
U. S. Berlin]. Der Fundort rauss auf Irrthum beruhen, da in 
Galicien, zumal bei Santiago, keine Gypsformation und keine. 
Sedimentformation existirt, auch sonst nirgends Dolomit er- 
wähnt wird [Calderön]. 

Ästurien und Santander. Eingelagert in die Kohlen- 
kalke von Tineo, Lena und anderen Punkten finden sich gelb- 
lich weisse und graue, körnige Dolomite mit 41--447o MgCO^ 
[Paillette et Bezard], Analysen oben unter 1—3; auch 
Krystalle treten zuweilen auf; in dem östlichen Theile der 



16.1 

Prov. Oviedo auch rosa gefärbte, welche Barrois für gewöhn- 
liche Kalkspäthe hält. Auf dem Kupfererzvorkommen von La 
Bizarrera im Bezirk Laviana ein weisser, perlmutterglänzender 
reiner Dolomit. In PeüameUera Krystalle, die durch Kobalt 
stark gefärbt sind. — Auf den Zinkerzgängen von Reocin, 
Torrelavega u. a. m. der Prov. Santander werden dolomitische 
Kalke, die zuweilen in normale Dolomite übergehen, mit dem 
Erz zusammen gewonnen. Süllivan und O'Reilly theilen 
mit, dass zu Reocln und La Venia auch Zinkspath ganz all- 
mählig in Dolomit übergeht, und geben die Zusammensetzung 
des letzteren (et Analyse 4). 

Fyrenaeen. An verschiedenen Orten von Vizcaya und 
zu Gaviria, Prov. Guipuzcoa, findet sich Dolomit wie io der 
Prov. Santandei\ — In der Prov. Gerona weisse Rhomboöder 
auf Mergel von der Grube Begia bei BeUmunt [Esc. Min. 
Madrid]. 

Catalonien. Zu Farena, Prov. Tarragona. 

Aragonien, Als Teruelita^ bezeichnete Maestre einige 
Krystalle, die er im Miocän eines Wasserrisses am El Cal- 
vario nahe bei Teruel fand. Das Analysenmaterial von A. Brün 
war kömig, aus grauen und bräunlichen Zonen zusammen- 
gesetzt, von denen die ersteren ihre Farbe zahlreich einge- 
streuten schwarzen Körnern von opakem Magneteisen verdanken. 
Auf diesem Dolomit sitzende Krystalle haben die Combination 

4R (4041) glänzend, R (lOTl) matt, nur oR (0001) rauh, oft 
vertieft oder ausgehöhlt. Der Winkel der Spaltflächen 
= 106^ 12' — 106<^ 14' [Brün, vergl. auch Chaves u. Groth, 
129]. Spec. Gew. = 2,01 [Qüiroga]. Eingewachsen in Gyps 
von Teruel sind fast ganz schwarze, ringsum ausgebildete 
Krystalle von 1 cm Höhe. Die oktaederähnliche Combination 
ist gleich der von Brün angegebenen [U.-S. Berlin, Breslau 
u. 8. w,]. Qüiroga fand neben den gewöhnlichen Componenten 
auch Spuren von Phosphorsäure. 

Estremadura, Unter den zahlreichen Vorkommnissen 
sei dasjenige von Magaceh, Prov. Badajoz, genannt, woselbst 
ein eisenreicherer Dolomit-Ankerit, anquerita, in krystalliner 
Masse von Quarz bedeckt ist [U.-S. Sevilla]. Körniger mangan- 
haltiger Dolomit findet sich nach Garcia-D. in derselben Provinz, 
11 km von Villafranca de los Barros entfernt. 

11 



_162_ 

Castilien. Im Tertiär von Pancorho, Prov. Burgos, 
Krystalle. — In der Prov. Cuenca werden in Kreidekalken 
von Beülo, Bascuflana imd Vdldemusa zuweilen ebenfalls solche 
gefunden. — In Barco de Avila ist körniger Dolomit vertreten 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. — Ebenso in den gleichen Gesteinen 
der Prov. Ghcadalajara von Alocen und anderen Punkten an 
den Ufern des Tajo. Auf den Erzgängen von Hiendelaencina 
begleiten linsenförmige Krystalle den Freieslehenitj und Feu- 
nandez-Navakro beschreibt aus den dortigen Gangdrusen 
weisse durchscheinende Prismen, die durch flache Rhomboeder 
in Zwillingsstellung nach der Basis aufgebaut sind. Stalakti- 
tische Bildungen, welche von linsenförmigen Krj^stallen über- 
wuchert sind, zu Ätapuerca derselben Provinz. Kömiger, wein- 
gelber Gesteinsdolorait kommt von ReboUar und Sigüenza, 
— Perlmutterglänzender Dolomit zu San Martin ist neben 
dem dolomitischen Gestein, von dessen Zusammensetzung die 
Analyse 5 Rechenschaft giebt, aus der Prov. Madrid zu er- 
wähnen. — Den Zinnober von Almaden, Prov. Ciudad Real, 
begleiten weisse und graue Krystalle von Dolomit; auch 
nehmen kleine Individuen am Aufbau des als ^Frailesca'' be- 
schriebenen breccienartigen Gesteins Theil. — In der Trias 
heider Castilien sind noch viele Fundpunkte zu nennen. 

Andalusien. Sehr eisenreich sind kleine, bis V« cöi 

grosse KrystäUchen von weisser Farbe, R(lOll), oR(OOOl), 
die in ebenso gefärbtem Gyps von Morön, Prov. Sevilla, vor- 
kommen; sie enthalten Einschlüsse von rothen bipyramidalen 
Quarzen [CalaJ. 

Aus der Gegend von Maro, Prov. Malaga, beschreibt 
Chaves in einer Geode des dolomitischen Kalkes von Ba- 
rranco de MarOj etwas oberhalb der Fuente del Esparto gefundene, 
farblose, rhomboädrische, etwas gekrümmte Krystalle, die mit 
gelblichem, traubigem Aragonit bedeckt sind ; Geoden mit bläu- 
lichen und röthlichen Individuen aus thonigem Erdreich am 
östlichen Abhänge und auf dem Gipfel von GaTiada de las 
Maravillas. Zahlreicher sind in derselben Provinz die Fund- 
orte für krystalline Massen des Minerals. Krystallinisch körnig 
mit Tremolit in Maro. Häufig auch bituminös in Serrania de 
Bonda. In einer der Dolomitbänke zwischen 0/(?n und Istän fanden 
Michel -Levy und Bergeron eine der allgemein bekannten, 
von Pargas in Finland völlig analogen Mineralassociation ; 
Silicate und Schwefelverbindungen sind in grosser Menge ein- 
geschlossen. Die schönen Vorkommnisse von Sierra Bianca 
und von Angostura bei MarbeUa, ferner diejenigen aus der 



163 

Sierra de Mijas untersuchte Qüiroga; er fand, dass die ein- 
zelnen Körner des Dolomit poly synthetische Zwillingsbildungen 
seien, und führte die graue Färbung einzelner Lagen auf 
Magnetiteinschlüsse zurück. Ein Sand, der vollkommen aus 
Dolomitrhomboädern gebildet wird, ist von Goin bekannt ge- 
geben. — Aus Gyps der Prov. Granada konunt die als Teruelit 
bezeichnete Abart des Dolomit. Die Sierra de Almijara und 
auch andere in der Provinz sind von dolomitischen*Kaiken, die 
theils in echte Dolomite übergehen, aufgebaut. — In den Alpw- 
jarras ist Dolomit von cavemöser Struktur mit weissen, grauen 
und bläulichen Farben verbreitet; gelbes, lose kömiges Gestein 
zu Macael Prov. Älmeria [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Von 
gleicher Combination, wie die bei Compostela geschilderte, hat 
Rose schwärzlich graue Krystalle vom Caho de Gata angegeben. 
Dieselben sind noch etwas grösser als die aus dem Gyps 
stammenden. „ Splittriger Bitterkalk bildet in Verbindung mit 
Dolomit bedeutende Gebirgsmassen im südlichen Spanien. Die 
reiche Bleiglanzlagerstätte der Sierra de Gador befindet sich 
darin" schreibt Hausmann [1340]. Aus dem von ihm ge- 
sammelten Material sind die Analysen 8—11 gewonnen. Eine 
grosse Mannigfaltigkeit von weissen krystallinen Dolomiten 
bis zu breccienförmigen und thonigen von gelber oder dunkeler 
Farbe findet sich in den Sierra ÄlhamiUa. 

Mureia. Aus der Prov. Almeria setzen die Dolomite auch 
in der Prov. Murcia fort; kömig z. B. bei San Juan de Akardz^ 
Prov. Älbacete. Krystalle finden sich auf den Bleierzgängen 
von Cartagena und ebendort auch eine erdige Abart in kleinen 
unregelmässigen Spalten auf den Gängen. 

Balearen. Schwarze Rhomboßder manganhaltigen Dolomits 
nennt Garcia-D. von Felanitx. 

Portugal, Braunspath auf Bleiglanz und Sphalerit in 
durchgängig schönen Krystallen bis zu 2 cm Kantenlänge findet 
sich zu Albergeria velha [Frenzel] Spec. Gew. = 2,80. Manche 
der Krj^stalle zeigen einen trüben Kem bei durchsichtiger 
Hülle, oder umgekehrt eine trübe Hülle mit hellem Kern. 
Im Palaeozoicum von Alemtejo wies Castanheiro das Neves 
das Vorkonmien des Dolomits analytisch nach. Im Jura sind 
nach Chofpat auch verschiedene Fundorte. Im westlichen 
Algarve lagert über dolomitischen Mergeln ein ziemlich mäch- 
tiges Gestein, das hart, hellgrau gefärbt ist und etwas 
harzig glänzt. Choffat hält dasselbe für normalen Dolomit. 

11* 



164 

P.-GoMES [204] fuhrt folgende Fundorte auf: Gruben von Moni- 
aUo, von Malhada, von Bragal, von CovcU da Mo, von Bugaüw, 
von Alpedreiray von Sobral, von Buy Gomes, von Äpariz^ von 
S. Domingos. Serra de Cintra. 



Giobertita. Magnesit. Magnesite. 

• Brongniart 1807. 

Rhomboödrisch. 1:0,8095. Polkante 107*20'. 

1876. Dittmarsch: Sitz.-Ber. d. Isis za Dresden. 

1881. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist nat, X, 53 u. 55. 

1885. Barrois et Offret: Compt. rend., avril. 

1892. Chates: Anal. Soc. Esp. de Hißt, nat., XXI, Act. 49. 
1895. — ibid., XXIV, Mem. 214. 

— — ibid., XXIV, Act. 144. 

Analyse des Magnesit von El Cortijo de Puertas bei Maroj 
Prov. Malaga, nach Chaves: 

Mg CO« Ca CO» 
77.19 16,90 =94,09 

Demnach verhält sich Mg CO» : Ca CO» = 4,567 : 1; spec. 
Gew. =-^ 2,32. 



Galicien. „Doelo" wird eine im äussersten NW. von 
Galicien anstehende Breccie von Magnesit genannt, die durch 
Chlorit cämentirt wird. Der Magnesit (Giobertit Beüdaxt) 
gleicht bezüglich seiner Spaltbarkeit dem Kalkspath und ist 
nur auf chemischem Wege davon zu unterscheiden [Macpherson). 

Andalusien, Von Cortijo de Puertas bei Maro, Prov. 
Malaga, stammen meist kleine, zuweilen aber auch einen 
Durchmesser von 20 — 25 cm erreichende Knoten und ader- 
förmige Einlagerungen von Magnesit, die aus Tremolit hervor- 
gegangen sein sollen, aus einer 2 m dicken Schicht plastischen 
Thones [Chaves]. — Ein kalkhaltiger Magnesit findet sich zu 
Itrdbo, Prov. Granada [Barrois und Ofpret]. 



Breunerita. Breunerit. Breunerite. 

Pistomesita« Haidinger 1825. 

Rhomboedrisch. 

1881. Frenzel: Min.-petrogr. Mitth., N. F., HI, 511. 
1888. Goürpon: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XV, 249. 



165 

Nach einer Analyse von Jannettaz [bei Goürdon] enthält 
das unten näher angegebene Vorkommeo 

Fe CO^ Mg CO^ beigemengter Gyps 
50,77 36,91 11,40 = 99,08 

entsprechend : 

57,90 42,10 = 100,00 

nach Abzug des Gypses. 

Pyrenaeen. Am Flusse Murria, Prov. Euesca, fand 
GouRDON in Gypsen aus der unmittelbaren Nachbarschaft der 
Ophite den Pistomesit [Breithaupt]. Er bildet schwärzliche 
kleine Gänge, die durch gute prismatische etwas abgeplattete 
Krystalle gebildet werden, und derartig mit Gyps durchzogen 
sind, dass derselbe fast unmöglich von dem Carbonat getrennt 
werden kann. [Mus. d'Hist. nat. Paris und Com. Mapa geol. 
Madrid]. 

Portugal. Zum Pistomesit stellt Breithaupt auch einen 
Braunspath, der auf der Grube Telhadeüa bei Albergeria velha 
mit dem spec. Gew. 3,428 vorgefunden wurde [Frenzel]. 



Siderita. Eisenspath. Siderite. 

Hierro espätico« 

Rhomboödrisch. 1:0,8171. Polkante 107 ^ 

1800. Thalackbr; Anal, de Hist. nat, IL 

1849. Paillette et Bezard: Bull. Soc. g6ol. de France, (2) VI, 675. 

1852. Breithaupt: Rev. minera, IL 

1876. A. H.: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., III. 

1882. Barrois: Asturies. 

1889. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XVIII, Act. 47. 

1890. Pohlig: Sitz.-Ber. d. niederrh. Ges. zu Bonn, 115. 

1891. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XX, Act 81. 

1892. A. DE Yarza: Descrip. prov. Vizcaya, 145. 

1895. 1896. 1898. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, II u. III. 
1897. CzYSZKOwsKi: Les venues m^talliföres. 

Analyse eines Spatheisens von Irün nach A. de Yarza: 
Verlust d. 
Calcination Fe Mn Mg SiO* 

34,85 38,10 3,11 1,40 15,49 7,05=100,00. 

Gaiicien. Unter anderen Brauneisensteingängen geht 
auch der äusserst mächtige, westlich von Rivndeo, Prov. Lugo^ 
gelegene in der Tiefe in Eisenspath über, der früher in 
grossem Maassstabe ausgebeutet wurde. 



166 

Ästurien. Mächtige Bänke zwischen Schiefern im Gebiet 
von La Vega de Ribadeo, zu Castropol und im Revier von 
Meredo; das wichtigste Vorkommen aber in der Sieira de 
Äheduledo [Paillette und Bezard]. Die Erze von Mieres 
gewöhnlich mit Eisßnkies. 

Baskische Provinjsen, Schon Hausmann [1360] hebt 
den Reichthum der Lagerstätten hervor. In Viscaya sind 
24 Hochöfen im Betrieb, um das Erz, das dort „Campanil" 
genannt wird, zu calciniren. Nach der Estad. minera, 1900, 
ist im Revier Aspe und Ärrazoh eine Lagerstätte aufgefunden, 
die in Bearbeitung genommen wurde. — In der Prov. Älava 
finden sich zu Nandares rhomboedrische Krystallgruppen, deren 
Individuen auf den Polkanten mit Würfelchen von Eisenkies 
besät sind [Esc. Min. Madrid]; kleine Gänge mit Kupferkies 
sind in der Umgebung von ViUarreal aufgeschlossen. — Sowohl 
krystallisirt wie auch späthig ist er reichlich im Oyarzun^ 
Pr(»v. Guipuzcoa, auf einem Gange, der cambrische Schiefer 
durchsetzt; ähnliche Vorkommnisse auch in den Revieren von 
Berasteguiy Echolachuri und mehreren anderen. Czyszkowski 
erwähnt aus der Umgebung von Bidasoa 8 Gänge ausge- 
zeichneten Spatheisens, die in Granit, in dessen Contacthofe mit 
den Schiefern und im Schiefer gelegen sind. Im Valle de 
la Cascada ist das Erz sehr hell und rein. Von Irün ent- 
nommenem Erze entstammt oben angeführte Analyse. — Unter 
den Gängen der Prov. Navarra besitzt derjenige der Grube 
Ämistad eine Mächtigkeit von 3,5 bis 7 m. 

Pyrenaeen. Kleine Massen von Dolomit dienen im 
Verein mit Kalkspath und Quarz auf unzähligen Gängen der 
catalonischen Pyrenaeen als Gangmasse für Kiese, so z. B. für 
den kupferhaltigen Eisenkies im kalkreichen Porphyr von der 
Montana de Montdeva, Revier San Lorenso de la Muga. Oestlich 
von Bosost befinden sich verschiedene Erzvorkommnisse, in 
denen Dolomit den Eisenglanz begleitet, in Pardinas, Caralps, 
Boca Corva de Darnius und Bihas, meist solche mit Eisenkies, 
andere mit Antimonglanz. Zu San Juan de las Äbadesas ent- 
hält der Spatheisenstein gut ausgeprägte Abdrücke von Farnen, 
Pecopteris etc. [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Äragonien. Rhomboöder eines manganhaltigen Eisen- 
spathes auf der Grube Porvenir, Prov. Terml [Garcia-D.]. — 
Eine wichtige Eisenspathzone liegt auf der Grenze der Prov. 
Tei'uel gegen Guadalajara. Auf den Gruben Ojos Negros, 



167 

Setiles [cf. Brauneisen pag. 121], Checaf Tordesihs, Revier Torre$ 
und anderen werden linsenförmige Massen und Lagergänge in 
Schiefern und silurischen Quarziten auf das vorzügliche Eisen- 
erz abgebaut. Die Römer lobten schon die Eisenwaffen, 
welche die Iberer dieser Gegend zu verfertigen wussten. — 
In der Prov. Zaragoza begleitet zu Äteca krystallisirter Eisen- 
spath den Bleiglanz. 

Leon. Neben manchen anderen Fundorten sollen hier die 
Gruben bei Herguijuela de lä Sierra^ Prov. Salamanca, an den 
Ufern des Rio Alagön genannt sein. 

Estremadura. Hier sei hervorgehoben das bläuliche 
Erz von Magacela, Prov. Badajoz, das Fluor enthalten soll 
und mit EisenblQthen bedeckt ist [Esc. Min. Madrid], 

Castilien. Eisenspathgruben befinden sich in Ezcaray, 
Viniegra de Äbajo, Ventrosa in der Prov. Logroüo. — In Cuenca 
sind als nicht sehr bedeutende Fundorte zu nennen Henarejos, 
ViUora, Pico de Banera, Alconeras und Gerro-Horano. — In 
Hiendelaencina, Prov. Guadalajara, begleitet Eisenspath auf 
den Eisenkies-Quarzgängen im Gneiss beständig die Silbererze 
in linsenförmigen Krystallen, die gelb oder dunkel, oft zu 
rhomboedrischen Aggregaten vereint sind; daneben trifft man 
noch Prismenj von Bergkrystall und Oktaöder von Bleiglanz. 

-— Rhomboeder (101 1) von hellbrauner Farbe, durchscheinend, 
kommen mit kleinen Krystallen von Zinkspath auf einer 
kalkigen Gangmasse zu Almaden, Prov. Ciudad Real, vor [Li^.vy 
III, 163J. Erbsengraue, krystallinische Nester und goldbraune, 
flache Rhomboeder sind in den Zinnoberfahlbändern daselbst 
verbreitet [Pohlig]; auch von einem Kalkspathgange im 
Thonschiefer mit kleinen Zinnober-B^ryställchen erwähnt. 
[Leonh. 173]. 

Andalusien. Auf verschiedenen der in Granitgesteinen 
aufsitzenden Gänge mit Bleierzen, z. B. zu Linares und zu La 
Carolina, Prov. Jaen, — Vielfach ist Eisenspath in der Carbon- 
raulde von Beimez aufgefunden, und zwar in einer den eng- 
lischen Vorkommnissen ganz analogen Art. In Constantina, 
CazaUa und Guadalcanal, Prov. Sevilla, bildet das Mineral die 
Gangmasse für viele der Erzgänge und selbst stellt es ein 
wichtiges Eisenerz dar in der Gegend zwischen der Sierra de 
Guadalcanal und La Jayona, wo die in ihm vorhandenen Spalten 
mit blätterigem Eisenglanz ausgefüllt sind. Ein gleiches Zu- 



168 

sammenvorkommen von Eisenglanz mit Spatheisen findet auch 
zu PeHaflor statt [Calderön]. — Selten begleitet Eisenspath 
die Kiese im Rio-Tinto-DiQtrikt Im Contakt des Eisernen 
Hutes mit dem Nebengestein auf der Grube Buitrön, Zalamea. 
QüiROGA sammelte charakteristische Sphärosiderite auf der 
Eisengrube von MarbeUa, Prov. Malaga, die von Magnetkies, 
Eisenkies, hexagonalen Blättern von Chlorit und Fassait in 
Kry stallen begleitet sind. — An der Sierra Nevada finden sich 
gut gebildete Krystalle in Hohlräumen massigen Eisenspathes, 
der im Gneissgebiet auf vielen Gängen Quarz, Eisenkies und 
silberhaltigen Bleiglanz begleitet; auch Pseudomorphosen nach 
Kalkspath finden sich daselbst. Rhomboßdrische Krystalle 
kommen in Griiejar Sierra in Begleitung von Kupferkies und 
Fahlerz vor; ebenso auch in TreveU^. — In der Prov. Almeria 
zeigt ein Eisenspath, der als grobkrystalline Schnur oder Ein- 
lagerung in einem Thonschiefer vorkommt, wie Zinkblende 
glänzende Spaltflächen [ü. S. Berlin]. — Namentlich aber be- 
herbergt die Sierra Älmagrera an verschiedenen Punkten den 
Eisenspath. Von dem Gange El Jaroso erhielt Breithaüpt 

Krystalle, welche entweder — 2R(0221) mit R (lÖll) oder 

R (1011) mit — V« R (0112) aufweisen; auch eine ausgezeichnete 
krummschaalige Varietät ist dort gefunden; an einem Exemplar 
konnten bis 40 Lagen gezählt werden. Femer sind späthige 
Massen mit linsenförmigen Krystallen von demselben Gange 
angegeben; eine helle Abart wird als „molinera* bezeichnet; 
sie herrscht als Gangmasse vor und ist zuweilen mit Silber und 
Kupferkies imprägnirt. Auch den silberhaltigen Bleiglanz 
anderer Gruben in derselben Sierra Älmagrera begleitet der 
Eisenspath und bildet vorzugsweise linsenförmige Krystalle. 
Das Erz der Grube Visto wird von zwei Hochöfen verarbeitet. 
Das „Eisen von Pilar de Jarahia"" wird in Vera gewonnen 
und ist gewöhnlich mit Eisenkies-Krystallen bedeckt. Gute 
Kiystalle kommen auch von Fifiana in derselben Provinz. 
[U. S. Madrid]. 

Portugal. Gruben von Coval da Mo und von Bragal. 
Gruben von Serrinha, von Bugalho, von Mostardeira und 
Juliana, [P,-GoMES, 204]. 



Dialogfita« Manganspath. Rhodochrosite. 

Bodoerosita« V^erner 1817. 

Rhomboödrisch. 1 : 0,8183. Polkante 107 M ' 40". 



169 

Estremadura. Zusammen mit Kalkspath und Phosphorit 
kommen von der Grube La Ahundancia, Prov. Cdceres, Rhom- 
boeder des sonst äusserst seltenen Minerals [Garcia-D.]. 

Portugal Grube von Sobral, Distr. Älemtejo [P.-Gomes, 204], 



Smithsonita. Zinkspath. Smithsonite. 

Zilie espätieo. 

RhomboMrisch. 1:0,8062. Polkante 107 MO'. 

1829. ? : Karsten'b Archiv, 1, 462. 

1860. V. Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., II, 382. 

1860. Akce: Rev. minera, (B) VI. 

1863. SuLLiVAN AND O^Reillt! Notes on ihe geol. and miu. of the 

span. prov. of Santander and Madrid, 108. 

1881. Gonzalo-Tabin: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., YIII, 129. 

— NoQUÄs: Notice sur les mines d'Esp., 66. 

1894. Quiroga: Uebersetzung v. Tschermak's Mineralogie, 308. 

1895. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 214. 

Analyse einer graulich -weissen Durchschnittsprobe von 
Merodio nach Abzug von Quarz [Süllivan und O'Reilly] 

ZnCO^ H^Zn^SiO^ FeCO« MnCO' CaCO» MgCO^ 

92.716 2.819 3.218 0.468 0.679 0.115 = 100,015. 

D^r sehr wechselnde Gehalt an Eisen und Mangan geht bis 

zu 25 Vo. 

Ästurien und Santander. Traubige, gelbe Krusten auf 
Baryt von Esperanea [Groth. 132]. — Auf den Gruben bei 
Santander auch Krusten kleiner Krystalle als Ueberkleidung 
späthiger Blende [U. S. Berlin]. — Als eigentliche Zinkspath- 
Region müssen die Gruben von Lievana, Reocin, Merodio und 
von Picos de Europa, vornehmlich in Andara gelten. Hier 
pflegen Lagergänge mit Baryt oder dolomitischem Kalk die 
Lagerstätten zu bilden, auf denen der Zinkspath Blende ein- 
scMiesst; der stark doppelbrechende Späth zeigt in Dünn- 
schliffen rhomboödrische Spaltbarkeit. Auch in der Kreide 
von Beodn und ComiUas finden sich gelbliche Concretionen des 
Minerals. Zu Puenteviesgo sind Skalenoöder, wahrscheinlich 
pseudomorph nach Kalkspath, die häufigste Erscheinung. 
Arce unterscheidet im Vorkommen des Zinkspath zu 
Santander 4 Gruppen. 1. Harte, beim Hammerschlag klingende 
Abart, voll von Höhlungen; 2. geschichtete, metamorphische 
und erdige Varietät; 3, aus Blende hervorgegangenes 
Carbonat, das die Struktur jener noch bewahrt; 4. traubeu- 



170 

förmige Concretionen. mit den vorhergeheüdeD untermengt. 
Eine andere Eintheilung- der dortigen Zinkcarbonate rührt yon 
Süllivan und O'Reilly her. Sie unterscheiden eine weisse 
Abart, die in Begleitung von Blende und Bleiglanz, sowie von 
Zinnstein und Kupfermineralen in den höheren Lagen des Ge- 
birges, in BeociHy Picos de Europa u. s. w. vorkommt, von einer 
rothen, die gewöhnlich als Calamina roja bezeichnet wird. 
Diese letztere wird von Blende und Bleiglanz begleitet und 
ist meist an dolomitische Kalke gebunden, welche unter dem 
Dolomit liegen. Die gewöhnliche Struktur des Erzes ist 
die zellige, daneben kommen auch homogene körnige Massen 
vor. Die Zellwände sind durch kleine Krystalle drusig, doch 
gelingt es nicht, die Flächencombination zu entziffern. Zu- 
weilen sind sie auch mit gelbem Ocker bedeckt. In grösseren 
Drusen, von 1' Durchmesser an, treten Corrosionserscheinungen 
auf, und die davon beeinflussten Stellen enthalten ein schwarzes 
Pulver von Manganoxyd. 

Aeusserlich ist der rothe Zinkspath leicht zu zerbrechen, 
aber der Kern ist fest und enthält kleine durchsichtige Par- 
tikelchen von Blende, die derart zunehmen können, dass all- 
mählich ein Conglomerat von Blende und Zinkspath entsteht. 
Auf den von Oigüenza und Orefla herkommenden Stufen finden 
sich sehr häufig einzelne Tropfen opalisirenden Carbonates, 
oder sie sind von einer weissen traubigen, halbdurchscheinen- 
den Rinde desselben Materials überzogen. 

Als ursprüngliche Gangmasse auf den Gruben zu Merodio 
nehmen dieselben Autoren Kalkspath an, der in grossen 
Skalenoödern krystallisirt ist, Blende einschliesst und heute 
meist in Zinkcarbonat umgewandelt ist. Die von derartigen 
Gruppen von „Hundezähnen" eingeschlossene Blende ist 
granatfarbig und in dünnen Stückchen durchscheinend. Cha- 
rakteristisch für das Vorkommen von Merodio und Treviso ist 
aber traubige und zitzenförmige Oberfläche des Erzes, das, 
vielfach durchscheinend, ein chalcedon artiges Aussehen besitzt. 

Baskische Provinzen. Als Fundorte für Zinkspath 
sind erwähnt Oyarzun, Orduüa, Marquina und Carranza in 
Prov. Vizcaya. — Äizgorri, Berroloz, Ämezquieta, Cerain und 
Mutilön in Prov. Guipuzcoa. — Das Vorkommen von Galmei 
in den Uebergangskalken von Älava |v. BeustJ gehört z. Th. 
wohl auch hierher. — Drusen rhomboödrischer Krystalle auf 
der Grube Concha bei Hidni und verschiedenen Gruben des 
Reviers Beteln, Prov. Navarra, 



171 

Pyrenaeen. Wenig bedeutend sind Anhäufungen von 
Zlnkspath in den catalonischen Pyrenaeen. 

Catalonien. Zu Pontons, Prov. Barcelona, wie in den 

Pyrenaej^n. 

Aragonien, In den Kreidekalken von Linares und Valde- 
linares, Prov. Teruel, wurden ziemlich bedeutende Einlagerungen 
abgebaut. 

Leon. Im Devon von Leon befinden sich einige Lager- 
stätten von Blende und Zinkspath; — auch im Carbon von 
Los Picos de Pando, 14 kra von Barruelo, Prov. Palencia, die 
Grube L't Esperanza zu TrioUo u. a. m. 

Estremudura. Grünlicher Zinkspath mit schwarzer 
Blende zu Zafra, Prov. Badajoz. 

Andalusien. In der Sierra de Cördoba kommt das 
Mineral in verschiedenen „Bolsadas" in löcherigen, meist 
gelblichen Massen vor. — Eben solche Massen, deren kleine 
Höhlungen mit krystallisirten Schwefelverbindungen bekleidet 
sind, auch zu Villalba, Prov. Huelva, 

In der Sierra de Nerja bei Maro, Prov. Malaga, häufig schöne 
farblose oder leicht gelbliche Krystalle zusammen mit Bleiglanz 
in Geoden; die Flächencombination der höchstens 2—3 mm 
grossen Exemplare besteht aus zwei Rhomboßdern mit der 
Basis. In salpetersaurer Lösung ward schwacher Eisengehalt 
nachgewiesen [Chaves]. — In Granada werden verschiedene 
Gruben in den Sierren von Barn, Gor, Charches, Lujar und 
Albuiluelas in bescheidenem Maasse betrieben. Im arcnäischen 
Kalk von der Sierra Almijara bildet der Späth mantelartige 
Anlagerungen und unregelmässige Gänge, flladios, zu Motril 
[G.-TarIn]. In der Prov. Almeria, an der Sierra de Gador, 
Distr. Berja, sind die Spath-Gruben in drei Gruppen vereint, 
um PajariUos, um Arrayanes und um Santo Tomas de ViUanueva. 
Das Erz liegt auf Lagergängen in dolomitischen Kalken paläo- 
zoischen und triassischen Alters. In Berja und Dalias geben 
die Erze 32 bis 42 ^/o Zink. Von einer Gruben bei PajartUa 
eine schöne durchschimmernde Concretion [Mus. Hist nat. 
Madrid und NoguesJ. 

Murcia. Von Cartagena sind in den Sammlungen der 
Escuela de Minas Madrid und der Universität Strassburg 



172 

[Qroth, 132] theils hellgrüne, theils farblose, schuppig zu- 
sammengesetzte Krystalle und dicke, nierenförmige Massen mit 
schimmernder Oberfläche und radialfaserigem Bruch. Von 
Tetuän in der Sierra de Gartagena bläulich graue, faserige, 
traubenförmige Aggregate mit hohem Seidenglanz. In dem 
gleichen Gebirge ist ein erdiges Gemenge von Kalk- mit Zink- 
spath verbreitet, das bei den Bergleuten „lajaazul" = blauer 
Schiefer, genannt wird. — Sehr bekannte und bedeutende Lager 
unseres Minerals befinden sich auch in Riqpar und San Juan 
de Älcarcbfy Prov. Älbacete, [östlich der Mancha. nicht in der 
Mancha. wie v. Beüst citirt]; hier sind stalaktitische und 
traubenförmige Bildungen von brauner Farbe und etwas 
gerundete rhomboödrische Krystalle vorherrschend. 



Arag:onito. Aragonit. Arag:onite. 

KiRWAN 1794. 

Rhombisch. 0,6224 : 1 : 0,7206. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp., 2. edic. 

1799. Herrgen: Anales de Hist. nat., I. 

1808. Bournon: Trait6 complet de la chaux carb. et de rarragon. 

1872. Schrauf: Atlas d. Kryst., III, Taf. XXIII, Fig. 23—26. 

1873. Solang: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., U, Mem. 399. 
1880. Qüiroga: ibid., IX, Mem. 172. 
1885. — ibid., XIV, Mem. 113. 
1890. PoHLio: Sitz.-Ber. d. niederrh. Ges. zu Bonn, 116. 
1901. BufeN: Bol. Soc. Esp. de Hist. nat., I, 293. 

Analyse der Eisenblüthe von Somorrostro nach Solang: 

Ca CO» SrCO« H*0 
89,62 8,01 2,37 = 100,00. 

Nach Haut [I. 475] enthält der Aragonit von der Grenze 
zwischen Aragon und Valencia (wahrscheinl. von Minghnüb, 
Prov. Ouenca) 2V27o Sr. 

Santander. Zu San Vicente de h Barquera finden sich 
Krystalle [U. S. Strassburg]. Diese Krystalle sind von Quarz 
und von Gyps begleitet. Alle sind sie metamorphischen Ur- 
sprungs, hervorgerufen durch die Eruption der Ophite [Qüiiioga]. 
Concentrische, radialstrahlige Krusten von weisser Farbe, bis 
5 cm dick, zu ComiUas [U. S. Breslau]. 

Pyrenaeen. In einem Hohlraum der grossen Eisenerz- 
lagerstätte von Somorrostro, Prov. Vizcaya, traf Solang präch- 
tige Verzweigungen weisser Eisenblüthe, flos-ferri, und 



173 

beschenkte das Mus. Hist. nat. zu Madrid mit Belegstücken. 
Die Analyse siehe oben. — Der Aragonit, welchen A. de Yarza 
aus der Nähe der Ophite von Afianay Prov. Alava, erwähnt, 
bildet vielleicht Concretionen. 

Weisse, durchsichtige Krystalle finden sich in Höhlungen 
des Basaltes von Massanet de la Selva, Prov. Gerona. In den 
verwitterten Basalten der Provinz ist er wie in denen der 
Mancha in weissen Sphärolithen vorhanden [Büen]. 

Aragonien und Castilien. Von alters her sind die 
Krystalle dieser Provinzen in Sammlungen vertreten; sie liefen 
zuerst unter dem Namen „aragonischer Apatit" Werner [1788], 
oder wurden auch für Kalkspath gehalten und der eigenthüm- 
liehen Form wegen mit besonderem Namen „aragonischer Kalk- 
spath (Werner [1790])" prismatischer Späth (Rome de lIsle) 
belegt, als Klaproth [1788] nachwies, dass die Substanz reines 
Kalkcarbonat sei. Der Grund für die verschiedene Krystallform 
blieb unerklärt, obgleich sich verschiedene Chemiker bemühten, 
die Vermuthung Kirwan's [1794], dass das Mineral Strontium 
enthielte, wahr zu machen. Stromeyer fand dann [1813] 
wirklich dieses Element (47o SrCO^), doch blieben andere 
spätere Untersuchungen in dieser Richtung erfolglos (z. B. 
Delesse an Aragonit von Herrengrund). Der Aragonit war 
daher eines der Mineralien, welche die Lehre von der Dimorphie 
begründen halfen, als Haidinger's und 6. Rose's (1837) 
Untersuchungen zeigten, dass das rhombische Carbonat bei der 
Erhitzung in rhomboedrische Individuen zerfalle, und dass aus 
derselben Kalklösung unter verschiedenen Bedingungen sich 
die beiden dimorphen Zustände des Carbonates auskrystallisiren 
Hessen. Herrgen gab eine gute Beschreibung der Exemplare 
im Mus. Hist. nat. zu Madrid und bestimmte das Spec. Gew. 
zu 2,770. 

Die zwischen den Städten Calatayud in Aragonien und 
Molina de Aragon in Castilien sich ausdehnenden eisenschüssigen 
rothen Thone und Gypse sind das Muttergestein für die be- 
kannten, hexagonale Formen nachahmenden Durchwachsungs- 
drillinge des Minerals. Fundpunkte sind im Keuper heider 
Castilien, AragMs und Valencia^ s so häufig, dass in der 
Sammlung des Mus. Hist. nat. deren über 30 vertreten sind. 
Ständig werden sie an einzelnen Orten von kleinen Eisen- 
kieseln begleitet und pflegen dann wie diese rothgefärbt zu 
sein, so zu Molina de Aragon, Sigüenm, MoratiUa und Medinaceli, 
Prov. Guadalajara, in Calatayud, Prov. Zaragoza. Ihrer Häufig- 
keit wegen haben sie auch bei der Bevölkerung besondere 



174 

Namen erhalten, torrecicas, colmenicas und piedras de 
Santa Casilda, einem Ort in der Prov. Burgos. 

Levy beschreibt eine ganze Reihe isolirter Krystalle, die 
ihm die Bestimmung folgender Flächen ermöglichten: ooP (110). 
ooPoo (010), P 00 (011), auch OP (001) und an zwei Krystallen 
Vs P « (013). 

Haüy giebt auch das steilere Doma 3 P od (031) an [I, 444]. 
ScHRAUF im Atlas der Krystallformen (unter Berücksichtigung 
der halb so grossen Vertikalaxe bei Scuraüp) fand 2 P oo (021) 
und bildete von ihm und von Leydolt untersuchte Drillinge, 
Vierlinge und Fünflinge von Moliwi de Aragon ab. 

Die Krystallgruppen haben meist gestreifte Prismenflächen, 
die mit kömigem oder faserigem Gyps tiberkleidet sind, und 
enthalten theUs rechtwinkelig sich schneidende, theils strahlig 
von einem Punkte aus laufende Drillingskrystalle , die auch 
eine oder zwei einspringende Kanten besitzen [Lävy I, 105]. 
Die Gruppen stammen namentlich aus Orten der Prov. Zaragoza 
und erreichen oft sehr bedeutende Dimensionen z. B. in Nue- 
valos mit 5 cm Radius und mehr. Diese Krystalle sind wie 
der anhaftende Gyps weiss und röthlich weiss gefärbt, auch 
konmien violette Farbentöne vor; nicht selten ist eine ungleiche 
VertheiluDg der Farbe in einem und demselben Individuum. 
— Ganz gleiche Krystallbil düngen kommen bei dem Salzberg- 
werk Minglanilla im südlichen Castilien nahe der Grenze nach 
Valencia vor. Als begleitende Mineralien soll sich hier neben 
Gyps auch Baryt finden [Haüy I, 468]. So häufig diese 
Zwillingsbildungen, so selten sind einfache Krystalle dieses 
Vorkommens in Spanien. Die einzigen, welche uns bekannt 
geworden, stammen von der Sierra de Burgos, sie sind isolirt. 
leicht gelblich gefärbt und messen bis 2 cm. Abgeplattet nach 
00 P oo (010) und in der Richtung der Axe c verlängert haben 
sie die Combination: qoP^(OIO), cx)P(llO) und Poo(Oll) 
neben undeutlichen Flächen [Esc. Min. Madrid]. — Als Ein- 
schlüsse in diesen Krystallen finden sich Eisenkiesel in kleinen, 
aber hellen und scharfen Individuen. — 

Ferner ist noch zu erwähnen die Eisenblüthe aus einem 
alten Hohlraum in der Grube San Antonio bei Zaragoza sowie 
aus der Umgegend von Congostrina, Prov. Guadalajara. 
Stengelige Varietäten sind bekannt von Minglanilla, rrov. 
Cuenca, und grünlich gelb gefärbt von Atienza, Prov. Guadalajara 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. Der Basalt von Beteta in der 
Serrania de Cuenca zeigt sich manchmal mit Aragonitkrusten 
bedeckt [Mus. Hist. nat. Madrid]. Strahlige Aggregate von klaren 
Krystallen, die bis zu ly? cm Länge erreichen, kommen zu 



175 

Almaden, Prov. Ciitdad Real, auf den Fallbands der Zinnober- 
grube vor [Pohlig]. Radialstrahlig aufgebaute weisse Kugeln 
und kugelige Gebilde sind in den zersetzten Basalten der 
Mancha, „negrizales de la Mancha", ziemlich häufig 
[Quiroga]. 

Andalusien. Ueberfluss an Fundpunkten für unser 
Mineral hat die sonst so reiche Provinz nicht. Auf der 
Eisengrube Navalostrillo bei El Pedroso, Prov. Sevilla, sind zur 
Eisenblüthe gehörige, korallenartig geästete Absätze von zart 
grüner Farbe vorgekommen [U. S. Sevilla]. — Zu Molinos 
bei Chiclana, Prov. Cadi;^, sind hexagonale Gruppen gesammelt, 
die sich von den central-spanischen Vorkommnissen durch die 
rein weisse Farbe unterscheiden; auch späthig über Calcit ist 
er hier zu nennen. 

In der Sierra Nevada fand v. Dräsche in den breccien- 
artigen Kalken von silurischem Alter radiale Gruppen nadei- 
förmiger Krystalle und faserigen Aragonit auf Adern. Er be- 
richtet ferner, dass die Thermen von Lanjarön, Itraho und 
Nerja mit dem Travertin traubige Partieen des Minerals ab- 
setzten, eine Mittheilung, die von keiner anderen Seite bestätigt 
wird. — Grünliche radialfaserige Aggregate von der Sierra 
ÄlhamiUa, Prov. Almeria, werden aufbewahrt im Mus. Hist. 
nat. Madrid. 

Murcia. Eisenblüthe von Llano de Campoy, San Antonio, 
Cartagena [U. S. Valencia]. Auf dem Hauptgange des Blei- 
erzes von Cartagena scheint in bestimmter Tiefe mit anderen 
Neubildungen auch krystallisirter Aragonit aufzutreten. — 
Nadeiförmig ist das Mineral zu Salobre, bei Alcardz, Prov. 
Älhacete. 

Valencia. Im Keuper dieser Provinz findet man mehrere 
Aragonitlager, besonders zu Ja^e'ya und JSii^öi, wo sie „pilaretes" 
genannt werden. 

Portugal. GoMES [204] führt an: Grube Varsea de 
Trevoes. Zorro und Goes, Distr. Coimbra, Sitio das Oliveiras 
(Abrantes), Casal de Gamara (Bellas), Marvilla (Vorstadt von 
Lissabon). Gruben von Serrinha, von Bugalho, in der Gegend 
von Barrancos, Escusa (Marvao). Gruben von Namorados und 
von S. Domingos. s 



176 
Witherita- Witherit. Witherite. 

Werner 1790. 
Rhombisch. 0,6089 : 1 : 0.7237. 

Gastilien und Estremadura, Auf den Bleierzgängen 
von Garlitos, Prov. Badajoz, und — von Ahenojar, Prov. Gittdad 
Beal [Naranjo, 204]. 



Estroncianita. Stroniianit. Strontianite. 

Sulzer 1791. 

Rhombisch. 0,6089 : l : 0,7237. 

1891. MuNoz Madariaga: üebersetzung v. Nadmann-Zirkel's Mine- 
ralogie, p. 569. 
1897. Cala: Anal. Sog. Bsp. de Hist. nat., XXVI, Act. 121. 

Estremadura. Im Revier Plasen^uelaj Prov. Cäceres, 
nad eiförmig vorgekommen [Garcia-D.]. 

Andalusien. In geringer Menge begleitet er Coelestin 
und Kalkspath in den Ablagerungen der Schlammvulkane von 
Morön, Hacienda deLos Gatos, Ftoy. Sevilla [Gala und Galderon]. 
— Aus den silurischen Schiefern von Adra, Prov. Almeria, — 
und von Turön und Murtas, Prov. Granada [Madariaga]. 



Cerusita. Cerussit. Cerussite. 

Haidinger 1845. 

Rhombisch. 0,6100 : 1 : 0.7230. 

1821. Moll: Neue Jahrbücher, V, 50. 

1834. Le Play: Ano. des mines, (3) V, 231. 

1844. Blüm: Neues Jahrb., 184. 

1845. Escosüra: Descrip. min. prov. Zamora. 
1854. Herter: Zeitschr. d. D. geol. Ges., VI, 16. 

1863. Süllivan and O'Reilly: Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of Santander and Madrid, 92. 
1872. Zerrenner: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXIV, 165. 

1881. NoGüÄs: Notice sur les min. d'Esp., 53. 

1882. Mügge: Neues Jahrb., II, 18. 
1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 215. 

1898. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat.. XXII. Act. 69. 

1894. Osann: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XXIH, 264. 

1895. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., I, 170, 514 u. 529. 

Bei der grossen Verbreitung des Bleiglanzes auf der Halb- 
insel ist es natüriich, dass auch die Fundorte unzählig sind, 
an denen den Bleiglanz andere Bleimineralien, namentlich 



177 

Cerussit, begleiten; auch hier konnten daher nur diejenigen 
Punkte aufgeführt werden, welche in irgend einer Beziehung 
bemerkenswerthe Vorkommnisse darbieten, resp. dargeboten 
haben. 

Galicien. Aus der Prov. Ltigo von Riotorto befindet sich 
eine Probe im Mus. Hist. nat. Madrid. 

Astur ien und Santander, Gegenüber von Puenteviesgo 
am Rio Pas befinden sich kleine Gänge, auf denen die 
Compafiia Asturiana ihre Gruben betreibt. Ein schönes 
Exemplar von diesen Gruben, auf dem grosse Prismen in den 
bekannten Drillingsdurchkreuzungen von kleineren Individuen 
vorkommen, die ferner Zinkspathkrystalle in den von jenen 
gebildeten Ecken, von Bleiglanz und Pyromorphit begleitet, 
führen, befindet sich in der Esc. Min. Madrid. Mit türkisfar- 
benem Zinkspath und Bleiglanz in dem Zinkerzgebiete häufig. 
In Cangas de Tinea als Neubildung auf corrodirtem Bleiglanz. — 
Auch in der Zinkregion von Santander häufig auftretend. Fein- 
stängelige Aggregate von Udias daselbst [Groth, 137]. Auf der 
Grube San Bartdome im Valie de Udias sind diese von weissen, 
nadeiförmigen Krystallen gebildet, die in sphäroidalen, concen- 
trisch schaaligen Lagen angeordnet sind [Süluvan und O'Reilly]. 

Baskische Provinzen. Als „plomo blanco" wird das 
Weissbleierz vielfach von den früheren Mineralogen citirt, ent- 
sprechend dem häufigen Auftreten in vielen der kleinen Gänge 
in Vizcaya, auf denen es nadelförmig mit Bleiglanz angetroffen 
wird, und zwar als parasitäre Bildung auf letzterem. Lävy 
[II, 442] erwähnt glänzende, aus kleinen, weissen Krystallen 
unbestimmter Form zusammengesetzte Krusten von dort. 
Aehnliche Bildungen, bis 1 cm dick , auf dünnschaaligem Ara- 
gonit, der z. Th. grün gefärbt ist, auch in der U. S. Breslau. Die 
drusige, aus gestreiften Krystallendigungen zusammengesetzte 
Oberfläche trägt kleine Schmitzen von traubigem Eisenerz und 
Kügelchen von Eisenocker. — Mit Bleiglanz, Kupferkies und 
Baryt zu Oyarzun, Guipuzcoa [Herbgen, Leonh. 81]. 

Pyrenaeen, In den aragonischen und catalonischen Ge- 
birgszügen der Prov. Huesca und Gerona begleitet Cerussit den 
Bleiglanz auf sehr vielen Gruben, z. B. Palafrugell, Montrds 
und San Julian de Llor. 

Leon, Auf der Grube Clara bei Losacio, Prov. Zamora, 
finden sich schöne Krystalle mit der Combination Poo (011), 

12 



178 

c» P OD (010) und Qo P2 (120). — Auf der Grube Mosüla, Palacios 
und Camjpülo de Salvatierra, Prov. Salamanca, sind Bleicarbonat 
und -phosphat mit blätterigem Bleiglanz gemengt [Escosüra]. 

Ca stillen. Die schönsten Krystalle des Cerussit kommen 
in Spanien von der Grube El Botracho, auf der Grenze von der 
Provinz Ciudad Real gegen Badajoz gelegen [nicht in La Mancha, 
Groth 137]; sie sind nach ooPoo (010) tafelförmig und nach 
S gestreift bei der gewöhnlich auftretenden Combination von 
00 P (HO) mit Poo (011). Auch Zwillinge nach dem gewöhn- 
lichen Gesetz treten auf [Groth, 1. c.]. Die in der Esc. Min. 
Madrid befindlichen Stufen der Krystallgruppen von dieser 
Grube sind theils von auf Quarz gelagerten, stark verlängerten 
Individuen gebildet, theils sind diese kurz und gehen in 
körnige Aggregate über; bis über V« ^^ ^^^g ^^^^ aufge- 
wachsene und freie Krystalle. Ein Exemplar beherbergt die 
Krystalle in den Höhlungen eines in Pyrit abgeformten und 
verschwundenen Barytkrystalls. Nördlich von El Borracho, 
auf der Grube Las Miniäas, ist ein Gangvorkommen, auf dem 
früher dichtes und erdiges Weissbleierz in Begleitung von 
Pyromorphit reichlich vorkam. Gute Krystalle sind ferner in 
La Venia del Herrero im Revier Almodovar del Campo auf Blei- 
glanz aufgewachsen. Zur Zeit wird im Valle de Alcudia östlich 
Almaden Bleiglanz und Weissbleierz gefördert. Endlich mögen 
auch noch die wegen des silberhaltigen Bleierzes und des ged. 
Silbers, das hier zur Ausbeute gelangt, bekannten Gruben 
El Eotrajo, La Veredilla, Garlitos, Einqjosas und Yeredas genannt 
werden; auf diesen Gruben sind Krystalle gefunden worden. 
Auf El Horcajo wurde das Weissbleierz im östlichen Gruben- 
felde ausgebeutet, wo es in der Tiefe erschien. 

Andalusien, Im Revier von Linares, Prov. Jaen, findet 
sich in den obersten Teufen der Gänge oder auch auf alten 
verlassenen Arbeitsfeldern durch die Atmosphärilien neuge- 
bildetes Weissbleierz und wird in grosser Menge auf den 
Gruben Arrayanes, Collado del Lobo und Cerro Pelado gefördert. 
Leonhard [81] erwähnt von hier im Granit aufsetzende 
Gänge von Bleiglanz mit diesem Erz zusammen; nadeiförmige 
Krystalle inmitten von Bleierde - Massen. Wahrscheinlich 
stammt daher auch eine Stufe von Zwillingen nach einer zu 
ooPc» (010) fast senkrechten Fläche. Chaves hat daran ge- 
messen : 

110:TlO=119<>?'^); 100:^=175^51'; 111:111 = 174<>35S 

») Chaves fuhrt an m : m = 60' 80'. 



179 

Von der Grube Cardina bei Linares verdankt die U. S. Berlin 
einen prächtigen Drilling, 27« cm hoch, von leicht grauer, auf 
den äusseren Piismenflächen rein weisser Farbe der Güte des 
Direktors Pascüal de ühagon zu Linares. Neuerdings fand 
0ha VES zu Aliseda in derselben Provinz in Hohlräumen von 
Bleiglanz Cerussit mit P (111) und ooP (HO) sowie etwas 
zweifelhaft V»? (112); auch Zwillinge, deren Gesetz nicht an- 
gegeben werden konnte, traten auf. — Ausgezeichnete Krystalle 
von der Grube Santa Eufemia bei Cordöba untersuchte Müggb. 
Dieselben sind tafelförmig nach oo P oo (010), gestreckt nach ä 
und bilden Zwillinge und Drillinge nach dem bekannten 
Gesetz, Zwillingsebene ooP (110). An 8 gemessenen Exem- 
plaren konnten folgende Flächen constatirt werden: 

OP(OOl). 00 P OD (010), QoP-5^(100), 00 P (110), qoP3(130), 
^VePc» (016), VaP* (012), Pc» (011), ^VtPä (087), 
^VePcx (076), 2P6d (021), 3Pcx (031), 4P(x (041), 
5P(» (051), 6P(» (061), *9P(5^ (091). nOPc^ (0.10.1), 
*14P(» (0.14.1); ^VöP^ (105), VaP^ (102), P"öö (101); 
V4P (114), V2P (112), P 0_11), 3P (331), 14P (14.14.1), 

P2 (122), 2P2 (121), *P72 (323) (neue Formen mit * be- 
zeichnet). 

Die Gangmasse ist ein quarzreiches, ockeriges Gestein. 
Ebenfalls in der Prov. Cordöba haben sich gute Krystalle und 
Zwillinge zu Araceli südlich von ViUanueva del Buque gefunden. 
In den cambrischen Schiefem von CazaUa, am Fuente de lu 
Eeina genannten Berge, sind auf einer alten, bereits verlassenen 
Grube Durchwachsungen von Cerussit mit ged. Silber vorge- 
kommen. — Zu Bio linto, Prov. Huelva, bemerkte Collins 
einige Nadeln von 2 und mehr Zoll Länge. Die Alpujarras, 
namentlich im südöstlichsten Theile dieser der Sierra Nevada 
nach dem Meere zu vorgelagerten Bergketten, liefern derbe 
Massen von Cerussit von bedeutender Grösse und häufig fast 
vollkommener Reinheit [Le Play]. Die Sierra de Lujar, Prov. 
Granadaj und andere Orte daselbst sind reichlich mit Bleierz- 
vorkommen versehen, in denen auch Carbonat vorkommt, ein- 
gelagert in dolomitischen Kalken. Das Mineral von der Grube 
El Guaro ist von Zinkspath begleitet und war die Basis einer 
ertragreichen Förderung. — Von der Sierra de Gador, Prov. 
AJmeria, erwähnt Moll nahe an der Oberfläche des Gebirges 
liegende Nieren des Weissbleierzes von bedeutender Dicke 
und fügt hinzu, dass das Carbonat auch „in Tafeln, Pyramiden, 
vierseitigen Säulen '(einigen von der Länge eines Zolles und 
verhältnissmässiger Dicke), Dodekaedern und anderen Formen 

12* 



160 

und gewöhnlich ganz diaphan und mit Demantglanz'' vorkomme. 
Die berühmten Gruben stehen in ihrem Reichthum an Ers 
{Bleiglanz und Weissblei) sowie in der Reinheit desselben 
einzig da; auch ist ein geripger Silbergehalt zu verzeichnen. 
Die spärliche Gangmasse besteht aus Flussspath, Kalkspath 
und wenig Quarz. Leonhard [81] giebt als Begleitmineralien 
der in den Alpujarras vorkommenden Krystalle Quarz und 
Bleiglanz an. Prächtige Krystalle finden sich ferner im 
Barranco de la Torre, Mina Eoque, Fondön und Orten der 
Sierra Alkamüla. Erdiges Weissblei wird in den Gruben San 
Antonio und San Juan de Rioja nahe der Stadt Almeria ge- 
fördert und enthält auf den Centner 1 bis 2 Unzen Silber. 
Leonhard [81] giebt für Fondön als Begleiter der in Hohl- 
räumen von Bleiglanz sitzenden, zierlichen Ery ställchen auch 
Schwefel an. In der Sierra del Cdbo am Cdbo de Gata auf 
der Grube Dos y Cuatro Amigos bestehen die Zink- und Blei- 
erze der oberen Teufen aus Carbonaten, wogegen diejenigen in 
grösserer Tiefe Bleiglanz und Blende sind. In zerfressenen 
Stufen von Bleiglanz kleidet zunächst eine ältere Cerussit- 
Generation die Wände der Höhlungen aus. Diese ist aus 
locker verbundenen Kömern und einem dicht verfilzten Aggregat 
feiner Krystallnadeln aufgebaut und trägt, lose angeheftet 
meist ringsum ausgebildete Krystalle, zum grössten Theil herz- 
förmige Zwillinge nach qo P3 (130), wogegen einfache Individuen 
und Verwachsungen nach ooP (110) sehr selten sind. Be- 
grenzt werden diese Exemplare der zweiten Generation von 
folgenden Flächen: vorherrschend P6o (011) oder (»Pöo (010), 
damit zusammen 00 P6o (010), ooPä(lOO), OP(OOl), qoP(IIO), 

00 P3 (130), VsP^ (012); P(x (011), 2P^ (021), 3Pc^ (031), 

VsPcx (102), P(lll), VaP (112), 2P2 (211), 2P2 (121) 
[Osann]. 

Die Grube Santa Barbara am Cerro de San Amaro in dem 
gleichem Gebirge bearbeitet einen reichen Gang mit silber- 
haltigem Bleiglanz, der auch viel Carbonat führt. Das 
Schwarzbleierz von der Grube Niüas, ein aus Anglesit und 
Bleimulm zusammengesetztes Erz, wird mit dem Vulgär-Namen 
„Soliman'* bezeichnet; es tritt unregelmässig im Trachyt auf 
[Zebbenneb]. 

In der kleinen Küstenkette der Sierra Almagrera, auf der 
Grube Observadön im Barranco Jaroso sind auch Krystalle 
gefunden; prismatisch nach der Axe ä mit ooPoo (010). 
2Pod(021). Pcx(Oll), einem sehr flachen Brachydoma, am 
Ende vorherrschend P (111), klein ooP (HO) [Gboth, p. 137]. 
Blum sagt von dem gleichen Vorkommen, dass das Carbonat 



181 

aus Bleiglanz entstanden sei. Am nördlichen Abhänge der 
Sietra de Las Estandas haben spitze Krystalle von Cerussit, die 
von Bleiglanz und Pyroraorphit begleitet sind, Eisenoxyd als 
Muttergestein. 

Murc^, In der Sierra de Cartagena sind hauptsächlich 
die Carbonate vertreten, entweder für sich allein oder mit 
anderen Mineralien gemengt, so zwischen dem Cerro de Sancti- 
Spiritu und der Cuestu de Escahrim, welche Gegend überhaupt 
als eine für den Cerussit classische genannt werden muss, von 
wo sich Stufen in allen dortigen Sammlungen befinden. 
Schöne Zwillingsgruppen werden dort als „ramos de flores" 
(=::Blüthenzweige) bezeichnet; stengelig, zellig in tafelförmigen 
Gruppirungen, z. B. zu Algar [Esc. Min. Madrid] auch mit 
Thon zur sog. Bleierde gemengt, ist Weissbleierz hier früher 
vorgekommen und gewonnen. Als „canutillo" (= Röhrchen) 
werden grosse, dünne, weisse Prismen benannt, welche viel 
vorkommen und prächtig aussehen. Auch Groth [137] erwähnt 
von hier dünnblätterige DriUinge. in vielfacher Wiederholung, 
derbe Aggregate bildend, und Herter derbes Weissbleierz in 
Eisenstein ohne feste Grenze allmählich übergehend. Zu 
Marata am Cdbo de Palos endlich tritt erdiges und schwammiges 
Weissbleierz auf. 



b. Basische und wasserhaltige Carbonate. 
Natron. Natron. Natron, 

Barrilla. 

Monoklin. 1,4186 : 1 : 1,4828; ß = 57 « 40'. 

Valencia. In der Umgebung von Alicante und in der 
ganzen Mittelmeerregion [Oalderön] von Alicante, Cartagena 
und Mazarrön, in der Prov. Murna, Adra und Dallas, sowie 
Almeria. Diese ganze Soda reiche Region ist ein Theil von 
Xa Mancha, Hier kommen auch viele Natronpflanzen (mehr 
als 200 Species) vor. Vormals versorgte diese Gegend viele 
Länder mit Natron. Seit der künstlichen Darstellung des- 
selben hat dies abgenommen. Die sehr hoch geschätzte Soda 
wird aus Pflanzen (Salsola sativa) durch Verbrennen und Aus- 
laugen der Asche gewonnen; auch blüht sie in flockiger oder 
mehliger Gestalt aus dem Boden aus [Hartmann II, 267]. 



182 
Gayliissita. Gaylussit. Gay-Lussite. 

Ka&oealeita* Boussingault 1826. 

Vatroealeit. 

Monoklin. 1,4895 : 1 : 1,4410; ß = 78^ 27'. 

Castilien. Etwas nach P(lll) verzerrte, prismatische 
Krystalle wurden zuerst von Naranjo [197] von Espartinas, 
in der Umgebung von Aranjuez, Prov. Madrid^ bekannt ge- 
geben; sie liegen daselbst auf Kalkspath und enthalten etwas 
Magnesia. — Auch von Madriders, Prov. Cmdad Beal, erwähnt. 

Azurita. Kupferlasur. Azurite. 

Webner. 
Monoklin. 0,8501 : 1 : 0,8805; ß = 87 « 36'. 

1800. Herrgen: Anal.. Hist. nat., II. 

1881. NoGüÄs: Notice sur les min. d'Esp., 37. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 215. 

1896. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 215. 

Ästurien, Von der Grube Phenix de Älda bei Cahrales 



auch mit Malachit 
)ei Onis halbdurch- 



eine gut krystallisirte Stufe [U. S. Oviedo 

und Fahlerz. Von der Grube Müagro 

scheinende Krystalle und schöne Gruppen sehr einfacher Com- 

bination mit stark gerundeten Orthodomen imd nur mit kleinen 

Flächen auftretenden Klinodomen. 

Pyrenaeen, Mit Malachit zusanmien in Osor, Bocahruna 
und Cantallops, Prov. Gerona [Instit. Gerona, nach Cazurro]. 

Estremadura. Llerena, Prov. Badajoz, „mit Blende und 
Malachit in Kalkstein" [Leone. 351]. 

Castilien. Von Pardos bei Molina de Äragön, Prov. Gua- 
dalajara, stammen hellblaue, dicke Nieren, die von grossen, unbe- 
stimmten KrystaUen gebildet werden. Begleitendes Mineral 
ist körniger Quarz [Levy III, 76, Leone. 351] oder auch, ein- 
geschlossen von der Lasur, Malachit. Der Azurit ist con- 
centrisch strahlig struirt und besitzt eine gegen Hohlräume hin 
drusige Oberfläche [U. S. Breslau, Esc. Min. Madrid]. — Auch 
in Galapagar/.Sierra de Guadarrama der Prov. Madrid, gefunden. 

Andalusien, Hausmann [1397] erwähnt das Vorkommen 
von krystallisirter Kupferlasur zu Linares, Prov. Jaen. Auch 
Leoneakd [351] erwähnt das Vorkommen „kleiner höchst 
verwickelter Krj'^stalle und krystallinischer Massen von 



183 

strahligem Qefüge, in deren Innerem grössere und kleinere 
Partieen faserigen Malachites eingewachsen sind; die Kupfer- 
lasur-Krystalle tragen hin und wieder kleine Krystalle von 
kohlensaurem Blei; auf Erz-Lagerstätten in Granit." Auf 
Baryt aufgewachsen oder auch von demselben eingeschlossen 
und von Malachit begleitet, ist Kupferlasur auf der Grube Cruz 
bei Linares vorgekommen [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Zu Santa 
Maria de Trasierra, Prov. Cordoba, mit Malachit. — Auf der 
Mina de Husgerön, 16 km westlich von El Pedroso, Prov. 
Sevilla, meist mit grün gefärbtem Chalcedon überkleidete, 
lang prismatische Krystalle (bis 1 cm lang), begleitet von 
Malachit mit Kieselkupfer und Brauneisen [U. S. Breslau, leg. 
F. RoEMER 1872]. Auch auf der Grube San Nicolas in der 
Prov. Sevilla fand sich Kupferlasur in Begleitung von Malachit 
(siehe dort). Zu Bio Tinio, Prov. Euelva, Anflüge von Lasur 
in weichem Thon zu Los Pianos sowie in Spalten und Hohl- 
räumen von zersetztem Thonschiefer (Collins). 

Sowohl in erdigen Massen doch auch krystallisirt in Be- 
gleitung von Quarz findet sich Kupferlasur im Barranco de los 
Carrües bei Maro, Prov. Malaga [Chaves]. Auch in der Um- 
gehung von Malaga mit Pyromorphitkrystallen zusammen ist 
faseriger Azurit gefunden. — In der Sierra Almagrera, Prov. 
Almeria, feindrusige Krusten auch mit Spuren von Malachit 
auf manganhalügem Brauneisen, diesen auch mit Malachit und 
Kalkspath in unregelmässigen Schnüren durchziehend [ü. S. 
Breslau]. 

Murcia. Kleine Kryställchen in Geoden von der Sierra 
de Cartagena [Esc. Min. Madrid]. 

Portugal Ausgezeichnete Krystalle enthält die Sammlung 
des Marquis de Vibbaye, Paris. 

Nach P.-GOMES [204] in Lamego, Gruben Varzea da Trevoes, 
Pälhäl, der Gegend von Batrancos, Alcaria Buiva, Azambujeira, 
Ä Damingos etc. 

In mehr oder weniger grosser Menge findet sich der Azurit 
auch in allen fXindorten für Malachit. 



Zincazurita« Zinkazurit. Zinkazurite. 

BRErrHAüPT 1852. 

Rhombisch. 

1852. Breithaüpt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XI, 101, auch Rev. mi- 
nera, ni. 



184 

Nach Plattner und Richter [b. Breithaupt] besteht 
das Mineral aus Eupfercarbonat und Zinksulfat bei geringem 
Wassergehalt; „wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Eupfer- 
lasur und Zinkosit."" 

Zur Charakteristik der inunerhin zweifelhaften Species 
seien folgende Daten hier angeführt: 

Glasglanz, Farbe lasurblau, Strich rein blau, Spaltbarkeit 
deutlich. 

Spec. Gew. 3,490. Härte 4—5. 

Andalusien. Erystalline Ernsten aus sehr kleinen, 
glänzenden Erystallen zusammengesetzt, fanden sich auf den 
Gruben des Jaroso-Ganges, Sierra Älmagrera, Prov. Almeria. 

In Bezug auf die Paragenesis des Minerals verweist 
Breithaupt auf ein Qangstück mit 1. Rotheisenerz durch Um- 
wandlimg aus dem krummschaalig zusammengesetzten Eisen- 
spath entstanden. 2. Jarosit, 3. Zinkosit, 4. Zinkazurit. 



Malaquita. Malachit. Malachite. 

Walleeius 1747. 

Monoklin. 0,88093 : 1 : 0,40118; ß = 61 ^ 50'. 

1800. Thalaceer: Anal. Hist. nat., II. - 

1845. Paillette: Bull. Soc. g6ol. de France, (2) II. 439. 

1858. Schulz: Descrip. geol. prov. de Oviedo. 

1884. Collins: Min. Mag., V, 216. 

1895. Chavbs: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 215. 

Galicien, Mit Pyrit zusammen auf einer Pyritgrube in 
den Bergen von El Ficön, Revier von El Fino, Prov. Corufia, 
Zu Paciacoba, Revier Monforte, setzt ein Lagergang mit Kupfer- 
carbonaten in Schiefer auf — Ein weiteres Vorkommen der- 
selben Minerale, zusammen mit Rothkupfer, findet sich im 
Kalk von ViUarin, Stadtgebiet Cerebro, Prov. Lugo. 

Asturien und Santander, Zu Peüa Crespa bei Väloria, 
Laviana, wird seit einiger Zeit ein grosses Vorkommen von 
Malachit, in Begleitung von Eisen- und Kupfer-Sulfüren , im 
Carbon aufsetzend, abgebaut. In Aramo kommen beide Kupfer- 
carbonate mit Malaconit und Eobaltoxyd, in Onis ausgezeichnete 
Malachitconcretionen vor. — Die Zinkregion von Santander 
weist Höhlungen auf, die mit Malachit ausgekleidet sind und 
in Beinosa kommt dasselbe Mineral radialfaserig und erdig mit 
Kupferkies, unreinem Rothkupfererz (= Zigueline = Ziegelerz) 
und Eisenoxyden vor. 



185 

Baskische Provinzen, Gegeüd von Segura in Guipuzcoa 
[Leonh. 378] — Villamayor und Torralba in Navarra. 

Pyrenaeen, Monrös, Prov. Lerida. — San Lorenzo de 
Muga, BibaSy Osor, Cantaüops, Prov. Gerona [Instit. Gerona], 

Äragonien. In krystallinen Partieen auf Quarz zu 
Teruel [Leonh. 378] und zwar zu Cdlado de la Plata und 
Collado de Esperanza in den Höhlungen desselben vorkommend 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. Die Lagerstätte beschrieb Thalacker. 

Leon. In schönen radialfaserigen Bündeln mit Rothkupfer 
von der Grube Profunda bei Villamanin, Prov. Leon, — Ferner 
von den Gruben El Pando, Estalaya und Bafios de Cerrato, 
Prov. Palenda. 

Esfremadura, Gelegentlich mit den Phosphoriten von 
Cdceres beobachtet. Llerena, Prov. Badajoz, „mit Blende und 
Kupferlasur" in Kalkstein [Leonh. 378]. — 

CasHlien, TaM Monterrulio, Prov. Burgos, wird ein Baryt- 
gang von 0,50 m Mächtigkeit mit silberhaltigem Malachit ab- 
gebaut. Eine von Naranjo [402] als Cementmalachit, „malaquita- 
cemento", bezeichnete Varietät des Minerals cementirt 
Puddingsteine und Conglomerate der Kreide von Huidobro und 
Ortigüela in derselben Provinz; sie soll amorph (nicht dicht) 
sein. — In den Revieren Viniegra und Alfaro, Prov. Logroflo, 
ziemlich reichlich in Thonschiefern des Wealden in unregel- 
mässigen, kleinen Massen oder Putzen verbreitet. — Im Revier 
Molina de Aragon, an der Grenze der Prov. Guadalajara gegen 
Aragonien, kommt schöner Malachit in unregelmässigen Massen 
mit Fahlerz vor. In der Sierra de Guadarrama fand er sich 
mit Bleiglanz zu Cenicientos, Cadalso, Villamiel und Barranco; an 
anderen Orten imprägnirt er Quarz, und auf verschiedenen 
kleinen Gruben bei Colmenar Viejo geben Malachit- Azurit-Gang- 
mittel bis 357o Cu. 

Andalusien. Hausmann (1389) erwähnt blätterigen 
Malachit von Linares, Prov. Jaen. Ebendort auf der Grube 
Cruz war er mit Rothkupfer von der Oberfläche bis zur Tiefe 
von 100 m ziemlich reichlich. — Hinojosa de Cördöba. Eine 
quarzige Gangmasse, die durch Aufnahme von Eisenoxyden in 
Eisenkiesel übergeht, auch mit Eisenocker und Kupfererzen 
gemengt resp. von ihnen gefärbt erscheint, trägt aus sehr feineu 



186 

Nädelchen aufgebaute, verworren verfilzte A^;regate und strahlig, 
scbaalig struirte Krusten in Begleitung von Kupferlasur [Levy, 
m, 57; Mus. Hist. nat. Madrid; U. S. Breslau]. — Alte 
Kupfergrube nördlicb von San Nicolas ^ auf Quarz, der auch 
grünförbende kleine Putzen einscbliesst, faserig, divergent- 
strahlige ideine Mengen von Malachit [U. S. Breslau]. Mit 
Rotbkupfererz in ÄznalcoUar und Peüafior, Prov. SeviUcL — In 
Bio Tinio, Tharsis etc., Prov. Huelva, findet sich Malachit 
ebenso wie Kupferlasur [Collins; U. S. Sevilla]. 

Im Barranco de los Carriles bei Maro, Prov. Malaga, ebenso 
wie Kupferlasur [Chaves]. — Mit Zinnober in Notaez, Prov. 
Granada. — Mit Kupferkies in Ydez Bubio und auch in der 
Sierra Almagrera, Prov. Altneria; als faserig-krystalline Ueber- 
züge auf Kupfer-Eisenerzen in der Grube Virgen del Carmen, 
El Jaroso, daselbst [ü. S. Breslau]. Am Cerro Minado in 
derselben Provinz befindet sich ein Lager von vorwiegenden 
Kupfercarbonaten in metamorphischem Kalkstein. 

Murcia. Auf der Grube Amäble in der Sierra de Cartagena 
wurde ein ziemlich reiches Kupfercarbonatvorkommen abgebaut, 
das auf dem Contact von ScMefern und Kalken abgesetzt war 
[Massart]. 

Portugal . Kupfergruben von Äkalä, von Äjustrel, die- 
jenigen von Beguengos, femer die von Äzambujeira, von ä 
Domingos, sowie solche in dem Revier von Moura und Barrancos 
nebst vielen anderen Orten in Alemt^o. 



Hidrozincita. Zinkblüthe. Hydrozinkcite. 

Ziuconlsa. Eabsten 1808. 



1852. Brbithaüpt: Rev. minera, III, u. Berg- u. hüttenm. Zeitg., XL 
1864. SuLLiVAN AND O'Reilly: Notes on tiie geol. and min. Span. 

ProY. of Santander and Madrid, 90, 91, 92 a. 104. 
1872. Arge, B.: Rev. minera, (B) VI. 
1878. Olavarria: Bol. Com. Map. geol. de Esp., I, 249. 
1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, 

Act 101. 

Nach Rammelsbero [244] citiren wir die Analysen des 
Vorkommens von Santander. Spec. Gew. = 3,252. 1. nach 
Peterson und Voit [Ann. ehem. Pharm. 108. 48]. 2. nach 
Koch [Rammelberg' s Laboratorium]. 3. Terreil [Compt. 
rend., XIX, 553]. 



18? 

ZnO H^O CO^ 

1. 74,73 11,45 13,82=100,00 

2. 74,76 12,04 13,50=100,30 

3. 72,71 13,23 14,05= 99.99. 

Santander, Der Reichtlmm und die Verschiedenartigkeit, 
in welcher die Zinkblüthe an der durch das Zinkvorkommen 
an sich schon so ausgezeichneten Provinz auftritt, lassen die- 
selbe als die classische Gegend für dies Mineral erscheinen. 
So überraschend auch die Variabilität der von dort stammen- 
den Stufen [z. B. im Mus. Hist. nat. Madrid] ist, fast immer 
besitzen die Krusten, die aus verschiedenen Lagen zusammen- 
gesetzten geraden und krummen Aggregate, in ihren zuweilen 
concentrisch strahligen oder ganz sonderbaren Formen eine 
rein weisse Farbe. Besonders zu ComiUas werden derartige 
„prachtvolle nierenförmige und kugelige Aggregate, darunter 
sehr regelmässige lose Kugeln von fast 1 Zoll Durchm., und 
fusslange Stalaktiten" [Groth, 138] erwähnt. In der riesigen 
Höhle der Grube Dolores bei üdias ist der Boden bis zu be- 
deutender Tiefe von weissen Stalaktiten bedeckt, und dieselben 
hängen auch noch in verzweigten Formen von der Decke herab. 
Auch dichte weisse Massen, theilweise oolithisch und von 
losem Gefüge, so dass sie abfärben, kommen vor, z. B. Co- 
miUas [U. S. Breslau und Berlin]. Eine eigen thümliche Abart 
des hier zuerst gefundenen Zink-Oolith, die aus hohlen Kugeln 
besteht, findet sich zu Torrelavega; bis zur Grösse einer 
Kastanie besitzt die Esc. Min. Madrid lose Erbsen und aus 
ihnen zusammengesetzte Aggregate von der Grube Magdalena 
bei Udias. Endlich dient die Zinkblüthe auch als Versteinerungs- 
mittel von Thierknochen in der Höhle der Grube Dolores (siehe 
oben) und an anderen Punkten, wie der noch mit einem Zahn 
besetzte Kiefer eines jungen Elefanten von der Grube Carte- 
siana bei Po^aml beweist, den Olävarkia erwähnt. In der 
Begleitung des Minerals finden sich Zinkspath und Zinkblende. 

Baskische Provinjsen. Auf fast allen der bei der Zink- 
blende aufgeführten Gruben (cf. pag. 49) ist auch unser Mi- 
neral vorhanden ; auf den Gruben Las Nieves und La AgusUna 
bei La Nestosa und am Gerro Görostoio, Prov. Guipujscoa. 

Estremadura. Valencia de Alcdntara 1 bis 2 mm dicke 
Krusten von erdiger, ziemlich gelber Masse zwischen rein 
weissen, radial strahligen Krusten von Kieselzink. Wie ge- 
trockneter Schlamm in einzelne unregelmässige Säulen abge- 
sondert [U. S. Breslau]. 



188 

Andalusien. Wie Chalcedon aussehende Concretionea 
auf Kieselzinkerz von Torre Stete Iglesias bei Cörddbou — 
Breithaüpt beschrieb mit silberhaltigen Bleierzen vorkommende 
Zinkbltlthe aus der Sierra Älmagrera, Prov. Almeria. F.-Na- 
VABBO hat sie vor kurzer Zeit zu Tijda entdeckt, wo sie in 
Concretionen vorkommt und den Phosphoriten Andalusiens 
ähnelt, und zu Beira in lebhaft blau und roth gefärbten matten 
Massen, die eisenhaltig sind und wie Brauneisen aussehen. 

Murcia. Auf dem wichtigen Zinkerzvorkommen von 
San Juan de Älcardz ist blass gelbe Zinkblüthe in löcherigen 
Massen mit Blende, Eieselzink und Bleiglanz vorgekommen. 
(Mus. Hist. nat. und Esc. Min. Madrid]. 



Auricalcita. Aurichalcit. Aurichalcite. 

BÖTTOER 1839. 



1865. Risse: Yerh. nat Yer. Bonn, 95. 

1874. Areitio: Anal Soc. Esp. de Hist. nat, III, Mem., 329. 

Analysen: 1. der von Descloizeaux [II. 183] als Risseit 
bezeichneten Varietät von Spanien nach Risse; 2. der Minerale 
von Udias nach Areitio: 

CO« ZnO CuO FeO MgO H«0 Rückst. 

1. 14,08 55/29 18,41 — — 10,80 1,86 =100,44. 

2. 26,20 59,93 5.12 5,85 1,08 1,81 — = 99,99. 

Santander und Baskische Provinzen. Descloizeaux 
schlug vor, das faserig krystalline Mineral, welches von 
Risse als Messingblüthe, von Braun als Eupferzinkblüthe be- 
zeichnet wurde und auf einer Grube in Gruipuzcoa eisenhaltiges 
Eieselzink begleitet, Risseit zu nennen, Das Mineral ist hell- 
blau und gab die unter 1. angeführten Analysenresultate. 
Tiefer gefärbt sind die Aggregate divergentstrahliger Nadeln 
auf kugelig strahligen Gruppen von weissen, deutlich hemi- 
morphen Kieselzinkerzkrystallen zu Santander (wohl Udlas bei 
Santander) [U. S. Breslau]. Ebenda kommen auch ^schöne 
blättrige Aggregate in Hohlräumen von Galmei und einer 
dem Braueisenocker ähnlichen, zinkspathhaltigen Masse"* vor 
[Groth, 140]. Von ComiUas soll ein Exemplar des Brit. Mus. 
London herkommen, wogegen die aus den baskischen Provinzen 
erhaltenen Stufen dieser Sammlung die Zinkgrube Arolar^ 
jProv. Guipuzcoa, als Fundort ankündigen; ebenso auch eine 



189 

Stufe der Esc. Min. Madrid, die in den Ecken von Zink- 
spath kleine radialfaserige Bündelchen von himmelblauer 
Farbe trägt. 

Zaratita. Nickelsmaragd. Zaratite. 

9 

1850. Gasarbs, A., y Algibab, M.: Rev. minera, I, 304. 

1851. — — ibid., II, 175. 

1853. Gas ARES, A.: EENNaoiT^s Result. min. Forsch, f. 1858, p. 22. 

Die Analyse obigen Autors, von dem der Name Zaratita 
stammt, ergab 

NiO CO* H*0 

58,811 11,691 29,498 = 100. 

Galicien. Zu Tejeiddo am Cabo Ortegal als Begleitmineral 
von Magnetiten in Diabasen und Serpertinen, die viel Roth- 
nickel enthalten, beschrieben. H = 3,3; Spec. Gew. = 2,57 
bis 2,69. Concretionäre Structur, unebener Bruch; Farbe 
smaragdgrün, durchscheinend bis durchsichtig. 



c. Chlorhaltiges Carbonat. 
Fosgenita. Phosgenit. Phosgenite. 

Breithaupt 1841. 
Quadratisch. 1 : 1,0876. 

1854. Harter: Zeitschr. d. Deutsch, geol. Ges., VI, p. 16. 

Murcia. In der Bleierz führenden Erde der Sierra de 
Cartagena soll Hornblei nicht selten sein. 

Ein Handstück von Phosgenit von Cariagena wird nach 
Lackoix (briefliche Mittheilung an Calderon) in dem Mus. 
bist. nat. von Paris aufbewahrt. 



d. Verbindung von Carbonat mit Sulfat. 
Leadhillita. Leadhillit. Leadhillite. 

Beüdant 1862. 

Monoklin. 1,4776 : 1 : 2,2154; ß = 89H7'. 

Andalusien, Neben den Andeutungen bei Hartmann 
[II. 365] und Hausmann [1222], dass Leadhillit auch in 



190 

Spanien vorkommt, erwähnt Deläfosse [III. 556] dies von 
Granaäa, und Levy fll. 463] beschreibt unter gleicher Fund- 
ortsangabe Krystalle, die sich mit Anglesiten auf blättrigem 
Bleiglanz vorfanden. Hell, durchsichtig, gllinzend mit OR 

(0001), R (lOÜ), 00 R (lOTO) und — V2R (OlT2) in hexagonaler 

Auffassung, entsprechend OP (001), +P (111), — P (iH), 

4-Pj^(101), -Pöö(lOl), ooP(llO), ooP6^(100), P4(414), 

— P4 (414). 

Ein Handstück mit Anglesit von Linares, Prov. Jaen 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Murcia, Als wahrscheinlich erwähnt Naranjo [367] das 
Vorkommen des Minerals auf den Bleierzen von Cartc^ena, 
Thatsächlich scheint man dasselbe in grösseren Teufen mit 
verschiedenen anderen Mineralen, unter denen sich auch Ara- 
gonit vorfindet, angetroffen zu haben. 



4. Manganite. 

Braunita. Braunit. Braunite. 

HAmiNaER. 

Tetragonal. 1 : 0,9852. 

Asturien. Zu Cabraks kleine eingewachsene, oktaeder- 
ähnliche Pyramiden von 2—3 mm Axenlänge [U. S. Breslau]. 

Andalusien. Rein findet sich Braunit in der Prov. 
Huelva nicht vor, aber sehr häufig ist er mit Manganit, mit 
Pyrolusit und Hausmannit gemengt; z. B. bildet das Gemenge 
in El Cerro eine der Substanzen, die von den Arbeitern 
als Mangan - Metall , „ Manganeso -metal", bezeichnet werden 
[U. S. SeviUa]. 



Hausmannita. Hausmannit. Hausmannite. 

HAmiNGER 1827. 

Tetragonal. 1 : 1,1743. 

1878. QmRoaA: Anal. Sog. Esp. de Hist. nat., U, Mem., 397. 
J894. Caldbrön, S.: ibid., XXIII, Act., 267. 



191 



Ästurien. Quiroga untersuchte ein von Cdunga her- 
kommendes Exemplar und stellte dasselbe zu diesem Mineral. 
Es ist schwarz, geschmeidig, besitzt halbmetallischen Glanz; 
es enthält etwas Eisenoxyd und Spuren Co, Ba, Ca, Mg und Si. 

Andalusien. Zwei Proben aus der Prov. Huelva [U. S. 
Sevilla d. d. Cälderön, S.J wurden durch Calderön als 
MnO, Mn^O^ erkannt, die nebenbei noch etwas FeO sowie 
Spuren von Co, AI und Si zeigten. Eine der Proben stammt 
von der Grube Caeva de la Mora, sie ist tiefer gefärbt und 
glänzender als die zweite, die aus der Umgebung von Monte 
Bomero herrührt. Uebrigens giebt es in derselben Provinz 
sicher noch mehr Fundpunkte für Hausmannit, die betreffenden 
Vorkommnisse werden nur mangels einer genauen Unter- 
suchung mit Pyrolusit zusammen geworfen. Im körnigen Ge- 
menge mit Braunit und Manganit setzt er das „Manganeso- 
metal^ zusammen. 



Thenardita. 



5. Sulfate. 

a. Wasserfreie Sulfate. 
Thenardit. 

Gasaseca. 1826. 



Thenardite. 



Rhombisch. 1,6905 : 1 : 1,267. 



1826. Gasaseca: Ann. eh. phys., XXXII, 308. 

1868. SuLLivAN AND O'Reillyi Note on the geol. and min. of the 

prov. Santander and Madrid, 142, 143, 145, 146 und j63. 
1896. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XXIV, Mem., 841. 

Analyse des Thenardit von Espartinas, Gasaseca. 

Na«SO* Na^CO« 
99,78 0.22 = 100,00. 

Analyse des Thenardit von Volle del Jarama, Prov. Madrid, 
Süllivan u. O'Reilly. | 



Na*0 . . 


a. 
. 42,902 


b. 


Na*O.SO». , 


. 98,302 


K»0 . . 


. 0,14ö 




K»0, SO» . , 


. 0,273 


CaO . . 


. Spuren 





CaO, SO» . . 


Spuren 


MgO . . 


. 0,459 




MgO, SO» . 


, 1,349 


MgCP . 


. 0,010 
. 56.502 


0,022 


MgCl* . . . 

• 


. 0,010 


SO« . . 


99,934 



100,021 



192 

Das Exemplar a ist Yollkommen durchsichtig; b ist ein 
Fragment der Masse, welche mehrere Krystalle und Chlor- 
magnesium, auf den Contactflächen sichtbar, einschliesst. 

Castilien. Süllivan und O'Reilly schätzen die Aus- 
dehnung der in der Provinz Madrid zu San Martin de la Vega 
vorkommenden Thenarditlager zu 13 bis 15 englische Meilen, 
aber die reichsten Ablagerungen finden sich in der Nachbar- 
schaft dieser Stadt in einer Entfernung von 13 Meilen im 
Norden von Aranjuez, in der Ebene des Tajo und bei seinem 
Zusammenfluss mit dem Jarama, 

Die Sulfatbank ist zwischen Thon und Gyps eingelagert. 
Die Dicke der Bank variirt zwischen 16 und 19 Meter; sie 
hat eine linsenähnliche Form und macht den Eindruck des 
Absatzes eines alten Seees. Die oben genannten sind der An- 
sicht, dass im oberen To/o-Lauf ähnliche Ablagerungen existiren 
werden. Die vorkommenden Sulfate sind Thenardit. Mirabilit 
und Glauberit, aber der Thenardit ist das häufigste und er 
schliesst unregelmässige Bruchstücke von weissem, zucker- 
körnigem Gyps und von Glauberit ein. Das Ganze ist von 
aussen her durch einen plastischen Thon geschützt, den man 
im Spanischen „greda" nennt. Das Sulfatgemenge ist so com- 
pact, dass die Arbeiter es mit der Spitzhacke loshacken müssen. 

Der Thenardit von Jarama besteht aus einem Conglomerat 
von Krystallen, die durch feinkörnigen Thenardit zu einer 
festen Masse verbunden sind. Die Krystalle haben einen 
starken Glanz auf den Krystallfiächen, den sie aber bald ver- 
lieren. Die Masse des Salzes zeigt eine dunkle Farbe, was 
von Einlagerungen von Thon herkommt. Spec. Gew. 2,741. 
Oberfiächlich von weissem Pulver tiberzogen, zart röthliche, 
flache Pyramiden sind zu Krusten vereinigt, die sich in Es- 
partinas, zwischen Madrid und Äranjuez, 2 leguas von letzterem 
Orte entfernt, in Bassins absetzen, wenn das im Winter an- 
gesammelte Wasser durch Verdunstung einen gewissen Con- 
centrationsgrad erreicht hat [Hartmann, II. 283]. Die Krystalle 
sitzen auf derbem Mineral [Groth, 141]. Zuerst vnirde die 
Species von de Rodas zu Espartinas als eine krystallinische 
dünne Lage aufgefunden, später erst wurde von demselben 
Autor auch noch das Auftreten in Gyps- und Salzschichten in 
mehreren anderen Orten der Umgebung in kleinen Platten 
und Linsen nachgewiesen. 

Hier hat Casaseca das Mineral entdeckt. An Krystallen» 
die CoRDiER von Casaseca zugesandt wurden, bestimmte dieser 
Autor den Spaltungskörper aus den drei Pinakoiden und er- 



193 

wähnt neben der Pyramide auch noch die Basis als vorgefunden 
Casaseca]. — Als Ausblühung zu Villamanrique, Prov. Toledo^ 
Leonhard, 502]. — Zu GiempozueJos, Prov. Madrid, in schönen 
durchsichtigen Krystallen, Druaen in Thon bildend. — VlUa- 
rruhia de los OjoSj Prov. Ciudad Bealf — auch zu Cerejso de 
Bio Tirötiy Prov. Burgos. Ueberall unter den gleichen Verhält- 
nissen im miocänen Thon mit Oyps und häufig auch mit Stein- 
salz. Ein Exemplar von ViUarrt^ia de los Ojos, Prov. Oiudad 
BecU, befindet sich im Mus. Hist. nat. Madrid [Caldebön]. 



Ciempozuelita. Ciempozuelit. Ciempozuelite. 

Areitio 1873. 
1878. Areitio: Anal. Soc Esp. de Hist nat, II, Mem. 893. 

Castilien. Als Ausblühungen von weissen, feinen Nadeln 
mit Glasglanz in unregelmässigen Spalten auf der Grube Oon- 
suelo bei Giewpozuelos, Prov. Madrid. Er unterscheidet sich 
vom Glauberit durch den grösseren Gehalt an Natriumsulfat, 
da seine Zusammensetzung = SNa^SO* + CaSO* ist. 



Glauberita. Glauberit. Glauberite. 

Brongniart 1808. 

Monoklin. 1.2209 : 1 : 1,0270; ß = 67 « 497»'. 

1808. Brongniart: Journ. des mines, XXIII, 5. 
1877. Laspeyres: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., I, 629. 
1894. LozANo: Descrip. fis. y geol. prov. Logroiro. 

Analyse des Glauberit von ViUarrubia nach Brongniart: 

SO' Na^O CaO 

56,5 23,3 20.2 = 100,00. 

Aragonien. In der Prov. Zarägom wird Glauberit aus 
einem Teich durch Krystallisation gewonnen. 1887 wurden 
von dem Produkt 2120 Centner über Barcelona exportirt. 
Wichtige Lager zu Tauste. 

Castilien. In der Prov. Valladolid, Revier Laguna de 
DuerOy ist Concession für eine Glauberit-Grube ertheilt. — 
Zwischen Logroflo und der baskischen Prov. Navarra durch- 
schneidet der Ehro in einer Länge von 6 km mächtige (bis 
9,75 m) und weit ausgedehnte Lager von unserem Mineral im 
lacustren Miocän; mit Thon und Gyps gemengt, enthalten die 
Schichten noch bis 35,67o Na»SO*. Aranjuez im Ta/o-Thal, 

13 



194 

Prov. Madrid; Krystalle, in grauem Thon gebettet, bieten nach 
dem Reinigen mit weichem, trockenem Pinsel volletändig tadel- 
lose Flächen, und zwar: — P (111), oo P (HO), oPJOOl), 

cx>Pöö (100), femer oft in bedeutender Ausdehnung +3P3 (311) 

und ganz untergeordnet noch + P(lll). Die Krystalle sind 
nach der b-Axe gestreckt [Laspetbks], oder sie bilden auch 
mit einer thonigen Zwischenmasse lockere Aggregate, auf deren 
Oberfläche, gewöhnlich frei ausgebildet, vorzüglich glänzende 
Krystalle sitzen [Gkoth, 15ö]. In Oiempaeudoa mehr oder 
weniger zu Krusten und Linsen zusammengewachsene Krystalle 
der Combination oP (001), — P (11 1) oder oP 001), — P (Jl 11), 

00 P (110) und seltener noch mit ooPöb (100) nebst + P(lll). 
[U. S. Berlin]. Sie stammen aus dem Salzthon oder aus dem 
Steinsalz selbst. In Ciempozudos unterscheidet man leicht 
2 verschiedene Typen, die grossen, nach Groth [löö] meist 
matten, leicht gelblich gefärbten, isolirten Krystalle und die 
aus hellen, kleineren Individuen gebildeten Gruppen. Hier wie 
in Chinchön findet sich auch Thenardit mit dem Glauberit zu- 
sammen [Mus. Hist. nat. Madrid]. Das Gebiet dieser Vor- 
kommen greift nach Prov. Toledo hinüber, wo die Ortschaften 
Occ^ia und ViüarrtMa die als Fundorte meist angeführten sind. 
Im Jahre 1893 wurden in Spanien 180 Tonnen Natron- 
sulfat im Werthe von 1350 Peseten gewonnen. Wenn seit 
dieser Zeit die Produktion zurückgegangen ist. so liegt das 
nicht an einer Verarmung der Lagerstätten, sondern es müssen 
andere Gründe dafür gesucht werden. 



Anhidriia. Anhydrit. Anhydrite. 

Webmbr 1808. 

Rhombisch. 0.8932 : 1 : 1,0008. 

1860. La Cortina: Trat. elem. de las rocas, 49. 
1878. Mallada: Mem. geol. min. prov. Huesca, 259. 
1895. — Explic Mapa geoL de Esp., I, 543. 

Pyrenaeen. Mit Eisenkies auf Mergel von Herreria, 
Prov. Viscaya [Naranjo]. — Zusammen mit Ophit tiitt im 
Osten von AUns, Prov. Huesca, zwischen Oypsmassen ein 
blätteriger Anhydrit auf von violetter Farbe mit weissem Gyps 
und kleinen Erystallen von Eisenkies [Mai^uida]. Benasque 
[Esc. Min. Madrid]. 

Aragonien. VaJd^id bei Caspe [Mus. Hist nat Madrid]. 



195 

Caaiilien. Dicht bei Venturada, Prov. Madrid^ — und 
in Santa Elena, Prov. Ciudad Beal [La Cobtina]. 

Andalusien. Eine Bank krystallinen Anhydrits von 
bläulich weisser Farbe mit grünlichen Flecken ist in einer 
Dicke von 2 bis 3 m und einer Länge von 100 ra in N.-S.- 
Richtung dem archäischen Kalk der Sierra de los Angeles, 
Revier von Alajar, Prov. Huelva, eingelagert. 

MotrÜ, Prov. Granada [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Valencia. Ein Exemplar mit Pyrit, ganz ähnlich dem 
von Alins; dasselbe stammt von Orihuda Micante [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 



Baritina. Baryt» Barytite. 

Karsten 1800. 
Rhombisch. 1,6107 : 1 : 1,2276. 

1863. Süllivan and O'Reilly: Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of Santander and Madrid, 71 u. 89. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 103. 
1882. Mallada: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XI, 25. 
1886. Vidal: ibid., XIII. 
1890. Mallada: ibid., XVII, 162. 
1890. Pohuq: Sitz.-Ber. d. natnrh. Ver. Bonn, 116. 

1892. Almera: Crön. cient. de Barcelona. 

1894. Chavbs: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIII, Act. 260. 

— Caldbrön: ibid., XXIII, Mem. 20. 
1898. — ibid., XXVn, Act. 126. 
1900. Fernandez-Kavarro: ibid., XXIX, Mem. 119. 

— Chofpat: Recueil de monogr. strat. sur le syst. cr6t. du Portugal, 

2me 6tude, 273. 

Den körnigen Baryt von Dehesa de Älmenara bei Fefiaßor 
hat Chaves analysirt, er erhielt 

BaSO* 80,6505 

Fe^O« 16.7752 

APO^ MnO u. CuO . Spur. 

Asturien und Santander. In der nächsten Nähe von 
Jjuancp und BraceM, bei ViUaviciosa und südlich von Aviles, 
auf der Grube Santa Amelia, Cahrales, mit Nickelarsenat. — 
Barytgänge auch mit Krystallen zu Viesgo, Prov. Santander, 
mit Eieselzinkerz in Liehana und zuweilen auch in Picos de 
Europa. Nach Süluvan und O'Reilly ist der Baryt sehr 
häufig in der Blende- und Bleiglanzgrube von La Florida 



196 

Durch Auflösung eines Stückes Yon Smithsonit in Salzsaure 
erhält man im Ruckstand einzelne Krystalle von Baryt fast 
übereinstimmend mit denen aus den Thermen Yon Bagneres 
de Luchon und wie diese von der Combination oP (001). 
QoP(llO), V»Pö^(102), V4Pä(104), QoP6o(010). 

BasJcische Provinzen, Barylgänge, zuweilen mit Kry- 
stallen bei Cerain^ Prov. Guipuecoa, imd im Kohlenkalk von 
Döbraf woselbst Krusten mit Bleiglanz vorkommen. 

Pyrenaeen. Ein fast senkrechter Gang durchkreuzt die 
siluriscben Schiefer bei San JuUdn de Bands, Prov. Gerona, 
abgesehen von anderen Gängen in derselben Provinz. 

In den Bergen von Sobre^ nordwestlich von Elüando, 
NavarrUf kommen im Triassandstein Gänge von weisslichem 
Baryt, rosagefleckt und von einer palmenartigen Textur vor 
[Mallada]. 

Catalonien. Barytgänge sind seit Alters bekannt von 
Caldas de Momhuy am Montsany, nördlich Barcelona; im Revier 
San Saturnino de Ossormort, Prov. Barcelona^ wird Baryt berg- 
männisch gewonnen. — Auf der Grenze zwischen den Pro- 
vinzen Tarragona und Lerida kommt bei dem berühmten 
Kloster von Pöblet ein Barytgang, zu Vimhodi eine Breccie 
aus Kupfernickel und Baryt vor. die ged. Silber und Anna- 
bergit trägt [Mus. Hist. nat. Madrid]. Der Barytgang von Falsett 
westlich Tarragona^ liefert prächtige, tafelförmige Krystalle. 
Im Osten von Vülapla'na, Provinz Tarragona, kommt weisser, 
späthiger Baryt in Porphyrgängen, die den Granit zwischen 
Buidecols und Buidecafias durchsetzen, vor [Mallada]. Baryt 
wird von Almera von folgenden Localitäten der Prov. Barcelona 
angeführt: Domenech (Papid), Faicö (VaUcarca) und Sant Ändreti 
de la Barca, 

Aragonien. In der Prov. Teruel hat der Baryt, der 
hier häufig ist, den Volksnamen ^Cerriclie^ [Nabanjo], das 
Vorkommen ist rosa gefärbt [Mus. Hist. nat. Madrid]; im 
Silur der Sierra de Älbarracin begleitet er die Kupfer-Blei-Erz- 
gänge. — Eine radialblättrige Abart tritt in der Eisenglanz- 
Zone der gleichalterigen Quarzite von Bambla de Herrera (Prov. 
Zaragoza) auf, eine weisse von Fombuena [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
Äteca (Prov. Zaragoza). 

Estremadura. In GarlitoSj Prov. Badajoz, grosse Kry- 
stalle [Esc. Min. Madrid]. 



197 

Castilien, In der Sierra de Guadarrama kommt das 
Mineral als Oangmasse tauber Gänge bei Navala gameUa und 
Colmenar Viejo zuweilen mit schön rosenrother Farbe vor. Dort 
auch blätteriger Baryt vöo El Espinar, Prado hebt besonders 
hervor, dass derber Baryt wie bei Escor iai^ Ghwdarrama und 
Colmenar de Arroyo nicht selten sei, wohl aber der kiystalli- 
sirte. Galdgkön führt solchen von letzterem Fundorte an. 
Taub sind ferner die Barytgänge, welche den Gängen von 
Hiendelaencina parallel verlaufen, zu Congostrina (hier Krystalle), 
Älpedroches, Cafiamares^ Jadraque und Alcorlo in der Prov. 
Gruadcdapra. Auch in Hiendelaencina selbst kommen prächtige, 
weisse, tafelförmige Krystalle vor, welche bis zu 13 u. 7 cm 
in den Diagonalen der Tafel messen. Die vorwaltenden 
Formen sind neben der Basis ein Brachydoma und Makro- 
doma, untergeordnet Prisma, ein zweites Brachydoma in 
schmälen Flächen und Pyramide [F.-Navarbo]^); kleinere 
£xemplare pflegen auch einfacher zu sein. — In Burgos be- 
gleitet Baryt das Fahlerz von BarhadiUo de Herreros und in 
Logrono die Kupferkiese von Cabräles [U. S. Madrid]. 

In den Zinnoberlagerstätten von Almaden, Prov. Ciudad 
Bealy bildet er die Gangmasse des werthvollen Erzes und 
liefert auch durchsichtige, dieser Gangmasse aufsitzende, schöne 
Krystalle der Spaltform mit V^P öö(102). Pohlig giebt zinnober- 
rothe, zoUgrosse Exemplare sowie dicke Ueberzüge von den 
Fallbands des Erzes an; Levy beschreibt mehrere, theils mit 
Zinnober durchspickte, theils auch von kleinen Krystallchen 
überkleidete, weissliche ELrystalle, deren flächenreichster die 
folgende Combination zeigt oP(OOl), ooP(llO), ooPöö(lOO), 

QoP2 (210), QoPoo (010), PÄ (011), Pöö (101), V2P<»(102) 
und P(lll). Ein von Düpbenoy [254, t. 15, f. 90] abge- 
bildeter Krystall dieses Fundortes ist umgrenzt von oP (001), 
ooP (110), P (111), ooPöö (100). PöS (101), ooPÄ (010). 

Poo(Oll). V2P(X(012). ooP3(l30). 

Eisenkies wird als begleitendes Erz auf der Grube El 
BarrachOf in Fuencaliente und Garlitos, Bleierz zu Ähenojar und 
anderen Gruben in der Sierra Morena (Prov. Oiudad neal) ge- 
nannt; hier kommen überall gelegentlich auch Krystalle vor. 
auf El Borracho tafelförmige, weisse, mit Pyrit bedeckte. 
Cadalso, Prov. TckdOf [Mus. Bist. nat. Madrid]. Massig mit 
wirr gegeneinanderliegenden Krystallen zu Saria. 



*) Etwa gleich Fig. 6 Naumann, p. 547, 18. Aufl. 



198 

Andalusien. Zu Linares liDsenfÖrmige Aggregate. 
Krystallgruppen und einzelne Erystalle, die bisweilen blaue 
Färbung besitzen und auch von Kupferlasur begleitet sind. 
Im Val infiemoy südlicher Theil des Reviers Linares^ ist ein 
heU rosa gefärbter Barytgang von 30 bis 40 cm Mächtigkeit 
wegen der auf ihm vorkonmienden EnOlIchen ged. SUbers be- 
kannt Schöne, gelbe Krystalle von der Grube Oru£ kommen 
vor, auch grosse, weisse Massen des Minerals aus dieser 
Gegend seien erwähnt, die aus kleinen Säulen zusammengesetzt 
sind, ihrerseits von kleinen Krystallen bedeckt [Esc. Min. und 
Mus. Hist nat. Madrid]. 

13 cm lange Spaltstücke eines spätbigen Baryts vom 
alten Bleiglanz-Schurf zu San-Nicdds del Puerto, Prov. Sevilla, 
und ein ähnliches Stück mit der Fundortsangabe Bonquillo, 
nördlich Sevilla [U. S Breslau]. Eine körrige Gangmasse aus 
dem Gange der Grube Dehesa de Almenata bei Fefiaflar mit 
Carbonat-Körnchen gemischt und begleitet von mikroskopischem 
Magnetit mit Titaneisen und Leukoxen. kleinen Fragmenten 
von Granat, Kryställchen von Feldspath und Chloritblättchen 
[Calderön]. Am Cerro del Hierro bei ConstanUna wechseln 
Schichten von Baryt mit anderen von Kalk und Eisenerz ab 
und bilden so einen Beweis für den sedimentären Ursprung des 
letzteren [Macphersos]. 

Von Rio Tinto auf Brauneisen aufsitzende, röthliche, 
rhombische Täfelchen [ü. S. Breslau]; vom SoiMi Lode Zwischen 
dem Tagebau und der San Dionisio-Grube\ von dieser selbst 
sowie von dem Hügel oberhalb Gargosa mit Bleiglanz [Collins]. 

Zuckerköraig zu Galarosa. Prov. Sevilla [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. Dieses Vorkommen bildet mit Calcit das Gangmittel 
grosser, schon in den oberen Theilen erschöpfter Adern von 
Guadakanat — Blätterige Massen aus Gneiss von Barranw bei 
MarOj Prov, Malaga [Chaves]. Ziemlich flächenreiche Krystalle 
von der Sierra de Gador, Prov. Älmeria [Combination nach Cal- 
derön: oP (001). ooPöc)(lOO), ooP(llO), a)P2(210). ooP3 

(310), P5ö(101). V2P3ö(102), Pco(Oli), SPS (31t). 4P4 
(411)], auch in der Sierra Älhamilla und in den Gängen der Sierra 
Almagrera (Barranco Jaroso), von el Sahinar de Gata, Las 
Herrerias und auf den ärmsten Gängen von Mazarrim bei 
Cartagena. Mit Malachit von AJbuüdj mit Zinnober von der 
Sierra AlhamiUa. Das spec. Gewicht des Baryts, welcher auf 
dem jetzt erschöpften Gange silberhaltigen Bleiglanzes in El 
Jaroso, Sierra Almagrera, als Gangmasse auftrat, ist nach 
Breithaupt =4.433; derselbe Autor fand auch einen kleinen 
Gehalt an Strontium. 



199 

Valencia. Tafelförmiger Baryt zu Artana und Val de Ojo. 

Balearen. In der Trias von Ibüa Blei-Silber-Gänge mit 
barytischer Oangmasse. In Andraitx auf MaUorca kommt er 
reichlich in einer Blendegrube vor. 

Statistisches über den Baryt in Spanien vom Jahre 1900 
[Est. min. 1900]: 

Tonnen Werth in Pesetas 

Gerona 195 5850 

Santander 300 300 

Tarragona .... . 338 1690 

833 7840 

Portugal. Baryt findet sich in rothen und grünen Kreide- 
mergeln zu Boco und bildet kleine Concretionen in denselben 
oder kleidet kleine Kalkgeoden aus. Zu So Andre beobachtet 
man kleine Kryställchen im Innern von Fossilien. In Vieo 
setzt er nussgrosse Concretionen zusammen und schöne Ery stalle 
von ihm treten in neocemera Kalk von Ericeiray nordwestlich 
von Lissabon, auf [ChoffatJ. 

P.-GOMES [204] gibt an: Grube Ceiroco (Pampilhosa), 
Serra do Cercal Im Culm die Gruben von Namarados und 
diejenige von Morena (Mertola). In der Kreide der Vorstädte 
von Lissabon und Ericeira. Im Garumnien von Vagos und 
So Andre (Boco). 



Barito-Celestina. Barytocölestin. Baryto-Celestine. 

Thomson 1836. 

Rhombisch. 

Spanien, Ein Exemplar des Minerals ohne nähere 
Pundortsangabe befindet sich in der Esc. Min. Madrid. 

Portugal. Casaes do Livramento (Porto de Moz) 
[P.-GoMES, 204]. 



Celestina. Coelestin. Celestine. 

Werner 1798. 

Rhombisch. 0,78005 : 1 : 1,28225. Conü. 

0,78924: 1:1,27904. Morön. 

1852. Breithaüpt: Berg- u. hüttenm. Ztg., XI, 66 und Rev. minera, II. 
]878. Schrauf; Atlas der Krystallformen, t. 47, i, 4. 



200 

1887. Bäbwald: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XII, 228—288. 

— Drabant: bei Bärwald. 

1891. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XX, Mem. 5. 

1893. Chaves: ibid., XXII, Act. 94—97. 

Analysen von Bärwald: 1. Coelestin von Conüj 2. von 
MoröUf 3.' von Coimhra: 

SrO CaO SO« Sp. Gew. . 

1. 55,81 0,51 43,60 = 99,92 3,9071. 

2. 55,78 0.50 43,55 = 99,83 3,9017. 

3. 55,83 0,44 43,62 == 99,89. 

Castilien. „Faseriger Coelestin. Aragonien: Molina 
in Kalkstein** [Leonh., 495] = Molina de Aragon^ Prov. Gua- 
dalajara. Ausserdem aber noch im Keuper an vielen Orten 
Casüliens und Äragoniens. aber inuner nur in kleiner Menge. 
In Concretionen zu Sacedöriy Prov. Guadalajara [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Andalusien. Conti bei Cadi^. Auf dunkel- und hell- 
grauem Kalkstein, der mit Schwefelschnüren durchzogen ist, 
finden sich in unregelmässigen Höhlungen Kalkspath und nach 
ä gestreckte Coelestin - Krystalle der Cömbination ooP(llO) 
V2P^(102), (X)P(x(010) [Chaves] oder coP(llO), oP (001), 
V2P^ (102), 00 P^ (100) und sehr schmal oo P 65 (010) 
[Dhabakt bei Bärwald]. Ausser den Krystallen auch strahlige 
Massen eines leicht bläulich gefärbten Coelestins, mit Krystall- 
endigungen in den freien Drusenraum hineinragend. Begleitet 
sind diese Vorkommen des Coelestin von den bekannten 
Schwefelkry stallen [ü. S. Berlin]. Kugelige und radial- 
strahlige Exemplare von Conti im Mus. Hist. nat. Madrid. 
Hacienda de los Gatos ') in der Dehesa de los Charcos bei Morön, 
3 km von 3IontellanOy südlich ■ Sevilla, ähnliche, aber kürzer 
prismatische Krvstalle mit kleinen Exemplaren Schwefel auf 
Kalkstein. Cömbination ooP(llO) Poo(Oll) V2P^(102) 

oP (001) 72 P 2 (124) [Chaves] oder ooP(llO), oP (001). 

P 00 (Ol 1) , V» P ^ (102) und V« P 2 (1 24) [Drabant bei 
Bärwald]. 

In gewissen Glimmerschiefern von Maro, Prov. Malaga, 
hat Chaves das Strontiumsulfat derartig vorgefunden, dass es 
nur chemisch nachgewiesen werden konnte, doch bildet es auch 
zuweilen Drusen mit sehr kleinen Krystallen. — Von der 
Sierra de Gador, Prov. Almeria, Revier Benina, ist Coelestin 



^) Nicht Hacienda de Engata cf. 



201 

in der Nähe der Gypse in weisser, faserig-blätteriger Masse, 
perlmuttergläDzeDd gefunden [Esc. Min. Madrid]. Weisse, ge- 
streckte Krystalle, denen von Conü sehr ähnlich, aber weit 
dicker, in einem Thon von Mojacar [Esc. Min. Madrid]. Oarrucha 
bei Vera, In Hohlräumen eines sandigen Kalkes sitzen bis 
4 cm lange, wasserhelle Krystalle, säulenförmig nach ä und 
mit den Flächen oo P (110). V« P ^ (102), oP (001), P ob (011) 
[U. S. Berlin], nach Schraüp findet sich die Combination 
aoP(llO), V2Pä>(102), oP(OOl), Pob(Oll) undP(lil). Auf 
dem JarosO'Qange am Südabhang der Sierra Almagrera ist er 
tbeils geradschaaJig krystallinisch, theils auch in Erystallen der 
Combination oP (001), V2 P «> (102), P 06 (011), 00 P (HO) und 

P2(r22) [Bkeithaüpt]. Die gelblichen, krystallinen Partieen 
waren bis zu Breithaüpt's Untersuchung für Baryt gehalten. 
Spec. Gew. = 3,955. 

Murcia. ^HeUin^ (nicht NeUin) „in kleinen Krystallen 
in Drusenräumen von Schwefel" [Leonh., 494] ; auch Nabanjo 
erwähnt dies Vorkommen. Schöne Exemplare von HeUin im 
Mus. Bist. nat. Madrid. 

Portugal, Küste von Guiaios \mi Buarcos, westlich von 
Coimbra, wasserhelle Krystalle aus dem Gehäuse eines Ammor 
nites macrocephalus (Jura). Beobachtete Formen: ooP(llO), 

oP(001), V2Pöö(102), V4P^(104) P 5)011 und P 2 (122). 
[Drabant bei Bärwald.] Im Tunnel ElBocio bei Lissabon sind 
Geoden in einem graublauen Thon, ausgekleidet mit wasserhellen; 
glänzenden Krystallen von Coelestin gefunden, an denen Ghaves 
die folgende Combination feststellte: 00 P (110), V^P^CIOS), 

cx)P2(210), V«P2(124) und z:z = 27^6' [mit 0,8493:1: 
1,0128], ooPob (010), P ob (011). Die Krystalle sind nach ä 
gestreckt und erinnern im Habitus an die Krystalle von 
Gamichä. 

Die Axenverhältnisse , welche beim Coelestin sehr 
schwankend sind, hat Bärwald zusammengestellt. 

Die optischen Verhältnisse der von Drabant krystalle- 
graphisch untersuchten Vorkommen hat de Kanter untersucht; 
derselbe fand die der Tabelle beigefügten Werthe [bei Bärwald]. 

Ha 

CaO Li Na Tl 

Coimbra 0,77894:1:1,28398 0,447o 55H6' 56^34' 56M9' 

Cmil 0,78005:1:1,28225 0,51% 56^57' 57^40' 58^0' 

Marön 0,78924:1; 1,27 904 0,50Vo 56^36' 56H7' 57M6' 



2Ö2 



Angflesita* Angflesit. Angl^site. 

Beudant 1882. 

Rhombisch. 0,6088 : 1 : 0,7793. 

1859. V. Lang, Sitz.-Ber. d. Akad. d. Wiss. zu Wien, XXXVI, 236. 

1872. ZerbenKer: Zeitschr. d. Deutsch, geol. Ges., XXIY, 165. 

18Q4. COLLINS: Min. Mag., V, 215. 

1887. Sollt: ibid., VII, 61. 

1894. Chaves: Anal. Soc. Ksp. de Hist. nat., XXIII, Act 175. 

Asturien und San tander. Krystalle in San Telices de 
Budmay Prov. Santand&tf und im Revier von Teijeka^ San 
Mariin de Oscas, Ästurien. 

Baskische Provinzen. Gruipuzcoa, kleine 2 mm dicke 
Eryställchen in Höhlungen von Bleiglanz [U. S. Breslau]. 
Groth [149] giebt als Combinationen der „auf einer Unter- 
lage, ähnlich der von der Grube Brüche "* sitzenden farblosen 

Exemplare an: Poo (Oll), «P (110) oder P 2 (122), V2P00 (102); 
ferner a>P (110), oP (001), V2P00 (102); endlich für grün 
gefärbte Exemplare ooP (110), V»?« (102). 

Castilien, Von der Grube Princ^ Älfanso bei Mansiüa 
de la Sierra. Prov. LogroüOy und auch von anderen kleinen 
Gängen kennt man Krystalle des Minerals mit Bleiglanz, 
Eisenoxyd und Quarz. Als Umwandelungsprodukte auf Blei- 
glanz oder in Hohlräumen desselben findet sich Anglesit in 
der Prov. (Xudad Beal auf den Gruben von Älmodovar, Abenojarj 
ViUagutierresfy HinojosaSj Fonianosas und Cabezamänas, Auch die 
vielgenannte Grube El Borracho, auf der Grenze der genannten 
Provinz gegen Badajoz gelegen, hat ausgezeichnete Krystalle 
gegeben [Mus. Hist. nat. Madrid, Brit. Mus. London]. Häufig 
liegen die kleinen Kryställchen des Minerals wie ein leichter, 
weisser Schnee auf dem Bleiglanz, aber mit Hilfe der Lupe 
erkennt man sofort die kleinen und kleinsten Individuen, 
deren Pyramidenflächen deutlich hervortreten. 

Andalusien. LinareSy Prov. JaeUj kupferhaltige, tiefblau 
gefärbte, blätterige Masse, von etwas Cerussit begleitet [Levt 
IL 456] ; auch mit Bleiglanz' und kohlensaurem Blei in Granit 
[Leonh., 91], seit alter Zeit unter dem Namen natürlicher 
Bleivitriol, vitriolo nativo de plomo. bekannt [Hebrgen]. — 
Chaves beschrieb einige durchscheinende Krystalle von ca. 
8 mm Länge aus dem Distrikt Guadalcfmal, Prov. Sevilla^ 
welche sehr scharf ausgebildet siud Auch Zwillinge wären 



203 

vorhanden, konnten aber nicht bestimmt werden. — ^ Im Tunnel 
von Rio Tinto und auf dem Soulh Loady Prov. Huelva^ kommen 
gelegentlich glänzende Erystalle mit Bleiglanz vor [Collins]. 
TharsiSy kleine Individuen auf verwitterndem Eisenkies [U. S. 
Breslau]. 

Aus Granada, wahrscheinlich Fondon, beschreibt Li^vv 
[II, 453] einige graulich-weisse, durchscheinende, sehr glänzende 
und scharfe Erystalle auf blätterigem Bleiglanz sitzend. Die 
Combination soll sein: oP (001), qoP (110). ooPöö (100), 
VäPöö (102), PÄ (011), V2P (112), P (111), 2P (221). — 
Grube Esperanza auf dem El Jaro^o-Qange am Südabhang 
der Sierra Almagreray Prov. Älmeria^ kleinste, glänzende 
Eryställchen auf Brauneisen, das aus Eisenspath entstanden 
ist, mit Malachit etc., auch auf Jarosit-Pseudomorphosen, 
vielleicht nach Wulfenit [ü. S. Berlin]. Auf der Grube Sah 
vacion bei Oria schöne Druse in blätterigem Bleiglanz mit 
vielen Erystallen von breitgedrückter, horizontalgestreckter 
Säulenform (ähnlich der Fig. 95 bei V. v. Lang, nur oP (001) 
grösser und ^/iV^ (104) kleiner entwickelt [Zerrener]. 

Mureia. Nach P 00 (011) langprismatische Erystalle mit 

P2(t22) und 00 P (110) (am Ende der Axe ä) von der Sierra 
de Cartagena sind mit Limonit überzogen und bilden in paralleler 
Anordnung tief gefürchte Platten [Groth, 149]. Grube 
Bescuido bei Cartagena gab 17«— 3 cm lange Erystalle, an 
denen V«Po5 (012), Pöö (101) vorherrschen, und ooP (110) 
neben P(lll) nur theil weise entwickelt ist; auch Zwillinge. 
Mit kleinen Eryställchen von Mimetesit und Cerussit [Esc. 
Min. Madrid]. Ein ausgezeichnetes Stück von 6 cm Länge, 
2 cm Dicke, mit glänzenden, schönen Flächen und durchsichtig, 
von Estrecho de San GineSy Cartagena [Mus. Hist nat. Madrid]. 

Portugal. In der aus der Provinz Hueka nach Alemtejo 
herüberstreichenden Eieszone auf den Gruben von San Domingos 
kommen röthlich honiggelbe Eryställchen vor, deren Grösse 
bis . zu 25 mm bei 20 mm Breite und 1 4 mm Dicke geht. 
Die Spaltbarkeit tritt nicht deutlich hervor; nach den Prismen- 
flachen ist zonarer Aufbau beim Durchblicken durch die Basis 

zu erkennen, ooP : ooP. 110 :llO = 103® 50 V«'. 



204 
Zincosita. Zinkosit. Zinkosite. 

Breithaüpt 1852. 

Rhombisch. Isomorph mit Baryt und Anglesit. 

1852. Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XI. 100. 

Vor dem Löthrohr sowie auf nassem und trockenem Wege 
giebt das Mineral nur die Reaction auf Zinkoxyd und Schwefel- 
säure; auch kein Wasser ist darin enthalten. Theoretische 
Zusammensetzung daher 

49,7 SO» 50,3 ZnO. 

Zur Charakteristik seien den im Naumann [550] angeführten 
Merkmalen noch folgende zugefügt: 

Spec. Gew. = 4.331. Härte = 374—47«. Strich schön 
weiss. Bruch muschelig. Combination der nach ooP (110) 
und oP(OOl) spaltenden Kryställchen : oP(OOl), V^P^ (102), 
76Pöö(205), P ob (011), 00 P (110). Ungefähre Winkelwerthe 

QoP : ooP 110: 110=J.02«— 103« 
VöPöö : VöP oö 205 : 205 = 113« 24' (was für die 
gleiche Kante von Poo (101) = 62« 42' geben würde). 

Andalusien, Auf dem Jaroso-GsiUg. Südabhang der Sierra 
Almagrera, Prov. Almeria, in kleinen, meist nur mikroskopischen 
Kryställchen als ein Zersetzungsprodukt (auf trockenem Wege) 
von Zinkblende vorgekommen. 



Alumiana. Alumian. Alumiane. 

Bbeithaupt 1868. 

Rhomboödrisch? (würfelähnliche Formen). 

1868. Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XVII, 63. 

Nach Uttendörper [bei Breithaupt] ist die Zusammen- 
setzung: 

A1»0» SO» H*0 

37,9— 38 Vo 62-62,1 7o nur hygrosk. = 100.00 

(nur die Thonerde analytisch bestimmt). 

Häi-te 2V«— 4, Spec. Gew. 2.77—2,89. 

„Etwas Spaltbarkeit", wenig spröde. Glasglanz hm den 
kleinen Eryatallen, die derben Massen nur schinunemd. Strich 
farblos. An den Kanten stark; durchscheinend. 



205 

Andalusien. In den Schluchten am Südabhang der 
Sierra Älmagrera, Prov. Almeria, durch Breithaupt's Sohn auf- 
gefunden, lind zwar auf der Grube Ahdardo im Barranco Frames^ 
auf Ohservacion und Diosa im Barranco Jaroso als Zersetzungs- 
produkt auf Steinmannit führenden Gängen. Meist derb von 
feinkörnig krystalliner Struktur, seltener in kleinsten Kry- 
ställchen. 



Exantalosa. 

(Mirabilita.) 



b. Wasserhaltige Sulfate. 
Glaubersalz« 



Exanthalose. 

(Mirabilite.) 



Monoklin. 1,1161 : 1,2382; ß = 72^ 15'. 



1854. Rivot: Ann. des mines, (5) VI, 558. 

1868. SuLLiVAN AND O'Reilly.' Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of Santander aud Madrid, 145, 146, 147. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 142. 

1873. Areitio: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., II, Mem. 889. 

1877. Cortazar: Descrip. fis.-geol. prov. Valladolid. 

1894. LozANo: Descrip. fis.-geol.-min. prov. Logrono. 

Analyse des Minerals von Guipuzcoa nach Rivot: 

SO» Na«0 CaO MgO WO 

24,8 19,5 0,3 0.5 54,5 = 99,6 

Süllivan und O'Reilly geben die Analyse eines sehr 
reinen Exemplars aus dem Yalle dd Jarama: 



Na«0 

CaO 

MgO 

SO». 

HCl 

H*0 



19,047 
0,004 
0,068 
24,598 
Spuren 
55,770 

99,487 



Na^O. SO», lOH^O. . . . 98,990 

CaO, SO», 2H20 0,0137 

MgO, SO», 7H*0. . . . . 0,4233 

99,4270 



Wie die wasserfreien Sulfate des Natron, so sind auch 
die wasserhaltigen in den Schichten des lacustren Tertiärs 
auf der spanischen Halbinsel sehr verbreitet in Schichten, die 
von 60 cm bis mehrere Meter mächtig sind. Die Förderuug 
geschah durch zahlreiche Gruben und Salinen, doch hat die 
Produktion jetzt aus bestimmten Gründen — nicht wegen Ver- 
armung der Lagerstätten •— fast ganz aufgehört. 

Santander. Mit dem Steinsalz in Cäbezön de la Sal 
[Paillette]. 



206 

Bashische Provinzen. In Gmpujscoa soll ein kleines 
Lager von Glaubersalz vorkommen [Dei-aposse, III, 577J. Rivot 
erwähnt als neu entdeckt ein mächtiges Lager, dessen Mineral 
vollkommen farblos und durchscheinend ist; an der Luft sehr 
schnell ausblühend. (Nach Calderön fraglich. i — Zu Lodosa 
und ÄndosiUa, Navarra [Nabanjo» 198]. 

Catalonien. In der Umgebung von Cervera, an der Bahn 
Barcelona — Lerida in der Prov, Lerida [Paillette]. 

Aragonien, In kleinen Mengen an verschiedenen Orten, 
z. B. bei Calatayud, Prov. Zaragoza, 

CasHlien. In der Prov. VaUadolid findet sich das Glauber- 
salz gelöst in den Lagunen von Gomez Naharro und San Vi- 
Cents M Palacio und wird zum Gebrauch in der Gerberei und 
in der Seifefabrikation gewonnen. — Zu BioHrön, Prov. Burgos, 
sind 8 Lagen aufgeschlossen, die durch Gyps getrennt sind; 
sie werden durch Tagebau ausgebeutet. — Prov. LogroHo, in 
der DuerO'MuMe zu Älcanadre. — Die TajoMixlie südlich von 
Madrid enthält dünne und dicke Lagen des iSilinerals und ist 
mit OiempozuehSy Colmenar de Oreja und Chinchön die wichtigste 
Gegend für dasselbe. In Ciempozuelos unterscheiden Solang 
und Areitio zwei Varietäten, von denen die stengelige vorher 
nicht bekannt war. 2 Leguas von Aranjuez in ViUamanrique 
und Espartinas wurden früher dünne Lager bearbeitet [Pbado]. 
— Reichlich sind kleine Lager in Beieta und der Umgebung 
von Belinchön, Prov. Cuenca, vorhanden; die kleinen Wasser- 
läufe der Gegend nehmen das Salz in Lösung fort und 
lassen es beim Verdunsten im Frühling und Sommer als dünne 
Ablagerungen auf dem Boden zurück, die in Castüien allgemein 
als „Compasto" bezeichnet werden [Cortazar]. 

Glaubersalz von San Martin de la Vega, nördlich von 
Aranjuez, in der T<7;o-Mulde, besteht aus einem Conglomerat 
von kleinen Krystallen. die durch eine compacte Masse ver- 
kittet sind. Die losgelösten Krystalle sind schön und durch- 
sichtig; spec. Gew. = 1,141. Das analysirte Exemplar ist 
sehr rein, aber auch beliebige Stücke aus der G^end von 
Jarama zeigen keine sehr verschiedene Zusammensetzung, denn 
alle sind sehr rein und reiner als die Salze des Handels. 

Es giebt in der spanisch-portugiesischen Halbinsel mehrere 
sehr bekannte Heilquellen, die eine grosse Menge Natrium- 
sulphat enthalten. So finden sich solche zu Rübinat, Prov. 
Lerida, und besonders zu Caravaüa, Prov. Madrid, {^^tztere 



207 

Quelle enthält in 236 g Salzen 227 g Natriun^sulphat und 6 g 
Magnesiumsulphat. Dieses Mineralwasser ist in der Halbinsel 
sehr in Gebrauch, ähnlich wie das von Leuk (Schweiz) und 
wird stark ausgeführt. 



Yeso, Gypfiu Gypse. 

Monoklin. 0.6899 : 1 : 0,4124; ß = 80<> 42'. 

1821. Moll: Neue Jahrbücher, V, 170. 

1835. EzQUERRA DEL Bato*. N. Jahrb., 287. 

1836. — ibid., 191. 

1854. Scharenberg: Zeitschr. d. D. geol. Ges., VI. 

1860. Rose, G.: ibid., XII. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid. 

1882. Mallada: Bol. Com. Mapa geol., IX, 61 u. 62. 

1885. Brenosa, R: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIV, Act. 52. 

1886. Barrois et Offrbt: Compt. rend., Juillet 19. 

1890. Quirooa: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat.. XIX, Act. 100. 
— MalladA:: Bol. Com. Mapa geol. de Esp., XVII, 114 u. 132. 
1892, Almera: Crön. cientif. Barcelona. 

1900. Choffat: Recueil de mouogr. strat. sur le syst, cr^tac. du Por- 
tugal, 2me 6tude, 272. 

Wenn nicht das an diesem Mineral reichste, so jedenfalls 
eines der reichsten Länder ist Spanien. Alle Formationen, von 
der palaeozoischen bis zur tertiären, beherbergen Gyps, der 
theils zugleich mit den sedimentären Schichten abgesetzt, 
theils in späterer Zeit in dieselben eingeführt oder auch 
metamorpher Entstehung sein kann. Im Lande werden die 
krystallisirten oder krystallinen Vorkommnisse gewöhnlich als 
Selenita oder Espejuelo, die derben als Piedra de yeso oder 
Argel bezeichnet. 

Galicien. Santiago de ComposteUiy Prov. Coruüa; einen 
weisslichen Krystall, theilweise roth gefärbt, auf rothem, 
blätterigem Gyps, dem die bekannten Hyaclnthen eingewachsen 
sind, beschreibt Levy. er besizt die Combination: ooPod(OIO), 

-f-V2P (Tl2), Poe (011), ebenso auch ein Handstück mit 
rothen, sich verworren kreuzenden Lamellen und eine röth- 
liche, blätterige Varietät, denen kleine Lamellen mit sehr 
spitzen, weissen Krystallen zwischengelagert sind. Rose er- 
wähnt Gyps mit eingewachsenen Dolomit -Krystallen vom 
gleichen Fundort. 

Die Angabe beruht auf Irrthum, denn wie schon bei der 
Besprechung der „Hyancinthen" von dort betont, ist in der 



208 

I 

Umgebung der Stadt Santiago keine Formation aufgeschlossen, 
in welcher die Funde gemacht sein könnten. 

Asturien, Santander und haskische Provinzen. Umgebung 
von Oviedo Zwilling nach — Pöö (101). doch ist die Zu- 
sammensetzungsfläche nicht identisch mit der Zwillingsebene, 
sondern liegt schief gegen ooPoo (010) in der Zone 
[ — P^ : ooPoo], ist also eine Hemipyramide [Buenosa]. — Zu 
Colunga, Gijön, Gypse in Schwalbenschwanz -Zwillingen. Zu 
Solares und an vielen anderen Orten der Prov. Santander und 
der baskischen Provinzen, z. B. Aüana, Blava und Ordufia, 
Vizcaya, begleiten Gypse die Ophitvorkomnaen und bilden mäch- 
tige Bänke [Mus. Hist. nat Madrid]. 

Pyrenaeen, Im aragonischen Theile des Gebirges sind 
faserige Gypse, grün gefärbt durch Einschlüsse von Chlorit, 
aufgefunden im Osten von Älins, Prov. Huesca [Mallada]. — 
Die catalamschc Prov. Gerona liefert Alabaster. Alabastrites, zu 
Ornamenten zu Benda, am Fusse des Montaüa de Nuestra 
Sefiora de Mons, ferner zu San Jmn de las Abadesas, sowie 
zwischen Baüolas und El Torn [Instit. Gerona], zu EipoU, 
Campdevanol und Segard [Vidal]. In Seryna sehr nette 
Zwillinge. Zuckeiförmiger Gyps kommt zu Esiella, Prov. 
Navarra, vor [Mus. Hist. nat. Madrid]. Exemplare mit schönen 
und wechselnden Farben und von verschiedenen Structuren 
kommen in der Nähe der Ophite von Sanfisteban, Navarra, vor. 
In derselben Provinz erstrecken sich diese Vorkommen über 
Aguüar, Bdrdenas, Ldrraga und andere Orte in der pliocänen 
Gypsformation der Ebroebene, zeigen eine reiche Entwicklung 
und verschiedene Structuren [Mällada]. 

Catalonien, Mallada giebt Gyps von schöner Färbung 
von einigen Orten der Trias an, so zwischen La Mola und 
Llaveria, sich südöstlich nach Capsanes erstreckend; in dem 
lacustren Miocän zwischen Camposines und Cervera, zwischen 
Solivella und Biancafort u. s. w. Späthiger Gyps findet sich am 
Mont de Tivisa und Ascö, Prov. Tarragona [Mus. Hist. nat. 
Madrid], ßie Varietät Alabaster kommt nach Almeka bei 
Yalirana imd Cervera, Prov. Barcelona, mit Kieselknauern vor; 
bei EipoU ist ein grosses Lager in Nummuliten- Mergeln. 
SchneefÖrmiger Gyps zu Monfjuich [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Aragonien. Blätterigen Gyps kennt man aus dem Tertiär 
der Prov. Huesca ebensowohl wie körnigen, faserigen und derben 



209 

von verschiedenen Farben. Bedeutende Steinbrüche darauf 
sind schon von alter Zeit her in Aklor zwischen den Flüssen 
Vera und Alcanaäre. — Schwalbenschwanz -Zwillinge von 
Cästralbo, Prov. Teruel, und Alabaster von Hljar. — 

Auch hier sind die gefärbten Varietäten neben dem unge- 
färbten Gypse an verschiedenen Orten verbreitet [ü. S. Berlin]. 
Aus Äragonien entstammt späthiger Gyps mit mikroskopischen, 
regelmässig orientirten und umgrenzten Hohlräumen [ü. S. 
Berlin, G. Rosk, scrps.]. Faseriger Gyps zu Porpechän, Prov. 
Zaragoza [Mus. Hist. nat. Madrid). 

Leon. „In der zweiten Gruppe der tertiären Gebilde des 
i;wero-Beckens, der „gypsigen", die über „ Nagel fluh** und unter 
der „kalkigen" liegt, enthalten Thonlager zahlreiche Gypsspath- 
Zwillinge, sehr weiss, ähnlich denen vom Montmartre. Stellen- 
weise erscheinen die Krystalle in dem Grade gehäuft, dass 
der Thon nur das Bindemittel derselben ausmacht" [EIzqühirra 
DßL Bayo]. Gegend von Olmedo, östlich Medina, La Tmre, 
Paiencia u. s. w. 

Estremadura, Yaiencia de Älcänfara, Aussen farblose, 
innen fleckig rothe Krystalle der Combination ooPdb (010), 
QoP(llO). — P(lll) in einer Druse von blätterigem, rothem 
Gyps, der Eisenkieselaggregate einschliesst; auch grünlich ge- 
färbte Stellen kommen in den späthigen Gypsen neben den 
vorwiegenden rothen vor [U. S. Berlin]. 

Castilien. In der Prov. Guadalajara wird Gyps in der 
Form des Alabasters von Cogolludo in grosser Menge ge- 
wonnen. — Im Tertiär heider Castilien sind die bekannten 
Zwillinge so häufig, dass die einzelnen Fundstellen nicht an- 
geführt werden können, nur einzelne sollen Erwähnung finden. 
Im Boden von Madrid, der dem T^Jo- Becken angehört und von 
dem Dwero-Becken durch die Sierra de Guadarrama getrennt ist, 
„zeigt sich der Gyps meist faserig, oder enthält wenigstens im 
Innern grosse, mit Krystallen ausgekleidete Drusenräume'' 
[EzQUERRA DEL Bato]. Dann kommt das Mineral auch in der 
Steinsalzformation von Ocaüa, Vülarrubia [Moll] und Äranjuez 
als schöne Krystalle im Thon vor. Von hier auch fein- 
körniger Gyps. der nach einer Kluftfläche zu in späthigen 
tibergeht und randlich Krystall endigungen trägt mit oo P oo (010), 

— P (111), -f VsP« (T03), QoP (HO) [ü. S. Berlin]. In der 
Tfli/o-Ebene zwischen Madrid und Toledo kommen dann auch 
noch eigenthümliche Krystalle von hexagonalem Habitus vor, 

U 



210 

die diesen durch weitgehende Abrundung der Flächen von der 

Pyramide +P(U 1) erhalten haben; auch linsenförmige Gestalten 
werden angetroffen, Grosse Spaltstücke, espejuelo, aus den 
Erystallen und aus späthigen Massen finden Benutzung zu 
Fensterscheiben für die Häuser. 

Eine Pseudomorphose nach Kalk fand Qcirooa im Man- 
ieranar« 5-Eanal. 

Den Angaben von Ezquerra del Bayo entsprechen die 
in der Üniversitäts-Samralung zu Berlin aufbewahrten Stufen, 
die meist mit dem Fundort Vailecas versehen sind, und es 
erscheint uns sehr wahrscheinlich, dass die durch G. Rose 
etikettirte Stufe aus Aragonien ebenfalls von hier stammen 
kann. In den spätbigen Massen von Madrid resp. Vailecas sind 
übrigens die regelmässigen Hohlräume theilweise mit blossem 
Auge deutlich zu erkennen; G. Rose hat bei verschiedenen 
Handstücken auf die ausserordentliche Anhäufung derselben in 
mikroskopischer Grösse aufmerksam gemacht und darauf hin- 
gewiesen, dass durch ihre Häufung die mit ihnen versehenen 
Stellen oft rein weiss und undurchsichtig erscheinen. In der 
Nähe dieser Hohlräume, aber auch ohne dieselben nothwendiger 
Weise zum Begleiter zu haben, finden sich im Gyps auch 
Einschlüsse von Thon Die Farbe dieser Gypse ist meist grau 
oder gelblich bis wasserhell, resp weiss. Fasergyps mit aus- 
gezeichnetem Seidenglanz ist bei Madrid ebenfalls zu finden, 
er wechselt mit grossblätterig späthiger Masse in demselben 
Handstück ab. Speciell als Fundort für Fasergyps von aus- 
gezeichneter Schönheit wird Santa Maria del Cubo in Ält-Castäien 
genannt [Leonh., 263 u. Hausmann, II. 1159]. 

Die Trias heider Castilien besitzt grosse Gypsbrüche, in 
denen späthiger Gyps von rother Farbe oder auch körnige 
Massen gewonnen werden. Sie enthalten häufig die bekannten 
rothen Quarze. Hyazinthen, und zuweilen auch die bereits be- 
sprochenen Aragonite. z. B. in Molina de Aragon und Sigüenza. 
Faserige und seidenglänzende Süsswasserbildungen aus dem 
Tertiär zu Lagunüla, Prov. Logroflo. Zuckerkörnig zu Cerezo 
de Bio Tirön, Prov. Burgos [Mus. Hist. nat. Madrid]. In dem 
genannten Museum Alabaster-Gyps von Triüo, Prov. Guadala- 
jara. Alabaster und schöne Krystalle von Twrelaguna und 
Vicälvaro, Prov. Madrid^ in linsenförmigen Zwillingen nach dem 
Pariser Gesetz von Oiempojsuelos, Prov. Madrid, 

Andalusien. In dem Revier von Cördoba kommen schöne 
Krystalle zusammen mit Brauneisen vor. — In Sevilla haben 
die kleinen, in den Sammelbehältern der Macaluben gebil- 



211 

deten Individuen die gleiche Form [Calderön]. Hauptsäch- 
lich aber bekannt ist diese Gegend durch die riesigen Brüche, 
welche jede Abart von Gypsfels zu Ornamenten liefern. — 
Von einer der Gruben von Huelva sind neuerdings prächtige, 
wasserhelle, mehrere Zoll grosse Krystalle, einfache Indivi- 
duen, wie Zwillinge, in den Handel gekommen. — Von voll- 
kommener Durchsichtigkeit sind die altbekannten, späthigen 
Massen und Krystalle der I$la de Leon, Prov. Cadiz [Calde- 
rön, Min, 136]. 

In Ändalucia Alfa, den 3 südlichen Provinzen, sind zu- 
nächst Fasergypse von weisser Farbe zu erwähnen, die Scha- 
renberg aus grauem, zuweilen röthlich und gelb gefärbtem, 
schuppig -körnigem Gyps von Cartuja, westlich vom Kloster 
Zos Angeles, nordwestlich von Malaga erwähnt. Ferner ver- 
dienen Erwähnung die am Grunde der Lagune von Fuenk- 
Piedra und anderer ähnlicher in derselben Provinz in Millio- 
nen von Exemplaren sich bildenden Schwalbenschwanz -Zwil- 
linge [Calderön]. — Im oberen Cambrium der Alpujarras 
wechsellagern linsenförmige Massen von Gyps mit Kalken und 
Schiefem und schliessen eine grosse Anzahl von Mineralen, 
z. B. Schwefel. Flussspath, Quarz ein, die durch Emanationen 
entstanden sind [Barrois und Ofpret]. In Benimar begleitet 
Gyps Flussspath und Serpentin. ■— Im marinen Tertiär der 
Provinz Almeria ist Gyps ebenfalls vielfach vertreten. Linsen- 
förmige Krystalle finden sich in der Sierra de Gador; in dem- 
selben Gebirge zu Berja [fälschlich in die Sierra Nevada ver- 
legt bei Leonh., 264] bildet körniger Gyps „einen mäch- 
tigen, mit Dolomit bedeckten und durch Thonschiefer be- 
grenzten Stock; im Gyps grössere und kleinere Bruchstücke 
des von ihm durchbrochenen Thonschiefers." In der Sierra 
Alhamillu ist Gyps in Begleitung von weissem Phosphorit be- 
kannt. Mächtige Bänke bildet er in der Schlucht von Los 
Yesares. Krystallgruppen weissen Minerals von prächtiger 
Grösse und Ausbildung stammen von El Pilar de Jarahia [Esc. 
Min. Madrid]. Grosse Lamellen von späthigem Gyps liegen 
im Thon von Pulpi, Gilechar, Tijola u. s. w. 

In ganz Andalusien ist der Gyps ebenso wie in den Py- 
renaeen auch in Verbindung mit den Ophiten vorgekommen. 
An der Meeresküste sind Krystallsande aus diesem Mineral 
bekannt [Leonh., 259]. 

Grosse Brüche zu Frailes, Prov. Jaen, 

Murcia, Ausgezeichnete, wasserhelle Krystalle von 10 
bis 15 cm Länge finden sich in strahligen Gruppen vereint in 

14* 



212 

der Sierra de Cartagena; auf der ebenda gelegenen Grube Con- 
chüa bei Cartagena sind Alabaster von prächtiger Klarheit 
gefunden Zwillinge von Prismen, die nach dieser Fläche 
gestreckt sind, werden von Lorca erwähnt; einige derselben 
enthalten kleine, aber gut ausgebildete Krystalle von Schwefel 
im Innern [Vilanova; cf. pag. 5] Auch Zwillinge der 
Schwalbenschwanzform und grosse, späthige Spaltstücke haben 
sich in dem Revier von Lorca, in der Sierra de Enrnedw, vor- 
gefunden. Blätterig, Bleiglanz einschliessend, zu Mazarrön, 

Valencia, Namentlich in der Trias verbeitet; kömig, 
von vorzüglicher Güte zu Ninerola und Portaceli; Alabaster 
ebenfalls zu Niüerola und Picasent — In der Provinz Alicante 
kommen Krystalle auf der Gypsgrube von Torrelapaja vor, die 
am Ende verdoppelt oder mehrfach nach der Spaltung aufge- 
blättert sind, ohne dadurch im Glanz oder dem gewöhnlichen 
Aussehen geändert zu sein. 

Portugal. Choffat führt den Gyps als ein Charakte- 
risticum der typhonischen Bildungen des Königreiches auf und 
nennt als Fundorte unter anderen Cecimbra, Carvide, Tavira, 
In Turon-Mergeln von Mamaroza liegen Krystalle von einigen 
Centimetern Länge; in rothen Senon-Mergeln zahlreiche Körner. 
P.-GoMES [205] gibt das Mineral an von der Grube S, Domingos 
in Älgarve, In Ausblühungen auf der Grube Malhada und auf den 
Gruben von Queimadas (Alcoutim im Culm). Äleucarce (Soure), 
S. Martinho do Porto , Obidos, L^eiria, Serra d'El-rei, Cecimbra 
(Unterer Lias). Cabo de EspicJiel (Untere Kreide). Tunnel von 
Lissabon, Barcarena (im Cenomau). Gegend von Gandara (Ga- 
rumnien), 

Epsomita. Bittersalz. Epsomite. 

(Sal de la Higruera.) Werner. (Sa! amargro.) 

Rhombisch-hemiedrisch. 0,9902 : 1 : 0,5709. 

1799. Proust: Anal, de Eist, nat., I, 145. 

1833. Stromeyer und Haubmann: Nachr. d. Königl. Ges. d. Wissensch. 

GöttiDgen. 

1872. Vilanova: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, I, Act. 4. 

1876. Palacios: Resen. geol. prov. Zaragoza, 98. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIV, Mem. 343. 

1899. Fernandez-Navarro: ibid., XXIX, Act. 102. 

Analyse des Epsomit von Calataytid nach Stromeyer: 

SO» MgO H^O 
31,899 16,495 51,202 = 99,596. 



213 

„Spanien ist unwidersprochen die an natürlichen Salzen 
reichste Gegend .... ich brauche nur an Salpeter und Bitter- 
salz, vitriolo de magnesia, die wesentlichsten Salze der 
Halbinsel, zu erinnern** [Proust]. Thatsächlich besteht dieser 
Ausspruch in Bezug auT das letztere Mineral noch heute zu 
Recht, welches, trotz der Vorkommen Sibiriens, in den Steppen- 
gegenden nirgends so reichlich gefunden wird. Die Wände 
der Gebäude in bestimmten Gegenden, die älteren Gruben- 
bauten, sind damit bedeckt und vor allem ist es gelöst in den 
Quellen jener zumeist den Süsswasserbildungen des Miocän 
angehörenden Gegenden. 

Catalonien. In den Steppengegenden in seidenglänzen- 
den Fasern. 

Aragonien. Proust beschrieb als der erete die präch- 
tigen, seidenglänzenden Fasern, welche im Frühjahr gewisse, 
weit ausgedehnte Gegenden der Prov. Zaragoza bedecken. In 
Calata^ud hängen sie von den Decken der Höhlen herab. 
Auch in Eueda de Jalön, 

Castilien. An zahllosen Punkten entweder für sich allein 
oder im Gemenge mit anderen Salzen, namentlich mit Natrium- 
sulfat, im Thon. In der Prov. Madrid sei unter den vielen 
Vorkommen dasjenige im Bitterwasser von Capa Negra, 
dicht bei Vacia Madrid hervorgehoben; Paracuellos ist ein Punkt, 
wo es im festen Zustande gewonnen wird. — Tembleque, Prov. 
Toledo, als Ausblühungen und in Quellen. — In der Mancha 
sind fast sämmtliche Gewässer, wenn sie nicht ganz oberflächlich 
sind, bittersalzhaltig in stärkerem oder schwächerem Grade. 

Andalusien, Wie in anderen Provinzen auch hier als 
Ausblühung des Bodens nach starken Regengüssen verbreitet 
[Proust]. — In grosser Menge in derselben Form in den Ein- 
schnitten am Eingange zur Grube Bmn Yiento Corre in der 
Sierra de Gador, Prov. Almeria [F.-Navakro]. 

Murcia, Als seidenglänzender, faseriger Absatz aus den 
Quellen des Königreiches [Hauy. II, 55]. Cartagena [Groth, 
153J. -7- ViLANOVA erwähnt die gleiche Form in Begleitung 
von Dysodil (Kohle) von Helliny Prov. Albacete. In derselben 
Provinz sind auch noch La Higuera und Petrola viel genannt, 
namentlich der erstere Ort, so dass unter dem Namen Sal de 
La Higuera in fast ganz Spanien der Epsomit 'verstan- 
den wird. 



214 



Croslarita. Zinkyitriol. Goslarite. 

Haidikger. 
Rhombisch -hemiödrisch. 0,9807 : 1 : 0,5631. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. y Geogr. de Esp., 26. 

Pyrenaeen, Von besonderer Schönheit zu Oyarzun in 
Guipuzcoa [Leonh., 535]. 

Andalusien, Mit Kieselzinkerz in grauer Blende von 
Peüaflor, Prov. Sevilla [U. S. Sevilla]. 

Murcia. Auf der Grube Genave am Ufer des Segura mit 
einem Zink und andere Metalle enthaltenden Erze [Bowles]. 



Morenosita. Nickelvitriol. Morenosite., 

Cronstedt J758. 

Rhombisch. 0.9815 : 1 : 0.5656 (künstl. Kryst.). 

1851. Casares t Algibar, M.: Rev. miDera, II, 305. 

Galtcien. In Begleitung des Nickelsmaragds und Magnetits 
auf der Grube Manolüa am Caho Ortegal, Prov. Corufla, in 
der bekannten P^rm des natürlichen Minerals [Casares]. 



Melanterita. Eisenvitriol. Melanterite. 

(Caparrosa verde.) (Yitriolo verde.) 

Monoklin. 1,1828 : 1 : 1,5427; ß =: 75« 447«'. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp., 65. 
1884. CoLLiNS: Min. Mag., V, 215. 

Asturien. Als Zersetzungsprodukt von Eisenkies ist der 
Vitriol an verschiedenen Punkten aufgetreten. Zu Fuensanta 
finden sich erdige Ocker, die mit Vitriol und Alaun durch- 
tränkt sind. 

Baskische Provinzen. In den Eisengruben von Yiecaya 
als Kruste auf Brauneisen. Dieselbe ist gebildet von klei- 
nen, meist zersetzten Kry stallen der Combination: oP (001), 

cx)P fllO>, P5Ö (Tol), ooPdb(OlO) [ü. S. Berlin]. Namentlich 
reichlich auch in Bilbao. 



215 

Pyrenaeen, Auf den Vorkonimen von Eisenglanz und 
Eisenspath östlich von Bosofs, Prov. Gerona, sind Ausblühun- 
gen von Eisenvitriol, caparrosa, und Alaun häufig. 

Castilien. Die porösen Alaune verschiedener Fundpunkte 
im Silur, z. B. H Muyo, Prov. Segovia, tragen häufig AusblQ- 
hungen von Eisenvitriol. 

Andalusien, BowLES berichtet, dass seitwärts vom 
Schacht der Grube San Antonio zu Guadalcanal, Prov. Sevilla, 
eine dicke Bank des Minerals sich befinde und dass die Gewässer 
des Pozo Bico daselbst derartig reich daran seien, dass die 
Grubenhölzer mit schönen grünen Krystallen bedeckt werden. 
— In Bio Tinto und den zum gleichen District gehörenden 
Gruben finden sich Kry stalle, Krusten und Stalaktiten von 
Vitriol, der meist kupfer- und zinkhaltig ist, in den Krystallen 
aber die Form der Eisenverbindung beibehält [Collins]. Im 
„Eisernen Hut" der Gruben pflegt auch der Vitriol vorhanden 
zu sein, wenn nicht frei, so doch als Cäment zwischen Braun- 
eisen u. s. w. dazwischengedrängt. 

Portugal. Grube Azeche (S. Pedro de Muel) [P.-Gomes', 205]. 
Bieberita. Kobaltvitriol. Bieberite. 

Sage 1791. 
Monoklin mit ß = 75« 20' (künsti. Kryst). 
Portugal Grube von TeUiadella (Aveiro) [P.-GOMES, 205]. 

Fibrofenita. Fibrofenit. Fibrofenite. 

Prideaux 1841. 

Monoklin? 

PortugaL P.-GoMES [205] erwähnt das Mineral aus dem 
oberen Palaeozoicum von Aljustrel, Grube S. Jodo do Deserto, 

Calcantita. Kupfervitriol. Chalcantite. 

(Caparrosa azal.) (Tltriolo azul.) 

Triklin. 0,5656 : 1 : 0,5507 

a = 82<> 21', ß = 73^ 11', y = 77<^ 37'. 

1884. Collins: Min. Mag., V, 215. 

1888. Gonzales- Tarin: Descrip. prov. Huelva, II, 250. 



216 

Castitien. Zu Eupelo, Villaespina und Campolara, Prov. 
BurgoSy sind Saodsteinschichten mit dem Sulfat durchtränkt, 
das theilweise aus der Zersetzung von kupferhaltigen Eisen-^ 
kiesen, theils auch aus Fahlerz entstanden ist. welche Minerale 
kleine Adern von 0,10 bis 0,60m Mächtigkeit bilden |Naranjo]. 

Andalusien. In krystalliner, etwas strahliger Masse 
von eisenschüssigem Kupfervitriol liegen eingeschlossen kleine, 
unregelmässig begrenzte, reinblaue Krystalle auf einer durch- 
gehenden Zone vereint [U. S. Berlin]. Collins betont, dass 
ihm wohl stalaktitische Formen, nicht aber Krystalle von hier 
bekannt seien (cf. Eisenvitriol). Dagegen erwähnt Groth 
[154] „prachtvolles Aggregat ziemlich grosser Krystalle". 
Auch auf der Grube Tharsis, westlich von JRio Tinto, sind in 
zersetztem Eisenkies und mit Eisenvitriol stalaktitische Massen 
und krystalline Krusten vorgekommen [U. S. Breslau]. 
Namentlich auf den alten verlassenen Grubenbauten des Re- 
viers von liio Tinto sind die tiefblau gefärbten Stalaktiten in 
einziger Schönheit gefunden und bilden sich immer wieder 
neu. Sie werden zur Gewinnung von bedeutenden Mengen 
Kupfers gesammelt, enthalten ziemlich viel Eisen und haben 
das sp.ec. Gew. 2,2 bis 2,3. 

Murcia. Kömig krystalline Massen mit Eisenvitriol, 
Kupferkies u. s. w. vom Cerro Minado [U. S. Breslau]. 

Portugal. Als Zersetzungsprodukt von kupferhaltigen 
Kiesen findet sich Kupfervitriol, vitriolo azul, auf den Gruben 
Ä Doniingos und Aljustrel [P.-GOMES, 205], 

Brocantita. Brochantit. Brochantite. 

L6vY 1824. 

Rhombisch. 0,7739 : 1 : 0.4871. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 215. 

Andalusien. Gewöhnlich derb, doch auch mit Eisen- 
Kupferkies in dünnen Ueberzügen. die wohl einzelne Krystall- 
flächen tragen, aber keine messbaren Krystalle liefern, auf der 
Bio Tinto-Gruhe [Collins]. — Stark vertical gestreifte Prismen 
mit kleinen, glänzenden Krystallen von Anglesit auf zersetztem 
Eisenkupfererz von der Grube Oriadero, Barranco Binahbo? 
Sierra Almagrera [U. S. Berlin]. 

Portugal Grube S. Domingos [P.-GoMES, 205]. 



217 



Alumbre. Alaun. Alumen. 

(Piedra alambre«) (Pedra harne«) 

Regulär. 

1782. BowL£2s: Introd. Hist. nat. de Esp., 84, 421. 

1850. VON Beust: Zeitschr. d. D. geol. Ges., IL 

1851. Naranjo: Rev. minera, II. 

" 1862. Pellico: Mem. geol. sobre distr. miner. de Almagrera y Murcia. 

1868. Botella: Descrip. geol. -min. prov. Murcia y Albacete. 66. 

1892. Almera: Cr6n. cientif. Barcelona. 

1894. Quiroga: üebersetzung v. Tschermak*s Miner., 887. 

1895. Calderön: Anal Soc. Esp. de Hist. nat., XXIY, Act. 6. 

1896. Mallada: Explic. Map. geol« de Esp., II, 503. 

Galicien, Von den zahlreichen Ortschaften, bei denen 
Alaun aus silurischen Zeichenschiefern ausblüht, seien in der 
Provinz Orense Yaldemras, NaraJno, 22 km sQdlich von Bivadeo, 
und die Umgebung des Baches von Vüar de Geos, nordwestlich 
Von Querefio an der Grenze gegen El Yürzo, angeführt. 

Asturien, Efflorescenzen in der Nähe der schwefelhal- 
tigen Therme von Buyeres de Nava und in den Thonen von 
Fuensantu mit Eisensulfat in gleicher Form. 

Catalonien. Mit Schwefel in palaeozoischem Alaun- 
schiefer auf San demente de Llobregaf und eocäne Mergel zu 
Granera imprägnirend. Beide Lokalitäten in Prov. Barcelona, 
In den Thonschiefern von Eiera de Salom bei Mas und Colome 
(Sant Climent); Font de San Bartolom^, Santa Creu d'Olorde u. S. w. 
[Almera]. 

Aragonien, Wichtiger als die bisher erwähnten Fund- 
orte sind die Ablagerungen von Alcaflü, Ariflo, Alloza und 
anderen Punkten der Prov. Teruel, wo das Mineral nicht nur 
in Form von Efflorescenzen auf tertiärem Qyps und Macigno, 
sondern auch in Höhlen und Ausschachtungen, sog. meneras, 
gewonnen wird. Lignite aus der Kreide unmittelbar unter 
dem Tertiär enthalten ebenfalls Alaun und werden von ihm 
sowie von Eisenvitriol durch Erwärmen befreit, bevor sie als 
Heizmittel Verwendung finden. Dieser Alaun ist ziemlich rein 
und wird neuerdings wieder zu Alcafiiz gewonnen. 

Leon und Castilien. Ausblühungen aus palaeozoischen 
Schiefem finden sich zu Vülanueva de la Sierra, Prov. Sala- 
manca, zu El MuyOy Becerril u. s. w., Prov. Segovia, zu Tamajön^ 
Prov. Guadalajara, 



218 

Andalusien, Die feinen, blauen Thone pliocänen Alters 
im Thale des Cruadalquimr in den Provinzen Sevilla und Htieka 
sind mit unmerkbaren Theilchen von Markasit durchsetzt, 
die bei der Verwitterung in Folge von Feuchtigkeit Eisenvitriol 
und Alaun hervorbringen, welche letzteren als EfSorescenzen 
erscheinen und ausgebeutet werden [Caldebon]. 

Vom CaJ)o de Gata wird Alaun unter gleichen Verhalt- 
nissen erwähnt, wie zu Mazarrön^ Prov. Murcia [Brit. Mus. 
London]. 

Murcia. Der richtige Alaunstein, piedra alumbre, ist 
in den andesitischen Gegenden von Mazarr&n schon seit alter 
Zeit bekannt; das Vorkommen gleicht dem von Tolfa in Italien. 
Früher waren recht viele Werke in Betrieb, doch heute wer; 
den nur noch die als Pedreras Viejas und Pedreras Nuevas be- 
nannten in Thätigkeit gehalten. Meist ist es ein stark mit 
Eisenoxyden vermengter Alunit, der verarbeitet wird, doch 
zuweilen kommen auch zarte Faserbildungen vor. die Klap- 
ROTH als Halotrichit bezeichnete, und die in der dortigen Oe- 
gend als Federalaun, alumbre de pluma, bekannt sind. [Esc. 
Min. Madrid, Stufen von ausgezeichneter Beschaffenheit bis 
zu V> cbm.] Am Cabeeo JRajado scheint auch eine Zeit lang 
Alaungewinnung stattgefunden zu haben; auch hier liegt der 
Alaunstein in andesitischen Gesteinen [Bovstles]. 

In Botella's Abhandlung findet sich eine Abbildung von 
der Ausschachtung, welche die Gewinnung des Alaunsteins 
hervorgebracht hat, nachdem sie seit dem 15. Jahrhundert in 
Betrieb ist. Diese Darstellung giebt eine Idee von der Menge, 
welche hier gefördert wurde. .Eine Concession von 1462 be- 
schränkt die jährliche Ausbeute auf 40000 Centner, von de- 
nen der vierte Theil in den Gerbereien des Landes verbraucht, 
während der Rest nach England, Holland und Deutschland 
exportirt wurde. Jetzt ist die Gewinnung sehr reducirt wor- 
den, nachdem andere Quellen für die Bereitung von Alaun 
nutzbar gemacht worden sind. 

Portugal Im oberen Palaeozoicum der Grube 8, Do* 
mingos, Prov. Algarve y findet sich die faserige Varietät [P.- 
GoMES, 205]. 

Jarosita. Jarosit. Jarosite. 

BRErrHAUFT 1S52. 

Rhomboßdrisch. 1 : 1,4533 berechnet nach Kante = 88* 58'. 

1862. Breithaupt: Berg- u. hüttenm. Zeitg., XI, 68; auch Rev. minera, II. 
18ö4. Feuber: ibid., XXllI, 10. 

1872. Zerrbnner: Zeitschi-, d. D. geol. Ges., XXIV, 167. 



219 

Analysen des Vorkommens aus dem El Jaroso - Gang in 
Sierra Älmagrera, Prov. Almeriou 1. nach Richter [bei Breit- 
haüpt]. 2. nach Ferber. 

SO» Fe*0» APO« K*0 Na«0 H^Ö 

1. 28,8 52,5 1,7 6,7 — 9,2 = 98,9 

2. 31,76 49,24 1,25 5,90 0,80 11,25 = 100,20 

In Abänderung resp. Ergänzung der bei. Naumann-Zirkel 
[565] gegebenen Charakteristik sei angeführt, dass Breithaupt 
das spec. Gew. = 3,256, die Härte = 4 — 5 giebt. Strich 
ist deutlich ockergelb. 

Andalusien. Besonders auf den Gruben Observaciön, Es- 
peranza, Carmen und Estrella am Südabhang der Sierra Alma- 
grera in der Schlucht El Jaroso, Kleine Ery stalle, von 

oß (0001)_rait ß (lOTl) auch wohl mit Vioß(lOT.lO) oder 

Vieß (101.16) umgrenzt, auf dichtem Rotheisenerz und Braun- 
eisenerz, die aus Eisenspath entstanden sind, in Begleitung 
von Zinkosit und Zinkazurit. Nach Groth [156] sind die 
nach oß tafelförmigen Kryställchen aus dem Barranco Jaroso 

noch von R und — 2 R (0221) umgeben. Das von Ferber 
analysirte Mineral fand ich in einer Sammlung mexicanischer 
Silbererze, doch „kann Niemand, der das hiesige Vorkommen 
genau kennt, bezweifeln, dass dasselbe aus der Sierra Alma- 
grera stammt". Ferber gibt als Begleitmineral auch noch 
den Quarz an, der „sonst in den Gängen der Almagrera selten" 
ist, dessen Vorkommen Breithaüpt direct verneint. Auch die 
Stufen der U. S. Breslau, Esc. Min. Madrid und des Brit. 
Mus. London bilden eine drusige Ueberrindung auf Quarz. 
Zerbener, der keine Krystalle mehr erhalten konnte, da nach 
Aussage des Bergverwalters Vogel die alten Baue, die seine 
Fundstätte bildeten, verbrochen seien, führt an, dass beim 
Spalten der krumm- und geradschaaligen Hämatitstücke nach 
dem Schaalencontact, sich in diesem Muttergestein des Jarosit 
noch neue, mit Erystallen ausgekleidete Zwischenräume aus- 
findig machen lassen. 

Copiapit. Gelbeisenerz. Copiapite. 

Breithaupt 1882. 
Hexagonal? 

Portugal Valle da ürsa (Ferreira do Zezere) und Car- 
voeiro (Belver). Im oberen Silur als Zersetzungsprodukt der 
Kiese im Zeichen- und Alaunschiefer [P.-Gomes, 205]. 



220 
Linarita. Linarit. Linarite. 

Aloer-Phillips 1844. 

Monoklin. a : b : c = 1,7161 : 1 : 0,8296 

ß = 77*23'. 

1862. Breithauft: Rev. minera, III. 

Andalusien. Linarcs, Prov. Jaen, kleine, 1 — 2 mm lange 
Kryställchen von tiefblauer Farbe mit Zinkblüthe und Eisen- 
erzen in Drusen eines zersetzten Eisenkieses [U. S. Breslau]. 
Die Kryställchen haben die gewöhnliche Oombination. Dies 
Vorkommen ist seit langem erschöpft. 

Mürcia. JParman b. Cartagena, derb mit Aurichalcit, 
Zinkblüthe, Caledonit, Zinkblende [U. S. Breslau ded. Ferbeb, 
Brit. Mus. London]. Ein Exemplar mit kleinen, aber sehr 
scharf ausgebildeten Kryställchen von Cartagena [Esc. Min. 
Madrid]. 

Portugal Quinta da Täborda (Elvas) [P.-QoMES, 205]. 



Caledonita. Caledonit. Caledonite. 

Beudamt 1832. 

Rhombisch. 0,9163 : 1 : 1,4032. 

1856. Inza: Rev. minera, V, 684. 

Santander. Tafelförmige Krystalle in Drusen in rothem 
Kieselzinkerz (?) von Comälas [Naranjo, 369]. 

Leon. Bleierzvorkommen von Lasacio, Prov. Zamora 
[Naranjo, 369]. 

Castilien. In Begleitung von Blei- und Silbererzen sind 
zu Los Donadias, Revier Almodovar dd CampOf Prov. Oiudad 
Beal, durchscheinende oder perlmutterartige Krystalle vorge- 
kommen [Inza]. 



Uranocre. Uranocker. Uranocre. 

Werner. 
Portugal Grube Tapada düAyres (Sahugosa) [P.-Gomes, 205]. 



22t 

6. Chromat. 

Crocoita. Rothbleierz. Crocoite. 

Werner 1774. 

Monoklin. 0,9603 : 1 : 0,9171; ß = 77^ 27'. 

Andalusien. Kleine Kryställchen ia einer Geode von 
Linares, Prov. Jaen. 

Murcia. Winzige Individuen in Begleitung von Cerussit 
von San Juan Bautista, Garlanzal, Revier von Cartägena 
[Esc. Min. Madrid]. 



7. Molybdate und Wolframate; Uranate. 

a. Molybdat 
Wulfenita. Wulfenit. Wulfenite. 

Haidimoer 184L 

Tetragonal-pyramidal-hemiödrisch. 1 : 1,5771. 

1830. Boussingault: Ann. Chim. Phys., XLV, 825. 

1889. Calderön y Chaves : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XVIII, Act. , 1 09. 

1895. Mallada: Explic. Map. geol. de Esp., I, 170 u. 822. 

1900. MuMOZ DEL Castillo: La Farmacia espi 

Analyse des Wulfenit von Paramo Rico [Boüssingaült]. 

PbO = 73,8 entsprechend 

MoO» = 10,0 56,7 Bleimolybdat 

CO^ = 2,9 17^5 Bleicarbonat 

HCl =1,3 5 4 Bleiphosphat 

P»05 = 1,3 3,6 Bleichromat 

CrO» = 1,2 6,6 Chlorblei 

Fe^O« = 1,7 7,6 Gangart 

APO» = 2,2 0,7 Bleiglanz im Ueber- 

®^^ ^^ ^'^ schuss. 

98,1 
Spec. Gew. 6.00. 

Pyrenaeen. Im zersetzen Syenit bei Montuosa baja im 
Paramo Ricoy Pamplom, 3800 m über dem Meere, kleine, 
grünlich gelbe Concretionen der obigön Zusammensetzung, deren 
Hauptbestandtheil in Bleimolybdat besteht 



222 

Leon. Wulfenit pflegt auf den Bleiglanzen aus der Prov. 
Zamora Krusten zu bilden und von gelblich weisser Farbe 
mit Wachsglanz in den Cerussiten von Losacio vorzukommen. 

Estremadurd, Kleine Kryställchen, Pyramide mit Basis, 
begleiten den Vanadinit und Pyromorphit aus dem Revier Santa 
Maria, Prov. Badajoz [Münoz del CastilloJ. 

Andalusien. Auf der Grube Socorro bei Linares, Prov. 
Jaen, finden sich sehr häufig prächtige, tafelförmige Krystalle 
aufgewachsen. Bei weit vorherrschender Basis ist noch V» P 
(113) an den honiggelben Individuen vorhanden. Glasglänzend. 
Spec. Gew. = 6.5. [Mus. bist. nat. Madrid, Brit. Mus. London, 
S. Pol. Aachen]. 

Auch auf den Gängen El Madroüal und San Boque im 
gleichen Grubenrevier haben sich Wulfenite gezeigt. — In der 
Prov. Sevilla sind Krystalle von El RonquiUo mit Bleiglanz 
bekannt [Mus. hist. nat. Madrid]. 

Im granitischen Gebiet der Prov. Malaga wird die Sierra 
de Mijas als Fundort genannt [Prolongo nach Naranjo, 176]. 

In der Prov. Granada kommen denen aus dem Revier 
Linares ganz ähnliche Exemplare auf den Gruben Paca und 
Sarmiento bei Quentar vor [Esc. Min. Madrid und Mus. Hist. 
nat. Madrid] und in der Sierra de Baza begleiten sie Malachit 
und gelegentlich auch andere Minerale. -- Auf der Grenze von 
der Prov. ömnada, gegen Almeria ist die Sierra de Oria ge- 
nannt und in Almeria selbst hat Mallada Wulfenit zuweilen 
mit Cerussit zusammen aufgefunden am Cdbo de Gata. 

Murcia. Cartagena gilt als Fundort für Stufen im Brit. 
Mus. zu London. 



b. Wolframate. 
Scheelita. Scheelit. Scheelite. 

v. Leonhard 1821. 
Tetragonal, pyramidal-hemiedrisch. 1 : 1,5356. 

1894. Quiroga: Uebersetzung von Tschermak*s Mineralogie. 

Navarra. Vor hundert Jahren entdeckten zwei Che- 
miker, die Gebrüder Elhuyar beim Studium der Eisenerze in 
der Provinz den Tungstein* tungsteno, und gaben einige Fund* 
punkte desselben in den Pyrenaeen an. 



223_ 

Castilien. Nach Garcia -D. findet sich der Scheelit. 
wenngleich selten, in den Gruben you Garganta bei Buitrago, 
Prov. Madrid. 

Andalusien. Aus dera Distr. Linares, Prov. Jaen, führt 
Naranjo [239J ein Exemplar an, ohne genaueren Fundort zu 
nennen. Von der Nuestra Seflora de los Dolores, Revier von 
JEstepana, Prov. Malaga, stammt ein vorzüglicher Krystall von 
1 V» crn Höhe, wachsfarben. durchscheinend [Esc. Min. Madrid]. 
Abgerollte Fragmente aus einem Weingut in demselben Revier 
fand Orüeta und beschenkte damit die Sammlungen der Esc. 
Min. und des Mus. Hist. nat. Madrid. 

Portugal Auf der Grube Tapada (Salugosa) [P.-Gomes, 204J. 



Wolframita. Wolframit. Wolframite. 

Brbithaüpt 1832. 

Monoklin. 0,8300: 1 : 0,8678; ß = 89<^ 32'. 

1799. Proust: Anal. Hist. nat, I, 135. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, lO.ö. 

1886. Seligmann-Dölter: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XI, 349. 

1895. Mallada: Explic. Map. geol. de Esp., I, 176 u. 647. 

Analyse des Wolframit von der Sierra Alraagrera [Dölter]. 

MnO FeO WO* (berechnet) 

3,15 19,95 74,71'= 97,81 

entsprechend einer Mischung von 5 — 6 Fe WO* -f 1 MnWO^ 

Galicien. Die Granite von Rivadavia an den Ufern des 
Tambre, Carbajosa, Penonta [Mus. Hist. nat. Madrid], Puebla 
de Caramifialy Insel Arosa und verschiedenen anderen Orten 
Galiciens und der Prov. Zamora haben als Begleiter von Zinn- 
stein und Turmalin Wolframit geliefert. In der Prov. Pontevedra 
fanden sich Krystalle mit glänzenden Flächen, unter denen die 
Symmetrieebene gross ausgebildet war zu Fontas, und am 
Monte Balsidrön ein grosses Exemplar mit einigen deutlichen 
Flächen [Esc. Min. Madrid]. Ebenda haben die Gruben Tiro 
und Sidon, im Revier Carhia, im Jahre 1 899 50 Tonnen Zinn 
und 19 Wolfram gefördert. — In Orense beginnt man jetzt 
in den Gruben von Rivadavia mit dem Bergbau. Die Aus- 
beute war 1 Tonne im Jahre 1899. In GoruM sind die 
Gruben Edita und Phanicia im Revier Lousame in Betrieb 
gesetzt. 



224 

Lebn. Die Wolfram führenden Quarzgänge setzen von 
Galicien nach der Prov. Zamora hinein fort; Carhajales, Prov. 
Zamora [Mus. Hist nat. Madrid]; in der Prov. Salamanca ist 
das Mineral im Gneiss von Hinojosa de Duero auf den Zinn- 
steingruben vorgekommen. 

Zu Navasfrias, Prov. Salamanca. werden die Erzgänge mit 
zunehmender Tiefe ärmer. Kürzlich hat man neue Funde an 
verschiedenen, entfernt gelegenen Orten dieser Provinz ge- 
macht — unter diesen zu Vitigudino. Die Bedeutung dieser 
Aufschlüsse ist noch nicht bekannt. 

JEstremadura. Proust erwähnt zuerst das Vorkommen 
von Wolframit in Estremadura, indem er berichtet, dass sich 
derselbe in riesiger Menge auf einer Besitzyng des Marquis 
DB Hinojosa fände. — In neuerer Zeit sind in der Prov. Cd- 
ceres, GarroviUas und Äcebo an den Grenzen gegen Salamanca 
und Portugal Wolfram vorkommen festgestellt; das Mineral 
findet sich auf Turmalin führenden Quarzgängen, die den 
Gneiss in verschiedenen Richtungen durchkreuzen. In dem 
grobkörnigen Granit daselbst und zwar im Contact mit dem 
Thonschiefer kommen Gänge von 30—35 cm Breite mit milch- 
weissem Quarz vor. Hierin finden sich Nadeln von Wolframit 
und manchmal Krystalle von 8 cm Länge oder Krystallgruppen. 

Valencia de Alcäntara, Cavchai de Vi Muela, Trampal, 
Montanchez und Pedroso, Prov. Cdceres, mehrere kleine Gänge. 

Aus der Nähe yonZalamea, Prov. Badajo^y erhielt Tenne 
durch Herrn Wilckens einige Spaltstücke von rundlichen 
Wolframiten zugesandt, die aus einer lockerkörnigen Matrix 
stammen sollen. Die Körner der Matrix sind unter dem Mi- 
kroskop sehr stark pleochroitisch, raucbbraun bis schwarz, 
haben das spec. Gew. = 3,29; danach und nach den chemi- 
sehen Reactionen liegt ein Turmalinfels vor. 

Ca stillen. Vorgekommen in der Sierra de Gredos, Prov. 
Avila. — Zu Hoyo de Manzanares, Prov. Madrid, in Begleitung 
des Zinnsteins des granitischen Gebietes in blätterigen Frag- 
menten [Prado]. 

Andalusien. Eine Stufe von der Sierra Almagrera, Prov. 
Almeria, trug einen kleinen, flächenreichen Kvystall normalen 
Wolfi*amits [Dölter], an dem Seligmann folgende Combina- 
tion feststellte* 

,oP (001)^ 00 p"ö5 (100), 00 P 00 (010), 00 P (110). 00 P 2 (210). 
i/2Pä(102), Poo{011), V«P(112), Pail), -P(lll). 

2P2(r21), -2P2(121), -2P2(211), -3P|(321). 



225 



Das Axenverhältniss ist nach den Messungen Sel^gmann's 
von dem oben citirten etwas verschieden, er fand: 

0,8214:1:0,8711; ß = 89<»34'. 

Zu Navalmoneda bei Marmotejo, Prov. CdrcMni, bat man 
kürzlich grosse Krystalle im Quarz entdeckt [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Nach der Bergwerksstatistik für Spanien wurden im Jahre 
1899 im Ganzen 151 Tonnen, im Jahre 1900 1958 Tonnen 
Wolframit gewonnen und zwar vertheilen sich dieselben in fol- 
gender Weise: 







1899 




1900 




Tonnen 


Werth in Pesetas 


Tonnen 


Werth in Pesetas 


Cdceres . . 


. 10 


2475 


26 


6450 


Oorufla . . 


. 10 


2500 


1860 


462500 


Orense . . 


. 1 


735 




. 


Pontevedra 


. 130 


65000 


82 


32720 



151 



70710 



1958 



501670 



Portugal. Braganm und Sierra de EstreUa, Ferner 
nach P.-GoMES [204] Grube Bebordosay Distr. Porto y Laborim 
(Villa Nova de Gaia), Carvalhal da Estanho und Bodiosa, 
Distr. Viseu, Lamego, Logär da Borrcdhaj Logar de Fönte 
Tinta (S. Pedro do Sul), S. Margarida (Proenga a Velha). 
Grube Quarta-feira (Sdbugal). 



Ferberita. 



Ferberit. 

Breithaüpt 1868. 



Ferb6rite. 



Derb, körnig mit einer deutlichen Spaltbarkeit. 

1863. Liebe: Neues Jahrb., 641. 

1864. Rammelsbebg: Mon. Ber. d. Akademie zu Berlin. 

Das bekannte Vorkommen von der Sierra Älmagrera wurde 
von Liebe (1.) und von Raümelsberq (2.) untersucht. 



1. 


2. (Mittel aus 3 Anal 


SnO*. . . 0.14 


0.16 


WO» . . . 69.13 


69,27 (69,49-69,88) 


FeO . . . 22,96 


26,- 


MnO . . . 2.98 


3,- 


CaO . . . 1,73 


1,57 


MgO . . . 0,42 





, A1«0» . . 1,15 




Eisenhydroxyd 1,39 




99,90 ») 


100,00 



*) Bei Liebe noch Spuren von Untemiobsäure und BeryUerde. 

15 



226 

Andalusien. Breithaupt beschrieb das Mineral zuerst 
und bestimmte ausser den oben angegebenen Daten noch 
H. = 5 bis 57*; spec. Gew. = 6,801. Strich bräunlich- 
schwarz. Die Körner sind metallglänzend und kommen mit 
Quarz zusammen auf Adern in Thonschiefer vor; auch un- 
regelmässig stängelige, schwarze Aggregate mit einer Spalt- 
richtung finden Erwälmung [Oboth, 62J. 

Portugal Grube Fanasqueira (CovHM) [P.-Gomes, 205]. 

0* Uranat. 
Pechurano. Uranpecherz. Uraninite. 

Werner. 
Regulär. 

Estremadura. In Begleitung des Phosphorit's von Tre- 
bejo, Valencia de Alcdntara, Ätburquerque und Älbalä in krystal- 
linen Biättchen von schöner grüner Farbe, 2 — 3 mm Seitenlänge. 

Castilien. In Begleitung von Kupfererzen gelegentlich 
auf den Gruben Gahpagar und Torrelodones selten [Naranjo, 384] ; 
auch zu Cdmenar Viejo in der Sierra de Guadarrama, Nach 
Garcia-D. hat man dort dieses Erz im Granit beim Tunnel- 
bau von Torrelodones gefunden. 

Portugal. Grube Tapada d'Äyres (Sabugosa) [P.-Go- 
mes, 205]. 



8. Phosphate^ Arsenate und Vanadinate» 

Niobate^ Tantalate. 

a. WaiiseriVeies Niobat 
Columbita. Columbit. Columbite. 

(Bayerina.) Jabossom 1805. 

(Ddefonsit.) 

HAmiKGER 1845. 

Rhombisch. 0.4074 : 1 : 0,3347. 

1847. BRErrHAUPr: Handbuch der Mineralogie, 875. 
1864. Pbado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 105. 

Castilien. Aeusserst selten im Granit von San lUefonso 
und BuitragOy Sierra de Ouadarrama, gefunden. Die Exem- 
plare wurden an Dana gesandt, welcher ihre Zugehörigkeit 
zum Columbit feststellte [Delafosse, II, 628 und Prado]. 



227 

b. Wasserhaltige Phosphate, Arsenate. 
Farmacolita. Pharmakoliih. Pharmacolite« 

Karsten 1800. 

Monoklin. 0,6137 : 1 : 0,3622; ß = 83* 13'. 

1849. Paillette et B^zard: BuU. Sog. g^ol. de France, (2) VI, 575. 

Ästurien. In seidengläDzenden, rosa oder rothen Faser- 
chen auf den Quecksilbererzen des Districtes Mieres. Dicht 
bei La Fefia ist er auf den alten Bauten, in denen die Römer 
Zinnober gewannen, dem Arsenkies und Realgar beigemengt 
[Paillette und Bezard]. 

Pyrenaeen. Im Thal von Gistain, Prov. Huesca. Na- 
RANJO führt das Mineral nur allgemein aus Spanien an als 
gelegentlich auf gewissen Erzvorkommen gefunden. 

Casfüten, In Concretionen von der Grube San Isidro 
bei Guadalix (Madrid) [Mus. Eist. nat. Madrid]. 



Haidingerita. Haidingerit. Haidingerite. 

Türner 1825. 

Rhombisch. 0,8391 : 1 : 0,4986. 

Spärlich als Begleitmineral von Silbererz, Rothnickelkies 
und Speiskobalt in Spanien gefunden [Karanjo, 235]. 

Ästurien. Ein Exemplar von Zinnober mit Haidingerit 
von Mieres [Mus. Bist nat. Madrid]. 



Vivianita: Vivianit. Vivianite. 

Werner 1817. 

Monoklin. 0,7498 : 1 : 0,7017; ß = 75« 34'. 

1849. PAiLLETfE ET BizARD: BuU. Soc.'g^ol. de^^FrancB, (2) VI, 575. 
1884. GoLLiNs: Min. Mag., Y, 215. 

Ästurien. Gelegentlich in Begleitung des Pharmakosi- 
derit von Lena, Aller und Oviedo gefunden [Paillette und 
Bezard]. 

Andalusien. Glänzende, dunkel -blaue Erystalle in 
menschlichen Knochen zu Bio linto, Prov. Huelva, In Erzen 
der Grube tritt Vivianit nicht auf [Collins]. 

15* 



228 

Portugal Grube 8. Damingas ^ Prov. Algarve [P.-Go- 
MES. 206]. 



Eritrina. Kobaltblüihe. Erythrite. 

Monoklin. 0,75 : 1 : 0,70; ß = ca. 75 ^ 

1851. RODRIGUEZ, S.: Rev. minera, II, 586. 

Kommt mit kobalthaltigen Eisenkiesen, Speiskobalt und 
Oxyden von Kobalt an allen för diese Mineralien erwähnten 
Fundstellen in Form von Kobaltblüthe, flores de cobalto, vor. 
Als vorzüglichste Vorkommen seien hier erwähnt: 

Ästurien. Auf Kobaltglanz von Peflamellera [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Pyrenaeen, In radialfaserigen A^regaten auf Kobalt- 
mineralien von Gistain, Prov. Haesca, zusammen mit Nickel- 
blüthe, vorzüglich auf den Mineralien der Halden [Nakanjo]. 

Andalusien. Von El Cerra, Prov. Hudva^ und Sierra 
de FUabreSy Prov. Almeria, in der U. S. Sevilla. Auf dem Erz- 
vorkommen von Molvimr bei Matril^ Prov. Granada, sehr reine 
Krystalle in bündeiförmigen Gruppen [Rodrigüez]. 

Murcia. Lorca [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portugal. Gruben von Palhai und von TelhadeUa, Distr. 
Aveiro [P.-Gomes, 206]. 



Annaberg^ita. Nickelblüthe. Annabergite. 

Monoklin. 

1886. Calderöm: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat, XV, Mem. 140. 
1894. Quiroga: Uebersetz. v. Tsohermak's Mineralogie, 378. 

Asturien. Zusammen mit anderen Nickel- und Kobalt- 
mineralen zu Peflamellera in kleinen Gängen und in grünen, 
nierenförmigen Gestalten mit radialfaseriger Structur; Malachit 
im Ansehen gleichend [Mus. Map. geol. Madrid]. 

Pyrenaeen. Im Thal von Gistain, Prov. Hu£sca, mit 
Kobaltblüthe. 



229 

Andalusien, Erwähnt von Bauen, Prov. JaSn, — Im 
Norden der Prov. Sevilla ist das Mineral ziemlich reichlich 
vorgekommen zu Lora del Rio und auf der Grube Aurora bei 
Penaflor, wo es aus der Zersetzung von Gersdorffit, hervor- 
gegangen ist. Es bildet die Gangmasse für gediegen Gold 
und wird auf der genannten Grube beim Waschen goldhaltiger 
Erde im Rückstand erhalten [Caldbron]. 

Ferner erwähnt von Carratracoy Prov. Malaga, mit Serpentin 
und zuweilen in Benahavis als Ueberkrustung von Graphit- 
knollen beobachtet. 

Portugal Grube Tdhadetta, Distr. Aveiro [P.-Gombs, 206]. 



Cabrerita. Cabrerit. Cabrerite. 

Dana 1863. 
Monoklin. 

1863. Ferbeb: Berg- und hüttenm. Zeitg., XXII, 306. 

Ferber's Analysen gaben folgende Zahlen: 

As«0^ NiO CoO MgO H«0 

42,37 20,01 4,06 9,29 25,80 = 101,53 
41,42 25,03 1,49 6,94 25,78 = 100,66 

Andalusien, Mit Nickelglanz auf einem Spatheisengang 
der Sierra Cabrera, Prov. Almer ia, als feindrusiger, apfelgrtiner 
Ueberzug [U. S. Breslau d. d. Ferber; auch in anderen Samm- 
lungen vertreten]. 



Scorodita« Skorodit Scorodite. 

Breithaupt 1817. 
Rhombisch. 0,8658 : 1 : 0,9541. 

Portugal Auf derbem Arsenkies von Aroma (Alcoutim) 
und in Spalten desselben graugrüne, wenig drusige Ueber- 
züge von Skorodit [U. S. Breslau], 

P.-GoMES [206] kennt die Fundorte Ancora (Vianna do 
OasteUo), Castelloes (Villa Nova de Fanudicao). Grube Panas- 
queira (Covühä). Sonto Redondo, Distr. Aveiro, 



230 

Farma- Pharmakosiderit. ^^?T9^^' 

cosiaenta« HAiDiMasR. cosidente. 

Regul&r, teta*aedri8ch-hemiädrisch. 

1849. Paillette et B&sabd: Bull. Soc. g^ol de France, (2) VI, 575. 

Asturten. Paillette fand den Pharmakosiderit innig 
mit gewissen Eisenmineralien verbunden zu Lena, Aller und 
Oviedo, 



Wavelita. WaveUit. WaveUite. 

Werner. 

Rhombisch. 0,5049 : 1 : 0,3751. 

Portugal. Serra de Portalegre [P.-Gomes, 206]. 



Libethenita. Libethenit. Libethenite. 

Bbeithaüpt 1823. 

Rhombisch. 0,9601 : 1. : 0,7019. 

Portugal Grube von BugaVio, Distr. Evora. Herdade de 
Ärouca (AÜoutim) [P.-Gomes, 206]. 



OliYenita. Olivenit. Olivenite. 

Jameson 1820. 

Rhombisch. 0,9573 : 1 : 0,6894. 

1882. Weisbach: Neues Jahrb., n, 256. 

Asturien, An verschiedenen Fundorten in Begleitung 
von Fahlerz und anderen Kupfermineralen, z. B. in nieren- 
förmigen Knollen von olivengrtiner Farbe zu Onis in einem 
Feldspathgestein [Esc. Min. Madrid]; auch eine „muschelige 
und erdige Abänderung" wird von Asturien durch Hausmann 
[II, 1029] erwähnt. 

Leon. Ein krummblätteriges Exemplar mit intensivem 
sammetartigem Glanz von der Grube Profunda im Revier 
ViUamanin [Esc. Min. Madrid]. 

Andalusien. In Erystallen eingewachsen im Dolomit 
von Motrü, Sierra Alhamiäa, Prov. Ahneria [Weisbach]. 



231 
Conicalcita. Konichalcit. Conichalcite. 

Breithaupt u. Fritzsghe 1849. 
1849. Breithauft und Fritzchb: Pogg. Ann., LXXVII, 189. 

Analyse des Minerals von Hinqjosa de Cördoba [Fkitzsche]. 

As^O^ P*0^ V^O«^ CuO CaO H»0 

30.68 8,81 ^) 1,78 31,76 21,36 5,61 

32,41 — — 31,60 21,82 5,30 

— 9.10 - -- 22,10 5,65 

wonach Rammelsberg [349] als Mittel giebt: 

31,55 8,96 1,78 31,68 21,76 5,49 = 101,22 

Andalusien. Hinojosa de Cördoba^ bisher einziger Fundort. 
Malachitähnlich, traubig und derb; pistaziengrün bis smaragd- 
grün, kantendurchscheinend, splitterig. K,=^b^/A—b^/4,. spec. 
Gew. = 4,123. 



Tirolita. Tyrolit. Tyrolite. 

Rhombisch. 

Asturien. Nach Hausmann [1032] hier gefunden und in : 

Andalusien. Zu Linares, Prov. Jaen. 

Autunita. Kalkuranit. Autunite. 

Rhombisch. 0,9875 : 1 : 2,8517. 

Portugal Tra^-os-Montes, Marväo und CasteUo deVide 
[P.-GoMES, 206]. 

Calcolita. Kupferuranit. Torbemite. 

Tetragonal. 1 : 2,9361. 

1895. Mallada: Explic. Map. geol. de £sp.y I, 176. 

Estremadura. Mit Phosphorit von Treb^o, Valencia de 
Alcdntara, Alburquerque und Albaid bei Montanchez, Prov. Cd- 
cereSy in 2—3 mm grossen, grasgrünen Blättchen. H.-Pacheco 
(Briefliche Mittheilung) hat das Mineral auch in dem ver- 



^) Aus dem Verlust. 



232 

witterten Granit von Montancliez ziemlich häufig gefunden; es 
bildet dort Kryställchen mit vorherrschend entwickelter Basis 
und dem verticalen Prisma und zeigt deutliche prismatische 
SpaJtbarkeit nach dem zweiten Prisma. 

Castilien. Auf den Kupfergruben von Galapagar, Cohne- 
naryo und Torrehdones, Sierra de Guadarrama [Mus Hist. nat. 
Macmd]. 

Portugal Nach P.-Gomes [206] auf der Grube Tapada 
WÄyreß in Sabugosa und zu ViUa Maior in Sabugal vorge- 
kommen. 



Plumbogtimniita. Bleigtimini. Plombgomme. 

y. Leomhabd. 

Hexagonal? 

Andalusien, Eine Stufe mit verschiedenen Bleimine- 
ralien von Barranco de la Torre, Prov. Almeria, enthält auch 
Bleigummi [Esc. Min. und Mus. Hist. nat. Madrid]. 



c. Phosphate, Arsenale, Vanadinate mit Gehalt an Chlor und Fluor. 
Apatito. Apatit. Apatite. 

Werner 1790. 
Hexagonal, pyramid.-hemiödr. 1 : 0,7346. 

1890. Calderon, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIX, Mem. 107—211. 

Diese zusammenfassende Arbeit über die in der Natur vor- 
kommenden Phosphate diente bei den folgenden Zeilen als 
Grundlage. Aus ihr sind die hier angeführten Werke z. Th. 
citirt, z. Th. sind dieselben später erschienen, und die darin 
gewonnenen Resultate sind in die Darstellung eingeflochten. 

1782. BOWLBS: Introd. Hist. nat. d^ Esp., 60. 

1799. Proust: Anal, de Hist. nat, I. 

1866. VON EoKSCHARow: Mat. z. Min. Russland, Y, 89 u. 101. 

1871. Schrauf: Atlas d. Erystaliformen. 

1872. Hörner: nach Ref. in Zeitschr. f. Eryst. u. Min., m, 447. 
1876. Egozcue y Mallada: Mem. geol. prov. Cäceres. 
1878/9. Co88a: nach Ref. in Zeitschr. f. Kryst. u. Min., IH, 447. 
1879. Macpher&on: AnaJ. Soc. Esp. de Hist. nat., VUI, Mem. 287. 
1889. Hoseyns-Abrahall: Inaug.-Diss. Hünchen, Ref. Zeitschr. £ 

Kryst u. Min., XXI, 889. 

1891. Baumhauer: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XVIH, 31. 
— Osann: Zeitschr. d. Deutsch, geol. Ges., 688. 

1894. Zymänyi: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XXII, 332. 

1899. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXVXH, Act, 69. 



233 



Die Analysen krystallisirter Apatite, welche hierunter wieder- 
gegeben sind, sind von folgenden Vorkommen gewonnen. 

1. Caceres, grüne ELrystalle [Egozcüe und Mallada]. 

2. Logrosan [ id. ]. 

3. Estremadura [Pelletier und Donadei, I, 309, citirt 
in Haut, I, 489]. 

4. Cabo de Gata [G. Rose, Pogg. Ann., IX, 1827, 185]. 

5. Desgl. [Ghurch: I. Gh. Soc, (2), 11, 101]. 

HOSKYNS]. 

id. ]. 

8. Spanien, Spargelstein [Vaüqüelin citirt beiHAüT, 1, 489]. 

9. Desgl. [G. Rose citirt bei Hausmann, 1055]. 



6. Jumilla 

7. Desgl. 



P«0«^ 
Cl . . 

r . . 

CaO. « 

FeO. 

MnO 

Na«0 

CO» . 

SiO». 

H«0 . 

Verl. bei 100^ 

Glühverlnst . 



1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 

42,98 41,02 84,0 — 43,66 42,45 41,12 45,72 44,266 

0,19 0,49 0,5 0,557 0,72 — 0,24 — 0,422 

2,67 2,55 2,4 — — 1,86 1,98 — — 

54,87 52,65 59,0 56,30, 54,21 55,90 55,45 54,28 55,300 

^ __ 1,0 _ - -) ^^^^ ^ ^ 



0,30 — 



1,0 
2,0 



— — 0,44 — 



— ——— — 0,09 — — — 

— ———— 0,13 — — — 

4,46 = Al'P'O» + Be»P»08 

101,01 101,17 99,9 — 98,76 100,43 100,30 100,00 99,988 
Spec. Gew. . . — — — 3,285 3,25 — — — — 

Ferner wird von Hörner für den Apatit von JumiUa, 
von CossA für denjenigen vom Cabo de Gata und von Ustre- 
madura ein Gehalt an Didym auf spectroskopischem Wege 
nachgewiesen, wogegen Ger und Lanthan nach Gossa fehlt. 
Bei dem Vorkommen von der Cava Besurecdon, Spanien, stellte 
Gossa fest, dass das Didym chemisch gebunden und nicht etwa 
auf Einschlüsse irgend welcher Art zurückzuführen sei. (Nach 
Galderön giebt es diesen Ort in Spanien nicht.) 

K. ZiMANYi bestimmte für Apatit von Jumüh, Prov. Murcia, 
die Brechungsexponenten und führt auch die von Schrauf 
(Akad. Wien, 1861, XLII, 111) sowie von Lattermann (in 
RosENBüSCH, mikrosk. Phys., 1885, I, 355) erhaltenen Re- 
sultate an: 

Zim. Sehr. Latt. 

D. Linie Na-Licht 

0) =:: 1,637 1,6389 1,6388 

s =: 1,633 1,6344 1,6346 



234 

Leon. Auf den Quarz-ZinnsteingängeQ pflegen sich schöne 
Erystalle von Apatit zu finden, z. B. in San Bomän und Fe- 
reruela, Prov. Zamara. 

Estremadura. Kleine, sowie ziemlich grosse, meist trübe 
Erystalle von weissen, gelben, braunen und grünen, auch 
blauen Farbennüancen , Moroxit = moroxita, und einfachen 

Combinationen [ooP(lOlO), oP (0001) und P (lOll), auch 

00 P (1010), V«P(1012)] liegen in kömigem Kalk in der 
Gegend von Logrosän, südöstlich von Cäceres, oder kommen 
dort mit erdigem Apatit (Phosphorit) vor [Leone., 29]. Auch 
durch Phosphorit cämentirte Krystalle kommen an verschie- 
denen Punkten der Prov. Cäceres vor, so zu Zarm la Mayovj 
Cedavin, Attmrqttergue, Ma^rtida, TrujiUo; bei Mdpartida im 
Granit auch an der portugiesischen Grenze und in Portugal 
Auf der Grube Lirio bei Cäceres finden sich aus unregelmässi- 
gen violetten und weisslichen Zonen aufgebaute Exemplare. 
Die violetten Krystalle, welche am häufigsten sind, haben das 
spec. Gew. 3,04 — 3,41. — Eine dünne Kruste undeutlicher, 
fassfSrmig aufgebauchter Kryställchen auf einem Stalaktiten 
von Phosphorit mit radialstrahliger Structur [U. S. Breslau]. 
Femer kommt auch ein grobkörniger Apatit vor, der hier und 
da als Baustein Verwendung findet (HAt^y, I, 489, citirt aus 
Joum. de Phys., 1788, 241). 

Castilien. Die granitischen Gesteine der Sierra Chm- 
darrama bei Somosierraf Prov. Madrid, enthalten gelegentlich 
ELrystalle von Apatit mit Turmalin, Lepidolith, Topas u. s. w. 
in Drusen. — Der Kokkolith von Riaza^ Prov. Segovia, ist 
reich an Apatit [Qüiroga]. — Schöner, grünlicher Krystall 
von 5 cm im Pegmatit von Miraflores de la Sierra (Madrid), 
Grünlich krystallLi zu GardbaUa {Ouenca) [Mus. Eist. nat. 
Madrid]. 

Ändalui^en. Aus den Feldspäthen im Gneiss der 8er- 
rania de Bonda, Prov. Malaga, werden Apatite beschrieben, die 
in basischen Schnitten durch Infiltrationen segmentirt erschei- 
nen (Macphebson). — Oft rhombisch verzerrte Exemplare der 
Varietät Spargelstein kommen bis zur Grösse von 4 cm bei 
Vera, Prov. AJmeria, vor; an ihnen constatirte Chaves die 

Combination: ooP(10TO), P (lOTl), ooP 2 (1120) und an einem 

Exemplar 2P2 (1121). Spec. Gew. = 3,204. In einem ver- 
änderten vulkanischen Tuff mit Eisenglanz und Ejnoten von 



235 

Calcit treten gelblich grüne, auch braungelbe Erystalle von 
Apatit auf, die ringsum ausgebildet sind und die von den cTm- 
9n^72a-Erystallen her bekannte rhombische Verzerrung zeigen 
[ü. S. Berlin, Haut, I, 489, BtARTMAKN, II, 197), (ob nicht 
von JumiUa?)]. — Apatit in krystallinen Körnern von Cerricas 
Negros (Älmeria) [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Murcia. Ueber 1 mm lange Kryställchen konnte Osann 
aus dem Dacit des Cdheiso de Ventura bei Gartagena isoliren; 
sie sind dunkel braun, zeigen im Schliff kräftigen Pleochrois- 
mus und enthalten viele langgestreckte, schlauchförmige Flüs- 
sigkeitseinschlüsse. Die glänzenden Flächen erlaubten eine 
goniometrische Messung auszuführen; dieselbe ergab: 

ooP:P=10T0:10Tl = 130« 3'. 

Der bekannteste Fundort des spanischen Apatit ist ohne Zweifel 
der in der Nähe von JumiUa, an einem Nebenflusse des Se- 
gwra, nordnordwestüch von Mwrda in der Provinz gleichen 
Namens gelegene. Proust analysirte dies Vorkommen zuerst 
und stellte fest, dass ein Fluorphosphat von Kalk vorlag. Die 
Matrix der KrystaUe, in welcher sie, rundum ausgebildet, ein- 
gebettet sind, ist ein röthlicher andesitischer Tuff mit kleinen 
Knötchen von Kalkspath und glänzenden Blättchen von Eisen- 
glanz, der auch im Apatit als Einschluss auftritt. Die Farbe ist 
ein mehr oder weniger reines Weingelb (Spargelstein = espar- 
raguina), die Combination meist einfach, häu% aber verzerrt. 
V. KoKSCHAROw uud Baumhauer haben goniometrisch gemessen: 

V. EoKSGH. Baumhauer Jerem^jew 

(dtirt 
1. 2. 1. 2. bei Baumhauer) 

10Tl:0lTl =P:P 142n9' 142n9'80" 142<>23Vi' 142<>18' — 

_ _ — — 142^9' 142*22' — 

10J_1:1010 = P:«P — — l3on4V«' — — 

Oin:1010 = P:c»P — — 1080547*' 108 <>52' — 

10U:0()01=P:oP — — — — 139*46'23" 

1011:1121 =P:2P2 — 163<>10'— " — — — 

— 158M1'40" — — — 

Ausser obigen Formen giebt Livv (I, 130) noch an 

00 P 2 (1120), ooPV* (4150), welche letztere er an einem dicken 
isolirten Exemplar fand, das einerseits mit undeutlich krystal- 
lisirtem Kalkspath bedeckt ist. Schrauf bildet [Atlas, XVIII, 

1 u. 2] nur einfache Formen ab. 

Interessant am Apatit von JumiUa ist noch die Eigenschaft, 
dass er beim Erwärmen ausgezeichnet phosphorescirt [Dü- 

FBlfeNOY, II, 396]. 



236 

Portugal P. - Gomes [205] giebt Apatit an aus dem 
Granit von Morvao und Gastdb de Vide und von der Grube 
Panasqueira in Covilhä, 



Fosforita. Phosphorit Phosphorite. 

1791. Pelletier et Donadei: Journ. de phys. 

1876. Egozcüe y Mallada: 1. c. 

1878. Calp-e»ön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., YII, Mem. 35. 

Diese Varietät des Apatit enthält die nicht krystallisirten, 
blätterigen, körnigen, erdigen Substanzen von gleicher chemi- 
scher Zusammensetzung, wenn auch meist verunreinigt durch 
Beimengungen von Quarz, Eisen- und Mangan -Oxyden und 
leitet so bis zu den wesentlich aus Phosphat zusammenge- 
setzten Felsarten, dem Guano und den Bonebed-KaJken, über. 

Chemisch sind die Phosphorite von Estremadura durch 
Egozcue und Mallada [1. c] hauptsächlich untersucht, einzelne 
Bestimmungen stammen auch von anderen Autoren her, so 
von Daubeney oder von Naranjo die Bestimmung des Chlor- 
gehaltes. Danach enthalten diese für die Landwirthschaft so 
wichtigen Naturproducte : 

Grube Constamsa 
Prov. Cdceres Estremadura 

Egozcue und Mallada Daubeney Naranjo 
Ca^P^O» 87,320 

CaF* 6,158 Cl 0,2 0,6 

FeO 1,800 

MnO 0.356 

SiO^ 1,800 

H^O hygrosk. 2,300 

A120S j Spur 

Im Gehalt an Phosphorsäure sind die Durchschnitte etwa 
folgende : 

reichstes Erz Mittel v. Borna- S. AlhamiUa 

V. Beimez Cdceres. chuehs, Logrosdn. b. Älmeria. 
•90 7o 70-83 «/o 70 7o 30—90 «/o 25-30 7o 

(307oSiO*u.Gyps). 

Die Eigenschaft beim Erhitzen, sowie auch beim plötz- 
lichen Erkalten von heisser Temperatur oder beim Hammer- 
schlage zu phosphoresciren, wird namentlich bei den Phos- 
phoriten Estremaduras vielfach hervorgehoben. 



237 

Bei der Entstehung der weit ausgebreiteten mittelspani- 
schen Phosphoritlager spielten nach heutiger Anschauui^ Mi- 
neral-Quellen eine grosse Rolle, durch sie wird die abwech- 
selnde Lagerung Ton Phosphorit mit Quarz (Ceclavin b. Cd- 
ceres) erklärt, ihnen schreibt man auch die Umwandlung von 
Dolomiten und Kalken in Phosphorit zu, wo diese in jene 
allmählich übergehen. Die Einwirkung muss in später geo- 
logischer Periode stattgefunden haben, denn die Kalke, welche 
verwandelt sind, gehen bis zum quartären Alter hinauf; es 
gliedern sich in dieser Beziehung die Vorkommen folgender- 
maassen: 

Archäisch: Gerro del Santo, Prov. Sevilla. 
Silurisch: Santa Eufemia, Prov. Cordoba. 
Devonisch: (Merino, Äliseda, Prov. Cdceres. 
Carbonisch: Beimez und JEspiel, Prov. Cordoba. 
Miocän: Hornachuelos, Prov. SeviUa. 
Quartär: Sierra Palacios, Prov. Cordoba. 

Leon. Im Dorfe Villamoros, Stadtkreis Mansüla, wird 
eine öde Parcelle auf Phosphat-Erde ausgebeutet, die ihr Da- 
sein dem Zerfallen von Knochen diluvialer Wirbelthiere ver- 
dankt, und als vorzügliches Dungmittel den Aeckern zugeführt. 

Estremadura. Entdeckt wurde hier der Phosphorit am 
Ende des 18. Jahrhunderts durch Bowles, der ihn als piedra 
fosförica beschrieb. Bald darauf analysirte ihn Proust und 
stellte durch seine Resultate zum ersten Male fest, dass der 
Phosphorit im Mineralreiche existire. 1791 veröffentlichten 
Pelletier und Donadei die erste Analyse des Phosphorits 
von Logrosdn. 1857 wurde das in Vergessenheit gerathene 
Mineral durch D. Casiano de Prado von neuem aufgefunden, 
und Dank den Untersuchungen von Egozcüe und Mallada 
aus den Jahren 1875 und 1876 kennt man jetzt in dem 29 km 
weiten Gebiete zwischen Zarza la Mayor und Ceclavin mehr als 
20 verschiedene Gänge, die in Granit und cambrischen Schie- 
fern aufsetzen und bis nach Portugal hineinreichen. Die 
Autoren unterscheiden in Estremadura 3 verschiedene Gegen- 
den für das Auftreten von Phosphorit, I grenzt an Cdceres 
selbst, II Umgegend von Logrosdn, weniger Ausbeute liefernd, 
III Umgegend von Valefwia de Alcdntara, nahe der portugiesischen 
Grenze, wo trotz des ärmeren Phosphat-Gehaltes ein sehr flotter 
Betrieb im Gange ist. Auch nach der Art des Auftretens sind 
3 Abänderungen unterschieden, a. Gänge im Granit (zwischen 
Zarm la Mayor und Ceclavin), b, Gänge, welche den Schichten der 



238 

Schiefer folgen (Logrosdnj Caceres und Zar^a la Mayar), c. ün- 
regelmässige Ablagerungen in Verbindung mit devonischen 
Kalken (Calerizo de Caceres^ Stadtkreis Aliseda bei Caceres). 

Die Phosphoritregion von Caceres reicht mit ihren Ver- 
zweigungen auch in die Provinz Badapz nach Alhurquerque 
und Valencia de Älcäntara hinein, wo Gänge von 1,20 bis 
2,70 m Mächtigkeit einen variablen Gehalt bis zu 76 Vo 
erreichen. 

Die Structur der Phosphorite wird als faserig bezeichnet 
(Faser- Apatit) auf Gängen in Granit mit krystallisirtem Quarz 
zu lirujiUo, östl. Caceres [Leonhard, 32], auch körnig, weiss, 
roth und gelb gesprenkelt oder stalaktitisch, weiss, schwärz- 
lich und gelblich geädert [Lävy. I, 140]. Blätterig und faserig 
und begleitet von Quarz zu Logrosän^ südöstl. TrujiUo [Haus- 
mann, 1059], ebendort dicht und in solchen Massen, dass seine 
Benutzung als Bausteine ermöglicht ist [Dufbenoy, Hf 396]. 
Eine nierenförmige Structur an Exemplaren aus JEstremadura 
wie auch an solchen aus Andalusien beschreibt Oaldebön 
eingeheoder; häufig sind härtere Schaalen über erdigem Kern, 
zwischen den Schaalen Dendriten von Eisen- und Mangan- 
Oxyden und auch Kalkspath - Erystallisationen. Im Dünn- 
schliff wechseln dann völlig durchsichtige mit opaken Zonen 
ab, wie bei Dünnschliffen von Achaten. Eine erdige Varietät 
ist ebenfalls häufig. Alle gehen aufspalten und an den Sal- 
bändern oft in körnige, zum Apatit überleitende Structur über. 

In Petrefacten führenden Kalken sind auch diese in Phos- 
phorit übergegangen, doch scheint dabei meist die Form ver- 
loren zu gehen, denn nur in der U. S. Breslau sah Tenne 
dergleichen von Logrosdn, findet sie aber in der Litteratur 
sonst nirgends erwähnt. Hierher gehören vielleicht Knollen 
amorphen Phosphorits, ähnlich denen von französisch-belgischen 
Fundorten, bei Zar/sa, GrarrobiUa und Esparragdlejo, Prov. 
Badajoz. 

Ausser den schon genannten Eisen- und Mangan-Oxyden 
und -Hydroxyden begleiten den Phosphorit auch noch Blei- 
glanz bei Zarm la Mayor^ und Quarz ist ihm oft zum Vortheil 
seiner Verwendung als Werkstein in solcher Menge beige- 
mengt, dass man von Quarz -Phosphorit -Gemengen sprechen 
muss. 

Castilien. Concretionäre Bildungen von Ahnadm^ Prov. 
Ciudad BedL 

Andalusien. Ebenso wie zu Almaden auch am Cerro 



239 

dd SantOy Prov. Cörddbay und in der Prov. Sevilla zu Hör- 
nachuehs nahe der Grenze gegen Estremadura. 

Als Bonebed wird ein Thon mit Phosphatgehalt und 
vielen eingelagerten Knochen von der Sierra PalactoSy Prov; 
Cördoba, aufgefasst [Caldebön]. 

In der Sierra Älhamilla^ Prov. Älmeria, befindet sich ein 
Lager mit Phosphoritconcretionen , unter denen eine weisse 
Varietät ausser Kieselsäure auch noch einen hohen Gehalt 
an Gyps enthält [F.-Navabbo]. 

Auch Guano wird von Almeria erwähnt. 

Das Mus. Hist. nat. Madrid besitzt andalusischen Phos- 
l»horit von folgenden Localitäten: Goncretionär von CastiUo de 
Beimez (Cördcba) und Puehh de los Infantes (Sevilla); faserig 
von Jerejs de la Frontera (Cadiz); lamellar von T^öla (Almena). 

Portugal. Die Zone von Cdceres setzt sich in Portugal 
durch Marväo und CasteUo de Vide, Distr. CasteUo BrancOy 
u. s. w. fort, aber nirgends v^ird die Ausbeutung in gleichem 
Umfange wie in Cdceres betrieben [cf. P.-Gomes, 205]. 

Phosphoritknollen in bituminösen Sauden sind gewonnen 
in Granja, Distr. Leiria, und in der nächsten Umgebung vom 
Meere. 



Piromorfita. Pyromorphit. Pyromorphite. 

Hausmann 1813. 
Hexagonal- pyramidal -hemißdrisch. 1 : 0,7362. 

1800. Herrgen: Anal.. Hist. nat., II. 

1894. Quiroga: Uebersetz. v. Tschermae's Miner., 376. 

1895. Mallada: Explic. Map. geol. de Esp., I, 170. 

Galicten, Als zweifelhaft ist Mondofiedo genannt [Na- 
BANJO, 270]. Grube Parafiosy Biotorto, gute, einfache, ge- 
streifte Krystalle von lebhaft grtinbrauner Farbe auf Quarzit. 

Asturien. Zu San Martin de Oscos [Esc. Min. Madrid] 
und in Cangas zuweilen in Begleitung von Anglesit, Bleiglanz 
und Zinkspath vorgekommen. Am Bio Pas, gegenüber Pmnte- 
viesgo, befinden sich kleine Adern, auf denen in Begleitung 
von Cerussit grünlich gelbe Krystallbildungen vorkommen. 

Baskische Provinzen. Grünbleierz (plomo verde) citirt 
Hebrgen von Vtzcaga, — Es kommt grün und moosartig vor 
zu Ogarzun (Guipuzcoa) [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



240 

Aragonien, In der Valdesancho genannten Gegend. 8 km 
südwestlich von Munebrega, Prov. Zaragoza, enthält ein kleiner 
Gang zusammen mit anderen Blei- und auch Antimon -Mine- 
ralien den Pyromorphit. 

Estremadura, In fast aUen auf S. 39 angeführten Blei- 
glanzgruben: Santa Maria, Prov. Badajoz, kommt Pyromorphit 
in concretionären Bildungen vor. 

Leon. In der Prov. Zamora findet sich das Mineral in 
Concretionen mit wachsartigem Ansehen zu Losacio; V« legua 
von diesem Orte besteht ein Gang aus einem Gemenge von 
Phosphaten, etwas Bleicarbonat und silberhaltigem Antimon- 
ocker; auch auf der Grube Clara bei Valdemierque in der- 
selben Provinz. — In Salamanca kommt es auf der Grube 
MosiUa und auf einem Gang bei GampiUo de Salvatierra mit 
Bleiglanz und anderen Mineralien vor. 

Casiilien. Vorzügliche B[rystalle kommen von den 
Gruben Santa JEufemtüy El Horcajo, La VerediUa, Santa Cecüta 
bei ÄJmaden und Valle de Alcudia, Prov. Ciudad Real Ein 
schönes krystaUines Exemplar von gelber Farbe ist in der 
Esc. Min. Madrid. Von der Grube El Borracho, auf der 
Grenze der Provinz gegen Badajoz, sind gelblich-weisse und 
auch grosse grüne Prismen bekannt, die auf quarziger Gang- 
masse mit dichtem und erdigem Cerussit vorkonmien. 

Andalusien, Schöne Exemplare eines grünen schaalen- 
förmigen Pyromorphites in Begleitung von Bleiglanz stammen 
von den Gruben SanAntön und Polonia heiLinares undia Carolina, 
Prov. Jaen\ die grüne Farbe wird mit der Zeit in gelbliche Töne 
verwandelt [Esc. Min. Madrid, U. S. Sevilla], — Grünliche 
prismatische Kry stalle auf Santa Elena, nadeiförmige zu 
Posadas in der Prov. Gördoba [U. S. Sevilla]. 

Im Revier Gapileira, Prov. Granada, unreine pulverförmige 
Massen; concretionäre in Leon de Plata, Gor, [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. — Die Prov. Almeria bietet Pseudomorphosen 
nach Bleiglanz von der Sierra de Gador; kleine, aber sehr gut 
ausgebildete KrystaUe in einer erdigen, eisenschüssigen Gang- 
masse von der Sierra ÄlhamiUa, und am Nordabhang der 
Sierra de Las Estandas auf einem Lager von Eisenoxyd mit 
Bleiglanz in Begleitung von Cerussit. 

Murcia. Gute Krystalle von Cartagena [Mus. Hist. nat. 
Madrid, U, S- Strassburg]. 



241 



Portugal Nach P.-Gomes [205] zu ViOar d'ElreL 
Moinho da Pena (Gondarem). Auf den Gruben von Bragal und 
Paihalf Loujsä und Ponte de Matta, Distr. Coimbra. 



Mimetesita. Mimetesit. Mimetesite. 

Breithaupt 1841. 
Hexagonal-pyramidal-hemiedrisch. 1 : 0,7224. 

1801. Herrgen: Anal, de Hist. nat., III, 107. 

1867. Leymerie: Cours de min^ralogie, II, 302. 

1872. Zerrenner: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 166. 

1882. Hankel, W. G. : Electrische üntersuchnngen. XVI. Abhandlang. 

Abh. der mathem.-phys. Glasse der kgl. sächs. Gesellsch. der 

Wissensch., XII, 658. 

Leon, Mit Bleiglanz und anderen Bleimineralen zu 
Marquiz de Alba und Losado, Prov. Zamora, 

Estremadura, Garlitos, Prov. Badajoe [Brit. Mus. 
London]. 

Castilien. Wachsgelbe bis honiggelbe, nach Zerrenner 
hemimorphe Prismen sind nach den elektrischen Unter- 
suchungen von Hankel nicht hemimorph; es treten an den 
Kry stallen einerseits die Basis, andererseits zwei Pyramiden 
auf. Sie stammen von der Grube San Francisco bei Älmodovar 
del CampOy Prov. Ciudad Beäl. 

Andalusien, Von Linares, Prov. Jaen^ erwähnt [Herkgen]. 
Sierra Bianca bei MarbeUa, Prov. Malaga [Naranjo]. — 
RöhreDförmige Stalaktiten und traubige, schwefelgelbe Massen 
bis 5 mm dick auf mürbem Sandstein von der Grube Algezami 
am Caho de Gata gehen durch Kalkgehalt in Hedyphan über 
[Zerrenner]. 

Ohne nähere Fundortsangabe auch noch erwähnt von 
Haut [III, 356] auf Grund der Angaben von Proust und 
Angülo; unter dem Namen Prixit von Leymerie. 

Murcia. Mit Bleiglanz und Cerussit in der Sierra de 
Cartagena [U. S. Strassburg]. In zarten Lamellen auf schönem 
Cerussit von Algar und ein anderes Exemplar auf Anglesit 
[Esc. Min. Madrid]. 

Portugal. Zu Oliveiras (Abrantes) [P.-Gomes, 206]. 

X6 



242 
Yanadinita. Vanadinit Vanadinite, 

Haidinger. 
Hexagonal-pyramidal-hemiedrisch. 

1900. MüNOZ Del Castillo: La Farmacia Espanola. 

Analyse des Minerals von Santa Ma^ia, MuiJoz del Castillo : 

Pb Gl VO^ 

72,31 2 2,475 25,206 = 99,993. 

Leon. Nach Naranjo [372] wahrscheinlich in den Blei- 
Phosphaten und -Arsenaten von LosaciOy Prov. Zamora. 

Estremadura. Auf Santa Marta, Prov. Badajojs, findet 
sich ein Gemenge von Vanadinit, Pyromorphit und Wulfenit. 
Den Vanadinit hat Münoz del Castillo analysirt. 

Andalusien. Ein kleines Exemplar mit Bleiglanz von 
LinareSf Prov. Jam, befindet sich in der U. S. Sevilla. 



d. Arsenat mit Sulfat. 
Ganomatita. Gänseköthigerz. Ganomatite. 

1849. Paillette et B^ard : Bull. Soc. g^ol. de France, (2) VI, 675. 

Ästurien. Als gelegentlich in Gemenge mit anderen 
Substanzen auftretend erwähnt [Paillette und Bezard]. 

Andalusien. Auf den Kupfererzgängen von Hudva, wie 
in Oueva de la Mora kommen Substanzen von sehr ähnlicher Zu- 
sammensetzung vor, aber Gewissheit über die Zugehörigkeit 
zu dieser Species kann nicht gegeben werden [Calderön]. 



9. Antimonate. 

Bleinierita. Bleiniere. Bleiniere. 

Karsten. 
Amorph. 

1867, Leymerie: Cours de mineralogie, II, 300. 

Leon. RivoT benannte ein wasserhaltiges Bleiantimonat 
von Losacio, Prov. Zamora^ Moflfrasit nach Mofpras. Dasselbe 



243 

baut einen ziemlich mächtigen Gang auf aus amorphen 
schaaligen Concretionen , deren einzelne Zonen von einander 
abweichen; die einen sind braun und haben die Härte 5,45, 
die anderen gelb und besitzen den Härtegrad 4,25—5,50. 

Andalusien. Von der Sierra Älmagreraf Prov. Älfneria, 
Bindheimit in London [Brit. Museum]. 

Murcia. Lomo de Bas bei Aguilas, unter gleichem Namen 
ebenda. 



Rrvotita. Rivotii Rivottte. 

DuCLöüx 1874. 
Derb. 
1»74. DucLOUx: Compt. rend., LXXVIII, 1471. 

Analyse nach Dücloüx: 

Sb^O» CO* CuO Ag*0 

42,00 21,00 39,50 1,18 = 103,68 

Spec. Gew. = 3.55 — 3,62; H. = 3 — 4; leicht zersprengbar. 
Farbe gelblich bis graulich grün. 

Fyrenaee*n. Am Ostabhange der Sierra dd Cadiy Prov. 
Lerida, caMonische Pyrenaeen, in Kalkstein eingesprengt. 



Estibiconita. Stiblith. Stibiconite. 

Blum und Delffs 1847. 
Derb. 

Portugal Nach P.-Gomes [205] im Cambrium der 
Grube Ribeiro da Serra. 



16 



10. Silicate. 

a. Andalusitgruppe. 
Andalucita. Andalusit. Andalusite. 

Delam£theri£ 1798. 

Rhombisch. 0.98613 : 1 : 0,70238. 

1798. Delamj^therie: Journ. de Phys., de Chim., d*Hist. nat. et des 

Arts, I, 386. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 106. 

1879. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., VIIT, Mem. 238 u. 241. 

1882. Barrois: Asturies, 95 u. 96. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLIII, 334. 

1895. Chaves, f. : Anal, de la Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 209. 

Eine Analyse von Material unbestimmten spanischen 
Fundortes ward durch Vauqüelin ausgeführt, sie gab nach 
Haüy [IV. 487] das folgende Resultat: 

Al^O» = 52 
SiO^ =32 
K^O = 8 
Fe^ O«= 2 

94 

Galicien. Im Gneiss dieser Provinz finden sich Andalusit- 
Krystalle in reichlicher Anzahl an verschiedenen Punkten, so 
zu Goydfiy in den Thälern des Mifior und des OurOy haupt- 
sächlich aber in Noya westlich Santiago de Compostda [Schulz]. 

Grosse und schöne Krystalle von Andalusit kommen zu 
Loureda, Valle del Bosal, Prov. Corufla, vor [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Gastilien. Prächtige Krystalle kommen von M Gar- 
doso, Prov. Guadalajara, Horcajtielo, Montejo del Rincön und 
der Grube El ChorrOy Prov. Madrid, sowie von verschiedenen 
anderen Lokalitäten der archäischen Gebirge der Central- 
Region. — Die Sierra de la Caya und Montdlhdn, bei Toledo 
[Hintze], meist nur als Toledo angegeben, liefert den Andalusit 



245 

eingewachsen in Quarz, der Ausscheidungen in grobblättrigem 
Muscovit-Schiefer von hellgelber Farbe bildet. Der Andalusit 
hat rötbliche, ins bläuliche übergehende Farbentöne und bildet 
unregelmässige, anscheinend noch recht frische Knollen, an 
denen zuweilen die Prismenflächen sichtbar werden [U. S. 
Berlin, Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Schöne und reichliche Erystalle von Andalusit in dem 
Granit von Cebreros, Prov. ÄvÜQy und mit Disthen zu Serrada, 
Revier Tarrdaguna, Prov. Madrid [Garcia -D.], Mantaflas de 
LayoSj 17 km von Toledo, mit broncefarbigem Glimmer. Dann 
Kreuzzwillinge zu Puerto de la Fuenfria, Bevenga^ Prov. Sego- 
via [Garcia-D.] EscaloniUaj Prov. AvUa [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Estremadura. Andalusit in der Umgegend von Phsencia, 
Prov. Cäceres, 

Andalusien, Der Granit oder Turmalin führende Granulit 
der Serrania de Ronday Prov. Malaga, wird von Schieferge- 
steinen durchsetzt, die reich an Mineralen sind und sich häufig 
zu dünnen Adern von Quarz voll von Andalusit reduciren 
[Macpherson]. — In den Gesteinen der Contactzone von Maro 
(Prov. Malaga) tritt der Andalusit massenhaft mikroskopisch 
auf [F. Chaves]. 

Von Almeriay „ou on Ta trouvee pour la premi^re fois" 
[Delafo8SeIII,241]. werden unbestimmte prismatische Kry stalle 
beschrieben, die wie jene von Tdedo gelblichen Glimmer als 
Begleitmineral führen [Lew III, 206]. Nach einem Exemplar 
[der U. S. Berlin] zeigt dieses Vorkommen deutlichere pris- 
matische Ausbildung und entschieden röthliche Farbe. 

Der Gneiss vom Caho de Gata^ Barranco de San Juan, 
von Moiril, Istän, Almufiecar, Nerja, Torrox und Ma/ro, Prov. 
Almeria, Grathada und Malaga, hat auch schöne röthliche 
Krystalle in die Sammlungen geliefert [Macpherson, M.-Lävt, 
Bergeron und Chaves]. 

Andalusit zu Älmufiecar, Prov. Granada, [Mus. Hist nat. 
Madrid]. 

Murcia. Die jüngeren Eruptivgesteine der Umgegend 
von Carfagena beherbergen den Andalusit in Mineralaggre- 
gaten, die ausserdem Feldspath, Quarz, Spinell, Korund ent- 
halten und sich neben Cordierit-Gesteinen finden (Osann). 

Portugal Im Gneiss von Portella do Espinho, Serra do 
MardOy und von San Martinho d'Angtmra, Prov. Tras os Montes 
(Braganga) [P.-GoMES, 206]. 



246 

Die Varietät des Andalusit, welche sich durch die auf 
Durchscbnitten quer zur Säule mehr oder weniger deutlich 
hervortretenden, kreuzförmig angeordneten Einschlüsse von 
kohliger Substanz von dem reinen Mineral unterscheidet, 
ward als 



QuiastolKa. Chiastolith. Chiastolithe. 

Karsten 1800. 
abgeschieden. 

1879. Macpherson: Anal, de la Soc. Esp. de Hist. nat., YIII, 229. 

— G.-TarIn: Bol. Com. Map. geol., VI, 413. 

1882. Barrois: Asturies, 96 u. 96. 

1883. PuiG Y Larraz: Descrip. fis. y geol. prov. Zamora, 251. 

Galicien und Asturien, Im Thonschiefer der Umgebung 
von Santiago de Compostela sind die „Kjeuz-Steine**, Lapis crucifer, 
seit dem XVI. Jahrhundert bekannt und wurden von den Pilgern 
als Erinnerungszeichen an ihre Reise mit in die Heimath genom- 
men. Sehr vollkommene Kry stalle finden sich auch in den 
Thälern des Minor und des Ouro, sowie in den Schiefern von 
Asturien, deren fast quadratisch erscheinende Prismen Barrois 
untersuchte. 

4 

In dem Contact der Schiefer mit dem Granit von Boci 
und von Lago kommt Chiastolith vor; zu Cabinas gibt es 
grosse isolirte Krystalle mit Öttrelith. Diese Chiastolith 
führenden Schiefer des Massivs von Boal bilden eine Aureole, 
welche bei einer Breite von mehreren Kilometern in ihrer 
grossen Längserstreckung an der Ostseite der Sierra von 
Fenouta sich hinerstreckt; dieselbe ist ebenfalls schön in Galicien 
vertreten, dem Massiv von Lugo entlang, westlich von Castro- 
verde. — Thal von OrOy Prov. Lugo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Chiastolith kommt in der Sierra Doiras, Illano, vor [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. 

JPyrenaeen. Sehr reichlich ist das Mineral in den Chias- 
tolithschiefem des Thaies von Arrän im catalonischen Abhang 
des Gebirges [Goürdon in Lacroix, Min. de la France, I]. 
Aus dem Thal von Gistain, einem aragonischen Gebirgsthal, 
wird Chiastolith ohne Angabe des Muttergesteins genannt 
[Delafosse, III, 1243]. 

Leon, Der „Piedra de pata de gallina" (Hühnerspur- 
Fels) von Losacio, Prov. Zamora, ist als Baustein beliebt seiner 
Dauerhaftigkeit wegen und auch wegen des sonderbaren An- 



247 

blickes, wenn die Chiastolithe beim Abwittern reliefartig her- 
vortreten [PuiG Y Lakraz]. 

Estremadura, Chiastolith bei El Losar, Plasenzuela, 
Prov. Cäceres [Garcia -D.]. — Aliseda m Thonschiefer [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. ATburquerque, San Vicente de Älcäntara, 
Campanario und Castuerä^ Prov. Badajog, im Contact mit Granit 
[Gonzalo-TarIn]. 

Castilien, Im Thonschiefer von Somosierra, Prov. Se- 
govia, von CogoUudo, El Cardoso und La Irtiela, Prov. Guadala- 
jarcu — Auch zu Montejo b. Buitrago, Prov. Madrid, „Chias- 
tolith mit ähnlichen dunkeln Einlagerungen" (feines schwarzes 
Kreuz mit ebensolchen Quadraten an den Ecken) [Groth, 183]. 

Andalusien, Chiastolith zu Santa Elena, Prov. Jaen [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. Im schwarzgrauen Thonschiefer des Val del 
Infierno, einem in grossen Schollen frei zu Tage liegenden und 
durch Rutschungen den Thalweg häufig gefährdenden Gestein, 
liegen bis 2 cm dicke Prismen ohne Endflächen, die meist 
stark zersetzt sind [U. S. Berlin]. — Frische, grosse Krystalle 
fand Macpherson in Schiefern, die in der Serrania de Honda 
in den Serpentinen der Sierra Palmitera und Sierra del Beal ein- 
geklemmt sind. Die kohlige Substanz ist hier dem Mineral 
spiralig eingelagert [MacphersonJ. 

Portugal. Im Contact mit porphyrischem Granit findet 
sich Chiastolith sehr reichlich im Palaeozoicum von Mino. 
Andere Fundorte sind Yianna do Castdho, Sta, Barlara (Val- 
longo), S, Pedro da Cova in dem District von Porto, Serra 
d'Arouca imd CasteUöes (Villa nova de Famalicao), — Serra da 
Maräo im Thonschiefer [Leonh., 129]. 



SiUimanita. Sillimanit. Sillimanite. 

(Fibroma.) (Fibrolith.) (Fibrolite.) 

BowEN 1824. 

Rhombisch. 

1864. Prado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 110. 

1880. Quibooa: Bol. Inst, libre de Ensen., IV. 

1881. Id.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, X, Mem. 8. 

Das Material der in Spanien gefundenen Steinbeile besteht 
aus Sillimanit von folgender Zusammensetzung (Qüiroga): 



248 





I. 


II. 


III. 


IV. 


V. Mittel n. Rmbo 


SiO« . 


. 38.40 


38,00 


38,26 


37,92 


37,96 38.15 


A1»0». 


. 61,16 


61.80 


61.95 


60.67 


59,90 61,39 


Fe>0» 


• 






0,80 


0,71 0,80 


H«0 . 


• 








1,20 



99,56 99.80 100,21 99,39 99,77 100,34 
Spec. Gew. 3,15 — 3,20. 

Pyrenaeen. Als accessorischer, stäbchenförmiger Qemeng- 
theil von perlrautterartig weisser Farbe in dortigen Gesteinen. 

Castilien. Im Gneiss und Glimmerschiefer der Sierra 
de Guadarrama: so in den Revieren Prddena del Rincön, Faredes, 
Horcajo, Horcajuelo, Montejo de la Sierra, Fenalara bei La Granja. 
Madarcos, häufig auch in der Sierra de Buifrago, Prov. Madrid, 
Makdlana, Prov. Guadalajara, Peguerinos, Prov. Avüa, und an 
anderen Orten. 

Die mikroskopische Struktur ist immer dieselbe filzig- 
faserige, die Farbe einzelner Exemplare eine rein milchweisse, 
aber auch gelblich graue mit dunklen Flecken. Prado nennt 
das Mineral irriger Weise „Jade oriental". 

Fast sämmtliche in Spanien gefundene Steinwerkzeuge 
der neolithischen Periode sind aus diesem Material gearbeitet. 

Andalusien, In. der Sierra Morena und an anderen Locali- 
täten dieser Provinz nicht selten als Steinbeil gefunden. — 
Auch der von Naranjo in der Umgegend von Granada auf- 
gefundene Sordawalit ist hier zu erwähnen. 



Cianita. DiwSthen. Cyanite. 

(Bistena.) Haüy 1801. (Disthene.) 

Triklin. 0.89912 : 1 : 0,69677 M. Bauer. 

0,89942 : 1 : 0,70898 G. vom Rath. 



a = 90«23' 



ß = 100 <> 18' Y= 106^' M. Bauer. 



a=:90<>5V8' ß=101^2V4' Y=105M4V2' G.vomRath. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 107. 

1879. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., VIII, Mem. 496. 

1888. Onis: ibid., XVII, Act. 19. 

Von Sammlern sind seit dem Anfang des verflossenen 
Jahrhunderts die schönen Platten und faserigen Varietäten 
dieses himmelblauen, weissen oder gelben Minerals bekannt 



249 

und beliebt, die namentlich in den centralen Gebirgsketten 
heimisch sind. 

Galicien. Im Glimmerschiefer der Sierra de Ja Loha und 
derjenigen Yon Ganadeira (Schulz). Vülalba und Mondoüedo, 
Prov. Lugo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Castilien. Mit Staurolith verwachsen findet sich Cyanit 
im Glimmerschiefer beim Dorfe El Cardoso (Leonhard) und 
im iberischen Gebiet von Torrelaguna. Serrada und Paredes, 
am Südabhange der Sierra de Guadarrama nördlich von Madrid 
(Prado). Fächerförmig aneinander gereihte Prismen, bei denen 
die Spaltbarkeit senkrecht zur Verwachsungsebene gelegen ist. 
sind in theils grobkrystallinem. theils körnigem Quarz, der 
wohl aus Glimmerschiefer oder Gneiss herstammen dürfte, 
eingewachsen; die bei diesem Mineral in der bekannten Weise 
fleckig blauen Aggregate tragen als Fundortsangabe nur Casti- 
lien, stammen aber sicher von einer der oben genannten Lo- 
kalitäten her [ü. S. Berlin], — Der sog. Disthen von Pegm- 
rinosy Prov. Avila, der in vielen Sammlungen vertreten ist, 
besteht nach Quiroga aus Cyanit, der reich an zonenartig 
aügeordneten Flüssigkeitseinschltissen mit fester Libelle ist, 
aus Orthoklas - Kry stallen , Biotit, spärlichem Muscovit und 
einigen rundlichen Körnchen von Quarz. Es ist dieses 
Vorkommen also ein Gestein. — Eine Verwachsung von An- 
dalusit mit Disthen von Serrada, Prov. Madrid, hat Onis unter- 
sucht. Der Andalusit ist von Disthen-Lamellen durchwachsen, 
so dass beide eine Fläche des Prisma gemeinsam haben, wo- 
gegen die anderen einen Winkel von 52^30' bilden. Der 
Disthen ist im natürlichen Licht ungefärbt und zeigt schwa- 
chen Pleochroismus und ebensolche Absorption. Zwischen ge- 
kreuzten Nicols löscht er nicht aus, sondern zeigt feine, meist 
längs gerichtete, selten quer liegende Streifen. 

Andalusien, Castillo de las Guar das und andere Punkte 
der Sierra Morena\ hier begleitet der Cyanit in stabförmigen 
oder gestreckten blätterigen Aggregaten zuweilen den Stau- 
rolith. Von dem Barranco de los Azulejos etc. in der Sierra 
Nevada erwähnen ihn Scharenberg und neuerdings M.-Levy 
und Bergerdn aus den Horizonten der krystallinen Schiefer. 
An Exemplaren von Almuflecar, Lanjarön und anderen Punkten 
der Küste von Malaga konnte die Stärke der Doppelbrechung 
richtig bestimmt werden, sie ist 0,021. 

Portugal Vallongo, Serra da Freifa (Arouca) [P.-GOMES, 206], 



250 
Topacio. Topas. Topaze. 

Wallerius 1747. 
Rhombisch. 0,5285 : 1 r 0,4769. 

Pyrenaeen, Lacroix [Min. de la France, II, 782] erwähnt 
ihn als mit dem Flussspath von Salknt, Prov. Uuesca, Vor- 
kommend. 

CastiHen. Breithaüpt [Min , III, 727] gibt Topas in 
Spanien an; er soll von Buitrago bei Burgos stammen, doch 
ist Buitrago nur in der Sierra de Guadarrama bekannt, und dort 
ist kein Topas gefunden. 

Portugal Serra da Freita (Arouca) [P.-Gomes, 206]. 



Estaurolita. Siaurolith. Staurotide. 

Karsten 1800. 
Rhombisch. 0,4734 : 1 : 0,6828. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 107. 

Galicien. 'Hartmann [II, 65] und Delaposse [III, 245] 
erwähnen als Fundort Santiago de Compostela in Galicien, und 
mit dieser Fundortsangabe finden sich auch Krystalle im 
Museum zu Breslau, die neben den gewöhnlichen Formen 
00 P (HO), QoPoS (010), oP (001), noch P ^ (101) zeigen und 
theilweise Zwillinge nach 7« P ^ (032) sind. — Cap Finis- 
terre lose Krystalle mit ooP (110) und untei^eordnetem 
ooP 65 (010) und oP (001); einfache Krystalle bis 2 cm Durch- 
messer und 5 cm lang mit anhaftendem, feinschuppigem, hellem, 
grünlich gelbem Glimmer. Zwillinge nach '/« P ^ (032) und 

nach »A P Vs (232) [ü. S. Berlin]. 

Die galicischen Funde sind meist von gelblicher Farbe, 
nur in der CordiUera Carpetana pflegen sie hyacinth - roth 
zu sein. 

A stürzen. Letzteren ganz analoge Krystalle stammen aus 
dem Gebiet von Illano und von Baal. 

CastiHen. Nach Lävy [I, 435] zeigt ein Exemplar von 
El Escorial, WNW. von Madrid, am Süd -Abhänge der Sierra 
de Guadarrama, die Gestalten oo P (1 10) , oo P do (010) und 
oP (001); weitere Krystalle sind Bruchstücke und zeigen die 
6 verticalen Flächen ohne Endentwickelung. Alle sind braun 



251 

und undurchsichtig. Cervera, Prov. IjogroüOy in dem Schiefer. 
Fefialara, Sierra de Guadarrama, Prov. Madrid [Gäbcia-D.). 

— Las Casas de Cuadrön [ü. S. Berlin] und Canales, Prov. Bur- 
gos [Nakanjo]; letzterer Fundort erbrachte viele gute Exem- 
plare, an ersterem sind abwechselnd Lagen von kürzeren und 
längeren, meist zerbrochenen Säulen von Quarzlinsen getrennt. 

— Zu Montejo bei Buitrago, Prov. Madrid, ähueln die Funde 
denen von Las Casa^ de Cttadrön, doch sind die Prismen meist 
länger als dort und häufig gebogen [ü. S. Berlin]. In beiden 
Fällen ist Thonschiefer von bläuli«hgrauer Farbe, an verwit- 
terten Stellen rostbraun mit Seidenglanz, das Muttei^estein. — 
1 bis 6 cm lange, etwas gerundete Krystalle mit der gewöhn- 
lichen Combination stammen von El Cardoso, ebenso sind auch 
diejenigen von La Iruela und Horcajo, sämmtlich am Abhänge 
der Guadarrama, nördlich von Madrid gelegen, sowie diejenigen 
von Puerto de Mijares, Gebiet von Casavieja, Prov. Avüa, seit 
lange bekannt. 

Andalusien, Als accessorisches Mineral ist Staurolith 
in den Gesteinen nicht selten [Macpherson] ; man trilBft ihn in 
den Glimmerschiefern der Sierra de los Santos, Prov. Gördöba, 
in der Sierra Nevada, der Serrania de Bonda, in der Prov. 
Malaga etc. Die Funde aus den Küstengebirgen dieser Pro- 
vinz haben die Stärke der Doppelbrechung zu 0,012 bis 0,015 
bestimmen und alte Angaben dadurch berichtigen lassen. Bei 
Alhama de Arenas, Prov. Granada [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portug\al Von dem Dorfe Frames bei Porto, Prov. 
Minho, in Glimmerschiefer, auch lose in Quarzgeröllen [Leon- 
HARD. 482]. Ferner nach P.-Gomes [206] von Vianna do 
Castello; Sta. Barbara (Yallongo); S. Pedro da Cova (Porto); Serra 
d'Arouca; Castello es (Villa Nova de Famalicao), 



b. Turmalingruppe. 

Turmalina. Turmalin. Turmaline. 

Rhomböedrisch-hemimorph. 1 : 0,448051. 

1828. Charpemtier: Essai sur la constit des Pyren^es, 184. 

1867. Zirkel, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 96. 

1874. Ribera, Marques DE LA : Anal. Soc.Esp. de Hist. Dat., III, Mem. 801. 

1879. Macpherson: ibid. VIII, Mem. 281— 284. 

1882. Barrois: Asturies, 187. 



252 

t 

1894. Calder6n, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., (2), III, Mem. 30. 

1897. Ders.: Ann. de scienc. nat, lY, 20. 

1900. ElVAS Mateos: Comp, miner. descript., 258. 

Naturgemäss ist der schwarze Schörl auf der Halbinsel 
am häufigsten, er findet sich im Qranit und Gneiss, namentlich 
in den Pegmatiten und den Ganggraniten, auf den Salbändern 
dieser mit den durchbrochenen Gesteinen und in den Quarzen, 
in denen diese Gänge zu enden pflegen. 

Galicien. Die Zinnerzgänge von Galiden sind fast 
immer, zuweilen sogar in sehr reichlichem Maasse, von Schörl- 
Nadeln in verschiedener Grösse begleitet. Die Bergleute, 
welche derartige Gangmassen als „Cisco" bezeichnen, wissen, 
dass Turmalin und Zinnerz sich gegenseitig ausschliessen , dass 
also bei reidilicherem Schörl desto weniger Erz zu er- 
warten ist. — PcUio, Meavia und BamaUosa, Prov. Fontevedra, 
Peflarredonda, Aviön und CarhaUino, Prov. Orense [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Ästurien. In quarzführendem Eersantit krystallisirt, aber 
ohne deutliche Endbegrenzung [Barrois]. 

Pyrenaeen. Am Südabhang des Mdladeta, im aragonischen 
Gebirgstheil, fanden sich eigenthtimliche Rosetten von Turmalin, 
analog solchen, wie sie von der französischen Seite der Pyre- 
naeen beschrieben wurden [Charpentier]. Neuerdings hat 
GouRDON sie an zahlreichen Punkten des Maladeta und in der 
Sierra de Mbntarto wieder aufgefunden. 

Aggregate von kurzstrahligen Individuen fand Zirkel 
im kleinkörnigen Pyrenaeen-Granit „zwischen den Bädern von 
Panticosa und dem Puerto de Marcaddn, der in das französische 
Thal Gave de Cauteres hinüberführt". Dieselben bilden braun- 
schwarz gefärbte, mehrere Zoll lange und breite Nester. 

Catalonien. Nach Orio im Coü de Alfofjay Tarragona. 

Leon. Auch von den Zinnerzgängen der Provinz Zamora 
gilt das über die galicischen Gesagte. Schwarz zu Bejar, 
Prov. Salamanca [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Estremadura. In pegmatischen Aggregaten im Gneiss 
von Valencia de Älcdntara (Cäceres) liegen kleine gestreifte 
Prismen zusammen mit blumigem Glimmer, Quarz und zer- 
setztem Kalifeldspath [U. S. Berlin]. — Dr. Hernandez 



253 

Pacheco hat aus den Pegmatiten von Alcuescar, Prov. Cdceres, 
neuerdings einige durch ihre Form auffallende Exemplare be- 
schrieben. — Orio gibt auch noch das Val de Fuentes, Prov. 
CäeereSy als Fundort an. — Schöne Turmaline in der Sierra de 
Hervds und zu Canchal de la Muela, Prov. Cäceres [Rivas 
Mateos]. 

Castilien, Ohne nähere Bezeichnung des Fundortes er- 
wähnt Haut [III, 26] das Vorkommen cylindrischer Abarten im 
Gneise. Prado gibt im Gruadarrama-Gehirge bei Buitrago und Bus- 
tarviejo schöne schwarze, braune und farblose Kry stalle von be- 
sonderer Grösse in Quarz eingeschlossen an, der seinerseits aus 
Gneiss stammt. — Dickere schwarze, gestreifte Säulen in Peg- 
matit, bestehend aus grauem Quarz und Mikroklin sowie silber- 
glänzendem Glimmer von Buitrago; ebensolche in grauem Quarz 
von Segovia und lose dünne Krystalle von Horcajueh bei Buitrago 
sind zerbrochen und zeigen keine Endigungen [ü. S. Berlin]. 
Garcia -D. sagt, dass die grössten schwarzen Turmaline, 
welchen er in Spanien begegnet ist, die aus dem Gang von 
Miraflores in der Sierra von Guadarrama sind, woselbst auch 
Berylle vorkommen. Turmaline sind auch beobachtet zwischen 
El Beüön und El Molar, ferner zu El Escorial, überhaupt in dem 
Barranco del Batdn auf dem Gebirgspass Cereceda, Buitrago, 
Bustarvie^ und in demselben Gebirge. Das Mus. Hist. 
nat. Madrid besitzt schöne zweifarbige Stücke von Bui- 
trago und andere sehr lange, schlanke, durchsichtige Krys- 
talle von kastanienbrauner Farbe. Gleich lange, schlanke, 
aber schwarze Krystalle sind im Quarz von Hiendelaencina 
eingeschlossen [dieselbe Sammlung]. Ferner sind noch an Fund- 
orten zu nennen in der Sierra de Guadarrama: Cabanülas de la 
Sierra, Venturada, La Cahrera, Somosierra, San Ildefonso, 
El Escorial u. a. m.; in der westlichen Fortsetzung der- 
selben, in der Sierra de Gredos: Sequeros u. a. m., sowie auch 
noch die südwestlich von Toledo liegenden Montes de Toledo, wo 
namentlich sehr instructive Exemplare zerbrochener und wieder 
verkitteter Prismen gefunden wurden [Smlg. v. Marques 
DE LA Ribera]. 

Als Lokalbezeichnung für den Schörl sei der in einigen Ort- 
schaften der Sierra de Guadarrama gebräuchliche Name „Pi- 
tasos"" genannt. 

Andalusien^ Im südlichen Theile der Halbinsel hat der 
Turmalin nicht die Verbreitung wie in dem centralen; nur die 



254 

Glimmerschiefer der Sierra Nevada sind reich an hemimorphen 
Krystallen von bescheidener Grösse. 

Eine prächtige dendritische Bildung erwähnt Caldebön 
aus Granit von Gerena, Prov. Sevilla, in dem der Turmalin 
sich allerdings nur selten zeigt. — Aus dem Gneiss von El 
Espinar de los AzuUjos, Sierra Nevada, stammen Krystalle mit 
rhomboödrischer Endigung. — Graue, durchsichtige Exemplare 
vom Caho de Gata sind Prismen ohne Endigung, die vertikal 
gestreift sind [ü. S. Prag]. — Nach Macpherson ist der 
Turmalin-Granit von Las Chapas de MarbeUa bemerkenswerth 
wegen der vielen schönen Formen, in denen Krystalle auf- 
treten. Bei einer Grösse bis zu 3 mm haben einzelne völlig 
hexagonale Prismen, die durch bestimmbare Rhomboöder ab- 
geschlossen werden. Auch sind sie reich an Einschlüssen; im 
Granit derselben Fundstelle, auf den Abhängen zum Rio 
Fuengirda, nehmen diese derart zu, dass sie im extremsten 
Falle eine faserige Structur hervorrufen, die an diejenige von 
Diallag und Hypersthen erinnert. El Chorro, Prov. Malaga 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Die in M.-Levy [II, 161 u. 167] beschriebenen Krystall- 
fragmente, welche theils schwärzlich, theils schwarz gefärbt 
sind, haben keine Angabe betreffs des näheren Fundortes, sie 
stammen aus Spanien, Auch Hartmann [II, 117] gibt 
nur an, dass mehr oder weniger durch Krystallform, Farbe 
und Gestalt merkwürdige Varietäten von Turmalin in Spanien 
vorkommen. Ebenfalls ohne nähere Fundortsangabe sind 
Handstücke bräunlichgrauen Glimmerschiefers, die reichlich 
mit nadeiförmigen Krystallen von schwarzem Turmalin durch- 
schwärmt sind. Wenn diese Nadeln aus dem Gestein präparirt 
werden, zeigen sie unvollkommen ausgebildete Rhoraboöder- 
flächen als Endigung [U. S. Berlin]. 

Portugal. In Quarzgängen des Granits in der Umgegend 
von PorU) schöne Krystalle. ebenso in den an Feldspath reichen 
Partieen desselben Gesteins bei Breto [Leonh., 511]. — Aus- 
gezeichnete Exemplare von der Serra do Geres, Serra düAroucaj 
Mina da Quarta-feira (Säbugal), VaUascos (Sardoal) und Cintra 
finden sich im Museum zu Lissabon und in der Sammlung 
der Direction der geologischen Arbeiten daselbst. P.-Gomes 
[206] fügt noch die Fundorte Lamego, Vallongo, Gksteira (Feira), 
Murtosaj Idanha-a-Nava hinzu. 



255 



c. Epidotgruppe. 
Zoisita. Zoisit. Zoisite. 

Werner 1805. 
Rhombisch. 0,6196 : 1 : 0,3429. 

1881. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., X» Mem. 57. 
— Id.: ibid., XVI, Mem. 243. 

1890. Caldbrön y DEL Rio: ibid., XIX, Mem. 428. 

Galicien. Von der Sierra Capelada, westlich von Santa 
Maria de Ortigueira, Prov. Corufia, erwähnt Macpherson den 
Zoisit in Amphibolit. 

Castilien. In Feldspath von Prov. Palenda [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Andalusien. Laguna de Vacares in der Sierra Nevada 
[Macpherson]. Ein Amphibolit des Gebirges lieferte einige 
kleine Krystalle, die voll von Einschlüssen sind und bei perl- 
artigem Glanz vollkommene Spaltbarkeit nach qcPqö(IOO) 
und eine mehr faserige nach qo P ob (010) zeigen [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Als Neubildung in Plagioklasgesteinen ist der Zoisit unter 
dem Mikroskop mehrfach nachgewiesen, auch ist ja der Saus- 
surit gewisser Gesteine nichts anderes. In den Gabbros der 
Sierra Morena ist er häufig [Macpherson] und auch im Epi- 
diorit von Cazalla in demselben Gebirge [Caldbrön u. del Rio]. 



Epidota. Epidot. Epidoto. 

Haüv 1801. 

Monoklin. 1,5807 : 1 : 1,8057; ß = 64^ 36'. 

1875. RoEMER, F.: Zeitschr. d. Deutsch, geol. Ges., 63. 

1882. Mallada: Bol. Com. Map. geol, IX, 7 u. 8. 

1890. Macpherson: Bull. Soc. Belg. de g6ol., IV, 275. 

1893. Lacroix: Min. de la France, I. 

1895. Chaves, f.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 216. 

Dies Silicat ist auch auf der Halbinsel eines der gewöhn- 
lichsten, doch sind nicht alle in der Litteratur erwähnten Fund- 
orte erwähnenswerth, da nur seltener gut ausgebildete Vor- 
kommen vorliegen. 

Pyrenaeen. Hauptsächlich die ophitischen Gesteine ent- 
halten fast immer mehr oder weniger Epidot, z. B. PandOy 



256 

Prov. Santandery Lugiano, Prov. Vizcaya, Motrko, Prov. Giii- 
puiscoa, und verschiedene andere in der Provinz Lerida. Das 
Mineral ist hier Zersetzungsprodukt. Nach Leonhard [192] 
im Glimmerschiefer von Ana (Prov. Vißcaya). In sternförmigen, 
strahligen Krusten in den Ophiten von Salinas de Oro und 
zwischen Guelhenisu und Lisazu, Prov. Navarra (Mallada). 
Lugiano, Prov. Vizcaya [Mus. Hist. nat. Madrid]. Lacroix 
erwähnt es auch aus den Kalken von Senet, catalonische Py- 
renaeen, in Knollen, von denen einzelne 4 cm Durchmesser 
besitzen; sie sind zusammengesetzt aus sehr dünnen Blättchen 
von hell -gelblich -grüner Farbe, welche von einem Centrum 
ausstrahlen und Granat einschliessen. 

JEstremadura. Krystallisirt und derb in silurischen 
Schiefern zwischen Jerez de los Caballeros und Endnasola, Prov. 
Badajoz (Garcia-D). 

Castilien. Mit Kokkolith und Granat zu El Escorial und 
mit Quarz zu Almaden, Prov. Ciudad Real [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. Niedliche Säulchen auf Orthoklas von Bustarviejo. 

Auf Kluftflächen des Granites vom El Escorial sind 
schilfige Säulen auskrystallisirt [U. S. Breslau]. Mit dem 
Fundort „wahrscheinlich Castilien^ sind einige Säulenfragmente 
von 3 cm Länge und 7 mm Durchmesser, von schwarzer 
Farbe, bezeichnet [ü. S. Breslau]. — Die Pegmatite der Sierra 
de Avila und die basischen Gesteine von Almaden haben viele 
Stufen mit Epidot geliefert [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Von der Magneteisengrube NavalostriUo bei 
El Pedroso, nördlich von Sevilla stammen derbe Proben von 
pistaziengrüner Farbe [ü. S. Breslau, Römer leg.]. Krusten 
zarter Krystalle auf Ophit von Cuesta del Zorro, Morön, Prov. 
Sevilla [Calderön]. 

In der Sierra Morena führen die Spaltgänge in den 
Diabasen, wie z. B. bei Pefiaflor [Caldrrön], in den sie aus- 
füllenden Quarzitmassen auch Partieen von krystallinem Epidot 
(Pistazit), wie auch in Hohlräumen des Ganggesteins gut aus- 
gebildete Krystalle. In Diabas von La Higuera, Prov. Huelva, 
GantiUana imd ümhreie, Prov. SeviUa [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
Macpherson hat in dem gleichen (Jebirge Granophyre und 
Quarzporphyre aufgefunden, in denen Epidot bei der Zersetzung 
der Feldspäthe, zunächst mit einzelnen Blättchen sich ein- 
stellend, diese allmählich zu einem aus Quarz und Epidot 
gänzlich . bestehenden Gestein umwandelte. 



257 

Chaves führt die Contactgesteine der Gegend von 
Maro, Prov. Malaga, als Fundstellen für Epidot an. — In 
der Sierra Nevada repräsentiren die in den Schiefern einge- 
schlossenen, Epidot führenden Marmor - Lager geologisch 
interessante Bildungen. Auch die Araphibolit- Schiefer sind 
sehr reich an Epidot, namentlich im Hangenden der dolo- 
mitischen Kalke und der „launas", aus denen Lanjaran, 
nördlich Motril, am Südabhange der Sierra, gebaut ist. Die 
Krystalle sind wie gewöhnlich nach der Orthodiagonale ge- 
streckt, pflegen rein und durchsichtig zu sein und schliessen 
Titanit und Rutil ein. — Pistazit in den Schiefem von Mar- 
heUa^ Prov. Malaga [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

In dem westlichen Theile der Älpujarras zu Älmuflecar, 
von Eisenglanz begleitet, auf einem Lager in Glimmerschiefer. 
In der Sierra de Gador mit Asbest- Schnüren in einem serpentin- 
artigen Gestein [Leone., 192]. 

Portugal Nach P.-Gomes [206] findet sich Epidot an 
folgenden Lokalitäten: Sampaio (Dotiro), Monte Sameiro (Um- 
gegend von Bragä), Ointra und Movhte da Torre (Älegrete). — 
Chopfat erwähnt ihn auch als reichlich in den Ophiten vor- 
handen. 

Yesubiana. Vesuvian. Vesuvianite. 

(Idoerasa«) Werner 1795. 

Tetragonal. 1 : 0,53754. 

1805. Arnaud: Anal, de Hist. nat., VI, 163. 

1890. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIX, Act. 120. 

1893. Lacroix: Min. de la France, I, 164. 

SiO* CaO APO» FeO MnO Rückst. 

41,00 26,24 23.00 7,50 1,50 0,76 = 100,00. 

Spec. Gew. = 3,3508. 

Galicien, Santiago mit Diopsid [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

§ 

Pyrenaeen. In den catalonischen Pyrenaeen fand Goürdon 
den Vesuvian in prächtigen, gelblich und grünlich grauen Kry- 
stallen am Pico de Box, in der Montafia de Senet, in derjenigen 
von Fourcanade [Lacroix]. — Zu Giiinarel als Unterlage für 
Molybdänglanz [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Castilien. Derbe Massen sind von verschiedenen Punkten 
der Sierra de Guadarrama im Contact von Gneiss mit Kalk zu 
erwähnen, LI Escorial (hier mit Eindrücken anderer Krystalle 

17 



258 

[ü. S. Breslau]), [Mus. Hist. nat. Madrid], Buitrago, Horcajuelo, 
auf dem Abstieg von Puerto del Reventön nach Bascafria und 
in Villa del Prado [Qüiroga]; mit Granat und Magneteisen 
auf Gängen im Gneiss von San Loren^iOy Prov. Segovia 
[Leone., 292]. 

Mit Quarz in Gneiss von San Martin de Valdeiglesias und 
Las Navas del Marques, Sierra de Gwzdarrama [Garcia -D.]. 

Andalusien. Sonst nur selten in der Provinz, ist er 
häufiger in dolomitiscben Kalken cambrischen und arcbäischen 
Alters in der Serrania de Ronda eingeschlossen. Ferner in 
der Sierra de hs Ermitafios, Prov. Cörddba [Garcia-D.]. 

Portugal, St. Eufemia in der Serra de öintra im Contact 
von Gneiss mit jurassischen Kalken [Mus. Lissabon, auch 
P.-GoMES, 206]. 

d. Olivingruppe. 
Olivino. OUvin. OUvine. 

(Peridoto.) Werner 1790. 

Rhombisch. 0,465753 : 1 : 0,586515. 

1783. Roma de l'isle: Cristallogr., IL 271. 

1876. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. Dat., IV, Mem. 5. 

— Roemer, f.: Neues Jahrb., 621. 

1879. FoüQü6 et M. LfevY in Hermite: Etud. geol. des iles Bal^ares. 

1880. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., IX, Mem. 161. 

1886. Id.: ibid., XIV, Mem. 76. 

1887. Id.: ibid., XVI, Mem. 612 u. 613. 
1898. Calderön, S.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 9. 

Qüiroga gibt nachfolgende Analyse des Olivins aus dem 
zelligen Basalt von Beteta, Serrania de Cuenca: 

SiO^= 41,38 

MgO= 47,86 

FeO = 9,92 

CaO = 1.23 

100,39 Spec. Gew. 3,362. 

Die ersten Exemplare, die Rome de lIsle gedient haben, 
diese Species krystallographisch zu beschreiben, stammten 
aus Spanien, obwohl er den genauen Fundort nicht angibt. 
Brisson bestimmte von den in Rede stehenden Krystallen das 
specifische Gewicht zu 3,0989. Calderon hebt hervor, dass 
die Lagerstätten des Olivins in zwei durch das Alter ver- 
schiedene zu trennen sind. Die ältere ist die Gegend der 
Serrania de Bonda, wo das Mineral mit magnesiahaltigen 



259 

Augiten vorkommt, hervorgegangen bei der Umwandlung von 
Lherzolithen und Noriten zu Serpentinen. Die jüngeren 
Lagerstätten sind an basaltische Gesteine gebunden. Einzelne 
Fundpimkte sind die folgenden: 

Pyrenaeen. Am Krater von Ädri, 12 km von Gerona, und 
auch zu Pons hat Cüzürro schöne körnige Olivine (Lherzolithe) 
als porphyrische Knollen von einigen Kilogramm Gewicht in 
basaltischer Lava gefunden. Mit ihnen kommen smaragdgrüne 
Körnchen von Diopsid vor [Mus. Hist. nat. Madrid]. In den 
basaltischen Gesteinen Cataloniens war Olivin schon früher be- 
kannt [Leonh., 135]. 

Äragonien, Im Limburgit von Nuevaios, Prov. Zaragoza, 
kommen porphyrische Körner eines Olivins vor, dessen Spalt- 
barkeit nach ooPöö (100) viel vollkommener als die bei 
anderen Vorkommen ist. Das Mineral enthält eine nicht un- 
bedeutende Menge Kalk [Qüieoga]. 

Gastilien, Basaltische Gesteine von Ouenca [Leonh., 135). 
Grosse Krystalle in Anamesit von Beteta, Serrania de Gtienca 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. Späthiger Olivin findet sich in den 
Nephelin-Basalten der Prov. Civdad Beal, La Mancha, die in 
dortiger Gegend „Negrizales" genannt und durch Quiroga be- 
schrieben wurden. Die porphyrischen Einschlüsse pflegen 
gross zu sein, sind aber meist an dem Rande umgewandelt, 
mit Gesteinsmasse injicirt und in feine Brocken zerfetzt. 

Der Olivin des zelligen Basaltes von Beteta, Serrania de 
Cuenca, bildet Krystalle von 14 bis 19 mm Länge. Er ist 
kalkhaltig, besitzt aber nicht die Eigenschaften des Monticellit; 
Analyse vergl. oben. Der dichte Basalt von Serrania führt 
grosse Krystalle, aber von einem anderen Habitus, der hier- 
durch und durch seine Farbe mehr an Chrysolith erinnert. 

Andalusien. Nach Macpherson's Mittheilung an Roemer 
ist ein grosser Theil der Serrania de Ronda zwischen den 
Ortschaften Tolox und Manilva ursprünglich aus Olivinfels zu- 
sammengesetzt. Das Mineral ist jetzt meist in Serpentin um- 
gewandelt und „enthält kleine Partikel von Picotit oder 
Chromspinell eingesprengt". Als besondere Fundorte sind 
angegeben Sierra Parda bei Tohx und Benahavvs [ü. S. Breslau]. 

Balearen, Die Basalte von Soller (MaUorca) und von 
anderen Fundpunkten der Balearen enthalten dem Fayalit zu- 
gehörenden Olivin nach Foüque und Michel -Levy in Form 

17* 



260 

porphyrischer Ausscheidungen. Die Kömer spalten nach 
00 P oo (010) in feinen, glänzenden und regelmässigen Flächen in 
einer Richtung, minder gut und ungleich senitrecht zu dieser. 

Portugal. In Basalten der Umgebung von Lissabon 
[P.-GoMES, 2061. 

Knebelita. Knebelit. Knebelite. 

DÖBEREINER 1818. 

Derb. Spaltbar wie Olivin. 

1880. FüERTES-AcEVBDO : Min. asturiaüa, 69. 

Asturien. Gelegentlich begleitet der Knebelit (Mangan- 
Peridot d. Autors) die Eisenerze des Districtes von Mieres. 

Humita. Humit. Huniite. 

BOURNON 1817. 

Rhombisch. 1,0803 : 1 : 4,4013. 

1886. M.-LÄVY ET A. Lacroix: Bull, de la soc. franc. de Min., IX, 81. 
1891. Quiroga: Anal, de la Soc. Esp. de Hist. nat, XX, Act. 34. 
1893. Id.: ibid., XXII, Act. 102. 

CastiHen. In kömigen Kalken der Sierra de Guadarrama, 
die den oberen Lagen des Gneiss in gestörten Lagerungen 
eingebettet erscheinen, sind nach Quiroga theils makrosko- 
pische, öfter aber mikroskopische, rundliche Körner einge- 
sprengt, die nur selten Spuren der krystallographischen Um- 
grenzung erkennen lassen. Durch das optische Verhalten von 
Präparaten, in denen Spaltungsrisse nach Art derjenigen von 
Olivin erschienen, wurde die Zugehörigkeit des Minerals zu 
dieser rhombischen Species wahrscheinlich gemacht. Als Be- 
gleitmineralien erscheinen in dem Kalk, meist allerdings auch 
nur mikroskopisch, Glimmer, Magnetit, Ilmenit und Magnet- 
kies, sowie als Umwandlungsprodukt des Humit noch Ser- 
pentin, als dasjenige vom Ilmenit auch Titanit (Titanomorphit). 
Die Umwandlung des Humit in Serpentin erfolgt in ähnlicher 
Weise wie beim Olivin, indem zunächst den Spalten entlang 
die Serpentinisirung fortschreitet und dann unter Erhaltung 
der Form die ganzen Kömer zersetzt. Gleichzeitig erfolgt 
auch Bildung von Magnetit. 

Die Fundorte sind : El Collado de la Felecha zwischen dem 
Fuerto del Beventon und Mul Ägosto, ferner oberhalb des Carro 
del Diablo im Yalle del Paular, unterhalb des Puerto del Beventon, 
und Hobledo de Chavela, 



261 

Andalusien, Naränjo erwähnt das Vorkommen des 
Minerales in den alten Eruptiv -Gesteinen der Sierra Bermeja 
zwischen Benalmviz und Pujerra, — Die Kalke von Llanos del 
Juanar, in der Serrania de Eonda, enthalten nach M.-Levy und 
Lacroix schön pleochroitische (Farbentöne wie beim Stauro- 
lith) Humite, die mit Zwillingen von Klinohumit (Zw. Eb. 
oP (001)) verwachsen sind. — Qüiroga hat den Humit auch 
in dem Magneteisen-Lager von Marbella aufgefunden; er bildet 
in rundlichen Krystallen eine aus Dolomit -Körnern, feinen 
Blättchen von Serpentin und Talk, sowie Kömern von Pleonast 
und Magnetit aufgebaute Masse. 

Der von Groth [194] angegebene Fundort Mermalo, Lao 
de Lojo, wo das Mineral mit Glimmer in körnigem Kalk auf- 
treten soll, ist nicht zu finden. 



Clinohumita. Klinohumit. Clinohumite. 

DES Cloizeaüx 1876. 

Monoklin. 1,0803 : 1 : 5,6588. ß = 90^ 

1886. M.-Levy et Bergeron: Compt. rend., 22. mars. 
— M.-L6VY ET A. Lacroix: BuU. de la soc. fran^. de Min., IX, 81. 

Andalusien, Mit dem rhombischen Humit sind in den 
Kalken von Llanos del Juanar, Serrania de Honda, Klinohumite 
derartig verwachsen, dass die Basis (001) beiden Mineralien 
gemeinsam ist und die seitlichen Pinakoide (010) korrespon- 
diren. Der Klinohumit enthält Zwillingslamellen nach oP (001), 
er ist begleitet von Olivin, Spinell, Rutil und Magnetkies. 

Zwischen Ojen und Istdn findet sich im Dolomit ebenfalls 
Klinohumit; er besitzt ausgezeichneten Pleochroismus in gelb- 
lichen Farbentönen und bildet Zwillingsstöcke nach oP(001), 
mit welcher Fläche er auch mit dem Humit verwachsen ist. 
Zuweilen ist der Klinohumit einzeln durch den Dolomit ver- 
theilt, zuweilen aber bildet er mit den verschiedenen anderen 
eingeschlossenen Mineralien Aggregate, die an Amphibolite 
denken lassen. 



Condrodüta. Chondrodit. Chondrodite. 

Des Cloizeaux 1876. 

Monoklin. 1,0803 : 1 : 3,14379. ß = 90^ 

1897. HiNTZE, C: Handb. d. Mineralogie, II, 380. 

Von „Mermalo, Lao de Lojo*^ erwähnt von Groth fMin.- 
Samml. Strassbg. 1878, 194]; nach Hintze ist es fraglich, ob 



262 

Loja, Prov. Granada, Spanien, oder Hermala, Lcjo, in Finland 
das Vorkommen ist. 



Calamina. Kieselzinkerz. Calamine. 

Rhombisch (hemimorph). 0,78340 : 1 : 0,47782. 

1858. Schnabel: Pogg. Ann., CV, 146. 

1859. Terreil: Compt. rend., XLIX, 554. 

1862. Barth: Zeitschr. d. Deutsch, geol. Ges., XIV, 5. 
— Sullivan: Dublin Quart. Jour., II, 150. 
1864. Süllivan and O'Reilly: Ann. mines, VI, 423. 

An Analysen von Vorkommen aus der Nähe von 
Santander sind bei Hintze die folgenden verzeichnet: 

1. Comillas bei Santander Schnabel, 

2. San Bartölome do. Süllivan u. O'Reilly. 

3. Grube Florida do. dieselben. 

4. TJdias do. Terreil. 

1. 2. 3. 4. 

SiO^ . . . 23,74 23,424 24,883 16,62 

ZnO . . . 66,25 67,792 62,195 66,26 

H^ O . . . 8.34 7,263 7,121 12,92^) 

Sa. 99,41^) 99,590^) 99,381^) 99,91 0) 

Sp. Gew. 3,42 3,267 

Die spanischen Zinkerzlagerstätten sind zahlreich und 
finden sich ebensowohl im Norden wie im Süden. Aber die 
wichtigsten liegen in Asturien und Santander, eine die Verlän- 
gerung von der anderen, und in AUardz, Prov. Älbacete, 

Asturien und Santander, Die Bergwerke südlich von San- 
tander bauen hauptsächlich kohlensaure Zinkerze ab, und das 
Kieselzinkerz findet sich nur gelegentlich im Auskeilen der Nester 
oder in Spalten. Das Muttergestein ist nach Barth ein brauner 
Dolomit, der, zwischen Kalk und Sandstein lagernd, 0-W streicht 
und nördlich, zunächst unter 26— 27 ^ dann plötzlich sehr steil 
einfällt (Jurakalk [Hintze]). Als bestimmte Fundorte sind zu 
nennen: Torrelavega, südlich von Santander an der Vereini- 
gung der Thäler Besaya und Saja. Das Bergwerk erstreckt 
sich von Beocin im W. , nach Torres im 0. und bis nach Ba- 
guerra im S. Die Erze sind auf den einzelnen Gruben etwas 



1) Davon 5,16 Vo hygroskopisch. «) Noch 1,08 A1«0» + Fe*0». 
•) Noch 1,121 CO«. *) Noch 5,182 Fe*0». «>) Noch 0,46 CaO, 3,66 CO*. 



263 

verschiedenartig, doch werden sie gewöhnlich ohne nähere 
Angabe als von Santander stammend in den Sammlungen an- 
getroffen. Nach HiNTZE [resp. der ü. S. Breslau] „herrscht auf 
Nuesira Sefiora de las Nieves unrein gelbes, graues oder brau- 
nes Kieselzink, und neben nierenfönnigem . schneeweissem 
Zinkspath eine seifig anzufühlende leichte Substanz vor, die 
ursptinglich weiss, dann an der Luft violett und braun bis 
schwarz wird und die als ein inniges Gemenge von Kiesel- 
zink mit einem Halloysit- ähnlichen Mineral erscheint." Auf 
der Grube von Comülas hüllt das Kieselzink in strahligen, an 
der Oberfläche feindrusigen Aggregaten gewöhnlich andere Zink- 
erze, namentlich milcbweisse Zinkblüihe, ein. Diese sind 
leichter als Kieselzink zersetzbar und man erhält daher auch 
wohl nur aus Kieselzink bestehende Krusten, welche gelegent- 
lich röhrenförmige oder hohle prismatische Gebilde vorführen, 
die naturgemäss die feindrusige Oberfläche im Innern zeigen 
[U. S. Berlin]. Andere Gruben sind San Bartolome, wo das Erz 
dem von der Grube von Comülas ähnelt; Grube Florida trau- 
big, braun, radialstängelig; Grube von üdias oolithisch; Grube 
Dolores pisolithisch mit Kernen, die nach Süllivan durch Ein- 
wirkung kieselsäurehaltiger Wasser auf Zinkblende ein opal- 
artiges Aussehen angenommen haben. Ferner seien noch er- 
wähnt die Gruben Fico Dobra, Pefia de Vidrio, dann diejenigen 
der Picos de Europa, 

Deutliche Krystalle scheinen nur selten vorzukommen, sie 
sitzen gelegentlich in Höhlungen von braunem, den Aachener 
Stufen ähnlichem Galmei und sind den Krystallen dieses Fund- 
ortes auch in der Gestalt gleich. Groth erwähnt solche, die 
fächerförmig aufgebaute Gruppen bilden und in den einzelnen 
Individuen durch oo P oo (010), oo P (110), P ex (011), 3Pö5 (301) 
umgrenzt werden, also mit dem stumpfen Pol aufgewachsen 
sind. HiNTZE beschreibt unter gleichen Verhältnissen auf den 
Gruben von Meocin vorkommende Krystalle, die dick prisma- 
tisch ausgebildet sind, jedoch dieselben Flächen mit Ausnahme 
von 00 P 66 (010), aber mit hinzukommendem P ^ (101) tragen 
[ü. S. Breslau]. 

S ULLI VAN und O'Reilly haben von der Grube La 
Florida, Prov. Santander, Nester eines eigenthümlichen Zink- 
silicates beschrieben, dessen Analyse obenstebend gegeben 
ist. Das Erz besteht aus unregelmässigen, kugeligen Massen, 
die bisweilen schöne Anhäufungen und Kugeln von 1 cm 
Durchmesser bilden. Spaltflächen scheinen solche von 
ooP(llO) zu sein, nach dem die Spaltung vollkommen ist. 
Spec. Gew. 3,267, Härte = 5. Auf der Grube La Esperanza 



264 

erscheint das Mineral in compacten Massen, stalaktitisch und 
vom Ansehen gewisser Algen. Auf der Grube Merodio sieht 
es chalcedonähnlich aus wie der Smithsonit von derselben 
Grube, der seinerseits häufig durch etwas Kupfersilicat blau 
gefärbt ist. Endlich ist auf der Grube San ßartolome ein fa- 
seriger Hemimorphit vorhanden, dessen Analyse obenstehend 
gegeben ist, und der aus einem Gemisch von Silicat und Hydro- 
carbonat im Verhältniss von 1 : 5 besteht. 

Baskische Provinzen, In den Zinkgruben von Yizcaya 
und Guipuzcoa gibt es verschiedene Nester dieses Minerals 
entsprechend denen von Santander, wenngleich weniger be- 
deutend als diese. 

Die Gruben von Lanestosa in Vücaya und Calavera, Prov. 
Guipuzcoa, In Motrico, ebendort, kommt eine zart grünlich- 
blau gefärbte Varietät vor. Nicht wie gewöhnlich Kupfer, 
sondern Eisen ist hier das färbende Element nach einer 
Analyse von Areitio und Quiroga. Monte Aralar in der- 
selben Prov. [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Aragonien. Linares, Prov. Teruel [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Strahlig faserige, weisse Aggregate in 
krystalline, farblose Krytall-Krusten auslaufend von Dallas, 
Almijara und Tijolay Prov. Almeria, Die dolomitischen Kalke 
archäischen Alters in der Sierra Almijara und die Gangsysteme 
von Motril umschliessen Lager von Kieselzink und anderen 
Zinkerzen. Im östlichen Theile der Sierra Nevada und im 
Norden von Granada sind Erzlager in mehr als 10 km Aus- 
dehnung gefunden worden. Ein liegender Gang von Kiesel- 
zinkerz zu la Yirgen del Bosario, östlich von Arrayanes, Prov. 
Jaen, mit Bleiglanz in einem schwarzen Kalk [Nogü^js]. 
Exemplare von Leon de Plata, Gor und Grube San Loreneo, 
Sierra de Baza, Prov. Granada [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Valencia, Eine Grube zu Lucena, Prov. CasteUön, wo 
das Silicat manchmal Blende begleitet. 

Murcia, San Juan de Alcardz und Biopar, Prov. Alhacete, 
Cartagena, Prov. Murcia [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

In den Zinkbergwerken von Alcardz pflegen Taschen auf- 
zutreten, die an Kieselzinkerz äusserst reich sind. — In den 
oberen Kalken der Sierra de Cartagena finden sich gewöhnlich 
helldurchsichtige, blätterige und dünnbankige Massen unseres 



265 

Silicates, zuweilen sind sie auch eisenschüssig, compact und 
roth gefärbt, dann natürlich nicht so reich. In der Grube 
Tetuän kommt ausnahmsweise eine Bank, die bis 10 m Dicke 
erreicht, auf 30 — 40 ^/o Metall. Eine von Massart ange- 
stellte Analyse ergab: 

Glühverlust Si Zn Fe Mn Ca 
26,60 12,50 36,25 9.28 2,34 14,56 0,50 

e. Willemitgnippe. 
Villemita. Willemit WiUemite. 

LÄVY 1830. 

Tetartoödrisch-rhomboedrisch. 1 : 0,6697. 

1867. Bleeser: Berg- u. Hüttenm. Zeitg., XX, 267. 

Autor gibt die Analyse eines Willemits aus Spanien ohne 
nähere Fundortsangabe. Nach Hintze dürfte diese Angabe 
bei unserem Mineral zu streichen sein. [Vergl. Hintze, Mi- 
neralogie, 1897, II, 36.] 



Crisocola. Kupfergrün ChrysocoUa. 

Werner 1789. 

Amorph. 

1884. CoLLiNs: Min. Mag., V, 216. 

1898. Calderön, S.: Ann. de scienc. nat. Porto., IV, 27. 

Kupfergrün zeigt sich in verschiedenster Menge neben den 
Kupfercarbonaten auf den meisten Kupferkarbonat -führenden 
Erzgängen. Gewöhnlich bildet das Mineral Krusten von 
amorpher Masse mit Glasglanz und blauer, grüner und auch 
schwärzlicher Farbe. 

Asturien, Infiesto [Füebtes Acevedo]. 

Pyrenaeen. CavaneUas und Pi'ats de Miölla in den cata- 
lonischen Pyrenaeen [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

CasHlien, In abwechselnden Lagen braun und grün ge- 
färbt und begleitet von blauer Kupferlasur zu Pardos, bei 
Molina de Aragon [LÄvy, III, 97]. 

Ein harziges Vorkommen von Torrelodones^ Prov. Madrid, 
[Mus. Hist. nat. Madrid] und ein anderes mit geschwärztem 
Kothkupfererz von Garäballa, Prov. Cuenca [Ibid.]. 



266 

Andalusien. Von Linares erwähnen es Hausmann, I, 749 
und Descloizeaüx. — Auch in den Minen von Bio linto und 
anderen Gruben der Pyrit -Region in de» Prov. Huelva [Col- 
LINS und Calderön], Behesa de Älmenara und Pefiaflor in der 
Prov. Sevilla [U. S. Sevilla]. Am Cdbo de Gata, Älmeria, findet 
sich das Kupfergrün auf einem zersetzten grauen Tuff, der 
auch noch gut ausgebildete Krystalle von Hornblende enthält. 
Der Tuff reichert sich nach und nach immer mehr mit dem 
Mineral an, das schliesslich in reiner Substanz vorliegt und 
allmählich wieder in den Tuff übergeht. In der reinsten Va- 
rietät, in der nur ab und zu etwas von dem grauen Tuff oder 
ein Hornblendekrystall erscheint, ist das Kupfergrün opalartig, 
hat kleinmuscheligen Bruch und lauchgrüne oder auch hellere 
Farbe [U. S. Berlin]. — Abla und Finana, Prov. Almeria 
[Naranjo, 410]. 

Portugal Grube Cahega Alta und andere in der Kupfer- 
Region von Alenitejo, Ebendort tritt auch Kupferpecherz auf 
[P.-GoMES, 207]. 

Friedelita. Friedelit. Friedelite. 

E. Bertrand 1876. 
1886. Rammelsbero, C: Mineralchemie, Erg.-Heft I. 106. 

Rothe, sechsgliederige Krystalle aus dem Lourontkal, 
Fyienaeen. Spec. Gew. 3,07. 

SiO^ MnO MgO(CaO) H^O 

36,12 53,05 2,96 7,87 = 100,00. 



Prehnita. Prehnit. Prehnite. 

Werner 1790. 

Rhombisch. 0,8401 : 1 : 1,1253. 

1818. J. V. Charpentier: Gilbert's An., XLV, 438, vergl. auch 
Journal des mines, Fevr. 1813. 

In mikroskopischer Grösse iSndet er sich zuweilen aus 
basischen Gesteinen Spaniens angegeben, er kommt wahrschein- 
L'ch auch in einigen Kupfererzlagern der Prov. Huelva vor. 
Sicher bekannt ist er aus den 

Pyrenaeen. In ophitischen Gesteinen, z. B. im Thale 
von Crisiain (Huesca), wo schöne, faserig blätterige Massen 
von grüner Farbe aus der Zersetzung von Kupfer - haltigem 
Eisenkies hervorgingen [Charpentier] . 



267 

f. Granatgruppe. 
Granate. Granat. Granada. 

Albertus Magnus 1270. 
Wallerius 1747. 

Regulär. 

1782. BowLEs: Introd. Hist. nat. de Esp. 

1875. Roemer: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 63. 

1879. Damour: Bull. Soc. min. de France, II, 166. 

1881. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., X, Mem. 68. 

1886. Louis: Min. Mag., VI, 46. 

— M.-LijVY ET Bergeron: Compt. rend., 22. mars. 

1887. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XVI, Mem. 253. 

1890. Calderön, S.: Compt. rend., 8. September. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 697. 

1892. Almbra: Crön. cientif. de Barcelona. 

1893. Lacroix: Min6r. de la France, I, 211. 

1894. Calderon, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIII, Mem. 35. 

— Bensaude: Beitrag zu einer Theor. d. opt. Anom. d. regul. 

Krystalle, 38. 

1895. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 209. 
1898. Calderon, S.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 22. 

1900. Fbrnandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, Act. 120. 

SiO» Cr«0» A1»0« Fe«0» FeO MnO CaO MgO 

1. 36.20 6,50 10,20 9,60 8.16 0.50 27,50 - = 98,66 

2. 33,56 — 15,64 9,75 — 10,39 26,92 — = 96,26 

3. 34,01^)- 1,03 30,23 — — 33,06 0,24=100,07 

1. Uwarowit v. Pico de Fosets [Damour]. 

2. Manganhaitiger Granat aus den caialonischen Pyrenaeen. 
Magnesia. Alkali und Wasser sind nicht bestimmt [Louis 

3. Grossular v. d. Ointra [Lepierre nach Bensaude 

Galicien. Die Amphibolite von Lugo und aus der Sierra 
Capelada bei Santa Marta de Ortigueira enthalten reichliche 
Mengen von gemeinem Granat. Von diesem letzteren Fund- 
orte bemerkt Macpherson, dass die Körner eines Kolopho- 
nites häulSg Flächen vom Rhomben dodekaeder, seltener solche 
von einem Hexakisoktaäder erkennen lassen, und dass diese 
Körner reich an Einschlüssen, darunter an Zoisit, seien. 
Ortegal, Prov. Corufia [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ästurien, Gemeiner Granat ist auch in den Amphibo- 
liten dieser Provinz ein häufiger Gemengtheil, mit ihm wird 
auch Pyrop (piropo) von dort erwähnt; ebenso aus dem Chlorit- 
schiefer von Formaza, Bez. Lena. 



») Dazu noch 1,50 TiO*. 



268 

Fyrenaeen von Navarra, Aragonien und Catalonien, 
Grossular (grosularia) findet sich in Orbaiceta, Prov. Navarra, 
sowie auch meist mit Vesuvian und Epidot vereint an vielen 
anderen Punkten der mtalonischen und aragonischen Pyrenaeen. 
In metamorphosirten Kalken findet er sich z. B. in der Mon- 
tafia de Senet, wo GoüRDON schöne gelbe Dodekaeder von 
2 cm Durchmesser auffand, deren optische Eigenschaften durch 
Lackoix untersucht wurden. Ein Mangan - haltiger Grossular 
wurde von Louis in den catalonischen Pyrenaeen aufgefunden, 
in einer fast senkrechten Ader in metamorphosirtem Schiefer 
auftretend.* Diese Ader, die über 300 Yards weit verfolgt 
wurde, läuft O.-W. und ist gegen 2 Zoll stark. Am Ausge- 
henden ist das Mineral sehr zersetzt, so dass es zerbröckelt, 
und enthält kleine Eisenkiese. Hohlräume in der derben 
Masse und Chloritschiefer, der den Gang an anderen Stellen 
begrenzt, bieten Krystalle dar, die das Rhombendodekaeder 
mit dem Ikositetraeder 202 (211) zeigen. 

An einem 1 Meile entfernten Punkte fand sich ein 5V2 
Yards dicker Gang in hochkrystallinem Kalkstein. Die Masse 
dieses Ganges enthält nur wenig Kalk, dagegen finden sich 
einerseits dünne Aederchen von Amianth, andererseits in dem 
Kalk soviel Pyrit und Zinkblende, dass eine Gewinnung lohnt. 
Auch in der Umgebung von Yermo ist Almandin an verschie- 
denen Punkten gesammelt worden. 

Pyrop (piropo) kommt in den Lherzolithen der Pyre- 
naeen vor. 

Uwarowit (uwarowita) ist nach Gourdon in metamorphen 
Kalken am Pico de Posets bei Venasque in Aragonien nachge- 
wiesen. Die derben Massen besitzen Höhlungen, die von 
Rhomboedern ausgekleidet sind [U. S. Strassburg]. In Beglei- 
tung des Uwarowit treten auf Sphen, Pyroxen, Wernerit u. s. w. 
Der Granat ist zuweilen in chromhaltigen Chlorit umgewandelt. 

Catalonien. Bei Belen und auf der Grube des Infern- 
haches zu San Gervasi, Prov. Barcelona [Almera]. Almandin 
zu Espinahel, Prov. Gerona [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Leon, Gemeiner Granat in schönen, wenn auch nicht 
sehr grossen BjystaDen im Granit von Baflos, Prov. PcUencia 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Estremadura, Almandin bildet zu Burguülos, Prov. Badajoz, 
einen Granatfels, und ebendort finden sich Rhombendodekaeder 
mit einem Durchmesser bis zu 10 cm von gemeinem Granat. 



269 

CasHUen. Die Varietät Almandin (Almandina) ist in der 
Sierra de Guadarrama in der näheren und weiteren Umgebung von 
Bmtrago an verschiedenen Punkten aufgefunden, welche zwi- 
schen Somosierra auf dem Kamm des Gebirges und El Cardoso 
am Südabhang desselben gelegen sind. Speciell werden ausser 
diesen beiden Orten noch Bocigano und Horcajuelo genannt. Bei 
El Cardoso bildet Granat mit Staurolith nach F. - Navarbo 
einen Staurolith-Granat-Fels und enthält spiralige Einschlüsse 
von Gas, sowie einen Rand von dem als „Kelyphit" in die 
Litteratur eingeführten Gemenge. Bei El Escorial, El Carro del 
Diablo, Pefialarä u. s. w. Im Mus. Hist. nat. Madrid Granat 
(Kolophonit) derb und dodekaedrisch mit Kokkolith von El Es- 
corialy und ebenso ikositetraödrisch von El Horcajo, beide 
Orte in der Sierra de Guadarrama, Prov. Madrid. 

Gemeiner Granat (Granate comün) findet sich in guten 
Kjystallen bei Fuente de los Jadnios, in der Umgebung von Toledo. 

Andalusien. Auf der Magneteisengrube Navalostrülo bei 
El Pedroso, nördlich von Sevilla, sammelte F. Roemer Almandin, 
der in unregelmässigen Körnern das Magneteisenerz begleitet, 
resp. von ihm umschlossen ist. Auf Kluftflächen, die den 
Granat durchziehen, hat sich Epidot gebildet. Von Navalarazo, 
in der gleichen Gegend, liegt ein brauner Granat vor, der mit 
Orthoklas und Epidot zusammen gebrochen wird [U. S. Breslau]. 
Almandin bildet einen wesentlichen Gemengtheil der Eklogite 
von M Pedroso [Calderon]. Im Ophit von Morön sind Rhom- 
bendodekaeder als Neubildung vorhanden [Calderon]; nirgends 
ist sonst im Ophit Granat gefunden worden. Chemisch dem 
Pyrop zuzurechnende Massen stammen aus der Sierra de Se- 
gura, auf der Grenze der drei Königreiche Andalusien, Murcia 
und Granada [U. S. Sevilla, Calderon]. 

Die Contactgesteine von Maro (Malaga) und die Glimmer- 
schiefer der Sierra Nevada enthalten Körner und Krystalle von 
Almandin, die von Macpherson bezüglich ihrer inneren Struktur 
untersucht wurden und an denen Chaves Kelyphit-Umrandung 
erwähnt. Aus den Gesteinen bei der Verwitterung derselben 
losgelöst, bilden dieselben in den Thälem der Sierra die be- 
kannten, aus den schwerer angreifbaren Mineralien bestehen- 
den Sande, welche durch die Gewässer zusammengeführt wur- 
den. Namentlich aber sind es die Cordierit-Gneisse des Cabo 
de Gata und die dort aufsetzenden Andesite, welche in reicher 
Fülle Almandin enthalten. Eine ähnliche Innenstructur, wie 
die oben erwähnten, von Macpherson untersuchten Kömer 
und Krystalle aus der Sierra Nevada, besitzen nach M.-L6vy 



270 

und Bergeron auch Granate aus Amphiboliten, die den Se- 
ricitschiefern ca. 10 km östlich von Atord eingelagert sind. 
Der Granat eines bestimmten Lagers ist von Gasporen in Form 
negativer Krystalle durchschwärmt. Durch Rutileinschltisse 
sind bemerkenswerth die Krystalle aus dem Glimmerschiefer 
der Cuesta de Vacares im gleichen Gebirge; die Einschlüsse 
sind sänmitlich gleichgerichtet orientirt, und zwar nach der 
dodekaedrischen Spaltbarkeit, nicht wie gewöhnlich nach der 
krystallographischen Axe [MacphersonJ. 

Die Sierra Älhamüla und El Hoyazo sind in dieser Be- 
ziehung besonders hervorzuheben. Im Barranco de las Grana- 
tiUas {= Bambla de GranatiUa Hoyazo, Osann) macht es nach 
BowLES keine Schwierigkeit, ganze Lasten des Minerales zu 
sammeln. Prächtig sind die dunkelblutrothen Ikositetraeder, 
welche nach der Höhenlinie der Flächen gestreift sind, neben 
202 (211) zuweilen das Ehombendodekaäder tragen und mit 
Glimmer und Quarz Einschlüsse resp. Ausscheidungen im Gneiss 
des Nijary Caho de Gata bilden [ü. S. Berlin]. Die im An- 
desit eingeschlossenen Almandine sind optisch immer vollkom- 
men isotrop und enthalten gelegentlich kleine Flüssigkeitsein- 
schlüsse, die sich reihenförmig zu ordnen pflegen [Osann]. 

Zum Grossular sind nach F. - Navarro diejenigen Vor- 
konmien zu rechnen, welche der Autor von Alicün und dem 
Barranco de Belen, Prov. Granada, anführt. Im Mus. Hist. nat. 
Madrid granatführende Sande, in der Gegend „Rubies" ge- 
nannt, von der Seeküste von MarteUay Prov. Malaga, Alman- 
din und dodekaedrischer Grossular von Bayarque und Alicün, 
Prov. Almeria, 

Valencia, Isolirte Almandin-Krystalle von gleicher Be- 
schaffenheit, wie sie aus der Bambla de las Granatülas be- 
schrieben wurden [Osann], und bis zu 7 mm Durchmesser sollen 
von Alicante herstammen. Nach Levy [I, 423] zeigen die 
Exemplare die auch in Schrauf's Atlas [V, 3] abgebildete 
Combination ooO (HO), 202 (211). (Hier liegt wohl ein Irr- 
thum vor, und es handelt sich wirklich um Funde von dem 
Hoyazo) [U. S. Berlin]. 

Murcia, Cehegin schöne Rhombendodekaeder im Feld- 
spath [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portugal Grossulare von S. Pedro (Ointra) aus dem 
Contact von Granit mit jurassischem Kalk, schön schwarz- 
grün gefärbt, zeigen ooO(llO) mit untergeordnetem 202(211), 



271 

00 2 (210), 0(111), 720(332) und einer VicinalflSehe von 
202 (211). die dem Zeichen ^V^o »720 (79,95-41.39) am besten 
entspricht. Das zur Analyse von Lepierre genommene Material 
wurde mittelstElectromagnet undKaliumquecksilberjodid-Lösung 
gereinigt [Bensaude]. Almandine von Espinho-Arcozello, Distr. 
PortOy in Glimmerschiefer. Grube von Ramalhosa, Im Basalt vom 
Monte Suimo (Bellas) — Andradit (= Allochroit) von Logar da 
Azenha (Aguas Ferreas, Forto), Arronches. Herdade da Igreja 
(Orada) [P.-Gomes, 206—207]. 

Axinita. Axinit. Axinite. 

Haüy. 

Trikün. 1,14752:1:0,86256. 

a=:97<^2', ß = 98^5372', T= 102^45'. 

1897. Hintze: Handbuch der Mineralogie, U, 501—502. 
1879. Zirkel: Neues Jahrb. f. Min., 379—382. 

Fyrenaeen. Dort findet sich eine eingehende Aufzählung 
und Beschreibung der Fundorte, die zumeist auf französischer 
Seite liegen. 

Castilien, Nach Garcia - D. findet sich dieses Silicat, 
obgleich selten, zu El Torco im Süden von Toledo in Höhlun- 
gen von Quarz in Gestalt von dünnen und dicken, beilförmigen 
Krystallen. Er fand es in einem Quarzgange mit dünnstrah- 
ligem Turmalin und wenig Magnetit. 

Andalusien. In der Sammlung des verstorbenen Herrn 
Bosch in Madrid befindet sich ein Exemplar von Carratraca 
bei Ardales und Casa de los Acedos, Arroyo del Corriendo, Prov. 
Malaga. 

g. Skapollthgruppe. 

■ 

Wemerita. Skapolith. Wemerite. 

d*Andrada 1800. 

Tetragonal. 1 : 0,4392. 

1813. Jon. V. Chabpentibr: Gilbert's An., XLV, 438. 

1882. Barrois: Asturies, 52. 

1889. Lacroix: Bull. Soc. min. de France, XII, 165. 
— Id.: Contrib. ä l'ötude des gneiss ä pyroxöne, 81. 

1894. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Mem. 35. 

1898. Id.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 15. 

Asturien. Zum Couseranit (couzeranite) oder einem ähn- 
lichen Mineral rechnet Barrois die Krystalle, welche reichlich 



272 

in einem körnigen Kalk des Cambriums von Mondofiedo ein- 
geschlossen sind ; die kleinen , 1—2 ram dicken Exemplare 
sind von den gestreiften Flächen des ersten und zweiten 
Prisma begrenzt. 

Baskische Provinzen, Die Couseranit- Kalke der fran- 
zösischen Pyrenäen sind auch im Norden der Prov. Navarra 
verbreitet, wo gute und typische Krystalle gefunden wurden. 

Fyrenaeen, In den catalonischen Pyrenaeen begleitet 
Dipyr am Cmllo de Box Chromgranat [LacroixJ. 

Ca stillen, Puerto de PegueHnoSj Sierra de Guadarrama 
[Sammlung Bosch, Madrid]. 

Andalusien. Makroskopische Krystalle von Skapolith 
sind bisher nur in einem Ophit von Dehesa del Röble bei Morön, 
Prov. Sevilla, durch Caldebön aufgefunden worden; sie be- 
gleiten hier Granat und Eisenglanz und bilden weisse, stark 
zersetzte Prismen von 2 cm Länge und V» cm Dicke, die 
QuiROGA als tetragonal, stark doppelbrechend und optisch ne- 
gativ erkannte. 

Als mikroskopischen Bestandtheil von Granuliten und 
Gneissen hat Lacboix Dipyr in der Prov. Sevilla, im Cipollin 
der Sierra de Peflafhr im Norden der Provinz, auch in 2 mm 
langen Prismen an Material, das Calderon gesandt hatte, 
nachgewiesen. Auch in der Prov. Huelva enthalten derartige 
Gesteine grünliche Körner und grosse, nach der c-Axe ge- 
streckte Krystalle. 

Valencia und Portugal, In Ophiten haben den Dipyr 
QüiROGA und Macpherson zu Segorhe, Prov. CasteUon, und in 
Portugal aufgefunden. 



h. Nephelingruppe. 
Nefelina. Nephelin* Nepheline. 

Haut 1801. 

Hexagonal. 1 : 0,8389. 

1861. K Blum: N. Jahrb. f. Min. u. Geol., 426. 

1880. QmROGA: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, IX, Mem. 161. 

Ib81. Macpherson: ibid, X, Mem. 84. 



273 

1882. Macpherson: Journ. de scienc. 
— Id.: Bol. Inst, libre de ensen., VI. 

1884. Calderön: Bull. Soc. g6ol. de France, (3) XllI, 113. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLIIl, 388. 

1892. A. DE Yarza: Descrip. fis. y geol. prov. Vizcaya, 135. 

Galicien. In Nephelinbasalt von der Gegend zwischen 
Las CrtAces und Larazo in Fontevedra [Macpherson]. 

Pyrenaeen. In Basalten von Olot in den catalonischen 
Pyrenaeen der Prov. Gerona [Macpherson]. — Im Tephrit von 
Zaldua, Prov. Vizcaya [A. De Yarza]. 

Castilien, Die Basalte von La Mancha sind nach den 
Untersuchungen von Qüiroga sämmtlich Nephelin führend. 
In einer Probe von CastÜlejo de Puercos bei PuertoUano fand 
er Nephelin in Gestalt mehr oder weniger regelmässiger Recht- 
ecke und Hexagone vollkommen ausgebildet. 

Andalusien nndMurcia. Osann kennt am eigentlichen Cabo 
de Gata kein Vorkommen Nephelin oder Leucit führender Gesteine 
[Zeitschr. d. D. geol. Ges., 1889, XLI, 297], dagegen berichtet 
er von den der grossen Gesteinsmasse des Caho de Gata fremd 
gegenüberstehenden, im ganzen Gebiet einzig bekannten Olivin 
führenden Felsarten, dem Verit des Cahezo Maria und einem 
Nephelinbasanit, der den Cahezo de la Tia Laura und den Cerrito 
de la Media Legua in der Ebene östlich und nordöstlich von 
Cartagena zusammensetzt [Zeitschr. d. D. geol. Ges. 1891, 
XLIII, 333]. 

Portugal Der Nephelin und Eläolith (eleolita) ist auf der 
Halbinsel nur als Gesteinselement aufgetreten, als solches ist 
er nachgewiesen: Im Foyait von der Serra Monchique [R. Blüm, 
426]; im Teschenit von Cezimbra, [Macpherson]. 

Cancrinita. Cancrinit. Cancrinite. 

Hexagonal. 1 : 0,4224. 

Nur als accessorischer Gemengtheil in den Foyaiten Por- 
tugals erwähnt [P.-Gomes, 209]. 

SodaUta. SodaUth. Sodalithe. 

Thomson 1810. 
Regulär. 

1880. VAN Werwbke: N. Jahrb., II, 178. 

1882. Calderön: Bol. Com. Map. geol. de Esp., IX, 380. 

1889. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 688. 

1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 14. 

18 



274 

Andalusien. Als Füllmasse von Mandeln in trachyti- 
schen Andesiten des Collado de la Cruz del Mtierto und von La 
Serrata, am Caho de Gata, Prov. Almeria [Calderön], und eben- 
dort auch in Concretionen von eigenthüralicher Structur, von 
denen einige bis 6 cm messen, zuweilen von Tridymit be- 
gleitet fOSANN]. 

Portugal In den Foyaiten der Serra Monchique, Algarve, 
namentlich in demjenigen der Pkota sehr reichlich, sonst auch 
nur accessorisch. Meist ist das Mineral im Gestein unregel- 
mässig umgrenzt, doch gelegentlich ist auch hexagonale Um- 
randung zu erkennen [van Werv^eke, cf. P.-Gomes, 207]. 



Hauyna. Haüyn, Hauyne, 

Brüun-Neergard 1Ö07. 

Regulär. 

Als Gesteinsgemengtheil in Nephelinbasaniten Portugals 
[P.-GoMES, 209]. 

i. Glimmergruppe, 
Meroxeno, Meroxen, Biotite. 

Breithaupt 1841. 
(Biotita.) (Biotit.) 

Hausmann 1847. 

Monoklin. 0.5774 : 1 : 1,6452; ß = 90<^ 0'. 

1875. RoEMER, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 66. 

1881 u. 1886. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., X, Mem. 81 

u. XV, Mem. 168, 200. 
1882. Barrois: Asturies, 8B. 
1891. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX, Act. 66. 

1897. Hintze: Handbuch der Mineralogie, H, 565. 

1898. Calderon: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 33. 
1900. Rivas Mateos: Comp, de Miner. descript., 280. 

Nur aus den Glimmer führenden Gesteinen der spanischen 
Monarchie, sowohl älteren wie auch jüngeren, wird Biotit meist 
mit weissem Glimmer vergesellschaftet angegeben, doch fehlen 
die für mineralogische Sammlungen allein in Frage kommen- 
den pegmatitischen Ausscheidungen fast gänzlich. Der einzige 
in der Litteratur bekannte Fundort solcher findet sich in 

Galicien. Dieser Glimmer findet sich in derselben Reich- 
lichkeit wie die Hornblende in dem syenitischen Granit von 



275 

Vivero, Prov. Lugo, und zwar in grossen, am Rande unregel- 
raässigen Tafeln von kastanienbrauner Farbe. 

Auch der Gneiss von Fontevedra, Vigo und IledondeUa be- 
sitzt viel gut erhaltenen Meroxen, der manchmal an einzelnen 
Stellen in Chlorit verwandelt ist und Rutilnadeln zeigt. 

In dem Homblendegneiss von Vigo und in dem Glaucophan 
führenden von FA Burguero ist aller Glimmer Meroxen, in dem 
von der Sierra Cabelada ist neben Hornblende wenig Glimmer, 
der vielleicht zum Lepidomelan gehört, vorhanden. Der Meroxen 
ist dem Muscovit in allen Glimmerschiefern der westlichen 
Region Galicien associirt, wie auch in den Talkschiefern der- 
selben Gegend [Macpherson]. 

Jsturien, Meroxen und Muscovit sind in dem Granit der 
Gänge von BotU vorhanden; der Meroxen ist ein constantes 
Element der jüngeren quarzführenden Kersantite von Asturien; 
er ist daselbst gewöhnlich sehr reichlich vorhanden, mehr als 
die Hornblende. Er findet sich in dünnen, schwarzen, hexa- 
gonalen Tafeln und in kleinen, niedrigen Prismen [Bakrois]. 

Catalonien. Säulenförmige, isolirte Bjystalle von San 
Gervasio, Prov. Barcelona [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Leon, Lamellenförmig mit Muscovit abwechselnd in dem 
Granit von JEl Trampal, Sierra de Bejar, Prov. Salamanca, 
[Rivas Mateos]. 

Andalusien. F. Roemer beschreibt aus dem Gneiss bei 
der Magnetit - Grube NavalostriUo, 8 km nördlich von El Fe- 
droso, Prov. Sevilla^ gelegen, handgrosse, blätterige Partieen von 
schön tombakbrauner, etwas grünlicher Farbe, die nach 
HiNTZE sehr an den Anomit vom Baikalsee erinnern. Sie sind 
optisch zweiter Art, haben einen Axenwinkel von 6— 8^ Die 
Blättermassen sind bis 2 cm dick, entweder eben, oder ähn- 
lich einer grossen Pinna gebogen. Auch knollige, feinschup- 
pige Aggregate von offenbar zersetztem Mineral finden sich 
ebendort, sie glänzen halbmetallisch und schliessen verwit- 
terten Serpentin von versteckt faseriger Structur und grünlich 
grauer Farbe als Kern ein [U. S. Breslau]. 

In gewissen Andesiten des Caho de Gata, Prov. Almeria 
[Calderön], und des Mar Menor Cartagenas [Qüiroga] bildet 
Biotit porphyrische Einsprengunge, die auch makroskopische 
Dimensionen annehmen. 

18* 



276 

Portugal Auch hier kommen gelegentlich grössere, ma- 
kroskopische Ausscheidungen vor, hauptsächlich im Alto Mino, 
welche heim Volke als „dinheiro da raposa" (Fuchsgeld) be- 
nannt werden. P.-Gomes [207] führt als Fundorte die grani- 
tischen Gebiete der Serra de Cintra, Beira und Evora an. 

Flogopita. Phlogopit. Phlogopite. 

Brbithaüpt 1841. 

Monoklin, wie Meroxen (Biotit). 

1894. Quiroga: üebersetzung von Tschermak's Mineralogie, 369. 
1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 84. 

Ca stillen. Nach Quiroga ist diese Varietät reichlich 
vertreten in den krystallinischen Urkalken von der Sierra de 
Guadarrama, Bei El Escoricd und dem nur 8 km davon entfernten 
Bobiedo de Chavela, sowie an anderen Punkten des gleichen Ge- 
birges. Garcia-D. sagt, dass er in Spanien dieses Mineral nur 
bei El Horcajo, Buitrago, Sierra de Guadarrama, Prov. Madrid. 
in Form grünlich-broncefarhiger Säulen gefunden hat. Er 
nimmt von diesen an, dass sie zum Phlogopit gehören. 

Andalusien. Hier geht der Urkalk von Peflaflor und 
Lora del Rio, Pröv. Sevilla, zuweilen in „Cipolino*' üher. 
Auch in der Sierra de Aracena, Prov. Huelva, kommen in 
einem Bruche schwach bläulichen Marmors hei Fuente Heridos 
grüne Adern vor, die durch Blättchen von Phlogopit gefärht 
erscheinen [ü. S. Berlin]. 

Die Blättchen sind hier aber stets nur sehr klein, und so 
scheint es auch an den anderen Fundorten zu sein, so dass 
Exemplare dieser Varietät sich wohl nur selten in Sammlungen 
finden werden. 

Zinnwaldita. Zinnwaldit. Zinnwaldite. 

Haidinger 1845. 
Monoklin. 

Portugal. Auf der Gruhe Behordosa und anderen Zinn- 
erzlagerstätten [P.-GoMES, 207]. 

Lepidolita. Lepidolith. Lepidolithe. 

Elaproth 1794. 

Monoklin. 

Castilien. Horcajuelo und Toledo in Neu-Castilien und in 
einem Rollquarz bei Logrono in Alt-Castilien [Garcia-D.]. 



277 

Portugal, Nach P.-Gomes [207] zu Cruz da Regateira 
(zwischen Porto und Guimaräes) und auf der Grube Quarta 
feira (Sabugal). 



Moscovita. Muscovit, Muscovite. 

Dana 1850. 

Monoklin, wie Meroxen (Biotit). 

1867. Zirkel: Zeitschr. d. D. geol. Ges. 

1882. Barrois: Asturies, 76 u. 88. 

1886. Barrois et Offret: Compt. rend., 12 Juillet. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXUI, Act. 33. 

1898. Id.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 38. 

Nur die grösseren Blätter aus pegmatitischen Gängen und 
Massen, sowie solche von besonderem Aufbau der Aggregate 
können hier berücksichtigt werden, wogegen das weitverbreitete 
Vorkommen als Gesteinsgemengtheil nicht berücksichtigt 
werden wird. 

Galicien. Vielfach und zuweilen in recht grossen Blättern 
vorkommend. Heller Muscovit als Product erster Ausscheidung 
und als das häufigste Zersetzungsproduct des Orthoklas in dem 
Granit von Ltigo [Barrois]. San Campio und Presqueira, 
Prov. Pontevedra [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

A Sturzen. Von derselben Art wie zu Lugo [Barrois]. 

Estremadura. Blumig blätterige Aggregate als Bestand- 
theil eines Pegmatits im Gneiss von Valencia de Alcäntara in 
der Prov. Cdceres. 

Pyrenaeen. Bei Bosost und Lez im Val d^Ardn fand 
Zirkel blätterig blumige Partieen im Granit (Luchon-Granit). 

Castilien. In dem Granit von Toledo. Das Mus. Hist, 
nat. Madrid besitzt Muscovit von Avila, Miraflores, Cavanillas 
de la Sierra, El Escorial, Colmenarejo und Montejo in der Sierra 
de Guadarrama; Fuentenebro, Prov. Burgos. 

Andalusien. Sierra Morena. Genauer beschreibt Calderön 
[1894] das Vorkommen am Cerro del Imdn im Bezirk von 
Morön, Prov. Sevilla, woselbst gewöhnlich ein inniges Gemenge 
von Magnetit und hellem Glimmer von talkigem Aussehen, 



27g 

natronreich, ein wahres Gestein bildet. Die grösseren Blätter 
von unserem Mineral sind bedeckt mit einer Kalkspathkrüste 
und in ihrer Umgebung findet sich meist auch Magnesit. 

Im Cordierit-Gneiss von Istdn und Marbella, Prov. Malaga^ 
bildet Muscovit krumme Blätter mit Körnern des Dichroit. 

Portugal. S, Cosme (Gondomar), AUenha (Ägtuis FerreaSy 
Forte) und in vielen Graniten [P.-Gomes, 207]. Die dichten 
Muscovite, die als Damourit, Delesse 1845, (damourita) be- 
zeichnet werden, bilden die beim Andalusit erwähnten Pseudo- 
morphosen. Hierher rechnet Calderön auch die Begleiter 
des Zinnsteins in den Quarzgängen der Provinzen Zamora 
uud Salamanea in Le&ti. 

Sericit, List 1850, (sericita), ist in Schiefergesteinen 
archäischen und paläozoischen Alters in der Sierra Nevada, 
Sierra Morena und an anderen Lokalitäten verbreitet. Diese 
Schiefer wurden früher fälschlich als Talkschiefer bezeichnet. 
Chaves rechnet hierher auch dichte Glimmer aus der Contact- 
zone von Maro: Nach Barrois und Offret sind ein Theil 
der cambrischen Schiefer der Sierra Betica, Prov. Granada, 
nur aus Sericit gebildet, z. B. zu Murtas und Motril. Ebenso 
sind die cambrischen Grauwacken von Teba, Prov. Zamora, 
sericitisch. 



Margarita. Margarit. Margarite. 

MoHS 1820. 

Monoklin, ähnlich Meroxen (Biotit). 

1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, 
Mem. 121. 

In den Ottrelithschiefern von JEl Cardoso, Sierra de Gua- 
darrama, Prov. G^dalajara, aufgefunden. 



k. Clintonitgruppe. 
Cloritoide. Chloritoid. Chloritoide. 

Breithaupt 1835. 
(Ottrelita.) (Ottrelith.) (Ottrelite.) 

Leonhard 1821. 

Monoklin. 

1864. Prado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 108. 

1880. Gil-Maestre: Bol. Com. Map. geol. de Esp., 127. 

1882. Barrois: Rech, sur les terr. anc. des Asturies et de la Galice, 459. 



279 

1886. Barrois et Offret: Compt. rend., 12 Juillet. 
1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, 
Mem. 121. 

Galicien. In dem Schiefer von Mondoüedo, Prov. Lugo 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ästurien. Die Chiastolithschiefer Ästuriens haben zu- 
weilen reichlich ein blätteriges Mineral, das Babrois in Ueber- 
einstimmung mit Renard dem Ottrelith zuschreibt. 

Leon. Ebenso stellt dies Gil-Maestre in den Gesteinen 
der Prov. Scdamanca fest. 

Castilien. In den silurischen Schiefern der Provinzen 
Madrid, Segovia und Guadalajara hat Prado 1 — 2 mm im 
Durchmesser haltende, glänzende Lamellen von schwarzer bis 
grau-schwarzer Farbe aufgefunden. F.-Navarro hat namentlich 
aus der Nähe von El Cardoso, am südlichen Abfall der Sierra 
de Guadarrama, grünlich schwarze Blätter und Krystalle dieses 
Minerals untersucht, die bis zu 3 cm massen [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. Hierher gehört wohl auch der von Groth [218 
erwähnte Fundort Condoro, der nirgends aufzufinden und woh^ 
einer undeutlichen Etiquette zu verdanken ist. 

Andalusien. In cambrischen Gesteinen der Serrania de 
Ronda beschrieb Barrois und Offret sehr stark pleochroitische 
Blätter von blau grüner Farbe, die in unregelmässiger Weise 
den Glimmerschiefern der Sierra Nevada eingelagert sind. 



I. Chloritgruppe. 
Pennina. Pennin. Pennine. 

Fröbel 1840. 

Monoklin. 

1891. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX, Act. 20. 
1900. Rivas Mateos: Compend. Miner. descrip., 268. 

Castilien. Eine faserige Varietät kommt zu Tdedo vor. 

Andalusien, In der Eisengrube von Marhella, Prov. 
Mähga, fand Quiroga schöne Krystalle von hexagonalem 
Habitus; auch sind solche aus der Umgebung von Motnl, Prov. 
Granada, bekannt geworden [Rivas Mateos]. 



280 



Clinoclora. Klinochlor. Clinochlore. 

Blake 1851. 
Monoklin. 

1882. Barrois: Asturies, 126. 

— Botella: Bol. Com. Map. geol., IX, 62. 

1890. Macphersom: Bull. Soc. Belg. de g6ol., IV, 274. 

1898. Galderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 31. 

Dieser Species sind nach Tschermak die meisten der 
gesteinsbildenden Chlorite zuzurechnen; es sind daher hier die 
Vorkommen der Chloritschiefer von Galicien, Asturien, Estre- 
madura (Prov. Gareres), Andalusien (Httelva, Sierra Morena, 
Sierra Nevada) zu nennen. Ferner gehören hierher auch 
die theilweise in denselben Regionen auftretenden Gneisse 
mit linsenförmigen Nestern von Chlorit, die aus Castäien und 
zwar aus der Gordillera Carpetana (Puerto de Mahgon, El 
Escorial, Hiendehencina u. s. w.) genannt werden mögen. 

Galicien. Der Chlorit ersetzt manchmal den Glimmer 
in den Talkschiefern der westlichen Region dieser Provinz 
[Macpherson]. 

Asturien. Nimmt mit Quarz und Serpentin am Grund- 
teig der diabasischen Tuffe von Santa Eulalia theil [Bareois]. 

Pyrenaeen. Schuppig in dem Granit von CantaUops, 
Prov. Gerona [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ca'stilien, Galapagar in der Sierra de Guadarrama und 
mit Granat zu El Escorial und mit Molybdänglanz am Eisen- 
bahntunnel von Torrelodanes', gelblich zu Bustarviejo [Mus, 
Hist. nat. Madrid], La Boderaj Prov. Guadalajara, Toledo. 

Andalusien. Lubrin, Prov. Almeria; Marhella mit Magnet- 
kies und Fassait [Qüiroga], [Mus. Hist. nat. Madrid]. Mit 
Milchquarz in der Sierra Alhamiüa, und zwar in deren paläo- 
zoischen Schichten, südöstl. von der Prov. Almeria [Botella]. 

In den cambrischen Congloraeraten der Sierra Morena ist 
deutlich die Tendenz vorhanden, die Feldspathelemente durch 
Umwandlung in chloritische Materien auszumerzen. Diesen 
Vorgang schreibt Macpherson einer Molecularbewegung im 
festen Gestein zu. 



281 



Proclorita. Prochlorit. Prochlorite. 

Dana 1867. 
(Helminta.) (Helmintlu) (Helminthe.) 

VOLGER 1854. 

Monoklin. 

1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, 
Mem. 121. 

Castilien. Zu Hiendelaencifia, La Bodera und Villares, im 
Norden der Prov. Guadalajara, fand F.-Navarko wurmförmige 
Aggregationen, die unter dem Mikroskop aus fein gestreiften 
Blättern aufgebaut erschienen. 



Chamoisita. Chamosit. Chamoisite. 

Bbrthier 1820. 
1880. FüERTES-AoBVEDO : Miner. Astnr., 92. 

Tritt wahrscheinlich in verschiedenen Gruben auf, von 
denen es nur nicht erwähnt wurde, da keine Trennung von 
Brauneisen stattfand. 

Asturien. Oolithische Eisenerze des Bezirkes SanU) 
Ädriano [Füertes Acevedo]. 



Delessita. Delessit. Delessite. 

Naumann 1850. 
Mikrokrystallin. 

1874. Donayre: Bol. Map. geol. de Esp., IV. 

Andalusien. Als Delessit werden die grünlichen, 
blätterigen Producte bezeichnet, die Blasenräume in vielen 
Diabas-Mandelsteinen und den Andesiten, sowie noch einigen 
anderen Gesteinen von Carhoneras am Cabo de Gata ausfüllen; 
doch dürfte nicht gerade die Species Delessit in allen diesen 
Fällen vorliegen, sondern mit dieser Bezeichnung die allgemeine, 
diesem ähnelnde Erscheinung jener Producte angedeutet sein. 

Murcia, Zwischen Jumilla und Hellin in einem Spilit 
mit Mandeln von Calcit [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



282 

m. Talk- und Serpentingruppe. 
Talco. Talk. Tale. 

Wallerius 1747. 

(Esteatita.) (Steatit.) (Steatlte.) 

Cronstedt 1768. 

Monoklin, ähnlich Chlorit und Meroxen (Biotit). 

1868. Botella: Descrip. geol.-min. prov. Murcia y Albacete. 

1879. R. VON Dräsche: Jahrb. geol. Reichsanst., XXIX, 93—111. 

1881. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nai, X, Mem. 53. 

1886. Vidal: Bol. Com. Map. geol. de Esp., XIII. 

1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 28. 

Die „Greta hispanica" kommt in Spanien in nierenförmigen 
Massen im Süden, Osten, im Centrum und Norden der Halb- 
insel an verschiedenen Lokalitäten vor. namentlich werden 
hervorgehoben: 

Galicien im nördlichen Theil, wo der „doelo" genannte 
Fels, der in dem Baugewerbe viel Verwendung findet, nach 
Macpherson ein Gemenge von Talk und Chlorit mit Magnesit 
ist Die „Piedra oUar" in Galicien ist ein unreiner Steatit, 
welcher Nester im Granit verschiedener Fundstellen bildet. 
Gelblicher Talk und Steatit zu Santiago de Gompostela^ Prov. 
Goruna; Meavia, Prov. Pontevedra [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ästurien und Santander. Zu La Pefla Prieta, Prov. 
Santander, und an anderen Orten der Prov. Oviedo in perl- 
mutterartigen Schuppen. 

Pyrenaeen, Westlich von Ribas, Prov. Gerona, findet 
sich weisser, sehr reiner Steatit in einem kleinen Gange in 
Porphyr [Vidal] und in La Bajol schliesst er Rutil ein 
[Cazurro, persönliche Mittheilung an Caldebon]. Ferner 
werden in derselben Provinz drei wichtige Brüche auf Steatit 
betrieben. Die Prov. Gerona hat im Jahre 1900 (Estad. minera) 
nahezu 8000 t gegeben, die aus den Steinbrüchen von Pages, 
in dem Bezirk von Darnius, von Perches und von anderen 
der Umgegend von Massanet de Cahrenys stammen. 

Catalonien, Prov. Barcelona, am Südabhang des CasUUo 
de BiMrriachy zwischen Argentona und Cahrera de Matarö, bis 
1 m mächtige Gänge. 

Äragonien. Weisser Steatit zu El Moncayo. 



^83 

Castilien. Qüiroga beschrieb das Vorkommen von Talk 
mit Kalkspath in El Puerto de Maiagön, Sierra de Guadarrama. 
Setües, La Bodera und Horcajueh, Prov. Ghiadalajara, liefern 
Talk mit Feldspatb und Quarz in einem Gang im Granit von 
Majavildn bei CercediUa, Sierra de Guadarrama, Talk mit Blei- 
glanz, Blende und Kalkspath zu Sath BartoUvme bei FinareSy 
Prov. Ävila [Mus. Hist. nat. Madrid]. Steatit zu Colmenar 
del Arroyo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Estremadura. Eine Talkader durchsetzt die Thon- 
schieferschichten von Valdelacasa, Prov. Cdceres [Garcia-D.]. 

Andalusien, In der Sierra Morena geht Talkschiefer 
am Gipfel bei Atalaya gelegentlich in reinen Steatit über, und 
ebenso in Santa OlaUa, Prov. Huelva, auch findet sich dort 
eine Bank desselben [U. S. Sevilla]. 

Macpherson richtete die Aufmerksamkeit auf das Vor- 
kommen in der Serrania de Bonda, woselbst bei Los Llanos del 
Juanar faseriger Steatit in grossen Bänken dem Glimmer- 
schiefer eingelagert ist. von Dräsche beschrieb das Auftreten 
von Steatit in Lagern, die sich auf mehr als 2 km am Ab- 
hänge der Sierra Nevada von Orgiva nach Venta del Aire er- 
strecken, daneben aber auch Einschlüsse des Minerals in Kalk. 
Calderön verzeichnet als seit Alters ausgebeutet die Brüche 
von Canües und anderen Punkten der Sierra. — Ebenso die- 
jenigen von Somoniin, Tijola und Vera, Prov. Almeria, Ganz 
analog sind sie auch in der Sierra de Filabres. 

Das Mus. Hist. nat. Madrid besitzt Talk von Caniles, 
Prov. Granaday Morrön de los Ge^ioveses, vom Caho de Gata, 
Macael und Somontin, Prov. Almeria, Marhella, Prov. Malaga. 
In dem Bezirk von Ojen, Prov. Malaga, beutet ihn eine eng- 
lische Gesellschaft aus. Im Jahre 1889 und 1900 (Estad. 
minera) ergaben: 

Almeria . . . 300 t 750 t 

Gerona . . . . 7609 t 228270 t 
Malaga . . . 200 t 5000 t 

8i09t 234020 t 

Murcia. Als altbekannt und seit langer Zeit ausgebeutet 
nennt Botella auch die Brüche von Hellin, Prov. Albacete, 

Portugal Grube Barhadalhos, Distr. Coimhra [P.- 
GOMES, 207]. 



284 
Sepiolita. Meerschaum. Sepiolite. 

(Espuma de mar.) Werner 1788. 

Derb. 

J880. Berthier: Ann. des mines, YII, 313. 

1843. Blüm: Pseudomorphosen, 268. 

1863. SuLLivAN AND O'Reilly: Notes on the geol. a. min. spanish. 

prov. Santander a. Madrid, 171 u. 172. 

1879. Blum: Pseudomorphosen, 176. 

1891. DE Mädariaga: Uebersetz. v. Naumann-Zirkel, 812. 

1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 29. 

Eine Analyse des Vorkommens von VaUecas gibt 
Berthier, sie lieferte: 

SiO- MgO H^O APO» 

53,8 23,8 20,0 1,2 =98,8. 

Asturien und haskische Provinzen. MuSoz de Mä- 
dariaga erwähnt einen saigeren Gang des Minerals von 
PiornOy Asturias, auch von Vücaya. 

Castilien. Eine der beiden seit langer Zeit ausgebeuteten 
Fundstellen liegt nahe bei Madrid an der nach Osten aus- 
laufenden Eisenbahn bei Vallecas und Vkdlvaro, am Cerro de 
los Angeles und dem von Almodovar; es bildet das Mineral 
Lager, unregelmässige Massen und Gänge im Tertiär. 
SuLLivAN und O'Reilly vergleichen den Meerschaum von 
VaUecas mit dem Quincit wegen der Zusammensetzung. Der 
zweite der bekannten Fundorte ist Cahaüas de la Sagra und 
Y^eSy Prov. Toledo; das hier geförderte Mineral ist in ge- 
wissen Lagen feinkörniger und reiner als das von Madirid. 
An Ort und Stelle werden die zu Oefen und Töpfen ver- 
arbeiteten Massen als „Piedra oUar" und „Piedra loca" be- 
zeichnet, sie sind zu VaUecas von verschiedenen Kieselvarietäten 
wie Hornstein, Chalcedon, Kascholong, Halbopal, auch von 
Kalkspath und Bergkork begleitet. Auf Kluftflächen bilden sich 
auch wohl dendritische Anflüge von braunschwarzer Farbe 
[U. S. Berlin]. Gelegentlich kommen Pseudomorphosen nach 
kalkspath vor, auch dient der Meerschaum als Versteinerungs- 
mittel von Helioi) [Blum]. 

Als „Tobizo** wird in Carrascal del Rio, Migudaüez und 
Valseca, Prov. Segovia^ ein unreiner Sepiolith der Kreide be- 
zeichnet, der sich leicht mit dem Messer schneiden lässt und 
zu Oefen und Lichthaltern verarbeitet wird. 

Valencia. Sehr weiss und rein zwischen Las Dayas und 



285 

San Fulgencio, Prov. AUcante; man hat ihn beim Brunnen- 
graben in einem mergeligen Gelände gefunden [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Portugal. Nach Hintze [II, 812] bei Pinheiro. 
Gimnita. Gymnit. Gymnite. 

Thomson 1843. 

Genthit — Hintze: Handbuch der Mineralogie, H, 804. 
Garnierit — Id. : ibid., H, 806. 

Von Malaga in Spanien mit Chromit und Talkschiefer, 
dann noch an anderen Orten [Hintze II. 805]. 

Saponita. Seifenstein. Saponite. 

1868. SuLLivAN AND O^Reillt! Notes on the geol. and min. of the 
span. proY. Santander and Madrid, 578. 

JiMENö von Zaragoza hat von einem Exemplar nahe bei 
Molinos, Prov. Teruel, folgende Analyse gemacht (Briefl. Mitth.): 

SiO* APO« Fe«0» CaO MgO K^O H^O 
64,512 7,951 0,635 1,824 0,283 0,537 23,748 =:= 99,490. 

Santander. Sullivan und O'Reilly betrachten als eine 
Art von Saponit die grünlichen, seifenartigen Adern, die sich 
im Halloysit der Zinkgruben von Puente Viesgo finden. 

Äragonien. Jimeno von Zaragoza hat bei Mölinos, Prov. 
Teruelf eine grosse, seifenartige, sehr weisse und homogene 
Masse gefunden (Analyse obenstehend); sie scheint zum Saponit 
zu gehören. 

Pimelita. Pimelith. Pimelite. 

Karsten 1800. 

Derb. 

Portugal Nach P.-Gomes [208] sluI der Qrube MontaUo. 



Serpentina. Serpentin. Serpentina. 

BoETius DE Boot 1636. 
Derb. 

1875. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., IV, Mem. 6. 
— Roemer: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XXVII, 67. 



286 

1876. Macpherson: Ajial. Soc. Esp de Hist. nat., V, Mem. 5. 
1881. Id.: ibid., X, Mem. 49. 

1890. Quiroga: ibid., XIX, Act. 84. 

1892. Almera: Crön. cient. de Barcelona. 

1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 30. 

Gahcien. Aus Pyroxengesteln ist nach Macpherson (1881) 
der Serpentin hervorgegangen, der bei Sanfu Marta de Orti- 
gtteira einen mächtigen Gang oder eine grosse Linse in den 
Chlorit- und Amphibolschiefern, unfern der Grenze gegen das 
Silur der Sierra Faladaira, bildet. Aehnlich verhalten sich die 
Vorkommen von Larazo und von Mellid, sowie San Jorge de 
Moeche, Der Serpentin von Santa Marta, Ärzua, Mdlid und 
Campo Marzo hat ein specifisches Gewicht = 2,7. Unter dem 
Mikroskop zeigt er ein compactes Gewebe, von Fäden und 
Körnchen durchzogen, die ein diallagartiges Mineral ein- 
schliessen. 

In der Sierra Capelada schliesst er im Gegentheil viel 
Olivin ein und die Struktur ist maschenartig. 

Chrysotil (crisotilo) oder Serpentinasbest (asbesto de 
serpentina) ist in Aederchen den dunkelgrünen Massen von 
Santa Marta de Ortigueira eingesprengt [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
Äbades, Prov. Orense. 

Santander. Bei Pando bildet ein aus Pyroxengesteinen 
hervorgegangenes Serpentinvorkommen einen kleinen Kegelberg, 
der sich 549 m über das Meeresniveau erhebt. 

Catalonien. Terrat d'en Gras, Horta, Prov. Barcelona 
[Almera]. 

Fyrenaeen, Sogenannter verhärteter Serpentin von 
grünlicher Farbe und lockig faseriger Struktur von Torrezuela 
bei Somorrostro, Yizcaya [ü. S. Berlin]. 

Castilien, In der Sierra de Guadarrama, z. B. in der Puerto 
de Malagön, findet sich Serpentin nur als oberflächliches Product 
oder auf Gleitflächen alter körniger Kalke. In dem mit dem 
Meerschaum von Vallecas bei Madrid vorkommenden Bergleder 
(Cuero de montafia), von diesem Fundort seit langer Zeit be- 
kannt, erkannte Quiroga nach mikroskopischer Untersuchung 
eine verfilzte Varietät des Chrysotil-Asbest. Als Dermatin 
(dermatina) fasst Naranjo Häutchen von ebendort auf. Berg- 
leder ,von Paracuellos de Jarama, in derselben Provinz; diese 
Meerschaumformation ist die Fortsetzung der vom Cerro de AI- 



287 

modovar iü Vallecas. Zwischen cretaceYschen Schichten der Um- 
gebung von Segovia finden sich dünne und biegsame Einlage- 
rungen eines Silicats, das dem Bergleder ähnlich sieht [Mus. 
Hist. nat. Madrid]. 

In dem Mus. Hist. nat. Madrid wird gemeiner Serpentin 
von Lerma, Prov. Burgos, aufbewahrt; edler Serpentin auf 
Kalk kommt von El Escorial, Prov. Madrid, 

Andalusien, Eine ausserordentlich ausgedehnte, aus 
Olivinfels hervorgegangene Serpentinmasse ist der Gegen- 
stand der aus den siebenziger Jahren stammenden Arbeiten 
Macpherson's; auf sie weist auch Roemer hin. Diese Serpen- 
tine haben in der Serrania de Ronda eine Ausdehnung von 
mehr als 16 Quadratmeilen, sie reichen „in einer Längenaus- 
dehnung von mehr als 42 km und einer Breite von 18 bis 
20 km" von Tolox bis Manilha, Der stark veränderte Serpentin 
erscheint oberflächlich roth gefärbt, was namentlich den Gipfeln 
dieser Gegend ein sonderbares Ansehen verleiht. Der mittlere 
Gehalt des typischen dichten Minerals hat 30 bis 407o SiO^ 
13 bis 157o Fe^O» und APO^ 33 bis 357o MgO und 10 bis 
127o H*0. Der Olivinfels im Innern der ganzen Masse ist 
zum Theil noch ganz fHsch und „enthält kleine Partikelchen 
von Picotit oder Chromspinell eingesprengt. Aber auch in den 
meisten Stücken des Serpentin sind noch kleine Partieen von 
unzersetztem Olivin erkennbar." Als einige der specielleren 
Fundorte aus diesem Gebiet sind das Bonda-Gehirge, nördlich 
Benahavia, die Sierra Parda bei Tolox, das Thal des Bio Verde 
bei Isfun, die sämmtlich Stufen mit Olivinkernen lieferten, zu 
nennen. [U. S. Breslau]. Entweder aus Amphibol oder aus 
Pyroxen ist der Serpentin eines Ganges am CastiUo de Las 
Guardas, Prov. Sevilla, hervorgegangen [Macpherson]. Das 
Mus. Hist. nat. Madrid besitzt u. A. Serpentine von Marmolejo 
del Arrogo, Prov. Granada, Serpentin mit Bastit von Coen, 
Prov. Malaga, und Metaxit von Gistän in der Serrania de Bonda 
und vom Barranco de San Juan, Prov. Gränada. 

In der grossen Serpentinformation des Barranco de San 
Juan, in der Sierra Nevada, zeigt der Serpentin im Gegensatz 
zu dem der Formation der Serrania de Bonda eine fadenförmige 
Struktur und schliesst ein augitisches Mineral ein, anscheinend 
derselben Art wie in dem Serpentin der Santa Maria in 
Galicien. 

In der Magneteisengrube von Navalostrillo bei El Pedroso, 
Prov. Sevilla, fand Roemer Serpentin mit Schnüren von Magnet- 
eisen, der in Opal tibergeht und dichten, braunen Halbopal 



288 

— 

Überkleidet [U. S. Breslau]. Diese Massen kommen im Aus- 
gehenden des Erzlagers vor und sind offenbar aus Hornblende 
hervorgegangen. In der Sierra de Äguas dient Serpentin dem 
Nickelmineral von Carratraca und zu Coin und Benähaviz dem 
Graphit als Matrix. Von dem letzten Fundorte ist eine feine, 
seidenweiche Chrysotil- Varietät zu nennen [ü. S. Sevilla]. 

Fundstellen des Serpentin in der Sierra Nevada, in dem 
Barranco de San Juan, haben einen in Granada, Madrid und 
in El Escorial vielfach verwandten Ornamentstein geliefert. Die 
Farbe desselben ist dunkel und er hat grosse Magnetitflecken 
in reichlicher Anzahl. 

Portugal Traz-os-Montes und Algarve [P.-GOMES, 207]. 



Glauconita. Glaukonit. Glauconite. 

Ebferstein 1828. 

Derb. 

1876. Massart: Rev. minera, (B) 11. 

1893. Calderön y Chaves: Anal. Soc Esp. de Hist. nat, Mem. 5, XXIII. 

1897. Cayeüx: Contrib. ä l'^tud. microgr. des terr. sed. Lille, 167 u. 184. 

1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 34. 

Castilien. In den Sandsteinen, Kalken und Thonen von 
cretacelschem Alter des centralen Spaniens, z. B. in den Sand- 
steinen der Provinzen Guadalajara und Cuenca und in einzelnen 
grünen Spritzchen im Kalk von Galve, CondemioSy Atienea u.s. w., 
in den Lagen, die mit Glaukonit führenden Thonen und 
Mergeln zusammenhängen. Ein blauer Kreidethon von Segovia, 
der zum Fleckenreinigen Verwendung findet, ist besonders 
reich an Glaukonitkörnern. 

Andalusien. In Form von Kömchen ist das Mineral in 
den eocänen Gesteinen Nieder-Andältmens sehr häufig ; so ent- 
halten der losa de Tarifa (Pflasterstein von Tarifa) bei Cadvsy 
Jerez de la Frontera, Morön und in der Sierra Morena die- 
selben abgerundete Kömer von smaragd- bis spargelgrüner 
Farbe. Von Versteinerungen sind namentlich häufig die Fora- 
miniferen mit Glaukonitkörnchen ausgefüllt. 

Bei der Bildung dieses Eisenoxydsilicates hat nach der 
Meinung der citirten Autoren organische Substanz mitgewirkt. 

Murcia, Ein wohl auch hierher gehöriges Mineral, 
„Manto de los Azules" genannt, kommt aus der Sierra de Car- 



289 

tagena vom Cdlado de San Juan, Als Zusauimensetzung fand 
Massart : 

SiO« Fe*0» CaO APO' H«0 
43,20 45,15 2.25 3.15. 6.25 = 100,00. 



n. Pyroxen- und Amphibolgruppe. 

I. Pyroxenreihe. 

Enstatita. Enstatit. Enstatite. 

Kenngott 1855. 

Rhombisch. 1.0308 : 1 : 0,5885. 

1879. Macphbrson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., Vni, Mem. 229. 
1891. Quiroga: ibid., XX, Act. 32. 

Aragonien, In einem Meteoriten zu Boda^ westlich von 
Huesca, gefallen im Frühjahr 1871 [Hintze, II, 995]. 

Andalusien, Ein olivinfreier Norit von Istän in der 
Serrania de Eondä, Prov. Malaga, ist nach Macphkrson aus 
Enstatit mit Plagioklas und Magnetit in feinkörnigem Gemenge 
zusammengesetzt [Hintze, II, 984]. Ein anderes merkwürdiges 
und thatsächlich neues Gestein beschrieb Macpherson von. der 
gleichen Lokalität; es besteht aus einem Aggregat von Enstatit 
und Pleonast. Bei Marbella kommt mit Amphibol ein grau- 
grünes Mineral vor, welches allerdings schon stark serpentinisirt 
ist, aber nach optischem Verhalten, nach seinen Spaltdurch- 
gängen und nach chemischer Zusammensetzung unserem Mineral 
zuzurechnen ist [QüirogaJ. 



Broncita. Bronzit. Bronzite. 

Karsten 1807. 
(Diaklasit.) 
Hausmann. 

Rhombisch. 

1875. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, IV, Mem. 10. 
1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 10. 

Dem Bronzit sind die durch Wasseraufnahme aus ihm 
hervorgegangenen Varietäten, der Diaklasit [Hausmann] und der 
Bastit [Streng], anzureihen. Diese werden von folgenden Fund- 
orten erwähnt: 

Gastilien. Als Lagermasse im Gneiss ward Diaklasit 

19 



^9Ö 

durch Hausmann am Guadarrama-Gehirge, oberhalb El Escorial, 
aufgefunden [Hausmann, 499]. 

Andalusien. Im Magneteisenerz führenden Gestein der 
Sierra Bermeja, Prov. Malaga, wird Bronzit durch Naranjo 
[513] bekannt gegeben. -- In seinem Manuel de Mineralogie er- 
wähnt Des Cloizeaux das Vorkommen in der Sierra Nevada, 
Prov. Oranada [48]. Schillerspath führt Macpherson als 
häufig mit dem Serpentin der Serrania de Bonda sich findend an. 

Murcia. CerriUos Negros bei Jumilla im Serpentin 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portugal. Ponto de Loreto (Braganga) [P.-Gomes, 207]. 



Hiperstena. Hypersthen. Hypersthene. 

Haüy 1803. 

Rhombisch. 

1843. Hausmann: Karstbn's Archiv, XVII, 373.' ^ 

1885. Merian: Neues Jahrb., Beil.-Bd. III, 292—297. 

189!. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 688. 

— Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XX, Act. 62. 

Nach Merian enthält der Hypersthen von Campo Maior: 

SiO* TiO^ APO^ Fe^O» FeO MgO CaO 

52,37 0,35 2,74 2,34 17,08 22,15 4,04=101,07 

mit Spuren von Alkalien. 

Andalusien. Zwischen CampotecJiar und Jaen fanden sich 
in einem Thale des Gebirges von Jaen lose Blöcke von 
Hypersthenfels [Hausmann]. — In den Andesiten des Cabo de 
Gaiüy von Cdbezo de Carmoli, Isla de Ciervos und Cerro Negrete 
werden, wenn auch nicht häufig, porphyrische Ausscheidungen 
gefunden. In denjenigen von Fraile Grande finden sich 
Zwillinge [Osann]. Auf der Insel Albordn sind Hypersthen- 
Andesite nachgewiesen [Caldebön], 

Murcia. Zwillinge und auch einfache Krystalle werden 
aus den gleichen Gesteinen des Mar Menor und von Cartagena 
angeführt [Qüiroga]. Für dieses Vorkommen ist die Eigenschaft 
charakteristisch, dass sich die Krystalle gern in ein Hauf- 
werk von kugeligen Körnchen auflösen, das von Augit um- 
geben ist. 



29i 

Portugal Dicht bei Campo Maiar iu Älemtejo enthält 
Glimmer-, Hypersthen-, Diorit-Krystalle und gestreckte Körner 
von schwärzlicher Farbe mit lebhaftem Pleochroismus : a = roth, 
b = gelb und grünlichgelb, c = grün; zuweilen ist er von 
monoklinem Augit in paralleler Stellung der Prismenkantea 
umgeben. Spec. Gew. = 3,500 [Merian]. Nach P.-Gomes 
im Norit von Faio Mendes (Ferreira de Zezere). 



WoUastonita. Wollastonit. WoUastonite. 

Haut 1822, 

Monoklin. 1,05235 : 1 : 0,96494; ß = 84« 35' 20". 

1872. PiQUirr: Ann. des mines, I, 415. 

1873. Eenmgott: Neues Jahrb., 944. 

Tifach Clemencin [bei Piqüet] enthält das Mineral von 
Miriäa', 

SiO^ CaO MgO A1*0» CO* SO» H^O 

48,36 46,41 1,30 1,56 1,00 0,56 1,11 = 100.30 

Estremadura. Im silurischen Kalk der Prov. Badajoz 
führt ein Dioritgang bei Merida als Ausfüllung von Adern 
weisse, seidenglänzende, radialfaserige Aggregate, die Piqüet 
als neues Kalksilicat beschrieb, Kenngott aber dem Wollastonit 
zutheilte. Als Begleiter des Minerals finden sich in den Adern 
Quarz, dolomitischer Kalk und Dolomit. Spec. Gew. = 2,80 

[HlNTZE, II, 1011]. 

Portugal Santa Eufemia in der Serra de Ointra 
[P.-GoMES, 208J. 



Piroxena. Pyroxen. Pyroxene. 

Haüy 1799.. 

Monoklin. 1,0921 : 1 : 0,5893; ß = 74M0' 9", 

1864. Prado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 110. 

1876. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., V, Act. 31. 

1881. Macpherson: Neues Jahrb., II, 219. 

1882. Barrois: Asturies, 127. 

1884. Brbnosa: Anal. Söc. Esp. de Hist. nat., XIII, Mem. 281. 

1885. Merian: Neues Jahrb., Beil. Bd., III, 270. 

1886. Barrois et Offret: Compt. rend., 19. Juillet. 

1888. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XVIII, Act. 96. 
1895. Becke: In Columbretes. 

19* 



292 

1898. Calderon: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 10. 
1900. Rivas-Mateos : Comp. Miner. descript., 214. 

Ästurien, Den gemeinen Aiigit, augita, führt Brenosa 
aus Ästurien ohne nähere Fuudortsangabe aus Diabasen an 
[Calderon, 1898]. Diabase sind in Ästurien selten. Baruois 
nennt sie blos von Santa Eulalia de Tineo, deren Augit in 
Epidot. Chlorit und Serpentin verwandelt ist. Die Kersantite 
sind viel zahlreicher (Salave, InfiestOy Premas etc.) und- bieten 
gewöhnlich den Augit in Körnern dar, umgeben von faseriger 
Hornblende (Uralitisirung). 

Pyrenäeen. Diopsid, diopsido, ist bekannt von einzelnen 
Fundpunkten in den Pyrenäeen von Navärra und von Cafahnien, 
HiNTZE [11, 1073] citirt ihn nach Orio von Lenda und Gerona in 
Cafalonien, sowie von Huesca in Aragonien. Der gemeine Augit 
kommt in der Basalt-Region zwischen Olot und CastellfulUt, 
ostnordöstlich von Olot, in guten Krystallen vor und erreicht 
die Grösse der porphyrischen Einschlüsse in den Andesiten 
vom Cnho de Gata [Calderon]. 

Catalonien, Tachylit wird aus der vulkanischen Region 
von Olot, Prov. Gerona, erwähnt. 

Estremadura. Schöne Augitkrystalle kommen in den 
Diabasen von Puerto de Madrigal, Sierra de Gredos, Prov. CäcereSj 
vor [Riyas-Mateos]. 

Ca stillen. Aus der Sierra de Guadarrama kennt Prado 
Diopsid vom Cerro de Pinuecar in sechsseitigen Krystallen 
mit Amphibol. Ferner sind zunächst von Prado, später 
auch von Qüiroga, von verschiedenen Punkten desselben 
Gebirges Kokkolithe, cocolita, beschrieben worden, so von 
Böbledo de Chavela, südwestlich von El Escotial, auf der 
Grenze zwischen Granit und krystallinen Schiefern und von 
Puerto de Malagön, woselbst er mit derbem Granat felsbildend 
vorkommt. Qüiroga hat in einem aus Orthoklas und Plagioklas 
bestehenden Gestein von Puerto de Malagön bei El Escorial 
schöne, grüne Krystalle gesammelt. In dem Mus. Hist. nat. 
Madrid befindet sich Kokkolith vom Carro del Diablo bei El 
Escorial, und von Nuestra Seüora de la Alameda, Prov. Avtla. 
Letzterer kommt auch zu Piüuecar und Cercedilla, Sierra 
de Guadarramci, vor [Prado]. Ferner finden sich Kokkolithe in 



293 

unmittelbarer Nähe von El Esconal [U. S. Berlin und Breslau], 
die kleinkörnig, mit Magnefeisen und theilweise auch mit rosa- 
farbenem Granat verwachsen sind. Diese Vorkommen sind 
meist wohl als lose Geschiebe gefunden worden, sie besitzen 
eine braunrothe Verwitterungskruste. Ein anderes grosses 
Lager von Kokkolith befindet sich bei Hiaza, Prov. Segoma, 
auf dem gegenüberliegenden Abhänge der Sierra unter gleichen 
Verhältnissen wie die bei den Vorkommen von Robledo de 
Chavela und Puerto de Malagön erwähnten. QüiROGA hat das- 
selbe in ausführlicher Weise sowohl makro- wie mikroskopisch 
untersucht und beschrieben. Gemeiner Augit wird beschrieben 
aus den Porphyren und Mikrodioriten der Sierra de Guadarrama 
bei San Ildefonso, südöstlich von Segovia, sowie aus den Diabasen 
der Sierra Morena [Brenosa] und den Basalten von Ciudad Eeal 
[Qüikoga]. 

Andalusien. In der Serrania de Honda ist Diopsid be- 
kannt als Begleiter des Serpentin [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
Fassait, fassaita, fand Qüiroga in schönen, spargelgrünen 
Prismen, die bis 4 mm breit und 6 auch 7 mm hoch sind, 
in Gemeinschaft mit dem Magneteisen, Magnetkies und 
Chlorit von Marhella, Ein Exemplar von Kokkolith von 
MarbeUa, Prov. Malaga, befindet sich in dem Mus. Hist. nat. 
Madrid. Am Cabo de Gafa kommt dieselbe Augit- Varietät in 
Form von Asbest vor. Am bekanntesten sind die porphyri- 
schen Ausscheidungen der Andesite an demselben Fundort, 
die dem gemeinen Augit zugehören und gewöhnlich die Formen 

cx)P (HO), QoPö5 (100). QoPa)(010), V2P<» (102) tragen, 
öfter auch Zwillingsverwachsungen zeigen. Aber obgleich die 
Basalte ebenso wie die Andesite hier, am Mar Menor und auf 
der Insel Alhordn dergleichen porphyrische Ausscheidungen 
besitzen, so sind doch besonders die optischen Eigenschaften 
der Dispersion für jeden von ihnen etwas von einander ab- 
weichend; namentlich aber fehlt den andesitischen Provenienzen 
die in den Basalten so häufig ausgeprägte Zonarstruktur. 

Als Omphacit, onfacita, erkannte Calderö^ den augitischen 
Bestandtheil der Eklogite von El Pedroso, 

Valencia. Im Trachyt der Columbreten sind ziemlich 
grosse Krystalle des gemeinen Augites eingeschlossen, die 

nach Becke ooP(i(010), cx)Pöö(lOO), ooP(llO), und +P(Tll) 
als Flächen tragen und einen sehr starken Pleochroismus 



294 

zeigen: a = hell honiggelb, 6 = gelblichgrtin, c = dunkel honig- 
farben; b > c> a. 

Portugal Mikroskopischer Gemengtheil der Foyaite ist 
der Diopsid [Mekian]. Fassait findet sich zu 5a« Pedro in 
der Serra de Cintra; gemeiner Augit am Monte Snimo (Bellas) 
und in Basalten anderer Lokalitäten [P.-Gomes, 207], nament- 
lich grosse, basaltische Äugite im Dolerit von Mafra, 



Diallag^a. Diallagf. Dialagfe. 

Haüy. 
Monoklin. 

1876. Qüiroga: Anal. Soc. Espari. de Hist. nat., V, Mem. 219. 

1879. Macpherson: Bol. Com. Mapa geol., VI. 

1886. Barrois et Offret: Comp, rend., CHI, 221. 

1«90. Calderön, S., y Del Rio, C: Anal. Soc. Espan. de Hist. nat, 

XIX, Mem. 425. 
— Quiroga: ibid., Act. 11. 

Santander, Nach Quiroga in einigen Ophit- Vorkommen, 
z. B. in denen von Pando. 

Casiilien, Nach Quiroga in gewissen Gängen der 
Sierra de Guadarrama, z.«B. in dem Kaolin-Gange von Majavildn 
bei Cercedilla, an der Bahn Madrid — Segovia [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Andalusien, Nach Calderön und Macpherson in den 
Gabbros von Cazalla de la Sierra, von Feüaflor und anderen 
Orten in der Sierra Morena [Mus. Hist. nat. Madrid]. In 
dem dolomitischen Kalk von archäischem Alter zu Jatar, 
Serrania de Honda, in dicken Individuen ohne äussere Flächen 
bis zu 1 cm Länge. Barrois und Offret haben das Vor- 
kommen in krystallographisch-optischer Hinsicht untersucht. — 
Diallag aus der Sierra Bermeja in der Prov. Malaga beschrieben 
Naranjo und Macpherson. 



Acmita. Akmit. Acmite. 

Berzelius 1821. 

Monoklin. 1,0998 : 1 : 0,6012; ß = 73 <> 9'. 

1880. V. Werveke: Neues Jahrb., II, 160. 

1890. Brögger: Zeitschr. f. Kryst. u. Min., XVI, 6, 318. 



295 

Portugal. Grüne Durchschnitte eines pleochroitischen 
Augites in feinkörnigem Nephelin von Sitio ä^Älcaria, nord-nord- 
westlich von Monchique, wurden als Akniit [Wervekk] oder 
Aegirin, aegirina [Brögger], bestimmt. Die grösste Aus- 
löschungsschiefe in Längsschnitten betrug 10^. Querschnitte 
hatten sechsseitige auch achtseitige Umgrenzung. 



Aegirina. Aegirin. Aegirine. 

ESMARK 1885. 

Monoklin. 1,0975 : 1 : 0,6009, ß = 73" 9'. 

1902. Soüza-Brandäo: Centralbl. f. Min., No. 2, 49—56. 

Portugal Porphyrisch, typisch im Alkaligranulit bei 
Älter 'Pedroso in der Prov. Alemtejo, ONO. von Campo Maior, 
mit Riebeckit zusammen. Moosgrüne, kürzere Aegirine mit 
langrhoraboedrischen Schnitten und etwas erdigem Bruch. 

II. Amphibolreihe. 
Gedrita. Gedrit. Gedrite. 

DüFRENOY 1836. 

Rhombisch. 

1882. Barrois: Asturies, 134. 

Asturien, In den Kersantiten der Provinz fand Barrois 
Augite, die er auf den Gedrit bezieht. Das Mineral wird aber 
als monoklin aufgefasst und ihm die Begrenzung durch 

a)P(llO), odPö^(100>, ooP db (OlO)undP(Ill) zugeschrieben. 
Die Bestimmung ist nur eine vorläufige und soll zur 
Unterscheidung von den gewöhnlichen Pyroxenen der Gesteine 
dienen. 



Anfibol. Amphibol. Amphibole. 

HAtjY 1801. 

Monoklin. 0,5483 : 1 : 0,2938; ß = 75« 2'. 

1781—1788. ToRENO, CoNDE de: Discursos en la Real Soc. de Oviedo. 

1799. Herrgbn: Anal, de Hist nat., I, 250. 

1864. Prado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 109. 

— Schrauf: Atlas der Krystallf. d. Mineralr. 

1875. RÖMER, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges. 

1880. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., IX, Mem. 170. 

1882. Barrois: Asturies, 137 u. 403, 



296 

1886. M.-Li:vY et Bergeron: Compt. rend., Mars. 

1890. Lacroix: Bull. Soc. min. de France, XIII, 14. 

— Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIX, Act. J20. 

1891. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 697. 

1894. Calderön, S.: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Mem. 37. 

1895. Rammelsberg: Ergh., II, 338. 

— Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXIV, Mem. 219. 

1896. Mallada: Expl. Map. geol. de Esp., II, 504. 

1897. Hintze: Handbuch der Mineralogie, II, 1219. 

1898. Calderön, S.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 13. 

— Id.: La Naturaleza, IX, 442. 

1900. Fernandez-Navarro : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIX, 
Mem. 122. 

Die folgenden Analysen beziehen sich auf folgende Vor- 
kommen : 1 . Basaltische Hornblende vom Caho de Gata [Latjgier 
in Haüy, II, 375], 2. Dieselbe [Osann], 3. Pargasit von Juanar 
[Lacroix bei M.-Levy et Bergebon]. 





1. 


2. 


3. 


SiO« 


42- 


45,76 


43,582 


TiO* 




1.43 





APO« 


7,69 


8,80" 




Fe*0» 


22.69 


5,32 


16,375 


FeO 





11,23 


Sp. 


MnO 


1,15 


0,57 




MgO 


10,90 


14.08 


24.964 


CaO 


9,80 


10,62 


12,277 


Na*0 




1,39 




K*0 





0,26 


— 


H*0 


1,92 


0.85 


i< 


Verl. 


3,85 
100,00 





1,551 




100,31 • 


98,749 


Spec. Gew. 




3.212 


3,01 



Die hauptsächlichsten Fundorte der Hornblende sind die 
folgenden : 

Galicien. Gemeine Hornblende, hornblenda, bildet einen 
oft für das unbewaffnete Auge deutlich hervortretenden Ge- 
mengtheil der älteren Silicat- Gesteine in der Gegend. Auch 
finden sich dort verschiedene Fundstellen für Asbest, asbesto, 
und Amiant, amianto, namentlich in der Gemarkung San Adriano. 
Schöne grüne Krystalle von 3—4 mm, in zierlichen Gruppen 
oder Rosetten mit röthlichgel blichen Endigungen, kommen 
in dem Granat der granatfübrenden Amphibolite der Prov. 



297 

L/ugo vor, so zu Goiris:, Parrocha, Goyan, Candia, Castromayor, 
Feto und Robra. Schnitte aus diesen Hornblenden sind sehr 
pleochroitisch ; die Krystalle gleichen durch lange Ausdehnung, 
Faserigkeit und Auslöschungsschiefen dem Aktinolith [Barrois]. 

Asturien. Grosse braune oder grüne, sehr pleochroitische 
Krystalle von Hornblende kommen in den quarzführenden 
Kersantiten von Salave, Infiesto, Selviella und Presnas vor. 
Undurchsichtige Partieen umgeben zuweilen die Krystalle 
und dringen nach den Spaltbarkeiten in ihre Masse ein; sie 
gehören dem Opacit von Zirkel und Vogelsang an [Barrois]. 

Hier werden die Amiant-Varietäten als „opreimona" be- 
zeichnet. Die ausgezeichnet langfaserigen Vorkommen gaben 
vor langer Zeit einem Mönche Gelegenheit, unverbrennbares 
Papier herzustellen, auf dem er dann mittels feuerbe- 
ständiger Farben unzerstörbare Dokumente niederschrieb 
ToRENo]. Fundorte sind: Cangas de Onis, an einem Neben- 
lüsschen des zum Busen von Tineo fliessenden SeUa, Fola de 
AUande, Figueras und ÄUande in dem oberen Flussgebiete des 
dem Nalön zufliessenden Nacera. 

Pyrenaeen. Die silurischen Schiefer der aragonischen 
Gebirgszüge enthalten Nester von Tremolit. — In den catalonischen 
Ketten ist die Varietät im Contact von Granit und Granulit in 
der Maladetä, Prov. Lerida, unter gleichem geologischen Ver- 
hältniss wie in den französischen Pyrenaeen bekannt. 

Asbest und Amiant werden am Berge Menar bei Bielsa, 
westlich vom Thale Gistain, in dem der Prov. Huesca zuge- 
hörigen Theile der Pyrenaeen gefunden, nach Herrgen; — im 
catalonischen Theil der Prov. Gerona ist er angegeben in den 
silurischen Marmor-Brüchen von Niiria, speciell von Coma de 
Vaca und Pico de Roch, wo er einen Gang von 10— 40 cm 
Mächtigkeit bildet. 

Baskische Provinzen, Faseriger grüner Asbest zu Ver- 
gara bei Guipuzcoa [Mus. Hist. nat. Madrid]. Gemeine Horn- 
blende ist in den Pyrenaeen-Gesteinen von Navarra bis nach 
CataUynien vielfach verbreitet. Tremolit fand Adan de Yarza 
in jüngerem, körnigem Dolomit mit Krystallen von Eisenkies 
vergesellschaftet bei Vergara, Prov. Guipuzcoa; Tremolit- 
Aktinolith ist häufig in den Hohlräumen veränderter Ophite 
der baskischen Provinzen. Basaltische Hornblende im Ophit von 
Motrico, einer Hafenstadt zwischen San Sebastian und Bilbao, 



298 

sieht Adan de Yarza als secundär an (cf. secundäre Horn- 
blende bei Morön, Andalusien). Hintze [II, 1219] führt sie 
an aus dem Gebirge in Navarra^ Huesca, Lerida und Gerona. 

Leon, Den würfelförmigen und verzerrten Eisenkies in 
der silurischen Mancbita^) bei Toro zwischen Manmncd und 
Palazuehy Prov. Zamora, begleitet Tremolit in Bündeln von 
4—5 cm Länge und 0,5 cm Dicke, namentlich in den reineren 
Lagen der Schiefer über den Quarziten und Thonschiefern 
[Mallada]. — Kleine Aederchen von Araiant durchschwärmen 
die carbonischen Graptolithen-Schiefer von Tamames, Prov, 
Sälamanca, 

Estremadura. In Las Dehesas de la Sierra kommen zu 
Usagre^) nördlich von Llerena, Prov. Badajoz, auf den Spalt- 
flächen Seidenglanz zeigende Prismen von weiss-grauer Farbe 
vor [U. S. Breslau], die wohl dem Tremolit zuzurechnen sind. 
Ebendort auch Amiant und Asbest [U. S. Sevilla]. Feinfaseriger 
Amiant von der Grube San Roman bei Fhsenjsuela, Prov. 
Cdcercs [Garcia. D]. Tremolit, seidenglänzeud und grün von 
Gäosos, und Hornblende von Merida in derselben Provinz 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Castilien. Tremolit beherbei^en archäische Kalke der Sierra 
de Guadarrama bei Somosierra, Vüla dd Prado und Torrdaguna. 
ebendort nach Prado in Form grüner Fasern auch Aktin olith, 
actinota, sowie in carbonischen Schiefern von Madriguera und 
anderen Orten, von Segovia, aus dem Revier Ginco Villas, Prov. 
Guadalajara u. s. w. ^) Amiant auch von El Escorial [Herrgen]. 
Asbest wird angegeben aus dem Vaüe de Mona, Lemma, Prov. 
Burgos [Mus. Hist. nat. Madrid]. Asbest, weiss und seiden- 
glänzend, in den silurischen Thonschiefern von El Muyo und 
von Madriguera, Prov. Segovia. Dieselbe Varietät, kurze Fasern 
mit deutlich ausgeprägter Spaltbarkeit nach der Symmetrieebene, 
eingeschlossen in Amphibolschiefern von La Bodera und El Car- 



^) Manchita, dim. von Mancha = Flecken. 

*) Durch Irrthum ein Exemplar der Sammlung der Technischen Hoch- 
schule zu Aachen als Niagre, Catalonien, gedeutet. 

^) Ob der bei VaUecas, östlich von Madrid, aufgefundene und wohl in 
allen Sammlungen vertretene Bergkork mit seinen Abarten ein Serpentin, 
bei welchem wir ihn gemäss Quirooa*s Untersuchung genannt haben, ob 
ein sehr feinfaseriger, verfilzter und stark zersetzter Asbest, oder aber ein 
Thon ist, bedarf wohl noch genauerer Untersuchung. 



299 

doso im Norden der Prov. Guadalajara, Gemeine Hornblende 
kommt mit den altkrystallinen Gesteinen der Sierra de Gua- 
darrama verschiedentlich vor. Hornblende in dem Porphyrit 
der Sierra de Äviia; Tremolit nahe bei Paredes und La 
Bodera, Prov. Gtuidalajara. und in der Sierra de G^mdarramaj 
Prov. Madrid, und aus derselben Sierra Hornblende in 
schwarzen, losen Krystallen von 5 cm Länge aus dem Gneiss 
ziwschen Robledo de Chavela und La ParadiUa. andere grössere 
kommen von Peguerinos. Tremolit aus dem archäischen Kalk 
von Somosierray mit Granat von Horcajuelo und mit Idocras 
von h, Dehesa de la Cabemda, bei Horcajuelo \ femer bei Hiende- 
laencina, El Cardoso und El Escoriat bis 5 cm lange Spalt- 
prismen in kokkolithischer Grundmasse mit Granat und Kupfer- 
kies [ü. S. Breslau]. 

Speciell verdienen noch die spitzigen Aggregate aus dem 
Gneiss von Manjirön und dem Syenit von Miraftores, sowie 
divergentstrahlige Partieen mit körnigem Granat von Villa del 
Prado [ü. S. Breslau] genannt zu werden. 

Basaltische Hornblende, hornblenda basältica, bieten in 
Krystallen, die denen aus dem böhmischen Mittelgebirge zu 
vergleichen sind, einige Basalte der Mancha, die z. B. stark 
corrodirt bei Puerto Llano, südlich Ciudad Beal, von Qüiroga 
aufgefunden wurden. In neuerer Zeit sind in einem basaltischen 
Tuff zu Puertolhno 20—30 cm lange, prächtige Krystalle in 
reichlicher Menge vorgekommen. Eine andere von Qüiroga 
erwähnte Lokalität liegt bei Peguerinos in der NäJie von El 
EscoriaL wo ein ^Lamprofiro" grosse Massen basaltischer 
Hornblende führt [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Tremolit aus Urkalk erwähnt Calderön 
von Puehla de los InfanfeSy Sierra Morena. Asbest findet sich 
in Ahmaden de la Plafa, am Südabhang der Bchesa de la Sierra, 
nördlich von Sevilla, sowie auch im Westen in der Nähe von 
Morön in ophitischem Gestein [Calder6k]. In der Prov. Huelva 
kommen zu El Almendro kleine gangartige Schnüre eines so 
reinen Asbestes in Diabasgesteinen vor, dass er in der Gegend 
als Docht in den Kerzen Verwendung findet [G. y Tarin]. 
Dunkelgrüner Asbest in feinen Fasern mit Hornblende auf der 
Kupfergrube von Galarosa, Prov. Huelva [Garcia-D.]. 

Gemeine Hornblende (grünschwarz) fand Koemek in der 
Eisensteingrube von Navalostrillos, 8 km nördlich von El Pe- 
droso, Prov. Sevilla, sie gleicht dem bekannten Vorkommen von 
Arendal in Norwegen. 

Basaltische Hornblende, die theilweise moosförmig, theil- 



300 

weise sehr lange, dünne Krystalle bildend, die Oberfläche und 
Spalten eines fraglichen Ophites (?) von Cerro del Calvario bei 
Morön tiberzieht, fand Calderön auf Diese Krystalle sind 
tafelförmig nach dem Orthopinakoid ooPöö (100) und zeigen 
keine Spur vom seitlichen cx)P ob (010). — Corrodirte Krystalle 
erwähnt Macpherson aus Hornblende-Porphyriten und anderen 
an Eisensilicaten reichen Gesteinen der Sierra Morena. 

In Oher-Ändalusien findet sich Tremolit nach Simon de la 
RODA [Naranjo, 516] an der Sierra Nevada, nach Naranjo 
[1. c] und QüiROGA in der Sierra Bianca und der Umgebimg 
vom Marhella, nach Chaves. sowohl nadeiförmig wie auch in 
schönen Krystallen, dem Kalk und Dolomit von Maro, Prov. 
Malaga, eingelagert. Sehr häufig ist er auch im Dolomit der 
Serrania de Eonda [Barrois]. Aktinolith gibt Calderön (1897) 
in seiner Zusammenstellnng sowohl aus der Sierra Nevada (wie 
im Barranco de San Juan, Liigros und Polkar) als aus der 
Sierra de Gador an, er erwähnt ihn aus der Umgegend von 
Fuente de Castala in der Prov. Almeria, sowie in zwei Varie- 
täten, einer grüngrauen mit Magnetit gemengten und einer 
intensiv grünen ohne Magnetit, aus der Eisenstein-Grube von 
Marhella. Asbest kommt von Ädra in den Älpujarras (südlich 
der Sierra Nevada vorgelagert), ferner von der Eisengrube 
Marhella, von Casares und Puerto de la Confrera in der Prov. 
Malaga, sowie von Lubrm, Prov. Älmeria. Reichliche Mengen 
sollen in derselben Provinz aus der Höhle von El Sahinar, 
nahe bei Fondön, gewonnen werden. Amiant und Aktinolith 
zu Luhrin und Tremolit mit Calcit zu Puerto de Compuerta, 
Prov. Älmeria [Mus. Hist. nat. Madrid]. Amiant zu Casares, 
Prov. Malaga, und Dolar, Sierra Nevada, und Sierra Pardcu 
Basaltische Hornblende in Ophit von Bmamahoma, Prov. 
Malaga, 

Gemeine Hornblende wird von Maro, Prov. Malaga ^ an- 
gegeben. Pargasit, pargasita, aus derselben Provinz, von 
Juanar, zwischen Ojen und Istän, der in Krystallen im Dolomit 
gefunden wird, untersuchte Lacroix; er ist bläulich mit 
violettem Ton, hat spitze positive Mittellinie und besitzt 
die oben angegebene chemische Zusammensetzung. Als 
Krokydolith, crocidolita, bestimmte derselbe Autor eine wohl 
als Glaucophan genannte secundäre Hornblende in den Por- 
phyriten (ob Ophit?) von Antequera und Las Perdices in derselben 
Provinz [Hintze, II, 1266]. — In der Prov. Granada finden 
sich grosse Krystalle im Cipolino, westlich von Pampaneira, 
Sierra Nevada] Spaltstücke einer Abart, die der grünen Hornblende 
von Arendal ähnelt und bei 2 cm Länge 0,4 cm Breite messen, 



301 

zu Negrah — Für Aktiüolith in Almeria wird Lubrin und Cäbo 
de Gata als Fundort genannt [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Basaltische Hornblende stammt, soweit sie in der Litteratur 
Erwähnung findet, vom Cabo de Gata her. Die schwarzen 
Krystalle des vulkanischen Nijar, Cabo de Gata, heissen am 
Ort „Carbonilla", Kohlentrümmer, und der Andesit, der sie 
enthält, „piedra de carbonilla". Levy [II, 4] beschreibt einen 
Krystall mit folgenden Flächen: oP(OOl), oo P(llO), qo P ob (010), 

-f-P (111); ScHRAüP [Taf. VII, Fig. 6] führt auch noch 2P oc>(021) 
an Ki'ysiallen des gleichen Fundortes auf. Eine genaue Be- 
schreibung gab OsANN, der am Abhänge der GranatiUa aus Dacit 
ausgewitterte 27» cm lange und 1 cm dicke Krystalle unter- 
suchte. Sie sind begrenzt durch oo P (110), (»P ob (010), oP (001) 

und -f-P (111), bilden häufig Zwillinge nach ooPöb (100). 
Axenverhältniss a : b : c =i 0,5422 : 1 : 0,2931 ; ß = 75 ^ 24. 

Die optische Untersuchung, der Des Cloizeaux Krystalle 
von Carboneras unterwarf, ergab Osann an seinem Material 
die folgenden Resultate: 

c:c= 13—15^ auf qoPoo(OIO) 
= 10—12° auf ooP(llO). 

Absorpt. c > B > a. 

Pleochroism. a = hellgelbgrün , b = dunkelbraungrün, 
c = dunkelgrün. 

Murcia, Amiant bei dem Schloss von Lorca [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Portugal P.-Gomes [207] führt an: Aktinolith, actinolithe, 
Grube Saplüra (Montemör-o-Novo), — Asbest, asbesto, Santa 
Anna (Evora), Porfel, hier ausbeutungsfahige Masse. — Ge- 
meine Hornblende, hornblenda, Monto Suimo (Bellas). Mertola, 
Beja, — Bergkork, couro de montänha, Lissabon, in Basalten. 

Nefrita. Nephrit. Nephrite. 

Monoklin. 

1881. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., X, Mem. 12. 

Spanien. Ein Steinbeil ohne nähere Fundortsangabe aus 
Spanien, welches im Mus. Arqueol. Madrid aufbewahrt wird, 
soll aus einer diesem Mineral zugehörigen Substanz ge- 
arbeitet sein. 



802 
Olaueofän. Glaukophan. Olaucophane. 

Hausmakn 1845. 

Monoklin, wie bei Amphibol. 

1881. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., X, Mem. 72. 

1882 Rosenbusch: Neues Jahrb., II, 56. Ref. 

1886. Bergeron et M.-Levy: Compt. rend., CII, 640. 
-— Barrois BT Offrbt: ibid., CHI, 221. 

1887. Oebbeke: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 213. 
1890. Lacroix: Bull. Soc. min. de France, XIII, 14. 

1892. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat,, XXI, Act. 107. 

Die Zusammensetzung des Glaukophans von Lanjarön ist 
die folgende [Barrois et Offret]: 

SiO« APO» FeO MgO CaO Na^O Glüh-Verl. 
47,42 8,42 9,68 15,28 12,95 2,97 4,16 =100,88 

Die Substanz war ersichtlich mit Amphibol gemengt. 

Galicien. Nach Quiroga enthält der Gneiss \on Monte 
GdlineirOy Thal von Miüor, Prov. Pontevedra, den Glaukophan 
reichlich und in weiter Verbreitung. Macpherson und Oebbeke 
erwähnen ihn aus der Umgebung von Vigo und geben als 
Muttergestein einen Syenitgneiss an, der aus Quarz, Orthoklas 
und Plagioklas von mikroklinartigem Habitus besteht und 
ZirkoQ führt. 

Castilien. Naranjo erwähnt Glaukophan aus einem 
granitischen Gestein der Umgebung von VülacasUn am West- 
Abhang der Sierra de Guadarrama, stid-südwestlich von Segovia. 

Andalusien. Am Südabhang der Sierra Nevada bei 
Lanjarön findet sich Glaukophan im Amphibolit, dessen 
Analyse oben reproduzirt wurde. Durch Macpherson ist er 
auch in den kry stallinen Gesteinen der Serrania de Ronda auf- 
gefunden. 

Als secundäres Produkt betrachten Bergekon und M.-Levy 
den Glaukophan in ophitischen Gesteinen von Anfequera und 
Las Perdiccs, Nordabhang der. Sierra de las Cabras, Prov. 
Malaga. Wir haben oben, pag. 296, schon Lacroix' s Ansicht 
über diesen secundären Amphibol angeführt, nach welcher ein 
Krokydolith vorliegt. Vielleicht wird bei näherer Untersuchung 
das gleiche Schicksal auch den Ausscheidungen im Schiefer 
und krystalUnen Kalk aus der Umgebung von Nerja zu Theil, 
die ihres Pleochroismus' und der dabei auftretenden Farbentöne 
wegen von den vorher genannten Autoren dem Glaukophan 
zugerechnet werden. 



303 

Portugal Der zirkonhaltige Gneiss von Cavadaes enthält 
Glaiikophan [Rosenbusch]. 

Zum Glaukophan möchte Calderön auch den Aörinit als 
Varietät stellen, wir sind aber auch hier dem Lehrbuche von 
Naumann-Zirkel gefolgt und haben das auf diese Species Be- 
zügliche im Anhang zusammengestellt. 



Riebeckita. Riebeckit. Riebeckite. 

Sauer 1888. 

Monoklin. 

1902, Souza-BrandAo: Centralbl. f. Min, No. 2, 49—55. 

Portugal Porphyrisch im Alkaligranulit bei AUer-Pedroso 
in der Prov. Alemtejo, ONO. von Campo Maior, dunkelgrüne, 
dünnere und längere Riebeckitsäulen. Es ist ein typischer 
Riebeckit mit sehr kräftiger Absorption, sehr kleiner Schiefe 
der negativen Bissectrix a gegen die Verticalaxe und dem 
bekannten Pleochroismus. 



0. Cordieritgruppe. 
Cordierita. Cordierit. Cordierite. 

Lucas 1813. 
Rhombisch. 0,5871 : 1 : 0,5584. 

1801. V. Schlotheim: Hoff's Magazin. Min., I, 169. 

1815. Gmelin: Schweig». Journ.; nach Hintze, 932. 

1846. Svanberg: Akad. Handl. Stockholm, III, 14. 

1864. Prado: Descrip. fis.-geol. prov. Madrid, 107. 

1886. M.-LEVY ET Berqeron: Compt. rend., 22 Mara. 

1888. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 699. 

1891. Id.: ibid. 

1894. Calderön, S.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 23. 

1900. Fernandez-Navarro: Anal. Soc. Esp. de Eist, nat., XXIX, 

Mem. 122. 

— Rivas-Mateos : Comp. Miner. descript., 248. 

Bekanntlich ward das Mineral zuerst am Gaho de Gata 
gefunden und erhielt durch von Schlotheim den Namen 
„spanischer Lazulith". Die fernere Geschichte wolle man bei 
Hintze fll, 922] vergleichen, der auch betont, dass der jetzt 
gebräuchlichste Name des Minerals von Lucas gegeben und 
von Haüy erst adoptirt wurde. 



304 

Die Analyse des Cordierits Yom Cabo de Gata ergab nach 
Gmelin die unter 1. nach Osann die unter 2. wiedergegebenen 
Zahlen : 

SiO« APO» Fe^O» FeO MnO CaO MgO 

1. 42.60 34,40 15,00 - 1,70 1,70 5.80 == 101,20 

2. 48,58 32,44 3,15 9,17 Sp. — 6,63= 99,97 

Spec. Gew. nach Osann — 2,625 -2,628. 

Leon, Bejar, Prov. Sahmanca [Rivas -Mateos]. 

Castilien. F.-Navarro fand 6--- 8 mm grosse, krystalline 
Körner im Gneiss von La Constante, Gasmefia und von anderen 
Orten in der Prov. Guadalajara [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Das Vorkommen am Cabo de Gata liegt 
nach Osann am Hoyazo, einem kleinen Hügel der Sierra 
AlhamiUa in der Nähe des Städtchens N^ar, Prov. Almeria. 
Dort ist im Auftreten des Minerals eine zweifache Art zu 
unterscheiden; zunächst sind es im Glimmerandesit des Berges 
auftretende fremde Einschlüsse von Quarz mit Cordierit, in 
denen das Mineral in rundlichen bis haselnussgrossen Körnern 
von einheitlicher Struktur vorkommt. Die Körner haben nur 
zuweilen Krystallform : a)P(llO), ooP(»(010), cx)P(00l) mit 
Absonderungsflächen nach oP (001), und sind häufig mit 
Quarz schriftgranitartig verwachsen. Nur in einem Falle erwähnt 
Osann bei solchen aus Biotitgneiss herstammenden Kömern 
eine durch den optischen Befund nachgewiesene polysynthe- 
tische Zwillingsbildung. Als Einschlüsse führen diese Körner 
häufig den für das Herkommen aus Gneiss charakteristischen 
Sillimanit, sie sind oft begleitet von Almandin-Ikositetraödern. 

Die zweite Form des Auftretens am Iloyazo bieten 
kleine bis 4 mm Durchmesser besitzende Krystalle mit 
6- resp. 12seitigem Umriss. Die Krystalle sind nach Osann 
im Magma des Andesit selbst auskrystallisirt, vielleicht nach 
Auflösung der an erster Stelle erwähnten Körner. Sie sind 
stets Zwillinge oder Drillinge, und es bieten daher die 
basischen Schnitte bei Beobachtung im polarisirten Lichte 
eine Feldertheilung in 6 Felder, deren Grenzen in den 
Hexagonecken verlaufen, und von denen je 2 gegenüberliegende 
Felder gleich und parallel der äusseren Umgrenzung orientirt 
sind. Längsschnitte sind optisch viergetheilt mit nur geringer 
Abweichung der Orientirung in den einzelnen Feldern. 

An Platten, welche aus den Körnern durch die Ab- 
sonderung nach oP hervorgerufen, hat Osann verschiedene 



305 

Messungen der optischen Constanten ausgeführt, aus denen 
die folgenden Daten hier angeführt sein mögen: 

2HNa = 91^6' 

2VNa = 85^50' 
ßNa = 1,5438 (Prismenbeobachtung) 

a == gelblichweiss, b — dunkel violett, c = etwas heller, 
b > c und a. 

Zonarer Aufbau ist auch durch die Vertheilung der Ein- 
schlüsse von Silliraanit ohne Anwendung von polarisirteni Licht 
sichtlich gemacht. 

Murcia. In ganz gleicher Weise wie am Hayazo finden 
sich Krystalle, sowohl als Einschlüsse von Cordioritgestein, wie 
auch aus dem Magma auskrystallisirt in den Älifragas, den 
Gesteinen aus der Umgegend von Mazarrön und von den Inseln 
des Mar Menor. An einem 1 cm langen Krystall aus dem Dacit 
von Mazarrön, der etwas blasser gefärbt ist als die vom Hoyazo 
stammenden bestimmte Osann: ooP (HO), qoP'oo (010). qoP^ 
(100), oP(OOl). P(lll) und. seltener auftretend VaP(112). 
Endlich erwähnt Osann dann noch Einschlüsse von Cordierit- 
gesteinen im Basanit vom Caheso de la Tia Laura, 

Das bei Haüy [III, 98] erwähnte neue Vorkommen von 
Cordierit aus der Bahia de San Pedro, welches Cordier von 
seiner Reise nach Spanien mitbrachte, dürfte vielleicht zu den 
Funden auf den Inseln im Mar Menor gehören, an dessen 
Nordspitze San Pedro de Pinatar gelegen ist, nach welchem 
der nördlichste Ausläufer der Lagune genannt sein kann. 



Von den so vielfach vorkommenden Umwandlungsprodukten 
des Cordierit sind in Spanien nur Gigantolith, Pinit und der 
damit nahe verwandte Iberit bekannt [Hintzk II, 937— 941 J. 



Iberita. Iberit. Iberite. 

(PiDitA.) (Pinit.) (Piiiite.) 

Svanberg 1844. 
(Werner 1789.) 

1844. Svanberg: Ofversigt af K. Vet. Akad. Förhdl. Stockholm, I, 219. 
1864. Prado: Descripc. fis. y geol. prov. Madrid, 107. 

NoRLiN [bei Svanberg] analysirte das Vorkommen von 
Montalhdn, Prov. Toledo, und erhielt: 

SiO» Al'O» FeO MnO CaO MgO K«0 Na«0 H»0 
40,9Ü 30,74 15,47 1,33 0,40 0,Ö1 4,57 0,04 5,56 = 99,82. 

Spec. Gew. = 2,89. 

20 



306 

Galicien. Pinit mit Quarz zu Monterreij, Prov. Orense 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Leon, Prismatische Pseudomorphosen, die im Iimern noch 
einen Kern des Cordierit enthalten, sind in den Graniten der 
Sierra de Bejar, Prov. Salamanca, nahe der Grenze gegen die 
in Estremadura gelegene Prov. Palencia, aufgefunden [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Castüien. CoRTiNA fand nach Prado zuerst den 
Iberit bei Villalba, Prov. Madrid, und in dem Tunnel von 
La Paradlila, Prov. Avila, beide Orte in der Sierra de Gua- 
darrama gelegen. In Eohledo de Chavela, auch Sierra de Guadar- 
rama, finden sich ebenfalls solche mit Cordierit-Kern versehene 
Pseudomoi'phosen im Mikrogranit von Pefialara, Puerto de la 
Fuenfria, ost- Süd -östlich von Segovia [Qüiroga] und anderen 
benachbarten Punkten. Die Krystalle, zuweilen ziemlich gross, 
sind chokoladenbraun. tafelförmig nach dem vorderen Pinakoid 
und haben neben der Basis als randliche Umgrenzung die 
Flächen des Prisma mit der genannten Endfläche. 

Die Fundstelle des eigentlichen von Svanberg unter- 
suchten Iberit ist Montalhän bei Toledo, woselbst er häufig in 
bis 15 cm langen, 6seitigen, durch pyramidale Endigungen zu- 
gespitzten Prismen im Granit vorkommt. Dieselben sind licht 
graulich grün, besitzen weissen, ins grünliche ziehenden Strich 
und eine zwischen 2 und 3 gelegene Härte. Als Begleit- 
mineralien treten Kalifeldspath und Muscovit auf [U. S. Berlin, 
Mus. Hist. nat. Madrid]. Die bei dem Vorkommen von Pefialara 
durch Qüiroga nachgewiesenen Kerne unveränderter Substanz 
treten in diesen Krystallen nicht auf. Die Umgrenzung der 
basalen Tafeln pflegt qcP(IIO) allein oder vorherrschend zu 
zeigen. Iberit in dem Glimmerschiefer von Buitrago, Prov. 
Madrid, grosse Krystalle [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien, Der Cordieritgneiss mit dem zersetzten 
Cordierit findet sich längs der Mittel meerküste der Prov. 
Malaga, zwischen Benalmddena und Marhella, sowie zwischen 
Man und Ronda [M.-Levy und Bergkron]. 

Murcia» Am Cerro de Cristohnl bei Mazarrön sind von 
OsANN Krystalle gefunden, welche neben den für den Cordierit 
genannten Flächen noch P6^(101), 2P (221) und 4Pcx(041) 
zeigen. Pinit in einem zersetzten Porphyr von Mazarrön. Er 
bildet Krystalle von hexagonalem Ansehen, die dem Mus. 



307 

Hist. nat. Madrid von Guii^-ao unter dem Namen „Gieseckit" 
geschenkt wurden. Nach Tennk sind sie rhombisch und ge- 
hören zum Piuit [Calderon]. 

Portugal In den Graniten der Serra da Estrella. 

Berilo. Beryll. Beryllo. 

Hexagonal. 1 : 0,4989. 

1864. PRADo: Descripc. fis. y geol. prov. Madrid, 108. 

1885. Gillemin-Tarayre: Compt. rend., 11. Mai. 

1890. Qüiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIX, Act. 11. 

1891. Püig: Descrip. fis.-geol. prov. Zamora, 422. 
1898. Calderon, S.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 24. 
1900. Rivas-Mateos: Comp. Miner. descript, 242, 

Galicien, Zusammen mit Zinnstein kommt gemeiner 
Beryll von aquamariner Farbe, undurchsichtig, ziemlich häufig 
im Granit der Prov. Pontevcdra vor. zwischen Bamallosa und 
Carhnlledo [Mus. Hist nat Madrid]; einige der Individuen 
aus Pegmatit in der Nähe der Hauptstadt haben thatsächlich 
colossale Dimensionen [Esc. Min. und Com. Map. geol. Madrid]. 
Relimpio und Chaves wiesen auf mikrochemischem Wege die 
Gegenwart von Caesium nach. 

Asturien. Im Quarz von Sota de los Infantes, SalaSf be- 
merkte Desoignies ein Exemplar von weissem Beryll. 

Leon. PuiG vermuthet, dass ein Theil der für Apatit 
gehaltenen kleinen Krystalle, die den Zinnstein von Zamora 
und Salamanca begleiten, dem Beryll zuzurechnen ist. 

Estremadura, Canchal de la Muela, Prov. Cdceres 
[Rivas-MateosJ. 

Castilien. Im Gneiss der Cordillera Carpetana und zwar 
hauptsächlich in der Sierra de Guadarrama sind verschiedene 
Funde von Beryll zu verzeichnen. Nördlich von Madrid 
wurde durch Prado CavaniUas de la Sierra erwähnt. Ein 
weisslicher Krystall von El Escorial und andere aus der 
Nähe der Brücke von Miraflores de la Sierra, Weg nach Ghozas, 
Sierra de Guadarrama, Prov. Madrid [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
La Com INA machte den Tunnel von Paradilla unweit El 
Escorial bekannt. Quikoga beschrieb bläuliche Berylle mit 
Flüssigkeitseinschlüssen und beweglicher Libelle von Pegue- 
rinos, Prov. Avila. Toledo in Granit [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

20* 



308 

Andalusien. Aus den Glimmerschiefern und aus den 
goldhaltigen Alluvionen der Sierra Nevada wird Beryll durch 
Gillemin-Tarayre als wahrscheinlich vorhanden namhaft 
gemacht. 

Portugal. Im Granit der Serra do Gere^. Auf der 
Grube von Eehordosa und zu Venda Nova {Rio Tinto, Porto) 
[P.-GoMES, 207]. 

p. Feldspathgruppe. 
Ortoclasa. Orthoklas. Orthoclase. 

(Ortosa.) Breithaüpt 1823. 

Monoklin. 0.6585 : 1 : 0,5554; ß = 63 « 5674'. 

Nebst: 

Microclina. Mikroklin. Microcline. 

DES Cloizeaux 1876. 

Triklin, aber in den Winkeln sehr ähnlich. 

1799. Garcia-Fernandez: Anal, de Hist. nat., I. 

1864. PRADo: Descripc. fis. y geol. prov. Madrid, 108. 

1867. Zirkel: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XIX, 68. 

1875. Roemer, f.: ibid., 66. 

1879. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., VIII, Mem. 229. 

1881. Id.: ibid., X, Mem. 72. 

1882. Barrois: Asturies, 67, 75, 115, 132 u. 145. 

1886. Macpherson: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XV, Mera. 169. 
1889. Calderon, S.: ibid., XVUI, Act. 48. 

1898. Id.: Ann: de scienc. nat. Porto, IV, 16. 

Galicien. Schöne, grosse Krystalle kommen nach 
Leonhard am Cap Ortegal vor, ebenso bei dem südwestlich 
davon an der Küste gelegenen Coruna. Mikroklin fand 
Macpherson im Gneiss von Vigo, Goirrü und San Cofne, In 
dem Granit von Lugo kommen grosse Krystalle vor, die 
manchmal Karlsbader Zwillinge sind; sie sind häufig zonar 
gebaut: die einen der abwechselnden Zonen sind weiss und 
opak, die anderen sehr durchsichtig [Barrois]. 

Ästurien, Aggregate von Mikroklin aus den asturischen 
Dienten erwähnt Barrois. Der Granit von Boal zeigt dieselben 
Krystalle wie der von Lugo. Der trachytische Porphyr von 
Gargantada enthält helle und glänzende Feldspathe mit Hohl- 
räumen. Man wird an den Sanidin der jüngeren Gesteine 
erinnei't. Die grossen Feldspathe der quarzführenden 



309 

Kersantite von Salave, Inßesto scheinen dem Sanidin anzuge- 
hören [Barrois]. Mikroklin ist in den Graniten von Boal in 
der Gestalt grosser Individuen häufig, dieselben enthalten inner- 
lich zerbrochene Stücke von Oligoklas [Barrois]. 

Pyrenaeen. Ein dunkelgraues, parallel der Hauptspalt- 
barkeit mit grauen, undurchsichtigen, bis 1 mm dicken Lagen 
durchzogenes Spaltstück soll von Vizcaya stammen [U. S. 
Berlin]; es ward durch die spanische Gesandschaft erhalten. 

Grosse bis 6 Zoll lange und 9—10 Linien dicke Krystalle 
sind in die Thäler der Ältos de Venasque und der Esera von 
dem Hauptkamme der Centralkette zwischen Tm de Maupas 
und dem Chambide (mit dem Crabioules, dem Col de PortiUön 
und dem Port d'Oo) herabgeschwämmt; sie sind immer Zwillinge 
nach dem Karlsbader Gesetz, umschliessen Biotitblättchen und 
Quarzkörnchen, scharf begrenzte Partieen von Kalknatron- 
Feldspath, sowie weisse im Gestein nicht vorkommende 
Glimmerblättchen. Kleinere Krystalle von ähnlichem Habitus 
finden sich am Col de la Margarita und dem Canigön in den 
Ost-Pyrenaeen [Zirkel]. 

Estremadura, Die porphyrischen Ausscheidungen im 
Granit liefern nach Leonhard grosse Krystalle bei Älburquerque. 
El Chantre u. s. w. 

Casfilien. In der Sierra de Guadarrama sind als hervor- 
ragende Funde diejenigen von Bustarviejo bei Bmtrago, Prov. 
Madrid, zu nennen, welche aus Hohlräumen oder drusenartigen 
Erweiterungen von Gängen herstammen, die den Granit dieser 
Gegend durchsetzen. Die Feldspäthe sind hier von brauner, 
rosenrother bis gelbbrauner Farbe, ähnlich gewissen uralischen 
Vorkommen, und mit Quarz zusammen auskrystallisirt. Ihre 
Ausbildung ist diejenige der Bavenoer Zwillinge, Drillinge 
und Vierlinge, wie sie die typischen Exemplare von Baveno 
nicht schöner zeigen. Die hierdurch entstandenen vierseitigen 
Säulen (durch ooPdb(OlO) und oP(OOl) gebildet) messen bis 
15 cm Länge [Qüiroga] [Mus. Hist. nat. Madrid]. Ein Exemplar, 
als Karlsbader Zwilling gebildet, kommt von Hiendelaencina, 
Prov. Guadalajara, imd wird im Mus. Hist. nat. Madrid auf- 
bewahrt. Die Krystalle der Sierra de Guadarrama nehmen 
durch Zersetzung gewöhnlich eine rosenrothe Farbe an. Auch 
in den Gesteinen finden sich Ausscheidungen von Kalifeld- 
späthen, die wie gewöhnlich Zwillinge nach dem Karlsbader 
Gesetz bilden und zuweilen recht ansehnliche Grösse er- 



310 

reichen. So erwähnt Prado einen Krystall von La Cahrera, 
der 5 kg Gewicht besitzt [Mus. Hist. nat. und Esc. Min. 
Madrid, Brit. Mus. London]. Von El Escorial liegt die Ver- 
wachsung von Quarz mit bläulich grauem Feldepath zu 
„graphischem Feldspath" aus der Klaproth' sehen Sammlung 
vor [U. S. Berlin]. Auch von Toledo [Mus. Hist. nat. Madrid]. 
Aehnliche Krystalle wie zu BustarviefOf 8—10 cm in der Längs- 
axe messend, werden von Cardeüosa, ReboUosa und Hienddaencinay 
Prov. Gruadahjara, erwähnt. — Ferner sind noch die flächen- 
reichen Krystalle aus den porphyrischen Gesteinen der Sierra 
del CuchiUar und die Drusen mit Quarz und Epidot aus der 
Sierra de Ävila anzuführen [Macpherson]. Mikroklin, Sar^ 
Martin de ValdeigUsias, El Escorial, Prov. Madrid [Mus. Hist. 
nat. Madrid]. 

Andalusien, Ueber rothen Feldspath, der reichlich in 
dem granitischen Gebirge bei Vilh de Baüos, Revier Bauen, 
Prov. Jaen. vorkommt, und über Kaolin, der aus seiner Ver- 
witterung hervorging, schrieb G.-Fernandez. — Roemer er- 
wähnt von Navalosfrillos, 8 km nördlich El Fcdroso, Prov. 
Sevilla, plattenförmige Stücke eines hellgrauen Feldspathes aus 
pegmatitischen Gängen im Gneiss. Dieselben erreichen bis 
3 Zoll Plattenstärke. 

In der Grube San Guillermo, PeMflor, Prov. Sevilla, kommt 
eine Zusammenhäufimg langer Krystalle vor, die blos die 
Flächen P und M haben [Calderon]. 

Aus den Contactgesteinen von Maro, Prov. Malaga, gibt 
Chaves Kalifeldspath an. Der Gneiss von Gfiapas de Mar- 
bella enthält unzählige Krystalle. die in Karlsbader Zwillingen 
von über 2 cm Länge dem Gestein ein porphyrisches Gefüge 
geben. In beiden Zwillingshälften pflegen kleine, nicht orientirte 
Feldspathindividuen und Quarzf»inschlüsse vorhanden zu sein 
Macpherson]. Rosa gefärbte, bis über 1 cm messende Ortho- 
klase finden sich nach demselben Autor in der Serrania de 
Eonda und in Gneiss zu La Deliesa de San Gerönimo in der 
Sierra Nevada. 

Balearen. Stark zersetzte grosse Orthoklaskrystalle 
sind in den Porphyriten von Ferrugat, Insel Menorca, vor- 
handen. 

Portugal In den Graniten und dem Gneiss finden sich 
zuweilen recht grosse porphyrische Ausscheidungen des Kali- 
feldspathes an zahlreichen Fundorten; die von den Portugiesen 



311 

„Pferdezähne", dentes-de-cavallo, genannten Gebilde gehören 
hierher. An einzelnen Lokalitäten nennt P.-Gomes [207] Serra 
do GereZj Mangualde (Vista Alegre), Santa Combaddo, Serra 
da Estrella, Gruben von Quarta -feira und von Sdbral, Serra 
de Cintra, u. s. w. Die Varietät Mondstein, pedra de lua, 
kommt ebenfalls an der Serra de Cintra vor. 



Sanidino. Sanidin. Sanidin. 

NÖGGERATH 1808. 

Monoklin. Winkel wie beim Orthoklas. 

1882. Calderon: Bol. Com. Map. geol., IX, 363. 
— Barrois: Asturies, 132. 
1895. Becke: In Columbretes. 

Asttirien. Barrois beschrieb einen zum Orthoklas hin- 
neigenden und sich zuweilen in Glimmer umsetzenden Feldspath 
aus den Kersantiten von Asttirien. 

Andalusien und Murcia. In einigen vulkanischen Ge- 
steinen vom Caho de Gata und aus der Umgebung von Garta- 
gena fanden Calderon und Qüiroga sowohl einfache Krystalle 
wie auch Zwillinge des Sanidin, die durch die Entwickelung 
des Orthopinakoids quadratische Ausbildung zeigen. 

Valencia. In den Trachyten der Columbretes bildet 
Sanidin bis 1 cm grosse Körner und Aggregate, die immer aus 
einfachen Individuen, niemals aus Zwillingen bestehen. Die 
optische Axenehene liegt in ihnen in der Symmetrieebene und 
der Axenwinkel wurde bestimmt zu 2E =^ 45^—58^ Neben 
beträchtlicher Menge von Natron ist auch Kalk in dem Mineral 
nachgewiesen [BeckeJ. 



Albita. Albit. Albite. 

Gähn 1815. 

Triklin. 0,6335 : 1 : 0,5577 
a=:94^3', ß= 116^29', y = 88«9' 

1896. Chaves: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIV, Mem. 221. 
1896. Calderon: . ibid., XXV, Act. 24. 

« 

Castilien. Bine von Naranjo herstammende Nachricht 
über das Auftreten von Albit im Distrikt von Hiendelaencina 
stützt sich auf den -Umstand, dass die Krystalle das Albit- 



312 

gesetz ia ihrer Zwillingsbildimg zeigen. Calderön ist niehr 
geneigt das Vorkommen dem Oligoklas zuzuweisen. 

Andalusien. An der Landstrasse von Almurlecar in der 
Nähe von Torre de Calaturco sind dem dichten Gneiss von 
Maro (Malaga) kleine weisse Prismen von Albit aufgepflanzt; 
so dass sie die Risse drusenartig auskleiden. Diese Krystalle 
sind offenbar sekundären Ursprungs, wie das Zusammen- 
vorkommen von vollständig umgewandeltem Pyrit bestätigt 
[Chaves]. Erscheint als sekundäres Produkt auf einem Ophit 
von Antequera, Prov, Malaga^ in schönen durchsichtigen 
Krystallen [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portugal Cintra [P.-Gomes. 208]. 



Anortita. Anorthit. Anorthite. 

G. Rose 1823. 

Triklin. 0,6347 : 1 : 0,5501 

a = 93M3V8', ß=^ 115^5572', Y^ölMl^s' 

1881. Quirooa: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XX, Act. 58. 

1889. Osann: Zeitschr. d. D. geol. Ges., XLI, 297. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, XXHI, Meni. 39. 
1898. Id.: Ann. de scienc. nat Porto, IV, 17. 

Eine Analyse eines Anorthit von Calvario, Morön, Prov. 
Sevilla^ durch Schrauf ausgeführt und an Caldkron über- 
mittelt, ergab folgendes Resultat: 

CaO . . 20,58 
Al^O^ . 36,09 
SiO^ . 43.33 (durch Differenz bestimmt) 

lU0,0ü. 

Andalusien. In dem Ophit (?) des Cerro del Calvario, 
am Ausgange von Morön, finden sich blätterige, radial -strahlige 
Aggregate von weisser Farbe; die einzelnen Prismen messen 
bis 1,5 cm Länge bei 0.2 cm Breite, doch sind sie oberflächlich 
verwittert , sodass sie keine Messungen gestatten [Calderön]. 

Die porphyrischen Ausscheidungen der Augit- und 
Hypersthen-Andesite am Caho de Gata [Osann] und in 

Murcia. Auf den Inseln des Mar Menor und zu Cartagena 
[Qüiroga] gehören ebenfalls dem Anorthit an. 



313 
Oligoclasa. Oligoklas. Oligoclase. 

Breithaupt 1826. 
Triklin. Isomorph mit Albit und Anorthit. 

1876. Macpherson: Anal. Soc, Esp. de Hist. nat., V. 

1882. Barrois: Asturies 131, 140, 142. 

1884. Brbnosa: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIII, Mem. 259. 

1892. Macpherson: ibid., XXI, Mem. 403. 

1896. Calderon: ibid., XXV, Act. 25. 

Asturien. Neben dem oben erwähnten Sanidin be- 
herbergen die Kersantite^) von Salave, Pola de Attande und 
anderen dortigen Fundorten schöne und grosse, bis 0,2 m Länge 
messende Krystalle von Oligoklas, die meist nach dem Albit- 
gesetz oder aber nach diesem und dem Periklingesetz ver- 
zwillingt sind [Barrois]. Die Feldspath-Krystalle des gra- 
nitol'den und porphyrartigen Kersantits, wie die von Infiesto 
und Losano, scheinen sich durch Auslöschungsschiefen (zur 
Zwillingsgrenze gleichmässig 18^ in der Zone Pk dem Oli- 
goklas zu nähern [Barrois]. 

Castilien. Krystalle von zuweilen mehr als 1 cm Kanten- 
länge erwähnt Macpherson [1892] aus einem Porphyrit östlich 
Avila, V2 km vom linken Ufer des Adaja, Bei San Ildefonso 
auf dem Kamme der Sierra de Guadarramay nördlich Madrid^ 
erwähnt BreSosa makroskopische Krystalle in einigen por- 
phyritischen Gesteinen. Oligoklas in weisslichen Massen, 
röthlichen Orthoklas und Bleiglanz enthaltend, bildet Gänge 
in dem chloritischen Gneiss von Hiendelaencina [Caldekön] 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Nach Macpherson [1876] gehören zum 
Oligoklas grosse und häufig vorkommende Krystalle in ge- 
wissen porphyrischen Ophiten zwischen Zahara und JEI Gastor, 
Prov. Cadi^. Ebenso auch aus der unmittelbaren Nähe von 
Coripe, Prov. Sevilla [Calderon]; diese letzteren haben bläu- 
liche Farbe und erreichen bis 0.5, ja 2 cm Länge |U. S. Sevilla], 
(optisch und in Bezug auf das Verhalten gegen Säuren geprüft). 

Dem oben genannten Vorkommen von Zahara schliesst 
Macpherson [1876] ein solches aus der Nähe von Aniequera, 
Prov. Malaga, an. 



^) Die Gesteine sind nach Rosenbusch nicht als Kersantite in dem 
von ihm gebrauchten Sinne zu bezeichnen, sie müssen zu den grano- 
phyrischen Ganggesteinen und specieli zu den Dioritporphyriten gestellt 
werden. Rosenbusch, Mikrosk. Physiogr., II, 1887, p. 337. 



314 
Labradorita. Labradorit. Labrador. 

G. Rose 1823. 

Triklin. Isomorph mit Albit uad Anorthit. 

1879. Macphekson: Bol. Com. Map. geoL, 108. 
1882. Id. in Botella: ibid., IX, 62 u. 63. 

— Barrois: Asturies, 131. 

1884. Calderon: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIII, Mem. 233. 
1890. Id. Y Del Rio: ibid., XIX, Mem. 428. 

Ästurien. Die grossen Feldspathe des jüngeren Ker- 
santits kommen zu Salave, Campos und Selviella vor und ge- 
hören zum Labrador [Barrois]. 

Gastilien, Zum Labrador stellte Naranjo Ausscheidungen 
aus Diabasen und Melaphyren von Ghülön und anderen Punkten 
nordöstlich von Almaden. Nach Calderon sind es hauptsäch- 
lich die Ausscheidungen aus einem porphyrischen Melaphyr, 
die lose erhalten werden, wenn das Gestein zerfällt. Sie 
bilden oftmals prächtige, verzwillingte Gruppen, die entweder 
nach dem Karlsbader- und Albitgesetz oder nach dem letzteren 
und dem Periklingesetz aggregirt sind. 

Andalusien, In den basischen Gesteinen der Prov. 
Sevilla, xyelche Macpheuson studirte, gehen die grösseren Aus- 
scheidungen, welche gewöhnlich eine hellgrüne oder schmutzig 
weisse Farbe besitzen, in Saussurit (saussurita) über. Mac- 
PHERSON wies dies für die Euphotide von der Mündung des 
Huesna und südlich von Cazalla und Calderon in Gemein- 
schaft mit DEL Rio am Epidiorit der Umgegend von Cazalla 
de la Sierra nach. 

Labrador porphyrisch in dem Augitandesit von Vicar, 
Gegend SO. von der Prov. Almeria; es sind einfache oder ver- 
zwillingte Krystalle nach dem Albitgesetz, schön gebildet und 
mit mehreren Einschlüssen [Macpherson]. 



Bytownita. Bytownit. Bytownite. 

Tschermak 1865. 

Triklin, isomorph mit Anorthit und Albit. 

1897. Lacroix: Min. de la France, II, 192. 
1897. Becke: Min. und petrogr. Mitth., XVI. 

Pyrenaeen. Nach Lacroix ist dieser Feldspath aus 
den Ophiten der Pyrenaeen zu nennen. 



315 

Valencia. Im basaltischen Gestein von CclunArete GranäCy 
Prov. CastcUön, erscheinen schmal tafelförmige Krystalle, 

welche oft durch Vorwalten von oP(OOl) und P^ (101) be- 
dingte, spitzrhombische Form oder rectanguläre. nach ä ge- 
streckte Säulen mit nahezu quadratischem Querschnitt erkennen 
lassen. Nach der optischen Orientirung sind sie zum Bytownit 
zu stellen [Becke]. 



q. Zeolithgruppe. 
Analcima. Analcim. Analcime. 

HAÜy 1801. 
Regulär. 

1882. Maestre: Orio's Mineralogia. 

1885. Macpherson: Comm. da Secg. d. Trabalh. geol., I. 

1894. Bensaude: Beitr. zu einer Theor. d. opt. Anom. d. regul. Krystalle. 

Lissabon, 30. 
1898. Calderon: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 27. 

Charles Lepierre [bei Bensaude] fand die Zusammen- 
setzung des Analcims von Rincovo zu: 

SiO^ APO^ Na^O CaO H^O 
'54,29 23,30 13,84 0,31 8,36=100,10 

Pyrenaeen. Im Tephrit von Zaldua, Vtjscaya, bemerkte 
das Mineral A. de Yarza. 

Andalusien. Nach Maestre in den Basalten von Vera, 
Prov. Almeria; doch glaubt Calderon, dass diese Angabe 
irrthümlich ist, da sie durch die späteren exacten Arbeiten 
über diese Vulkangegend nicht wiederholt wird. 

Portugal. In den Tescheniten von Ce^imbra, an der Bai 
von Setübal, südlich von Lissabon, und von anderen Orten der 
Ophitregion dieses Landes findet er sich in weissen und wasser- 
hellen Körnern, die auf den ersten Blick für Quarz gehalten 
werden können. Rosenbüsch und Macpherson betrachten ihn 
als ein Produkt, das aus der Zerzetzung von Nephelin her- 
vorgegangen ist. — Bensaude berichtet, dass die Analcime aus 
dem Foyait von Bincovo, Serra de Monchique, die seltene 
Combination QoO (110) mit 202(211) besitzen und optisch, in 
Folge einer durch Aetzfiguren nachgewiesenen abnormen 
Dichtigkeitsverminderung in der Richtung der Flächennormale, 



316 

ein als Lamellenstruktur bezeichnetes, anomales Verhalten 
unter dem Mikroskop zeigen. (Siehe auch oben angeführte 
Analyse). 



Chabasia. Chabasit. Chabasie. 

HAiiY 1801. 

Rhomboedrisch. l : 1,0860. 

1882. Maestre: Orio's Mineralogia. 

1890. Pohliq: Sitz. Ber. naturh Ver. pmuss. Rheinlande etc., 115. 

Castilien, In den Zinnoberfallbands von Almaden ist 
weisser Chabasit in starken Krusten mit centimetergi'osseu 
Krystallen oder kleinen Rhomboädern, interponirten Zinnober 
enthaltend, vertreten [Pohlig]. 

Andalusien. In den Basalten von Vera [Maestre]. doch 
wird auch das Auftreten dieses Zeolithes aus den beim 
Analcira genannten Gründen bezweifelt [Calderön]. 



Heulandita. Heulandit. Heulandite. 

Brooke 1822. 

Monoklin. 0,4035 : 1 : 478«; ß = 63« 40'. 

1882. Maestre: Orio's Mineralogia. 

Castilien. In den Basalten von Almagro, Prov. Ciudad Beul 
[Maestre]; (Vorkommen bezweifelt [Calderön], cf. Analcim.) 

Andalusien. In den Basalten von Vera^ Prov. Alnieria 
[Orio]; (Vorkommen bezweifelt [Calderön], cf. Analcim.) 



Desmina. Desmin. Desmine. 

Breithaupt 1818. 

Monoklin. 0,7623 : 1 : 1,1940 : ? = 50M9'. 

1882. Maestre: Orio's Mineralogia. 

Castilien. In den Basalten von Ahnagro, Prov. Oiudad 
Real [Maestre]; nach Calderön zweifelhaft. 

Andalusien, In den gleichen Gesteinen von Vera, Prov. 
Almeria [Orio]; nach Calderön zweifelhaft. 



317 
Natrolita. NatroUth. Natrolithe. 

Klaproth 1803. 

Rhombisch. 0,9785 : 1 : 0,3536. 

1880. Quiroga: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., IX, Mem. 170. 
1887. Macpherson: Comm. da SecQ. d. Trabalh. geol, I. 
1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 27. 

Castilien. Ellipsoide Aggregate, zuweilen radial-faserig, 
sonst hyalin, reichlich in den Basalten der Mancha [Qüirogaj. 

Andalusien, Zuweilen auch am Caibo de Gata in den 
Andesiten in ähnlicher Weise auftretend [Calderön]. In den 
Basalten (?) von Vera, Prov. Älmeria [Orio]. 

Portugal In den Basalten aus der Nähe Lissabon^s, 
Im Foyait von Bincovo, Serra de Monchique [P.-6omes, 208]. 
Als Pseudomorphose von Eläolith mit faseriger Struktur 
(Spreustein) in den Tescheniten von Cezimbra, Casaes do 
Callas u. a. 0. [Macpherson]. 



Unbestimmte Zeolithe. 

1887. Choffat: Comm. da Sec^. d. Trabalh. geol., I, 301. 
1895. Begke: In Columbretes, 90. 

Valencia. In den Palagonit-Tuflfen der Columbretes finden 
sich nach Becke zwei Species von Zeolithen, die jedoch nicht 
näher bestimmt sind. Eine derselben ist in radial struirten 
Aggregaten krystallisirt, deren Nadeln gerade auslöschen und 
positiv doppelbrechend sind. 

Portugal In dem Lias-Sandstein von San-Thiago-de- 
Caceniy im Süden von SadOy finden sich Massen zersetzter Ophite, 
wie solche in den Tescheniten von CejHmhra [Choffat] vor- 
kommen; es werden aber die Arten nicht bestimmt. 



r. Thongruppe. 
Arcilla. Kaolinit. Kaolino. 

Johnson 1B64. 
Monoklin oder Triklin. 

Kaolinite w^erden in Spanien nach den letzten statistischen 
Nachweisen in den Provinzen Burgos, Guadalajara^ Logroüo, 



318 

Madrid und Toledo zu technischen Zwecken gewonnen, in den 
beiden letzteren allein gegen 600 Tons (a = 20Ctr.) jährlich. 
Die Lagen sind entweder an Ort und Stelle aus der Zersetzung 
von Pcginatiten und anderen granitischen Gesteinen hervor- 
gegangen, oder sie sind aus Arkosen der Kreideformation ent- 
standen. Die Fundorte sind für die verschiedenen unter diesen 
Allgemeinbegriff gehörenden Substanzen getrennt angegeben. 

Caolin. Kaolin. Kaolino. 

1841. Brongniart et Malagutti: Archives du Museum. 

1871. Piqüet: Rev. rainera, XXII, 141. 

1878. Hamirez-Lasala : Bol. Com. Map. geol., V, 169. 

1889 — 1890. SoLER, J. M.: Com. ejecut. de Estadistica min., 427. 

1894. Sanchez-Lozano : Descripc. fis., geol. y min. prov. Logrono, 316. 

1898. Calderon: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 36. 

1899. Lepierre: Est. chim. e techn. sobre a ceramica port. modenia, 160. 

1900. Choffat: Syst. cr6t. du Port., 2me 6tude, 269. 

1901. Calderon: La Naturaleza, 149. 

Analysen. 1. Burela, 2 km von Sargadelos, Galicien, der- 
selbe wird zu Sargadelos verarbeitet, a. Brutto, b. nach 
Lösung nicht gebundenen Quarzes (Kieselsäure) durch Kochen 
mit Kalilauge von sp. Gew. 10,75 [Brongniart et Malagutti . 
2. Porto, Portugal, desgl. [Dieselben]. 3. Älemcarce [Soürce], 
durch Waschen aus tertiärem Sandstein gewonnen [LepieureJ. 
4. Val'Rico, [Derselbe]. 

SiO« APO» Fe«0» FeMn CaO MgO K'O H»0 Ruckst. 

la. 43,25 87,38 — Sp. — — 0,88 12,83 5,64= 99,98. 

Ib. 36,77 ~-~— — — ^ — — 

2 a. 46,62 43,94 — ' Sp. — — — 14,62 0,11= 99,29. 

2b. 36,90 _ — —__— — ' — 

3. 55,20 29,60 1,90 — 0,60 Sp. 4,00 8,60 — = 99,90. 

4. 50,00 38,80 — — Sp. -- — 11,20 — = 100,00. 

Statistisches über den Kaolin 1900 [Estad. min. de 
Espana] ^) : 

Tonnen. Werth (Pesetas). 
Burgos 2 300 5 750 

Logrono 500 1 000 

Toledo 400 4 000 

Valencia 594 29 421 

3 794 40171 



*) In den statistischen Aufstellungen der vorhergehenden Jahre er- 
scheinen die Provinzen Guadalajara und Madrid. Der Kaolin der letzteren 
(Sierra de Guadurrama) hatte einen Preis von 60 Pesetas p. Tonne, höher 
als irgend ^in anderer aus Spanien. 



310 

Galicien. Hauptsächlich in der Küstenregion. In der 
Schmelzerei nnd Fayencefabrik von Sargadelos, Prov. Lugo, 
gebraucht man Kaoline, die aus den Graniten von San CifuianOy 
Vivero, Burela und anderen Orten derselben Provinz stammen. 
Vergl. die vorhergehenden Analysen 1 a und b. 

Pyrenaeen. Muructa und Fotma bei Bilbao, Prov. Viscaya. 

Santander. Eine grössere Masse im Ophitcontact zwischen 
Guarnizo und VUlacarriedo. Einzelne Gruben erreichen 6 bis 
7 m Tiefe in weissem und reinstem Kaolin, ohne das Gestein 
zu finden, von dem er herstammt [Ramikez-Lasala]. 

Leon. In der Prov. Lern selbst ist eine Zone von 
kaolinhaJtigen Arkosen, welche, von Palencia beginnend, über 
Boüar fortläuft und in Bklh endigt. Der Kaolin, der durch 
Schlämmen oder Waschen aus diesen Gesteinen gewonnen 
wird, ist ausgezeichnet gut [Soler, J. M.]. ~ Die Zersetzung 
der Granite führt an vielen Punkten zur Bildung von Kaolin, 
der grob und unrein ist, aber doch z. B. als „tierra de Zamora" 
oder „barro grueso" in grossem Umfange ausgebeutet und zur 
Fabrikation von in ganz Spanien gebrauchten Utensilien Ver- 
wendung findet. In Moveros, Brandilanes, ViUalcampo. Zamora 
und Muelas del Fan, im Norden des Duero, ist die Herstellung 
von Retorten, Muffeln und Tiegeln für chemische Laboratorien 
heimisch, die von dort weit bin, zum grossen Theil nach 
Deutschland, exportirt werden. 

Castilicn. Zu Pelegrina und Sigüenm, Prov. Guadalajara^ 
und zu Terminöny Prov. Burgos, werden unreine Kaoline aus 
Kreidesandsteinen gewonnen. Besser und reicher sind die 
Kaolinsande der Prov. LogroHo, im Revier Bilibio, in der Cor- 
dülera de los Obarenes, Sierra de ToloHo und Haro, die im Mittel 
6 7o Kaolin und 24 7o SiO^ enthalten. Sanchez-Lozano fand 
aus ihnen hergestelltes Steingut von hervorragender Güte. — 
In der Sierra de Guadarrama nördlich von Madrid finden sich 
zu Torrelodones, El Escorial, Galapagar, Valdemorillo, Puerto 
del Paular, Cercediüa Gänge, einer von 28, andere von 25,20 m, 
meist von geringerer Mächtigkeit, die einer grossen Porzellan- 
fabrik bei Segoma das Material liefern. — Bei Toledo, La 
Puebla und San Martin de Montalbdn wurden aus einem 60 m 
langen und 30 m tiefen Gange im Jahre 1889 zum Export 
5000 Tons gewonnen. In der Sier^-a Carpetana am Canal de 
Cabarrus und in De^a, Prov. Soria [Mus. Hist. uat. Madrid], 



320 

nie Grube La Mica, in dem Thal von Mena, Prov. Burgos, 
gab 1899 1200 t Kaolin. 

Andalusien. Ein massiger und grobkörniger Kaolin ent- 
stammt der Zersetzung des Granits bei Guilkmt, Prov. Sevilla 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Vilches, Prov. Jaen [Ibid.J 

Barranco del Granadillo, Cabo de Gata, grosse Massen 
von Kaolin liegen zwischen den Andesiten. Sie sind manchmal 
in der Fayence-Fabrik von Sevilla gebraucht worden. 

Valencia. Von Älicante kommt weisser und sehr leichter 
Kaolin [Mus. Hist. nat. Madrid]. — Kaolin führende Sande 
kommen an der Basis des Hügels Monticl zu Benaguadl, Liria, 
Prov. Valencia, vor [Mus. Hist. nat. Madrid]. Kleine Massen 
auf dem Grunde von Schluchten, in die er durch Auslaugen 
der Feldspäthe aus den Arkosen geschlämmt ist. in den Be- 
zirken Tras de Alpuente, Titaguas, La Ye^a und andere Plätze 
des Kreises CMva, Diese Vorkommen werden in Liria ge- 
waschen und zu Mosaikarbeiten, azulejos, verwandt. 

Alle Kaoline von Valencia finden sich in der Region NW. 
von dieser Provinz. 

Murcia. Das Mus. Hist. nat. Madrid besitzt ein Hand- 
stück, was sehr leicht, weiss und rein ist, von Ekhecico de la 
Sierra, Prov. Albncrte, und andere, weniger reine von Cartagena, 
Prov. Murcia. 

Portugal Lepierre erwähnt verschiedene kaolinhaltige 
Sandsteine aus dem Miocän. Das zur oben wiedergegebenen 
Analyse gewonnene Material wurde aus demjenigen von 
Älemcarce [Sourre] durch Waschen erhalten. Der Kaolin von 
Vista Alegre, im Val Bico bei ViHade-Feira gewonnen, stammt 
aus Pegmatiten, ist weiss und rein und wird in der Keramik, 
der Papierfabrikation und zur Klärung des Weines gebraucht. 



Nacrita. Nakrii. Nacrite. 

1895. Ben Saude (nach G. Guimara^bs, Elem. de GeoL, 97). 
1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 37. 
1902. H.-Pacheco: Bol. Soc. Esp. de Hist. nat, II, 77. 

Estremadura. An den Rändern zinnführender Gänge 
von Montana de Cdceres sehr reichlich in Form von perlmutter- 



321 

gläDzenden Laraellea [H.-Pacheco]. Iq einem Kaoliogange 
im gneissartigen Granit von Montanchee, Prov. Cäceres. 

Portugal. Ben Saude erkannte den Nakrit in der Gang- 
masse des Antimonglanzes von der Grube Cortes Pereiras bei 
Alcoutin und von der Grube Tapada, Distr. Porto, P.-Gomes 
[207] gibt ihn an von S, Pedro (Cintra). 



Litomarg^a. Steinmark. Lithomarg:e. 

1872. ROEMER, F.: Zeitschr. d. D. geol. Ges. 

1898. Cai-derön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 37. 

19U2. H.-Pacheco: Bol. Soc. Esp. de Eist, nat., II, 77. 

Estremadura. Grünlich in den zinnführenden Gängen 
von Montafla de Cdceres, begleitet von Quarz. Nakrit, Zinnstein 
und Fluellit(?) [H. Pacheco]. 

Castilien. In der Prov. Madrid wird auf einem Quarz- 
gang zu Cerccdüla Steinmark gewonnen. 

Andalusien. Wie Ueberguss auf Gebäck liegt chocoladen- 
braunes bis gelbbraunes, weiches, mit dem Fingernagel ritz- 
bares Mineral auf feinkörnigem, zersetztem Gestein von Nava- 
lostrillos bei El Pedroso, Prov. Sevilla [Roemer]. 



Haloisita. Halloysit. Halloysite. 

Berthier 1826. 

1863. Sullivan and O'Reilly: Notes on the geol. and min. of the 

span. prov. of Santander a. Madrid, 90 u. 91. 
1898. Calderön: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 37. 
1900. Rivas-Mateos: Comp. Miner. descript., 295. 

Ästurien und Santander. Ein eisenhaltiger Halloysit 
wechsellagert mit Siderit im Bezirk von Mieres, im Norden 
von Caldas de Oviedo [Rivas -Mateos]. Wasserhaltiger Thon, 
der die Gangart gewisser Zinkerze in der Prov. Santander 
bildet, wie der von San Roque, entspricht durch seine Zu- 
sammensetzung gewissen Halloysiten, von der Art derer von 
Montmorillon in Frankreich, nur ist der Wassergehalt nicht so 
gross. Er ist nicht vollständig in Säuren löslich und erinnert 
an das Vorkommen in den Gruben von Moresnet bei Aachen 
und anderen Orten [Sullivan und O'Reilly]. 

21 



Castilicn. Ein altes Werk auf Steinmark liegt -9 km 
von ValdemorillOy Sierra de Guadarrama, Grube Äulencia, wo 
eine Steingutbrennerei besteht. 

Andalusien. Eine bedeutende Halloysit- Menge Yon 
grosser Reinheit findet sich in dem Erzgang der Grube Juan 
Teniente zu El Pedroso, Prov. Sevilla fü. S. Sevilla]. Er findet 
sich auch zu Maro, Prov. Malaga, und in der Prov. Almena 
in Gesellschaft von Winklerit (vergl. p. 125). 

Murcia. Ein weisser, gelblicher oder brauner Thon, der 
in dem Distrikt Gartagena gegraben wird, um gediegen Silber 
aus ihm zu gewinnen, hat sich als Halloysit erwiesen. Grube 
Quijote, Gartagena [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Valencia. In Borriöl, Prov. Gasfellön. 



Monimorilloniia. Montmorillonii. Montmorillonite. 

SALvfeTAT 1847. 

Derb. 

Portugal Mit einem Fragezeichen führt P.-Gomes [208] 
das Mineral an von Gruimaraes. 



Alofana. ' Allophan. Allöphane. 

Strohmeyer 1816. 
Amorph. 

1894. Calderon: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Mem. 31. 
1898. Id.: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 37. 

Estremadura. Meergrüne Concretionen mit Bleiglanz 
von Villagarcia, Prov. Badajos [ü, S. Sevilla, Mus. Hist. nat. 
Madrid]. Rein, blau, in Zinnsteingängen im östlichen Abhang 
der Montana de Gäceres [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien. Zu Peflaflor, im Norden der Prov. Sevilla, 
blaue, opalartige (also wohl mit Kieselsäure durchtränkte) 
Masse mit Bleiglanz [U. S. Sevilla]. 

Pirofilita. Pyrophyllit. Pyrophyllite. 

Hermann 1821. 

Estremadura. In hellgrünlichen, fettglänzenden Rosetten 
in der Nähe einer Talkader in den Thonschiefern von Valdela- 
casa, Prov. Cdceres [GakcIa-D.]. 



32^ 
Agfalmaioliia. As:almaiolith. A^almaiolithe. 

Klaproth 1797. 

Derb. 

1864. Prado: Descrip. fis. y geol. prov. Madrid, 109. 
1898. Calderon: Ann. de scienc. nat. Porto, IV, 29. 

Pyrenaecn. In der Nähe der französischen Grenze zu 
Bdjol, 26 km von Figucras, Prov. Gerona, bildet ein als Agal- 
matolith bestimmtes grünliches Mineral in Granit eingeschlossene 
Adern. Gepulvert findet dasselbe Verwendung bei der Fabri- 
kation von Papier und Seife. 

Castilien. Eine analoge Substanz tritt mit kleinen 
Krystallen von perlrautterglänzendem Feldspath nahe am 
Tunnel von Zar^alejo, Prov. Madrid, auf. Nach Puado ist er 
von dunkelgrüner Farbe, sehr seifenartig, und bildet zwei be- 
nachbarte Gänge, die den Granit durchsetzen. 



Aerinita. Aerinit. Aerinite. 

V. Lasaulx 1876. 

Rhombisch ? 

1876. V. Lasaulx: Neues Jahrb., 175 u. 352. 

— Rammelsberg: Zeitschr. d. I). geol. Ges., 234. 

1878. Damour: Bull. Soc. min. de France, I, 126. (Unveröffentlichte 
Analyse von 1874.) 

— Descloizeaüx : ibid. 

1882. ViDAL Y Macphbrson: Bol. Com. Map. geol. de Esp., IX, 1 13— 121. 

J890. Calderon: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XIX, Act. 79. 
1894. Id.: ibid., XXllI, Meni. 8G. 

1898. Id.: Ann. de scienc nat. Porto, IV, 14. 

Als Anhang zu den Silicaten ist hier noch der Aerinit zu 
verzeichnen, den Naumann-Ziukkl ganz unbeachtet lässt. den 
V. Lasaulx als ein „Eisenoxyd-oxydul-haltiges Silicat" in die 
Nähe von Chloropal oder Gillingit stellt. Caldekon aber als 
eine Varietät des Glaucophan auffasst. Rammelsberg Erg. 
H., I, 2. und Descloizeaüx halten dafür, dass kein einheit- 
liches Mineral vorliegt. 

Physikalische Charakteristik. Erdig, zuweilen undeutlich 
faserig oder kruminschalig; nach optischem Verhalten vielleicht 
rhombisch, monoklin oder triklin. -- Farbe: Intensiv, tief bis 
hell himmelblau, auch noch in Dunnschliifen ; Strich licht blau- 
grau. — Zwischen gekreuzten Nicols tritt eine fast gleich - 
massige tief grüne Färbung hervor, und es werden Andeutungen 
einer Aggregation verschieden orientirter Theile sichtbar. 

21* 



324 

Pleocbroismus deutlich in dunkel himmelblauen, hellblauen 
und gelblich blauen Tönen. — Härte 3—4, einzelne Stellen 
jedoch schon mit dem Fingernagel ritzbar. 

Die chemische Zusammensetzung gibt die folgenden Zahlen 
wieder. 1. v. Lasaulx an Originalmaterial von Caserras, Prov. 
Huesca. 1 a. Gehalt eines salzsauren Auszugs aus demselben *). 
2 u. 3. Rämmelsberg. 4. Damoüu. 4 a. Auszug mit 
Salpetersäure. 



1. 


la. *) 


9. 


3. 


4. 


4 a. 


SiO* 48,53 


11,85 


42,92 


44,00 


44,45 


12,88 


TiO« — 






— 


0,41 




A1*0» 7,65 


20,86 


15,34 


15,39 


11,80 


8,22 


ll7 \ B2.78 


.007«) 7,72 
^^'^' (+ MnO) 3,16 


8,88 
3,16 


12,70 


7,43 


Mn*0»' 1,17 


2,83 










CaO 3,59 


11,57 


15,40 


13,88 


10,16 


6,55 


MgO 0,90 


0,41 


2,45 


e,44 


5,86 


2,31 


K«0 








1,31 


0,30 


H«0 6,16 


Glühverl 


i. 12,07 


13,00 


1 2,74 


12,74 


100,68 


99,89 


99,06 


100,75 


99,43 


50,43 


Spec. Gew. 3,0185 ») 




2,670. 









Die Farbe ist nach Rämmelsberg organischer Natur; 
Calderön führt sie auf Eisen- und Kupfersilicate zurück. 

Da der Aerinit eine spanische Specialität ist, müssen wir 
hier einiges Geschichtliche erbringen. 

Pyrenaeen. Lasaulx machte diese Species durch Stücke 
bekannt, die im Museum von Breslau unter dem Namen: 
„Vivianit aus Spanien*' lagen. Man kannte lange Zeit ihr 
Herkommen nicht, bis Vidal das Mineral auf einer Excursion 
in den Pyrenaeen fand. Lasaulx gab eine Beschreibung, hob 
den Pleochrol'simus hervor, bestimmte die Härte zu 3—4 und 
das spec. Gew. zu 3,0185. Nach Sonderung von den fremden 
Bestandtheilen analysirte er das Mineral. Die Ueberzüge von 
Aörinit auf Ophit, von Vidal entdeckt, kommen in der Um- 
gegend von CaserraSy Prov. Huesca und Tartaren, Prov. Lerida, 
vor. Kürzlich hat man ein grosses Lager zu Estopifidn, Prov. 
Huesca, entdeckt, woher prächtige Stijcke kommen [Com. Map. 
geol., Mus. Hist. nat. Madrid]. 



*) 18,27%, 29,17 7o, 32,45% wurden durch halbstündige Digestion 
mit heisser Salzsäure gelöst; der erstere Auszug ist analysirt; von HCl 
nicht gelöst sind beigemengte Silicate, deren einige noch ganz frisch, 
andere aber milchig getrübt waren, sowie pulverige Kieselsäure. 

*) In der dritten Lösung von 32,45 7o war 7,64 7o FeO enthalten. 

») Mittel aus 2 Versuchen = \/2 (2,9046 + 3,1325). 



325 

Unter dem Mikroskop zeigt nach Macpherson der Aerinit 
von Huesca einen Aufbau aus Fasern, ähnlich wie bei gewissen 
Chloriten, die Farbe ist immer himmelblau, auch in dünnen 
Schnitten. Nach den Auslöschungslagen zu urtheilen soll er 
rhombisch sein. Er enthält Einschlüsse von Augit und Bruch- 
stücke von Quarz, Feldspath und Magnetit. 

Andalusien. Auf OphitgeröUen in der Ackererde der 
Farm Dehesa del Bohle bei Morön fand Oalderön das Mineral 
als oberflächliche, reine Kruste mit Wachsglanz und etwas 
blätteriger Struktur; in zersetztem Ophit durchsetzt es die 
erdigen Zersetzungsprodukte, auch erscheint es in Hohlräumen 
eines körnig-krystallinen Quarzes in Begleitung eines erdigen 
Produktes [U. S. Sevilla, Mus. Hist. nat. Madrid]. 

8. Verbindungen von Silicaten mit TItanaten. 
Titanita. Titanit. Titanite. 

(Esfena.) Klaproth 1795. 

Monoklin. 0,4272 : 1 : 0,6575; ß === 85« 22'. 

1886. M.-Levy et Bbrgeron: Compt. rend. T. ClI, 709—711. 

1889. Lacroix: Bull. Soc. min. de France, XII, 165. 

1894. Calderön: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXIII, Mem. 40. 

Andalusien. Im Ophit von Dehesa del BMe bei Morön, 
Prov. Sevilla, selten kleine, bis 2 mm grosse Krystalle mit 
Prismen von Hornblende und zersetztem Wernerit. Die Titanite 
sind dunkel poraeranzgelb, stark glänzend und haben die Com- 

bination: oP(OOl), P^(TOl), ooP(llO), ooP5c(100) nebst 
kleinen, unbestimmbaren Flächen [Calderön]. — Lacroix er- 
wähnt das Vorkommen in einem Pyroxengneiss ohne Feld- 
spath mit Skapolith aus der Prov. Huelva in durchsichtigen 
Krystallen. 

Durch das Mikroskop ist der Sphen, esfena, in vielen 
Gesteinen der Halbinsel nachgewiesen. Vorzüglich in den 
krvstallinen Schiefern und in archäischen Kalken der Sierra 
de PeHaflor, Prov. Sevilla, in denen von Istdn, in den Amphibol- 
gneissen der Cordillera Bctica, Prov. Malaga. In derselben 
Provinz findet er sich auch in den Dioriten von Benalmddena 
und Malaga, die in Gängen in archäischen Gesteinen auftreten. 
Secundärer Entstehung ist er augenscheinlich in den Ophiten 
der triadischen Zone zwischen Gobantes und Archidona [M.-Levy 
und Bergeron]. 

Portugal. P.-Gomes [208] nennt Contra und Azoia am 
Cäbo da Boca. 



11. Titanate. 



Pseudobroquita. Pseudobrookit. Pseudobrookite. 

Koch 1878. 

Rhombisch. 1:2,067:1,150. 

1883. Lewis: Zeitschr. f. Kiyst. u. Min., VII, 181. 

Murcia. Auf dem Spargelstein von Jumilla, Prov. Murcia, 
kommen kleine, durch Dr. Müller als Eisen und Titan haltend 
nachgewiesene Krystälb-hen vor. die Lewis dem Pseudobrookit 
zutheilt. Begrenzt sind dieselben nach der gewählten Auf- 
stellung durch 00 P (110), OD P^ (100) und VaP^dOS). 
Bisher ist nur das einzige Exemplar aus der Sammlung in 
Cambridge bekannt. 



12. Organische Yerbindungen und 
deren Zersetzungsprodukte. 

a. Kohlen. 
Antracita. Anthracit. Anthracite. 

Amorph. 

1799. Garcia-Ferkandez: Anal. Hist. nat., I, 118. 

1802. Canga-Argüelles: ibid., IV, 19. 

1881). Pohlig: Sitz. Bei*, iiiederrh. Ges. f. Xatur- u. Heilkiiude Bonn, 115. 

1894. Ql'ikoga: Uebcrsetzung v. Tschermak's Mineralogie, 401. 

1898. Mallada: Explic. Map. geol. de Esp., III, 282. 

Asturien und Palencia. Guter Anthracit findet sich 
südlich von Colunga und in Villavicioaa, Prov. Oviedo, sowie 
in Orbö, Prov. Palencia. Das Mineral ist glasig, intensiv 
schwarz und erdig dunkelbraun. Casga-Argüelles gab eine 
gute Beschreibung des Anthracit von Puerto de Paßres, der in 
der Malerei angewandt wurde und nach einer Analyse von 
Pkoust 93% Kohle und 77o erdige Substanz enthielt. 

Pyrenaeen, Die hashiscJien Gebirge besitzen einige kleine 
Vorkommen im centralen Theile, z. B.. in Hernani, Guipuzcoa^ 
sowie in dem Silur von Navarra; aber im allgemeinen hat 
man der schwer zu entflammenden und nur in unbedeutenden 
und unregelmässigÄi Ablagerungen auftretenden Substanz in 
Sjmnien wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. — Grube 
Santa Isabel, Revier Sallent, Prov. Iluesca, mit geringem Betrieb. 
— Erill-Castell, Prov. Lerida, seit langer Zeit bearbeitet. — 
Der Anthracit enthält im Mittel circa 86 7o Kohlenstoff, 14 Vo 
flüchtige Bestandtheile und 3—8 7o Asche [Mallada]. 

Catalonien. Font del Carbö, Horta, Prov. Barcelona. 

Estremadura. Grube Granada im Revier Lkrena, Prov. 
Badajoz. 



328 

Castilien. Sehr reine Varietät von San Tldefonso, Sierra 
de Guadarrama, mit dem spec. Gew. 1,740 [Proust], hinterlässt 
nur 27o Asche [G-Feunandez]. — Von Almaden, Prov. Ciudad 
JReal, hat Pohlig ^bituminöse Substanzen, eine schmelzbare 
anthracitartige Masse in Pseudomorphosen nach Zinnober . . . 
nachgewiesen". (Anthracit schmilzt bekanntlich nicht). 

Andalusien. In der Mulde von Beimez und Espiel, Prov. 
Cördoba, werden als Steinkohle echte Anthracite gewonnen. 
1899 betrug die Förderung ca. 35000 Tonnen. 

Der Anthracit von Pefiarroya, Prov. Cördoba. ist gegen- 
wärtig Gegenstand starker Ausbeute. 

Portugal In der Zone des Kohlengebirges, die von den 
Höhen von GafanMo bis in die Nähe von San Pedro da Cova, 
Pejäoj Distr. Porto, hinzieht [P.-Gomes, 208J. 

Bulla. Schwarzkohle. Hulha. 

Hornagroera* Carbao de pedra. 

Amorph. 

1850. v. Beüst: Zeitschr. d. D. geol. Ges., 382. 

1891. De Carvalho, M.: Os combustiveis fosseis em Port 

1898. Mallada: Explic. Mapa geol. de Esp., III, 124—368. 

Spanien. In dem Werke von Mallada, das in der 
Litteraturübersicht angegeben ist, veröflentlicht der Autor eine 
ausgezeichnete Arbeit über die Kohlen formation Spaniens und 
behandelt eine grosse Litteratur. Er führt eine grosse Anzahl 
von Versuchen an Steinkohlen an und zwar an solchen von 
Asturien durch Paillette, Adaro, Pellico, an denen des 
Arsenals von Ferrol, ferner an denen von Palencia durch 
Ledoux und Obiol, von Gerona durch Ducloux. von Cördoba 
durch Bkard, Kith und andere. Wir verweisen in dieser Hin- 
sicht und im Hinblick auf die Litteratur auf das genannte Werk 
Mallada's. 

Unter den wichtigen Kohlenbecken, welche in Spanien 
existiren, ist dasjenige von Asturien das bedeutendste; es nimmt 
ungefähr ein Drittheil der ganzen Provinz AstuHen ein und 
setzt, mit einigen Unterbrechungen allerdings, durch die Pro- 
vinzen Leon, Palencia und Santunder fort. Auf 240 qkm schätzt 
man die von dem Kohlen führenden Schichtensystem einge- 
nommene Oberfläche. Die in diesem Becken enthaltene Partial- 
mulde von Sama de Langreo, im Centrum gelegen, umfasst eine 
ganze Anzahl von Concessionen. Das geförderte Material ist 



329 

sehr verschieden, doch sind die besten Massen den besten 
englischen Kohlen gleich zu bewerthen. 

Bekannt ist das Vorkommen von Schwarzkohle in den 
catnlonisehen Pyrenaeen der Prov. Lerida, bei Seo de Urgel, am 
Bio Pisiierga, Prov. Pakncia, zu Henarejos, Prov. Cuenca, — 
San Andres de Juarros, Älarcia und Pineda de la Sierra, Prov. 
Burgos. — Prejano, Prov. Logroflo, — TorttierOy Valdesoto und 
Bonaval, unbedeutende Flötze in der Prov. Guadalajara, 

Von den 2^/s Millionen Tonnen, die Spanien jährlich 
im Mittel producirt, (bei einem Consum von 4V2 Millionen 
Tonnen) [Estad. minera] entfallen auf das Jahr 1890: 



In der Provinz Oviedo . . . 


. 1 557 910 Tonnen 


Gerona . . . 


35 395 „ 


Leon .... 


149 188 


Palencia . . . 


117 990 „ 


Burgos . . . 


300 , 


Logrofio . . . 


45 „ 


Ciudad Beal 


236 659 „ 


Cördoba . . . 


347 550 „ 


Sevilla . . . 


120 400 



2 565 437 Tonnen 

mit einem Gesammtwerthe von 23 900 572 Peseten (auf der 
Grube). 

Eine zweite Mulde, 150 qkm Oberfläche einnehmend, ist 
diejenige von Beimez und Espiel in der Prov. Cördoba, In ihr 
besitzt das Flötz Terrible eine Mächtigkeit von 13 m, nach 
V. Beüst sogar 150 m. 

Die dritte an Wichtigkeit liegt in den Pyrenaeen der Prov. 
Gerona, an der nordwestlichen Grenze; es ist die Mulde von 
San Juan de las Ahadesas, 

Fernere in Abbau genommene Mulden sind in Villanueva 
delBio, Prov. Sevilla, die viel bedeutender sind, als man glaubte; 
Puertollano, Prov. Ciudad Beal, 

Montaüas de Astorga [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Die Prov. Badajoz von 0. nach W. durchziehend, streicht 
das Kohlengebirge durch. Es tritt an mehreren Orten zu Tage. 
Bis jetzt hat man nur Schürfungen bis zu geringer Tiefe ge- 
macht; man hofft aber gute Resultate zu erhalten. Alpujarras, 
Prov. Granada [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Portugal besitzt Kohlen im Perm der Serra de Bussaco, 
im oberen Jura des Caho Mondego und im Karbon von Santa 
Christina (Bussaco), Man kann drei verschiedene Gruppen mit 



330 

Kohlenführui^g unterscbeiden: den Distrikt XaVia mit den 
Revieren Porto-da-Mös, Batalha, Leiria und Pomhal; dann den 
Distr. Goimbra, enthaltend das Revier Figiieira; drittens die 
Distrikte Porto, und Avciro mit den Revieren Gondomar und 
Castello de Paiva. 



Ligtiito. Braunkohle. Lenhite. 

-Dicht, meist mit erhaltener vegetabilischer Form und 
Struktur. 

1855. Paillette: Rey.minera, VI. 

1866. WiSNiowsKi: Rev. miiiera, VII, 678. 

1881. Maureta, J., y Thös, S. : Descrip. fis. y geol. prov. Barcelona. 

1885. Aldana in Cortazar: Bol. Com. Map. geol. de Esp., XII, 288. 
— A. DE Yarza: Descrip. fis.-geol. prov. Alava. 

1886. V]dal: Bol. Com. Map. geol. de Esp., XIII. 

1894. Qüiroga: Uebersetzung v. Tschermak's Mineralogie, 398. 
1896. Chudeau: Contrib. ä l'etud. geol. de la Vieille-Castille, 23 u. 24. 

Statistisches 1900.[Estad. minera]: 



Gidpuzcoa . 


. 19 810 


Tonnen 


90 929 


Pesetas 


Gcrona . .. . 


57 


n 


400 


« 


Lerida . 


. 10 069 


« 


70 487 


n 


Santander . 


640 


Y) 


1920 


n 


Barcelona . 


. 36 696 


'.") 


1 35 057 


«1 


Zaragoza . 


1 861 


V 


18 609 


n 


Teruel . . . 


724 


n 


11217 


« 


Baleares 


. 21 276 


?/ 


178 718 


•5 



. . 91 133 Tonnen 507 337 Pesetas. 

Braunkohlen bilden in Spanten vielerorts mehr oder weniger 
mächtige Flötze von verschiedenster Qualität. Naranjo [565] 
beabsichtigte eine Monographie derselben zu geben, aber that- 
sächlich sind bedeutend mehr Fundorte bekannt, als derselbe 
aufführt. Quiroga nahm eine chronologische Eintheilung der 
Vorkommen vor und stellte fest, dass triassiscbe Braunkohlen 
in der Prov. Teruely solche des Lias in Zaragoza, jurassische 
in Ten<e/,. infracretaceische in Santander und Guipiizcoa, creta- 
ce'ische in Älava, Cuenca und Teruel und tertiäre in Guadala- 
jara, Gerona, Lerida, Valencia u. s. av. gefunden werden. 

Hier wollen wir nur eine Aufzählung der hauptsächlichstell 
Ablagerungen geben. 

Galicien. Obgleich der Lignit hier nur sparsam vorkommt, 
so ist er doch von Fuentes de Garem, Eodriguez, Coruna und 



331 

im Revier Capda, Rivadeo, bekannt. OrtoHo in derselben Provinz 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Ästurien und Santander. Förderung findet statt T5U 
Villavictosa, Gijön und in der Umgebung von Oviedo, aber die 
Kohle ist stark mit Markasit gemischt Bei Arroyo und Las 
Roza im Infracretaceum der Prov. Santander wird ein schwarzer, 
glänzender und ziemlich harter Lignit gebrochen. 

Gruben von Sota, Thal von Aranco, Asturieny Eeinosa, Prov. 
Santander [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Pyrenaeen, In der Kreide der Prov. Guipuzcoa sind 
verschiedene Ablagerungen vorhanden. Zwei Gruppen im 
Revier Hemani, diejenige von Cesfona mit erdiger Kohle enthält 
4Flötze, die in das Revier Äya fortsetzen, und die bessere 
von Ezchina mit nur 28 7o Aschengehalt. In cenomanen Kalken 
der Sierra Toloüo, Prov. Alava, und in den senonen Schichten 
von Vitoriam, Diese letzteren enthalten 29 Vo Kohle, 60 Vo 
flüchtige Kohlenwasserstoflfe, neben llVo Asche [A.-deYarza]. — 
Die Pyrenaeen Aragoniens besitzen die Ablagerungen von Capdlay 
Cafigalj die Grube Fausta im Revier San Estehan del Mall 
und Benavarre [Mus. Hist. nat. Madrid], Prov. Huesca, — Die 
Prov. Lerida birgt ziemlich feste Flötze im Eocän von Almatrat, 
Serös und Granja de Escarpe. — In Gerona sind nur schwache 
Flötze in der Kreide von San Lorenzo de Muga und im Miocän 
von La Cerdafia. 

Catalonien. Die wichtigsten Lager Cataloniens bildet 
nördlich von Barcelona in der Kreide die Mulde von Berga, 
die gegen 25 km Länge besitzt; sie geben einen ausgezeichneten 
Lignit vom Ansehen und mit Eigenschaften der Schwarzkohle 
und bilden daher eine der wichtigsten Kohle producirenden 
Gegenden Spaniens [Maureta und Tiiös]. — Santa Cöloma de 
Queralt, Prov. Tarragona. 

Aragonien, Im Tertiär von Zaragoza haben wir am Ehro 
die Ablagerungen von Mequinenza und Escarpe und im Lias 
diejenige von Torrelapaja. — Das * aller wichtigste Becken 
Spaniens ist das von Utrillus, in der Kreide von Teruel. Dazu 
werden gerechnet die kleineren Ablagerungen von Gargallo und 
im Thal von Arino, sowie die von Utrillas selbst, welche in 
einem 16 km langen und bis 4\/2 km breiten Thal gelegen ist, 
und der ganzen Gruppe den Nam^n gegeben hat. 10 ver- 
schiedeoe Flötze sind in ihr vorhanden. Die hier geförderte 



332 

Braunkohle ist theilweise ausgezeichnet, sie gibt bis 45 Vo Kohle; 
bei 55 Vo flüchtigen Substanzen und 37o Asche [Aldana]. 
Ausserdem sind in der Prov. leruel auch noch eine ganze 
Anzahl weniger wichtiger Ablagerungen vorhanden. 

Zu ütriUas gibt es mehrere Varietäten; einzelne gleichen 
wirklicher Steinkohle, andere sind kieshaltig und werden im 
Lande seit den ältesten Zeiten zur Fabrikation von Alaun 
gebraucht. Gegenwärtig fängt eine ausgiebige Gewinnung 
dieser Brennmaterialien im Bassin von Teruel an. 

Castilien. Flötze von weniger Interesse zu Valdivielso 
und im Gebiet von Juarros, Huidöbro, sowie an anderen 
Punkten der Prov. Burgos; die besten sind noch im Gebiet 
von Salaa imd setzen nach Segovta fort. Hierzu rechnen Pre- 
jano^ Turruncum, Alfaro und Vülarroyas, Prov. Logrofio, auch 
die ebendort gefundenen erdigen Varietäten von San Feiice 
und Conchas de Haro, In Neu-CastHien seien erwähnt Beteta, 
üüa, Minglanilla und La Pesquera, Prov. Ouenca, und Brthuega, 
Prov. Guadalajara, 

Die geförderten Lignite, aus dem nördlichen Tbeil der 
Kette von Celtibertca stammend, sind liassischen Alters 
(Hettinger- Stufe) [Chüdeau]. 

Andalusien, In der Prov. Granada erwähnen wir die 
Braunkohlen von Arenas del Key, Alfacar und TJgijar, sowie ein 
schlechtes Brennmaterial aus der Umgebung von Granada 
selbst. — Kleine Lagen auch zu Arholeas, Tljolu und Vera, 
Prov. Almeria, Arenas, Prov. Malaga [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Murcia. Das Hauptlager dieser Gegend befindet sich zu 
Segura, Prov. Albacete, Chinchillu, Prov. Alhacete und in den 
Schwefelgruben von Hellin, Prov. Murcia [Mus. Hist. nat. 
Madrid]. 

Valencia, Alcoy, Prov. Älicante, besitzt ein Lager von 
Brannkohlen, die in dortigen Fabriken vielfach Verwendung 
finden [Wiksniowski]. Bei Älicante [Mus. Hist. nat Madrid]. — 
Die Gruben Bos Aguas setzen im Tertiär der Prov. Valencia 
auf. — Benifare und CasteU de Cahre liegen im Infracretaceum 
der Prov. Castellön, 

Balearen, Ein wichtiges Vorkommen ist das von Bini- 
salen auf Mallorca; andere geringere werden auf der Insel selbst 
verbraucht. 



333 

Portugal. Im Jura von Batalha und Porfo-de-Möz; in der 
Kreide östlich von Cascaes, im Tertiär von Alencarce, Der 
Malm von Porto-deMöz enthält drei Flötze von Braunkohle, 
die schon in Schwarzkohle übergeht. Der Lignit vom Cäbo 
Mondego gibt guten Koks. Leichtere l ignite und fossile Hölzer 
von scheinbar pliocäuem Alter finden sich in derselben 
Landschaft. P.-Gomes [208] nennt ausser Batalha und Cascaes 
noch Espite, Alhandra, Cahego de Montacldque, Cova Alegre. 

Als besondere Abarten der Braunkohle sind hier anzu- 
reihen. 

Azabache. Gag^at. Azeviche. 

Diese muschelig brechende Substanz findet sich in 

Asturien und Santander. Zu ViUaviciosa kommen grosse 
Stöcke von hervorragender Qualität vor. Ebenso zu Jtttinosa, 
Prov. Santander [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Aragonien. Das Becken von Utrillas, Prov. Teruel, 
schon seit dem Alterthum bekannt und ausgebeutet, hat 1900 
2 Tonnen im Werthe von 250 Pesetas ergeben. Er wird in 
grossen Blöcken ins Ausland ausgeführt, da er durch seine 
ausgezeichnete Qualität berühmt ist. 

Gagat zu Daroca, Prov. Zaragoza [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Cdstilien. Gagat zwischen den Thonschiefem zu BöblediUo, 
Prov. Guadalajara [Garcia-D.]; Santa Maria del Val, Prov. 
Cuenca und Aldea de Busto, 1 7 km von Briviesca, Prov. Burgos, 
[Mus. Hist. nat. Madrid], 

Leon. Zu Boüar und Bobledo, Prov. Lecni. — Umgegend 
von Salamanca [Mus Hist. nat. Paris. — Labor, de g6ol]. 

Portugal. Lourinhä, Cabo Mondego [P.-Gomes, 208]. 



Disodila. Papierkohle. Dysodyle. 

1872. Vilanova: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat, I, Act. 4. 
1878. Arceitio: ibid., II, Mem. 385. 

1874. Id.: ibid., III, Act. 17. 

Die Zusammensetzung des Dysodyl von Hellin, ist nach 
Akceitio die folgende: 



334 

Kohle Flüchtige Subst. Wasser Asche in Königswasser 

löslich . unlöslich 

6.80 27,18 2.91 22,33 40,78 =100,00 

Murcta. ViLANOVA fand diese Abart zuerst in HeIHn, 
woselbst sie mit Schwefel und Bittersalz entweder als papier- 
dünne Blätter, oder in schieferartigen Lagen vorkommt; später 
studirte Ahceitio das Vorkommen und erkannte in der Substanz 
verschiedene Diatomeen, die er in seiner Arbeit abbildete. 
Einen Fischabdruck daraus besitzt Prof. Bosca zu Valencia. 
Botella und Arceitio haben das Vorkommen von Clupea 
(Clupea Gervasii, Bot.) hier erwähnt. 

Andalusien. Mit Schwefel von Baena, Hügelketten des 
Rio Guadajoz, Prov. Cördoha [U. S. Sevilla]. 



b. Harze. 
Ambar (Succino). Bernstein Succino. 

(resinas fösiles.) and fossile Harze. (Copal^ ambar amärello.) 

1720. Casal, Dr. D. Gaspar: Hist. nat. y m^dica del princip. Asturias. 

1782. BowLBs: Introd. & la Hist. nat. y ä la geogr. lis. de Esp., 37. 

1794. Towsen: Reisen nach Spanien, I, 371. 

1858. Schulz: Descrip. geol. de Asturias, 107 u. 125, 

1863. Vilanova: Descrip. geot. prov. Teruel, 83. 

1867. Zinken: Phys. der Braunkohle, 244. 

1871. Id.: ibid., 56. 

1881. Maureta y Th6s: Descrip. fis., geol. y min. prov. Barcelona. 

1885. Cortazar: Bosq. fis. y geol. prov. Teruel, 306. 

1889. Meyer y Quiroga : Anal. Soc. Esp. de Hist. nat , XVIII, Mem. 301 . 

1890. Chofpat: Annuaire g6ol. univers., VI, 553. 

1895. BoLivAR, Calderon y Quiroga: Elem. de Hist. nat., 2. ed., 185. 
1898. Calderon: Anal. Soc. Esp. de Hist. nat., XXV, Act. 91. 

Die Ansicht verschiedener Archäologen, dass der Bernstein, 
den man bei verschiedenen Urvölkern im Gebrauch gefunden, 
spanischen Ursprunges sei, wurde von Meyer, dem Direktor 
des Dresdener Museums, im Verein mit Quiroga endgültig in 
dem oben citirten Aufsatze widerlegt. Die Gerüchte, dass 
früher das Fossil in dem Boden der Halbinsel weit verbreitet 
gewesen sei, dass sogar der Name des Ebro nichts anderes 
als Bernstein-Fluss bedeute, und dass man in den Pyrenaeen 
mit Leichtigkeit beträchtliche Quantitäten sammeln könne, alle 
diese Gerüchte entbehren der einzig stichhaltigen Basis von 
Thatsachen. Vielmehr sind fast alle diesbezüglichen Funde 
Spaniens mit der Braunkohle in enger Verbindung, sind aa 



335 

Menge nur äusserst gering gewesen und keine einzige der 
gefundenen Substanzen hat sich als echter Bernstein erwiesen, 
wie von den Archäologen angenommen wurde. 

4 

Asfurien, In dieser Landschaft wurde der sogenannte 
Bernstein von Dr. Casal am Anfange des 18. Säculums auf- 
gefunden, in Bogleitung der Braunkohle 'von Välaviciosa zu 
San Chmilio (Sancloyo) de Oviedo, zu Valdesofo und MiereSy 'zu 
Güerrias, rilonn und Iiifiesfo. QuiKOGA untersuchte diese Sub- 
stanzen und zeigte, dass dieselben keine Bernsteinsäure ent- 
halten und bei trockener Destillation keine entwickeln. Sie 
sind ferner unlöslich in Alkohol, Aether, Schwefelkohlenstoff, 
Chloroform und Benzin und können trotz der gelben Farbe 
nicht als echter Bernstein bezeichnet werden. 

Santander. Erwähnt wird Bernstein von Suances in der 
Nähe der Hauptstadt der Provinz und von der kleinen Ort- 
schaft Miengo im Thale von Torrelavega, Nach Bärwtäld's 
Untersuchung enthalten sie keine Bernsteinsäure. Ein Exem- 
plar mit Lignit von Beinosa [Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Aragonien. Seit langer Zeit ist das Vorkommen als 
Bernstein bestimmter, fossiler Harze in der Landschaft bekannt, 
namentlich zu ütrülas und liiihielos de Mora sind sie nach 
ViLANOVA und CoKTAZAR iu dcji Ligniten dieses bedeutendsteu 
Braunkohlenbeckens gefunden. 

TowsKNi) fand bei trockener Destillation von einigen 
mehrere Cubikzoll grossen Stücken keine Bernsteinsäure*. 

CataJonien. Maurkta und Thos geben den Succinit an 
aus der Kreide zwischen Vilada und San Vincente de Castell 
de Areny, Prov. Jhircelmia, woselbst er theils opake, theils 
durchsichtige Knollen in den kohlehaltigen Kalken bildet. 
Die Autoren glauben, dass sich auch noch an anderen Punkten 
des Gebietes Funde von der Substanz ergeben würden,. aber 
sie sagen nicht, dass sie auch eine Untersuchung durchgeführt 
hätten. 

Ca stillen. Zu Los Ocinos, Valdenoceda yFroY. Burgos, findet 
sich Bernstein nach Naranjo [535 u. 536]; zu San Felices, 
Prov. LogroTw, fanden sich beim Abteufen eines Schachtes bei 
der Zioi^eloi einiüro Kilo^cramm. Vom Monte Osanfos bei Ilormlio 
hat sich ein Exemplar von Lignit mit Adern von Bernstein 
gefunden [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



336 

Valencia, BowLES erwähnte den Fund von Bernstein, 
ambar mineral, in den Bergen von Alcoray, 12 km von Ali- 
cante, in Bruchstücken und einer Knolle, die das Aussehen von 
Kolophonium hat. — Der alte Mineraloge Herrgen fand das 
Fossil zu Villafranca und Quesa, Prov. Valencia, und Andere 
haben vorgegeben, dass es bei CMva vorkäme, aber trotz 
eifrigen Suchens durch wohlunterrichtete Personen, welche 
für Meyer auf dessen Wunsch thätig waren, haben sich 
die Aussagen nicht bestätigt. — Vilanova sammelte zu Morella, 
Prov. CasteUön, einige Stücke, die er als „Harz- Asphalt" dem 
Mus. Hist. nat. Madrid überliess; auch sie enthalten nach 
QuiROGA keine Bernsteinsäure. Ein anderes ähnliches Harz 
von Espaäilla in derselben Provinz liegt in der ü. S. Valencia, 

Portugal In den Kreide -Ligniten von Monchique fand 
P.-GoMES ein Korn von der Grösse eines Gewürzkornes. 
Nach Choffat kommen in der jurassischen Kohle des Caho 
Mondego und Valverde kleine Einschlüsse einer gelben, durch- 
sichtigen Substanz vor, die Bernstein oder Copalin [so 
bestimmt sie P.-Gomes, 308] sein können, ihrer Kleinheit 
wegen aber noch nicht untersucht werden konnten. In den 
Ligniten der anderen Formationen Portugals ist bisher kein 
hier zu nennender Fund gemacht worden. 



Asfalto. Asphalt. Asphalto. 

1875. Rojas-Clemente: Datos geol. reino Granada. 

1876. G.-Lasala: Bol. Com. Map. geol., III, 235. 

1881. Maureta y Thös: Descrip. fis,, geol. y min. prov. Barcelona, 
427 u. 441—455. 

1888. Choffat: Com. d. Sec^. dos Trabalh. geol., I, 117. 
1885. A.-DE Yarza,: Descrip. fis.-geol. prov. Alava, 105, 119 ff. 

— EiLiAN ET Offret: Comp. rend. Ac. Sc, 7. 

1889. Zinken: Oesterr. Zeitschr. für Berg- u. Hüttenw., 181. 
1901. NovELLAs: Bull, de la Inst, catal. d'Hist. nat, I, 10. 

Nach den statistischen Mittheilungen für 1899 sind in 
Spanien die folgenden Mengen asphalthaltiger Gesteine ge- 
wonnen: 

Alava, . 1,535 Tonnen, im Werthe von 15,349 Pesetas. 
Navarra 887 „ » „ « 8,873 

Saria . . 120 ^ „ „ 1 ,500 „ 

Zusammen 2,542 Tonnen, im Werthe von 25,722 Pesetas. 

Statistisches über den Asphalt im Jahre 1900 [Estad. 
minera] : 



33? 

Alava .... 3,261 Tonnen 32,609 Pesetas 
Navarra . . . 442 „ 4,426 

Soria . . . . 490 „ 6,125 „ 

4,193 Tonnen 43,160 Pesetas. 

Santander, Im bunten Sandstein von Puerto del Escudo 
und aus dem Revier Luena ist Asphalt gewonnen. 

Pprenaeen. Die wichtigsten Fundorte für unser Mineral 
liegen in der Prov. Alava, Gerichtsbezirk Araya, in den Re- 
vieren Maestü, Alaun und einigen anderen Ortschaften. Hier 
sind sowohl Sandstein der oberen Kreide, wie auch nummu- 
litische Kalke, allerdings in sehr verschiedenem Grade, im- 
prägnirt und haben von 12 bis zu 20^,^ des Erdpechs auf- 
genommen. Die imprägnirten Gesteinspartieen, welche in 
keiner Beziehung zur Schichtung stehen, werden bis zu 10 m 
Tiefe ausgebeutet. Auch in der Sierra de Peüacerrada, in der- 
selben Provinz, werden Lagen von bituminösen Schiefern bis 
zur Mächtigkeit von 12 m gefunden [A. de Yakza]. — Zwei 
Gruben im Revier Bocaicoa, Prov. Navarra, liefern das Roh- 
material für eine daselbst arbeitende Fabrik. — - 4 Stunden von 
Can Bäbano, Prov. Gerona, kommen Asphaltschiefer wechsel- 
lagernd mit Asphalt vor [Novellas]. 

Catalonien, In Stisswasserbildungen des Tertiär kommt 
Erdpech im Distr. von Campius, am Abhang des Montseny, vor 
zu Sot del Bosch, Port Bö, Can Call, Sot de Ptitg und El Sota^; 
im Distr. von Manresa liegt am Santa Catalina- Berge unter 
nummulitischem Kalk eine Mergelschicht mit Asphalt; im 
Distr. von Saedes findet sich in mariner Kreide eine Kalkstein- 
und mit Erdpech imprägnirte Mergelschicht zu Ribas de la Pega, 
Serrat Negre, Clara und Canal de DordeUa; im Distr. Valdan 
liegt ein imprägnirter Kreidekalk zu La Costa de la Figuerosa, 
La Sotana de Cal More und Portell WEu Boca; im Distr. Vüada 
endlich finden sich bituminöse Mergel, zuweilen mit Lignit- 
Aederchen, zu Pusant de Serralonga, Lorrentes de Casa Boca 
und Las Eras. Sämmtlich in der Prov. Barcelona [Maüreta 
u. Thös]. 

Aragonien. Im Jura der Prov. Zaragoza ist das Erd- 
pech bekannt in Begleitung der Lignite von der Grube Santa 
Teresa, Torrelapnja. In den Schiefern von Buhielos de Mora 
und anderen Ortschaften, Prov. Teruel, 



22 



338 

Castilien. In Begleitung der Liguite von Vasconcillos, 
Montorio und Hoz de Arriba; in tertiärem Sandstein von Fuen- 
caliente, Pedroso und anderen Revieren, speciell aucli in Hui- 
dobro mit Petroleum, Prov. Burgos. — Auf der Grenze gegen 
Santander in triassischen Sandsteinen. Manche Tonne Asphalt 
haben ferner die Sandsteine in der Umgebung von Soria, 
Oidones und Toledülo geliefert. •— Asphalthaltig, wenn auch 
arm an dem Harz, sind Gesteine von Sigüenza und MoUna de 
Aragöfiy Prov. Guadalajara. — Bedeutende Lager kommen in 
bituminösen Kalken der Sierra de Frentcs, Revier Fuenfefoba, 
Toledülo, Ocenilla, Cidones, Villaverd^ und Villaciervos, Prov. Soria, 
vor; sie sind wenig ausgebeutet. Cifuenks, Prov. Guadalajara 
[Mus. Hist. nat. Madrid]. 

Andalusien, In der Prov. Cadü finden sich bituminöse 
Schiefer in der Umgebung von Sanluear de Barrameda [U. S. 
Sevilla, leg. Kith]. bei Grazalema und bei Manilva, dicht bei 
Gibraltar, zwischen Kalksteinlagen, die durch Nickel Verbindungen 
[Nauanjo, 541] gefärbt sind. — Rojas-Clemente erwähnt 
Asphalt von Cobdar, Tijola und Bayarque, Prov. Almeria, — 
Sierra Alhamilla, Prov. Almeria [Mus. Hist. nat. Madrid]. — 
KiLiAN und Ofpret erwähnen das Vorkommen von bituminösen 
Substanzen in der Nähe der Schwefellagerstätten der Prov. 
Granada, 

Murcia, Reich mit Erdpech imprägnirt sind tertiäre 
Mergel, in denen die Schwefelabiagerungen gewonnen werden, 
zu Lorca, Uellin und anderen oben angeführten Orten. 

Valencia, Früher wurden bituminöse, schieferige Mergel 
zu Bibesalbes, Prov. Valencia, verarbeitet. 

Portugal, Abbauwürdig erweisen sich die Ablagerungen 
in Sandsteinen der Serra de Cabagao, Gebiet Torres Vedras, 
2 km nordwestlich von Monte Meal, im Distr. Leiria, und während 
der Ebbe in der alten Grube von Azeche, südlich von JNuesira 
Senora de la Victoria [Chofpat]. P.-Gomes [208] nennt ausser 
der Grube Azeche noch Garvide und Monte Beal als Fundort für 
Bitumen und Asphalt. 

0. Kohlenwasserstoffe. 
Arag'otita. Arag'otit. Aragotite. 

Durand 1872. 

1846. Prado: Minas de Almaden. 

1890/92. Pohlig: Niederrhein. Ges., Bonn. Sitzgsber. 116. 



339 

Castilien, Bekanntlich begleitet den Zinnober von Almaden 
neben anderen Mineralen eine bituminöse Substanz, die auch 
die zinnoberhaltigen Gesteine imprägnirt. Sie wird schon von 
Prado erwähnt. Nach dem Aussehen und der Unlöslichkeit 
in Alkohol oder Aether scheint dieselbe dem durch Durand 
von der Grube New Almaden in Californien zuzurechnen zu sein 
[Caldekon]. Hierher ist vielleicht auch die von Pohug er- 
wähnte „anthracitische Substanz" zu stellen, die in Pseudo- 
morphosen nach Zinnober auf genannter Grube aufgefunden 
wurde. 



Ozoquerita. Ozokerit. Ozocerite. 

Glocker 1833. 
1901. Novellas: Bull, de la Inst, catal. d'Hist. nat., 1, 10. 

Pyrenaeen, In reinem Asphalt von dem oben erwähnten 
Can Dahanoy Prov. Gcrona, eingeschlossen, findet sich diese 
Substanz dortselbst in kleinen Nestern. Der Schmelzpunkt 
liegt bei 61,5" [Novellas], 



Elaterita. Elaterit. Elaterite. 

Hausmann 1813. 

Murcia. Nach gefälliger mündlicher Mittheilung besitzt 
Herr Prof. Solang in Madrid Exemplare dieses Fossils, das 
er in Begleitung des Dysodyl zu Hellin aufgefunden hat. 



Petröleo. Erdöl. Petroleo. 

1878. Abeleira: Rev. minera, (B) IV, 258—260. 

1881. Maureta, J., y Thos, S.: Descrip. fis. y geol. prov. BarceloÄa, 

427 u. 441-456. 
1886. Vidal: Bol. Com. Map. geol, XllI, 158. 

1889. Zincken: Oesterr. Zeitschr. f. Berg- u. Hüttenw., XXXVIII, 180. 
1896. Puig: Bol. Com. Map. geol., XXII, 309. 

Obgleich Spanien ziemlich reichlich ölhaltige Gesteine in 
den tertiären Mergelschiefern und Kalken der Pyrenaeen und 
in der Kreide der Centralregion besitzt, ist keiner der Fund- 
orte Yon wirklicher Bedeutung. 

Santander. Kreide, Sandstein und gleichalterige Thone 
imprägnirend in der Nähe von Puerto del Escudo; auch in den 
Revieren JResconorio und Purbayon beim Bahnhof der Madrid- 
linie und in der Nähe von Suances, Fornos fand im Sand- 

22* 



340 

steia ll7o Bitumen, 4Vo klares, vorzügliches Lampenöl und 
7 7o Theer und Asphalt. Nach Analysen in London bis 87o 
Erdöl. [Estad. min. 1866]. 

Fyrenaeen, Bituminöse Mergel von San Juan de las 
Äbedesas, Pont de Möllns und San Lorenzo de la Muga in dem 
östlichen Gebirgstheile , Prov. Gerona, enthalten nach Vidal 
bis 6Vo Erdöl. 

Catalonien. In der Cova del Oli bei Margaltf, Prov. 
Tarragona, fliesst von den Wänden und von der Decke eine 
schwarze unreine Substanz, die von den Einwohnern des 
Landes in rohem Zustande, ohne Rafination. zur Beleuchtung 
gebraucht wird [Püig]. — Durch trockene Destillation sind 
kleine Mengen Erdöl im Distr. Broca und im Distr. Campins 
aus bituminösen Thonen erhalten. In Broca sind die bitu- 
minösen Schichten 0,50 bis 1,20 m mächtig und fallen 45^ N. 
bis 30" S. ein zu Lorrento de Sa nt Mar eh, Las Faredes, Fuentes 
de Dallent und Sarconeda. Aehnliche Thone finden sich in 
Vilada und Bagd und zwar zu Coster de IJamias, La Font del 
Sofre und Clot de Janca [Maüreta und Thös]. 

Castilien, Im Revier Huidobro, Prov. Burgos, findet sich 
Erdöl auf den Gruben Narcisa und Felicia. Dasselbe fliesst 
auch auf dem Contact von Kreidethonen mit unterlagernden 
Sandsteinen ab in einer Menge von 14 bis l6 Liter pro Tag 
und wird von der Landbevölkerung im rohen Zustande zur 
Beleuchtung gebraucht. Das Oel hat nach W. Wallace zu 
Glasgow das spec. Gew. 0,918—0.924 und verliert bei der 
Destillation 77o an Gewicht. Mach Abeleira setzt die öl- 
haltige Formation wahrscheinlich noch in benachbarten Ort- 
schaften fort. — Triassische Sandsteine sind ölhaltig an ver- 
schiedenen Punkten der Prov. Soria und in der Prov. Guadalajara 
zu Siguenza und Molina de Aragon, Ebendaselbst, zu Valdesotos 
und Retiendas. enthalten die bituminösen Thonschiefer 15 7o 
flüssige Kohlenwasserstoffe, 3% gasförmige, 127© Wasser und 
70 7o feste Rückstände [Zinx^ken]. Die darauf begründeten 
Werke zu Siguenza sind eingestellt [ZinckenJ. 

Andalusien. Erdöl findet sich bei den Schwefelgruben 
von Conilj Prov. Cadiz [Estad. minera de Esp. 1882]. Gueva de 
la Pez bei Baynrque, Prov. Alnieria, und bituminöse Schiefer 
zu Grazalema, Prov. Cadiz [Mus. Hist. nat. Madrid]. 



341 

Valencia. Verschiedene Versuche, das Petroleum zu ge- 
winnen, sind in den triassischen Sandsteinen (Bunter Sandstein) 
der Prov. Casteüön angefangen. 

Portugal In den Calcitmandeln der Basalte von Sicario, 
Cintra, soll sich Erdöl gefunden haben. P.-Gomes [208] führt 
das Vorkommen mit ? an. 



Register. 



Seite 

A. 

Aegirin — Aegirina — Aegirine 295 

Aörinit — Aerinita — Aerinite 323 

Agalmatolith — Agalmatolita — Agalmatolithe . . . 823 

Akmit — Acmita — Acmite 294 

Alaun — Alurabre — Aluraen 217 

Piedra alumbre Pedra hume 

Albit - Albita - Albite 31! 

Allemontit — Allemontita — Allemontite 7 

AUophan — Alofana — Allophane 322 

Alumian — Alumiana -- Alumiane 204 

Amalgam — Amalgama — Amalgama 14 

Amphibol — Anfibol — Amphibole 295 

Analcim — Analcima — Analcime 315 

Anatas — Aiiatasa — Anatase 1 1 J 

Andalusit — Andalucita — Andaluzite 244 

Anglesit — Anglesita — Anglesite 202 

Anhydrit — Anhidrita — Anhydrite 194 

Anorthit — Anortita — Anorthite 312 

Anthracit — Antracita — Anthracite 327 

Antimon — Antimonio nativo — Antimonio .... 6 

Antimonblende — Pirostibita — Pyrostibite .... 84 

Quermes 

Antimonglanz — Antimonita — Antimonite .... 64 

Bstibina 

Antimonsilber — Discrasita — Piscrasite 46 

Antimonsilberblende — Pirargirita — Argirithrose . . 77 

Dunkles Rothgültisrerz 

Apatit -— Apatito — Apatite 232 

Aragonit — Aragonito — Aragonite 172 

Aragotit — Aragotita — Aragotite 338 

Arsen — Arseuico — Arsenio 6 

Arsenikblüthe — Arsenita — Arsenite 94 

Flores de arsenico. 

Arsenkies -r- Pirita arsenioal -— Arsenopyrite ... 29 

Arsennickel glänz — Gersdorffita — Gersdorffite . . 34 

Gersdorfat. 

Arsensilberblende — Proustita — Proustite .... 77 

Lichtes Rothgültigerz 

Asphalt — Asfalto — Asphalto 336 

Atacamit — Atacamita — Atacamite 143 

Aurichalcit — Auricalcita — Aurichalcite 188 

Auripigment — Oropimente — Auripigmento .... 64 

Axinit — Axinita — Axinite . 271 



343 



n Seite 

Baryt — Baritina — Barytite 196 

Barytocoelestin — Barito-celestina — Baryto-celestite 199 

Bernstein — Ambar — Succin 384 

PoBsile Harze Succino, Copal, 

resinas fösiles, ambar amarello 

Beryll — Berilo — Beryllo 307 

Bittersalz — Epsomita — Epsomite 212 

Sal de la Hignera Sal amargo 

Blei — Plomo nativo — Chumbo 9 

Bleiglätte — Masicot — Massicote 85 

Bleiglanz — Galena — Galen ite 36 

Bleigummi — Plumbogummita — Plombgomme . . . 232 

Bleiniere — Bleinierita — Bleiniere 242 

Boulangerit — Boulangerita — Boulangerite .... 75 

Bournonit — Bournonita — Bournonite 78 

Brauneisenerz — Limonita — Limorjite 118 

Hematites parda 

Braunit — Braunita — Braunita 190 

Braunkohle — Lignito — Lenhite 330 

Breunerit — Breunerita — Breunerite 164 

Pistoraesita 

Brochantit — Brocantita — Brochantite 216 

Bromsilber — Bromargirita — Bromargyrite .... 138 

Brongniartit — Brongniartita — Brongniartite . / . 75 

Bronzit — Rroncita — Bronzite 289 

Diaklasit 

Brookit — Brooquita — Brookite 111 

Arcansita 

Brucit — Brucita — Brucite 116 

Buntkupfererz — Bornita — Bornite 70 

Bytownit — Bytownita — Bytownite 314 

C. 

Cabrerit — Cabrerita — Cabrerite 229 

Caledonit — Caledonita — Caledonite 220 

Cancrinit — Cancrinita — Cancrinite 273 

Cerussit — Cerusita — Cerussite 176 

Cervantit — Cervantita — Cervantite 131 

Chabasit — Chabasia — Chabazite 316 

Charaosit — Chamoisita — Chamoisite 281 

Chiastolith — Quiastolita — • Chiastolithe 246 

Chloritoid — Cloritoide ~ Chloritoide 278 

Ottrelith Ottrelita Ottrelite 

Chlorquecksilber — Calomelanos — Calomel . . . 139 

Mercurio comeo 

Chlorsilber — Querargirita — Kerargyrite 138 

Kerargyrit Plata Cornea 

Chondrodit — Condrodita — Chondrodite 261 

Chromit — Cromita — Chromite 146 

Ciempozuelit — Ciempozuelita — Ciempozuelite . . 193 

Claudetit — Claudetita ~ Claudetite 94 

Clausthalit — Clausthalita — Clausthalite 44 

Coelestin — Celestina — Celestine 199 

Columbit -— Columbita — Columbite 226 

Ildefonsit Bayerina 

Cordierit — Cordierita — Cordierite 303 

Covellin — Covelina — Covellite ,,,.,,,. 62 



344 

Seite 
D. 

Delessit — Delessita — Delessite 281 

Desmin — Desmina — Desmine 316 

Diallag — Dialaga — Dialage 294 

Diamaut — Diamante — Diamante I 

Diaspor — Diaspora — Diaspore 117 

Disthen — Cianita — Cyanite 248 

Distena Disthene 

Dolomit — Dolomita — Dolomite 169 

Domeykit — Domeykita — Domeykite 36 

E. 

Eisenglanz — Oligisto — Hematite 88 

Hematites roja 

Eiseikies — Pinta — Pyrite 22 

Eisenspath — Siderita — Siderite 165 

Hierro espätico 

Eisenvitriol -^ Melanterita — Melanterite 214 

Caparrosa verde Vitriolo verde 

Elaterit — Elaterita — Elaterite 339 

Embolit - Embolita — Embolite 139 

Enstatit — Enstatita — Enstatite 289 

Epidot — Epidota — Epidoto 255 

Erdöl — Petröleo — Petroleo 339 

l\ 

Fahlerz — Cobre gris — Tetraedrite 79 

Panabasa Panabaee 

Ferberit — Ferbcrita — Ferberite 225 

Fibroferrit — Fibroferrita — Fibroferrite 215 

Fluellit — Fluelita — Fluellite 142 

Fluorit — Fluorita — Fluorite HO 

Plussapath Espato fluor 

Franklinit — Franklinita — Franklinite 146 

Freieslebenit — Freieslebenita — Freieslebenite . . 76 

Friedelit — Friedelita — Friedelite 266 

G. 

Gänseköthigerz — Ganomatita — Ganomatite . . . 242 

Gagat — Azabache — Azeviche 333 

Gaylussit — Gaylussita — Gay-Lussite 182 

Natrocalcit Natrocalcita 

Gedrit — Gedrita — Gedrite 295 

Gelbeisenerz — Copiapita — Copiapite 219 

Geokronit — Geocronita — Geokronite 84 

Glauberit — Glauberita — Glauberite 193 

Glaubersalz — Exantalosa — Exanthalose .... 205 

Mirabillta Mirabilite 

Glaukonit — Glauconita — Glauconite 288 

Glaukophan — Glaucofän — Glaucophane .... 302 

Gold — Oro nativo — Ouro nativo 14 

Granat — Granate — Granada 267 

Graphit — Grafito — Graphite l 

Greenockit — Greenockita — Greenockite .... 52 

Gymnit — Gimnita — Gymnite 285 

Cryps — Yeso — Gesso 207 



345 



H. 

Haidingerit — Haidingerita — Haidingerite . 
Halloysit — Haloisita — Halloysite . . . . 
Hausmannit — Hausmannita — Hausmannite 

Haüyn — Hauyna — Hauyne 

Heulandit — Heuländita — Heulandite . . . 

Humit — Humita — Humite 

Hypersthen — Hiperstena — Hypersthene . . 



J. 

Jamesonit — Jamesonita — Jamesonite 
Jarosit — . Jarosita -^ Jarosite ... 
Iberit — Iberita — Iberite . . . . . 

Pinit Finita Pinite 

Jodsilber ^- Yodargirita — Jodargyrite 



K. 

Kalkspath — Calcita — Calcite . . . 
Kalkuranit — Autuni ta — Autunite 
Kaolin — Caolin — Kaolino . . 
Kaolinit — Arcilla — Kaolino .... 
KieseJzinkerz — Calamina — Calamine . 
Klinochlor — Clinoclora — Clinochlore 
Klinohumit — Clinohumita — Clinohumite 
Knebelit — Knebelita — Knebelite . . 
Kobaltblüthe — Eritrina — Erythrite . 
Kobaltglanz — Cobaltina — Cobaltite . 
Kobaltmanganerz -- Asbolana — Asbolane 

Asbolan 

KobaJtnjckelkies — Linneita — Linneite 
KobaUvitriol — Bieberita — Bieberite . 
Konichalcit — Conicalcita — Conichalcite 
Korund — Corindon — Coryndon . . . 
Kryolith — Criolita — Cryolithe ... 
Kupfer — Cobre nativo — Cobre nativo 
Kupferglanz — Calcosina — Chalcosite 
Kupfergrün — Crisocola -- Chrysocolla 
Kupferkies — Calcopirita — Chalcopyrite 
Kupferlasur — Azurita — Azurite . . 
Kupferuranit — Calcolita — Torbernite 
Kupfervitriol — Calcantita — Chalcantite 

Caparrosa azul Vitriolo azul 

L. 

Labradorit — Labradorita — Labrador 
Leadhillit — Leadhillita — Leadhillite . 
Lepidolith — Lepidolita — Lepidolithe . 
Libethenit — Libethenita — Libethenite 
Linarit — Linarita — Linarite . . . 
Löllingit — Hierro arsenical — Löllingite 

Magnesit — Giobertita — Magnesite .... 

Magnetit — Magnetita — Magnetite 

Magnetkies — Magnetopirita -— Pyrite magnetica 

Pyrrhotin Pirrotina Pyrrhotite 



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190 
274 
816 
260 
290 



74 
218 

805 

189 



162 
281 
818 
317 
262 
280 
261 
260 
228 
32 
129 

36 
215 
231 

88 

143 

7 

44 
265 

68 
182 
231 
215 



814 
189 
276 
230 
220 
31 



164 

146 

85 



346 



Seite 

Malachit — Malaquita — • Malachite 184 

Manganit — Manganita — Manganite 11? 

Acerdesa Acerdese 

Manganspath — Dialogita — Rhodochrosite .... 168 

Rodocrosita 

Margarit — Margarita — Margarite 278 

Markasit -^ Marcasita — Marcassite 28 

Meerschaum — Sepiolita — Sepiolite 284 

-Espuma de mar 

Melakonit ~- Melaconita — Melaconite 87 

Melaconisa 

Mennige — Minio — Minio 116 

Meroxen — Meroxeno -^ Biotite 274 

Biotit . Biptita 

Metacinuabarit — Metacinnabarita — Metacinnabarite 62 

Miargyrit — Miargirita — Miargyrite 72 

Mikroklin — Microclina — Microcline 308 

Millerit — Millerita — Millerite 53 

Mimetesit — Mimetesita — Mimetesite 241 

MolybdärBglanz — Molibdenita — Molybdenite ... 62 

Molybdäuocker — Molibdenocre — Molybdenocre . . 116 

Montmorillouit — Montmorillonita — Montraorillonite 822 

Muscovit — Moscovita — Muscovite 277 

N. 

Nagyagit — Nagyagita — Nagyagite 55 

Nakrit — Nacrita — Nacrite 320 

Natrolith -- Natrolita — Natrolithe 317 

Natron — Ndtron — Natron 181 

Bariila 

Nephelin — Nefelina — Nepheline 272 

Nephrit — Nefrita -- Nephrite 301 

Nickelblüthe — Annabergita — Annabergite .... 228 

Nickelsmaragd — Zaratita — Zaratite 189 

Nickelvitriol — Morenosita — Morenosite 214 

0. 

Oligoklas — Oligoclasa •— Oligoclase 313 

Olivenit — Olivenita — Olivenite 230 

Olivin — Olivino — Olivina 258 

Peridoto 

Opal — Öpalo — Opala 125 

Orthoklas — Ortoclasa — Orthoclase 308 

Ortoea 

Ozokerit — Ozoquerita — Ozocerite 389 

P. 

Papierkohle — Disodila — Dysodyle 333 

Pencatit — Pencatita — Pencatite 159 

Pennin — Pennina — Pennine 279 

Periklas — Magnesia nativa — Periclasa 85 

Pharmakolith — Farmacolita — Pharmacolithe . . . 227 

Pharmakosiderit — Farmacosiderita — Pharmacosiderite 230 

Phlogopit — Flogopita — Phlogopite 276 

Phosgenit — Fosgenita — Phosgenite 189 

Phosphorit — Fosforita — Phosphorite , , . , . 236 



347 

Seite 

Pimelith — Pimelita — Pimelite 285 

Platin — Piatino — Piatina 20 

Polianit u. Pyrolusit — Pirolusita — Polianito e Pyrolusite 112 

Manganesa 

Prehnit — Prehnita — Prehnite 266 

Prochlorit — Proclorita — Prochlorite 281 

Helminth Helmiuta Helminthe 

Pseudobrookit — Pseudobroquita — Pseudobrookite . 326 

Psilomelan — Psilomelana — Psilomelane 127 

Pyromorphit — Piromorfita — Pyromorphite .... 239 

Pyrophyllit - Pirofilita — Pyrophyllite 322 

Pyroxeu — Piroxena -— Pyroxene 291 

Quarz — Cuarzo — Quartzo 95 

Quecksilber — Azogue — Mercurio 10 

R. 

Realgar — Rejalgar — Rosalgar 63 

Riebeckit — Riebeckita — Riebeckite 303 

Rivotit — Rivotita — Rivotite 243 

Rothbleierz — Crocoita — Crocoite 221 

Rothkupfererz — Cuprita — Cuprite 86 

Cobre rojo 

Rothnickelkies — Niquelina — Nickelite 53 

Rothzinkerz — Oxido de Zinc — Zincite 85 i 

Rutil — Rutilo — Rutilo 1 10 

S. 

Salpeter — Nitro -- Nitre 150 

Sanidin — Sanidino — Sanidin 311 

Scheelit — Scheelita — Scheelite 222 

Schwarzkohle — Hulla — Huilha 328 

Hornagnena Carbao de pedra 

Schwefel — Azufre — Exofre 3 

Seifenstein — Saponita — Saporiite 285 

Serpentin — Serpentina — Serpentina 285 

Silber — Plata nativa — Prata nativa 10 

Silberglanz — Argentita — Argen tite 45 

Sillimanit — Sillimanita — Sillimanite 247 I 

Fibrolith Fibrolita Fibrolite I 

Skapolith — Wernerita — Wemerite 271 

Skorodit — Scorodita — Scorodite 229 

Sodalith — Sodalita — Sodalithe 273 

Speiskobalt — Esmaltina — Smaltite 33 

Spinell — Espinela — Espinella 145 

Staurolith — Estaurolita — Staurolithe 250 

Steinmark — Litomarga — Lithomarge 321 

Steinsalz — Sal comün — Halite 132 

Sal common 

Stephanit — Estefanita — Stephanite 83 

Plata agria 

Sternbergit — Sternbergita — Stembergite .... 72 

Stiblith — Estibiconita — Stibiconite 243 

Strontianit — Estroucianita — Strontianite .... 176 

Sylvanit — Sylvanita — Sylvanite 54 



348 

Sette 
T. 

Talk — Talco — Talco 282 

Steatit Esteatita Steatite 

Thenardit — Thenardita — Thenardite 191 

Titaneisenerz — Ilmenita — Titano-magnetite ... 9ä 

Titanit — Titanita — Titanite 325 

Esfena 

Topas — Topacio — Topasio 250 

Tridymit — Tridimita — Tridymite 105 

Turmalin — Turmalina — Turmalina 261 

Tyrolit — Tirolita — Tyrolite 231 

ü. 

Unbestimmte Zeolithe . . 317 

üranocker — üranocre — Uranocre 220 

üranpecherz — Pechurano — üraninite 226 

V. 

Valentinit — Valentinita — Valentinite 94 

Vanadinit — Vanadinita — Vanadinite 242 

Vesuvian — Vesubiana — Vesuvianite 257 

Idocrasa Idocrase 

Vivianit — Vivianita — Vivianite 227 

W. 

Wad 129 

Wavellit -- Wavellita — Wavellite 230 

Willemit — Villemita — Willemite 265 

Winklerit — Winklerita 124 

Wismuth — Bismuto — Bismutho 7 

Witherit -- Witherita — Witherite 176 

Wittichenit — Wittichenita — Wittichenite .... 78 

Wolframit — Wolframita — Wolframite 223 

Wolfsbergit — Güejarita — Wolfsbergite 72 

Guejarit 

Wollastonit — Wollastonita — Wollastonite .... 291 

Wulfenit — Wulfenita — Wulfenite 221 

Wurtzit — Wurtzita — Wurtzite 52 

Z. 

Zinkazurit — Zincazurita — Zinkazurite 183 

Zinkblende — Blenda — Sphallerite 46 

Zlnkblüthe — Hidrozincita — Hydrozinkcite .... 186 

ZiHconisa 

Zinkosit — Zincosita — Zincosite 204 

Zinkspath — Smithsonita — Smithsonite 169 

Zinc eepätico 

Zinkvitriol — Goslarita — Goslarite 214 

Zinnkies — Estannina — Stannite 84 

Zinnober — Cinabrio — Cinnabrio 55 

Bermellön 

Zinnstein — Casiterita — Cassiterite 106 

Zinnwaldit — Zinnwaldita — Zinnwaldite 276 

Zirkon -— Zircön — Zircon 105 

Zoisit — Zoisita — Zoisite 256 




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QE381«S6T4 

Tenne^ Conrad Friedrich August 



AUTHOR 

Die mlneralfundstatten der 



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Iberischen halblnsel» 



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